Pandemie hält die Welt in Atem

LIVE-TICKER Coronavirus - alle Infos und Entwicklungen vom 4. Mai 2020

05. Mai 2020 - 6:56 Uhr

Neue Lockerung bei Corona-Regeln

Deutschland startet mit vorsichtigen Corona-Lockerungen in die Woche. Spielplätze sollen wieder öffnen dürfen, Gottesdienste dürfen gefeiert werden und auch einem Besuch beim Friseur steht nichts mehr im Wege. Wann Schulen und Kitas einen geregelten Betrieb aufnehmen, dürfte am 6. Mai entschieden werden. Lesen sie hier nach, welches Bundesland, was und ab wann plant.

Alle Infos zum Coronavirus können sie hier nachlesen.

TVNOW-Doku: Was wir aus der Krise lernen

Welche Lehren können wir aus der bisher größten Krise der Nachkriegszeit ziehen? Wir haben mit Experten gesprochen. War der Staat zu inkonsequent? Wurden die Schulen zu schnell geschlossen? Was tun gegen den Hamsterchaos? Und was ist der tatsächliche Grund, dass tausende Urlauber auf der ganzen Welt gestrandet sind? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Was wir aus der Krise lernen".

+++ LIVE-TICKER +++

RTL NEWS empfiehlt

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23:00 Uhr - Regierungskreise - Bundesliga soll am 15. Mai starten

Bund und Länder werden am Mittwoch mit großer Wahrscheinlichkeit den Weg für Geisterspiele der Fußball-Bundesliga freimachen und auch großen Geschäften wieder die Öffnung erlauben. Darauf einigen sich die Vertreter von Bund und Ländern nach Informationen von Reuters aus Verhandlungskreisen. Höchstwahrscheinlich werde ein Start der Bundesliga zum 15. Mai möglich werden, erfuhr Reuters von mehreren mit den Verhandlungen vertrauten Personen. Gleichzeitig solle für den Amateurbereich der Sport unter freiem Himmel wieder erlaubt werden.

22:29 – Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
Weltweit 3.562.919 249.712
USA 1.172.670 68.326
Spanien 217.466 25.264
Italien 211.938 29.079
Großbritannien 191.831 28.734
Frankreich 168.969 24.864
Deutschland  165.786 6.893
Russland 145.268 1.356

In Deutschland sind laut der Johns Hopkins Universität bis Montagabend über 165.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Mindestens 6.893 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben.

Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Montag bei 0,76. Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa 7 bis 8 weitere Personen anstecken. Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 132.700 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

22:01 Uhr - Seehofer verlängert wegen Covid-19 eingeführte Grenzkontrollen

ARCHIV - 16.03.2020, Baden-Württemberg, Kehl: Am deutsch-französischen Grenzübergang in Kehl finden Grenzkontrollen statt. Die EU-Innenminister beraten sich in einer Videokonferenz unter anderem zu den in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen. Fot
Nach derzeitigem Stand könnte es mit dem 15. Mai erste Öffnungen geben.
© dpa, Uli Deck, ude jai pil

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Grenzkontrollen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg, und Dänemark bis zum 15. Mai verlängert. Auch für Flüge aus Spanien und Italien gilt die Verlängerung. So sollen die Infektionsgefahren durch das Coronavirus weiter erfolgreich eingedämmt werden, hieß es in einem Schreiben des Ministeriums am Montagabend.

Die Kontrollen waren Mitte März angeordnet worden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Menschen, die weder Deutsche noch dauerhaft hier ansässig sind, dürfen seither nur noch aus einem "triftigen Reisegrund" nach Deutschland kommen. Einreisen dürfen etwa EU-Bürger, die durch Deutschland in ihr Heimatland reisen oder Lastwagenfahrer. Die Einreise ist zudem auf bestimmte Grenzübergänge beschränkt.

Nach derzeitigem Stand könnte es mit dem 15. Mai erste Öffnungen geben. So hat sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auf eine schrittweise Öffnung der Grenze zu Dänemark ab Mitte Mai verständigt. "Wir haben heute telefoniert und miteinander verabredet, einen konkreten Fahrplan zu entwickeln, in welchen Schritten ab spätestens 15. Mai eine Öffnung der Grenze zu Dänemark erfolgen kann", sagte Günther am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

21:39 Uhr - Mecklenburg-Vorpommern will Reisen erlauben

01.05.2020, Schleswig-Holstein, Kiel: Zwei Personen sind bei Sonnenschein durch eine zusammengeknotete Schaukel während ihres Spaziergangs am Strand von Kiel-Schilksee zu sehen. Sonne und Regen wechselten sich am 1. Mai 2020 in Schleswig-Holstein ab.
Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach den Beratungen mitteilte, sollen dem Plan zufolge Hotels ab dem 18. Mai öffnen dürfen.
© dpa, Frank Molter, lop

Mecklenburg-Vorpommern will angesichts geringer Corona-Neuinfektionen schon in der Woche vor Pfingsten auch Auswärtigen wieder Urlaub an der Ostsee erlauben. Das sieht ein Stufenplan zum Neustart des Gastgewerbes im Nordosten vor, auf den sich am Montagabend in Schwerin Vertreter von Landesregierung und Gastgewerbe in der gemeinsamen Task Force Tourismus verständigten.

Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach den Beratungen mitteilte, sollen dem Plan zufolge zunächst die Gaststätten im Land vom Samstag (9. Mai) an unter strikten Hygieneauflagen für Einheimische öffnen dürfen, am 18. Mai auch Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Zum 25. Mai soll dann das seit Mitte März geltende Einreiseverbot für Touristen aus anderen Bundesländern aufgehoben werden. Damit wäre nach dem verpassten Ostergeschäft Pfingsturlaub Ende Mai an der Ostsee oder in der Mecklenburgischen Seenplatte wieder für alle Bundesbürger möglich.

