Pandemie hält die Welt in Atem

LIVE-TICKER Coronavirus - Die wichtigsten Entwicklungen vom 5. Mai

Merkel berät mit Länderchefs über weitere Lockerungen Corona-Krise
01:14 min
Corona-Krise
Merkel berät mit Länderchefs über weitere Lockerungen

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Neue Lockerung bei Corona-Regeln

Deutschland startet mit vorsichtigen Corona-Lockerungen in die Woche. Spielplätze sollen wieder öffnen dürfen, Gottesdienste dürfen gefeiert werden und auch einem Besuch beim Friseur steht nichts mehr im Wege. Wann Schulen und Kitas einen geregelten Betrieb aufnehmen, dürfte am 6. Mai entschieden werden. Lesen sie hier nach, welches Bundesland, was und ab wann plant.

Alle Infos zum Coronavirus können sie hier nachlesen.

TVNOW-Doku: Was wir aus der Krise lernen

Welche Lehren können wir aus der bisher größten Krise der Nachkriegszeit ziehen? Wir haben mit Experten gesprochen. War der Staat zu inkonsequent? Wurden die Schulen zu schnell geschlossen? Was tun gegen das Hamsterchaos? Und was ist der tatsächliche Grund, dass tausende Urlauber auf der ganzen Welt gestrandet sind? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Was wir aus der Krise lernen".

+++ LIVE-TICKER +++

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23:39 Uhr – VIDEO: Der Handschlag ist passé – das fällt vor allem Donald Trump schwer

Wochenlang hat US-Präsident Donald Trump das Weiße Haus wegen der Corona-Pandemie nicht verlassen. Doch nun sucht er – sechs Monate vor der Präsidentschaftswahl – wieder die Nähe zum Wähler. Am Dienstag besuchte er eine Fabrik für medizinisches Schutzmaterial im Bundesstaat Arizona. Eine Gewohnheit scheint ihm besonders zu fehlen: der Handschlag. Als der Präsident nach der Landung ohne Schutzmaske aus der Air Force One steigt, auf Gouverneur Doug Ducey zugeht und ihm die Hand reicht, zuckt er blitzschnell zurück und klopft ihm stattdessen mit beiden Händen auf die Schultern. Von „social distancing“ keine Spur.

Seit Beginn der weltweiten Coronakrise wurde dazu aufgerufen, auf die Begrüßung und Verabschiedung per Handschlag zu verzichten. Denn nur allzu leicht können durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragene Erreger durch Händeschütteln weitergegeben werden.

Us-Präsident Trump will Gouverneur die Hand schütteln Der Handschlag ist passé
00:20 min
Der Handschlag ist passé
Us-Präsident Trump will Gouverneur die Hand schütteln

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23:16 Uhr - Estland öffnet Schulen Mitte Mai wieder

Estland hat weitere Lockerungen seiner in der Corona-Krise ergriffenen Maßnahmen angekündigt. In dem baltischen EU-Land sollen die ersten Kinder und andere Lernende unter strengen Auflagen bald wieder in die Schule gehen können. Auf Beschluss der Regierung in Tallinn sind zum 15. Mai wieder erste Schulaktivitäten erlaubt. Dies teilte die Staatskanzlei am Dienstagabend mit. Die Regelung gilt den Angaben zufolge für allgemeinbildende Schulen, Berufsschulen, Universitäten und weitere Bildungseinrichtungen.

23:01 Uhr - Laschet: Auch wir haben Pläne, wie es mit Beschränkungen weitergeht

 Besuch von Armin Laschet im Ford-Werk anlässlich der Wiederaufnahme der Produktion nach den Corona-Einschränkungen. Köln, 04.05.2020 *** Visit of Armin Laschet at the Ford plant on the occasion of the resumption of production after the Corona restri
Laschet warb vor dem Gespräch zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten dafür, regionale Unterschiede anzuerkennen.
www.imago-images.de, imago images/Future Image, Christoph Hardt via www.imago-images.de

Auch Nordrhein-Westfalen hat nach Aussage von Ministerpräsident Armin Laschet umfangreiche Anpassungspläne für die Corona-Maßnahmen in der Schublade. „Wir selbst haben den Plan ebenfalls erstellt, aber bisher zurückgehalten“, sagte der CDU-Politiker am Dienstagabend im ZDF-„heute journal“. Andere Bundesländer, darunter am Dienstag auch Bayern - hatten schon vor der Bund-Länder-Schalte am Mittwoch umfangreiche Lockerungspläne für die geltenden Corona-Einschränkungen angekündigt.

Zu den Plänen seines Bundeslandes sagte Laschet: „Wenn ich das sehe, was die Kollegen machen, wird das in sehr vielen Ländern sehr ähnlich sein.“ NRW kündigte am Dienstag an, ab Sonntag Besuche in Alters- und Pflegeheimen unter Auflagen wieder zu erlauben.

Starkbierfeste, Karneval und Ischgl werde es lange nicht geben, sagte Laschet. „Aber ein Besuch in einem Hotel in einer Ferieneinrichtung, registriert wer wann wo war, begrenzte Gastronomie, das ist glaube ich das, was verantwortungsvolle Normalität ist.“

Laschet warb vor dem Gespräch zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten dafür, regionale Unterschiede anzuerkennen. Zum Beispiel gebe es in Mecklenburg-Vorpommern so gut wie keinen Corona-Fall mehr. Insbesondere bei der Bildung wünsche er sich aber länderübergreifend ähnliche Maßnahmen - dort werde am meisten verglichen.

22:43 Uhr - Airbnb entlässt 1.900 Mitarbeiter

Die Vermietungsplattform Airbnb Inc will 1900 Mitarbeitern nach Angaben von Insidern wegen der Corona-Pandemie kündigen. Die Betroffenen würden eine Abfindung in Höhe von vier Monatslöhnen erhalten, bekämen ein Jahr Krankenversicherung bezahlt und dürften ihre Computer behalten, hieß es. Das Unternehmen äußerte sich dazu zunächst nicht.

22:26 Uhr - EZB will auch nach Urteil aus Karlsruhe Kurs halten

Die EZB will auch nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts alles innerhalb ihres Mandats unternehmen, um die Inflation in Richtung Notenbank-Zielmarke zu bewegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) nehme die Entscheidung der Verfassungsrichter zu den Staatsanleihenkäufen zur Kenntnis, teilten die Währungshüter am Dienstagabend in Frankfurt mit. "Der EZB-Rat bleibt fest entschlossen, alles notwendige im Rahmen seines Mandats zu tun, um sicherzustellen, dass die Inflation auf Niveaus steigt, die mit seinem mittelfristigen Ziel übereinstimmen." Die EZB strebt knapp zwei Prozent Inflation als Idealwert für die Wirtschaft an. Sie verfehlt dieses Ziel aber bereits seit Jahren.

