Pandemie hält die Welt in Atem

LIVE-TICKER Coronavirus - alle Infos und Entwicklungen vom 6. Mai 2020

07. Mai 2020 - 6:58 Uhr

Neue Lockerung bei Corona-Regeln

Deutschland startet mit vorsichtigen Corona-Lockerungen in die Woche. Spielplätze sollen wieder öffnen dürfen, Gottesdienste dürfen gefeiert werden und auch einem Besuch beim Friseur steht nichts mehr im Wege. Wann Schulen und Kitas einen geregelten Betrieb aufnehmen, dürfte am 6. Mai entschieden werden. Lesen sie hier nach, welches Bundesland, was und ab wann plant.

Alle Infos zum Coronavirus können sie hier nachlesen.

TVNOW-Doku: Was wir aus der Krise lernen

Welche Lehren können wir aus der bisher größten Krise der Nachkriegszeit ziehen? Wir haben mit Experten gesprochen. War der Staat zu inkonsequent? Wurden die Schulen zu schnell geschlossen? Was tun gegen das Hamsterchaos? Und was ist der tatsächliche Grund, dass tausende Urlauber auf der ganzen Welt gestrandet sind? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Was wir aus der Krise lernen".

+++ LIVE-TICKER +++

23:52 Uhr – Banksy-Kunstwerk im Krankenhaus – Hommage an Mediziner

Ein Kunstwerk des britischen Streetart-Künstlers Banksy ist im südenglischen Southampton General Hospital aufgetaucht. Es zeigt einen Jungen, der neben einem Papierkorb in Latzhose und T-Shirt kniet und eine Krankenschwester mit Umhang und Mundschutz hoch hält, die wie Superman den rechten Arm ausstreckt und bereit für ihre Mission ist. Seine Spiderman- und Batman-Figuren hat er hingegen in den Papierkorb geworfen. Der Künstler hinterließ eine Notiz für Krankenhausangestellte, die lautete: "Danke für alles, was ihr tut. Ich hoffe, dies hellt den Ort ein wenig auf, auch wenn es nur schwarz und weiß ist."

Das Gemälde soll laut "BBC" bis zum Herbst im Krankenhaus bleiben, bevor es versteigert wird, um Geld für die Klinik zu sammeln. "Unsere Krankenhausfamilie ist direkt vom tragischen Verlust geliebter und angesehener Mitarbeiter und Freunde betroffen", sagte Paula Head, die Leiterin der Klinik. Es sei eine große Ehre, dass der Künstler ihr Krankenhaus ausgewählt habe.

23:29 Uhr - Paypal-Gewinn bricht in Corona-Krise ein

Der Online-Bezahldienst Paypal hat aufgrund der Corona-Krise einen Gewinneinbruch erlitten. Im ersten Quartal betrug der Überschuss lediglich 84 Millionen Dollar (78 Mio Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Das entspricht einem Rückgang um 87 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.

Paypal erhöhte die Rückstellungen für Kreditausfälle um 237 Millionen Dollar, was die Bilanz stark belastete. Die Aktie geriet nachbörslich deutlich ins Minus. Dabei steigerte Paypal die Erlöse im jüngsten Quartal um deutliche 12 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar und stellte ein noch stärkeres Wachstum für das laufende Vierteljahr in Aussicht.

22:45 Uhr- Söder kritisiert "Überbietungswettbewerb" bei den Lockerungen

06.05.2020, Berlin: Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, spricht während einer Pressekonferenz. Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Bundesländer sprachen über Corona-Lockerungen. Das Treffen fand online als Videokonferenz
"Ich kann nur dringend davor warnen, das jeden Tag zu beschleunigen", sagte Söder mit Blick auf die Öffnungsdebatte.
© dpa, Michael Sohn, so axs

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat nach der Bund-Länder-Schalte scharfe Kritik an seinen Kollegen in anderen Ländern geübt. Kanzlerin Angela Merkel und er wunderten sich, "warum wir seit Ostern ... eine Lockerungsdebatte nach der anderen bekommen, eine Exitstrategie nach der anderen vorgelegt bekommen haben", sagte der CSU-Chef am Mittwochabend im ZDF. "Ich bedauere das." Europa habe Deutschland bisher dafür bewundert, wie das Land durch die Krise gekommen sei. "Einige in Europa sind jetzt verwundert, wie schnell - und zwar im Stundenrhythmus - einige Bundesländer und Einige in Deutschland agieren." Es gebe einen "Überbietungswettbewerb" bei den Lockerungen. In der gemeinsamen Pressekonferenz mit Merkel und Hamburgs Regierendem Bürgermeister Peter Tschentscher hatte Söder sich zuvor noch für die Solidarität der anderen Länder bedankt.

Er kritisierte vor allem die hessische Entscheidung, nun wieder Veranstaltungen von bis zu 100 Personen zuzulassen. Dabei wisse man, dass auf solchen Veranstaltungen am ehesten eine Ausbreitung von Infektionen drohe. Nordrhein-Westfalen wiederum öffne seine Gastronomie zwei Wochen vor Bayern, fügte der CSU-Chef hinzu. Er habe für Bayern entschieden, langsamer vorzugehen. "Ich kann nur dringend davor warnen, das jeden Tag zu beschleunigen", sagte Söder mit Blick auf die Öffnungsdebatte. Die Zahlen der Neuinfektionen gäben zwar Anlass zum Optimismus. "Ob sie halten, wird sich zeigen." Bayern weist unter den Ländern die mit Abstand höchste Zahl an Corona-Infektionen und -Toten auf.

22:32 Uhr - Altmaier verteidigt Rolle des Bundes in Bund-Länder-Gesprächen

Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat die Linie der Bundesregierung bei den Bund-Länder-Gesprächen über die Lockerung der Corona-Auflagen verteidigt. "Wir haben etwas - wie ich finde - sehr Kluges gemacht. Wir haben nämlich gesagt, wir lockern es ja, aber wir knüpfen es an strenge Voraussetzungen", sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend in der ARD-Talkshow "Maischberger. Die Woche".

In wesentlichen Fragen hätten Bund und Länder einen gemeinsamen Beschluss gefasst. "Wir haben auch durchgesetzt, dass die Notbremse eingeführt worden ist", sagte Altmaier. Das sei man den Menschen schuldig gewesen, die auch Angst um ihre Gesundheit hätten. Mit der sogenannten Notbremse sollen Einschränkungen künftig vor Ort umgesetzt werden, wenn Neuinfektionen regional wieder ansteigen sollten.

Dazu, dass einige Länder bereits vor den Gesprächen mit der Kanzlerin umfangreiche Lockerungspläne verkündet hatten, sagte Altmaier: "Ich fand es nicht so besonders glücklich, dass dann fünf oder sechs Bundesländer ganz unkoordiniert und mit ganz unterschiedlichen Öffnungsdaten und Zeiten vorgeprescht sind." Er hätte sich gewünscht, dass alle bis zu den Gesprächen vom Mittwoch gewartet hätten.

22:12 Uhr - IOC plant nächste Session als Videoschalte im Juli

Das Internationale Olympische Komitee prüft nach der Verlegung der Sommerspiele in Tokio ins nächste Jahr eine Online-Session seiner Mitglieder im Juli. Die IOC-Exekutive werde darüber diskutieren, die eigentlich vor Beginn der Olympischen Spiele geplante Versammlung als Videoschalte mit sicherer Verbindung zu organisieren.

Möglicher Termin dafür sei der 17. Juli, die 136. IOC-Session solle live gestreamt werden, hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch. Die Agenda und der weitere Ablauf sowie ein sicheres Wahlsystem werde vom Exekutivkomitee auf seiner Sitzung am 14. Mai beraten.