20:59 Uhr - Israel hebt Reiseverbote im Inland auf

Israel hebt die Reiseverbote im Inland auf. Noch im Laufe der Woche sollen Märkte wiedereröffnen und Schulen bis Monatsende wieder regulär unterrichten. Allerdings bleiben Beschränkungen bei dem Umfang größerer Versammlungen bestehen. Die Grenzen bleiben weiterhin so gut wie geschlossenen, jeder Einreisende muss sich in Quarantäne begeben.

19:35 Uhr - Madonna gibt eine Million Dollar für Suche nach Corona-Impfstoff

Singer Madonna attends the 30th annual GLAAD awards ceremony in New York City, New York, U.S., May 4, 2019. REUTERS/Eduardo Munoz
Madonna spendet 1 Million Dollar
© REUTERS, EDUARDO MUNOZ, EM/LP

Popstar Madonna hat eine Million Dollar für die weltweite Suche nach einem Impfstoff und Medikamenten gegen das Coronavirus gespendet. Dies gab EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Montag bei einer internationalen Geberkonferenz bekannt, die insgesamt 7,4 Milliarden Euro an Zusagen von Regierungen und Organisationen brachte. Madonnas Million ist nach Angaben aus EU-Kreisen in dem Gesamtergebnis enthalten. Ziel der Organisatoren ist, vor allem die Entwicklung eines Impfstoffs zu beschleunigen und dann dafür zu sorgen, dass alle Länder weltweit ihn zu erschwinglichen Preisen bekommen können.

19:30 Uhr - Britische Mediziner rätseln über Immunität gegen Coronavirus

Studien in Großbritannien geben Rätsel über den Verlauf der Infektionen auf. Nach den Untersuchungen haben die meisten von Covid-19 genesenen Menschen zwar Antikörper entwickelt. Allerdings sei es zu früh, um zu sagen, damit seien diese Menschen immun gegen das Virus, sagt der Influenza-Experte und "Deputy Chief Medical Officer" in England, Jonathan Van-Tam. Die Frage sei noch zu klären, ob man mit den Antikörpern geschützt vor weiteren Ansteckungen sei.

19:21 Uhr - Finnland will Restaurants und Sporteinrichtungen am 1. Juni öffnen

A foodserver at the Parkshore Grill restaurant wears a protective face mask as he waits on customers Monday, May 4, 2020, in St. Petersburg, Fla. Several restaurants are reopening with a 25apacity as part of Florida Gov. Ron DeSantis' plan to stop th
Vom 1. Juni an sollen Restaurants und öffentliche Dienste wie Bibliotheken und Sporteinrichtungen wieder öffnen.
© AP, Chris O'Meara, CHO

Finnland plant weitere Lockerungen. Vom 1. Juni an sollen Restaurants und öffentliche Dienste wie Bibliotheken und Sporteinrichtungen wieder öffnen, kündigt Innenministerin Maria Ohisalo an. Auch die erlaubte Größe von Versammlungen werde dann von höchstens zehn auf maximal 50 Personen erweitert. Notwendige Reisen in Länder des Schengen-Raums würden ab dem 14. Mai wieder zugelassen. Die Notstandsregeln blieben aber in Kraft. In der vergangenen Woche hatte die Regierung beschlossen, die Schulen ab dem 13. Mai wieder zu öffnen.

19:04 Uhr - Türkei kündigt Lockerungen an

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigt erste Lockerungen an. Ab Mitternacht wird das Verbot der Reisen zwischen Städten aufgehoben. Ausgenommen sind jedoch Istanbul, Ankara und Izmir. Am kommenden Wochenende sollen Senioren und Jugendliche zeitweise ihre Heime wieder verlassen dürfen. Ab dem 11. Mai dürfen Einkaufszentren, Friseure und Bekleidungsgeschäfte öffnen. Universitäten sollen den Lehrbetrieb am 15. Juni wieder aufnehmen.

18:45 Uhr - "Mein Schiff 3" bleibt vorerst in Cuxhaven - Acht Corona-Fälle

02.05.2020, Niedersachsen, Cuxhaven: Das Kreuzfahrtschiff «Mein Schiff 3» der Reederei TUI Cruises liegt an einem Kai im Hafen. Ein Mensch an Bord Schiffes ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Schiff sei unter Quarantäne gestellt word
Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff" in Cuxhaven
© dpa, Hauke-Christian Dittrich, hcd blo

An Bord des seit Freitag unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiffes "Mein Schiff 3" sind von rund 2900 Crew-Mitgliedern bislang insgesamt acht positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Reederei Tui Cruises am Montagabend mit. Mittlerweile lägen zwei Drittel der Testergebnisse vor; die restlichen würden am Dienstag erwartet.

Bis auf weiteres werde das Schiff in Cuxhaven blieben. Dort soll am Dienstag auch das Schwesterschiff "Mein Schiff 6" mit 254 Besatzungsmitgliedern anlegen, um negativ getestete Personen von "Mein Schiff 3" aufzunehmen. Sie sollen in Isolation in Einzelkabinen untergebracht werden. 900 Besatzungsmitglieder sollen zudem am 8. und 11. Mai mit Charterflügen nach Indonesien und in die Ukraine zurückgeflogen werden können.