22:01 Uhr - BMW will Stellen streichen

ARCHIV - 20.03.2019, Bayern, München: Das BMW-Logo auf dem Firmensitz des Automobilherstellers BMW vor Beginn der Bilanz-Pressekonferenz. (zu dpa: "BMW will Stellen streichen - Ausblick für Kernsparte gesenkt") Foto: Tobias Hase/dpa +++ dpa-Bildfunk
Ende 2019 hatte der Konzern nach alter Zählung knapp 134 000 Mitarbeiter-
tha jat axs, dpa, Tobias Hase

BMW hat wegen der Coronavirus-Pandemie seinen Ausblick im Kerngeschäft gesenkt und will die Zahl der Mitarbeiter reduzieren. Die Ziele sollten mit einer Mitarbeiterzahl erreicht werden, die leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen werde, teilte der Dax-Konzern am Dienstagabend mit. Das Unternehmen werde durch Fluktuation frei werdende Stellen nutzen, um den Personalumbau voranzutreiben. Zu der Anzahl der Stellen, die dem verschärften Sparkurs zum Opfer fallen könnten, machte BMW zunächst keine Angaben. Ende 2019 hatte der Konzern nach alter Zählung knapp 134 000 Mitarbeiter-

In Deutschland sind laut Johns Hopkins Universität bis Dienstagabend über 166.400 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. In den vergangenen 24 Stunden wurden demnach 704 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Vortag Stand 21.00 Uhr: 165.786). Mindestens 6.993 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben. Nach Angaben der Universität haben rund 135.000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Dienstag bei 0,71. Das bedeutet, dass zehn Infizierte gut sieben weitere Personen anstecken.

LandInfizierteTote
Weltweit3.630.942254.592
USA1.193.02770.110
Spanien218.01125.428
Italien213.01329.315
Großbritannien196.23929.502
Frankreich 169.58325.204
Deutschland166.4906.993
Russland155.3701.451

21:10 Uhr - Söder: Wir müssen zu langfristigen Plänen kommen

Pressekonferenz von Bayerischen Ministerpräsident Markus Söder zum Thema Lockerunger während der Corona Pandemie Ministerpräsident Dr. Markus Söder, erscheint vor dem Prinz-Carl-Palais mit Maske, München Bayern Deutschland Prinz-Carl-Palais *** Press
„Wir brauchen ein atmendes Konzept“, sagte der Ministerpräsident.
www.imago-images.de, imago images/Sammy Minkoff, Sammy Minkoff via www.imago-images.de

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geht mit der Hoffnung auf umfassendere Planungen zu Corona-Lockerungsmaßnahmen in die Gespräche zwischen Bund und Ländern an diesem Mittwoch. „Wir müssen endlich zu grundlegenden, langfristigen Plänen kommen und uns nicht nur von Woche zu Woche hangeln“, sagte der CSU-Politiker am Dienstagabend in einem „ARD Extra“.

Zudem solle aus Sicht von Söder über Grenzwerte bei den Infiziertenzahlen gesprochen werden. Im Falle einer zweiten Corona-Welle könnten dann beim Überschreiten von Obergrenzen Lockerungen regional - zum Beispiel auf Landkreisebene - zurückgenommen werden. „Wir brauchen ein atmendes Konzept“, sagte der Ministerpräsident.

20:50 Uhr - Wirtschaftsminister einig: Kneipen und Restaurants sollen am 9. Mai öffnen

 Hannover, 05.05.2020, Gastronomen bereiten sich nach Corona-Shutdown auf das wieder öffnen vor, Gastronomie, Restaurant, desinfizieren der Speisekarte, *** Hanover, 05 05 2020, restaurateurs are preparing to reopen after Corona shutdown, gastronomy,
Zur Öffnung gehören die Einhaltung von Hygienevorschriften und Abstandsregelungen sowie Pläne zum Schutz von Beschäftigten.
www.imago-images.de, imago images/localpic, Rainer Droese via www.imago-images.de

Die Wirtschaftsminister der Länder streben unter Auflagen in einem Korridor vom 9. bis 22. Mai eine bundesweite kontrollierte Öffnung des Gastgewerbes an. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstagabend nach einer Videokonferenz der Länderminister mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) aus Teilnehmerkreisen. Für touristische Beherbergungen wird eine Öffnung bis Ende Mai angepeilt.

Die Empfehlung soll die Grundlage bilden für Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch. Zur Öffnung gehören die Einhaltung von Hygienevorschriften und Abstandsregelungen sowie Pläne zum Schutz von Beschäftigten.

20:04 Uhr - Russland baut Not-Krankenhäuser

Die Corona-Fallzahlen in Russland steigen stark an, obwohl das Land seit einem Monat im Lockdown ist. Um einer Überlastung des Gesundheitssystems entgegenzuwirken, wurden bereits provisorische Krankenhäuser gebaut. Wie die aussehen, sehen Sie im Video.

Russland baut Notkrankenhäuser Die Corona-Krise
00:43 min
Die Corona-Krise
Russland baut Notkrankenhäuser

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19:20 Uhr - Tui prüft Isolation von „Mein Schiff“-Crewmitgliedern an Land

Cuxhaven, der 05.05.2020 Die 2.900 Mitglieder starke Crew der Mein Schiff 3 harrt seit mehr als vier Wochen auf dem Kreuzfahrtschiff aus. Teilweise sind die Mitarbeiter auf der Mein Schiff 3 in kleinen Kabinen ohne Fenster untergebracht, das Kreuzfah
Bisher liegen laut Reederei die Ergebnisse von etwa zwei Drittel der Tests aller Besatzungsmitglieder vor.
www.imago-images.de, imago images/Andre Lenthe, Andre Lenthe Fotografie via www.imago-images.de

Die rund 2.900 Menschen auf dem Tui-Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3“ in Cuxhaven müssen weiter ausharren - der überwiegende Teil auf bislang unbestimmte Zeit. Wie Tui Cruises am Dienstagabend mitteilte, seien mittlerweile 1.200 Rückreisen ab diesem Freitag geplant. Nachdem der Plan, negativ auf das Coronavirus Getestete auf ein Schwesterschiff zu bringen, verworfen worden war, wird nun die Ausschiffung von positiv Getesteten und deren Isolation an Land geprüft. Eine Entscheidung stehe für Mittwoch an.

19:09 Uhr - Remdesivir könnte am Donnerstag Zulassung in Japan bekommen

Das Medikament Remdesivir des US-Unternehmens Gilead könnte am Donnerstag in Japan zur Behandlung von Covid-19-Patienten zugelassen werden. Gesundheitsminister Katsunobu Kato sagt, an diesem Tag komme ein Prüfungsausschuss des Ministeriums zu Beratungen zusammen. Die US-Lebensmittelbehörde FDA hatte Remdesivir vergangene Woche eine Notzulassung erteilt.

18:46 Uhr - Hamburger Richter entscheiden gegen 800-Quadratmeter-Regel

Das Verwaltungsgericht Hamburg hat dem Eilantrag der Betreiberin von zwei Sportgeschäften gegen die Begrenzung der Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter stattgegeben. Die Richter sähen die Berufsfreiheit der Antragstellerin verletzt, da die Stadt Hamburg ihr Vorgehen nicht ausreichend begründet habe, teilt das Gericht mit. "Weder den Materialien zu der Coronavirus-Eindämmungsverordnung noch den Angaben der Freien und Hansestadt Hamburg im Verfahren lässt sich entnehmen, welches Gesamtkonzept, an dem sich die einzelnen von ihr ergriffenen Maßnahmen zu messen hätten, sie verfolgt." Die Stadt habe gegen die Entscheidung Beschwerde beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht erhoben.

18:19 Uhr - Pläne für Ausstieg aus Grenzkontrollen werden konkreter

Die Grenzen zwischen Deutschland und seinen Nachbarn könnten ab Mitte Mai wieder durchlässiger werden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur haben Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther bereits konkret über ein Konzept gesprochen, wie man dann eine Eindämmung des Coronavirus und geltende Quarantäne-Regelungen gegebenenfalls auch ohne formelle Grenzkontrollen sicherstellen könnte. In einem gemeinsamen Lagebild des Gesundheitsministeriums und des Innenressorts heißt es, geplant sei eine "schrittweise Grenzöffnung" im Norden.