Die Olympischen Spiele in Tokio waren wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr auf den Sommer 2021 verschoben worden. Für gewöhnlich treffen sich die IOC-Mitglieder vor der Eröffnung der Spiele zu mehrtägigen Beratungen.

22:05 – Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
Weltweit  3.724.688 260.938
USA 1.216.739 72.233
Spanien 219.329 25.613
Italien 214.457 29.684
Großbritannien 202.356 30.150
Frankreich 170.694 25.538
Deutschland 167.575 7.190
Russland 165.929 1.537

In Deutschland ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen im Vergleich zum Vortag um 1.085 auf insgesamt 167.575 gestiegen. Mindestens 7.190 Menschen sind infolge einer Covid-19-Erkrankung bundesweit gestorben. Das geht aus Zahlen der US-amerikanischen Johns Hopkins Universität hervor. Die Zahl der Virus-Toten steigt weltweit auf 260.938 an. Die Zahl der bestätigten Infektionen klettert auf 3.724.688.

Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Mittwoch bei 0,65. Das bedeutet, dass zehn Infizierte zwischen sechs und sieben weitere Personen anstecken.

21:02 Uhr - DFL-Präsidium für Bundesliga-Fortsetzung ab 15. Mai

Die Deutsche Fußball Liga will die Saison in der 1. und 2. Bundesliga am 15. Mai fortsetzen. Über diesen Beschluss des DFL-Präsidiums seien die 36 Proficlubs am Mittwochabend informiert worden, bestätigte der Dachverband der Deutschen Presse-Agentur. 

20:47 Uhr - Angriff auf Kamerateam bei Demo gegen Corona-Verordnung in Berlin

Bei einer nicht genehmigten Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen ist es vor dem Reichstagsgebäude in Berlin zu einem Angriff auf Medienvertreter gekommen. Ein Demonstrant, der ein ARD-Kamerateam attackiert haben soll, sei festgenommen worden, twitterte die Berliner Polizei am Mittwochabend. Wie eine Sprecherin der Polizei sagte, ist die Schwere des Angriffs noch unklar - die Rede sei von Leichtverletzten.

Nach Angaben der Polizeisprecherin hatten sich am Mittwoch 350 bis 400 Menschen vor dem Reichstagsgebäude versammelt. Sie seien offenbar einem Aufruf in den sozialen Medien gefolgt, darauf deuteten etwa mitgebrachte Plakate hin. In Berlin sind wegen der Pandemie derzeit Demos mit bis zu 50 Teilnehmern erlaubt.

Polizisten hätten das Gespräch gesucht und auf die Abstandsregeln hingewiesen, schilderte die Polizeisprecherin. "Einsatzkräfte forderten die Menschen mehrfach persönlich und über Lautsprecher auf, den Platz zu verlassen und lösten die Ansammlung letztlich auf", twitterte die Polizei. Sie machte dabei keine näheren Angaben zu den Teilnehmern. Es sei aber unter anderem zu Widerstandshandlungen und Körperverletzung gegen Polizisten gekommen, sagte die Sprecherin.  Auch Platzverweise wurden demnach durchgesetzt und Personalien aufgenommen.

19:41 Uhr - Düsseldorf plant repräsentativen Corona-Antikörpertest

Die Stadt Düsseldorf plant einen repräsentativen Corona-Antikörper-Test. Es sei eine Untersuchung einer Stichprobe von 1000 Düsseldorfern auf das Vorliegen von Antikörpern gegen das Virus vorgesehen, hieß es in einer Mitteilung der NRW-Landeshauptstadt. So solle eine Beurteilung der Zahl von überstandenen Infektionen ermöglicht werden. Die Stadt werde bei dem Test mit der Uniklinik kooperieren. Das Amt für Statistik und Wahlen werde die Probanden ermitteln. Düsseldorf hat rund 642 300 Einwohner. Bis zum Mittwoch gab es in der Stadt 1111 bestätigte Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie.

Die zuletzt veröffentlichte sogenannte Heinsberg-Studie habe gezeigt, dass es offenbar eine erhebliche Dunkelziffer gebe, "die ihre Ursache auch darin hat, dass viele Infektionen mit lediglich schwachen oder überhaupt keinen Krankheitssymptome ablaufen", sagte Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD). "Insofern kann eine derartige repräsentative Untersuchung auch Aufschlüsse darüber geben, wie gefährlich das Virus wirklich ist."

19:30 Uhr -Spanien verlängert nationalen Notstand um weitere zwei Wochen

Trotz heftigen Gegenwinds der Opposition hat sich Spaniens Regierung am Mittwoch im Parlament mit ihrem Antrag auf eine weitere Verlängerung des umstrittenen Corona-Notstands durchgesetzt. Es handelt sich um die vierte Ausdehnung des Mitte März ausgerufenen "Alarmzustands", der nun noch bis zum 24. Mai gelten soll. Die Maßnahme erlaubt es Ministerpräsident Pedro Sánchez, die strengen Ausgangsbeschränkungen für die knapp 47 Millionen Spanier weiter beizubehalten. Schrittweise Lockerungen wurden aber bereits in den vergangenen Tagen eingeleitet.

Der "Alarmzustand" ist die dritthöchste der in der spanischen Verfassung vorgesehenen Notfallstufen. Die Bürgerrechte sind seit dem 15. März in Spanien stark eingeschränkt. Die strikte Ausgangssperre soll nun in mehreren Phasen gelockert werden, nachdem die Corona-Zahlen seit Wochen eine positive Tendenz zeigen. 

19:23 Uhr - Niederlande lockern Corona-Maßnahmen: Friseure und Cafés öffnen

Auch die Niederlande lockern die dortigen Corona-Maßnahmen: Ab der nächsten Woche dürfen Friseure, Kosmetiksalons und Massagepraxen wieder öffnen. Das kündigte Ministerpräsident Mark Rutte in Den Haag an. Ab 1. Juni dürfen demnach auch Restaurants, Cafés, Museen, Kinos und Theater unter bestimmten Bedingungen den Betrieb wieder aufnehmen und es werden alle Schulen wieder geöffnet. Die Regierung macht auch Mundschutzmasken im öffentlichen Nahverkehr verpflichtend. 

Die Maßnahmen werden schneller als geplant gelockert. Nach Auffassung der Regierung ist das möglich, da die Zahl der Neuinfektionen schneller zurück gehe als erwartet. Bisher sind in den Niederlanden rund 41 000 Fälle von Corona-Infektionen registriert worden, 5204 infizierte Menschen starben. 

Seit dem 13. März gelten strenge Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. Bürger sollten so viel wie möglich zu Hause bleiben und einen Sicherheitsabstand von eineinhalb Meter einhalten. Cafés, Restaurants und Schulen waren geschlossen und alle Veranstaltungen verboten worden.  Die Regierung hatte bereits früher beschlossen, Grundschulen ab dem 11. Mai zu öffnen. Kinder dürfen auch wieder in Vereinen Sport treiben.

18:37 Uhr WHO: Corona-App allein löst Problem neuer Ansteckungen nicht

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zu hohe Erwartungen an die Corona-Warn-Apps gedämpft. Auch beim Einsatz solcher Hilfsmittel seien weiterhin Menschen nötig, die nachverfolgen, mit wem Infizierte in letzter Zeit Kontakt hatten, um sie zu warnen und in Quarantäne zu bringen, sagte WHO-Expertin Maria van Kerkhove am Mittwoch in Genf. «Solche Apps können nicht die Menschen ersetzen, die Kontakte überprüfen», sagte sie.

Eine solche App für das Handy soll in Deutschland und vielen anderen Ländern zum Einsatz kommen. Solche Apps erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind. Sie können dann Nutzer warnen, wenn sich später herausstellt, dass in ihrer Umgebung eine infizierte Person war. Die Nutzer könnten dann in Quarantäne gehen.