18:35 Uhr - Apple und Google wollen eine Corona-App pro Land unterstützen

Apple und Google wollen ihre Schnittstellen für Corona-Warn-Apps grundsätzlich für jeweils eine Anwendung pro Land verfügbar machen. Das solle dafür sorgen, dass mehr Nutzer sie installieren sowie einen Flickenteppich aus verschiedenen Apps verhindern, wie die Unternehmen am Montag erklärten. Wenn jedoch ein Land beschließt, verschiedene Apps für einzelne Regionen aufzusetzen, sei man bereit, sie dabei zu unterstützen.

Die Corona-Apps sollen helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen, wenn die Ausgehbeschränkungen gelockert werden. Sie sollen erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind - und Nutzer warnen, wenn sich später herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufgehalten hatten.

Von Google und Apple kommen die beiden relevanten Smartphone-Systeme Android und die iOS-Software für das iPhone. Sie sind damit als einzige in der Lage, die Basis für eine effiziente Einbindung der Corona-Apps in die Telefone zu schaffen.

18:19 Uhr - Globale Allianz erreicht Ziel: 7,4 Milliarden für Corona-Impfstoff

Eine globale Allianz gegen das Coronavirus hat 7,4 Milliarden Euro für die Suche nach Impfstoffen und Medikamenten gesammelt und ihr selbstgestecktes Ziel damit erreicht. "Die Welt ist vereint gegen das Coronavirus und die Welt wird gewinnen", sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Montag nach einer von der Brüsseler Behörde organisierten Geberkonferenz mit Dutzenden Ländern und Organisationen.

Ziel der Konferenz war eine Summe von 7,5 Milliarden Euro beziehungsweise 8 Milliarden Dollar zu sammeln. Umgerechnet sind genau 8,07 Milliarden Dollar zusammengekommen.

Mit einem Beitrag von einer Milliarde Euro trägt die EU-Kommission selbst einen großen Anteil dazu bei. Weitere Großspenden kommen etwa aus Deutschland (525 Millionen Euro), Frankreich (500 Millionen Euro), Großbritannien (umgerechnet 442 Millionen Euro) und Kanada (umgerechnet 780 Millionen Euro). Die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung sagte 100 Millionen Euro zu, Italien 140 Millionen Euro.

18:00 Uhr - Kretschmanns Bürstenhaarschnitt wieder ganz akkurat

Man sah es dem Regierungschef von Baden-Württemberg zuletzt deutlich an: Auch Winfried Kretschmann war wegen der Coronavirus-Schließungen lange nicht mehr beim Friseur, sein markanter Bürstenhaarschnitt saß zuletzt nicht mehr ganz so perfekt. Am Montag durften die Friseure unter strengen Auflagen wieder öffnen - und Kretschmann ließ sich bei seinem Stuttgarter Stammfriseur die Haare stutzen. Der Ministerpräsident trug dabei wie vorgeschrieben eine Maske vor dem Gesicht, wie ein Foto der Staatskanzlei belegt. Zuerst hatten die "Stuttgarter Nachrichten" darüber berichtet.

HANDOUT - 04.05.2020, Baden-Württemberg, Stuttgart: Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, lässt sich vom Friseur Giovanni Dell Aquila die Haare schneiden. Am Montag durften die Friseure erstmals na
Ministerpräsident Kretschmann lässt sich die Haare stutzen
© dpa, Staatsministerium, bwe axs

17:42 Uhr - Italien meldet wesentlich mehr Tote als in Vorjahren

Das italienische Statistikamt hat im Zuge der Corona-Pandemie von Ende Februar bis März wesentlich mehr Tote gemeldet als in den Vorjahren. Vom 20. Februar bis zum 31. März seien mehr als 90.000 Menschen gestorben - fast 38,7 Prozent mehr als durchschnittlich zu dieser Zeit in den Jahren 2015 bis 2019, teilte die nationale Statistikbehörde Istat am Montag mit. Der Corona-Ausbruch wurde in Italien am 20. Februar in der Lombardei und in Venetien entdeckt. Vor allem der stark betroffene Norden meldete erheblich mehr Tote in diesen Wochen.

17:34 Uhr - Pflegeheim in Appen meldet 14 Corona-Fälle - Eine Bewohnerin tot

In einem Seniorenheim in Appen (Kreis Pinneberg) sind elf Bewohner und drei Mitarbeiter positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das teilte der Kreis am Montag mit. Eine Bewohnerin des Heimes sei bereits am vergangenen Mittwoch im Zusammenhang mit der Viruserkrankung in einem Krankenhaus gestorben, sagte ein Kreissprecher. Die übrigen infizierten Bewohner würden in ihren Zimmern medizinisch betreut.

Das Heim in Appen ist die vierte Senioreneinrichtung im Kreis Pinneberg, in dem Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden sind. Dass es nun ein weiteres Heim im Kreis Pinneberg getroffen habe, zeige auf eindringliche Art und Weise, wie wichtig es sei, weiterhin Abstand zu halten und die Hygieneregeln zu befolgen, sagte Landrat Oliver Stolz (parteilos). Bislang gab es nach Kreisangaben in den betroffenen Pflegeheimen 100 infizierte Bewohner, 27 davon sind bislang gestorben.

17:26 Uhr - Verstöße gegen Corona-Regeln! Supermarkt geschlossen

Nach mehreren Verstößen gegen die Auflagen zur Bekämpfung des Corona-Virus hat die Rüsselsheimer Stadtpolizei einen Lebensmittelmarkt geschlossen. Die Betreiber ließen deutlich mehr Menschen in das Geschäft als erlaubt, wie die Stadt am Montag mitteilte. Zudem sei der Mindestabstand nicht beachtet und auch die Vorschrift zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung weder kontrolliert noch eingehalten worden. Der Marktleiter war demnach mehrfach auf die geltenden Bestimmungen hingewiesen worden.

