Was bisher geschah

Coronavirus aus China: Chronik der bisherigen Ausbreitung und Ereignisse

19. Februar 2020 - 13:40 Uhr

Was wir bislang über das Coronavirus wissen

Seitdem Ende Dezember zum ersten Mal über das Coronavirus berichtet wurde, sind stetig neue Fälle in verschiedenen Ländern gemeldet worden, unter anderem auch in Deutschland. Hier finden Sie einen Überblick über die Chronologie des gefährlichen Virus aus China. Auf dem aktuellsten Stand bleiben Sie mit dem RTL.de-Liveticker zum Thema Coronavirus.

Das waren die Meldungen vom 16. Februar

13:18 Uhr: Erster Coronavirus-Toter in Taiwan

Taiwan meldet nun auch den ersten Coronavirus-Toten. Ein über 60 Jahre alter Mann sei an den Folgen der Infektion gestorben, teilt Gesundheitsminister Chen Shih Chung mit. Der Mann sei in letzter Zeit nicht ins Ausland gereist und habe daneben als Vorerkrankungen Diabetes und Hepatitis B gehabt. Insgesamt sind bislang in Taiwan 20 Infektionsfälle registriert. Zuvor hatte es Todesfälle außerhalb von China lediglich in Frankreich, Japan, der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong und auf den Philippinen gegeben.

10:44 Uhr: China verhängt Fahrverbote in Provinz Hubei

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, erlässt die Regierung in der besonders betroffenen chinesischen Provinz Hubei ein Fahrverbot. Davon ausgenommen seien Polizeiautos, Krankenwagen, Fahrzeuge mit lebenswichtigen Gütern oder solche, die für den öffentlichen Dienst benötigt würden, teilt die Regionalregierung mit. Zudem würden regelmäßig Gesundheitskontrollen für alle Einwohner der Provinz vorgenommen. Auch könnten Firmen erst wieder ihre Arbeit aufnehmen, wenn sie eine Genehmigung der Regierung erhalten haben. Hubei ist das Epizentrum der Coronavirus-Epidemie.

09:55 Uhr: Zahl der Infizierten auf Kreuzfahrtschiff in Japan steigt weiter

Die Zahl der positiv auf das neue Coronavirus getesteten Passagiere und Crewmitglieder des Kreuzfahrtschiffes in Japan ist erneut deutlich gestiegen. Wie der japanische Gesundheitsminister Katsunobu Kato am Sonntag bekanntgab, erhöhte sich die Zahl um 70 auf inzwischen 355. Darunter befinden sich nach Informationen der Deutschen Botschaft in Tokio zwei deutsche Staatsangehörige. Von den 70, die positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet wurden, zeigten 38 keine Symptome wie Fieber oder Husten, hieß es. Die Betroffenen würden in örtliche Krankenhäuser gebracht, hieß es.

08:46 Uhr: Quarantäne für China-Rückkehrer endet

Nach rund zwei Wochen endet an diesem Sonntag die Quarantäne für die über 100 China-Rückkehrer in einer Bundeswehrkaserne im pfälzischen Germersheim. Die Ergebnisse weiterer Tests auf das Coronavirus Sars-CoV-2 seien negativ, sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Sonntagmorgen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Alle Bürgerinnen und Bürger würden daher am Sonntag aus der Kaserne entlassen.

122 deutsche Staatsbürger und Familienangehörige waren aus der vom Sars-CoV-2-Virus besonders betroffenen chinesischen Stadt Wuhan nach Frankfurt am Main geflogen und am 1. Februar in die Kaserne nach Germersheim gebracht worden.

05:22 Uhr: Kanada holt gesunde Staatsbürger von Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess"

Die kanadische Regierung holt einen Teil ihrer Staatsbürger ab, die sich auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" befinden. Das Schiff liegt in Japan unter Quarantäne vor Anker. Passagiere, die keine Krankheitsymptome zeigten, würden mit einem Flugzeug in die Heimat gebracht, teilte die Regierung mit. Mit dem Coronavirus infizierte Staatsbürger würden dagegen dem japanischen Gesundheitssystem übergeben, um eine angemessene Behandlung sicherzustellen.

04:25 Uhr: 70 weitere Coronavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff

Weitere 70 Passagiere, die sich an Bord des Kreuzfahrtschiffs "Diamond Princess" befinden, sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das japaniche Gesundheitsministerium mit. Das Schiff liegt seit dem 3. Februar in Japan unter Quarantäne vor Anker. Insgesamt seien nun 355 Menschen an Bord mit dem Virus infiziert. Auf dem Schiff befinden sich rund 3.700 Passagiere und Crewmitglieder.

02:58 Uhr: Doch noch Coronavirus-Fall unter "Westerdam"-Passagieren

Unter den in Kambodscha an Land gegangenen Passagieren der Kreuzfahrtschiffes "Westerdam" ist nun doch ein Coronavirus-Fall festgestellt worden. Eine 83-jährige Amerikanerin sei bei ihrer Weiterreise über Malaysia positiv getestet und ins Krankenhaus in Kuala Lumpur gemacht worden, teilte die malaysische Gesundheitsbehörde am Sonntag mit.

Die "Westerdam" hatte eine Odyssee durch asiatische Gewässer hinter sich gebracht, da mehrere Länder aus Sorge vor dem Coronavirus dem Schiff das Anlegen untersagt hatten. Erst Kambodscha stimmte dem schließlich zu. Am Freitag durften schließlich die ersten von knapp 2.300 Menschen in Sihanoukville das Kreuzfahrtschiff verlassen.

Das waren die Meldungen vom 15. Februar

14:52 Uhr: Zwei Deutsche auf Kreuzfahrtschiff in Japan mit Coronavirus infiziert

Unter den mit dem neuen Coronavirus infizierten Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffes in Japan sind zwei deutsche Staatsangehörige. Das teilte die Deutsche Botschaft in Tokio am späten Samstagabend (Ortszeit) mit. Inzwischen beläuft sich die Zahl der positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getesteten Passagiere und Crewmitglieder von der in Yokohama unter Quarantäne gestellten «Diamond Princess» auf 285. Die Betroffenen werden in örtliche Krankenhäuser gebracht.

11:19 Uhr: Erster Corona-Toter in Europa

Erstmals ist ein an dem Coronavirus erkrankter Mensch in Europa gestorben. Der chinesische Tourist sei in einer Pariser Klinik der Krankheit erlegen, teilten französische Gesundheitsbehörden mit. 

11:05 Uhr: Reisende aus China künftig genauer untersucht

Flugreisende aus China werden nach ihrer Ankunft in Bayern und Hessen nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ab jetzt noch genauer als bisher nach einem möglichen Corona-Virus-Kontakt befragt. "Wir müssen bei der Einreise aus China wissen, wer Kontakt mit infizierten Patienten hatte und wer aus Infektionsgebieten kommt. Das ermöglicht eine konkrete Testung am Flughafen", erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Konkret würden Flugreisende aus China ab heute befragt, ob sie Kontakt mit Virus-Infizierten hatten oder sich im Infektionsgebiet aufgehalten haben. Derzeit gibt es Direktflüge aus China nur nach Bayern und Hessen.

Das waren die Meldungen vom 14. Februar

21:36 Uhr: China: Haben Epidemie im Griff

China hat nach eigener Darstellung die Epidemie im Griff. "Durch unsere Anstrengungen ist die Epidemie im Großen und Ganzen unter Kontrolle", sagt Außenminister Wang Yi der Nachrichtenagentur Reuters in einem Interview.

18:53 Uhr: Erster Corona-Fall in Afrika

Ägyptens Regierung hat den ersten Fall des neuartigen Coronavirus auf dem afrikanischen Kontinent gemeldet. Dabei handele es sich um eine ausländische Person, teilte das Gesundheitsministerium in Kairo am Freitag mit. Zur Nationalität machte das Ministerium keine Angaben. Unklar blieb auch, aus welchem Land die Person nach Ägypten gereist war. Der Patient zeige keine Krankheitssymptome und werde auf einer Isolierstation behandelt. Bislang war laut der Weltgesundheitsorganisation noch kein Fall von Corona in Afrika bekannt geworden.

Als erstes Land der arabischen Welt hatten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Ende Januar vier bestätigte Fälle des Virus Sars-CoV-2 gemeldet. Mittlerweile sind weitere Ansteckungen hinzugekommen. Bei den meisten der Betroffenen handelt es sich um Chinesen.

18:35 Uhr: Facebook-Veranstaltung abgesagt

Facebook wird einer Zeitung zufolge wegen der Epidemie eine globale Marketing-Veranstaltung in San Francisco absagen. Die Messe sei für März geplant gewesen, berichtet der "San Francisco Chronicle".

17:45 Uhr: 2 Frankfurter Patienten aus Klinik entlassen

Die beiden mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Patienten sind am Freitag aus der Uniklinik Frankfurt entlassen worden. "Sie sind symptomfrei und nachweislich nicht ansteckend", teilte ein Sprecher des Universitätsklinikums am Freitag mit. Es bestehe keine Gefährdung für sie oder ihre Umgebung. Die beiden Patienten waren am 2. Februar eingeliefert worden.

Sie waren am Tag zuvor zusammen mit 124 anderen Menschen aus der von der Epidemie besonders schwer betroffenen chinesischen Stadt Wuhan ausgeflogen und dann in eine Kaserne in Germersheim zur Quarantäne gebracht worden. Nachdem dort die Infektion mit dem Erreger SARS-CoV-2 nachgewiesen worden war, wurden die beiden Patienten nach Frankfurt gebracht.

Sie seien am Universitätsklinikum "sehr detailliert untersucht und getestet" worden, erklärte der Sprecher. Aufgrund der sehr intensiven Diagnostik könne die Vorgehensweise von der bei den in Germersheim untergebrachten Personen abweichen.

Bei den China-Rückkehrern in der Quarantäne in Germersheim liegen voraussichtlich am Sonntag Ergebnisse der letzten Tests vor. Sofern diese keine Auffälligkeiten aufweisen, wird die Quarantäne am Sonntagmittag aufgehoben, wie das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium am Freitag in Mainz mitteilte. Voraussetzung sei, dass es keine Hinweise auf eine Erkrankung oder Infektion mit Sars-CoV-2 gebe. Zudem ist noch eine Abschlussuntersuchung geplant.

Weitere 14 Infizierte hatte es in Bayern gegeben. Der erste von ihnen war am Donnerstag aus einer bayerischen Klinik entlassen worden. ​

17:00 Uhr: Post nimmt keine Pakete nach China mehr an

Die Deutsche Post nimmt keine Päckchen und Pakete nach China, Hongkong und Macao mehr an. Grund seien die durch den Coronavirus-Ausbruch ausgelösten Probleme beim Transport, der Verzollung und der Zustellung, sagte eine Sprecherin des Logistik-Konzerns am Freitag in Bonn. Briefsendungen würden dagegen bis auf Weiteres noch angenommen und bearbeitet. Allerdings sei aufgrund der aktuellen Einschränkungen im Verkehr mit Verzögerungen bei der Zustellung zu rechnen.

15:33 Uhr: Bisher kein Notfallplan für Olympische Spiele

Trotz des weiter grassierenden Coronavirus und ersten Todesfalles in Japan bewahrt das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit Blick auf die Sommerspiele in Tokio Ruhe. "Der Ratschlag, den wir von der Weltgesundheitsorganisation erhalten haben, besagt, dass es keinen Grund für einen Notfallplan bezüglich einer Absage oder Verlegung der Spiele gibt", erklärte John Coates, Präsident der IOC-Koordinierungskommission.

Nichtsdestotrotz räumte der Australier ein, dass "es sicherlich noch eine Menge Kommunikationsarbeit erforderlich ist", besonders wegen möglicher Ängste von Sportlern, die in Tokio gegen Chinesen antreten müssen. China wird ein rund 600-köpfiges Team in die japanische Hauptstadt entsenden. Das IOC, so Coates weiter, werde deshalb Informationsbroschüren an alle Nationalen Olympischen Komitees schicken, "um zu erklären, was dort passiert, wo Chinesen antreten."

12:11 Uhr: Umsatzverlust in Milliardenhöhe im Luftverkehr erwartet

Das Coronavirus dürfte der Luftfahrtbranche massive Einbußen bescheren: Die Internationale Zivilluftfahrtbehörde ICAO geht in einer ersten Schätzung von vier bis fünf Milliarden Dollar (umgerechnet 3,7 bis 4,6 Mrd Euro) für das erste Quartal dieses Jahres aus. Laut ICAO haben ausländische Airlines ihr Angebot zum chinesischen Festland inzwischen um 80 Prozent reduziert. Rund 70 Gesellschaften - wie etwa die Lufthansa - hätten ihr Angebot ganz unterbrochen, so die Luftfahrtbehörde.

09:19 Uhr: Aida Cruises beendet Asien-Saison - alle Kreuzfahrten abgesagt

Die "Aidavita" fährt über das Meer
Hier fährt die "Aidavita" noch
© deutsche presse agentur

Wegen des sich in Ostasien weiter ausbreitenden Coronavirus und der zunehmenden Reiseeinschränkungen in dieser Region hat die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises die Asiensaison vorzeitig beendet. Betroffen seien die Schiffe "Aidavita" und "Aidabella", teilte das Unternehmen am Freitag in Rostock mit. Regulär hätte das Asien-Programm noch bis April gedauert, für jedes Schiff seien bis dahin noch vier Reisen geplant gewesen.

Die aktuellen Fahrten mit insgesamt rund 3.300 Passagieren enden demnach am Sonntag beziehungsweise Montag in Laem Chabang/Bangkok (Thailand). "Für Aida Cruises haben die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Gäste und Crew jederzeit oberste Priorität", sagte Aida-Sprecher Hansjörg Kunze. Alle betroffenen Gäste und Vertriebspartner würden aktuell informiert. Die Schiffe sollen nun in anderen Regionen fahren. Das Alternativprogramm werde in den kommenden Tagen bekanntgegeben.

09:08 Uhr: Neu-Ansteckungen ebben nicht ab

Auch mehr als sechs Wochen nach dem Bekanntwerden der ersten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ebbt die vor allem in China grassierende Epidemie nicht ab. Die Pekinger Behörden meldeten am Freitag mehr als 5.000 Neuinfektionen, womit die Gesamtzahl der Erkrankten auf fast 64.000 gestiegen ist.

Es gebe keine Anzeichen dafür, dass sich die Krankheitswelle einem Höhepunkt nähere, sagte Adam Kamradt-Scott, Experte für Infektionskrankheiten am Zentrum für internationale Sicherheitsstudien der Universität Sydney. Die Zahl der Corona-Toten erhöhte sich um 121 auf 1.380. Ein erster Todesfall wurde aus Japan gemeldet, was auch an den Aktienmärkten die Hoffnung auf ein absehbares Ende der Epidemie dämpfte.

06:42 Uhr: Nach tagelanger Irrfahrt: Passagiere dürfen Kreuzfahrtschiff „Westerdam“ verlassen

Aufatmen an Bord der "Westerdam": Nach tagelanger Irrfahrt durch asiatische Gewässer haben am Freitag die ersten von knapp 2.300 Menschen in Kambodscha das Kreuzfahrtschiff verlassen. Die US-Botschaft in Phnom Penh twitterte: "Die ersten Passagiere sind von der #Westerdam runtergegangen und auf dem Heimweg! Wir freuen uns, sie zu begrüßen, wenn sie das Festland betreten."

Am Donnerstagabend (Ortszeit) hatte das aus Hongkong kommende Schiff in Sihanoukville angelegt. Zuvor hatte es aus Sorge vor einer Einschleppung des Coronavirus Sars-CoV-2 Häfen in Thailand, Taiwan, Japan, Guam und auf den Philippinen nicht anlaufen dürfen. Unter den Passagieren an Bord des Schiffes waren nach Angaben der Reederei Holland America Line auch 57 Deutsche. Auf sie wartete ein Team der deutschen Botschaft, wie bei Twitter zu sehen war.

Das waren die Meldungen vom 13. Februar

18:15 Uhr: Londoner Coronavirus-Infizierte fährt mit Uber in Klinik

In London gibt es nun auch einen bestätigten Coronavirus-Fall. Die infizierte Frau war mit einem Uber-Taxi in ein Krankenhaus gefahren. Dort wurde ihr sofort eine Gesichtsmaske gegeben und sie wurde in einem speziellen Bereich der Klink untersucht, wie Sky News berichtet. Eine Uber-Sprecherin sagte dem Sender, man habe das Nutzerkonto des Fahrers gesperrt, mit dem die infizierte Frau in die Klinik gefahren war. Die Gesundheitsbehörden versorgen den Fahrer mit Informationen und Handlugnsanweisungen für den Fall, dass er sich in den kommenden Tagen unwohl fühlen sollte.