18:25 Uhr - Deutsche Forscher weisen Corona-Antikörper nach

Einem Medienbericht zufolge haben Wissenschaftler in Braunschweig bei der Erforschung des neuartigen Coronavirus Antikörper nachweisen können. Diese verhindern, dass das Virus in gesunde Zellen eindringen kann. "Das ist eindeutig ein Durchbruch, der zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg für die Entwicklung eines Medikaments gegen Covid-19", sagte der Virologe Luka Cicin-Sain vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) der "Braunschweiger Zeitung". Die Forscher arbeiten nicht an einem Impfstoff für gesunde Menschen, sondern einem Arzneimittel, um erkrankte Coronapatienten erfolgreich behandeln zu können.

18:10 Uhr - Ministerpräsident Weil verteidigt Entscheidung über Strandöffnung

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die Pläne verteidigt, den Kommunen an der Küste die Entscheidung über eine Wiedereröffnung der Strände für Touristen zu überlassen. "Ich habe den Eindruck, dass diese Aufgabe bei den Landräten, den Bürgermeistern, den Verantwortlichen vor Ort sehr gut aufgehoben ist", sagte Weil am Mittwoch. Er betonte, ob und wann etwa in Cuxhaven der Strand freigegeben werde, entscheide nicht er als Ministerpräsident, sondern der Oberbürgermeister von Cuxhaven.

18:01 Uhr - Corona-Regeln wegen Affäre ignoriert: Britischer Regierungsberater quittiert Job

Epidemiologist Neil Ferguson speaks at a news conference in London, Britain January 22, 2020, in this still image taken from video. REUTERS TV via REUTERS
Britischer Epidemiologie Neil Ferguson gibt Job auf
© REUTERS, OLA

Wegen einer Affäre mitten in der Corona-Krise hat der britische Top-Wissenschaftler Neil Ferguson seinen Posten als Regierungsberater aufgegeben. Er habe Regeln zur sozialen Distanz durchbrochen, bestätigte Ferguson in einer Stellungnahme, die der Deutschen Presse-Agentur in London vorliegt. Nach Angaben des "Telegraph" hatte der Professor trotz der strengen Ausgangsbeschränkungen, zu denen er als Experte wesentlich beitrug, eine Affäre mit einer verheirateten Frau. Die zweifache Mutter soll ihn mehrfach besucht haben, was gegen die Maßnahmen verstieß. "Ich habe in dem Glauben gehandelt, dass ich immun bin", teilte "Professor Lockdown" (Ausgangssperre) - so Fergusons Spitzname - mit. Er sei positiv auf das Virus getestet worden und habe sich zwei Wochen isoliert. Er habe die Lage falsch eingeschätzt.

Bei der Frau soll es sich laut "Daily Mail" um eine gebürtige Deutsche aus dem Allgäu handeln. Die 38-Jährige soll in Berlin studiert haben und 2003 nach Großbritannien gezogen sein.

17:58 Uhr - Günther: Weitere Lockerungen in Coronakrise absolut vertretbar

30.04.2020, Schleswig-Holstein, Kiel: Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, sitzt in dem Raum von dem aus er an Videokonferenzen teilnimmt. Am Nachmittag wird er hier mit der Kanzlerin und den Länderchefs zum Thema Corona sp
Weitere Lockerungen der Einschränkungen in der Corona-Krise sind aus Sicht des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther absolut vertretbar.
© dpa, Carsten Rehder, reh tba

Weitere Lockerungen der Einschränkungen in der Corona-Krise sind aus Sicht des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther absolut vertretbar. Dies machte der CDU-Politiker am Mittwochnachmittag in Kiel nach den Beratungen zwischen Bund und Ländern unter Hinweis auf die Infektionszahlen deutlich. Gerechtfertigt und klug sei es auch, den Ländern Entscheidungsspielräume zu geben. Dort seien die Gegebenheiten samt Infektionsgeschehen unterschiedlich, sagte Günther. Die Länder seien aber gut beraten, "einigermaßen im Gleichschritt" vorzugehen. Konkrete Aussagen über einen Fahrplan zum Beispiel für Tourismus und Gastronomie will Günther am Donnerstag im Landtag machen.

17:54 Uhr – Johnson will Corona-Maßnahmen langsam lockern

HANDOUT - 06.05.2020, Großbritannien, London: Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, spricht während der «Prime Ministers Questions» (Fragen an den Premierminister) im britischen Unterhaus (bestmögliche Qualität). Foto: House Of Commons/P
Der Regierungschef kündigte im spärlich besetzten Unterhaus an, bis Ende Mai die Zahl der Coronavirus-Tests auf 200.000 pro Tag zu steigern.
© dpa, House Of Commons, nwi

Der britische Premierminister Boris Johnson will in der kommenden Woche einige Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie wieder lockern. Zu schnell dürfe dies aber nicht geschehen, sonst drohe eine zweite Ausbruchswelle, warnte der Regierungschef am Mittwoch im Parlament. Das würde wiederum die Wirtschaft noch härter treffen. Seinen genauen Plan will Johnson am Sonntag vorstellen.

Der Regierungschef kündigte im spärlich besetzten Unterhaus an, bis Ende Mai die Zahl der Coronavirus-Tests auf 200.000 pro Tag zu steigern. Bislang lag Großbritannien im internationalen Vergleich hier weit zurück. Derzeit sollen jeden Tag etwa 100.000 Menschen getestet werden, doch auch dieses Ziel wird nicht immer erreicht.

17:41 Uhr - Bremen will ab 18. Mai wieder alle Grundschüler unterrichten

Das Bundesland Bremen will vom 18. Mai an alle Grundschuljahrgänge zurück in die Klassen holen. Nach der Klasse vier sollten von dem Datum an auch die Klassen eins bis drei wieder beschult werden, kündigte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) am Mittwoch an. Das werde der Senat am kommenden Dienstag beschließen. Der Stundenplan werde aber eingeschränkt sein, da der Unterricht aufgrund der Abstands- und Hygienestandards nur in kleinen Klassen möglich sein werde. Ob die Schülerzahl je Klasse um die Hälfte oder gar auf ein Viertel reduziert werde, müsse man sehen.

17:28 Uhr - Familienministerin: Länder müssen jetzt Kita-Öffnungen regeln

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat die Länder aufgefordert, jetzt zügig Konzepte zur Öffnung ihrer Kitas vorzulegen. Wenn jetzt Geschäfte, Hotels, Restaurants und viele andere Bereiche wieder öffneten und mehr Eltern wieder arbeiten gingen, bräuchten diese auch eine gute Betreuung für ihre Kinder. "Sonst funktioniert das Gesamtsystem nicht", sagte die SPD-Politikerin nach der Schaltkonferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise am Mittwoch.

17:20 Uhr - Dänische Regierung will Einzelhandel, Restaurants und Cafés öffnen

Die dänische Regierung möchte in einer zweiten Phase der Lockerung der Corona-Maßnahmen den gesamten Einzelhandel sowie Restaurants und Cafés öffnen. Auch für die größeren Schulkinder solle wieder mehr Normalität einkehren, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau am Mittwoch vor Verhandlungen mit den dänischen Parlamentsparteien über die geplanten Lockerungen. Mehrere weitere Elemente könnten in Phase zwei ebenfalls ins Spiel kommen, ergänzte sie.