Als die Stadtpolizei bei einer erneuten Kontrolle am Samstag die gleichen Verstöße festgestellt hatte, untersagte sie den Angaben zufolge den weiteren Betrieb und versiegelte die Eingänge des Ladens.

17.12 Uhr – Erste Besitzer von Zweitwohnungen in Schleswig-Holstein angereist

Nach der Corona-Lockerung in Schleswig-Holstein sind am Montag die ersten Besitzer von Zweitwohnungen angereist. Schon vor Sonnenaufgang warteten die ersten Sylt-Reisenden an der Auto-Verladerampe in Niebüll. Die Polizei zählte dort bis zum Mittag knapp hundert Zweitwohnungsbesitzer, die auf die Insel wollten.

Zweitwohnungsbesitzer reisten am Montag unter anderem auch im nordfriesischen St. Peter-Ording und in Büsum (Kreis Dithmarschen) sowie an der Ostseeküste in Fehmarn und Timmendorfer Strand zu ihren Immobilien. Der große Ansturm blieb jedoch zunächst aus, wie eine Sprecherin vom Landespolizeiamt sagte.

In Schleswig-Holstein gibt es Zehntausende Zweitwohnungen. Sie dürfen von ihren Besitzern seit Montag wieder genutzt werden, jedoch nicht zu touristischen Zwecken.

16:59 Uhr - Fátima empfängt wegen Corona keine Pilger

Traurige Nachricht für Millionen Katholiken in aller Welt: Zum ersten Mal seit mehr als 100 Jahren wird es in diesem Jahr keine Wallfahrten ins portugiesische Fátima geben. Die Entscheidung, den Pilgern wegen der Corona-Krise abzusagen, sei "schmerzhaft" gewesen, sagte der Rektor des Heiligtums, Pater Carlos Cabecinhas, am Montag in einer Videobotschaft.

16.45 Uhr – Charité ruft Schutzmasken zurück

Wegen befürchteter Mängel hat die Charité in Berlin Personal zur Rückgabe bestimmter Schutzmasken aufgerufen. "Die Charité hat FFP2-Masken am vergangenen Donnerstag zurückgerufen, da ein falsches CE-Zertifikat vorlag", teilte die Sprecherin des Universitätsklinikums, Manuela Zingl, am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Was das für die Schutzwirkung der Masken bedeutet, war zunächst offen: "Aktuell werden die besagten Masken in einem unabhängigen Labor geprüft", erklärte Zingl. Zudem prüfe die Charité eine Strafanzeige gegen den Lieferanten.

Mit dem Anbringen des CE-Zeichens dokumentieren Hersteller in eigener Verantwortung, dass ihr Produkt EU-Richtlinien erfüllt, zum Beispiel an die Sicherheit. Masken der Schutzstufe FFP2 zählen zu den Profi-Masken für den medizinischen Bereich - damit sollen Träger sich auch vor einer Ansteckung mit Sars-CoV-2 schützen können.

16.34 Uhr – Impfstoff: EU-Kommission sagt eine Milliarde Euro zu

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat eine Milliarde Euro für die gemeinsame Entwicklung und Verteilung eines Corona-Impfstoffs, wirksamer Arzneien und Tests zugesagt. Mit der Ankündigung eröffnete von der Leyen am Montag eine internationale Geberkonferenz. Diese soll insgesamt 7,5 Milliarden Euro sammeln. Ziel ist, die Entwicklung von Impfstoffen und Arzneien zu beschleunigen und diese anschließend der gesamten Menschheit zu erschwinglichen Preisen zugänglich zu machen.

Die internationale Allianz werde einen Wendepunkt im Kampf gegen die Pandemie darstellen, denn die Weltgemeinschaft ziehe hier an einem Strang, sagte von der Leyen. Auch EU-Ratspräsident Charles Michel stellte sich hinter die "Global Response" genannte Initiative. "Die Kosten des Nichtstuns wären weit größer, sowohl an Menschenleben als auch an Ressourcen", sagte Michel zum Auftakt der Geberkonferenz. "Dies sind dunkle Tage, aber es sind auch Tage, die unsere Menschlichkeit deutlich machen."

16:25 Uhr - Opel-Mutterkonzern PSA fährt Werke wieder an

In der Corona-Krise nimmt die französische Opel-Mutter PSA die Produktion in Europa schrittweise wieder auf. Erste Neustarts habe es am Montag gegeben, in Frankreich seien Wiedereröffnungen am Montag kommender Woche (11. Mai) geplant, teilte der Konzern mit den Stamm-Marken Peugeot und Citroën in Rueil-Malmaison bei Paris mit.

Die Franzosen hatten im März die Produktion in 15 Autowerken in Europa, darunter auch bei der deutschen Tochter Opel, wegen der grassierenden Covid-19-Pandemie gestoppt. PSA bereitet sich zur Zeit auf seine Mega-Fusion mit dem italienisch-amerikanischen Autokonzern Fiat Chrysler vor. Opel und seine britische Schwestermarke Vauxhall gehören seit knapp drei Jahren zu dem französischen Hersteller.

16.10 Uhr – Paar klettert mit Leiter zu Seniorin

Ein Paar hat trotz Kontaktverbotes eine Angehörige im Seniorenheim in Hattingen besucht - mit Konsequenzen für beide Seiten. Wie die Polizei im Ennepe-Ruhr-Kreis am Montag mitteilte, hatten die beiden Besucher eigens eine Leiter mitgebracht, um über einen Zaun zu klettern und so auf das Gelände des Altenheims zu gelangen. Einem Bericht der "WAZ" zufolge hatte eine Pflegerin das Fenster im Zimmer der Heimbewohnerin geöffnet. Als sie Minuten später zurückkam, standen auf der anderen Seite des Fensters zwei Personen ohne Mundschutz direkt vor dem Fenster der älteren Dame.

