Erst ein heftiger Sturm und viel Regen – dann stürzt eine Stützmauer in Gelida bei Barcelona auf die Schienen. Ein Nahverkehrszug rast hinein und entgleist. Der Lokführer stirbt. Zahlreiche weitere Menschen werden verletzt.
Es ist das nächste Zugunglück in Spanien. Erst am Sonntagabend waren in Adamuz in Andalusien zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidiert. Von den 42 Todesopfern sind noch immer nicht alle identifiziert:
Osiris Sevilla, Ehefrau eines Vermissten: „Ich habe Angst. Jede Sekunde des Wartens fühlt sich wie eine Ewigkeit an."
Immer mehr Menschen fordern zudem Antworten, Warum der Hochgeschwindigkeitszug auf dem frisch sanierten Streckenabschnitt entgleist ist. Möglicherweise gab es an dieser Stelle eine mangelhaften Schweißnaht, dadurch könnte die Schiene gebrochen sein.
Yannik Seeber, RTL-Reporter in Adamuz/Spanien: „War diese Stelle nur eine Konsequenz des entgleisten Zuges oder tatsächlich die Ursache für diese schreckliche Katastrophe? Das gilt es jetzt herauszufinden."
Wichtige Erkenntnisse könnten auch die Fahrdatenschreiber der Züge liefern – die haben die Ermittler inzwischen sichergestellt.