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Winter

Schneefälle und Kälteperioden im Winter sind wichtig für die Natur. Frostkeimer und Winterschläfer sind auf eine Mindestlänge an kaltem Winter angewiesen.

Der Winter ist eine der vier Jahreszeiten, die der Erde und allem Leben darauf einen gewissen Lebensrhythmus ermöglichen. Außer am Äquator, wo das ganze Jahr über ein gleichmäßiger Wechsel von heißen Tagen und warmen Nächten herrscht, variiert die Intensität der Sonneneinstrahlung im Rest der Welt und führt so zum Wechsel der Jahreszeiten. Schuld daran ist die zur Sonnenbahn leicht schräg gestellte Erdachse. Deshalb scheint die Sonne bis zum jeweiligen Wendekreis der Nord- oder Südhalbkugel, immer höher zu steigen und länger zu scheinen. Auf der jeweils anderen Halbkugel nehmen die Sonnenstunden zeitgleich ab. An den Polen taucht die Sonne sogar für ein halbes Jahr gar nicht auf.

Im Winter ist Ruhezeit

Wenn die mangelnde Sonneneinstrahlung Kälte bringt, ist es für die Natur wichtig, dass eine Schneedecke auf allem liegt. Ein kalter Winter ohne diesen Schutz zerstört viel. Das wird schon in dem Märchen „Frau Holle“ deutlich. Eine angemessene Ruhezeit für Flora und Fauna garantiert ein gutes Leben im darauffolgenden Jahreszyklus. Einige Pflanzen können sogar nur dann keimen, wenn die Saat über längere Zeit den Frost gespürt hat. Bärlauch beispielsweise benötigt Temperaturen um 0° C für eine Dauer von bis zu sechs Wochen. Einige Gemüsearten bekommen erst durch den Frost einen für uns angenehmen Reifegrad. Die bekanntesten Beispiele sind hier Grünkohl und Rosenkohl.

Der Winter birgt Hoffnung

Als es noch nicht möglich war, sich den ganzen Winter über mit exotischen Leckereien versorgen zu lassen, war dies die Jahreszeit des Mangels. Wer nicht genügend Vorräte an Wurzeln und Trockenobst angelegt hatte, musste sich besonders gegen Ende des Winters deutlich einschränken. Traditionen wie das Einkochen von Obst und Marmelade oder das Einlagern von Kartoffeln im Keller zeugen noch heute davon, obgleich die heutigen kurzen Kältephasen kaum den Aufwand lohnen. Durch festliche Dekorationen zu Weihnachten beschwor man die Rückkehr des Lichts. Um den Winter mit seiner Dunkelheit zu verjagen, werden schließlich zwischen den Jahren lärmende Traditionen vollzogen. Der Perchtenlauf in Alpenraum und die weltweiten Feuerwerke zu Silvester geben hiervon Zeugnis ab.