Die Heimleitung beobachtete das Geschehen laut Polizeisprecherin aus einiger Entfernung, rief die Ordnungshüter und erstattete Anzeige wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung und wegen Hausfriedensbruchs. Detailangaben - um wen es sich genau bei den unerlaubten Besuchern handelte und wie nah sie der Seniorin kamen - machte die Polizei zunächst nicht. Die Ermittlungen gegen die beiden laufen. Auch für die Bewohnerin hat das Ganze ein Nachspiel: Laut "WAZ" muss sie 14 Tage in Quarantäne.

15:32 Uhr - Zehn Corona-Infektionen in der 1. und 2. Bundesliga

In den 36 Klubs der 1. und 2. Bundesliga  sind bei den ersten Corona-Reihentests zehn Infektionen festgestellt worden. Das gab die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Montag bekannt. Es wurden insgesamt 1724 Tests vorgenommen. Die positiven Fälle wurden den jeweiligen Gesundheitsämtern  gemeldet. Bekannt waren bislang nur drei positive Ergebnisse beim  Bundesligisten 1. FC Köln bei den ersten Kontrollen am vergangenen  Donnerstag, bei der zweiten Testreihe am Sonntag gab es beim FC ausschließlich negative Ergebnisse. Die DFL gab nur die Ergebnisse der ersten Testung bekannt.

15:00 Uhr – Handel: Es fehlt die Kauflust

Trotz der seit diesem Montag geltenden Lockerungen für den Einzelhandel in der Corona-Krise erwartet der Geschäftsführer des Handelsverbandes Rheinland-Pfalz keinen großen Andrang. «Die Zeiten für einen Einkaufsbummel sind noch nicht da", sagte Thomas Scherer am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Menschen seien derzeit mehr zur "Bedarfsdeckung, weniger aus Freude" unterwegs. Seit die Maskenpflicht gelte, sei eine gewisse Zurückhaltung spürbar, die Kunden empfänden die Masken als einschränkend, erklärte Scherer. Bekleidungsgeschäfte seien mit am schwersten betroffen, "«es fehlt die Kauflust". Man warte jetzt auf weitere Pläne der Politik für die Gastronomie, um mit Hilfe von Restaurants und Cafés mehr Menschen in die Städte zu locken.

14:25 Uhr - Hessen kündigt Schulöffnungen für weitere Jahrgänge an

ARCHIV - 02.05.2017, Hessen, Eltville-Rauenthal: Schüler melden sich in einer Grundschule beim Unterricht. (zu dpa «Fast 500 pensionierte Lehrkräfte im Dienst») Foto: Frank Rumpenhorst/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Eine geplante Öffnung der hessischen Schulen auch für die 4. Klassen der Grundschulen ab 27. April war vom Verwaltungsgerichtshof gekippt worden.
© dpa, Frank Rumpenhorst, fru rho

Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat einen möglichen größeren Öffnungsschritt an den Schulen für spätestens übernächste Woche angekündigt. Das sagte er im ZDF-Morgenmagazin am Montag. Das Land verfolge dabei weiter die Strategie "von oben nach unten", weil ältere Schüler sich besser an die Hygiene- und Abstandsregeln halten könnten. Lorz plädierte für ein ausgewogenes Verhältnis von Präsenzunterricht und Lernen zuhause. Dabei solle es den Schulen weitestgehend selbst überlassen bleiben, wie sie das organisieren wollen. Eine Maskenpflicht an Schulen hält der Minister nach eigenen Worten für pädagogisch nicht sinnvoll. "Man kann das den Kindern auch nicht zumuten, über Stunden hinweg", sagte Lorz. "Die Masken verlieren auch irgendwann ihre Wirkung." In Hessen besuchen derzeit nur die Abschlussjahrgänge der weiterführenden Schulen den Unterricht. 

14:10 Uhr – Seibert: Merkel hat falsche Infiziertenzahl von Spahn übernommen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die beim Bund-Länder-Gipfel von ihr genannte falsche Zahl zu den Infektionszahlen von Gesundheitsminister Jens Spahn übernommen. Sie habe sich am Donnerstag an Spahns Zahl angelehnt, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert. Merkel hatte wie Spahn von 40.000 akut Infizierten gesprochen. Tatsächlich waren es damals nur rund 29.000. Spahn hat inzwischen einen Fehler eingestanden.

13:50 Uhr - Nach Corona-Lockerungen in Thailand: Tanzperformance mit Gesichtsschutz

In der thailändischen Hauptstadt Bangkok tanzen Frauen mit Gesichtsschutz.
Tanzperformance mit Gesichtsschutz in der thailändischen Hauptstadt Bangkok.
© dpa

Im Zuge von Lockerungen einiger Corona-Auflagen haben in Thailand am Sonntag Restaurants, Märkte, Parks, Sportvereine und einige Geschäfte wieder geöffnet. Gleichzeitig warnte die Regierung vor Nachlässigkeit. "Es gibt keine Maßnahmen der Regierung, die besagen, dass man unachtsam werden sollte", sagte der Oberbefehlshaber der Armee, General Pornpipat Benyasri, am Sonntag. Tänzerinnen in der thailändischen Hauptstadt Bangkok dürften mit dem Gesichtsschutz umsichtig gehandelt haben. 