17:14 Uhr - Laschet kündigt umfassende Öffnungen in NRW an

Nordrhein-Westfalen kündigt nach den Gesprächen von Bund und Ländern umfassende Lockerungen in der Coronakrise an. "Das soziale und wirtschaftliche Leben kehrt zurück", sagt Ministerpräsident Armin Laschet. Ab dem 11. Mai sollen etwa Restaurants unter Auflagen wieder öffnen können, auch Ferienwohnungen und -häuser sowie Campingplätze dürfen wieder genutzt werden. Fitnessstudios dürfen wieder öffnen. Kleinere Konzerte unter freiem Himmel werden auch möglich. Ab dem 21. Mai sollen Touristen Hotels besuchen können. Ab Pfingsten sollen die Schwimmbäder öffnen. Ab 30. Mai soll es wieder Messen und Kongresse geben. Ein Fahrplan für die schrittweise Öffnung von Kitas wird diese Woche vorgelegt. Schulen sollen schrittweise den Unterricht aufnehmen - bis zu den Sommerferien sollen alle Schüler zumindest zeitweise unterrichtet werden.

17:12 Uhr - Belgien verbietet Sportwettkämpfe bis Ende Juli

Belgien verbietet wegen des Coronavirus alle Sportwettkämpfe bis Ende Juli. Das sagte Premierministerin Sophie Wilmès am Mittwoch nach Beratungen des Nationalen Sicherheitsrates in Brüssel. Die Fußball-Liga ist bereits seit Ende März ausgesetzt, über den endgültigen Saison-Abbruch hat der Verband aber noch nicht entschieden. Dies ist für kommende Woche Freitag geplant.

Der Präsident der Pro League geht nach den Vorgaben der Regierung allerdings fest vom Saison-Abbruch aus. Die Entscheidung des Sicherheitsrates könne nichts anderes bedeuten, als dass die Vollversammlung für den Saison-Abbruch der obersten beiden Ligen stimme, sagte Peter Croonen der belgischen Nachrichtenagentur Belga.

17:09 Uhr - Kommunen kritisieren Obergrenze für Neuinfektionen

Die niedersächsischen Kommunen haben die neue Obergrenze von 50 Corona-Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche kritisiert. Bund und Länder dürften die Verantwortung für die Bewältigung der Krise nicht auf die Kommunen abschieben, teilten die kommunalen Spitzenverbände am Mittwoch mit.

"Das Virus hält sich nicht an Kreisgrenzen", sagte der Hauptgeschäftsführer des niedersächsischen Landkreistages, Hubert Meyer. "Die Gefährdungslage und eventuelle Beschränkungen müssen mindestens regional bewertet werden. Wir können auch nicht nachvollziehen, auf welcher Basis diese Zahl ermittelt wurde." Auch der Hauptgeschäftsführer des Städtetags, Jan Arning, warb für ein Vorgehen mindestens auf regionaler Ebene: "Man kann eine Pandemie nicht in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt bekämpfen."

17:06 Uhr - Gaststättenverband begrüßt Lockerungen und erwartet Mehrkosten

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hat erste Lockerungen für die Branche in der Corona-Krise in manchen Bundesländern begrüßt. Nach rund acht Wochen Zwangsschließung bei hohen Fixkosten sei die Lage vieler Betriebe dramatisch, teilte Dehoga-Präsident Guido Zöllick am Mittwoch nach einer Konferenz von Bund und Ländern zu diesen Themen mit. "Es ist deshalb richtig und gut, dass die Ministerpräsidenten in einer Balance zwischen Verantwortung für die Gesundheit der Menschen in diesem Land, aber auch in der Verantwortung für die Wirtschaft jetzt handeln."

16:59 Uhr - Moskau will Corona-Schutzmaßnahmen etwas lockern

Moskau will die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus etwas lockern. Ab dem 12. Mai sollen alle Industriebetriebe ihre Arbeit wieder aufnehmen dürfen, wie Bürgermeister Sergej Sobjanin vorschlägt. Für Unternehmen des Dienstleistungssektors in der russischen Hauptstadt sei dies noch zu früh. Die Bürger seien weiter aufgefordert, die Kontaktbeschränkungen einzuhalten. Die Lage habe sich den vergangenen zwei Wochen stabilisiert. Der Anstieg bei den Neuinfektionen hänge mit der Zunahme der Tests zusammen. Präsident Wladimir Putin sagt, er unterstütze die Vorschläge.

16:48 Uhr - Gastronomie in NRW darf am 11. Mai öffnen

Gaststätten dürfen in Nordrhein-Westfalen ab dem 11. Mai wieder öffnen. Die Erlaubnis werde für den Innen- und den Außenbereich gelten, kündigte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf nach einer Bund-Länder-Schalte zur Corona-Krise an. Hotels dürfen ab dem 21. Mai auch wieder für Touristen öffnen. Voraussetzungen sind die Einhaltung des Sicherheitsabstands sowie ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept.

16:45 Uhr - Merkel rät weiter zur Vorsicht bei Großeltern-Besuchen

Trotz Lockerungen in der Corona-Krise rät Kanzlerin Angela Merkel weiter zu besonderer Vorsicht im Umgang mit älteren Menschen. Enkelkinder und Großeltern, Jüngere und Ältere bräuchten besonderen Schutz, sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch nach einer Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder auf eine Frage, ob Enkelkinder wieder ihre Großeltern besuchen könnten. "Das hat sich ja jetzt nicht verändert", sagte Merkel.

Wie auch bei Menschen, die in Pflegeheimen lebten, sei es besser, wenn es eine konstante Kontaktperson gebe. Man könne ja nicht "ganze Generationen ohne menschliche Kontakte lassen", sagte Merkel. Die Vorsicht im Umgang mit älteren Menschen, die eine Risikogruppe für einen Covid-19-Erkrankung sind, müsse aber bestehen bleiben.

16:40 Uhr - Malu Dreyer: Dürfen uns etwas mehr zutrauen

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer sagt, die erste Phase der Corona-Krise habe man sehr gut bewältigt. Daher dürfe man sich nun "etwas mehr zutrauen", müsse aber abwägen: Wer zu schnell zu viel lockere, riskiere einen Anstieg der Infektionen - wer zu zögerlich sei, riskiere schwere wirtschaftliche und gesellschaftliche Schäden, sagt die SPD-Politikerin.

Die besonders unter der Corona-Krise leidenden Gastronomiebetriebe in Rheinland-Pfalz können unter Auflagen ab kommenden Mittwoch (13. Mai) wieder öffnen.

16:37 Uhr - Hessen will Veranstaltungen mit 100 Personen wieder zulassen

Veranstaltungen in Hessen mit bis zu 100 Teilnehmern sollen unter Auflagen wieder zugelassen werden. Diese Zahl solle die Richtschnur sein, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden. Das hessische Corona-Kabinett will an diesem Donnerstag über konkrete Lockerungen der Corona-Regeln beraten.

16:33 - Tennisstar Federer spendet eine Million Dollar als Corona-Krisenhilfe in Afrika

 Roger Federer of Switzerland during the men s singles semi-final match of the Wimbledon Lawn Tennis Championships against Rafael Nadal of Spain at the All England Lawn Tennis and Croquet Club in London, England on July 12, 2019. PUBLICATIONxINxGERxS
Roger Federer spendet eine Million Dollar
© imago images/AFLOSPORT, ZOPH., via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Der Schweizer Tennisstar Roger Federer (38) spendet für die Corona-Hilfe in Afrika eine Millionen Dollar. Das gab die Stiftung des Rekord-Grand-Slam-Siegers am Mittwoch bekannt. Für das Geld sollen 64 000 Kinder und ihre Familien mit Nahrungsmitteln unterstützt werden. Viele der Kinder werden normalerweise in Schulen verpflegt, aber die meisten Schulen sind wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossen.

Federers Stiftung ist vor allem in Bildungsprojekten im südlichen Afrika engagiert, etwa in Sambia, Botswana, Namibia, Malawi, Simbabwe und Südafrika, dem Heimatland seiner Mutter. In 16 Jahren hätten 1,5 Millionen Kinder von den Initiativen der Stiftung profitiert, heißt es auf der Webseite.