17:30 Uhr: Robert Koch Institut: Corona wie eine schwere Grippewelle

Das Robert Koch-Institut in Berlin geht derzeit nicht von einer Corona-Pandemie aus. Also von einer kontinentübergreifenden Seuche. Die neue Lungenerkrankung verlaufe in China ähnlich wie eine schwere Grippewelle, sagte der Präsident des Instituts, Lothar Wieler, am Donnerstag.

Dank der drastischen Maßnahmen Chinas habe sich das Virus bislang nicht größer außerhalb des Landes verbreitet. Wichtig sei außerdem, dass bei allen Ansteckungsketten außerhalb des Landes ein Zusammenhang mit China gegebensei, so Wieler weiter. Damit könne man belegen, dass sich das Virus noch nicht weit in der Welt verbreitet habe.

Trotzdem bleibt das Robert Koch-Institut vorsichtig: Man sei nicht in der Lage die Dynamik des Ausbruchs vorherzusagen.

Weltweit gibt es bisher gut 60.000 Infizierte.

17:06 Uhr: EU will Reisende aus Coronagebieten befragen

08.02.2020, China, Hongkong: Reisende mit Mundschutz verlassen den Ankunftsbereich des Hong Kong International Airport. Foto: Geovien So/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Reisende wegen Coronavirus stärker im Fokus.
© dpa, Geovien So, zeus esz

Die EU-Länder wollen sich gegen eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus wappnen. Die Gesundheitsminister in Brüssel haben besonders Reisende im Auge. Menschen, die aus besonders betroffenen Regionen einreisen, sollen deshalb speziell befragt werden. Also zum Beispiel wo sie genau waren und mit wem sie Kontakt hatten.

Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sei ihm dieser Punkt besonders wichtig gewesen und Deutschland werde das jetzt prüfen.

​Schon jetzt gelte in Deutschland die Anordnung, dass Kontaktdaten von Reisenden für 30 Tage hinterlegt werden müssen.

16:35 Uhr: Aktuelle Zahlen weltweit

Übersicht Ausbreitung Coronavirus weltweit
Übersicht Ausbreitung Coronavirus weltweit
© Johns Hopkins CSSE

Weltweit sollen sich mindestens 60.360 Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. 1.370 sollen daran gestorben sein. Diese interaktive Karte zeigt ihnen ein Überblick, welche Länder betroffen sind.

14:30 Uhr: Erster deutscher Coronavirus-Patient aus Bayern wieder gesund

ARCHIV - 23.01.2020, Berlin: Eine Laborantin sortiert im Institut für Virologie an der Charite Berlin Mitte, in dem Untersuchungen zum Coronavirus laufen, Proben. In Deutschland ist erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt wor
Untersuchungen zum Coronavirus
© dpa, Christophe Gateau, cgt jai wst

Der erste von 14 Coronavirus-Patienten in Bayern ist aus der Klinik entlassen worden. Die Person sei wieder vollständig gesund und nicht mehr ansteckend, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Es gibt diverse Bedingungen, die ein Patient erfüllen muss, um aus der Quarantäne entlassen zu werden. Dazu zählen auch mehrere negative Test auf das Coronavirus.

In der Münchner Klinik Schwabing liegen noch weitere acht Patienten in Isolation. Ihnen geht es gesundheitlich gut und vermutlich können auch sie bald entlassen werden. Weitere Infizierte Patienten werden in Trostberg behandelt.

14:02 Uhr: Erstes Todesopfer in Japan

In Japan ist eine Frau am Coronavirus gestorben. Das Gesundheitsministerium hat mitgeteilt, dass es sich um eine Frau zwischen 80 und 90 Jahren handelt. Das Virus wurde nach ihrem Tod nachgewiesen. Sie lag seit dem 1. Februar im Krankenhaus. In Japan sind bisher mehr als 200 Infektionsfälle bekannt.

Außerhalb Chinas sind bis jetzt 3 Menschen nachweislich am Coronavirus gestorben.

13:15 Uhr: Deutschem Kreuzfahrtschiff wird Anlegen in Vietnam verweigert

Die "Aidavita" fährt über das Meer
Die "Aidavita" fährt über das Meer. Foto: AIDA Cruises/dpa/Archivbild
© deutsche presse agentur

Die "Aidavita" mit überwiegend deutschen Gästen durfte jetzt nicht wie geplant in einem Hafen in Vietnam anlegen. Die Tourismusbehörde der Stadt Cai Lan hat Passagieren und Besatzungsmitgliedern verboten, an Land zu kommen. Nach Angaben der Rostocker Reederei Aida Cruises ohne eine Begründung zu nennen. Es wird allerdings vermutet, dass die Angst vor einer Corona-Ansteckung hinter der Entscheidung steckt. Zuletzt durfte ein anderes Kreuzfahrtschiff in mehreren asiatischen Ländern keine Häfen ansteuern.

Auf der "Aidavita" befinden sich rund 1.100 Passagiere - die meisten sind Deutsche. Laut Aida-Sprecher gibt es an Bord weder Verdachtsfälle noch bestätigte Coronavirus-Erkrankungen.

Das Kreuzfahrtschiff fährt jetzt weiter nach Thailand. Noch ist unklar ob die Behörden dort ihr OK zum Einlaufen geben.

11:45 Uhr: In Vietnam stehen 10.000 Einwohner unter Quarantäne

In Vietnam haben die Behörden mehrere Dörfer komplett abgesperrt und 10.000 Einwohner unter Quarantäne gestellt. Am Donnerstag wurde die Kommune Son Loi, 40 Kilometer von der Hauptstadt Hanoi entfernt, abgeriegelt. Es ist damit die erste größere Evakuierungszone außerhalb Chinas. Die Maßnahme gilt zunächst für 20 Tage. In der Gegend wurden bislang sechs Fälle von Covid-19-Infektionen registriert. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichten, dass rund um die Quarantänezone Kontrollpunkte errichtet wurden und durchfahrende Fahrzeuge mit Desinfektionsmittel eingesprüht werden. 

11:15 Uhr: Spahn warnt vor Medikamenten-Engpässen

News Bilder des Tages Politik Gesundheit Coronavirus Jens Spahn Bundesgesundheitsminister Jens Spahn CDU unterrichtete am Mittwoch den 12. Februar 2020 den Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages ueber die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)
© imago images/Christian Ditsch, Christian-Ditsch.de via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn befürchtet wegen des Coronavirus neue Arzneimittel-Engpässe in Europa. Hintergrund ist der Produktionsstopp in China bei wichtigen Wirkstoffen. Der könne in einigen Wochen zu Knappheit in Europa führen, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag vor einem Sondertreffen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. Die EU-Kommission müsse die Lage analysieren und Lösungsvorschläge machen.

Pharmaexperten hatten schon vor einigen Tagen vor Antibiotika-Engpässen gewarnt, sollte es zu einem längeren Stopp der Produktion kommen. Die Pharmabranche weltweit ist abhängig von der günstigen Wirkstoff-Produktion in China.

Das Gesundheitsministertreffen in Brüssel war kurzfristig einberufen worden, um den Kampf der 27 EU-Staaten gegen das Coronavirus zu koordinieren. Bisher gibt es in Europa nur wenige Fälle - in Deutschland sind es 16. Die EU will sich allerdings frühzeitig auf eine mögliche Ausbreitung vorbereiten und eine gemeinsame Linie finden.

10:15 Uhr: Erste Passagiere dürfen Kreuzfahrtschiff verlassen

A security guard stands near the quarantined Diamond Princess cruise ship Thursday, Feb. 13, 2020, in Yokohama, near Tokyo. Life on board the luxury cruise ship, which has dozens of cases of a new virus, can include fear, excitement and soul-crushing
Die "Diamond Princess" im Hafen von Yokohama
© AP, Jae C. Hong, JCH

Einige Passagiere der "Diamond Princess" dürfen in den kommenden Tagen von Bord. Wie die Reederei mitteilte, planen die japanischen Behörden eine freiwillige Ausschiffung bestimmter Gäste. 
In der ersten Phase soll es um Menschen gehen, die als besonders ansteckungsgefährdet gelten. Also z.B. Ältere oder Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen.

Diese sollen die Quarantäne in einer Einrichtung an Land verbringen. Sollten sie bereits positiv auf das Coronavirus getestet worden sein, werden sie in ein Krankenhaus verlegt.

Auf der "Diamond Princess" sitzen seit Tagen rund 3600 Passagiere und Besatzungsmitglieder fest. Mehr als 200 wurden bisher positiv auf das Virus getestet. Die Quarantäne gilt noch mindestens bis zum 19. Februar.

9:40 Uhr: Corona-Tote innerhalb eines Tages verdoppelt

FILE PHOTO: A man wearing a mask is seen at the Shanghai railway station in Shanghai, China, as the country is hit by an outbreak of the novel coronavirus, February 12, 2020. REUTERS/Aly Song/File Photo
Ein Mann in Shanghai schützt sich mit einer Atemmaske.
© REUTERS, Aly Song, /FW1F/barbara Lewis

Beunruhigende neue Corona-Daten aus China! In ganz China sind nach Angaben der Nationalen Gesundheitsbehörde NHC bis Mittwoch 1.367 Menschen durch das Virus gestorben. Im Vergleich zum Mittwoch ist das ein Anstieg um 254 Todesfälle. Die Zahl der Neuinfektionen betrug laut NHC 15.152. Insgesamt sind damit in China 59.805 Menschen erkrankt.

Hintergrund der steigenden Zahlen ist eine neue Zählweise der Behörden. Jetzt werden auch Patienten erfasst, die keine Symptome zeigen. Sie können aber trotzdem Menschen anstecken weil sie das Virus in sich tragen.

Weltweit sind außerhalb des chinesischen Festlands mittlerweile mehr als 500 Infektionen bestätigt, davon 16 in Deutschland. 14 davon stehen in Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto

04:57 Uhr: 44 weitere Coronavirus-Infizierte auf Kreuzfahrtschiff in Japan

A passenger waves a jacket towards a woman (not pictured) on land as they communicate via phone at the balcony of a cabin on the cruise ship Diamond Princess, as the vessel's passengers continue to be tested for coronavirus, at Daikoku Pier Cruise Te
Telefonierend und Jacke schwenkend kommuniziert dieser Passagier der „Diamond Princess“ mit einer Frau an Land
© REUTERS, KIM KYUNG-HOON, LP

An Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffs "Diamond Princess" ist bei weiteren 44 Menschen eine Coronavirus-Infizierung festgestellt worden. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord auf 218. Rund 3.600 Passagiere und Crewmitglieder sitzen seit über einer Woche im japanischen Yokohama fest. Die Quarantäne gilt noch bis zum 19. Februar. 

01:52 Uhr: 242 weitere Todesopfer an nur einem Tag

Die Zahl neu nachgewiesener Todesopfer durch das Coronavirus hat sich in China im Vergleich zum Vortag mehr als verdoppelt. Wie das chinesische Staatsfernsehen am Donnerstag berichtete, wurden 242 neue Todesopfer in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei registriert. Die Gesamtzahl der Toten in der Provinz liegt seit Ausbruch der Krankheit bei 1.310.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektion stieg um 14.840 auf nun 48.208 bekannte Fälle. Wie der sprunghafte Anstieg in der Statistik zu erklären ist, war zunächst unklar. Wie das Staatsfernsehen berichtete, habe die Provinz die "Diagnoseergebnisse überarbeitet" und damit breiter gefasst. Patienten seien gemäß einer neuen Klassifikation diagnostiziert worden.

Das waren die Meldungen vom 12. Februar

20:11 Uhr: Weltgrößte Handymesse in Barcelona abgesagt

Wegen des sich ausbreitenden Coronavirus wird die weltweit wichtigste Mobilfunk-Messe "Mobile World Congress" in diesem Jahr nicht stattfinden. Das haben die Veranstalter der Mobilfunk-Anbieter-Organisation GSMA bekanntgegeben.

In den vergangenen Tagen hatten bereiuts diverse Firmen ihre Teilnahme abgesagt. Allein am Mittwoch teilten die Deutsche Telekom, der Netzausrüster Nokia und der Smartphone-Hersteller HMD Global mit, dass sie der Veranstaltung fernbleiben werden.

20:04 Uhr: WHO identifiziert 4 Impfstoff-Kandidaten gegen das Coronavirus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will die Suche nach einem Impfstoff und wirksamen Medikamenten gegen das Coronavirus beschleunigen. Darauf hätten sich die 400 Fachleute geeinigt, die seit Dienstag in Genf tagten, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Es gebe vier mögliche Kandidaten für einen Impfstoff, von denen sich hoffentlich zwei als vielversprechend herausstellen, sagte die Chefwissenschaftlerin der WHO. Zu den drängendsten Aufgaben gehöre auch die Entwicklung einfacherer Tests zum Nachweis von Infektionen.

19:55 Uhr: Bundesregierung will Gelder zur Virusbekämpfung freigeben

Die Bundesregierung will bis zu 23 Millionen Euro zusätzlich zur Bekämpfung des Coronavirus aufwenden. Darüber hat das Gesundheits- und das Finanzministerium den Haushaltsausschuss informiert, wie es aus dem Bundestages heißt. Zudem hieß es, die Weltgesundheitsorganisation WHO habe einen Finanzbedarf von mehr als 600 Millionen Euro zur Virus-Bekämpfung angemeldet. Wieviel Deutschland ergebende finanzielle Aufwand lasse sich aber noch nicht schätzen.

16:47 Uhr: Bundesinstitut hält Pandemie für möglich

Das neuartige Coronavirus könnte nach Einschätzung des renommierten Robert Koch-Instituts (RKI) international in größerem Ausmaß um sich greifen. "Die globale Entwicklung legt nahe, dass es zu einer weltweiten Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie kommen kann", heißt es in einem Bericht, den das Berliner Institut am Mittwoch im Internet veröffentlicht hat. Davon seien Länder mit geringen Ressourcen im Gesundheitssystem besonders stark betroffen. "Aber auch in Ländern wie Deutschland könnte dies zu einer hohen Belastung der medizinischen Versorgung führen", hieß es. Die Experten schreiben auch, dass ein Aufeinandertreffen mit einem Infizierten für Menschen in Deutschland derzeit sehr unwahrscheinlich sei. Möglichst vermieden werden soll, dass eine Coronaviruswelle und die derzeit auch in Deutschland laufende Grippewelle zusammenfallen. Dies könne zu "maximaler Belastung" der medizinischen Versorgung führen, wird befürchtet.

16:40 Uhr: Deutsche empfinden Coronavirus als große Bedrohung

Knapp jeder zweite Bundesbürger (47%) empfindet das Coronavirus als eine große oder sogar sehr große weltweite Bedrohung, mehr als jeder Dritte (35%) sieht zumindest eine mittlere Gefährdungslage. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos, die in acht Ländern durchgeführt wurde - darunter auch Deutschland. Nur etwa jeder sechste Deutsche (16%) ist der Meinung, dass die weltweiten Auswirkungen durch die vor allem in China auftretende Virusinfektion "eher" oder "sehr" gering sind.

In einigen anderen Ländern ist die Angst vor dem Virus allerdings noch deutlich größer als bei uns. Vor allem in Japan (66%), Australien (61%) und den USA (55%) glaubt eine klare Mehrheit der Bevölkerung an eine (sehr) hohe Bedrohung für die Welt durch den Ausbruch der Epidemie.

Ein wirksames Mittel gegen das neue Virus ist derweil nicht in Sicht: Vor Ende des Jahres werde kein wirksamer Impfstoffe verfügbar sein, sagt der parlamentarische Staatssekretär im Forschungsministerium, Thomas Rachel, im Bundestag.

13:34 Uhr: Maßnahmen der Regierung in Deutschland gegen das Virus

"Bei Sicherheitsthemen - und dazu gehören eben auch Gesundheitssicherheitsthemen, wo ein Virus nicht an der Grenze halt macht - braucht es auch in Zukunft eine sehr enge Abstimmung", sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Mittwochmittag in Berlin. Deshalb sei er bereits in London gewesen, um auch nach dem Brexit mit der dortigen Regierung eine gemeinsame Linie im Vorgehen gegen das Coronavirus zu erreichen. Darüber hinaus erwarte Spahn EU-weite Lösungen - wie das funktionieren soll und wie der aktuelle Stand zum Virus in Deutschland ist, sehen Sie hier im Video.

13:04 Uhr: Beschwerden über Diskriminierung

"Wir erleben gerade, dass Menschen pauschal wegen ihres Aussehens oder ihrer Herkunft ausgegrenzt und benachteiligt werden", teilte Bernhard Franke, Leiter der Antidiskriminierungsstelle mit. Die Angst vor Ansteckung sei zwar verständlich, sagte Franke. "Das Coronavirus rechtfertigt aber niemals rassistische Diskriminierung."