13:25 Uhr - Psychotherapeuten: Welle von Erkrankungen befürchtet

Psychotherapeuten befürchten durch Versorgungsengpässe in der Corona-Krise eine Welle psychischer Erkrankungen. Psychisch Kranke, Einsame, alte Menschen, Familien und Kinder - viele seien durch die Belastungen der Corona-Maßnahmen am Ende ihrer Kräfte, teilte das Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk (DPNW) am Montag mit. Während ein größeres Behandlungsangebot notwendig sei, falle etwa die Hälfte aller Therapien bei den niedergelassenen Psychotherapeuten aus: Gruppentherapien und Einzelsitzungen seien nicht mehr möglich, und viele Patienten und Therapeuten gehörten der Risikogruppe an.

Die psychischen Folgen durch das Virus müssten genauso ernst genommen werden wie die medizinischen Herausforderungen, appellierte der Vorsitzende des Berufsverbands Dieter Adler an die Politik: «Machen sie jetzt den Weg frei für die maximale Versorgung mit psychischen Hilfsangeboten, damit wir nach der Krise nicht körperlich gesunde, aber gemütskranke Menschen in Deutschland haben.»

13:10 Uhr - Seibert: Die Strategie ist das, was zählt

Die Bundesregierung reagiert gelassen auf Sonderregelungen der Länder in der Corona-Krise. Wichtig sei die gemeinsame Strategie, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Lokal und regional könne es natürlich andere Akzente geben. Die Frage hat sich gestellt, nachdem Niedersachsen als bisher einziges Land angekündigt hat, die Gastronomie am 11. Mai zu öffnen. Bei dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch werde um die grundsätzlichen Leitlinien gehen. Themen seien dabei der Umgang mit Schulen, Kitas und Sport.

13:00 Uhr - Genehmigung für Remdesivir in Japan beantragt

Nach den USA könnte auch in Japan bald das Medikament Remdesivir des US-Pharmaunternehmens Gilead bei der Behandlung der Covid-19-Patienten eingesetzt werden. Ein entsprechender Antrag für eine Genehmigung sei am Montag eingereicht worden, sagt Ministerpräsident Shinzo Abe.

12:45 Uhr - Gastronomie in Niedersachsen soll am 11. Mai wieder anlaufen

Die Gastronomie in Niedersachsen kann einem Fünf-Stufen-Plan der Landesregierung zufolge am 11. Mai wieder anlaufen. Restaurants, Gaststätten, Cafés und Biergärten sollen mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent sowohl im Innen- als auch im Außenbereich öffnen können. Das gab Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) am Montag in Hannover bekannt. Eine weitere Öffnung der Gastronomie sei vom 25. Mai an möglich. Bars oder Diskotheken sollen dem Plan zufolge bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Endgültig beschlossen werden soll der Stufenplan für Niedersachsen nach den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch.

11:45 Uhr - Jens Spahn kündigt drei Millionen Antikörpertests im Mai an

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) informierten sich heute Vormittag im Roche-Entwicklungslabor im oberbayerischen Penzberg über den neuen serologischen Test Elecsys Anti-Sars-CoV-2.

"Es ist ein internationaler Schritt im Kampf gegen Corona", sagte Söder bei der anschließenden Pressekonferenz über den Coronavirus-Antikörpertest. Mithilfe eines führenden Testverfahrens ließen sich wichtige Erkenntnisse für den Umgang mit der Pandemie gewinnen. Spahn erklärte den Test, der in Penzberg entwickelt wurde, aufgrund seiner hohen Qualität zu einer wichtigen Wegmarke. Der Antikörpertest könne schon bald in hoher Stückzahl produziert werden. In diesem Monat wolle man allein mit drei Millionen Tests für das deutsche Gesundheitssystem starten, weitere fünf Millionen pro Monat sollen bald folgen.   

Für den Hausgebrauch ist der Test nicht ausgelegt. Es handelt sich um einen Bluttest, zu dessen Auswertung man technische Geräte benötigt. Roche hat nach eigenen Angaben eine Notfallgenehmigung der US-Gesundheitsbehörde FDA für den Test bekommen. Diese sei einem Sprecher zufolge für alle Länder gültig, die die CE-Kennzeichnung für Produkte akzeptieren. Das seien unter anderem alle Länder innerhalb der Europäischen Union. Der Test habe eine Sensitivität von 100 Prozent und eine Spezifität von 99,8 Prozent.

​Um die Produktionskapazitäten für den neuen serologischen Test Elecsys Anti-Sars-CoV-2 auszubauen, will Roche seine biochemischen Anlagen in Penzberg für rund 170 Millionen Euro ausbauen.

10:50 Uhr - Heinsberg-Studie: 1,8 Millionen Infizierte geschätzt

In Deutschland könnten sich nach Ergebnissen der sogenannten Heinsberg-Studie mittlerweile möglicherweise 1,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Dies ergebe eine Schätzung auf der Grundlage einer Modellrechnung, teilte die Universität Bonn am Montag mit. Die Forscher um den Virologen Hendrik Streeck zogen für ihre Schätzung die Dunkelziffer der Infizierten in der untersuchten Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg und die dort errechnete Sterblichkeitsrate bei einer Corona-Infektion heran. Daraus errechneten sie eine theoretische Zahl für Deutschland. Ausführliche Informationen zur Studie finden Sie hier.

10:40 Uhr – Christus-Statue in Rio mit Mundschutz

04.05.2020, Brasilien, Rio de Janeiro: Die Christus-Erlöser-Statue in Rio ist beleuchtet, als ob sie eine Mundschutzmaske tragen würde. «Die Maske rettet» ist auf Portugiesisch zu lesen. In Brasilien haben sich nach offiziellen Angaben nun mehr als 1
Leuchtender Appell von ganz oben: Tragt einen Mund-Nasen-Schutz!
© dpa, Leo Correa, LC vco

Die Christus-Erlöser-Statue in Rio ist beleuchtet, als ob sie eine Mundschutzmaske tragen würde. "Die Maske rettet" ist auf Portugiesisch auf dem Monument zu lesen und soll die Menschen anhalten, sich vor dem Coronavirus zu schützen. 