16:30 Uhr - Saarland startet breit angelegte Covid-19-Antikörperstudie

Das Blut von rund 2300 Saarländern wird in den nächsten Wochen auf Antikörper gegen das Coronavirus untersucht. Das Saarland sei damit das erste Bundesland, das repräsentativ für das gesamte Land eine entsprechende Studie auf den Weg bringe, teilte die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) am Mittwoch in Saarbrücken mit. Die Untersuchung auf Antikörper solle Erkenntnisse über die tatsächliche Verbreitung des Virus und die Immunität im Land bringen.

Die Studie sei wichtig, um Klarheit über das Ausbruchsgeschehen zu gewinnen, sagte Bachmann. Im Saarland seien 45 000 Abstriche untersucht worden, nur bei 2600 Menschen sei eine Infektion nachgewiesen worden. Mit dem Antikörper-Bluttest wolle man feststellen, wie hoch die Dunkelziffer lag. Erste Ergebnisse werden bis zum Sommer erwartet.

Zunächst sollten 2300 Saarländer für die repräsentative Stichprobe ausgewählt und zu einem Bluttest und gegebenenfalls einem Rachenabstrich ins Uniklinikum Homburg eingeladen werden. Auch Vorerkrankungen werden erfasst. Die Studie werde "über einen längeren Zeitraum hinweg" durchgeführt. Sie könne Erkenntnisse liefern, von denen ganz Deutschland profitiere. Bachmann: "Die Studie kann uns helfen, die Krankheit und ihre Übertragung besser zu verstehen."

16:25 Uhr - Merkel weist Kritik der Wirtschaft zurück

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Kritik von Wirtschaftsverbänden an zu zaghaften Schritten beim Hochfahren der Wirtschaft zurückgewiesen. Sie sagte am Mittwoch in Berlin nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder, in weiten Teilen der Wirtschaft seien keinerlei Verbote verhängt worden. Deutschland sei im Vergleich zu anderen Ländern einen "mutigen Weg" gegangen und habe nicht die "halbe Produktion" stillgelegt. Mit Blick auf die Beratungen vom Dienstag zur schwierigen Lage der Autobranche sagte Merkel, das Kaufverhalten habe sich geändert.

Wirtschaftsverbände hatten wiederholt Kritik am Kurs der Politik geäußert und einen klaren Fahrplan für Öffnungsschritte verlangt. In vielen Branchen sind Aufträge und Umsätze weggebrochen.

16:19 Uhr - Söder: Infektions-"Notbremse" ist zentrales Element bei Lockerungen

Die von Bund und Ländern vereinbarte Obergrenze für neue Corona-Infektionen ist für Bayerns Ministerpräsident Markus Söder der wichtigste Punkt im Lockerungs-Konzept. Die "Notbremse" sei eine Notfallpolice, die allen aufzeige, wann wieder eingeschritten werden müsse, sagte der CSU-Chef am Mittwoch nach der mehrstündigen Schaltkonferenz von Bund und Ländern im Bundeskanzleramt in Berlin. Dies sei das "zentrale Element" aller Planungen. Nur so könne rechtzeitig regional verhindert werden, dass es wieder landesweit zu einem Herunterfahren des öffentlichen Lebens kommen werde.

15:53 Uhr - Bundeskanzlerin Merkel: "Wir haben die erste Phase der Pandemie hinter uns."

Nach den ersten Lockerungen und Öffnung von Geschäften, zeigte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zufrieden mit den geringen Corona-Fallzahlen in Deutschland: "Ich bin persönlich sehr froh, dass das gelungen ist", sagte Bundeskanzlerin Merkel nach ihren Gesprächen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Sie dankte den Menschen in Deutschland, dass sie sich auf die Einschränkungen eingelassen habe. Aufgrund der positiven Entwicklung wurden weitere Lockerungen beschlossen.

"Wenn regional Infektionsherde wieder auftreten, dann muss man dort auch besondere Maßnahmen wieder einsetzten können, sagte Merkel. Daher entwickeln die Länder ein Maßnahmenkonzept für Landkreise und kreisfreie Städte, in denen 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen aufgetreten sind. Dann werden wieder lokale Beschränkungen eingeführt. Aktuell beträfe das einen Landkreis.

Weiterhin gelten der Mindestabstand von 1,5 Metern und der Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Raum, vor allem im Öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften. Auch die Kontaktbeschränkungen gelten weiter bis 5. Juni. Auch Treffen mit Menschen einem Menschen aus einem anderen Hausstand werden erlaubt.

14:57 Uhr - Fußball-Bundesliga darf ab Mitte Mai wieder starten

Der Spielbetrieb in der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga kann voraussichtlich ab Mitte Mai in Form von "Geisterspielen" ohne Publikum im Stadion wiederaufgenommen worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der 16 Länder nähmen "ab der zweiten Mai-Hälfte" in Aussicht, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch von zwei Teilnehmern aus den noch laufenden Beratungen. Ein anderer Teilnehmer sagte, die Deutsche Fußball-Liga solle das genaue Datum selbst festlegen. 

14:19 Uhr - Training im Freizeitsport wieder erlaubt

Bund und Länder wollen den wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel wieder erlauben. Darauf verständigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihren Beratungen am Mittwoch, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Die Freizeitsportler müssten sich aber an bestimmte Auflagen halten.

14:06 Uhr - Alle Geschäfte dürfen wieder öffnen

Alle Geschäfte in Deutschland sollen unter Auflagen wieder öffnen dürfen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder verständigten sich am Mittwoch darauf, die bisherige Öffnungsbeschränkung auf eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern aufzuheben.

13:49 Uhr - Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juni verlängert

Bund und Länder haben die coronabedingten Kontaktbeschränkungen in Deutschland grundsätzlich bis 5. Juni verlängert. Allerdings einigten sich Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder im Schlatgespräch auch auf eine Lockerung. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen sollen sich künftig auch Angehörige von zwei Haushalten treffen dürfen. 

13:30 Uhr - Rettet unsere Sportvereine!

Der Reitverein der Tochter oder der Fußballclub des Sohnemanns – viele Sportvereine sind in hohem Maße auf die Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge angewiesen, heißt es vom Deutschen Olympischen Sportbund. Erste Signale deuteten aber darauf hin, dass nicht wenige Mitglieder darüber nachdenken würden, aus dem Verein auszutreten oder dies bereits getan hätten, weil kein Training und keine Wettkämpfe stattfinden würden.

Mit der Kampagne "Support Your Sport" will der DOSB daher jetzt seine rund 90.000 Sportvereine in der Corona-Krise unterstützen. Bei der Aktion machen Sport-Stars wie Katharina Witt, Fabian Hambüchen, Stefan Kretzschmar und Boris Becker mit: "Zeigen Sie sich solidarisch und bleiben Sie Ihrem Verein treu, auch wenn Sie Ihren Sport derzeit nicht so betreiben können, wie Sie das gewohnt sind."

13:00 Uhr - Köln füttert Stadttauben durch die Corona-Krise

Stadttaube
Eine Taube sitzt auf dem von der Sonne beschienenen Pflaster. Foto: picture alliance / dpa / Archivbild
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Köln hilft den Tauben in der Stadt mit Futter durch die Corona-Krise. Rund 25 Tierschützer haben die Erlaubnis bekommen, die nicht immer gut beleumundeten Vögel an bestimmten "Taubenhotspots" mit Essen zu versorgen, wie die Verwaltung am Mittwoch erklärte. Die Ausnahmeregelung gelte bereits seit einigen Wochen. Hintergrund war die Sorge, die Tiere könnten in Zeiten von Kontaktbeschränkungen langsam verhungern. Der Grundgedanke: Sind die Innenstädte menschenleer, bleibt auch weniger Essen liegen.