Auch zwischen dem Bundesinnenministerium und anderen Bundesländern mit Grenzen, an denen aktuell Kontrollen stattfinden, werde bereits über entsprechende Konzepte beraten, hieß es. Seehofer hatte die Mitte März angeordneten Kontrollen an den Grenzen zu Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Österreich und der Schweiz am Montag bis zum 15. Mai verlängert.

17:52 Uhr - Gegen die dröge Corona-Zeit: Stars lesen aus Harry Potter vor

Erfolgsautorin J.K. Rowling (54) lässt eine Reihe von Stars aus dem ersten Teil ihrer Harry-Potter-Romane vorlesen. Unter anderem werden Schauspieler Eddie Redmayne ("Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind"), Ex-Fußballprofi David Beckham und Schriftsteller Stephen Fry Kapitel aus "Harry Potter und der Stein der Weisen" vortragen, wie Rowling und der Streamingdienst Spotify am Dienstag mitteilten. Den Anfang des Projekts "Harry Potter At Home" machte am Dienstag passenderweise Potter-Darsteller Daniel Radcliffe.

"Einige sehr liebenswerte Menschen haben etwas Wundervolles getan", schrieb Rowling zur Ankündigung auf Twitter. Nach Spotify-Angaben soll jede Woche eine neue Aufnahme hochgeladen werden, bis das gesamte Buch bis Mitte des Sommers erzählt ist. Die Kapitel werden auf Spotify und auch auf der Webseite des Medienunternehmens rund um die Harry-Potter-Bände, Wizarding World, zu hören sein.

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17:39 Uhr - Russland beklagt Verdopplung von Gewalt gegen Frauen in Corona-Krise

Die Gewalt gegen Frauen in Russland hat sich nach Angaben der Menschenrechtsbeauftragten der Regierung wegen der Corona-Ausgangssperren mehr als verdoppelt. Im April hätten die Anlaufstellen mehr als 13 000 Beschwerden über häusliche Gewalt registriert. Das sei mehr als das Doppelte im Vergleich zu 6054 Mitteilungen im März, sagte die Beauftragte Tatjana Moskalkowa der russischen Staatsagentur Ria Nowosti am Dienstag. In vielen Teilen Russlands herrschen seit über einem Monat streng überwachte Ausgangssperren unter Strafandrohung.

In Russland gibt es jedes Jahr Tausende Todesopfer häuslicher Gewalt. Trotzdem hatte das russische Parlament die verbreiteten Übergriffe von Männern auf Frauen zuletzt teilweise entkriminalisiert. Mehrere Abgeordnete setzen sich seit Monaten für ein neues Gesetz für einen besseren Schutz von Frauen ein. Traditionalisten und Vertreter der russische-orthodoxen Kirche warnten dagegen vor einem solchen Gesetz. Auch Kremlchef Wladimir Putin hielt die bisherige Gesetzeslage für ausreichend, um gegen Gewalttäter vorzugehen.

17:30 Uhr - Wirtschaftsminister beraten über kontrollierte Kneipenöffnung

Die Wirtschaftsminister der Bundesländer streben noch in diesem Monat eine bundesweit kontrollierte Öffnung des Gastgewerbes an, aber mit deutlich reduziertem Publikumsverkehr. Die Öffnung soll für Restaurants, Außengastronomie, Cafés, Gaststuben und Kneipen sowie Imbisse gelten, wie aus der Beschlussvorlage für Wirtschaftsministerkonferenz der Länder hervorgeht, die der dpa vorliegt.

Voraussetzung sei die Einhaltung von Hygienevorschriften, Abstandsregeln sowie die Vorlage eines Plans zum Schutz der Beschäftigten. Die Öffnung soll ab dem 18. Mai 2020 gelten. Die Empfehlung ist als Grundlage für die Besprechung der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch gedacht. An der Videokonferenz wollte am Dienstagabend auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) teilnehmen.

Die Branche stehe unter einem starken finanziellen Druck. Es sei eine Welle von Insolvenzen und damit einhergehend eine hohe Erwerbslosigkeit zu befürchten, wenn es keine klaren zeitlichen Perspektiven gebe, heißt es in dem Papier weiter.

16:55 Uhr - Lockerungen für Restaurants und Hotels in Schleswig Holstein erst ab Mitte Mai

Schleswig Holsteins Ministerpräsident Daniel Günhter (CDU) hat das Vorpreschen anderer Bundesländer in Sachen Lockerung der Corona-Bestimmungen vor der morgigen Abstimmungs-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder kritisiert. „Solche Konferenzen müssen einen Sinn haben, dass wir dafür sorgen, dass wir ein abgestimmtes Vorgehen haben. Von daher halten wir (die Landesregierung) es nicht für sehr sinnvoll, was jetzt im Vorfeld dieser Konferenz zum wiederholten Male passiert ist,“ sagte Günther in Kiel.

Das bedeutet: Schleswig Holstein bleibt bei dem vereinbarten Weg, dass es Lockerungen für Gastronomie und Hotels erst Mitte Mai geben wird. Erst nach der morgigen Konferenz mit Bundeskanzlerin Merkel werde entschieden, in welchen Schritten man diese Lockerungen vollziehen wird, so Günther weiter.

16:30 Uhr - VW baut in Südafrika altes Werk zu Corona-Klinik um

Mit Unterstützung der Bundesregierung baut Volkswagen in Südafrika eine alte Fabrik in eine Corona-Klinik um. Die medizinische Einrichtung in Port Elizabeth in der Provinz Eastern Cape werde groß genug für bis zu 4000 Betten sein, sagte Thomas Schäfer, Chef von VW Südafrika.

Der erste Teil der Klinik mit rund 1400 Betten werde in sechs bis sieben Wochen fertig sein, sagte Schäfer. Danach wird die Klinik laut VW je nach Nachfrage vergrößert. Betreiber werde die Regierung sein.

VW hatte die rund 66 000 Quadratmeter große Fabrik laut Schäfer seit Ende vergangenen Jahres nicht mehr genutzt und war dabei, sie zu verkaufen. Dem südafrikanischen Ministerium für öffentliche Arbeiten und Infrastruktur sind keine weiteren Firmen in Südafrika bekannt, die bislang in der Corona-Krise etwas ähnliches unternommen haben, wie eine Sprecherin sagte.

15:45 Uhr - NRW lässt wieder Besuche in Pflegeheimen zu

Seit Wochen gilt in den NRW-Pflegeheimen ein strenges Besuchsverbot. Immer wieder warnten Verbände, die Vereinsamung der alten Menschen in der Corona-Krise könne schwere Folgen haben. Ab Muttertag dürfen Pflegebedürftige in NRW nun wieder unter strengen Auflagen Besuch bekommen. Das hat NRW-Gesundheitsministerium mitgeteilt.

Das generelle Besuchsverbot in Pflegeheimen und den Einrichtungen der Eingliederungshilfe sei wohl die Corona-Maßnahme gewesen, "die am meisten weh getan hat", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. "Die dort lebenden Menschen haben besonders unter den bestehenden Kontaktverboten gelitten." Auch soziale Isolation könne erhebliches seelisches Leid und körperliche Schäden verursachen.

