Das ist sie – die kleine Eisprinzessin von Hamburg. Evelynn thront nun glücklich in Mamas Armen – nach einem eiskalten Start ins Leben. Bei minus 11 Grad und mitten auf einer Kreuzung entscheidet sich das Mädchen am Sonntagnachmittag: Let it go – ich komme jetzt.
Linda Türkyilmaz, Mutter
"Ich habe nur gehofft, dass alles gut wird. Und ich wusste aber instinktiv: Ins Krankenhaus schaffen wir es nicht mehr. Ja, Dann habe ich gehandelt und die Kleine auf die Welt gebracht"
Die werdenden Eltern sind auf dem Weg ins Krankenhaus, doch es ist zu spät. Während der Vater mit der Feuerwehr telefoniert und den Anweisungen der Rettungskräfte folgt, bringt Mama Linda das kleine Mädchen auf die Welt - in diesem weißen SUV, am Straßenrand, mitten im Scheechaos.
Sven Bartens, Feuerwehr Hamburg
"Dann haben wir diesen riesigen Temperatur-unterschied bis bei 38 Grad Körpertemperatur bis zu minus 11 Grad die Körperoberfläche. Da kann das Kind sehr schnell auskühlen."
Eine lebensbedrohliche Situation, in der die Eltern instinktiv richtig reagieren.
Mirko Schlufter, Vater
"Man handelt dann auch irgendwann einfach nur. Und ich glaube, wir haben alles richtig gemacht und haben uns ja dabei gar nicht so doof angestellt, sondern haben das Auto hochgeheizt, haben den Anweisungen von der 112 Folge geleistet"
Ein Rettungswagen bringt dann alle zusammen in die Asklepios Klinik, wo dank der Information des Vaters alle schon bereit stehen.
Martin Blohm, Leitender Arzt Altonaer Krankenhaus
"Entscheidend war, dass die Eltern angehalten haben und sich eine Situation mit Rettungsdienst und ruhigem Ort im Auto geschaffen haben (...), dafür gesorgt haben, dass es im Auto warm war. Die Wärme ist ja beim Neugeborenen sehr wichtig und das Kind kam mit normaler Körpertemperatur in der Klinik an, ganz hervorragend"
Gesund - und mit 56 Zentimetern und 4.260 Gramm bringt die Kleine stattliche Maße mit. Für die Familie überwiegt jetzt vor allem die Erleichterung- das Märchen der Winterprinzessin endet mit einem Happy End.