Ein Virus hält die Welt in Atem

Chronologie Coronavirus - alle Infos und Entwicklungen

07. April 2020 - 6:11 Uhr

Kampf gegen das Coronavirus

+++ Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus lesen Sie im Liveticker bei RTL.de +++

Mehr als hunderttausend Menschen sind in Deutschland inzwischen mit dem Virus infiziert. Krankenhäuser bereiten sich auf das Schlimmste vor. Wie lange aber wird der Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 dauern? Hier finden Sie die radikalen Maßnahmen der Bundesländer und hier alles von A bis Z, was Sie über das Coronavirus wissen müssen.​ 

TVNOW-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Wie besiegen wir Corona? Sehen Sie dazu die spannende TVNOW-Doku: "Stunde Null - Wettlauf mit dem Corona-Virus" (Teil 2)

+++Ab hier lesen Sie die Meldungen vom 6, April+++

23:40 Uhr - Merkel wünscht Premier Johnson viel Kraft

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem an der Lungenkrankheit Covid-19 leidenden britischen Premierminister Boris Johnson viel Kraft und gute Besserung gewünscht. Sie hoffe, dass Johnson das Krankenhaus bald wieder verlassen könne, schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter. Der Gesundheitszustand des 55-Jährigen hatte sich am Montag derart verschlechtert, dass er auf eine Intensivstation gebracht werden musste. Über den genauen Zustand des britischen Regierungschefs wurde offiziell nichts mitgeteilt.

Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron wünschten Johnson via Twitter eine schnelle Genesung. Johnson habe Außenminister Dominic Raab damit beauftragt, ihn zu vertreten, wo es notwendig sei, hieß es in einer offiziellen Mitteilung der Downing Street.

Der Premier hatte seine Infektion mit dem neuartigen Erreger bereits am 27. März öffentlich gemacht. Am Sonntag war er dann zu Untersuchungen in das St. Thomas' Hospital gebracht worden und einen Tag später auf die Intensivstation verlegt worden.

23:22 Uhr - Bundesregierung zahlt Firmen Umstieg auf Produktion von Schutzmasken-Vlies

Die Bundesregierung wird Firmen teilweise den Umstieg auf die Produktion dringend benötigter Schutzmasken bezahlen. Das geht aus einem Reuters vorliegenden Beschluss des Corona-Kabinetts am Montag hervor. "Unternehmen, die bis zum 30. Juni 2020 einen Antrag auf einen Zuschuss zum Ausbau der Vliesproduktion im sogenannten Meltblown-Verfahren in Deutschland stellen, erhalten für entsprechende Investitionen ... einen Zuschuss von 30 Prozent auf die Investitionskosten für entsprechende Produktionsanlagen", heißt es in dem Beschluss. Die maximale Förderung pro Anlage wird auf zehn Millionen Euro begrenzt. Voraussetzung ist, dass die Produktion mit der geförderten Anlage noch 2020 beginnt und das Vlies bis Ende 2023 ausschließlich an Firmen verkauft wird, die medizinische Schutzmasken in Deutschland oder der EU produzieren. Das Wirtschaftsministerium will dafür zunächst 40 Millionen Euro bereitstellen. Man rechne mit drei bis vier Monaten bis zum Beginn der Produktion, heißt es weiter.

22:45 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Todesfälle
Deutschland 101.806  1.680
USA 356.942  10.524
Spanien 135.032  13.169
Italien 132.547  16.523
Frankreich 98.957  8.926
China 82.665  3.335
Iran 60.500  3.739
Großbritannien 52.274  5.383
Türkei 30.217  649
Schweiz 21.657  765
Gesamt 1.331.032  73.917

Wir verwenden für diese Tabelle die Zahlen der Johns Hopkins University. Es existieren jedoch unterschiedliche Zählweisen. Warum sich die Fallzahlen in den Medien teilweise unterscheiden, haben wir hier erklärt.

22:20 Uhr - Mundschutz wegen Corona: Welche Maske schützt wen?

In Österreich ist es in den Supermärkten mittlerweile Pflicht und auch in Deutschland ist die Nachfrage nach Atemschutzmasken groß. Derzeit kursieren viele Informationen, ob solche Schutzmasken sinnvoll sind oder nicht. Wir beantworten Ihnen hier, welchen Schutz Ihnen eine Maske bietet, wer Atemschutzmasken jetzt wirklich braucht und welche Maske für Sie am geeignetsten ist. Außerdem erklären Gesundheitsminister Jens Spahn und Virologe Hendrik Streeck im Video, mit welcher Maske man sich selbst und mit welcher seine Mitmenschen schützt.

21:15 Uhr - Premierminister Johnson auf die Intensivstation verlegt

Der an Covid-19 erkrankte britische Premierminister Boris Johnson ist wegen einer Verschlechterung seines Gesundheitszustandes auf die Intensivstation verlegt worden. Der Schritt sei auf Anraten seiner Ärzte erfolgt, hieß es in einer Erklärung am Montagabend. Außenminister Dominic Raab sei gebeten worden, wo nötig die Amtsgeschäfte zu übernehmen. Johnson war am Sonntagabend wegen seiner Coronavirus-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert worden. Noch am Montagvormittag hieß es, der 55-jährige Premier werde sich Routinetests unterziehen. Er zeige auch zehn Tage nach seinem positiven Corona-Test hartnäckige Symptome. Im Video schätzt RTL-Reporterin Katharina Delling die Lage ein.