Konkret sollen Besuche in stationären Pflegeeinrichtungen in separaten Arealen oder im Außenbereich stattfinden. Mit Schutzkleidung dürfen Besucher die Heime auch betreten und etwa bettlägerige Personen in ihrem Zimmer besuchen. Möglich sind Besuche von bis zu zwei Personen in den einzelnen Räumen. Direkt in das Zimmer eines Bewohners darf nur eine Person. Die Dauer des Besuchs ist auf höchstens zwei Stunden pro Besuch und Tag begrenzt.

Ansonsten sei die Corona-Situation in NRW mit Blick auf die Fallzahlen und die belegten Krankenhausbetten auf den Intensivstationen sehr entspannt, so Laumann. Die Lage zeige, dass die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in den vergangenen Wochen gewirkt hätten. Er könne "durchaus etwas optimistisch in die Zukunft schauen", sagte Laumann.

15:04 Uhr - Diese Regeln und Lockerungen gelten in Ihrem Bundesland

Beinahe stündlich geben die Bundesländer derzeit neue Regelungen und Maßnahmen bekannt. Sie haben den Überblick verloren? Wir haben für Sie eine Übersicht erstellt, was in welchem Bundesland gilt.

14:39 Uhr - Koalition weist Spekulationen über Corona-Impfpflicht zurück

Die große Koalition hat Spekulationen über eine Impfpflicht gegen das Coronavirus zurückgewiesen. "Ein für alle Mal: Eine Corona-Impfpflicht stand nie im Gesetzentwurf, zu keinem Zeitpunkt", sagte SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas am Dienstag. "Es wäre auch absurd, eine Impfpflicht im Bundestag zu beschließen, wo es doch bisher überhaupt keinen Impfstoff gibt." Auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich gegen eine Impfpflicht ausgesprochen.

SPD-Fraktionsvize Bas sagte witer: "Auch dann, wenn wir einen Impfstoff haben und mehr über eine mögliche Immunität wissen, gilt für uns: Es darf keine Zwei-Klassen-Gesellschaft von Infizierten und Nicht-Infizierten geben." Sie betonte: "Es kann und es wird keine Impfpflicht geben."

 Hannover, Coronavirus, 29.04.2020, Ministerpräsident Stephan Weil und Minister Björn Thümler besuchen die Tierärztliche Hochschule in Hannover Präsident Dr. Gerhard Greif und weitere Wissenschaftler werden dort ihre Forschungen zur Entwicklung eines
Die Große Koalition hat Spekulationen um eine mögliche Corona-Impfpflicht zurückgewiesen.
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14:32 Uhr - Öffnen am 18. Mai die Gastronomiebetriebe wieder?

Die Bundesländer wollen sich am Dienstagabend in einer Videokonferenz auf einen konkreten Zeitpunkt für eine Öffnung von Gastronomiebetrieben verständigen. In einer Beschlussvorlage für die Schalte stehe der 18. Mai als Datum, sagte die Vorsitzende der Wirtschaftsministerkonferenz, Bremens Senatorin Kristina Vogt (Linke), am Dienstag vor Journalisten. Sie sei zuversichtlich, dass der Vorschlag angenommen werde. An der Konferenz nimmt auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) teil.

Großes Unverständnis zeigte sie für das Vorpreschen Niedersachsens in der Frage. Das sei überraschend gekommen. Das Konzept des Nachbarbundeslandes sei in einigen Punkten unausgegoren. So würden einige Regelungen für Gaststätten und Restaurants gelten, aber nicht für Kneipen, die aber auch oft Speisen im Angebot hätten, betonte Vogt, die selbst einmal Wirtin war. Mit den Beschlüssen begebe sich Niedersachsen auch juristisch in schwieriges Fahrwasser. Sie als Wirtin würde den Klageweg beschreiten, so Vogt.

In Niedersachsen sollen vom kommenden Montag an Restaurants, Gaststätten, Cafés und Biergärten mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent sowohl im Innen- als auch im Außenbereich wieder öffnen. In Bremen gibt es noch keine derartigen Pläne.

14:25 Uhr - Bundesweite Empfehlungen für Corona-Regeln in Verkehrsmitteln

Angesichts der Lockerung von Corona-Beschränkungen in weiteren Bereichen sollen auch für öffentliche Verkehrsmittel in ganz Deutschland zusätzliche Schutzregeln kommen. Ein Kernpunkt ist eine bundesweite Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, die von Taxis über Busse und Bahnen bis hin zu Flugzeugen gilt. Das sehen Empfehlungen des Bundesverkehrsministeriums und der Verkehrsbranche an die Länder hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Der Maßnahmenkatalog auch für Stationen und Kundenschalter soll an diesem Donnerstag im Corona-Kabinett der Bundesregierung vorgestellt werden.

Mit den Lockerungen komme eine neue Herausforderung auf den Personenverkehr zu, heißt es in dem gemeinsamen Papier. So ließen sich die Abstandsregeln von 1,50 Metern in einzelnen Verkehrsmitteln mit steigenden Fahrgastzahlen nicht mehr einhalten. Daher werden nun verschiedene Maßnahmen zum Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern empfohlen - erarbeitet wurden sie vom Ministerium sowie unter anderem vom Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, der Deutschen Bahn und dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen.

14:15 Uhr - Mecklenburg-Vorpommern erlaubt wieder Tourismus: Was Sie jetzt wissen sollten

Mecklenburg-Vorpommern hat als erstes Bundesland einen Stufenplan zur Lockerung der Maßnahmen in Gastronomie und Tourismus vorgestellt. Demnach öffnen am Samstag den 9. Mai Gastronomie-Betriebe, ab dem 18. Mai dürfen Gäste aus dem eigenen Bundesland wieder in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen übernachten und ab dem 25. Mai soll das Einreiseverbot für Touristen aus anderen Bundesländern aufgehoben werden. Wir erklären Ihnen hier, was Sie dazu jetzt wissen sollten.

14:00 Uhr - Bundesregierung: Arbeitsgruppe soll über Kaufanreize für Autos beraten

Bundesregierung und Autobranche wollen in einer Arbeitsgruppe weiter über Konjunkturmaßnahmen beraten - Anfang Juni sollen Ergebnisse besprochen werden. Das teilte der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, am Dienstag nach dem "Autogipfel" mit. Die Maßnahmen sollten einen "Modernisierungsbeitrag" in Richtung innovativer Fahrzeugtechnologien darstellen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe bei den Beratungen auf die besondere Bedeutung der Automobilindustrie für Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland verwiesen, hieß es. Themen seien der Wiederhochlauf der Produktion, der Zustand der Lieferketten, die Rolle der Kurzarbeit sowie die nationale und globale Entwicklung der Nachfrage gewesen.

In vielen Märkten ist die Nachfrage wegen der Corona-Krise eingebrochen. Die Hersteller sprechen sich für Kaufprämien aus.

13:49 Uhr - Drei Paare heiraten in Düsseldorfer Autokino

Ja-Worte in Zeiten von Corona: In einem Düsseldorfer Autokino haben am Dienstag drei Paare geheiratet. Zuerst gaben sich Janine und Philip auf der mit weißen Blumen geschmückten Bühne das Ja-Wort, während die Familie des Brautpaares aus 30 Autos zuschaute. Getraut wurden sie von Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD), der durch eine Kunststoffscheibe von dem Paar getrennt war. Im Standesamt hätten wegen der Corona-Kontaktbeschränkungen die Familienmitglieder außen vor bleiben müssen. Im Autokino konnten die Gäste dagegen zusehen und die Trauung auch über das Autoradio verfolgen.