Insgesamt hätten sich in den vergangenen Tagen 19 Betroffene an die Antidiskriminierungsstelle gewandt. Die Behörde berichtete vom Fall einer Arztpraxis, die einem Patienten chinesischer Herkunft eine Behandlung verweigert habe, obwohl die betroffene Person wegen gänzlich anderer Symptome beim Arzt und seit Monaten nicht in China gewesen sei. In einem anderen Fall habe eine chinesische Studentin eine Absage bei einer Wohnungsbewerbung mit der Begründung bekommen: "Ich möchte keinen Coronavirus."

10:57 Uhr: 1.113 Todesopfer in China

Die Gesamtzahl der Opfer auf dem chinesischen Festland liegt bei 1.113. Bei mehr als 44.000 Menschen wurde eine Infektion bestätigt. Sowohl die Zahl der neuen Opfer als auch die der neu erkrankten Patienten ging den offiziellen Angaben zufolge im Vergleich zum Vortag etwas zurück. Wie die Nationale Gesundheitskommission am Mittwoch mitteilte, kamen landesweit im Vergleich zum Vortag 97 Todesfälle hinzu. Die Zahl der Infektionen stieg demnach um 2.015 Fälle.

08:31 Uhr: Webasto-Zentrale wieder geöffnet

Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto waren die ersten Coronavirus-Infizierten in Deutschland. Die Firmenzentrale in Stockdorf hatte daraufhin zwei Wochen die Pforten geschlossen. Trotz zwei neuer Infektionsfälle, die am Dienstagabend bestätigt wurden, ist die Webasto-Zentrale seit Mittwochmorgen wieder geöffnet. Insgesamt 80 Kollegen würden noch auf den Coronavirus geteteste, erklärte Webasto-Geschäftsführer Holger Engelmann in einer Pressekonferenz. Infos von vor Ort gibt Ihnen RTL-Reporterin Christina Lachnitt im Video.

Das waren die Meldungen vom 11. Februar

19:30 Uhr: Zwei weitere Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern gibt es jetzt zwei weitere und damit ingesamt 14 Corona-Infizierte. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit. Auch die beiden neuen Fälle stehen im Zusammenhang mit der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die meisten bislang bekannten Fälle beschäftigt sind. Ausgegangen war alles von einem Mitarbeiter, der sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt hatte, die wenig später zurück in ihre Heimat flog. Infiziert hatten sich danach weitere Mitarbeiter sowie einige Angehörige. Deutschlandweit gibt es damit nun insgesamt 16 Menschen, bei denen das Coronavirus nachgewiesen worden ist.

Der Bundestag wird am Mittwoch über die Vorbeugemaßnahmen gegen das Coronavirus in Deutschland beraten. CDU/CSU und SPD haben eine Aktuelle Stunde beantragt. Angesichts zahlreicher kursierender Falschmeldungen und Gerüchte dürfte es der Regierung vor allem darum gehen, die Diskussion zu versachlichen.

19:06 Uhr: Kreuzfahrtschiff mit Deutschen an Bord darf nicht festmachen

Aus Sorge vor dem Coronavirus verweigern mehrere Länder in Asien einem aus Hongkong kommenden Kreuzfahrtschiff das Anlegen - obwohl keine Fälle an Bord bekannt sind. Thailands Gesundheitsminister erklärte am Dienstag bei Facebook, er habe untersagen lassen, dass die "Westerdam" festmacht. Zuvor hatten dies schon Taiwan und Japan verweigert, wie die Reederei "Holland America Line" schilderte. An Bord sind demnach rund 1500 Gäste und 800 Besatzungsmitglieder. Darunter seien einige Deutsche, wie es am Abend aus dem Auswärtigen Amt hieß.

16:45 Uhr: WHO einigt sich auf offiziellen Namen für Coronavirus

Das neue Coronavirus, an dem in China mehr als 42.000 Menschen erkrankt sind, hat jetzt einen offiziellen Namen: COVID-19. Die 19 steht für das Jahr 2019, in dem die Coronavirus-Krankheit entdeckt worden war. Das hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt gegeben.

"Wir mussten einen Namen finden, der sich nicht auf einen geografischen Ort, ein Tier, eine Person oder eine Gruppe von Menschen bezieht", sagte der WHO-Generaldirektor, Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, zu Reportern.

16:04 Uhr: Geisterstadt Wuhan: Geschäfte und Märkte sind menschenleer

Diese Aufnahmen erreichen uns aus der Krisenregion Wuhan. Offenbar trauen sich die Menschen dort wegen des Coronavirus nicht mehr aus den Häusern.

14:56 Uhr: Experten warnen vor Antibiotika-Engpässen in Deutschland

ARCHIV - 27.05.2016, Bayern, München: ILLUSTRATION - Eine Packung eines Antibiotikums liegt auf einem Tisch in einer Apotheke. (Zu dpa "NDR: Pharmakonzerne steigen aus Entwicklung von Antibiotika aus") Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Antibiotika
© dpa, Sven Hoppe, shp lof fgj wst

Produktionsausfälle in China wegen des Coronavirus könnten nach Ansicht von Pharmaexperten schlimmstenfalls zu Antibiotika-Engpässen in Deutschland führen. Da die Herstellung von Wirkstoffen in der stark betroffenen Provinz Hubei stillstehe, schwänden die Lagervorräte für die Weiterverarbeitung, sagte Morris Hosseini, Pharmaexperte bei der Beratungsgesellschaft Roland Berger. Kurzfristig reichten die Antibiotika-Lagerbestände aus, um die Produktion aufrecht zu erhalten, doch bei einem längerfristigen Stopp in den chinesischen Werken drohten Lieferengpässe.

Weltweit sei die Pharmabranche in der Wirkstoff-Produktion abhängig von China, da die Herstellung in Europa nicht lohne.

Behörden sehen indes noch keinen Grund zur Sorge. Es lägen «bislang keine Hinweise vor, dass es aufgrund des Coronavirus zu kurzfristigen Liefer- oder Versorgungsengpässen kommen wird», teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn mit.

14:25 Uhr: Noch immer sitzen 3.600 Menschen auf Kreuzfahrtschiff fest

 New coronavirus An ambulance moves away from the cruise ship Diamond Princess docked in Yokohama near Tokyo on Feb. 11, 2020. The vessel has been kept in quarantine after the detection of a new coronavirus infection among people aboard. PUBLICATIONx
Diamond Princess im Hafen von Yokohama
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Wie geht es den Menschen auf dem Schiff "Diamond Princess" in Japan? Dort sind 3.600 Menschen seit mehr als eine Woche unter Quarantäne. Unter ihnen auch 10 Deutsche. Das Schiff liegt im hafen von Yokohama, legt immer wieder für einen Tag ab um Frischwasser aufzubereiten.

Die Stimmung scheint angespannt und es ist völlig unklar, wann die Menschen von Bord dürfen. Bisher wurde bei 130 Passagieren das Coronavirus nachgewiesen. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht. Nun überlegt man, alle anderen Passagiere zu testen. Eine gewaltige Aufgabe, denn es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Testgeräten. Ohne Test soll aber niemand das Schiff verlassen dürfen.

12:37 Uhr: Autozulieferer Webasto eröffnet morgen wieder

 Umfrage: Stimmungslage bei Anwohnern rund um die Firma Webasto in Stockdorf / Datum: 30.01.2020 / *** Survey of the mood of residents around the Webasto company in Stockdorf Date 30 01 2020
Webasto in Stockdorf
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Der von mehreren Coronavirus-Infektionen in der Belegschaft getroffene Autozulieferer Webasto will seine seit zwei Wochen geschlossene Firmenzentrale an diesem Mittwoch wieder öffnen. Seit Anfang vergangener Woche habe es keinen neuen Fall gegeben, erklärte Vorstandschef Holger Engelmann am Dienstag. Eine Spezialfirma hat die Firmenzentrale im Münchner Vorort Stockdorf zudem gereinigt und desinfiziert.

Eine chinesische Webasto-Mitarbeiterin hatte den Erreger unwissentlich bei einer Dienstreise nach Stockdorf eingeschleppt. Insgesamt acht Webasto-Mitarbeiter hatten sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt, sie alle befinden sich nach wie vor in Krankenhäusern. «Wir sind mit allen in regem Kontakt und freuen uns, dass einige von ihnen bereits komplett beschwerdefrei sind und voraussichtlich in Kürze entlassen werden», sagte Engelmann. Seit der Schließung arbeiten die meisten der mehr als 1000 Mitarbeiter von zuhause aus.

Zum uneingeschränkten Normalbetrieb wird Webasto vorerst noch nicht zurückkehren: Dienstreisen von und nach China soll es bis voraussichtlich Ende Februar nicht geben. Außerdem gelten verschärfte Hygienevorgaben.

11:50 Uhr: WHO Generaldirektor mit dramatischem Appell

"Es geht jetzt nicht um Publikationen, Patente und Profite. Jetzt geht es darum, den Ausbruch zu stoppen und Leben zu retten."

Mit diesen deutlichen Worten hat der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, die Expertenkonferenz zum Coronavirs eröffnet. Mehrere Teams auf der ganzen Welt forschen an einem Imfpstoff gegen das Virus. Allerdings könnte das noch Wochen dauern.

10:19 Uhr: Höhepunkt der Epidemie noch im Februar?

Der medizinische Berater der chinesischen Regierung, Zhong Nanshan, geht davon aus, dass die Coronavirus-Epidemie in diesem Monat ihren Höhepunkt erreichen wird. In einigen Provinzen verbessere sich die Lage bereits, sagt er der Nachrichtenagentur Reuters. Dort gehe die Zahl der Neuerkrankungen zurück.

Diese Angaben muss man sehr kritisch sehen. Wie sie weiter unten lesen können, haben die Chinesen ihre Statistik bewusst geändert und zählen nur noch Patienten, die auch Symptome zeigen. Alle, die zwar infiziert, aber symptom-frei sind, werden gar nicht gezählt.

08:29 Uhr: Falsche Zahlen aus China?

Weltweit wurde es als erstes Anzeichen der Entspannung wahrgenommen: Die Zahlen der Neu-Infizierten stieg in China seit dem Wochenende nicht mehr so stark. Doch jetzt wurde bekannt: Das könnte nur daran liegen, dass China nur noch Infizierte zählt, die auch wirklich Symptome zeigen. Alle anderen tauchen nicht in der Statistik auf. Das ist ein klarer Verstoß gegen die Vorgaben der Weltgesundheitsbehörde WHO. Die verlangt, dass ALLE Infizierten gezählt werden. Egal ob sie Symptome haben oder nicht, denn man kann trotzdem das Virus übertragen.

Jetzt ist völlig unklar, wie viel Menschen in China wirklich mit dem Virus infiziert sind.

07.35 Uhr: Formel 1 Rennen in China steht auf der Kippe

ARCHIV - 12.04.2019, China, Shanghai: Motorsport: Formel-1-Weltmeisterschaft, Grand Prix von China, 3. Freies Training. Ferrari-Pilot Charles Leclerc aus Monaco in Aktion. (zu dpa: «Formel-1-Rennen in China könnte ans Jahresende verlegt werden») Foto
Wird das Formel-1-Rennen in China abgesagt?
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In den letzten Wochen wurden schon einige große Sportveranstaltungen in China abgesagt. Nun ist auch der Formel 1 Grand Prix bedroht. Unsere Kollegen vom Sport mit dem aktuellen Stand.

07:17 Uhr: Bürgerjournalisten in China verhaftet?

Zwei chinesische «Bürgerjournalisten», die über den Ausbruch des Coronavirus und die überfüllten Krankenhäusern in Wuhan im Internet berichtet haben, sind von der chinesischen Polizei festgesetzt worden. Wie die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch am Dienstag unter Hinweis auf Familie und Freunde berichtete, hätten Polizisten den Anwalt Chen Qiushi und den Blogger Fang Bin «unter dem Vorwand der Quarantäne abgeholt».
Seither seien beide nicht mehr über ihr Handy erreichbar, was in Isolation normalerweise möglich sein müsste. Keiner von beiden habe Symptome einer Infektion gehabt. «Wer in normaler Quarantäne steckt, kann telefonieren», sagte die in New York ansässige Forscherin Wang Yaqiu von Human Rights Watch. «Beide haben die Zustände in Wuhan untersucht und unverblümt darüber gesprochen.»

Chen Qiushi hatte in den überforderten Krankenhäusern der schwer betroffenen Stadt Wuhan gefilmt. «Es gibt nicht genug Gesichtsmasken, nicht genug Schutzanzüge, nicht genug Material und was noch wichtiger ist, nicht genug Tests», schilderte Chen Qiushi in einem Video.

06:58 Uhr: Neue Zahlen

Guten Morgen. Auch heute finden sie hier in unserem Ticker alle wichtigen Informationen und aktuellen Entwicklungen über das Coronavirus. Leider müssen wir wieder mit schlimmen Zahlen in den Tag starten: Mittlerweile sind mindestend 1018 Menschen weltweit an dem Virus gestorben. 1016 in China, 1 in Honkong und 1 auf den Philippinen.

Die Zahl der Infizierten stieg auf 43.108. Das einzig Gute an dieser Zahl ist, dass sie wieder weniger stark gestiegen ist, als in den Tagen davor.

Das waren die Meldungen vom 10. Februar

23:45 Uhr: Zahl der Coronavirus-Toten in China steigt weiter

Die Zahl der Todesfälle in der besonders stark betroffenen chinesischen Provinz Hubei ist nach Behördengaben am Montag um 103 auf 974 gestiegen. Zudem seien 2097 neue Fälle registriert worden, teilt die Gesundheitsbehörde auf ihrer Website mit. Die Gesamtzahl der bekannten Erkrankungen habe damit 31.728 erreicht.

18:01 Uhr: Airbnb stoppt Vermietungen in Peking

Der Apartment-Vermittler Airbnb hat Vermietungen in der chinesischen Hauptstadt Peking aufgrund des Coronavirus vorübergehend gestoppt. Bis Ende Februar könnten dort keine Unterkünfte gebucht werden, teilte das US-Unternehmen am Montag mit. Bereits bestehende Reservierungen werden storniert.

Airbnb reagiere mit dem Schritt auf den «neuartigen Coronavirus-Ausbruch» und folge den Vorgaben der regionalen Behörden. Alle von Stornierungen betroffenen Kunden sollen entschädigt werden. Zudem werde sorgsam an Lösungen gearbeitet, um die Gastgeber zu unterstützen, versprach die Buchungsplattform in der Mitteilung.

17:30 Uhr: Expertenteam der WHO nimmt Arbeit in China auf

Die WHO-Experten sollen in China weitere Informationen über das Coronavirus sammeln. Und sie sollen die Grundlage für ein größeres, internationales Expertenteam legen, das ihnen folgen soll. Das Team hat laut WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus freie Hand bei der genauen Konzeption seiner Arbeit. Sie solle möglichst frei an die Arbeit gehen, um dann hoffentlich Antworten auf noch offene Fragen liefern zu können. Auch die Entscheidung, ob die Experten etwa nach Wuhan reisen, liege bei diesem Team.

15:33 Uhr - Erste Quarantäne-Fälle entlassen

Knapp zwei Wochen nach Bekanntwerden des ersten Coronavirus-Falls in Deutschland haben erste Kontaktpersonen von Infizierten die häusliche Quarantäne verlassen können. Allein im Landkreis Starnberg sei bis Sonntag für 16 Menschen die Isolation aufgehoben worden, teilte das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag mit.

Rund 190 Menschen - Kollegen und private Kontaktpersonen der Infizierten - hatten sich laut LGL in häuslicher Isolierung befunden. Bis Mitte dieser Woche werde voraussichtlich der Großteil von ihnen daraus entlassen, sofern die jeweiligen Gesundheitsämter keine Gründe für eine Verlängerung feststellten, teilte der LGL-Sprecher mit.

10:03 - Angespannte Stimmung auf Kreuzfahrtschiff

Sie dürfen ihre Kabinen nicht verlassen und bekommen zu wenig Informtionen. Passagiere des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" beklagen sich über Zustände an Bord. Mittlerweile gibt es 130 Personen, die sich auf dem Schiff mit dem Coronavirus infiziert haben.

09:53 Uhr - Test-Ergebnisse bei China-Rückkehrern negativ

Die 20 China-Rückkehrer in Berlin sind nicht mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. «Wir sind erleichtert. Alle Testergebnisse auf das neuartige Coronavirus der Rückkehrerinnen und Rückkehrer in Berlin sind negativ», teilte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag mit. «Die 14-tägige Quarantäne für die Dauer einer längstmöglichen Inkubationszeit unter Beobachtung ist eine Maßnahme, um die Betroffenen selbst und die Bevölkerung zu schützen.» Der Bevölkerungsschutz habe höchste Priorität für sie, betonte Kalayci.

Die 16 Erwachsenen und 4 Kinder waren am Sonntag in Berlin-Tegel gelandet. Die Menschen, die sich in der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan aufgehalten hatten, kamen umgehend auf eine Quarantäne-Station auf dem Gelände der Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin-Köpenick. Am Sonntag hieß es, die Deutschen und ihren Familienangehörigen seien wohlauf. Die Tests auf das Coronavirus sollen nun zwei Wochen lang alle vier Tage wiederholt werden.

