Eigentlich ist in Freudenberg Ruhe eingekehrt. Aber wie Hotelbesitzer Marco Sorgi uns erzählt, kommt die Erinnerung an Luises Tod schnell hoch, wenn man hört das ein Kind mutmaßlich wieder ein Kind getötet hat.
Es ist März 2023 als zwei Mitschülerinnen Luise in diesem Wald mit zahlreichen Messerstichen töten. Auslöser ist wohl ein Streit in den Sozialen Medien. Die Mädchen gestehen die Tat. Aber mit 12 und 13 könenn sie damals nicht bestraft werden.
Bei meinen Recherchen will ich verstehen: Wie geht es nach solchen Taten weiter? Für die jungen Täter, die Familien aber auch den Ort?
Denn hier kennt man sich erzählt mir Marco Sorgi, Luises Familie sei geblieben - und der Wirt ist vor kurzem auch noch einem Vater der Täterinnen begegnet.
Ich spüre die Zerrissenheit. Ein Kind ist tot aber wie geht es für die anderen weiter? Übers Telefon kann ich heute mit einem Vater der Täterinnen sprechen. Nach einer kurzen zeit in einer Jugendpsychatrie lebe seine Tochter heute in einer Wohngruppe fernab der Kleinstadt.
Zum Schutz der Kinder lassen die Behörden nach solchen Taten so gut wie nichts nach außen dringen. Aber Therapeutin Ariadne Satorius erklärt mir, dass sie zwar keine Strafe im rechtlichen Sinne bekommen, aber natürlich trotzdem eng betreut und begutachtet werden.
Denn gerade bei Kindern gilt auch auch immer der Gedanke der Resozialiserung - Auch wenn ihre Taten wie hier in Freudenberg an manchen Tagen wieder wie ein Schleier über der Stadt liegen.