Wegen der Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben durch die Pandemie hat das von der städtischen Veranstaltungsagentur vermarktete Autokino verschiedenste Aufgaben bekommen: Hier wurden den vergangenen Wochen auch Gottesdienste und Konzerte veranstaltet.

05.05.2020, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Das Brautpaar Janine und Philip Scholz (l) sitzt mit Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) bei ihrer Trauung im Autokino auf der Bühne. Drei Paare geben sich im Autokino das Ja-Wort. Ihre Gäste
Hochzeit im Autokino
fst sab, dpa, Fabian Strauch

13:45 Uhr - Berlins berühmte Museen öffnen langsam wieder

Berlins berühmte staatliche Museen stehen vor einer langsamen Wiedereröffnung in der Corona-Krise. Die ersten Häuser wollen am 12. Mai ihre Türen für Besucherinnen und Besucher vorsichtig wieder aufschließen. Auf der Museumsinsel werden zunächst die Alte Nationalgalerie, das Alte Museum und das Pergamon-Panorama einen lange Zeit verschlossenen Blick auf ihre Ausstellungen erlauben.

13:20 Uhr - Spielplätze können in Hamburg wieder öffnen

Die Spielplätze in Hamburg können wieder öffnen. Das kündigte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag nach einer Senatssitzung an Hamburg an. Auch Gottesdienste sind in Hamburg wieder möglich. Das kündigte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) an. Einen genauen Termin nannte sie zunächst nicht. Auch der Betrieb von Individual-Sportarten im Freien ist erlaubt, bei denen das Abstandsgebot eingehalten wird. Mannschafts-Sportarten sind wegen der Corona-Pandemie weiter untersagt, ebenso die gemeinsame Benutzung von Sanitäranlagen.

Öffnen können auch Museen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten in Hamburg wiede. Das kündigte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag nach einer Senatssitzung in Hamburg an. Einen Termin nannte sie zunächst nicht.

13:10 Uhr - Tourismusbeauftragter: Sommerurlaub auf Mallorca möglich

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, hält trotz Covid-19 Sommerurlaub nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen EU-Ländern für möglich. "Das betrifft vor allem unsere Nachbarstaaten, also etwa Österreich, Frankreich, Belgien, Polen oder die Niederlande", sagte Bareiß dem Tagesspiegel (Mittwochausgabe). "Aber ich würde auch andere Regionen in Europa noch nicht abschreiben, etwa die Balearen oder die griechischen Inseln", betonte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. "Wenn es dort kaum noch Neuinfektionen gibt und die medizinische Versorgung funktioniert, könnte man auch über einen Sommerurlaub dort nachdenken."

13 Uhr - Baden-Württemberg erlaubt Golf und Tennis

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat weitere Lockerungen der Corona-Regeln beim Sport in Aussicht gestellt. Man habe den Lenkungskreis der Landesregierung beauftragt, ab kommender Woche wieder "kontaktlosen Outdoorsport" zu erlauben, kündigte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart an. Damit sei Sport im Freien gemeint, bei dem die Abstandsregeln unproblematisch eingehalten werden könnten - etwa wie Golf, Leichtathletik und Tennis. Gerade Sport im Freien sei gut und stärke das Immunsystem.

12:10 Uhr – Markus Söder stellt Exit-Plan für Bayern vor

Nach wochenlangen Verboten und Beschränkungen hat auch das bayerische Kabinett eine weitreichende Lockerung seiner harten Anti-Corona-Maßnahmen und eine Öffnung der Hotels beschlossen. Die Ausgangsbeschränkungen werden aufgehoben - gewisse Kontaktbeschränkungen und ein Verbot von Menschenansammlungen im öffentlichen Raum bleiben aber bestehen. Ab Mittwoch ist es erlaubt, eine Person außerhalb des eigenen Hausstands und auch enge Familienangehörige zu treffen oder auch zu besuchen.

Ab kommenden Montag dürfen auch alle Geschäfte wieder öffnen, also auch alle größeren. Die bisherige Beschränkung auf eine Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmetern entfällt. Gaststätten und Hotels dürfen schrittweise wieder öffnen: Außenbereiche am 18. Mai, Speiselokale im Innenbereich am 25. Mai, Hotels am 30. Mai.

Familien sollen von Lockerungen in Bayern profitieren Corona-Beschränkungen
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Familien sollen von Lockerungen in Bayern profitieren

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11:56 Uhr - Hessen plant weitere Öffnung der Schulen ab 18. Mai

In Hessen soll am 18. Mai für zahlreiche weitere Schüler wieder in eingeschränkter Form der Unterricht beginnen, darunter auch Viertklässler. Die übrigen Grundschüler sollen am 2. Juni an die Schulen zurückkehren, wie das Kultusministerium am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden mitteilte.

11:49 Uhr - Mehr Anrufe bei Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

Die Zahl der Beratungen am bundesweiten Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Das gehe aus dem entsprechenden Jahresbericht für 2019 hervor, wie das Bundesfamilienministerium am Dienstag mitteilte. Demnach gab es im vergangenen Jahr rund 45.000 Beratungen per Telefon, Chat oder E-Mail. Das sei ein Anstieg von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Fast 25.000 von Gewalt betroffene Personen hätten das Angebot genutzt, daneben seien auch Personen aus dem Umfeld Betroffener und Fachkräfte beraten worden. "Das Hilfetelefon kann ein Rettungsanker sein, es ist für viele betroffene Frauen buchstäblich die erste Hilfe, um der Gewalt zu entgehen", sagte Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD). In der Corona-Krise sei die Bedeutung dieses Angebots sogar noch gewachsen.

11:00 Uhr - Mecklenburg-Vorpommern öffnet Kitas am 11. Mai

In Mecklenburg-Vorpommern sollen die wegen Corona erlassenen Einschränkungen in der Kinderbetreuung deutlich gelockert werden. Für die rund 4.500 Kinder bei Tagesmüttern und Tagesvätern soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am 11. Mai die reguläre Betreuung wieder beginnen. Eine Woche später, am 18. Mai, sollen nach Plänen des Sozialministeriums dann alle Vorschulkinder in die Kita zurückkehren können. Die Pläne sollen am Donnerstag Thema im Kabinett sein.

Die Kitas in Mecklenburg-Vorpommern waren Mitte März geschlossen worden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Als erster Öffnungsschritt war am 27. April die Notbetreuung deutlich ausgeweitet worden. Mehr Berufe von Eltern gelten seither als systemrelevant. Auch Alleinerziehende werden stärker berücksichtigt. Auch Niedersachsen hat eine Lockerung der Corona-Einschränkungen in der Kinderbetreuung angekündigt. Dort soll etwa zum 11. Mai die Tagespflege wieder öffnen.

10:35 Uhr - RKI: 2. Welle wird kommen, doch „Vorbereitung ist gut“

Die Corona-App der Bundesregierung ist nach wie vor noch nicht da, doch RKI-Chef Lothar Wieler findet nicht, dass sie zu spät kommt. „Wir werden sie auch in zweiter und dritter Welle brauchen und nicht nur jetzt.“ Damit sagte er auch, dass er mit weiteren Ansteckungswellen fest rechnet.

Und sollte eine zweite Welle kommen, dann werde sie Deutschland nicht wirklich hart treffen: „Die Vorbereitung ist gut“, sagte Lothar Wieler. Die Bekämpfung müsse dann wieder abhängig von der Lage erfolgen: Je nachdem, wie sie wird, wird man Maßnahmen wieder anpassen müssen, so der RKI-Chef.