In Brasilien haben sich nach offiziellen Angaben nun mehr als 100 000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Wie das Gesundheitsministerium in Brasília am Sonntag (Ortszeit) bekanntgab, lag die Zahl der Corona-Infizierten bei 101 147. Mindestens 7025 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus bislang gestorben. Den Daten der Johns-Hopkins-Universität in den Vereinigten Staaten zufolge liegt Brasilien in absoluten Zahlen damit auf Platz neun der am schwersten betroffenen Länder weltweit. Die Dunkelziffer der Infizierten dürfte unter anderem aufgrund fehlender Tests und noch nicht ausgewerteter Laborergebnisse noch weit höher liegen. Allerdings ist Brasilien mit mehr als 200 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land in Lateinamerika.

10:15 Uhr - Vorsicht! Neue Betrugsmasche bei NRW-Soforthilfe

Das Wirtschaftsministerium NRW warnt vor einer neuen Betrugsmasche bei der Soforthilfe 2020. Betrüger versuchten per Fake-Mail Daten abzugreifen. Die E-Mail-Adresse "corona-zuschuss@nrw.de.com" und die angehängten Schreiben sind ein Fake und stammen nicht von der Landesregierung. 

10:00 Uhr – Schluss mit Kaufrausch? Experte rechnet nach Corona mit „geerdetem Konsum“

Nach der Corona-Krise werden die Menschen in Deutschland ihr Geld mehr zusammenhalten. Das prognostiziert jedenfalls Michael Jäckel, Professor für Soziologie und Präsident der Universität Trier. "Sie werden vorsichtiger werden und den Euro öfter umdrehen", sagte der Professor der Deutschen Presse-Agentur. Durch die Erfahrungen in der Krise habe sich "ein neues Knappheitsbewusstsein" entwickelt. Zudem sei einem "die Verletzlichkeit der Art und Weise, wie wir leben, wie wir wirtschaften, deutlich vor Augen geführt worden."

09:15 Uhr – Corona-Matte: Jeder Siebte griff selbst zur Schere

ARCHIV - 01.04.2020, Rheinland-Pfalz, Koblenz: Ein junger Mann schneidet sich nach Anleitung eines Online-Tutorials selber die Haare. Seit die Friseursalons wegen der Kontaktbeschränkungen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen sind, gi
Haareschneiden selbst gemacht: Jeder Siebte griff in Deutschland selbst zur Schere
© dpa, Thomas Frey, tfr bsc jai

Jeder dritte Bundesbürger will nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur schnell wieder zum Friseur. Jeder siebte Bundesbürger hat sich demnach in den zurückliegenden sechs Wochen selbst die Haare geschnitten. Welche Regeln für den Besuch beim Friseur gelten, erfahren Sie hier. 

08:50 Uhr - Nach fast zwei Monaten! Italiener dürfen wieder ins Freie

Nach fast zwei langen Monaten lockert Italien die Ausgangssperren, die zu den strengsten in Europa gehörten.
Endlich wieder raus! Nach fast zwei langen Monaten lockert Italien die Ausgangssperren, die zu den strengsten in Europa gehörten.
© dpa

Ab heute dürfen rund 60 Millionen Menschen erstmals wieder zum Sport oder Spaziergang nach draußen. Damit lockert Italien die Ausgangssperren, die zu den strengsten in Europa gehörte. Industrie und Bauwirtschaft fahren ihre Produktion wieder hoch. Allerdings bleiben die meisten Geschäfte noch zu. Restaurants und Bars dürfen nur einen Liefer- oder Take-Away-Service anbieten und bleiben bis Juni für Besuche geschlossen. Die Regierung in Rom hatte die Menschen im ganzen Land am 10. März unter Quarantäne gestellt und dann auch die nicht-lebenswichtige Produktion geschlossen.

08:30 Uhr –Sextoys: Nachfrage und Nutzungsdauer seit Lockdown signifikant erhöht

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Sextoys erfreuen sich aktuell großer Beliebtheit.

Die anhaltende Coronakrise versetzt zahlreiche Wirtschaftszweige in Existenznot. Gleichzeitig gibt es Branchen, die von Kontaktverboten und Social Distancing profitieren. So vermelden die großen Sextoyhersteller seit Wochen Umsatzrekorde. Fürs gute Gewissen gekauft und dann verstauben sie doch nur in der Ecke? Was auf viele Fitnessgeräte zutreffen mag, gilt laut einer Umfrage unter Mitgliedern der Erotik-Community JOYclub augenscheinlich nicht für Sexspielzeug. Ganze 52,7 % der Frauen und 42,1 % der Männer, die in Besitz eines Sextoys sind, geben an, dass sie dieses in den letzten Wochen signifikant häufiger benutzt haben, als dies vor Ausbruch des Virus der Fall war. 

08:15 Uhr - Entwicklungsminister fordert weltweit günstigen Corona-Impfstoff

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die internationale Gemeinschaft aufgefordert, den künftigen Impfstoff gegen das Coronavirus weltweit günstig zur Verfügung zu stellen. Vor der von der EU-Kommission initiierten Geber-Videokonferenz an diesem Montag sagte Müller der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Montag): "Egal wer den Impfstoff zuerst hat: Es muss sichergestellt sein, dass er überall auf der Welt und zu einem erschwinglichen Preis verfügbar ist. Denn Corona besiegen wir nur weltweit, sonst kommt es in Wellen zurück." Corona sei ein Weckruf für eine bessere internationale Zusammenarbeit. "Wir müssen alle Kräfte bündeln, um schnell einen Impfstoff zu entwickeln."