Normalerweise gilt auch in Köln ein Fütterungsverbot für Tauben. Wer dagegen verstößt, muss mit bis zu 1.000 Euro Strafe rechnen. Das Kölner Umweltamt folgte nach eigenen Angaben aber im März der Einschätzung von Tierschützern, nach der den Vögeln in Corona-Zeiten geholfen werden muss. Vermehrt seien damals schon «geschwächte und verhungernde Tauben» gefunden worden. Als «verwilderte Haustauben» gelte für sie aber das Tierschutzgesetz.

12:25 Uhr - Länder übernehmen Verantwortung für Folgen von Lockerungen

Die Bundesländer übernehmen Verantwortung für weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen, müssen aber auch auf mögliche negative Folgen sofort reagieren. Bund und Länder verständigten sich am Mittwoch darauf, dass die Länder sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt werden muss. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen der Schalte von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder.

12:10 Uhr – Kabinett beschließt Steuersenkung für Restaurants und Cafés

Restaurants und Cafés sollen wegen der Corona-Krise vorübergehend weniger Steuern zahlen. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin, dass die Mehrwertsteuer auf Speisen für ein Jahr von 19 auf 7 Prozent reduziert wird.

Die Regelung soll konkret vom 1. Juli an für ein Jahr gelten. Sie betrifft nur Speisen, keine Getränke. Zugleich beschloss das Kabinett, dass Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld großteils steuerfrei gestellt werden. Das Finanzministerium geht davon aus, dass durch die Maßnahmen in diesem und kommendem Jahr rund 2,7 Milliarden Euro weniger Steuern eingenommen werden. Das hat die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer bei der Bundespressekonferenz mitgeteilt.

10:50 - Open-Air-Gastronomie in Weimar ist ab heute möglich

Innenstadt von Weimar
Die Innenstadt von Weimar wird langsam wieder voll.
© RTL/Thomas Präkelt

Weimar erlaubt es den Gastwirten wieder, Gäste im Freien zu bewirten. Von diesem Mittwoch (6. Mai) an können Bar-, Restaurant- und Kneipenbesitzer Tische mit Stühlen und Stehtische im Freien aufstellen, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Auch Verkaufswagen und -stände sind auf den größeren Plätzen erlaubt.

Speisen und Getränke müssen von den Gästen in Selbstbedienung abgeholt werden, eine Bedienung am Platz sei wegen der geltenden Corona-Bestimmungen noch nicht möglich. "Wir wollen unserer Stadt langsam wieder Leben einhauchen, sagte Oberbürgermeister Peter Kleine (parteilos). "Zu Weimars Lebensgefühl gehört der leibliche Genuss in Welterbe-Ambiente einfach dazu." Die Gastronomen seien nach wochenlangen Schließungen wegen der Corona-Pandemie schwer getroffen und benötigten dringend einen Einstieg in den Geschäftsbetrieb, um Arbeitsplätze erhalten zu können.

10:25 Uhr - Laschet macht Hoffnungen auf weitere Lockerungen

Vor dem Bund-Länder-Treffen über den weiteren Kurs in der Corona-Krise hat auch die NRW-Landesregierung weitere Lockerungen in Aussicht gestellt. Starkbierfeste, Karneval und Ischgl werde es zwar lange nicht geben, sagte Ministerpräsident Armin Laschet im ZDF-"heute journal".

Auch Nordrhein-Westfalen hat nach seiner Aussage Anpassungspläne für die Corona-Maßnahmen in der Schublade. "Wir selbst haben den Plan ebenfalls erstellt, aber bisher zurückgehalten", sagte Laschet, nachdem andere Bundesländer wie Bayern schon am Dienstag und damit einen Tag vor der Bund-Länder-Schalte umfangreiche Lockerungspläne angekündigt hatten. "Wenn ich das sehe, was die Kollegen machen, wird das in sehr vielen Ländern sehr ähnlich sein." NRW erlaubt ab Sonntag Besuche in Alters- und Pflegeheimen unter Auflagen wieder.

10:02 Uhr - Maskenpflicht vor Gericht nicht anfechtbar

Hessens oberstes Verwaltungsgericht hat die Maskenpflicht in der Corona-Pandemie bestätigt. Der Verwaltungsgerichtshof in Kassel wies am Mittwoch den Eilantrag eines Klägers ab, der sich gegen die entsprechenden Vorgaben des Landes gewehrt hatte. Zwar seien Selbstisolierung, Händehygiene, Husten- und Niesregeln sowie das Abstandhalten nach wie vor die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen, erklärten die Richter. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sei jedoch ein weiterer Baustein zur Bekämpfung der Pandemie. Der Beschluss ist unanfechtbar. 

10:00 Uhr - Italiener dürfen auf Sommerurlaub hoffen

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte sagt der Zeitung "Il Fatto Quotidiano", er sei zuversichtlich, dass seine Mitbürger diesen Sommer Urlaub machen könnten. Er sei hoffnungsvoll, dass man die Covid-19-Kurve unter Kontrolle halten werde. Conte kündigt an, dass das neue Konjunkturpaket im Volumen von etwa 55 Milliarden Euro bis Ende der Woche genehmigt werde.

09:02 Uhr - Gerichte setzen auf Video-Verhandlungen

In Corona-Zeiten setzen deutsche Gerichte verstärkt auf Verhandlungen per Webcam. Am Landgericht Düsseldorf war nach Angaben einer Sprecherin für diesen Mittwoch der erste Video-Prozess geplant, am Landgericht München I gab es bereits in der vergangenen Woche den ersten erfolgreichen Test - und es soll nicht der letzte bleiben. "Unser Ziel ist eine flächendeckende Ausstattung", sagte Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) am Mittwoch in München. Bislang stehen nach Ministeriumsangaben bayernweit 50 Videoanlagen für Gerichtsprozesse zur Verfügung, acht weitere sind bestellt. Auch in Niedersachsen werden digitale Prozesse immer wichtiger. Allein am Landgericht Hannover wurden nach Angaben des übergeordneten Oberlandesgerichtes in Celle bereits mehr als 50 Zivilsachen per Videokonferenz verhandelt.

8:53 Uhr - Breitensport soll wieder erlaubt werden

Schon jetzt sind Golf und Tennis in einigen Bundesländern wieder erlaubt – weitere Sportarten sollen offenbar folgen. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, über die Bundeskanzlerin Merkel mit den Länderchefs heute entscheiden will. Aus Gesundheitsschutzgründen werden auch für den Sport wohl weiterhin bestimmte Bedingungen gelten, wie etwa die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 bis 2 Metern.

08:33 Uhr - Desinfektionsmittel statt Apfelkorn

Viele Hersteller von alkoholischen Getränken haben wegen der geschlossenen Gastronomie in der Corona-Krise mit Umsatzeinbußen zu kämpfen – und suchen nach Alternativen: Als ein weiterer Getränkehersteller hat das Unternehmen Berentzen jetzt einen Teil seiner Spirituosen-Produktion auf Desinfektionsmittel für das Gesundheitswesen umgestellt.

Der Absatz der Eigenmarken Berentzen und Puschkin war zuletzt um 17,0 Prozent zurückgegangen.

07:15 Uhr - Bund: Corona-Lockerungen bei strikter Begrenzung der Neu-Infektionen

Der Bund will die Verantwortung für weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Deutschland weitgehend den Ländern überlassen. Er besteht aber auf einer Obergrenze von Neuinfektionen, ab der wieder härtere Beschränkungen greifen müssen. Das geht aus einer Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder am Mittwoch hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Die Länder sollten demnach sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt werde. "Ab einer gewissen Relevanz muss auf eine regionale Dynamik mit hohen Neuinfektionszahlen und schnellem Anstieg der Infektionsrate sofort vor Ort mit Beschränkungen reagiert werden", heißt es in der Vorlage.

