Innenstadt wird zur SicherheitszoneSpitzenpolitiker treffen sich zum Nordseegipfel in Hamburg

Bundeskanzler Friedrich Merz lädt nach Hamburg ein!
Ab Montag (26. Januar) kommen die Regierungschefs der an die Nordsee grenzenden Länder im Hamburger Rathaus zusammen. Das Ziel: Den Ausbau von Windkraftanlagen vor den Küsten vorantreiben. Das Treffen ist mit strengen Sicherheitsvorkehrungen verbunden.

Es gibt ein straffes Programm

Die Teilnehmerstaaten wollen insgesamt sechs neue Abkommen beschließen, durch die vor allem bessere Investitionsbedingungen für die Offshore-Windenergie geschaffen werden sollen. Laut Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) soll die Nordsee zum größten Reservoir für saubere Energie weltweit werden.

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Zu den Teilnehmerländern gehören neben Deutschland auch Norwegen, Luxemburg, Dänemark, Belgien, die Niederlande, die Europäische Kommission und erstmals auch Island und Vertreter der NATO. Dazu kommen über 100 Unternehmensvertreter. Der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer lassen sich vertreten.

Im Video: Sperrungen in der Hamburger Innenstadt

Die Polizei hat rund um das Rathaus und die Handelskammer eine Sicherheitszone eingerichtet. Die U-Bahnen fahren normal, aber die Eingänge direkt am Rathaus bleiben geschlossen. Autos kommen im Sperrgebiet nicht durch und Busse werden um den Rathausmarkt und den Jungfernstieg umgeleitet. Anwohner kommen dort nur zu Fuß nach Hause, sollen aber laut Polizei ihren Personalausweis dabeihaben, um diesen auf Nachfrage vorzeigen zu können.

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Ziele sind noch lange nicht erreicht

Beim Nordseegipfel 2023 wurde bereits beschlossen, die Nordsee zum „grünen Kraftwerk für Europa“ auszubauen. Ziel sei es, bis 2050 gemeinsam bis zu 300 Gigawatt Leistung in der Nordsee zu installieren. Davon sind die Teilnehmerstaaten aber noch weit entfernt. Denn bis Oktober 2025 hatten die Staaten erst ungefähr 35 GW Leistung installiert, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie mitteilte. Es wird also weiter verhandelt: Über den Ausbau von Windenergie auf See, ein gemeinsames Wasserstoffnetz in der Nordsee und die Frage, wie Europa unabhängiger von Energieimporten werden kann.

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Gipfel ist aus Russlands Angriffskrieg entstanden

Der Nordseegipfel in Hamburg ist bereits der dritte seiner Art. Erstmals stattgefunden hat der Gipfel 2022 in Dänemark, als Reaktion auf den Angriff Russlands auf die Ukraine. Es ging vor allem darum, Gas- und Öllieferungen aus Russland so schnell wie möglich mithilfe erneuerbarer Energien zu ersetzen.

Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche, dpa