21:01 Uhr - Söder: Bestimmte Anti-Corona-Maßnahmen sicher noch für längere Zeit

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat angesichts der Ausbreitung des Coronavirus noch länger andauernde Beschränkungen etwa in der Gastronomie in Aussicht gestellt. Zudem stimmte er die Menschen darauf ein, dass das Tragen von Masken in Zukunft immer mehr ausgeweitet werden dürfte.

"Wir müssen die Menschen auf ein Leben mit der Pandemie vorbereiten. Dazu gehört natürlich das verstärkte Tragen von Masken dazu", sagte der CSU-Vorsitzende in der ARD. Und er fügte hinzu: "Da gehört auch dazu, dass Ausgangsbeschränkungen oder Kontaktsperren in bestimmten Bereichen wie der Gastronomie sicher noch länger erhalten bleiben." Aber es könne auch "Lichtblicke" geben, wo man sich weiterentwickeln könne. Dieser Weg müsse "in sich schlüssig" sein. Wie dieser Weg aussehen könnte, darüber wollten die Ministerpräsidenten kommende Woche mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten, betonte Söder.

20:20 Uhr - Auch Dänemark lockert erste Corona-Maßnahmen

Nach Österreich und Tschechien hat auch Dänemark eine erste Lockerung seiner in der Corona-Krise ergriffenen Maßnahmen angekündigt. In einem ersten Schritt sollten Kinderkrippen, Kindergärten sowie die unteren sechs Jahrgangsstufen von Schulen am 15. April wieder geöffnet werden, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Montagabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen. Es handele sich um "die erste vorsichtige Phase der Öffnung", sagte sie. Die Dänen sollten sich jedoch darauf gefasst machen, dass sie noch über Monate wegen der Corona-Pandemie mit Einschränkungen leben müssten. So bleiben große Zusammenkünfte bis August verboten.

20:15 Uhr - In Wuhan normalisiert sich die Lage

Mehr als zweieinhalb Monate nach der Abriegelung der chinesischen Metropole Wuhan im Kampf gegen das neue Coronavirus werden die letzten Beschränkungen der Bewegungsfreiheit für die elf Millionen Bewohner aufgehoben. In der schwer betroffenen Metropole, wo die Pandemie im Dezember ihren Ausgang genommen hatte, wird ab Mitternacht Ortszeit (Dienstag 18:00 MESZ) der Verkehr normalisiert.

Auch wird der Flugverkehr am Mittwoch wieder aufgenommen. Autos dürfen die Stadt wieder verlassen und die Menschen mit dem Zug reisen - vorausgesetzt, sie sind gesund und hatten jüngst keinen Kontakt zu Infizierten. Die Öffnung der Stadt ist für China ein wichtiges Signal, das Schlimmste überwunden zu haben. Britische Forscher befürchten jedoch, dass es aufgrund der Lockerungen zu einer zweiten Infektonswelle kommen könnte. 

Von den mehr als 80 000 offiziell gemeldeten Infektionen in China waren 50.000 allein in Wuhan. Ähnlich waren von den landesweit mehr als 3.300 aufgelisteten Toten mehr als 2.500 allein in der Metropole zu beklagen. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass bei weitem nicht alle Fälle mitgezählt wurden.

A resident wearing a face mask walks past statue symbolising Xinhai Revolution, a revolution that toppled China's last emperor in 1911, in Wuhan, Hubei province, the epicentre of China's coronavirus disease (COVID-19) outbreak, April 6, 2020. REUTERS
In Wuhan, wo die Pandemie ihren Ausgang genommen hatte, kehre die Menschen langsam wider zur Normalität zurück.
© REUTERS, ALY SONG, AS/JAS

20:00 Uhr - Mehr als 10.000 Coronavirus-Tote in den USA

In den USA sind inzwischen mehr als 10.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl der bekannten Infektionen stieg bis Montagnachmittag (Ortszeit) auf rund 350 000, deutlich mehr als in jedem anderen Land der Welt. Das geht aus Daten der amerikanischen Universität Johns Hopkins hervor.

Der oberste Gesundheitsbeamte in den USA, Jerome Adams, hatte die Amerikaner bereits am Wochenende auf einen Anstieg der Todeszahlen eingestimmt. "Dies wird die härteste und traurigste Woche im Leben der meisten Amerikaner sein", sagte Adams dem Sender Fox News. "Dies wird unser Pearl Harbor-Moment sein, unser 9/11-Moment - nur wird es nicht begrenzt auf einzelne Orte, sondern im ganzen Land passieren."

Im Video schildert RTL-Reporterin Hanna Klouth, wie sie die dramatische Lage in den USA erlebt.

