Es herrscht Aufruhr im Landpark Lauenbrück. Aber nicht nur, weil das Futter heute auf sich warten lässt. Der familiengeführte Park ist seit Mitte Dezember vorläufig insolvent. Die Lage ist ernst.
Für Geschäftsführerin Katharine von Schiller ist es ein Kampf gegen die Zahlen. Der Park verzeichnet zwar steigende Besucherzahlen, aber die kommen nicht gegen die Explosion bei Futter, Energie und Personalkosten an. Dazu kommen noch die Nachwirkungen der Corona Pandemie. 20 Mitarbeiter und über 200 Tiere, viele davon seltene und vom Aussterben bedrohte alte Haustierrassen stehen vor einer ungewissen Zukunft.
Katharina und ihrem Mann Friedrich Michael bedeutet der Park, der 1969 von seinen Eltern gegründet wurde, viel. Neben dem normalen Parkbesuch bietet das Paar auch pädagogische Workshops für Kinder und Jugendliche an, um Natur erlebbar zu machen.
Die Frist des Insolvenzverwalters war gnadenlos. 50.000 € mussten her bis Ende Januar. Sonst ist Schluss. Deswegen startet das Paar eine Spendenaktion.
Fast 100.000 € kommen zusammen. Damit kann die Regelinsolvenz zwar vorerst abgewendet werden, doch der Park braucht weiterhin Unterstützung.
Denn auch wenn die erste Not abgewendet ist, die Kuh ist im Landpark Lauenbrück noch lange nicht vom Eis. Sie hat vorerst nur wieder festen Boden unter den Klauen.