Welche Rolle spielen unsere Kinder bei der Verbreitung? Coronavirus
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10:33 Uhr - Regierungskreise: Bayerisches Kabinett will Exit-Fahrplan beschließen

Nach wochenlangen coronabedingten Schließungen, Einschränkungen und Beschränkungen will das bayerische Kabinett am Dienstag einen umfassenden Fahrplan für Lockerungen beschließen. Es solle dazu ein langfristiges Konzept geben, verlautete am Dienstag aus Regierungskreisen. Es werde einen Fahrplan für nahezu alle Bereiche geben, von Schule und Kitas über Gastronomie und Hotels bis hin zu Pflegeheimen. Zudem muss das Kabinett entscheiden, ob die Ausgangsbeschränkungen Bestand haben oder nun gelockert werden. Welche Maßnahmen wann gelockert werden, wollen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und mehrere Minister am Mittag bekanntgeben.

10:05 Uhr - Ansteckungsrate auf niedrigstem Niveau seit 17. April

Die Ansteckungsrate ist in Deutschland laut Lothar Wieler vom Robert-Koch-Institut auf 0,71 gesunken. Das ist der niedrigste Wert seit dem 17. April.

09:00 Uhr - Corona-Effekt: Kredite 11 Prozent höher als vor einem Jahr

Die Corona-Krise hinterlässt auch im Kreditgeschäft deutliche Spuren. Aktuelle Daten des Vergleichsportals "Verivox" zeigen: Kreditnehmer leihen sich heute im Schnitt mehr Geld als vor der Krise. Der durchschnittliche Kreditbetrag war im März 7,5 Prozent höher als im Februar. Im Jahresvergleich beläuft sich das Plus auf 11 Prozent. Zugleich verschieben sich die Anteile der einzelnen Kundengruppen. Und: Banken vergeben Kredite vermehrt an Gutverdiener mit sicherer Beschäftigung. der Beamten-Anteil unter den bewilligten Krediten nach der Krise um ein Fünftel gestiegen, während der Anteil von Arbeitern und Selbstständigen sank.

08:45 Uhr - Eins-zu-Eins-Konzerte am Flughafen Stuttgart

04.05.2020, Baden-Württemberg, Stuttgart: Elena Graf, 1. Konzertmeisterin der Staatsoper Stuttgart, spielt während des Drehs eines Trailers für Eins-zu-Eins-Konzerte der Oper Stuttgart im Terminal 1 des Flughafens Stuttgart für einen Zuhörer auf der
Die Musiker spielen ohne Honorar, die Einnahmen werden gespendet.
scg dul, dpa, Sebastian Gollnow

Auf dem Flughafen Stuttgart finden am 8. und 10. Mai Eins-zu-Eins-Konzerte statt. Dabei spielt ein Musiker jeweils zehn Minuten für einen einzigen Zuhörer ein Konzert. Das Format wurde durch die Künstlerin Marina Abramovic inspiriert und will während der Corona-Pandemie Musik-Erleben ermöglichen. Schauplatz dieser "1:1 Concerts" ist das sonst menschenleere Terminal 1.

08:00 Uhr - Internes Dokument: Steigende Infektionszahlen in USA prognostiziert

US-Präsident Donald Trump drängt auf eine Öffnung der Wirtschaft - nach einem internen Dokument seiner Behörden könnte sich die Corona-Krise in den USA allerdings noch zuspitzen. Die "New York Times" veröffentlichte am Montag eine vom Gesundheitsministerium und der Katastrophenschutzbehörde Fema zusammengestellte Präsentation, in der zwei Diagramme mit dem Vermerk "nur für den Dienstgebrauch" enthalten sind. In einem davon wird prognostiziert, dass die Zahl der neuen Coronavirus-Fälle bis zum 1. Juni auf rund 200.000 pro Tag zunehmen könnte. Zuletzt hatte die Gesundheitsbehörde CDC von Samstag auf Sonntag einen Anstieg um knapp 30. 000 verzeichnet.

Experten erwarten einem weiteren Diagramm zufolge, dass die Zahl der Todesfälle infolge einer Covid-19-Erkrankung bis zum 1. Juni auf etwa 3000 pro Tag steigen könnten. Zuletzt hatte die Gesundheitsbehörde wiederum von Samstag auf Sonntag einen Anstieg der Toten um 1452 vermeldet. Das Weiße Haus wies die Prognosen zurück. Sie spiegelten weder die Modelle der Coronavirus-Arbeitsgruppe im Weißen Haus noch die von ihr analysierten Daten wider, teilte der Vizesprecher des Weißen Hauses, Judd Deere, am Montag mit.

07:30 Uhr - Spahn fordert einheitliches Vorgehen bei Corona-Lockerungen

Nach dem Vorpreschen einzelner Bundesländer bei der Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen plädiert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für ein gemeinsames Vorgehen. Er verstehe die Debatte, aber es sei genauso wichtig, "dass wir auch Verlässlichkeit und Vertrauen geben durch klare Kriterien und ein gemeinsames Vorgehen", sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. "Dass so wenige Tage vor einer Runde der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin, der Bundesregierung, allzu viele unterschiedliche Signale durch Entscheidungen bereits gesetzt werden, das ist natürlich nicht das, was zu einem einheitlichen Vorgehen beiträgt." Bei dem Treffen am Mittwoch soll es um weitere Lockerungen gehen.

07:05 Uhr - In der Pandemie wird weniger eingebrochen

In der Corona-Pandemie wird vorläufigen Zahlen zufolge weniger in Wohnungen und Wohnhäuser eingebrochen. Dieser Trend zeichnet sich nahezu bundesweit ab, wie eine Länder-Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zeigt. So ging etwa in Nordrhein-Westfalen die Zahl der Wohnungseinbrüche im März und April im Vergleich zu den Vorjahresmonaten deutlich zurück. Auch in Bayern sank die Zahl der Einbrüche - ebenso wie die Kriminalität insgesamt.

Während vom 1. März bis 26. April 2019 genau 3856 Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW registriert wurden, waren es laut Landesinnenministerium im gleichen Zeitraum dieses Jahres 2336. Das entspricht einem Rückgang von fast 40 Prozent.

Die Zahlen der Länder sind jedoch vorläufige Zahlen, die sich noch ändern können. Konkrete Fallzahlen gibt es erst, wenn die Fälle von der Polizei an die Staatsanwaltschaften abgegeben werden und in die bundesweit einheitlich geführte Kriminalstatistik eingehen, hieß es aus Bayern.

06:45 Uhr - Die Deutschen puzzeln wieder gerne

Es ist das perfekte Hobby in der Krise: Puzzeln. Die meisten stehen auf 1000er-Teile, am besten mit entspannenden Natur-Motiven. Leider sind viele im Internet bereits ausverkauft. Die Nachfrage nach Puzzles sei derzeit «heftigst», sagt der Sprecher vom Spielehersteller Ravensburger. Das Geschäft sei vergleichbar mit der Vorweihnachtszeit. "Viele Puzzles sind ausverkauft." Die Produktion laufe weiter und man versuche, die erhöhte Nachfrage zu bedienen, aber: "Es kommt da zu Wartezeiten", sagt er.

Am stärksten nachgefragt werde der Klassiker mit 1000 Teilen, "mit dem man sich ein paar Nachmittage beschäftigen kann". Beliebt seien entspannende, beruhigende Naturmotive. Deutlich mehr als sonst würden auch sogenannte Krypt-Puzzles verkauft, die schwerer seien: Sie haben kein Motiv, sondern sind rein Schwarz, rein Gold oder rein Silber. "Da kann man nur über die Puzzleform gehen", sagt der Sprecher.