08:54 Uhr - Deutsche China-Rückkehrer warten in Quarantäne auf Test-Ergebnis

Bei einer britischen Rückholaktion waren am Wochenende auch 20 Deutsche und Angehörige - 16 Erwachsene und vier Kinder - aus Wuhan aufgeflogen worden. Sie waren am Sonntag mit einer Bundeswehrmaschine in Berlin-Tegel gelandet. Die Passagiere kamen umgehend auf eine Quarantäne-Station auf dem Gelände der Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin-Köpenick. Bei ihnen wurde ein Coronavirus-Test gemacht. Die Ergebnisse sollen heute vorliegen.

Es war bereits die zweite Rückholaktion: Vor gut einer Woche waren mehr als 100 deutsche Staatsbürger und Familienangehörige in Frankfurt am Main angekommen. Auch diese Passagiere wurden unter Quarantäne gestellt, die meisten in einer Kaserne im pfälzischen Germersheim.

08:32 Uhr - Britische Regierung stuft Coronavirus als ernste Gefahr für öffentliche Gesundheit ein

Das neuartige Coronavirus stellt nach einer neuen Einschätzung der britischen Regierung eine ernste und unmittelbare Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar. Die chinesische Provinz Hubei und die Stadt Wuhan stufte sie als "Infektionsgebiet" ein. Durch die Neubewertung der Lage erhält die Regierung zusätzliche Befugnisse zur Eindämmung des Virus.

07:21 Uhr - Situation auf Kreuzfahrtschiff verschärft sich

An Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes im japanischen Yokohama sind weitere 60 Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Montag bekannt. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord des Schiffes auf mindestens 130, wie der japanische Fernsehsender NHK weiter berichtete. Die übrigen der insgesamt 2666 Passagiere und 1045 Crew-Mitglieder sollen noch bis zum 19. Februar an Bord bleiben, da die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen. An Bord des Kreuzfahrtschiffes sind nach Erkenntnissen der Deutschen Botschaft in Tokio auch zehn deutsche Staatsangehörige.Bisher gibt es keine Meldungen darüber, dass auch sie sich infiziert haben.

06:59 Uhr - Aktuelle Lage

Guten Morgen. Neben Sturm "Sabine" beschäftigt uns das Coronavirus auch heute. Hier ein Überblick über die aktuellen Zahlen: Weltweit sind 40.536 Menschen mit dem Virus infiziert. Es gibt mittlerweile 910 Tote.

Vielleicht ein Hoffnungsschimmer: Die Zahl der Neu-Infizierten stieg nicht mehr so stark an, wie in den letzten Tagen. Den Höhepunkt hatten Experten für Mitte Februar vorhergesagt.

1:57 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen steigt wieder - 908 Tote

Die Zahl neuer Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus in China ist erneut gestiegen. Wie Chinas Gesundheitskommission am Montag mitteilte, wurden landesweit 97 neue Todesfälle bestätigt. Damit sind bislang mehr als 908 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen.

Die Zahl der neu nachgewiesenen Erkrankungen stieg um 3062 auf 40.171 Fälle. Allein in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo das Virus ursprünglich ausgebrochen war, kamen 2618 Infektionen und 91 Todesfälle hinzu. Außerhalb des chinesischen Festlands sind im Rest der Welt mehr als 300 Erkrankungen bestätigt, davon 14 in Deutschland.

Das waren die Meldungen vom 9. Februar

17:43 Uhr: Rund 6.200 Mediziner nach Wuhan entsandt

Rund 6.200 medizinische Fachkräfte sind am Wochenende mit 47 Charterflügen in die schwer vom Coronavirus betroffene chinesische Stadt Wuhan gebracht worden. Dies sei der vom Umfang her größte Transport medizinischen Personals seit Ausbruch der neuartigen Lungenerkrankung in China, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag unter Berufung auf die zivile Luftfahrtbehörde ACCA. Neun chinesische Fluggesellschaften hätten neben dringend benötigter medizinischer Ausstattung 34 Teams aus mehreren Provinzen befördert.

16:51 Uhr: Rückkehrer aus China laut Berliner Gesundheitssenatorin wohlauf

Die ausgeflogenen Passagiere aus der vom Coronavirus schwer betroffenen Stadt Wuhan sind nach Angaben der Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci wohlauf. Es handle sich um 16 Erwachsene und vier Kinder, sagte Kalayci am Sonntagnachmittag in Berlin. Es habe eine erste medizinische Untersuchung durch einen Amtsarzt gegeben, die Ergebnisse seien unauffällig. Die China-Rückkehrer werden auf das Coronavirus getestet. Ergebnisse der Untersuchung an der Charité in Berlin sollen laut Kalayci am Montagmorgen vorliegen.

15:55 Uhr: Todesfälle durch Coronavirus überstieg die der Sars-Pandemie

Die Zahl der Todesopfer in China überstieg die der Sars-Pandemie vor 17 Jahren. Mit 89 neuen Todesfällen durch die Lungenerkrankung, die Chinas Gesundheitsbehörde am Sonntag bestätigte, kletterte die Gesamtzahl der Opfer weltweit auf 813. An dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom (Sars) waren 2002/2003 laut WHO 8.096 Menschen erkrankt und weltweit 774 gestorben. Allein in Festland-China und Hongkong hatte es 648 Todesfälle geben.

12:57 Uhr: Flugzeug mit Wuhan-Rückkehrern in Berlin gelandet

A group of 20 Germans evacuated from China's coronavirus epicentre Wuhan arrive with a German air force plane in Berlin Tegel, Germany, February 9, 2020.   REUTERS/Hannibal Hanschke
Nach ihrer Evakuierung landen die deutschen Wuhan-Rückkehrer in Berlin
© REUTERS, HANNIBAL HANSCHKE, joh/

In Flugzeug der Bundeswehr ist mit Rückkehrern aus der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan in Berlin gelandet. Die Maschine kam am Sonntagmittag auf dem miltiärischen Teil des Flughafens Tegel an. Aus Wuhan waren die zwanzig Deutschen an Bord einer britischen Maschine in der Nacht zu Sonntag nach Großbritannien ausgeflogen worden - mehr dazu weiter unten in unserem Live-Ticker.

11:01 Uhr: Erster Coronavirus-Fall auf Mallorca bestätigt

Auf Mallorca ist ein Mensch positiv auf den Erreger getestet worden, wie das spanische Nationale Mikrobiologiezentrum mitteilt. Tests bei drei weiteren Personen seien negativ ausgefallen. Der Vater der britischen Familie stand zuvor mit jemandem in Frankreich in Kontakt, bei dem die Erkrankung anschließend diagnostiziert worden sei. Die Eltern und ihre zwei Töchter wurden am Samstag im Son Espases de Palma Krankenhaus isoliert. In Spanien war am 31. Januar der erste Corona-Fall bestätigt worden.

09:11 Uhr: Britisches Flugzeug bringt auch Deutsche aus Wuhan zurück

Ein britisches Chartflugzeug ist am Samstagabend (Ortszeit) in Wuhan gestartet, um 200 Briten und auch mehrere deutsche Staatsbürger aus der schwer vom Coronavirus betroffenen Stadt zurück nach Europa zu bringen. Das Flugzeug landete am Sonntagmorgen um 7:30 Uhr Ortszeit auf dem britischen Militärflughafen RAF Brize Norton in der Nähe von Oxford. Bereits vor einer Woche brachte eine Bundeswehr-Maschine 100 Deutsche aus Wuhan nach Frankfurt.

In Berlin-Tegel werden die 20 deutschen Rückkehrer aus Wuhan laut Gesundheitsverwaltung von einem Amtsarzt in Empfang genommen. Er soll prüfen, ob bei Passagieren während des Fluges Symptome aufgetreten sind. Sie sollen dann in einem Isolierbereich in den Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes im Stadtteil Köpenick am südöstlichen Stadtrand von Berlin untergebracht werden. Alle Passagiere würden auf das Coronavirus getestet. Mit einem Ergebnis wird für Montagmittag gerechnet. Die Rückkehrer sollen nach den derzeitigen Plänen 14 Tage in dem Krankenhaus bleiben, untersucht und gegebenenfalls behandelt werden.

Das waren die Meldungen vom 8. Februar

12:59 Uhr: Fünf Briten in Frankreich infiziert - auch ein Kind

In Frankreich ist nach Angaben der Regierung bei fünf britischen Staatsbürgern eine Corona-Infektion festgestellt worden. Sie hätten in den französischen Alpen in derselben Unterkunft übernachtet wie ein weiterer Brite, der aus Singapur angereist und bei dem die Erkrankung kurz zuvor festgestellt worden sei, teilt Gesundheitsministerin Agnes Buzyn mit. Unter den neu Infizierten sei auch ein Kind.

Die Gruppe sei in gutem Gesundheitszustand in ein Krankenhaus der Region eingeliefert worden. Die Briten hielten sich in dem Ski-Ort Les Contamines-Montjoie am Mont Blanc auf. In Frankreich gibt es jetzt elf Corona-Fälle.

09:40 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen steigt wieder - 722 Tote

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen und der Toten durch das Virus stieg bis Samstag erneut kräftig an. Die Zahl der Patienten, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, kletterte innerhalb eines Tages um 3.399 auf 34.546. Das teilte die Gesundheitskommission in Peking mit. Außerhalb von Festland-China gibt es in mehr als zwei Dutzend Ländern über 270 weitere Fälle, davon zwölf Deutsche.

Die neu nachgewiesenen Infektionen nahmen damit im Vergleich zum Vortag wieder zu, nachdem sie in den vergangenen zwei Tagen leicht zurückgegangen waren. Auch die Zahl der Toten legte erneut deutlich um 86 auf 722 zu. Damit könnte die Todeszahl der Corona-Infizierten in Kürze die weltweit offiziell registrierten 774 Todesopfer der Sars-Pandemie von 2002/2003 übersteigen. An Sars erkrankten damals etwas mehr als 8.000 Menschen.

08:38 Uhr: Ausländer in Wuhan an Coronavirus gestorben

Ein US-Amerikaner ist der erste Ausländer, der in China am Coronavirus gestorben ist. Der 60-Jährige erlag nach Angaben der US-Botschaft in Peking am Donnerstag in einer Klinik seiner Infektion. Nach Behördenangaben aus Tokio ist auch ein Japaner in Wuhan an der Krankheit gestorben. Bei dem Mann habe der Verdacht auf eine Corona-Infektion bestanden, wegen Schwierigkeiten bei der Diagnose soll als Todesursache aber eine Lungenentzündung angegeben worden sein, so das japanische Außenministerium unter Berufung auf chinesische Behörden.

Bisher sind außerhalb Festland-Chinas zwei Todesfälle infolge einer Corona-Erkrankung bekannt; die in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong und auf den Philippinen Verstorbenen waren chinesische Staatsbürger.

Das waren die Meldungen vom 7. Februar

20:00 Uhr: USA wollen mit Finanzspritze helfen

Die USA stehen Außenminister Mike Pompeo zufolge bereit, 100 Millionen Dollar an Hilfe für China und andere betroffene Staaten zu leisten.

19:00 Uhr: Zwölfte Person in Bayern mit Corona infiziert

Zwölf Corona-Infizierte in Bayern: Ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministerium teilte in München mit, dass ein weiterer Coronavirus-Fall bestätigt wurde. Damit gibt es derzeit insgesamt zwölf bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.

Bei dem zwölften Fall handelt es sich um die Frau eines Mannes, dessen positiver Befund vergangene Woche bekannt geworden war und der derzeit in der München Klinik Schwabing behandelt wird. Der Mann ist Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die meisten bislang bekannten Fälle beschäftigt sind. Die Frau wird medizinisch überwacht und ist isoliert in der München Klinik Schwabing.

16:45: Autoindustrie kommt wegen Corona ins Stocken

Die Automobilindustrie spürt zunehmend die Folgen des Virusausbruchs in China. Als erster europäischer Autobauer stellt sich Fiat Chrysler darauf ein, dass eine stockende Teileversorgung aus der Volksrepublik in zwei bis vier Wochen die Produktion in einem Werk in Europa beeinträchtigen könnte.

Der größte japanische Autobauer Toyota kündigte am Freitag an, die Produktion in all seinen chinesischen Werken bis zum 16. Februar ruhen zu lassen. Auch andere Hersteller haben wegen des Virusausbruchs die üblichen Werksferien zum chinesischen Neujahrsfest verlängert.

Suzuki erwägt, Fahrzeugkomponenten außerhalb von China zu beziehen, da die Ausbreitung des Coronavirus die Produktion in seinem größten Markt in Indien bedroht. Suzuki baut und verkauft keine Autos in der Volksrepublik, bezieht von dort aber Komponenten für seine Werke in Indien.

Branchenexperten gehen davon aus, dass die Produktion in China nach den verlängerten Werksferien nur langsam anlaufen kann. Es sei unklar, ob dann alle benötigen Arbeitskräfte erscheinen würden. Viele hätten Angst, an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren und sich dort womöglich anzustecken. Bei einigen Autoherstellern erfolgt die Rückkehr der Beschäftigten in drei Phasen, je nachdem, wo sie im Urlaub waren und mit wem sie sich getroffen haben.

13:15 Uhr: WHO warnt vor Knappheit an Schutzkleidung und Masken

Im Kampf gegen das Coronavirus werden nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Masken, Schutzbekleidung und Handschuhe knapp. Es könnte zu einem chronischen Mangel an Schutz-Ausrüstung kommen, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Zahl der Neu-Infektionen könne wieder steigen. "In den vergangenen zwei Tagen gab es weniger Ansteckungen in China, das sind gute Nachrichten. Aber wir warnen davor, da zu viel reinzulesen."

10:50 Uhr: Unterbringung weiterer China-Rückkehrer unklar

Am Sonntag werden in Frankfurt mindestens 26 weitere Rückkehrer aus China erwartet. Unklar ist, wo sie untergebracht werden. Sicher scheint zu sein: Sie werden nicht in die Südpfalz-Kaserne nach Germersheim gebracht. Das sagte Fritz Brechtel, Landrat des Landkreises Germersheim, der dpa. In der Kaserne in der Pfalz sind die bereits zurückgeholten Deutschen untergebracht und stehen unter Quarantäne.

10:12 Uhr: Schuppentier könnte laut chinesischer Universität Corona-Wirt sein

Auf der Suche nach dem Ursprung des neuartigen Coronavirus glauben chinesische Wissenschaftler beim Schuppentier auf der richtigen Fährte zu sein. Das Säugetier könnte ein Zwischenwirt in der Ansteckungskette sein, fasst die Südchinesische Agraruniversität ihre Untersuchungsergebnisse zusammen. Die jüngste Entdeckung werde große Bedeutung haben, um die Verbreitung des Virus zu verhindern, so die Uni. Die mit Hornschuppen bedeckten Tiere werden illegal gehandelt. Ihr Fleisch gilt in Asien als Spezialität.

07:45 Uhr: China startet Untersuchungen im Fall des verstorbenen Whistleblower-Arztes

Li Wenliang starb am Coronavirus
Li Wenliang warnte vor der neuen Krankheit - wenige Wochen später starb er selbst am Coronavirus.
© Li Wenliang

Nach dem Tod des chinesischen Arztes Li Wenliang, der frühzeitig vor dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus gewarnt hatte, hat die chinesische Regierung eine offizielle Untersuchung gestartet. Mit Zustimmung des Zentralkomitees der Partei schickte die staatliche Aufsichtskommission ein Ermittlungsteam nach Wuhan, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Der Tod des 34-jährigen Augenarztes, der am Donnerstagabend selbst an der Lungenkrankheit gestorben war, hatte große Anteilnahme im ganzen Land ausgelöst.

07:20 Uhr: Chinas Staatschef telefoniert mit Trump

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sieht den Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in einer "entscheidenden Phase". In einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump verwies Xi Jinping am Freitag nach Angaben von Staatsmedien ausdrücklich auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die andere Länder vor Überreaktionen gewarnt habe. Er hoffe, dass auch die USA "ruhig" die Lage einschätzten und ihre Maßnahmen als Antwort darauf "angemessen" träfen und anpassten. Der Präsident bezog sich damit offensichtlich auf das vor einer Woche erlassene Einreiseverbot der USA für Chinesen und Ausländer, die vorher in China waren - mit Ausnahme von Angehörigen von US-Staatsbürgern.

07:01 Uhr: Coronavirus oder Grippe?

Derzeit ist nicht nur die Angst vor dem Coronavirus groß - es ist auch Grippezeit. In der Grippesaison 2019/2020 sind bislang 42 Menschen an der Influenza gestorben.