07:45 Uhr – Lockerung bei Kontaktsperre?

Wie "Bild" berichtet, könnten die anderen Bundesländer es schon bald Sachsen-Anhalt gleichtun und wieder Treffen von bis zu fünf Personen erlauben. Das Blatt beruft sich auf eine Telekonferenz zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten in Vorbereitung der gemeinsamen Konferenz am Mittwoch. 

07:30 Uhr - Trump glaubt an Impfstoff bis Ende des Jahres

US-Präsident Donald Trump geht davon aus, dass bis Ende des Jahres ein wirksamer Impfstoff gegen das neuartige Coronavirs SARS-CoV-2 vorliegt. Dies gibt Trump bei seiner ersten Townhall zur Corona-Krise bekannt, die von dem Sender Fox News übertragen wird. Außderdem will er Schulen und Universitäten im September wieder öffnen.

07:10 Uhr - Nordrhein-Westfalen droht bei Kita-Öffnung mit Alleingang

ARCHIV - 24.04.2019, Brandenburg, Wandlitz: Kinderrucksäcke hängen im Eingangsbereich in einem Kindergarten. Experten der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin halten eine Maskenpflicht für Kita-Kinder für «definitiv nicht umsetzbar».
Wie kann eine Rückkehr in die Kita aussehen? Ein Konzept dazu wird am Mittwoch erwartet.
© dpa, Monika Skolimowska, skm nwi fux gfh

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat bei der Kita-Öffnung in der Corona-Pandemie mit einem Alleingang gedroht, sollte Kanzlerin Angela Merkel am kommenden Mittwoch mit den Ministerpräsidenten keinen einheitlichen Kurs beschließen. "Ich möchte jetzt gerne unseren Weg gehen. Wir lassen uns nicht noch eine Woche vertrösten", sagte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) im "Morning Briefing"-Podcast (Montag) von Gabor Steingart. Zwar sollten sich Erzieher und Tagespflegepersonal in der derzeitigen Situation sicher fühlen können, aber andererseits müssten auch die Kinder möglichst zügig zurück in die Betreuung.

"Wir haben als Familienminister klare Wege aufgezeigt. Es gibt ein Konzept der schrittweisen Öffnung", sagte Stamp weiter. Dieses sehe vier Phasen vor - "von der Notbetreuung über die erweiterte Notbetreuung bis zum improvisierten Regelbetrieb und schließlich dem Regelbetrieb." Man sei nun in der zweiten Phase so weit, einen improvisierten Regelbetrieb ins Auge fassen zu können. 

07:00 – Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
USA 1.158.041 67.682
Spanien 217.466 25.264
Italien 210.717 28.884
Großbritannien 187.842 28.446
Frankreich 168.925 24.864
Deutschland 165.664 6.866
Russland 134.687 1.280
Weltweit 3.506.924 247.475

Die Zahl der Genesenen klettert in Deutschland um 5.139 auf insgesamt 126.153 an. Neuinfektionen wurden hierzulande nur 699 gezählt. 54 neue Todesfälle wurden gemeldet. Damit liegt die Zahl nun bei 6.866. Weltweit haben sich inzwischen mehr als 3,5 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Davon sollen nach Angaben der Johns Hopkins Universität mehr als 1,1 Millionen wieder genesen sein. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle beträgt weltweit 247.475.

* Quelle: Johns Hopkins Universität

06:45 Uhr - Chinesische Medien: USA "blufft" in Bezug auf Labor in Wuhan als Virusursprung

Ein Leitartikel der staatlichen Zeitung "China Global Times" verurteilt die Vorwürfe der USA, das neuartige Coronavirus stammt aus einem Labor in Wuhan. "Die Trump-Regierung führt weiterhin einen beispiellosen Propagandakrieg, während sie versucht, die weltweiten Bemühungen im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie zu behindern", heißt es in dem Leitartikel am Montag. Pompeo habe keine Beweise dafür, dass das Virus seinen Ursprung in dem Labor in Wuhan habe und dass er "bluffte". Die Vereinigten Staaten werden in dem Artikel aufgefordert, entsprechende Beweise offen zu legen. Die Tageszeitung unter der Schirmherrschaft der Kommunistischen Partei Chinas reagierte damit auf ein ein Interview des US-Außenministers Mike Pompeo vom Sonntag, in dem dieser erklärte, es gebe eine Menge Hinweise darauf, SARS-CoV-19 sei aus einem chinesischen Labor in der Hauptstadt der Provinz Hubei. Die besten Experten würden glauben, der Erreger sei menschengemacht, so Pompeo in dem Interview.

06:30 Uhr – Japan: Gärtnern mit Kindern während Corona-Notstand beliebt

Gemüse statt Gameboy: Mit den eigenen Kindern Gurken oder Tomaten zu Hause anzubauen, wird für manche Großstadt-Japaner zum beliebten Zeitvertreib während des Corona-Notstands, wie der japanische Fernsehsender NHK am Montag berichtete. So verzeichne eine auf Saatgut spezialisierte Firma in der Millionen-Haupstadt Tokio einen deutlichen Anstieg an Kunden, die zusammen mit ihren kleinen Kindern zu Hause in Pflanzkästen Gemüse anbauen wollten. Und dazu haben sie auch noch einige Zeit, bevor die Alltagshektik wieder einsetzt: Regierungschef Shinzo Abe will den Notstand bis zum 31. Mai verlängern. Bis dahin sollen die Bürger möglichst zu Hause bleiben.

Alle Meldungen vom 3. Mai 2020

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