19:46 Uhr - Große Unterstützung für Schutzmaßnahmen

Um die Ausbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen, gelten bis zum 19. April überall in Deutschland Maßnahmen wie beispielsweise Ausgangsbeschränkungen. Und dieses Vorgehen wird von einer breiten Mehrheit der Deutschen nach wie vor unterstützt: Neun von zehn Deutschen befürworten sie. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Blitzumfrage im Auftrag von RTL/ntv. Wie groß das Vertrauen der Deutschen in das Gesundheitssystem ist und weitere Ergebnisse der Umfrage, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

19:46 Uhr - Lady Gaga kündigt Benefizkonzert mit anderen Stars zugunsten der WHO an

Die Pop-Sängerin Lady Gaga kündigt für den 18. April ein im Fernsehen und Internet übertragenes Benefizkonzert zugunsten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an. Auftreten sollen bei "One World: Together at Home" unter anderem Paul McCartney, Billie Eilish, Alanis Morissette, Elton John und Stevie Wonder. Die Organisatoren hätten bereits 35 Millionen Dollar an Spenden eingesammelt.

19:38 Uhr - Drei Corona-Tote und 47 Infizierte in Hamburger Pflegeheim

In einem stark vom Coronavirus betroffenen Pflegeheim in Hamburg sind in der vergangenen Woche drei Bewohner im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. "Den Zusammenhang können wir bestätigen", sagte ein Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde am Montag. Die Bewohner hätten teils unter erheblichen Vorerkrankungen gelitten.

Nach Angaben der Behörde haben sich in der Einrichtung im Stadtteil Wellingsbüttel mittlerweile 47 Menschen mit dem Coronavirus infiziert: 38 Bewohner sowie neun Pflegekräfte. Die negativ auf Covid-19 getesteten Bewohner des betroffenen Wohnbereichs, insgesamt 19 Senioren, wurden laut Behörde in eine andere Pflegeeinrichtung verlegt, um weitere Infektionen zu verhindern.

19:30 Uhr - Bürgermeister von Stadt im Elsass in Bonn an Covid-19 gestorben

Der Bürgermeister der elsässischen Stadt Saint-Louis, Jean-Marie Zoellé, ist in Folge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das bestätigte die Stadt auf Twitter. Die Zeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace" berichtete unter Berufung auf die Familie Zoellés, der 75-Jährige sei in einer Klinik in Bonn gestorben. Der Bürgermeister war demnach Ende März aus einem Krankenhaus in Mülhausen (Mulhouse) im Département Haut-Rhin zur Behandlung nach Deutschland gebracht worden.

Zoellé war bei der ersten Runde der Kommunalwahlen in Frankreich am 15. März erneut zum Bürgermeister der Stadt mit rund 21 000 Einwohnern an der Grenze zu Baden-Württemberg und der Schweiz gewählt worden. Damals kritisierte Zoellé, dass die Wahl trotz des Gesundheitsrisikos durch das Coronavirus stattfand, wie die Zeitung berichtete.

Das Elsass und das gesamte Département Haut-Rhin gilt als ein Brennpunkt der Coronavirus-Pandemie in Frankreich.

19:21 Uhr - Zahl der Fälle in der Türkei steigt auf über 30.000

In der Türkei sind 3.148 weitere Infektionen und damit insgesamt 30.217 bekannt. Die Zahl der Toten steigt um 75 auf 649. Das hat der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca auf Twitter bekannt gegeben.

19:00 Uhr - Gouverneur von New York sieht Höhepunkt der Krise erreicht

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo sieht für den besonders heftig vom Coronavirus getroffenen Bundesstaat Licht am Ende des Tunnels. Zwar sei die Zahl der in der Pandemie gestorbenen in New York im Vergleich zum Vortag um 599 auf 4758 gestiegen, dies liege jedoch im Bereich der Vortage, sagte Cuomo am Montag auf seiner täglichen Pressekonferenz. Zudem sei die Zahl der neu in die Krankenhäuser Eingelieferten deutlich zurückgegangen, genauso wie die Zahl der Intubierten. Die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten liege nun bei mehr als 130 000.

Cuomo warnte die New Yorker aber davor, nun nachlässig zu werden und das Virus zu unterschätzen. «Es ist nicht die Zeit, um Frisbee mit Deinem Freund im Park zu spielen». Die Schließung aller nicht «lebenswichtigen» Geschäfte und Schulen ließ Cuomo bis Ende April verlängern.

18:15 Uhr - Missgeschick im Fernsehen: Tochter von britischer Politikerin spaziert ins TV-Interview

Eltern, die wegen der Coronavirus-Krise von Zuhause arbeiten, haben sich mittlerweile wohl ans tägliche Auftauchen ihrer Kinder am heimischen Arbeitsplatz gewöhnt. In Großbritannien sorgte die Tochter von Anneliese Dodds, die dem Schattenkabinett des neuen Labour-Chefs Keir Starmer angehört, am Montag bei Fernsehzuschauern für eine niedliche Überraschung.