Fieber, Atemwegsbeschwerden, Schlappheit, Husten - die Symptome bei beiden Krankheiten sind die gleichen. Wie Sie das Coronavirus von der normalen Grippe unterscheiden können, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

05:19 Uhr: Mehr als 30 000 Virusfälle in China

Die Zahl der Toten durch die neuartige Lungenkrankheit in China ist erneut um 73 gestiegen. Damit gibt es schon 636 Todesfälle. Wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete, stieg die Zahl der Infizierten in China innerhalb eines Tages erneut um mehr als 3.000 auf landesweit mehr als 31.000. 

05:09 Uhr: Dutzende weitere Fälle auf Kreuzfahrtschiff in Japan

An Bord eines unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes in Japan sind weitere 41 Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium bekannt. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord des Schiffes auf 61. Die Betroffenen würden in Krankenhäuser gebracht. Auch weiterhin sind keine der acht Deutschen infiziert, wie die Deutsche Botschaft in Tokio mitteilte.

Die insgesamt 2.666 Passagiere, etwa die Hälfte davon Japaner, sowie 1.045 Crew-Mitglieder sollen vorerst bis zum 19. Februar an Bord bleiben, da die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen.

Men wearing protective gear are seen near the cruise ship Diamond Princess, where 10 more people were tested positive for coronavirus on Thursday, at Daikoku Pier Cruise Terminal in Yokohama, south of Tokyo, Japan February 7, 2020. REUTERS/Kim Kyung-
Unter den inzwischen 61 positiv auf das Coronavirus getesteten Personen an Bord eines Kreuzfahrtschiffes in Japan befinden sich nach Kenntnis der Botschaft in Tokio keine deutschen Staatsangehörigen.
© REUTERS, KIM KYUNG-HOON, NL

Das waren die Meldungen vom 6. Februar

22:00 Uhr: Erneute Rückholaktion geplant

Die Bundesregierung will weitere deutsche Staatsbürger und ihre Angehörigen aus Wuhan zurückholen. Entsprechende Informationen des "Spiegel" bestätigte das Auswärtige Amt der Deutschen Presse-Agentur. Laut "Spiegel" befinden sich in der Region noch rund 20 Deutsche. Möglicherweise sollen sie in einer Maschine mitreisen, die am Wochenende eine größere Gruppe von britischen Staatsbürgern ausfliegen soll. Auch für die Neuankömmlinge aus China würde eine 14-tägige Quarantäne gelten. Sie sollen offenbar in einer Klinik in Berlin-Köpenick untergebracht werden.

21:45 Uhr: Arzt Li Wenliang ist tot

Li Wenliang (34) soll seinen Kampf gegen das Coronavirus verloren haben. Der chinesische Augenarzt, der als einer der ersten Mediziner vor einer Corona-Epidemie warnte, soll am Freitag in Wuhan (Ortszeit) gestorben sein. Das meldet das "Wall Street Journal" und beruft sich dabei auf das Krankenhaus, in dem der Arzt behandelt wurde.

17:15 Uhr: Arzt, der vor Corona warnte, kämpft gegen Virus

Er warnte vor Corona - und jetzt liegt er angeblich im Sterben. Der chinesische Arzt Li Wenliang soll gegen seine Infektion mit dem Virus, welches derzeit die Welt in Atem hält, kämpfen. Das berichten chinesische Medien. Zuvor musste Wenliang sich gegen die Behörden wehren, die seine Warnung und die drohende Gefahr einer Epidemie offenbar vertuschen wollten. Sie sollen dem Augenarzt vorgeworfen haben, die öffentliche Ordnung zu stören.

Mit einer Nachricht in einem chinesichen Social-Media-Plattform fing alles an: Der 34-Jährige postete im Dezember, dass sich zunächst sieben Menschen mit dem Virus angesteckt hätten - und holte so die Polizei auf den Plan. Diese warnte ihn und andere Ärzte vor der Unruhe, die sie durch solche Posts auslösen würden. Am 12. Januar wurde Wenliang in ein Krankenhaus eingeliefert, am 1. Februar wurde er positiv auf Corona getestet. Im Netz wird nun spekuliert, ob man das Virus besser im Griff hätte, wenn die Behörden und die Öffentlichkeit seine Warnungen ernst genommen hätten.

In der ursprünglichen Version des Textes haben wir berichtet, dass der Augenarzt bereits gestorben ist. Wir haben den Text mittlerweile angepasst.

14:48 Uhr: Dritter Fall in Großbritannien bestätigt

In Großbritannien ist eine dritte Person mit dem Coronavirus infiziert. Bisher ist nicht bekannt, wie und wo sich der Patient angesteckt hat. Die zwei anderen Betroffenen werden von Spezialisten des Nationalen Gesundheitsservice (NHS) betreut. Wie die BBC berichtet, soll es sich um zwei Mitglieder einer Familie handeln.

14:26 Uhr: China wandelt Sporthallen und Ausstellungsgelände in Krankenlager um

Um die steigende Zahl der Coronavirus-Patienten zu bewältigen, werden in der chinesischen Metropole Wuhan Sporthallen und Ausstellungsgelände in Krankenlager umgewandelt. Die 28 ausgesuchten Krankenhäuser, die für Coronafälle bestimmt sind, bieten zu wenige Betten. Darum will die Stadt jetzt auch noch Hotels, Schulen, Turnhallen, Sportzentren und andere Stätten in Aufnahmelager für Quarantäne, Beobachtung oder Behandlung von Patienten umwandeln, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

14:20 Uhr: Erste Coronapatienten testen Anti-Virus-Medikament

Zur Behandlung von Erkrankten haben chinesische Behörden das amerikanische Anti-Virus-Medikament Remdesivir für klinische Versuche mit dem neuen Coronavirus zugelassen, wie Xinhua berichtete. Die erste Gruppe von Patienten solle das Medikament am Donnerstag nehmen. Es habe gute Ergebnisse bei anderen Coronaviren wie Sars oder Mers und zumindest auf Zellebene auch bei dem 2019-nCov genannten neuen Virus gezeigt. 761 Patienten nähmen an den Tests teil.

14:00 Uhr: China-Rückkehrer in Quarantäne bekommen Videokonferenzsystem

Die rund 120 China-Rückkehrer in Quarantäne im pfälzischen Germersheim sollen bald besser mit ihren Betreuern außerhalb des Sicherheitsbereichs sprechen können. Alle Beteiligten hätten gemeinsam beschlossen, auf jeder Etage des Blocks in der Bundeswehrkaserne ein Videokonferenzsystem aufzustellen, teilte das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Es bestehe vonseiten der Rückkehrer ein erhöhter Informationsbedarf über behördliche Maßnahmen bezüglich des Coronavirus, hieß es.

Mit dem Konferenzsystem sollen direkt Informationen übermittelt und Fragen beantwortet werden. Derzeit sei die unmittelbare Kommunikation zwischen den Beteiligten außerhalb des Quarantänebereichs und den Rückkehrern erschwert. In der Südpfalz-Kaserne sind die Männer, Frauen und Kinder in einem Wohnblock untergebracht. Das Gebäude ist vom übrigen Kasernengelände unter anderem mit einem Zaun abgetrennt. Mit in Isolation waren 20 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gegangen. Die Quarantäne soll insgesamt etwa zwei Wochen dauern.

13:49 Uhr: Ärztekammer mahnt zur Ruhe im Umgang mit dem Coronavirus

Die Hessische Ärztekammer hat angesichts weltweit steigender Krankheitszahlen zur Ruhe im Umgang mit dem Coronavirus gemahnt. "Alarmistischen Falschmeldungen zum Trotz besteht kein Anlass für Panikmache", betonte Kammerpräsident Edgar Pinkowski in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme.

"In Deutschland haben wir ein funktionierendes Infektionsschutzgesetz mit klaren Melderegelungen, die auch die Verdachtsfälle erfassen", sagte er. So könne eine ungehemmte Verbreitung des Virus effektiv verhindert werden.

13:35 Uhr: 11. Corona-Fall in Bayern, insgesamt 13 Deutsche infiziert

In Bayern gibt es einen elften Coronavirus-Fall. Auch die Frau eines Erkrankten aus dem Landkreis Traunstein sei nun positiv auf das Virus getestet worden, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Der Mann ist, wie die zuvor in Bayern anderen infizierten Erwachsenen, ein Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto in Stockdorf bei München.

In den vergangenen Tagen war bereits bekannt geworden, dass sich auch zwei Kinder des Paares angesteckt haben. Sie sind nach Ärzte-Angaben - ebenso wie die Mutter - symptomfrei. Auch der gesundheitliche Zustand des Vaters ist stabil. Die Familie ist in einem Krankenhaus.

Insgesamt gibt es damit elf bestätigte Fälle in Bayern sowie zwei Deutsche, die auf einer Isolierstation in der Uni-Klinik Frankfurt liegen, nachdem sie mit einem Flug der Bundeswehr aus China nach Deutschland geholt worden waren.

Am Donnerstag wurde zudem bekannt, dass der deutsche Coronavirus-Patient auf der spanischen Insel La Gomera ebenfalls aus Bayern stammt. Er habe Kontakt mit einem Mitarbeiter der Firma Webasto gehabt, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit.

11:35 Uhr: Olympia-Vorbereitungen laufen "wie geplant"

Die Organisatoren der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio haben vor Panikmache und Falschmeldungen im Zuge der Epidemie des neuartigen Coronavirus gewarnt. Die Vorbereitungen auf das Großereignis vom 24. Juli bis 9. August sollen "weiterlaufen wie geplant", sagte Toshiro Muto, Chef des Organisations-Komitees, am Donnerstag.

11:17 Uhr: Air France stoppt China-Flüge bis Mitte März

Wegen des Coronavirus wird die Fluggesellschaft Air France KLM das chinesische Festland bis zum 15. März nicht anfliegen. Ab dem 29. März soll den Angaben zufolge voraussichtlich wieder der normale Flugplan gelten.

10:43 Uhr: Keine Absage des Großen Preis von China bei Formel 1

Eine Absage des Großen Preises von China in Shanghai ist laut Formel-1-Sportchef Ross Brawn kein Thema. Allerdings könnte das für den 19. April geplante Rennen durch den Coronavirus-Ausbruch verschoben werden. "Wir werden uns die Möglichkeit offenlassen, das Rennen später im Jahr durchzuführen", sagte Formel-1-Sportchef Ross Brawn mehreren Medien.

Zuvor hatten die Sportbehörden Shanghais bis auf Weiteres alle Sportereignisse in der Millionen-Metropole auf Eis gelegt.

10:21 Uhr: Starke Einbußen für Indonesiens Tourismus befürchtet

Indonesien fürchtet aufgrund des Coronavirus starke Einbußen in der Tourismusbranche. Wenn im schlimmsten Fall das ganze Jahr über weniger Reisende vor allem aus China kommen, könnte sich das Minus auf vier Milliarden Dollar belaufen, sagt Tourismusminister Wishnutama Kusubandio. Schon bis Januar habe es auf der bei Urlaubern besonders beliebten Insel Bali rund 10.000 Stornierungen gegeben. Auch würden weniger Buchungen für die Sommermonate verzeichnet als sonst um diese Jahreszeit.

9:00 Uhr: Saudi-Arabien blockiert Reisen nach China

Saudi-Arabien blockiert Reisen nach China sowohl für eigene Bürger als auch für nicht saudiarabische Bewohner des Königreiches. Das teilte die Nachrichtenagentur SPA am Donnerstag mit. Wer dagegen verstößt, wird zur Verantwortung gezogen. Ausländer, die in Saudi-Arabien wohnen und nach China gereist sind, dürfen nicht zurückkehren.

06:43 Uhr: Infektiologe aus Schwabing: "Corona ist auf keinen Fall gefährlicher als Influenza"

Die Ansteckungsgefahr und auch die Sterblichkeit sind beim Coronavirus nach Experteneinschätzung etwa gleich hoch wie bei der Influenza. "Corona ist auf keinen Fall gefährlicher als Influenza", sagte der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. Dort werden weiter sieben der zwölf Infizierten in Deutschland behandelt.

Die Sterblichkeit werde zwar in China mit zwei bis drei Prozent angegeben, sagte Wendtner. Aber: "Das halten wir für überschätzt. Wir gehen davon aus, dass die Sterblichkeit deutlich unter einem Prozent liegt, eher sogar im Promillebereich." Das sei eine ähnliche Größe wie bei der Influenza.

Die mutmaßliche Überbewertung bei dem Coronavirus rühre daher, dass in China wegen der Kapazitätsengpässe nur die schweren Fälle in Krankenhäusern aufgenommen würden; die Dunkelziffer sei hoch.

06:23 Uhr: Zehn weitere Corona-Fälle auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess"

An Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan sind zehn weitere Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Donnerstag bekannt. Deutsche Staatsangehörige sind nicht darunter. Es handelt es sich bei den neuen Patienten um vier Personen aus Japan, zwei aus Amerika, zwei aus Kanada, eine aus Neuseeland und eine weitere aus Taiwan.

Damit hat sich die Zahl der an Bord infizierten Personen auf 20 erhöht. Die Betroffenen wurden in Krankenhäuser gebracht. In Japan sind damit bisher 45 Fälle des Virus bestätigt.

04:59 Uhr: Zahl der Virustoten steigt um 73 - insgesamt 28.000 Infektionen

Die Zahl der Toten durch das neuartige Coronavirus in China ist so stark gestiegen wie noch nie. Innerhalb eines Tages waren 73 neue Tote zu beklagen, so die chinesische Gesundheitskommission. Damit stieg die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 563. Die bestätigten Infektionen mit der Lungenkrankheit kletterten auch wieder stark auf mehr als 28.000 Fälle.

Das waren die Meldungen vom 5. Februar

21:55 Uhr - Entwarnung für China-Rückkehrer in Germersheim

Gute Nachricht für die Menschen in der Quarantäne-Station im pfälzischen Germersheim: Bei den Rückkehrern aus China sei kein weiteres Coronavirus nachgewiesen worden, teilte das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium mit. Die Behörden hatten Proben von allen, die in der Kaserne untergebracht sind, untersucht. Niemand wurde positiv getestet. Die Gesundheitsbehörden sehen eine weitere Testung in einer Woche und am Ende der geplanten Quarantänezeit von zwei Wochen vor.

18:19 Uhr - Drei Coronavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff vor Hongkong bestätigt

Wie die Kreuzfahrtgesellschaft "Dream Cruises" bestätigte, gab es an Bord der "World Dream" drei bestätigte Coronavirus-Fälle. Die infizierten Passagiere seien vom 19. Bis 24. Januar an Bord gewesen. Die Behörden in Taiwan hätten dem Kreuzfahrtschiff daraufhin verboten, den Hafen von Kaohsiung anzulaufen, darum sei das Schiff gezwungen gewesen, nach Hongkong zurückzukehren.

Als Vorsichtsmaßnahme seien die Crewmitglieder, die in den Kabinen der Betroffen gearbeitet hätten, unter Quarantäne gestellt worden, so die Kreuzfahrtgesellschaft. Die Kabinen der Infizierten seien versiegelt worden.

16:35 Uhr - Höhepunkt der Coronavirus-Welle steht noch bevor

Gesundheitsminister Jens Spahn vor der Quarantänestation in Germersheim
Gesundheitsminister Jens Spahn befürchtet weitere Infektionen mit dem Coronavirus.
© REUTERS, RALPH ORLOWSKI, joh/

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass die Zahl der nachgewiesenen Infektionen durch das neue Coronavirus weiter steigen wird. "Der Höhepunkt ist noch nicht erreicht. In China nicht, was die Infektionszahlen und die Entwicklung angeht und damit auch für die Welt und für Deutschland nicht", sagte Spahn vor der Quarantäne-Station im pfälzischen Germersheim.

Er wünsche sich nichts mehr, als dass es keine weiteren Infektionen gebe, dies sei aber derzeit nicht auszuschließen. Deutschland sei aber gut vorbereitet. "Den zwölf Infizierten in Deutschland wünschen wir schnelle, vollständige Genesung", sagte Spahn.

16:22 Uhr - Kontakt erzählt: So läuft der Alltag in der Quarantänestation

Noch immer stehen 122 China-Rückkehrer in Germersheim in einer Kaserne unter Quarantäne. Das Leben dort, könne man sich ein bisschen wie im Krankenhaus vorstellen, erfuhr RTL von einem Kontakt. Jeder habe sein eigenes Zimmer, das möglichst auch nicht verlassen werden sollte. Die Menschen wurden angewiesen, immer mindestens eine Armlänge Abstand zu den anderen Personen in der Quarantäne einzuhalten.

Wer sein Zimmer verlässt, um beispielsweise ein Runde ums Gebäude zu laufen, muss einen Mundschutz tragen. Außerdem sollen sich die Bewohner der Quarantäne-Station regelmäßig desinfizieren. Auch die Malzeiten morgens, mittags und abends werden nicht zusammen eingenommen, wie der Kontakt erzählt. Jeder esse für sich in seinem Zimmer. Die Betreuung durch das Rote Kreuz sei sehr gut. Alle Betreuer seien freiwillig im Einsatz und würden für die Menschen in Quarantäne ihr möglichstes tun, so der Kontakt.

