Friedrich Barths kannte Debbie gut, war ein Nachbar der Familie. Das Mädchen war damals oft bei ihnen, ist von gegenüber gekommen und hat bei ihnen im Garten gespielt. Als er von den neuen Durchsuchungen hört, erinnert er sich genau an die Zeit vor fast 30 Jahren.
„Die haben hier alles auf den Kopf gestellt. Die haben. Ich musste zur Polizei mit dem Auto, was ich hatte. Und dann haben die das Auto von oben bis unten auf den Kopf gestellt. Und die sind hier teilweise durch die durch die Gefriertruhen gegangen. Die haben die Gärten auf den Kopf gestellt, die waren überall hier."
Jetzt gibt es offenbar neue Spuren. Hier in der Nähe von Debbies ehemaliger Wohnung in Düsseldorf haben Ermittler gestern gegraben, um mögliche Hohlräume zu finden, außerdem mehrere Häuser durchsucht und mögliche neue Beweismittel gesichert. Auch ein neuer Verdächtiger rückt in den Fokus der Beamten. Dazu äußert sich die Polizei aber bislang nicht weiter.
„Wir hoffen, dass wir da in diesem Fall endlich Licht und Hinweise auf den Verbleib von GB bekommen. Sind da auch recht guter Dinge. Und insofern sind wir natürlich auch in diesem Zusammenhang weiterhin auch noch auf Zeugen angewiesen. Und die Akte ist auch nie geschlossen worden. Wir bleiben da am Ball und drehen da sprichwörtlich jeden Stein um."
Debbie Sassen ist acht Jahre alt, als sie am 13. Februar 1996 in Düsseldorf wersten spurlos verschwindet. Sie wollte von der Grundschule nach Hause, aber dort ist sie nie angekommen. Ihre Mutter meldet sie noch am gleichen Tag als vermisst. Danach wendet sie sich verzweifelt an die Öffentlichkeit.
„Ich bitte die ganze Bevölkerung mit zu achten, ob sie irgendwo ein Mädchen sehen, sei es im Wasser, unterm Eis, in einem Tunnel, in einem Wald. Und wenn mein Kind tot sein sollte, dann möchte ich das nicht sehen."
Doch bis heute findet die Polizei weder eine Leiche noch einen Täter. Trotz damals groß angelegter Suchaktionen, unter anderem auch auf Milchpackungen, einer Sonderkommission und Tausender Flugblätter. Jetzt, knapp 30 Jahre später, die Wende also.
„Die Zeit spielt manchmal für den Fall. Das heißt, es gibt Leute, die vor 30 Jahren anders gedacht haben wie heute, die heute vielleicht eher in der Lage sind oder gewillt sind, Informationen preiszugeben. Wir haben neue Techniken. Die DNA Technik ist weitaus sensitiver geworden wie früher."
Die Zeit spielt manchmal für den Fall. Das heißt, es gibt Leute, die vor 30 Jahren anders gedacht haben wie heute, die heute vielleicht eher in der Lage sind oder gewillt sind, Informationen preiszugeben. Wir haben neue Techniken. Die DNA Technik ist weitaus sensitiver geworden wie früher.