Das waren die Meldungen vom 4. Mai:

Bund und Länder werden am Mittwoch mit großer Wahrscheinlichkeit den Weg für Geisterspiele der Fußball-Bundesliga freimachen und auch großen Geschäften wieder die Öffnung erlauben. Darauf einigen sich die Vertreter von Bund und Ländern nach Informationen von Reuters aus Verhandlungskreisen. Höchstwahrscheinlich werde ein Start der Bundesliga zum 15. Mai möglich werden, erfuhr Reuters von mehreren mit den Verhandlungen vertrauten Personen. Gleichzeitig solle für den Amateurbereich der Sport unter freiem Himmel wieder erlaubt werden.

In Deutschland sind laut der Johns Hopkins Universität bis Montagabend über 165.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Mindestens 6.893 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben.

Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Montag bei 0,76. Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa 7 bis 8 weitere Personen anstecken. Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 132.700 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

LandInfizierteTote
Weltweit3.562.919249.712
USA1.172.67068.326
Spanien217.46625.264
Italien211.93829.079
Großbritannien191.83128.734
Frankreich168.96924.864
Deutschland 165.7866.893
Russland145.2681.356

22:01 Uhr - Seehofer verlängert wegen Covid-19 eingeführte Grenzkontrollen

ARCHIV - 16.03.2020, Baden-Württemberg, Kehl: Am deutsch-französischen Grenzübergang in Kehl finden Grenzkontrollen statt. Die EU-Innenminister beraten sich in einer Videokonferenz unter anderem zu den in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen. Fot
Nach derzeitigem Stand könnte es mit dem 15. Mai erste Öffnungen geben.
ude jai pil, dpa, Uli Deck

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Grenzkontrollen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg, und Dänemark bis zum 15. Mai verlängert. Auch für Flüge aus Spanien und Italien gilt die Verlängerung. So sollen die Infektionsgefahren durch das Coronavirus weiter erfolgreich eingedämmt werden, hieß es in einem Schreiben des Ministeriums am Montagabend.

Die Kontrollen waren Mitte März angeordnet worden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Menschen, die weder Deutsche noch dauerhaft hier ansässig sind, dürfen seither nur noch aus einem „triftigen Reisegrund“ nach Deutschland kommen. Einreisen dürfen etwa EU-Bürger, die durch Deutschland in ihr Heimatland reisen oder Lastwagenfahrer. Die Einreise ist zudem auf bestimmte Grenzübergänge beschränkt.

Nach derzeitigem Stand könnte es mit dem 15. Mai erste Öffnungen geben. So hat sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auf eine schrittweise Öffnung der Grenze zu Dänemark ab Mitte Mai verständigt. „Wir haben heute telefoniert und miteinander verabredet, einen konkreten Fahrplan zu entwickeln, in welchen Schritten ab spätestens 15. Mai eine Öffnung der Grenze zu Dänemark erfolgen kann“, sagte Günther am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

21:39 Uhr - Mecklenburg-Vorpommern will Reisen erlauben

01.05.2020, Schleswig-Holstein, Kiel: Zwei Personen sind bei Sonnenschein durch eine zusammengeknotete Schaukel während ihres Spaziergangs am Strand von Kiel-Schilksee zu sehen. Sonne und Regen wechselten sich am 1. Mai 2020 in Schleswig-Holstein ab.
Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach den Beratungen mitteilte, sollen dem Plan zufolge Hotels ab dem 18. Mai öffnen dürfen.
lop, dpa, Frank Molter

Mecklenburg-Vorpommern will angesichts geringer Corona-Neuinfektionen schon in der Woche vor Pfingsten auch Auswärtigen wieder Urlaub an der Ostsee erlauben. Das sieht ein Stufenplan zum Neustart des Gastgewerbes im Nordosten vor, auf den sich am Montagabend in Schwerin Vertreter von Landesregierung und Gastgewerbe in der gemeinsamen Task Force Tourismus verständigten.

Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach den Beratungen mitteilte, sollen dem Plan zufolge zunächst die Gaststätten im Land vom Samstag (9. Mai) an unter strikten Hygieneauflagen für Einheimische öffnen dürfen, am 18. Mai auch Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Zum 25. Mai soll dann das seit Mitte März geltende Einreiseverbot für Touristen aus anderen Bundesländern aufgehoben werden. Damit wäre nach dem verpassten Ostergeschäft Pfingsturlaub Ende Mai an der Ostsee oder in der Mecklenburgischen Seenplatte wieder für alle Bundesbürger möglich.

20:59 Uhr - Israel hebt Reiseverbote im Inland auf

Israel hebt die Reiseverbote im Inland auf. Noch im Laufe der Woche sollen Märkte wiedereröffnen und Schulen bis Monatsende wieder regulär unterrichten. Allerdings bleiben Beschränkungen bei dem Umfang größerer Versammlungen bestehen. Die Grenzen bleiben weiterhin so gut wie geschlossenen, jeder Einreisende muss sich in Quarantäne begeben.

19:35 Uhr - Madonna gibt eine Million Dollar für Suche nach Corona-Impfstoff

Singer Madonna attends the 30th annual GLAAD awards ceremony in New York City, New York, U.S., May 4, 2019. REUTERS/Eduardo Munoz
Madonna spendet 1 Million Dollar
EM/LP, REUTERS, EDUARDO MUNOZ

Popstar Madonna hat eine Million Dollar für die weltweite Suche nach einem Impfstoff und Medikamenten gegen das Coronavirus gespendet. Dies gab EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Montag bei einer internationalen Geberkonferenz bekannt, die insgesamt 7,4 Milliarden Euro an Zusagen von Regierungen und Organisationen brachte. Madonnas Million ist nach Angaben aus EU-Kreisen in dem Gesamtergebnis enthalten. Ziel der Organisatoren ist, vor allem die Entwicklung eines Impfstoffs zu beschleunigen und dann dafür zu sorgen, dass alle Länder weltweit ihn zu erschwinglichen Preisen bekommen können.

19:30 Uhr - Britische Mediziner rätseln über Immunität gegen Coronavirus

Studien in Großbritannien geben Rätsel über den Verlauf der Infektionen auf. Nach den Untersuchungen haben die meisten von Covid-19 genesenen Menschen zwar Antikörper entwickelt. Allerdings sei es zu früh, um zu sagen, damit seien diese Menschen immun gegen das Virus, sagt der Influenza-Experte und "Deputy Chief Medical Officer" in England, Jonathan Van-Tam. Die Frage sei noch zu klären, ob man mit den Antikörpern geschützt vor weiteren Ansteckungen sei.

19:21 Uhr - Finnland will Restaurants und Sporteinrichtungen am 1. Juni öffnen

A foodserver at the Parkshore Grill restaurant wears a protective face mask as he waits on customers Monday, May 4, 2020, in St. Petersburg, Fla. Several restaurants are reopening with a 25apacity as part of Florida Gov. Ron DeSantis' plan to stop th
Vom 1. Juni an sollen Restaurants und öffentliche Dienste wie Bibliotheken und Sporteinrichtungen wieder öffnen.
CHO, AP, Chris O'Meara

Finnland plant weitere Lockerungen. Vom 1. Juni an sollen Restaurants und öffentliche Dienste wie Bibliotheken und Sporteinrichtungen wieder öffnen, kündigt Innenministerin Maria Ohisalo an. Auch die erlaubte Größe von Versammlungen werde dann von höchstens zehn auf maximal 50 Personen erweitert. Notwendige Reisen in Länder des Schengen-Raums würden ab dem 14. Mai wieder zugelassen. Die Notstandsregeln blieben aber in Kraft. In der vergangenen Woche hatte die Regierung beschlossen, die Schulen ab dem 13. Mai wieder zu öffnen.