Während die Finanzexpertin dem Sender Sky News ein Interview gab, platzte ihre dreijährige Tochter Isabella herein und gesellte sich ganz selbstverständlich dazu. Die 42-Jährige ließ sich zunächst nichts anmerken, bis Sky-Moderatorin Kay Burley sie schließlich auf den kleinen "Studiogast ansprach - und beide darüber lachten.

Eine ähnliche Szene hatte 2017 beim Sender BBC die Zuschauer amüsiert und war im Internet ein viraler Hit geworden. Während eines Interviews mit Professor Robert Kelly in Südkorea marschierte dessen kleine Tochter Marion gut gelaunt ins Zimmer, dicht gefolgt von seinem Sohn James. Sekunden später eilte Kellys Frau herein, um die beiden Kinder unter Protest wieder einzusammeln. Kelly war sichtbar peinlich berührt, Zuschauer freuten sich.

Vergangene Woche war Kelly wieder im BBC-Interview zu Gast, diesmal von vornherein mit seiner Familie. Die Isolation zuhause bezeichnete er als "wirklich, wirklich har"» für die Kinder.

18:04 Uhr - Festnahme in Spanien: Mann soll zwei Millionen Schutzmasken gestohlen haben

Ein Mann ist in Spanien wegen des Diebstahls von zwei Millionen Masken und weiterem Schutzmaterial im Gesamtwert von fünf Millionen Euro festgenommen worden. Der Unternehmer werde beschuldigt, die Güter aus einer Lagerhalle in Santiago de Compostela im Nordwesten des Landes entwendet und im Nachbarland Portugal verkauft zu haben, teilte die Polizei der Region Galizien am Montag mit. Der Mann sei dem Richter vorgeführt und anschließend unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden.

Der Verdächtige sei in der Nähe der Lagerhalle von Zeugen gesehen und auch von Überwachungskameras gefilmt worden, zitierte die Regionalzeitung "La Voz de Galicia" einen Polizeisprecher. Bei dem Einbruch seien die Atemschutzmasken vom Typ FFP2, Handschuhe, Schutzkleidung, Desinfektionsmittel und weitere Produkte aus den Originalverpackungen entnommen worden, um zu verhindern, dass die Herkunft der Ware später zurückverfolgt werden könne.

Wie vielerorts herrscht seit Wochen auch in Spanien und Portugal wegen der Corona-Pandemie ein großer Mangel an Masken, Handschuhen und Schutzkleidung. Auch das medizinische Personal verfügt zum Teil nicht über genügend Schutzausrüstung.

17:35 Uhr - Rheinland-Pfalz: Eiscafés müssen Strafe zahlen

Weil sie trotz der geltenden Corona-Auflagen Eis im Straßenverkauf angeboten haben, müssen die Besitzer zweier Cafés in Speyer nun ein Bußgeld von 4000 Euro zahlen. Als der kommunale Vollzugsdienst am Sonntag darauf aufmerksam geworden sei, hätten sich schon lange Warteschlangen an den Cafés in der Innenstadt gebildet gehabt, teilte die Stadtverwaltung Speyer am Montag mit.

"Ich appelliere noch einmal eindringlich an die Gastronomen und Eiscafés, aber auch an die Bürgerinnen und Bürger, sich an die Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes zu halten", sagte Speyers Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD). "In Zeiten von Versammlungs- und Kontaktsperre kann und darf es nicht sein, dass sich an Eisverkaufsständen unkontrolliert lange Warteschlangen bilden." Die Ordnungsbehörde werde nicht nachlassen, intensiv zu kontrollieren und bei Verstößen Bußgelder zu verhängen.

17:15 Uhr - Norwegen hat nach eigenen Angaben die Epidemie unter Kontrolle gebracht

Norwegen hat nach Regierungsangaben die Epidemie unter Kontrolle gebracht. Statistisch gesehen übertrage ein Infizierter das Virus inzwischen an 0,7 andere Personen, sagt Gesundheitsminister Bent Höie. Die Regierung hat sich das Ziel gesetzt, diese Zahl auf unter 1,0 zu drücken. Am Mittwoch will sie entscheiden, ob die laufenden Beschränkungen über Mitte April hinaus verlängert werden.

17:00 Uhr - Thailand verhängt Stopp für internationale Flüge in das Land

Thailand ist ein beliebtes Reiseziel der Deutschen, jetzt hat das Land wegen der Corona-Krise einen Stopp für internationale Passagierflüge verhängt. Der bislang kurzfristige Bann wird bis zum 18. April verlängert, wie die Flugbehörde mitteilte. Ausnahmen gelten für Fracht-, Hilfs- und Militärflüge, aber auch für Rückholaktionen. Inlandsflüge sind weiter gestattet, aber viele Fluggesellschaften haben ihren Betrieb eingestellt. In Thailand gilt seit dem 26. März der Ausnahmezustand. Bisher wurden dort nach Angaben des Gesundheitsministeriums 2220 Coronavirus-Fälle verzeichnet, 51 Menschen starben.

Im Rahmen des weltweiten Rückholprogramms des Auswärtigen Amtes werden derzeit Deutsche mit Sonderflügen aus Thailand nach Hause gebracht. Nach Angaben der deutschen Botschaft startet am Donnerstag der letzte Condor-Sonderflug von Bangkok nach Frankfurt.