07:00 Uhr - 12-Jähriger aus Weetzen startet Nachbarschaftsprotest für schnelleres Internet

Online-Unterricht, Homeoffice, Videokonferenzen - das alles funktioniert nur mit einer stabilen Internetleitung. Doch nicht überall ist das der Fall, wie der 12-jährige Max Lutz und seine Nachbarn aus dem niedersächsischen Dorf Weetzen (Region Hannover) am eigenen Leib erfahren mussten. Sie haben deswegen eine Aktion gestartet, in großen Buchstaben ihren Wunsch nach schnellerem Internet auf die Straße gemalt und davon ein Drohnenfoto veröffentlicht. Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" hatte zunächst darüber berichtet.

Ausgangspunkt der Aktion war der Sechstklässler Max, wie seine Mutter Tanja Lutz der Deutschen Presse-Agentur erzählte. Sie und ihr Mann arbeiteten beide im Homeoffice. "Wenn wir alle gleichzeitig im Internet sind, dann fliegt Max schon auch mal aus einer Videokonferenz für die Schule raus". Das habe ihn so geärgert, dass er einen Brief an die Telekom geschrieben habe - im Namen aller Kinder der Nachbarschaft. Beim Einholen der Unterschriften habe sich herausgestellt, dass alle 18 Haushalte in dem Baugebiet über eine langsame Internetleitung verfügten. Daraufhin habe sich die Nachbarschaft organisiert. Max hofft jetzt auf eine baldige Antwort der Telekom - den Brief hat er am Freitag abgeschickt.

dpatopbilder - 05.05.2020, Niedersachsen, Weetzen: "Wir brauchen schnelles Internet!!" steht in großen Buchstaben aus Kreide im Wohngebiet Altes Bergfeld. (Aufnahme mit Drohne) Die Anwohner wollen mit der Aktion auf ihre langsame Internetverbindung a
Coronavirus - Aktion für schnelles Internet in Weetzen
© dpa, Ole Spata, ole nic

06:45 Uhr - Nach Kritik: Ikea will mehr Personal für Schutzmaßnahmen einsetzen

Nach dem großen Ansturm auf mehrere Ikea-Filialen in NRW am vergangenen Wochenende will der Möbelriese mehr Personal einsetzen, um die Schutzmaßnahmen einzuhalten. Man wolle in den Wartebereichen mehr Personal einsetzen und weitere Hinweise zu den geltenden Abstandsregeln verbreiten, sagte eine Sprecherin auf Anfrage der dpa. Am Standort in Köln-Godorf, von dem am Wochenende Bilder von vollen Parkplätzen kursierten, sollen die Wartereihen «noch großzügiger gestaltet» und zusätzliche Bodenmarkierungen ergänzt werden. Außerdem sollen Einweiser die Kunden schon beim Ankommen auf den nötigen Abstand hinweisen.

An die Kunden appelliert Ikea, alleine oder mit maximal einer Begleitperson zu kommen. Zuvor hatte die Stadt Köln die Situation am Samstag scharf kritisiert.

06:35 Uhr - Bund will grünes Licht für Profifußball geben - Termin noch offen

Der Bund will dem deutschen Profifußball grünes Licht für die Wiederaufnahme des seit Mitte März wegen der Corona-Krise ausgesetzten Spielbetriebes in der 1. und 2. Bundesliga geben. «Dem Beginn des Spielbetriebs muss eine zweiwöchige Quarantänemaßnahme, gegebenenfalls in Form eines Trainingslagers, vorweggehen», heißt es in der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder an diesem Mittwoch.

Das waren die Meldungen vom 4. Mai:

Wochenlang hat US-Präsident Donald Trump das Weiße Haus wegen der Corona-Pandemie nicht verlassen. Doch nun sucht er – sechs Monate vor der Präsidentschaftswahl – wieder die Nähe zum Wähler. Am Dienstag besuchte er eine Fabrik für medizinisches Schutzmaterial im Bundesstaat Arizona. Eine Gewohnheit scheint ihm besonders zu fehlen: der Handschlag. Als der Präsident nach der Landung ohne Schutzmaske aus der Air Force One steigt, auf Gouverneur Doug Ducey zugeht und ihm die Hand reicht, zuckt er blitzschnell zurück und klopft ihm stattdessen mit beiden Händen auf die Schultern. Von "social distancing" keine Spur.

Seit Beginn der weltweiten Coronakrise wurde dazu aufgerufen, auf die Begrüßung und Verabschiedung per Handschlag zu verzichten. Denn nur allzu leicht können durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragene Erreger durch Händeschütteln weitergegeben werden. 

23:16 Uhr - Estland öffnet Schulen Mitte Mai wieder

Estland hat weitere Lockerungen seiner in der Corona-Krise ergriffenen Maßnahmen angekündigt. In dem baltischen EU-Land sollen die ersten Kinder und andere Lernende unter strengen Auflagen bald wieder in die Schule gehen können. Auf Beschluss der Regierung in Tallinn sind zum 15. Mai wieder erste Schulaktivitäten erlaubt. Dies teilte die Staatskanzlei am Dienstagabend mit. Die Regelung gilt den Angaben zufolge für allgemeinbildende Schulen, Berufsschulen, Universitäten und weitere Bildungseinrichtungen.

23:01 Uhr - Laschet: Auch wir haben Pläne, wie es mit Beschränkungen weitergeht

 Besuch von Armin Laschet im Ford-Werk anlässlich der Wiederaufnahme der Produktion nach den Corona-Einschränkungen. Köln, 04.05.2020 *** Visit of Armin Laschet at the Ford plant on the occasion of the resumption of production after the Corona restri
Laschet warb vor dem Gespräch zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten dafür, regionale Unterschiede anzuerkennen.
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Auch Nordrhein-Westfalen hat nach Aussage von Ministerpräsident Armin Laschet umfangreiche Anpassungspläne für die Corona-Maßnahmen in der Schublade. "Wir selbst haben den Plan ebenfalls erstellt, aber bisher zurückgehalten", sagte der CDU-Politiker am Dienstagabend im ZDF-"heute journal". Andere Bundesländer, darunter am Dienstag auch Bayern - hatten schon vor der Bund-Länder-Schalte am Mittwoch umfangreiche Lockerungspläne für die geltenden Corona-Einschränkungen angekündigt.

Zu den Plänen seines Bundeslandes sagte Laschet: "Wenn ich das sehe, was die Kollegen machen, wird das in sehr vielen Ländern sehr ähnlich sein." NRW kündigte am Dienstag an, ab Sonntag Besuche in Alters- und Pflegeheimen unter Auflagen wieder zu erlauben.

Starkbierfeste, Karneval und Ischgl werde es lange nicht geben, sagte Laschet. "Aber ein Besuch in einem Hotel in einer Ferieneinrichtung, registriert wer wann wo war, begrenzte Gastronomie, das ist glaube ich das, was verantwortungsvolle Normalität ist."

Laschet warb vor dem Gespräch zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten dafür, regionale Unterschiede anzuerkennen. Zum Beispiel gebe es in Mecklenburg-Vorpommern so gut wie keinen Corona-Fall mehr. Insbesondere bei der Bildung wünsche er sich aber länderübergreifend ähnliche Maßnahmen - dort werde am meisten verglichen.

22:43 Uhr - Airbnb entlässt 1.900 Mitarbeiter

Die Vermietungsplattform Airbnb Inc will 1900 Mitarbeitern nach Angaben von Insidern wegen der Corona-Pandemie kündigen. Die Betroffenen würden eine Abfindung in Höhe von vier Monatslöhnen erhalten, bekämen ein Jahr Krankenversicherung bezahlt und dürften ihre Computer behalten, hieß es. Das Unternehmen äußerte sich dazu zunächst nicht.