19:04 Uhr - Türkei kündigt Lockerungen an

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigt erste Lockerungen an. Ab Mitternacht wird das Verbot der Reisen zwischen Städten aufgehoben. Ausgenommen sind jedoch Istanbul, Ankara und Izmir. Am kommenden Wochenende sollen Senioren und Jugendliche zeitweise ihre Heime wieder verlassen dürfen. Ab dem 11. Mai dürfen Einkaufszentren, Friseure und Bekleidungsgeschäfte öffnen. Universitäten sollen den Lehrbetrieb am 15. Juni wieder aufnehmen.

18:45 Uhr - "Mein Schiff 3" bleibt vorerst in Cuxhaven - Acht Corona-Fälle

02.05.2020, Niedersachsen, Cuxhaven: Das Kreuzfahrtschiff «Mein Schiff 3» der Reederei TUI Cruises liegt an einem Kai im Hafen. Ein Mensch an Bord Schiffes ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Schiff sei unter Quarantäne gestellt word
Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff" in Cuxhaven
hcd blo, dpa, Hauke-Christian Dittrich

An Bord des seit Freitag unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiffes "Mein Schiff 3" sind von rund 2900 Crew-Mitgliedern bislang insgesamt acht positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Reederei Tui Cruises am Montagabend mit. Mittlerweile lägen zwei Drittel der Testergebnisse vor; die restlichen würden am Dienstag erwartet.

Bis auf weiteres werde das Schiff in Cuxhaven blieben. Dort soll am Dienstag auch das Schwesterschiff "Mein Schiff 6" mit 254 Besatzungsmitgliedern anlegen, um negativ getestete Personen von "Mein Schiff 3" aufzunehmen. Sie sollen in Isolation in Einzelkabinen untergebracht werden. 900 Besatzungsmitglieder sollen zudem am 8. und 11. Mai mit Charterflügen nach Indonesien und in die Ukraine zurückgeflogen werden können.

18:35 Uhr - Apple und Google wollen eine Corona-App pro Land unterstützen

Apple und Google wollen ihre Schnittstellen für Corona-Warn-Apps grundsätzlich für jeweils eine Anwendung pro Land verfügbar machen. Das solle dafür sorgen, dass mehr Nutzer sie installieren sowie einen Flickenteppich aus verschiedenen Apps verhindern, wie die Unternehmen am Montag erklärten. Wenn jedoch ein Land beschließt, verschiedene Apps für einzelne Regionen aufzusetzen, sei man bereit, sie dabei zu unterstützen.

Die Corona-Apps sollen helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen, wenn die Ausgehbeschränkungen gelockert werden. Sie sollen erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind - und Nutzer warnen, wenn sich später herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufgehalten hatten.

Von Google und Apple kommen die beiden relevanten Smartphone-Systeme Android und die iOS-Software für das iPhone. Sie sind damit als einzige in der Lage, die Basis für eine effiziente Einbindung der Corona-Apps in die Telefone zu schaffen.

18:19 Uhr - Globale Allianz erreicht Ziel: 7,4 Milliarden für Corona-Impfstoff

Eine globale Allianz gegen das Coronavirus hat 7,4 Milliarden Euro für die Suche nach Impfstoffen und Medikamenten gesammelt und ihr selbstgestecktes Ziel damit erreicht. "Die Welt ist vereint gegen das Coronavirus und die Welt wird gewinnen", sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Montag nach einer von der Brüsseler Behörde organisierten Geberkonferenz mit Dutzenden Ländern und Organisationen.

Ziel der Konferenz war eine Summe von 7,5 Milliarden Euro beziehungsweise 8 Milliarden Dollar zu sammeln. Umgerechnet sind genau 8,07 Milliarden Dollar zusammengekommen.

Mit einem Beitrag von einer Milliarde Euro trägt die EU-Kommission selbst einen großen Anteil dazu bei. Weitere Großspenden kommen etwa aus Deutschland (525 Millionen Euro), Frankreich (500 Millionen Euro), Großbritannien (umgerechnet 442 Millionen Euro) und Kanada (umgerechnet 780 Millionen Euro). Die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung sagte 100 Millionen Euro zu, Italien 140 Millionen Euro.

18:00 Uhr - Kretschmanns Bürstenhaarschnitt wieder ganz akkurat

Man sah es dem Regierungschef von Baden-Württemberg zuletzt deutlich an: Auch Winfried Kretschmann war wegen der Coronavirus-Schließungen lange nicht mehr beim Friseur, sein markanter Bürstenhaarschnitt saß zuletzt nicht mehr ganz so perfekt. Am Montag durften die Friseure unter strengen Auflagen wieder öffnen - und Kretschmann ließ sich bei seinem Stuttgarter Stammfriseur die Haare stutzen. Der Ministerpräsident trug dabei wie vorgeschrieben eine Maske vor dem Gesicht, wie ein Foto der Staatskanzlei belegt. Zuerst hatten die "Stuttgarter Nachrichten" darüber berichtet.

HANDOUT - 04.05.2020, Baden-Württemberg, Stuttgart: Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, lässt sich vom Friseur Giovanni Dell Aquila die Haare schneiden. Am Montag durften die Friseure erstmals na
Ministerpräsident Kretschmann lässt sich die Haare stutzen
bwe axs, dpa, Staatsministerium

17:42 Uhr - Italien meldet wesentlich mehr Tote als in Vorjahren

Das italienische Statistikamt hat im Zuge der Corona-Pandemie von Ende Februar bis März wesentlich mehr Tote gemeldet als in den Vorjahren. Vom 20. Februar bis zum 31. März seien mehr als 90.000 Menschen gestorben - fast 38,7 Prozent mehr als durchschnittlich zu dieser Zeit in den Jahren 2015 bis 2019, teilte die nationale Statistikbehörde Istat am Montag mit. Der Corona-Ausbruch wurde in Italien am 20. Februar in der Lombardei und in Venetien entdeckt. Vor allem der stark betroffene Norden meldete erheblich mehr Tote in diesen Wochen.

17:34 Uhr - Pflegeheim in Appen meldet 14 Corona-Fälle - Eine Bewohnerin tot

In einem Seniorenheim in Appen (Kreis Pinneberg) sind elf Bewohner und drei Mitarbeiter positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das teilte der Kreis am Montag mit. Eine Bewohnerin des Heimes sei bereits am vergangenen Mittwoch im Zusammenhang mit der Viruserkrankung in einem Krankenhaus gestorben, sagte ein Kreissprecher. Die übrigen infizierten Bewohner würden in ihren Zimmern medizinisch betreut.

Das Heim in Appen ist die vierte Senioreneinrichtung im Kreis Pinneberg, in dem Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden sind. Dass es nun ein weiteres Heim im Kreis Pinneberg getroffen habe, zeige auf eindringliche Art und Weise, wie wichtig es sei, weiterhin Abstand zu halten und die Hygieneregeln zu befolgen, sagte Landrat Oliver Stolz (parteilos). Bislang gab es nach Kreisangaben in den betroffenen Pflegeheimen 100 infizierte Bewohner, 27 davon sind bislang gestorben.