16:58 Uhr - Pep Guardiolas Mutter stirbt nach Coronavirus-Erkrankung

Der spanische Fußball-Startrainer Pep Guardiola trauert um seine Mutter, sie ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das verkündete Guardiolas Verein, der Premier-League-Club Manchester City, auf Twitter. Dolors Sala Carrió sei in Manresa in der Nähe von Barcelona im Alter von 82 Jahren gestorben, teilte Man City mit.

"Alle, die mit dem Club in Verbindung stehen, senden Pep, seiner Familie und all seinen Freunden in dieser äußerst schmerzlichen Zeit ihr tief empfundenes Mitgefühl", hieß es in der Mitteilung.

16:46 Uhr - Merkel nennt kein Datum für Beginn von Lockerung

Zu einem Ausstieg aus dem Shutdown sagt Merkel, natürlich denke die Bundesregierung "intensiv" darüber nach, wie die Ausgehbeschränkungen schrittweise gelockert werden könnten. Es sei aber nicht angebracht, jetzt schon einen Zeitpunkt dafür zu nennen. Der Schutz der Gesundheit werde aber auf jeden Fall im Vordergrund stehen. Der Ausstieg aus den Auflagen werde mit Sicherheit schrittweise erfolgen.

Ausdrücklich hat sich Merkel auf ihrer Presskonferenz bei der Bevölkerung für die Einhaltung der Kontaktsperren bedankt. Ihren Dank können Sie sich im Video anschauen.

16:34 Uhr - Merkel: Brauchen mehr Souveränität bei Produktion von Schutzausrüstung

Bundeskanzlerin Angela Merkel betont zu Beginn ihrer Pressekonferenz, Deutschland und Europa müssten eigene Fähigkeiten zur Produktion von Schutzausrüstungen aufbauen. "Wir müssen hart arbeiten", damit das medizinische Personal mit den erforderlichen Produkten ausgestattet werden könne, sagt Merkel im Kanzleramt. Weiteres zur Pressekonferenz der Kanzlerin lesen Sie hier.

16:24 Uhr - 39-Jähriger für Millionen-Betrug mit Mundschutz-Masken festgenommen

Unter dem Verdacht des Millionen-Betruges mit Mundschutz-Masken und desinfizierendem Handgel ist ein 39 Jahre alter Mann nach Angaben von Europol in Singapur festgenommen worden. Der Mann soll eine Firma um rund sieben Millionen Euro betrogen haben, wie die europäische Polizeibehörde am Montag in Den Haag mitteilte. Europol hatte die Polizei von Singapur eingeschaltet; die nahm den Mann fest.

Der Verdächtige soll die Identität einer echten Firma missbraucht und unter deren Email-Adresse medizinische Hilfsmittel im Kampf gegen das Coronavirus angeboten haben. Ein europäisches Pharmaunternehmen hatte nach Angaben von Europol Mundschutz-Masken im Wert von fast sieben Millionen Euro bestellt und auch bezahlt. Doch sobald das Geld auf ein Konto in Singapur überwiesen worden war, sei der Mann abgetaucht. Die Masken waren nie angekommen.

Die europäische Polizeibehörde hat eine Zunahme von Verbrechen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie registriert. Kriminelle nutzen demnach die Krise und die Ängste der Menschen aus.

16:13 - Tschechisches Fernsehen dreht Coronavirus-Sitcom

Ist die Corona-Krise wirklich zum Lachen? Das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Tschechien macht die Coronavirus-Pandemie tatsächlich zum Thema einer Sitcom. Die Dreharbeiten für die neue Serie mit dem Titel "Die Liebe in Zeiten von Corona" sollen bereits in einer Woche beginnen, wie eine Sprecherin des Senders CT am Montag mitteilte. Man habe sich entschlossen, gegen die derzeitige belastende Situation mit Humor anzukämpfen.

Die Fernsehzuschauer sind aufgerufen, ihre eigenen Erfahrungen mit den seit drei Wochen geltenden, drastischen Ausgangsbeschränkungen in Tschechien einzubringen. Dafür haben die Macher eine Internetseite eingerichtet. Ein festes Drehbuch gebe es bisher nur für den ersten Teil, sagte Produzent Tomas Baldynsky.

16:00 Uhr - Prinz Charles und Camilla nach Isolation wieder vereint

ARCHIV - 09.03.2020, Großbritannien, London: Der britische Prinz Charles, Prinz von Wales und seine Frau Camilla, Herzogin von Cornwall, nehmen am Commonwealth-Tag am Empfangs im Marlborough House teil. (zu dpa "Prinz Charles und Camilla nach Isolati
Prinz Charles und Herzogin Camilla
© dpa, Aaron Chown, ihe sab

Wenige Tage vor ihrem 15. Hochzeitstag sind der britische Thronfolger Prinz Charles und Herzogin Camilla wieder vereint. Charles (71) hatte vor einer Woche eine Corona-Infektion mit milden Symptomen überstanden. Camilla (72) musste heute vorsichtshalber 14 Tage in Selbstisolation, um ganz sicher zu gehen, dass sie nicht infiziert ist. Die beiden halten sich zwar im schottischen Landsitz Birkhall in der Grafschaft Aberdeenshire auf, sie waren die letzte Zeit aber dort voneinander getrennt. Am Donnerstag haben die beiden ihren 15. Hochzeitstag.