15:52 Uhr - Forscher vermelden Durchbruch bei Medikament gegen das Virus

Das chinesische Fernsehen berichtete, Forscher der Universität Zhejiang hätten ein wirksames Medikament zur Behandlung des Coronavirus gefunden. Parallel sagte ein britischer Wissenschaftler dem Sender "Sky News", sein Team habe einen "bedeutenden Durchbruch" erzielt.

Ob es bald einen Impfstoff geben wird, ist noch offen. Bisher hieß es immer, die Entwicklung eines Impfstoffes könnte Monate dauern.

12:55 Uhr: Mütter können neuen Coronavirus an Neugeborene weitergeben

Mit dem Coronavirus infizierte Mütter können den Erreger an ihr Neugeborenes weitergeben. Ein solcher Infektionsfall sei bei einem Säugling nur 30 Stunden nach der Geburt festgestellt worden, berichtete der Chef der Neugeborenenabteilung des Kinderkrankenhauses von Wuhan, Zeng Lingkong, nach Angaben der Nachrichtenagentur China News Service. Das Baby zeige stabile Lebenszeichen, habe aber eine Entzündung der Lungen und eine leicht abnormale Leberfunktion, berichtete der Arzt. Zuvor seien allerdings Kinder von infizierten Müttern zur Welt gebracht worden, bei denen der Test auf den Erreger negativ gewesen sei. Die jetzt zur Verfügung stehenden Daten zeigten jedoch, dass Neugeborene nicht von einer Ansteckung ausgenommen seien. 

10:29 Uhr: Quarantänen-Schiff "Diamond Princess" sticht wieder in See

Die "Diamond Princess" ist wieder in See gestochen. Das Schiff lag bislang im Hafen vor Yokohama in Japan – jetzt ist es wieder unterwegs. Laut Facebook-Berichten von britischen Gästen, die sich auf dem Schiff befinden, startete das Schiff, um die Frischwasseraufbereitung wieder in Gang zu bringen. Auf dem Portal "MarineTraffic" war zu sehen, dass sich das Schiff jetzt vor der Küste Japans befindet.

Sie haben demnächst eine Kreuzfahrt geplant? Ob solche Reisen wegen des Coronavirus derzeit besonders gefährlich sind, hat uns RTL-Reiseexperte Ralf Benkö hier erklärt.

Das Schiff befindet sich derzeit vor der Küste Japans.
Das Schiff befindet sich derzeit vor der Küste Japans.
© MarineTraffic

09:59 Uhr: Lufthansa prüft Flugverbindungen nach Hongkong

Nach dem Aussetzen der Flüge nach China prüft die Lufthansa ihre Verbindungen nach Hongkong. "Wir beobachten die Situation", sagt ein Konzernsprecher. Bei einer neuen Entscheidungsgrundlage werde man die Lage neu sondieren. Derzeit fliege die Lufthansa zwölfmal wöchentlich in die Finanzmetropole und die Tochter-Airline Swiss siebenmal. Jüngst haben die US-Fluglinien United Airlines und American Airlines bereits ihre Flugverbindungen nach Hongkong ausgesetzt.

09:40 Uhr: Zweite Notfall-Klinik in Wuhan fast fertig

Im Kampf gegen das Coronavirus hat China in weniger als zwei Wochen das zweite Notfall-Krankenhaus in Wuhan hochgezogen - in gerade einmal neun Tagen. Auf rund 7,5 Hektar soll es rund 1.600 Betten für Infizierte geben. Es trägt den Namen "Leishenshan", "Berg des Feuergottes". Nach dem chinesischen Volksglauben sollen die Götter des Feuers oder des Vulkans helfen, Krankheiten zu bekämpfen. 

08:29 Uhr: Deutsche auf japanischem Kreuzfahrtschiff sind nicht erkrankt

Sie werden zwar noch für knapp zwei Wochen in Quarantäne bleiben müssen - doch die acht Deutschen an Bord der "Diamond Princess" im Hafen von Yokohama sind nicht am Virus erkrankt. Bei den Infizierten handelt es sich laut der Reederei um drei Passagiere aus Japan, zwei aus Australien, drei aus Hongkong und einen Gast aus den USA sowie um ein Crewmitglied von den Philippinen. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht. 

New coronavirus Photo taken from a Kyodo News helicopter on Feb. 5, 2020, shows a Japan Coast Guard patrol boat pulling up beside luxury cruise ship Diamond Princess which has been kept at anchor off Daikoku Pier in Yokohama near Tokyo since Feb. 3 a
Fotos von Bord des Schiffes "Diamond Princess" zeigen mehrere Mitarbeiter mit Schutzmasken und -anzügen.
© imago images/Kyodo News, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

08:22 Uhr: Hamburger Forscher wollen Impfstoff entwickeln

Hamburger Wissenschaftler am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) in Hamburg beginnen mit den Vorbereitungen zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen das neue Coronavirus. Gemeinsam mit einem Team vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung beschäftigen sich die Forscher schon länger mit Viren der Coronafamilie. Weil das neue Virus auch dazu zählt, erweitern die Wissenschaftler jetzt ihre Arbeit. Erste Test eines neuen Impfstoffs sind frühestens in drei bis sechs Monaten möglich, frühestens in einem Jahr könnte es dann auf den Markt kommen, wie das Hamburger Abendblatt berichtet.

07:55 Uhr: Tausenden Haustieren in Wuhan droht der Hungertod

Viele Menschen haben Wuhan, das Epizentrum des Coronavirus', verlassen oder stehen unter Quarantäne - rund 50.000 Haustiere aber blieben zurück. Nach Schätzungen sind noch immer 5.000 Tiere auf sich gestellt. Wenn niemand kommt und sie rettet, werden sie verhungern. Tierschützer brechen deshalb im Auftrag der Besitzer in Wohnungen ein, um verwaisten Hunden und Katzen zu helfen.

07:50 Uhr: 1.800 Menschen sitzen auf weiterem Kreuzfahrtschiff vor Hongkong fest

Hongkong testet mehr als 1.800 Passagiere und Besatzungsmitglieder eines Kreuzfahrtschiffes auf eine Infektion mit dem Coronavirus. 30 Angehörige der Crew hätten über Fieber und andere Symptome geklagt, teilen die Hongkonger Behörden mit. Niemand dürfe ohne eine besondere Erlaubnis an Bord. 90 Prozent der Passagiere der "World Dream" seien Bürger der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong. Vom chinesischen Festland stamme keiner der Reisenden. Allerdings hielten sich vom 19. bis 24. Januar drei Festland-Chinesen auf dem Schiff auf, bei denen das Virus festgestellt wurde.

06:26 Uhr: Zehn Fälle von Coronavirus auf japanischem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess"

Officers in protective gears are pictured at a maritime police's base where people who were transferred from cruise ship Diamond Princess arrived in Yokohama, south of Tokyo, Japan February 5, 2020. REUTERS/Kim Kyung-Hoon
Arbeiter in Schutzanzügen am Hafen in Yokohama, wo das Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne liegt.
© REUTERS, KIM KYUNG-HOON, KKH/TC

An Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan sind zehn Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Mittwoch bekannt. Sie wurden in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa, wo das Schiff vor Anker liegt, ins Krankenhaus gebracht. Ob auch Deutsche darunter positiv getestet wurden, konnte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Tokio nicht sagen. Auch der Deutschen Botschaft in Tokio lagen zunächst keine Informationen vor. An Bord des Schiffes befinden sich laut der Reederei "Princess Cruises" auch acht deutsche Passagiere.

Die rund 3.700 Passagiere und Crew-Mitglieder sollten zunächst für weitere 14 Tage an Bord bleiben, sagte Gesundheitsminister Katsunobu Kato. Anlass für die Quarantäne-Maßnahme war ein 80-Jähriger aus Hongkong, der am Samstag positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Der Mann sei am 20. Januar in Tokios Nachbarstadt Yokohama zugestiegen und fünf Tage später in Hongkong von Bord der "Diamond Princess" gegangen, hieß es.

05:09 Uhr: 4.000 Neu-Infizierte in China

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen und der Toten durch das neuartige Coronavirus ist in China wieder schneller gestiegen als in den Tagen zuvor. Die Zahl der Patienten stieg seit gestern um fast 4.000 auf mehr als 24.000. Das berichtete die Gesundheitskommission in Peking. Die Zahl der Toten liegt inzwischen bei 490.

04:49 Uhr: Reitturnier in Hongkong wegen Coronavirus abgesagt

Wegen der Verbreitung des Coronavirus ist das internationale Reitturnier in Hongkong abgesagt worden. Das teilte der Veranstalter auf seiner Homepage mit. 

Das waren die Meldungen vom 4. Februar:

23:03 Uhr - Auch Infizierte mit schwachen Symptomen können Coronavirus übertragen

Das Coronavirus kann nach Erkenntnissen deutscher Forschungsinstitute auch von Patienten mit nur sehr milden Krankheitssymptomen übertragen werden. Das teilten die Charité in Berlin, die München Klinik Schwabing und das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr am Dienstagabend in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Die Experten begründen ihre Aussage mit der Beobachtung, dass einige der derzeit in der München Klinik Schwabing wegen der Lungenkrankheit behandelten Patientinnen und Patienten mit Coronavirus-Infektion auch bei nur schwachen Krankheitssymptomen ansteckende Viren in ihrem Nasen-Rachen-Raum aufweisen würden.

Zudem sei festgestellt worden, dass sich das neuartige Coronavirus bei den betroffenen Patienten unabhängig von der Lunge auch im Nasen-Rachen-Raum und im Verdauungstrakt vermehrt. Diese Beobachtungen seien deutliche Hinweise für eine Übertragbarkeit des Virus bereits bei milder oder beginnender Erkältungssymptomatik wie zum Beispiel Halsschmerzen, einer Nasennebenhöhlen-Infektion oder nur einem leichten allgemeinen Krankheitsgefühl ohne Fieber.

22: 30 Uhr - China: Werden Dorfbewohner mithilfe von Drohnen überwacht?

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat ein chinesischer Fotograf nach eigener Darstellung mit seiner Drohne bei der Überwachung von Dorfbewohnern geholfen, sagte er der dpa am Telefon. Vor allem die Älteren hätten sich nicht an die Sicherheitsvorschriften gehalten. In einem Video, das der Fotograf veröffentlichte, ist zu sehen, wie Menschen gefilmt und aufgefordert werden, nach Hause zu gehen und einen Mundschutz zu tragen. Das Video zeigen wir hier. 

19:45 Uhr - Interaktive Karte: Das Coronavirus weltweit

Interaktive Karte über  Ausbreitung Coronavirus
Interaktive Karte: Überblick Coroanvirus
© Internet

Wenn sie sich selber einen Überblick verschaffen wollen, wo überall das Coronavirus aufgetreten ist, finden sie hier eine interaktive Karte mit allen Infos. Die Karte wird ständig aktualisiert und beruht auf Daten der Weltgesundheitsorganisation.

18:06 Uhr - Geburtstag in der Coronavirus-Quarantäne

Seit Tagen sitzen 122 Menschen in Germersheim in einer Bundeswehrkaserne in Quarantäne. Hier ein paar Eindrücke, wie ihr Leben dort aussieht.

17:30 Uhr - "Ein Virus kennt keine Grenzen und keine Reisebeschränkung" - Bundesminister Spahn fordert EU-Zusammenarbeit

"Das Virus ist eine Bedrohung für all unsere Bürger." sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn heute in Paris. Er will sich mit allen EU-Gesundheitsministern treffen und sich im Kampf gegen das Virus abstimmen. Es soll dann auch um mögliche Einreisebeschränkungen gehen.

16:28 Uhr - 122 Menschen in Quarantäne-Einrichtung geht es gut

03.02.2020, Rheinland-Pfalz, Germersheim: Ein Schild mit der Aufschrift «Südpfalz-Kaserne» hängt am Eingang zur Südpfalz-Kaserne. In der Kaserne sind die Personen aus China, die am Wochenende mit einem Bundeswehrflugzeug aus der stark vom Corona-Viru
Quarantäne-Station in der Südpfalz-Kaserne in Germersheim
© dpa, Uwe Anspach, ua lop

Bisher zeigt keiner der 122 Deutschen in der Quarantäne-Einrichtung in Germersheim irgendwelche Symptome. Bei allen wurde ein Rachenabstrich gemacht. Damit soll überprüft werden, ob jemand das Coronavirus in sich trägt. Die Ergebnisse sollen am Mittwoch vorliegen.

16:11 Uhr - Gruppentrennung in Quarantäne-Einrichtung aufgehoben

Bisher galt in der deutschen Quarantäne-Einrichtung in Germersheim eine strikte Trennung der 122 Menschen in vier Gruppen. So wollte man eine mögliche Ausbreitung des Virus eindämmen. Doch weil das Gebäude zu klein ist, war die Trennung nicht möglich. Deshalb hat man jetzt alle zu einer Gruppe zusammengefasst. Für alle gilt aber weiterhin, dass sie ihre Räume nicht unnötig verlassen sollten. 

14:51 Uhr: Kreuzfahrtschiff in Japan unter Quarantäne gestellt - Reederei sagt Kreuzfahrt ab

Die Reederei "Princess Cruises" hat eine geplante Reise des Kreuzfahrtschiffs Diamond Princess ab Yokohama in Japan abgesagt. Das Schiff steht in Japan unter Quarantäne, auch acht Deutsche sind an Bord - sie gehören noch zu den 2.666 Passagieren der letzten Reise des Kreuzers. Auch mehr als 1.000 Besatzungsmitglieder befinden sich noch auf dem Schiff

Hintergrund dieser Maßnahme ist die Erkrankung eines Gastes aus Hongkong, der am 20. Januar mit der Diamond Princess in Yokohama eine Kreuzfahrt angetreten hatte und am 25. Januar in Hongkong von Bord ging. Am 1. Februar, sechs Tage nach Verlassen des Schiffes, wurde er positiv auf das Coronavirus getestet.

 New Coronavirus Photo taken from a Kyodo News helicopter on Feb. 4, 2020, shows luxury cruise ship Diamond Princess off Daikoku Pier in Yokohama near Tokyo. The previous day, an elderly passenger who disembarked in Hong Kong late January was found i
Das Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" steht im Hafen von Yokohama (Japan) unter Quarantäne. An Bord befinden sich noch 3.700 Menschen, darunter auch acht Deutsche.
© imago images/Kyodo News, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

14:41 Uhr: Deutschen Coronavirus-Patienten geht es gut

Die beiden mit dem Coronavirus infizierten Patienten an der Frankfurter Uniklinik sind wohlauf. "Sie haben keine Symptome", sagte der Leiter Gesundheitsamt Frankfurt, René Gottschalk, am Dienstag. "Es geht ihnen sehr gut." Wie lange sie auf der Isolierstation bleiben müssten, könne noch nicht vorhergesagt werden, da es sich um einen neuen Virus handele. Die zwei Patienten müssten virenfrei sein, um die Isolierstation verlassen zu können.

Alle 122 Rückkehrer in der Südpfalz-Kaserne sind erneut auf das Coronavirus untersucht worden. Mit ersten Ergebnissen rechnet das Gesundheitsministerium in Mainz am Mittwoch.

12:30 Uhr - Abgelaufene Visa: NRW erlaubt chinesischen Touristen zu bleiben

Chinesische Touristen, deren Visum für Deutschland abgelaufen ist, sollen zunächst in Nordrhein-Westfalen bleiben dürfen. Das hat der stellvertretende Ministerpräsident des Landes, Joachim Stamp, in Düsseldorf mitgeteilt. Dies sei ein "Gebot der Fairness".

Außerdem setzt NRW alle Abschiebungen in die Volksrepublik aus. Es sei nicht verantwortbar, eigene Landsleute aus China auszufliegen und gleichzeitig Menschen dorthin zurückzuführen, so Stamp.

10:54 Uhr - Erste Karnevalsveranstaltung in Düsseldorf abgesagt

Eigentlich sollte am kommenden Freitag der traditionelle Prinzenpaar-Empfang in der Versicherungsagentur des Prinzen der vergangenen Session stattfinden. Doch aus Angst vor dem Coronavirus wurde die Veranstaltung abgesagt. Der Grund: Eine Mitarbeiterin ist erst am Samstag von einer China-Reise zurückgekehrt. Sie ist gebürtige Chinesin.

09:45 Uhr - Acht Deutsche sitzen auf Kreuzfahrtschiff in Yokohama fest

Auf dem im Hafen der japanischen Stadt Yokohama unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiff befinden sich nach RTL-Informationen auch acht Deutsche. Insgesamt sind laut der US-amerikanische Kreuzfahrt-Reederei "Princess Cruises" fast 2700 Gäste an Bord.