22:26 Uhr - EZB will auch nach Urteil aus Karlsruhe Kurs halten

Die EZB will auch nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts alles innerhalb ihres Mandats unternehmen, um die Inflation in Richtung Notenbank-Zielmarke zu bewegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) nehme die Entscheidung der Verfassungsrichter zu den Staatsanleihenkäufen zur Kenntnis, teilten die Währungshüter am Dienstagabend in Frankfurt mit. "Der EZB-Rat bleibt fest entschlossen, alles notwendige im Rahmen seines Mandats zu tun, um sicherzustellen, dass die Inflation auf Niveaus steigt, die mit seinem mittelfristigen Ziel übereinstimmen." Die EZB strebt knapp zwei Prozent Inflation als Idealwert für die Wirtschaft an. Sie verfehlt dieses Ziel aber bereits seit Jahren.

22:01 Uhr - BMW will Stellen streichen

ARCHIV - 20.03.2019, Bayern, München: Das BMW-Logo auf dem Firmensitz des Automobilherstellers BMW vor Beginn der Bilanz-Pressekonferenz. (zu dpa: "BMW will Stellen streichen - Ausblick für Kernsparte gesenkt") Foto: Tobias Hase/dpa +++ dpa-Bildfunk
Ende 2019 hatte der Konzern nach alter Zählung knapp 134 000 Mitarbeiter-
© dpa, Tobias Hase, tha jat axs

BMW hat wegen der Coronavirus-Pandemie seinen Ausblick im Kerngeschäft gesenkt und will die Zahl der Mitarbeiter reduzieren. Die Ziele sollten mit einer Mitarbeiterzahl erreicht werden, die leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen werde, teilte der Dax-Konzern am Dienstagabend mit. Das Unternehmen werde durch Fluktuation frei werdende Stellen nutzen, um den Personalumbau voranzutreiben. Zu der Anzahl der Stellen, die dem verschärften Sparkurs zum Opfer fallen könnten, machte BMW zunächst keine Angaben. Ende 2019 hatte der Konzern nach alter Zählung knapp 134 000 Mitarbeiter-

21:31 – Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
Weltweit 3.630.942 254.592
USA 1.193.027 70.110
Spanien 218.011 25.428
Italien 213.013 29.315
Großbritannien 196.239 29.502
Frankreich  169.583 25.204
Deutschland 166.490 6.993
Russland 155.370 1.451

In Deutschland sind laut Johns Hopkins Universität bis Dienstagabend über 166.400 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. In den vergangenen 24 Stunden wurden demnach 704 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Vortag Stand 21.00 Uhr: 165.786). Mindestens 6.993 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben. Nach Angaben der Universität haben rund 135.000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Dienstag bei 0,71. Das bedeutet, dass zehn Infizierte gut sieben weitere Personen anstecken.

21:10 Uhr - Söder: Wir müssen zu langfristigen Plänen kommen

Pressekonferenz von Bayerischen Ministerpräsident Markus Söder zum Thema Lockerunger während der Corona Pandemie Ministerpräsident Dr. Markus Söder, erscheint vor dem Prinz-Carl-Palais mit Maske, München Bayern Deutschland Prinz-Carl-Palais *** Press
„Wir brauchen ein atmendes Konzept“, sagte der Ministerpräsident.
© imago images/Sammy Minkoff, Sammy Minkoff via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geht mit der Hoffnung auf umfassendere Planungen zu Corona-Lockerungsmaßnahmen in die Gespräche zwischen Bund und Ländern an diesem Mittwoch. "Wir müssen endlich zu grundlegenden, langfristigen Plänen kommen und uns nicht nur von Woche zu Woche hangeln", sagte der CSU-Politiker am Dienstagabend in einem "ARD Extra".

Zudem solle aus Sicht von Söder über Grenzwerte bei den Infiziertenzahlen gesprochen werden. Im Falle einer zweiten Corona-Welle könnten dann beim Überschreiten von Obergrenzen Lockerungen regional - zum Beispiel auf Landkreisebene - zurückgenommen werden. "Wir brauchen ein atmendes Konzept", sagte der Ministerpräsident.

20:50 Uhr - Wirtschaftsminister einig: Kneipen und Restaurants sollen am 9. Mai öffnen

 Hannover, 05.05.2020, Gastronomen bereiten sich nach Corona-Shutdown auf das wieder öffnen vor, Gastronomie, Restaurant, desinfizieren der Speisekarte, *** Hanover, 05 05 2020, restaurateurs are preparing to reopen after Corona shutdown, gastronomy,
Zur Öffnung gehören die Einhaltung von Hygienevorschriften und Abstandsregelungen sowie Pläne zum Schutz von Beschäftigten.
© imago images/localpic, Rainer Droese via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die Wirtschaftsminister der Länder streben unter Auflagen in einem Korridor vom 9. bis 22. Mai eine bundesweite kontrollierte Öffnung des Gastgewerbes an. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstagabend nach einer Videokonferenz der Länderminister mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) aus Teilnehmerkreisen. Für touristische Beherbergungen wird eine Öffnung bis Ende Mai angepeilt.

Die Empfehlung soll die Grundlage bilden für Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch. Zur Öffnung gehören die Einhaltung von Hygienevorschriften und Abstandsregelungen sowie Pläne zum Schutz von Beschäftigten.

20:04 Uhr - Russland baut Not-Krankenhäuser

Die Corona-Fallzahlen in Russland steigen stark an, obwohl das Land seit einem Monat im Lockdown ist. Um einer Überlastung des Gesundheitssystems entgegenzuwirken, wurden bereits provisorische Krankenhäuser gebaut. Wie die aussehen, sehen Sie im Video.

19:20 Uhr - Tui prüft Isolation von „Mein Schiff“-Crewmitgliedern an Land

Cuxhaven, der 05.05.2020 Die 2.900 Mitglieder starke Crew der Mein Schiff 3 harrt seit mehr als vier Wochen auf dem Kreuzfahrtschiff aus. Teilweise sind die Mitarbeiter auf der Mein Schiff 3 in kleinen Kabinen ohne Fenster untergebracht, das Kreuzfah
Bisher liegen laut Reederei die Ergebnisse von etwa zwei Drittel der Tests aller Besatzungsmitglieder vor.
© imago images/Andre Lenthe, Andre Lenthe Fotografie via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die rund 2.900 Menschen auf dem Tui-Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" in Cuxhaven müssen weiter ausharren - der überwiegende Teil auf bislang unbestimmte Zeit. Wie Tui Cruises am Dienstagabend mitteilte, seien mittlerweile 1.200 Rückreisen ab diesem Freitag geplant. Nachdem der Plan, negativ auf das Coronavirus Getestete auf ein Schwesterschiff zu bringen, verworfen worden war, wird nun die Ausschiffung von positiv Getesteten und deren Isolation an Land geprüft. Eine Entscheidung stehe für Mittwoch an.

19:09 Uhr - Remdesivir könnte am Donnerstag Zulassung in Japan bekommen

Das Medikament Remdesivir des US-Unternehmens Gilead könnte am Donnerstag in Japan zur Behandlung von Covid-19-Patienten zugelassen werden. Gesundheitsminister Katsunobu Kato sagt, an diesem Tag komme ein Prüfungsausschuss des Ministeriums zu Beratungen zusammen. Die US-Lebensmittelbehörde FDA hatte Remdesivir vergangene Woche eine Notzulassung erteilt.

Alle Meldungen vom 5. Mai 2020

+++ Hier können Sie alle wichtigen Meldungen und Entwicklungen vom 5. Mai nachlesen +++