15:50 Uhr - 1.500 Euro als Sonderprämie für Pflegekräfte

Wegen ihrer besonderen Belastung in der Corona-Krise sollen Pflegekräfte eine Sonderprämie von 1500 Euro bekommen. Nach eigenen Angaben hat sich die Gewerkschaft Verdi darauf mit der Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) geeinigt. Geplant sei, dass Vollzeit-Beschäftigte in der stationären Langzeitpflege und der ambulanten Pflege die Prämie mit dem Juli-Gehalt erhalten, Teilzeitbeschäftigte einen Anteil entsprechend ihrer tatsächlich geleisteten Stunden. Auszubildende sollen eine Prämie von 900 Euro erhalten.

15:27 Uhr - Aktuelle Zahlen: Spanien mit den meisten Fällen in Europa

LAND INFIZIERTE TODESFÄLLE
USA    337.933       9.653
Spanien    135.032     13.055
Italien    128.948     15.887
Deutschland    100.132       1.584
Frankreich      93.780       8.093
Großbritanien      48.451       4.943
Weltweit 1.288.372     70.482

15:20 Uhr - Tschechien erwägt Lockerung von Maßnahmen

Die tschechische Regierung erwägt eine Lockerung ihrer Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Wenn das Wachstum der Neu-Infektionen in den kommenden Tagen weiter abflache, könnten ab Donnerstag einige Geschäfte wieder öffnen und einige Aktivitäten im Freien wieder zugelassen werden, sagt Gesundheitsminister Adam Vojtech. Denkbar wäre dies bei Baumärkten und Schreibwarenläden sowie bei Sportarten wie Tennis. Tschechien gehört zu den europäischen Ländern, die wegen des Virus-Ausbruchs besonders früh besonders strenge Maßnahmen ergriffen haben.

15:19 Uhr - Gericht entscheidet: Besuchsbeschränkungen in Pflegeheimen sind rechtens

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat die Besuchsbeschränkungen in Pflegeheimen bestätigt. Der Antrag einer Brandenburgerin auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die Regelung sei als unbegründet zurückgewiesen worden, teilt das Gericht mit. Die Maßnahme sei vom Infektionsschutzgesetz gedeckt und mit dem Grundgesetz vereinbar. Der Gerichtsbeschluss ist nicht anfechtbar.

15:15 Uhr - Kinder dürfen getrennt lebende Eltern trotz Corona-Auflagen besuchen

Kinder von getrennt lebenden Eltern dürfen ihre Väter oder Mütter trotz der Corona-Auflagen jederzeit besuchen. Das gelte umgekehrt auch für die Eltern selbst, teilte die Hamburger Sozialbehörde am Montag mit. "Eine Beschränkung des Umgangsrechtes wäre unzulässig. Auch über Bundesländergrenzen hinweg muss deswegen klar sein, dass Einreisebeschränkungen in diesen Fällen nicht greifen", erklärte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD). Die geltenden Kontaktbeschränkungen dürften nicht dazu führen, "dass Eltern-Kind-Beziehungen unterbrochen werden - auch wenn es gilt, Abstand zu halten und Kontakte zu reduzieren".

14:30 Uhr - Weil sieht Markt für deutsche Schutzmasken

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil rechnet mit einem sicheren Absatzmarkt für in Deutschland produzierte Schutzmasken auch nach der Corona-Krise. In diesen Tagen lerne man, dass man sich nicht darauf verlassen könne, alles im Ausland zu kaufen, sagte der SPD-Politiker am Montag beim Besuch des Automobilzulieferers Zender in Osnabrück, der inzwischen zertifizierte Schutzmasken herstellt.

"Ich bin der Firma Zender absolut dankbar, wie schnell man es geschafft hat, die Produktion umzustellen", sagte Weil. Schon derzeit sei eine Produktion von bis zu 60 000 Masken am Tag möglich, künftig könnten es 100 000 pro Tag werden. Er sei davon überzeugt, dass nach der Corona-Krise das Tragen von Masken hier ebenso üblich werde wie in Asien.

14:00 Uhr - NRW-Ministerpräsident Laschet postet Video

Hier freut Laschet sich über die Entscheidung des Bundes, die Grenzen zu den Niederlanden und zu Belgien nicht zu schließen.

13:50 Uhr - Weltweit bereits mehr als 70 000 Coronavirus-Tote

Weltweit sind US-Experten zufolge bereits mehr als 70 000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 stieg bis Montagmorgen (Ortszeit) weltweit auf rund 1,3 Millionen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins hervorging. In Italien starben demnach rund 16 000 Corona-Infizierte, in Spanien mehr als 13 000, in den USA knapp 10 000 und in Frankreich mehr als 8000.