Ein Gast aus Hongkong, der am 20. Januar mit dem Schiff "Diamond Princess" eine Kreuzfahrt angetreten hatte und am 25. Januar in Hongkong von Bord gegangen ist, wurde sechs Tage nach Verlassen des Schiffes positiv auf das Coronavirus getestet. Während seiner Zeit an Bord ließ er sich nicht von Ärzten behandeln. Derzeit befindet er sich laut Reederei in einem Krankenhaus in Hongkong, sein Zustand soll stabil sein.

08:50 Uhr - Coronavirus auch in Belgien nachgewiesen

Ein am Sonntag aus Wuhan ausgeflogener belgischer Staatsbürger ist positiv auf das Virus getestet worden. Das gaben die belgischen Gesundheitsbehörden bekannt. Acht weitere Rückkehrer seien nicht infiziert.

Erstmals ist die Krankheit auch bei einem Bürger Malaysias nachgewiesen worden. Er hatte sich im Januar mit Kollegen aus China in Singapur getroffen, mit dabei war auch einer aus Wuhan. Die Symptome seien dann eine Woche nach seiner Rückkehr nach Malaysia aufgetreten.

08:00 Uhr - Weitere Metropole außerhalb des Virus-Krisengebiets stoppt Busverkehr

Jetzt hat mit der chinesischen Metropole Hangzhou die zweite Stadt außerhalb der schwer von dem Coronavirus betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina radikale Maßnahmen ergriffen: Im mehr als zwei Millionen Einwohner zählenden Stadtbezirk Xiaoshan wird der innerstädtische und überregionale Busverkehr eingestellt. Außerdem forderte die Stadtregierung alle zehn Millionen Bewohner der Metropole auf, möglichst nicht vor die Tür zu gehen. Familien sollten ein Mitglied bestimmen, das alle zwei Tage zum Einkaufen vor die Tür gehen könne.

06:51 Uhr: Macau schließt Casinos für zwei Wochen

FILE PHOTO: People walk in front of Casino Lisboa in Macau, China December 21, 2019. REUTERS/Jason Lee/File Photo
Eins der Casinos in Macau.
© REUTERS, Jason Lee, /FW1F/Lisa Shumaker

Wegen der Ausbreitung des Virus schließen in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau zwei Wochen lang die berühmten Casinos. Das teilte der Regierungschef von Macau mit.

06:48 Uhr: Polizei in China nimmt Frau fest - Kontakt mit erkrankter Person "absichtlich verschleiert"

Die Polizei in China nimmt der staatlichen Nachrichtenagentur zufolge eine Frau fest, die den Kontakt mit einer Person aus einem vom Coronavirus betroffenen Gebiet "absichtlich verschleiert" haben soll. Die 36-jährige Frau befindet sich in der nördlichen Gemeinde Tianjin in Untersuchungshaft. Es gibt zunächst keine Details darüber, ob oder wann sie freigelassen wird. Ein High Court in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang sagt, dass laut einer Gerichtsmitteilung vom 31. Januar Menschen, die das Virus absichtlich verbreiten, die Todesstrafe drohen könnte.

06:42 Uhr: Japanisches Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne gestellt

Im Hafen von Yokohama in Japan sind mehr als 3700 Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes unter Quarantäne gestellt. Ein Mann aus Hongkong, der im vergangenen Monat auf dem Schiff reiste, wurde positiv auf Coronavirus getestet. Der 80-jährige Mann flog nach Japan und bestieg das Schiff "Diamond Princess" der Reederei Carnival Japan am 20. Januar in Yokohama und landete am 25. Januar in Hongkong, wie das Unternehmen mitteilt.

Auch in Italien steckte kürzlich ein Kreuzfahrtschiff stundenlang im Hafen fest, weil es an Bord einen Verdacht auf das Coronavirus gegeben hatte. RTL-Reiseexperte Ralf Benkö hat für uns eingeschätzt, wie gefährlich Kreuzfahrten zur Zeit wirklich sind.

05:44 Uhr: Erster Todesfall in Hongkong

Erstmals ist auch ein Patient aus Hongkong ums Leben gekommen. Die Krankenhausbehörde der chinesischen Sonderverwaltungsregionen bestätigte den Tod eines 39-Jährigen. Laut "South China Morning Post" hatte der Mann zuvor die besonders schwer vom Virus betroffene Stadt Wuhan besucht. Seit Ausbruch der neuen Lungenkrankheit ist es erst der zweite bestätigte Todesfall außerhalb des chinesischen Festlands. 

05:39 Uhr: 3.200 neue Fälle innerhalb eines Tages in China

Die Zahl der Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus ist in China erneut sprunghaft angestiegen. Wie die chinesische Gesundheitsbehörde mitteilte, gibt es inzwischen mehr als 20 400 bestätigte Erkrankungen - das sind im Vergleich zu gestern mehr als 3.200 neue Fälle. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 425. Es ist der bisher stärkste Anstieg innerhalb eines Tages. 

Das waren die Meldungen vom 3. Februar:

21:06 Uhr - Höhepunkt der Infektionswelle steht noch bevor

Die Coronavirus-Epidemie wird ihren Höhepunkt nach Einschätzung chinesischer Experten in 10 bis 14 Tagen erreichen. Dafür müssten aber vorbeugende Maßnahmen verstärkt werden, sagte der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Coronavirus, Zhong Nanshan, nach Angaben chinesischer Staatsmedien.

An der neuen Lungenkrankheit sind in Festland-China mittlerweile mehr Menschen gestorben als an der Sars-Pandemie vor 17 Jahren. Die Gesundheitskommission in Peking meldete am Montag den bisher stärksten Anstieg der Infektionen und Todesfälle innerhalb eines Tages. Die Zahl der Toten in China erhöhte sich auf 361, die Zahl der bestätigten Infektionen in China kletterte sprunghaft um 2829 auf 17 205 Fälle.

In Bayern wurde am Montag eine weitere Infektion bestätigt. Damit stieg die Zahl der Infizierten in dem Bundesland auf neun und bundesweit auf elf Menschen. Ein weiterer infizierter Deutscher war auf der Kanareninsel La Gomera registriert worden. Er soll Kontakt zu einem in Deutschland infizierten Patienten gehabt haben.

19:44 Uhr - Neunter Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt

In Bayern wurde ein weiterer Coronavirus-Fall bestätigt. Ein weiteres Kind der infizierten Mitarbeiters einer Starnberger Firma wurde positiv auf das Virus getestet. Die ganze Familie des Mannes aus dem Landkreis Traunstein ist im Krankenhaus unter Quarantäne. "Alle drei Familienmitglieder, die positiv getestet worden sind, befinden sich nach Ärzte-Angaben derzeit in einem stabilen gesundheitlichen Zustand", teilte das bayrische Gesundheitsministeruim mit. Damit gibt es nun neun bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern. 

17:46 - Erster Blick in das Coronavirus-Notkrankenhaus

In nur 10 Tagen gebaut, wurde heute in Wuhan das erste von zwei Notkrankenhaus eröffnet. Hier der erste Blick ins Innere. 

17:14 Uhr - Klinkbau in Rekordzeit

02.02.2020, China, Wuhan: Das Huoshenshan (Berg des Feuergottes) Krankenhaus in Wuhan, der zentralchinesischen Provinz Hubei. Im Kampf gegen das Corona-Virus hat China in weniger als zwei Wochen das erste von zwei Notkrankenhäusern gebaut. Foto: -/Xi
Coronavirus - Notkrankenhäusern
© dpa, -, dul

In nur 10 Tagen haben die Chinesen in Wuhan ein Krankhaus zur Behandlung von Coronavirus-Infizierten gebaut. Hier sehen sie den Rekordbau im Video

16:40 Uhr - "Händeschütteln und Berührungen verboten"

In der Quarantäne-Station in der Kaserne in Germersheim gbit es klare Hygiene-Vorschriften. 
Im ganzen Gebäude gibt es überall Handdesinfektionspender. Die 120 China-Rückkehrer sollen in ihren Räumen bleiben. Wer den Raum verlässt, muss einen Mundschutz tragen. Händeschütteln und Berührungen sind verboten.

Einkäufe im Kiosk laufen so ab: "Die Personen zeigen, was sie wollen, treten dann zurück. Der Mitarbeiter des DRK legt die Sachen dann auf den Tisch und trit auch zurück und dann erst kann es genommen werden" erklärt Kai Kranich vom DRK.

16:31 Uhr - "Quarantäne ist kein Gefängnis"

Den 120 deutschen China-Rückkehrern geht es in ihrer Quarantäne-Einrichtung offenbar gut. 20 ehrenamtliche Helfer des DRK betreuen sie.

Kai Kranich vom DRK beschreibt die Lage so:

"Ein Leben in Quarantäne kann man sich so vorstellen, wenn sie Stubenarrest bekommen von ihrer Mama.Es ist nichts witziges nichts schönes. Wir besuchen sie täglich mehrfach."

"Um das Kasernengebäude ist ein Zaun gezogen und in diesem Außenbereich können sie sich bewergen"

16:12 Uhr - China stoppt alle Dopingkontrollen

Wegen des weiter um sich greifenden Coronavirus hat Chinas Anti-Doping-Agentur CHINADA sechs Monate vor den Olympischen Sommerspielen in Tokio beschlossen, ihre Dopingkontrollen "aus Gründen des Gesundheitsschutzes" bis auf Weiteres auszusetzen.

Über diese Entscheidung informierte die Internationale Kontrollagentur ITA mit Sitz in Lausanne.

"Es ist eine Vorsichtsmaßnahme, um Sportler und Kontrolleure nicht zu gefährden", teilte die ITA mit. Natürlich erkenne man die Bedeutung der Kontrollen grundsätzlich an, "aber die Priorität besteht darin, die öffentliche Gesundheit für alle zu bewahren". Die Kontrollen durch die CHINADA würden laut ITA wieder aufgenommen, "sobald sich die Situation bessert".

15:20 Uhr - Alle 120 deutsche China-Rückkehrer werden auf Virus getestet

Die Verantwortlichen der Quarantäne-Station in Germersheim haben sich entschieden jetzt doch alle 120 China-Rückkehrer auf das Coronavirus zu testen. Bisher hieß es, dass nur bei auffälligen Symptomen getestet werden soll. Bis morgen soll bei allen Proben genommen werden. Dei Überprüfung kann mehrere Tage dauern.

In 6 - 7 Tage soll es einen einen weiteren Test geben. Dann sollen auch alle Helfer in der Station getestet werden.

15: 15 Uhr - Lufthansa streicht weitere Flüge nach China

Die Lufthansa sgtreicht bis zum 28. Februar alle Flüge nach Peking und Shanhai. Die Flüge nach Nanjing, Shenyang und Qingdao sind sogar bis zum 28. März gestrichen. 

13:54 Uhr: Alle Corona-Erkrankten in Bayern in "stabilem Zustand"

Das Bayerische Gesundheitsministerium teilte am Montagnachmittag mit, dass sich alle Corona-Erkrankten in Bayern in stabilem gesundheitlichem Zustand befinden. Bei allen Erkrankten aus Bayern handelt es sich um Mitarbeiter der Firma Webasto, die kurz zuvor in Kontakt mit Gästen aus China gestanden hatten

13:00 Uhr: Kampf gegen Virus hat höchste Priorität in China

Der chinesische Präsident Xi Jinping räumt dem Kampf gegen das Coronavirus absolute Priorität ein. Das sei die wichtigste Aufgabe, zitieren staatliche Medien Xi. Er werde auch die Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen gegen das Virus vorantreiben. Die Führung der Volksrepublik werde die Auswirkungen der Epidemie auf die Wirtschaft genau beobachten, berichten die Medien weiter.

12:15 Uhr: #JeNeSuisPasUnVirus - Menschen mit asiatischer Herkunft prangern Diskriminierung an

In Frankreich, wo es mehrere Coronavirus-Fälle gibt, prangerten Menschen asiatischer Herkunft diskriminierendes Verhalten an. Unter dem Hashtag #JeNeSuisPasUnVirus (auf Deutsch: Ich bin kein Virus) berichteten sie in den sozialen Netzwerken von ihren Erfahrungen mit Rassismus im Alltag seit Aufkommen des Virus. Eine junge Frau etwa schrieb auf Facebook, eine Gruppe Mädchen habe in der Annahme, sie verstehe kein Französisch, über sie abfällig gesprochen und Witze über das Coronavirus gemacht. "Ich bin nicht Chinesin, aber das macht mich wirklich traurig", schrieb sie in ihrem Post.

11:59 Uhr: Soziale Folgen für in Deutschland lebende Chinesen "viel schlimmer als gesundheitliche Folgen"

Die Ausbreitung des Coronavirus hat auch deutliche Auswirkungen auf das soziale Leben der in Frankfurt lebenden Chinesen. "Die Leute sind in großer Sorge", sagt die Geschäftsführerin des Frankfurter Konfuzius-Instituts Christina Werum-Wang. "Sie gehen nicht vor die Tür, meiden Menschenansammlungen und sorgen sich um ihre Angehörigen in China." Zudem würden Menschen, die aktuell oder kürzlich aus China zurückgekommen sind, gemieden.

"Nach meiner persönlichen Einschätzung sind die sozialen Folgen viel gravierender als die gesundheitlichen Auswirkungen", sagte Werum-Wang. Die Deutschen seien diesbezüglich entspannter. Am Samstag habe es beispielsweise ein Neujahrskonzert in der Community gegeben: Während zahlreiche Chinesen wegen des Virus zu Hause geblieben sind, habe es von den Deutschen keine Absagen gegeben.

11:38 Uhr - Erkrankte in Deutschland sind weitgehend frei von Symptomen

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums sind die Deutschland unverändert zehn Coronavirus-Infizierte bekannt. Diese seien "alle weitgehend symptomfrei oder symptomarm", sagt ein Ministeriumssprecher.

Der Autozulieferer Webasto lässt seine Firmenzentrale in Stockdorf bei München bis einschließlich Dienstag kommender Woche geschlossen. "Das sind dann seit unserer Schließung insgesamt zwei Wochen. Damit orientieren wir uns an der von Experten für den Virus angenommenen längsten Inkubationszeit von 14 Tagen", erklärt Vorstandschef Holger Engelmann. Sieben Webasto-Mitarbeiter in Deutschland und das fünfjährige Kind eines Beschäftigten tragen den Coronavirus in sich, nachdem es von einer chinesischen Mitarbeiterin eingeschleppt worden war.

10:45 Uhr: Kreuzfahrt-Reedereien nehmen China-Reisende nicht mehr an Bord

Wer bald eine Kreuzfahrt geplant hat und vor kurzem noch in China war, sollte sich auf Komplikationen gefasst machen. Die internationalen Kreuzfahrt-Reedereien wollen keine Passagiere oder Besatzungsmitglieder mehr an Bord lassen, die in den vergangenen zwei Wochen auf dem chinesischen Festland unterwegs waren. Das teilte der internationale Kreuzfahrt-Verband CLIA am Montag in Hamburg mit. Zudem würden wegen des Coronavirus Reisen und Routen in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und der Weltgesundheitsorganisation WHO gegebenenfalls umdisponiert, verändert oder gestrichen. 

10:30 Uhr: Hongkong macht Grenzen zu China größtenteils dicht

03.02.2020, China, Hongkong: Die Ärzte und Krankenschwestern der öffentlichen Krankenhäuser protestieren, damit die Regierung der SAR Hongkong die Grenze zwischen Hongkong und China schließt, um die weitere Verbreitung des Coronavirus zu kontrolliere
In Hongkong haben Dutzende Ärzte und Pfleger protestiert, um die Regierung dazu zu bringen, alle Grenzen zu Festland-China zu schließen.
© dpa, Liau Chung-Ren, zeus dul

Die Finanzmetropole Hongkong riegelt einen Großteil der Grenzübergänge zum chinesischen Festland ab, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Zehn von 13 Grenzübergängen würden geschlossen, teilt Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam mit. Am Montag sind in der Stadt Hunderte Ärzte und medizinisches Personal auf die Straße gegangen, um eine komplette Schließung der Grenzen zu fordern.

10:15 Uhr: WHO beklagt Informationsflut zu Coronavirus

Zum Coronavirus kursieren vor allem in den sozialen Medien viele Informationen – nicht alle davon sind wahr. Die Weltgesundheitsorganisation zeigte sich über diese "massive Infodemie", also die Überschwemmung mit Informationen, besorgt.

Deshalb hat die WHO eine große Informationskampagne auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien gestartet. Darin beantwortet sie etwa Fragen wie: Kann das Essen von Knoblauch gegen das Coronavirus helfen? Antwort: Dafür gibt es keinen Beleg.

10:00 Uhr: Wuhan-Rückkehrer in Frankreich nicht erkrankt

Der Coronavirus-Verdacht der Wuhan-Rückkehrer aus Frankreich hat sich nicht bestätigt. Entsprechende Tests seien negativ ausgefallen. Knapp 20 Menschen standen seit Sonntag in Frankreich unter Beobachtung, da sie nach Angaben von Gesundheitsministerin Agnès Buzyn Symptome gezeigt hatten. Sie wurden auf dem Militärflughafen Istres untersucht.