​Den höchsten Anteil an Corona-Toten relativ zur Bevölkerungszahl verzeichneten bislang Spanien und Italien. In beiden Ländern starben etwa 27 Menschen pro 100 000 Einwohner an dem Virus. In Deutschland waren es dagegen 1,9 Todesfälle pro 100 000 Einwohner, in China 0,24.

13:25 Uhr - Noch kein Exit-Stichtag

Wie lassen sich der Gesundheitsschutz und die notwendigen Prozesse, das öffentliche Leben wieder in Ganz zu bringen, unter einen Hut bringen? Diese Frage treibt die Bundesregierung derzeit wie keine andere um. Dennoch betonte Regierungssprecher Steffen Seibert, dass man zum jetzigen Zeitpunkt keinen Exit-Stichtag nennen könne, auch um keine falschen Hoffnungen zu wecken. "Es ist nicht sinnvoll hier über einzelne Schritte eines solchen Prozesses zu sprechen", so Seibert in der heutigen Bundespressekonferenz.

Seibert erklärte dabei auch, dass die heimische Produktion von Schutzmasken heute ganz oben auf der Agenda des Treffens der Bundeskanzlerin mit den Ministern gestanden habe. Die Regierung wolle Firmen helfen, die in der Krise ihre Produktion umstellten und jetzt medizinische Schutzausrüstung herstellten. Dafür müssten aber auch wichtige Vorprodukte verfügbar sein. Der Bedarf für Mundschutzmasken werde wohl noch über einen längeren Zeitraum bestehen.

12:00 Uhr - Zwei Wochen Quarantäne bei Rückkehr nach Deutschland

Deutsche, EU-Bürger oder langjährig in Deutschland wohnhafte Personen, die nach mehrtägigem Auslandsaufenthalt in die Bundesrepublik zurückkehren, sollen künftig zwei Wochen in Quarantäne. Das empfahl das sogenannte Corona-Krisenkabinett nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Montag den Bundesländern.

Reisende dürfen wegen der Corona-Pandemie nur noch aus einem "triftigen Reisegrund" nach Deutschland kommen. Grundsätzlich sind demnach Einreisen aus Drittstaaten nur noch in ausgewählten Fällen zulässig, die Reisenden werden an den deutschen Schengen Außengrenzen kontrolliert. Über EU-Bürger oder langjährig in Deutschland lebende Personen hinaus gebe es Ausnahmen für medizinisches Personal, Pendler, Diplomaten und  weitere Personengruppen.

11:15 Uhr - Österreich will ab 14. April die Anti-Corona-Maßnahmen lockern

Österreich will ab dem 14. April schrittweise die Ausgangsbeschränkungen lockern, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien mitteilt. Dann sollen Geschäfte mit einer Fläche bis zu 400 Quadratmetern sowie Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen dürfen. Ab dem 1. Mai sollen dann alle Geschäfte, Einkaufszentren und Frisöre den Betrieb wieder aufnehmen. Ob dies so komme, werde Ende April entschieden. Schulen sollen bis Mitte Mai geschlossen bleiben, Veranstaltungen sind demnach bis mindestens Ende Juni gestrichen.

11:00 Uhr - In Jena gilt jetzt Mundschutzpflicht

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gilt in Jena seit Montag eine Pflicht zum Tragen von Mundschutz etwa in Geschäften sowie Bussen und Bahnen. Damit soll eine Übertragung des Virus durch Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten oder Niesen eingedämmt werden. Im Freien ist der Mundschutz nicht vorgeschrieben.

Nach Angaben der Stadt ist auch kein medizinischer Mundschutz notwendig, es reichen selbstgenähte Masken sowie Tücher oder Schals, die Mund und Nase bedecken. Der Schritt gelte nicht dem Eigenschutz, sondern dem Schutz anderer, hieß es zur Begründung. Ab Freitag (10. April) soll die Vorgabe auf weitere geschlossene Räume inklusive Arbeitsstätten mit mehr als einer Person ausgeweitet werden.

10:15 Uhr - Premierminister Johnson: Klinik-Nacht überstanden

26.03.2020, Großbritannien, London: Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, schließt sich vor der Downing Street 10 dem landesweiten Applaus für den NHS (Das staatliche Gesundheitssystem in Großbritannien und Nordirland) an, um das medizin
Britischer Premierminister Boris Johnson
© dpa, Aaron Chown, fgj

Der britische Premierminister Boris Johnson hat wegen seiner  Covid-19-Erkrankung die Nacht zum Montag in einem Londoner Krankenhaus  verbracht. Der 55-Jährige sollte dort genau untersucht werden. Johnson hatte trotz seiner Erkrankung in den vergangenen Tagen die Amtsgeschäfte in Isolation weiter geführt. Er wirkte aber auf Videos erschöpft und schien abgenommen zu haben. Im Krankenhaus werde er so lange bleiben, wie sein Zustand dies erfordere, sagte ein Regierungssprecher.

09:50 Uhr - Apple produziert Gesichtsschutz

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie produziert der US-Computerhersteller Apple jetzt gemeinsam mit Zulieferern Gesichtsschutz für medizinisches Personal. Dies teilte Apple-Chef Tim Cook auf Twitter mit. Die erste Lieferung sei vorige Woche an ein Krankenhaus in den USA gegangen, und das Feedback der Ärzte sei sehr positiv gewesen. Künftig sollen davon eine Million pro Woche hergestellt und bald auch über die USA hinaus verteilt werden. Der Schutz ist durchsichtig und bedeckt große Teile des Gesichts.

09:20 Uhr - Kanzleramtschef: Tracking-App bald einsatzbereit

Die Tracking-App der Bundesregierung könnte nach Einschätzung von Kanzleramtsminister Helge Braun schon bald einsatzbereit sein. Eine Expertengruppe habe vor wenigen Tagen das technische Konzept veröffentlicht. "Alle, die diese App entwickeln möchten, können auf diesem Konzept aufbauen", so Braun. Zusätzlich arbeiteten die Experten selbst an dem Programm. Die Regierung sei mit Entwicklern und Testern dabei, die App "so reif zu kriegen, dass wir sie in den kommenden Tagen oder Wochen breit in der Bevölkerung zum Einsatz bringen können". Eine solche App solle es auch EU-weit geben.

08:45 Uhr - Schulöffnung: Virologe mahnt zur Vorsicht

"Wenn wir die Schulen zu früh wieder öffnen, schaffen wir womöglich einen Multiplikator für das Virus, der dann wieder gefährlich sein kann", sagte Virologe Hendrik Streeck in der "WAZ" über eine mögliche Wiederaufnahme des Schulunterrichts in NRW nach den Osterferien. Es sei nicht leicht, das Risiko zu berechnen. "Wir wissen, dass die allermeisten Kinder gut mit einer Infektion umgehen können. Es gibt aber noch keine gesicherten Erkenntnisse darüber, wie oft Kinder ihre Eltern oder Großeltern unbemerkt anstecken", so der Direktor des Bonner Instituts für Virologie, der derzeit untersucht, wie sich das Coronavirus im besonders betroffenen Kreis Heinsberg ausgebreitet hat.

Wegen der Corona-Krise hat die Landesregierung alle Schulen in NRW bis zum 19. April geschlossen. Wie es nach diesem Datum weitergeht, soll am 15. April feststehen.

08:05 Uhr - Japans Regierung erwägt Ausnahmezustand für sechs Monate

Die japanische Regierung prüft einem Medienbericht zufolge die Verhängung des Ausnahmezustands für ein halbes Jahr. Dieser würde die Hauptstadt Tokio und drei Nachbarpräfekturen sowie Osaka betreffen, berichtet der Fernsehsender TBS unter Berufung auf nicht genannte Quellen. Während dieser Zeit könnten die Präfekturen entscheiden, wie lange ihre eigenen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus dauern sollen.

07:15 Uhr - Neuinfektionen in Deutschland weiter rückläufig - weniger Todesfälle in Italien

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen hat in Deutschland die 100.000er-Marke übersprungen. Laut Johns Hopkins Universität sind hierzulande nun 100.123 Personen infiziert. Die Neuinfektionen sind dennoch den vierten Tage in Folge rückläufig. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Montag weitere 3677 bestätigte Fälle. Der Anstieg war geringer als der am Sonntag bekanntgegebene von 5936 Neuinfektionen. 

Auch in Italien ist den zweiten Tag in Folge die Zahl der an der Coronavirus-Pandemie gestorbenen Personen zurückgegangen. Das Katastrophenschutzministerium meldet 525 neues Todesfälle innerhalb von 24 Stunden nach 681 am Vortag. Die Gesamtzahl der Toten in Italien erhöhte sich auf 15.887. Die Zahl der Neuinfektionen stieg auf 128.948 von 124.632. Der am Sonntag gemeldete tägliche Anstieg der Covid-19-Todesfälle war der geringste seit mehr als zwei Wochen.

06:50 Uhr - "Nichts zu meckern": Menschen in NRW halten sich an Corona-Regeln

Trotz frühlingshaften Temperaturen: Nach Auskunft mehrerer Polizeidienststellen haben sich die meisten Menschen in Nordrhein-Westfalen auch am Sonntagabend und in der Nacht auf Montag an die Corona-Auflagen gehalten. "Die Lipper haben sich gut verhalten, wir haben nichts zu meckern", sagte etwa ein Sprecher der Polizei Detmold am frühen Montagmorgen. Die Beamten in NRW berichteten von lediglich kleineren Verstößen durch Kleinstgruppen, die draußen unterwegs waren. Die breite Masse halte sich weiter an die Kontaktsperren, sagte auch ein Polizeisprecher in Hamm.

06:05 Uhr - Mehr als 100.000 Infizierte in Deutschland

Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Todesfälle
USA 337.620 9.643
Spanien  131.646 12.641
Italien 128.948 15.887
Deutschland 100.123 1.584
Frankreich 93.780 8.078
China 82.626 3.333
Weltweit  1.274.923 69.479

*Quelle: Johns Hopkins Universität

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