08:45 Uhr: China wirft Ländern Überreaktion vor - Russland will Erkrankte ausweisen

Die chinesische Regierung in Peking wirft einigen Ländern vor, im Zusammenhang mit dem Coronavirus überzureagieren. Vor allem die USA hätten ununterbrochen Panik verbreitet, dafür China aber keine wirkliche Hilfe angeboten. China hoffe, dass die Länder vernünftig, besonnen und auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse reagierten, hieß es aus dem Außenministerium.

Unterdessen erwägt Russland, mit dem Coronavirus infizierte Ausländer aus dem Land auszuweisen. Das meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Ministerpräsident Michail Mischustin.

07:45 Uhr: Japan trifft Vorbereitungen für Olympische Spiele

Japan bemüht sich laut Ministerpräsident Shinzo Abe darum, Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs auf die in knapp einem halben Jahr in Tokio geplanten Olympischen Spiele zu verhindern. Die Regierung suche engen Kontakt zu allen Verantwortlichen wie dem Internationalen Olympischen Komitee und der Weltgesundheitsorganisation, um die richtigen Schritte einzuleiten, sagt Abe vor einem Parlamentsausschuss. Absagen wolle man die Spiele, die am 24. Juli starten sollen, nicht.

07:25 Uhr: China stellt erstes Krankenhaus fertig - nach nur zehn Tagen

News Bilder des Tages 200202 -- WUHAN, Feb. 2, 2020 -- Aerial photo taken on Feb. 2, 2020 shows the Huoshenshan Fire God Mountain Hospital in Wuhan, central China s Hubei Province. China has built a makeshift hospital in 10 days to battle against the
Luftaufnahmen zeigen den neuen Krankenhauskomplex.
© imago images/Xinhua, Li He via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Nach nur acht Tagen Bauzeit hat Wuhan das erste Krankenhaus zur Isolation von Coronavirzus-Patienten fertiggestellt. Die ersten Patienten werden am Montag erwartet, berichten staatliche Medien. Das Krankenhaus "Huoshenshan" ("Feuergott Berg") umfasst 1000 Betten. Mehr als 7500 Arbeiter sind an dem Schnellbauprojekt beteiligt. Das zweite Krankenhaus "Leishenshan" ("Donnergott Berg") mit 1600 Betten soll am 05. Februar eröffnet werden. Die Pläne für die Bauprojekte stammen von einem ähnlichen Schnellbau in Peking aus dem Jahr 2003 zur Bekämpfung des SARS-Virus.

dpatopbilder - 24.01.2020, China, Wuhan: Zahlreiche Bagger arbeiten im Stadtbezirk Caidian auf einem Baugelände, auf dem ein Spezialkrankenhaus für mit dem Corona-Virus infizierte Patienten gebaut werden soll. Das Krankenhaus wird nach dem Vorbild de
Dieses Foto von der Baustelle eines der Krankenhäuser ging um die Welt – Dutzende Bagger waren daran beteiligt, das Krankenhaus in Rekordzeit aus dem Boden zu stampfen.
© dpa, Xiao Yijiu, lop

06:40 Uhr: Mehr Tote durch Coronavirus als bei Sars

In China sind schon jetzt mehr Menschen durch das neuartige Coronavirus ums Leben gekommen als bei der Sars-Pandemie vor 17 Jahren. Die Gesundheitskommission in Peking meldete am Montag den bisher stärksten Anstieg der Infektionen und Todesfälle innerhalb eines Tages. An der Lungenkrankheit starben demnach erneut 57 Menschen. Damit stieg die Gesamtzahl auf 361 Tote - mehr als es 2002/2003 in der Volksrepublik durch das Schwere Akute Atemwegssyndrom (Sars) gegeben hatte. Weltweit waren damals allerdings 774 Tote zu beklagen gewesen.

06:15 Uhr: Höhepunkt der Epidemie in etwa 14 Tagen erwartet

Chinesische Fachleute rechnen erst später als bisher erwartet mit dem Höhepunkt der Coronavirus-Epidemie in der Volksrepublik. "Wir gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Epidemie in zehn Tagen bis zwei Wochen erwartet wird", sagte der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Coronavirus, Zhong Nanshan. Damit korrigierte der bekannte Experte seine bisherige Vorhersage von vor einer Woche, als er den Höhepunkt noch für Ende dieser Woche vorhergesagt hatte. 

05:45 Uhr - Starker Anstieg der Virus-Infektionen und Todesfälle in China

China hat den bisher stärksten Anstieg von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und Todesfällen innerhalb eines Tages gemeldet. An der Lungenkrankheit seien erneut 57 Menschen gestorben, so die Gesundheitskommission. Damit sind nun offiziell 361 Todesfälle in China zu beklagen. Die Zahl der bestätigten Infektionen kletterte den Angaben zufolge um 2.829 auf 17.205. 

05:30 Uhr: Brasilien will Bürger aus Wuhan ausfliegen

Brasiliens Regierung will eigene Staatsbürger mithilfe der Luftwaffe aus der besonders stark vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan in China ausfliegen lassen. Verzweifelte Brasilianer, die in Wuhan festsitzen, hatten ein sechs Minuten langes Video auf YouTube veröffentlicht, in dem sie sich direkt an den Präsidenten Jair Bolsonaro und Außenminister Ernesto Araújo wenden. 

Meldungen vom 2. Februar

21:29 Uhr - 20 Wuhan-Rückkehrer in Frankreich haben Symptome einer Infektion

Etwa 20 Passagiere, die mit einem Sonderflug aus Wuhan nach Frankreich zurückgekehrt sind, haben Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus. Es seien nun Tests geplant, teilte Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Sonntagabend in Paris mit.

Die Flugpassagiere waren Sonntag auf dem Militärflughafen Istres bei Marseille angekommen. Sie verblieben zunächst auf dem Rollfeld, sagte Buzyn.

In der Maschine, die von Frankreich gechartert worden war, befanden sich gut 250 Passagiere, davon rund 64 Franzosen. Ein Teil der Passagiere reiste weiter. In Frankreich sind bisher sechs Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt.

20.25 Uhr - Russland stellt den Zugverkehr nach China ein

Die russische Eisenbahn stellt ab Mitternacht den Passagierzug-Verkehr nach China wegen der Epidemie ein.

16:50 Uhr - Sozialministers Kai Klose: Beiden Corona-Patienten in Frankfurt geht es gut

Sozialministers Kai Klose erklärte heute bei einer Pressekonferenz, dass es den Infizierten gut ginge.
Sozialministers Kai Klose erklärte heute bei einer Pressekonferenz, dass es den Infizierten, die in Frankfurt behandelt würden "sehr gut" ginge.
© RTL

Den beiden aus China zurückgekehrten und mit dem Coronavirus infizierten Passagieren geht es nach Angaben des hessischen Sozialministers Kai Klose (Grüne) "den Umständen entsprechend sehr gut". Beide seien deutsche Staatsangehörige. Der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Frankfurt, Jürgen Graf, ergänzte am Sonntag in Frankfurt, dass die beiden Patienten stationär aufgenommen worden seien und dort isoliert behandelt würden. Sie seien "medizinisch wohlauf".

16:34 Uhr - Italienische Forscher isolieren Coronavirus

Italienische Forscher haben nach Medienberichten das Coronavirus isoliert. «Das ist international eine wichtige Nachricht. Sie bedeutet, dass es mehr Möglichkeiten gibt, es zu verstehen und zu studieren, um es eindämmen zu können», sagte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza am Sonntag. Die Ergebnisse der Wissenschaftler vom nationalen Institut für Infektionskrankheiten Lazzaro Spallanzani in Rom würden der internationalen Gemeinschaft für weitere Forschungen zur Verfügung gestellt.

15:52 Uhr - Angeblich Blitz-Heilung in Thailand mit Medikamenten-Cocktail

Angeblich haben es thailändische Mediziner geschafft, ein wirksames Medikament gegen das Coronavirus zu entwickeln. Laut thailändischer Behörden handle es sich dabei um einen Mix aus HIV- und Grippe-Medikamenten. Eine infizierte Person soll nach der Behandlung mit dem Cocktail schon zwei Tage nach der Einnahme keine Anzeichen der Erkrankung mehr gezeigt haben.

13:05 Uhr - Verdachtsfall am Uniklinikum hat sich nicht bestätigt

Bei dem aus China zurückgekehrten Passagier, der am Frankfurter Universitätsklinikum auf das Coronavirus untersucht wurde, hat sich der Verdacht nicht bestätigt. Das teilte das hessische Sozialministerium am Sonntag mit. Derweil war bei zwei anderen Passagieren, die vom Frankfurter Flughafen zur Quarantäne in die Kaserne nach Germersheim gebracht worden waren, das Virus nachgewiesen worden. Sie werden nun ebenfalls in die Frankfurter Uniklinik gefahren.

12:14 Uhr: Alle acht Coronavirus-Patienten Bayerns in guter Verfassung

Die bisher acht in Bayern mit dem Coronavirus infizierten Menschen befinden sich nach Auskunft des bayerischen Gesundheitsministeriums in guter Verfassung. Dies gelte auch für den achten Fall, der erst am Samstagabend bekannt geworden war. Es handelt sich nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) um einen 33-jährigen Mann aus München. Er ist ebenfalls Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg.

10:45 Uhr: Zwei Wuhan-Rückkehrer mit Coronavirus infiziert

01.02.2020, Rheinland-Pfalz, Germersheim: Ein Bus mit wegen des Coronavirus evakuierten Menschen kommt in der Nacht in einem Konvoi an der Kaserne Südpfalz der Bundeswehr an. Die Bundeswehr hat 100 Deutsche und Angehörige von ihnen aus der stark vom
Coronavirus - Deutschland
© dpa, Frank Rumpenhorst, hjb

Zwei der am Samstag aus dem chinesischen Wuhan zurückgekehrten Personen sind mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigt der Landrat des Kreises Germersheim der RTL/ntv-Redaktion. Sie sollen nun in ein Krankenhaus gebracht werden.

10:01 Uhr - Entwarnung in Lünen

Der Verdacht, dass sich ein im Klinikum Lünen untergebrachter Mann aus Kamen mit dem Coronavirus angesteckt haben könnte, hat sich laut Klinik nicht bestätigt. Das teilte eine Sprecherin des Kreises Unna am Samstag mit.

Der Mann aus Kamen hatte sich nach Angaben der Kreisverwaltung mehrere Wochen lang beruflich in der Gegend von Wuhan aufgehalten und war am 10. Januar nach Deutschland zurückgekehrt.

08:52 Uhr: Turbo-Krankenhaus in Wuhan bald einsatzbereit

 200201 -- WUHAN, Feb. 1, 2020 -- Workers work at the construction site of Huoshenshan Fire God Mountain Hospital in Wuhan, central China s Hubei Province, Feb. 1, 2020. According to the plan, the construction of the hospital will be completed on Feb
Das in Schnellbauweise in nur einer Woche errichtete Huoshenshan-Nothospital soll am Montag eröffnet werden.
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Für das erste von zwei neuen Krankenlagern in der schwer von der neuen Lungenkrankheit betroffenen Metropole Wuhan sind 1.400 medizinische Kräfte des chinesischen Militärs entsandt worden. Das in Schnellbauweise in nur einer Woche errichtete Huoshenshan-Nothospital soll am Montag eröffnet werden und eine Kapazität von 1.000 Betten haben, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete.

Zu dem Personal gehörten auch viele, die vor 17 Jahren bei der Sars-Pandemie in einem ähnlichen Behelfs-Krankenhaus in Xiaotangshan in Peking gearbeitet hatten. Auch seien Experten dabei, die am Kampf gegen Ebola in Sierra Leone und Liberia beteiligt gewesen seien. Das zweite Krankenlager in Wuhan soll wenige Tage später fertiggestellt werden. An den Behelfsunterkünften zur zentralen Quarantäne und Behandlung der Patienten war Tag und Nacht gearbeitet worden.

08:38 Uhr - Virus könnte auch über Verdauungssystem verbreitet werden

Das Coronavirus könnte neben Tröpfeninfektion auch über das Verdauungssystem verbreitet werden. Chinesische Forscher haben das Virus auch in Stuhlproben und Rektalabstrichen gefunden, nachdem sie festgestellt hatten, dass einige Patienten allein Durchfall statt üblicherweise Fieber bekommen haben, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete. An der Forschung waren das Renmin Hospital der Universität Wuhan und das Virus-Institut der chinesischen Akademie der Wissenschaften in der schwer betroffenen Provinzhauptstadt von Hubei beteiligt.

08:15 Uhr - Neuseeland und Australien verhängen Einreise-Sperre

Neuseeland und Australien reagieren mit einer vorläufigen Einreisesperre für Flugpassagiere aus China auf die Verbreitung des neuartigen Coronavirus. Wie die neuseeländische Regierung am Sonntag mitteilte, soll das Einreiseverbot am Montag in Kraft treten, alle 48 Stunden überprüft werden und bis zu zwei Wochen gelten. Es betreffe sowohl Passagiere, die ihre Flugreise in China beginnen, als auch jene, die dort zwecks Weiterreise nach Neuseeland umsteigen. Ausgenommen seien neuseeländische Staatsangehörige und Menschen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung sowie deren Angehörige.

08:10 Uhr - Philippinen melden erstes Todesopfer außerhalb Chinas

30.01.2020, Philippinen, Manila: Eine Frau mit Atemschutzmaske betet während einer Messe. Die Zahl der Infektionen und Todesopfer durch die Lungenkrankheit aus China ist weltweit erneut gestiegen. Foto: Aaron Favila/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Coronavirus - Philippinen
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Erstmals ist außerhalb Chinas ein Mensch an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. Auf den Philippinen erlag am Samstag ein 44 Jahre alter Chinese aus Wuhan der von dem Erreger ausgelösten Lungenkrankheit, wie das Gesundheitsministerium des Inselstaates am Sonntag mitteilte. Er und seine ebenfalls erkrankte Partnerin waren am 21. Januar auf die Philippinen gereist. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) handelt es sich bei den beiden um die einzigen bestätigten Infektionen auf den Philippinen.

08:02 Uhr - Mehr als 300 Tote und 14.000 Infektionen in China

Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten und daran gestorbenen Menschen in China ist erneut deutlich gestiegen. Mit 45 neuen Todesfällen habe die Lungenkrankheit nun insgesamt 304 Menschen das Leben gekostet, teilte die chinesische Gesundheitskommission am Sonntag in Peking mit. Die Zahl der bestätigten Erkrankungen kletterte demnach so schnell wie noch nie innerhalb eines Tages - um 2580 auf 14 380 Fälle.

Samstag, 01.02.2020

23:30 Uhr - China-Rückkehrer erreichen Quarantänestation in Kaserne

01.02.2020, Rheinland-Pfalz, Germersheim: Ein Bus mit wegen des Coronavirus evakuierten Menschen kommt in der Nacht in einem Konvoi an der Kaserne Südpfalz der Bundeswehr an. Die Bundeswehr hat 100 Deutsche und Angehörige von ihnen aus der stark vom
Coronavirus - Deutschland
© dpa, Frank Rumpenhorst, hjb

Die mit einem Bundeswehrflugzeug zurückgekommenen Passagiere aus China haben ihre Quarantänestation in Rheinland-Pfalz erreicht. Dort stehen für sie insgesamt 128 Zimmer in einem 2018 fertiggestellten Gebäude bereit. Die deutschen Staatsbürger und Familienangehörige von ihnen waren am Samstag aus der vom Coronavirus besonders betroffenen Stadt Wuhan nach Frankfurt am Main geflogen worden.

20:36 Uhr - Busse fahren die Wuhan-Rückkehrer in das Quarantäne-Quartier

Hier fahren Busse die Wuhan-Rückkehrer ins das Quarantäne-Quartier.
Hier fahren Busse die Wuhan-Rückkehrer ins das Quarantäne-Quartier.
© RTL

Nach Voruntersuchungen in einer Turnhalle in Frankfurt werden die Wuhan-Rückkehrer jetzt in das Quarantäne-Quartier gebracht. Busse fahren die Leute nach Germersheim in eine extra vorbereitete Kaserne. Dort werden sie die nächsten 14 Tage verbringen. Einer der mit einem Bundeswehrflugzeug zurückgekommenen Passagiere aus China wird in der Frankfurter Uniklinik auf das Coronavirus untersucht. Elf Passagiere seien direkt vom Flieger in die Uniklinik gebracht worden, sagte Hessens Sozialminister Kai Klose. 

19:17 Uhr - Achter Coronavirus-Fall in Bayern

In Bayern ist erneut das Coronavirus bei einem Menschen nachgewiesen worden. Bei dem Infizierten handle es sich um einen 33 Jahre alten Mann, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Samstagabend mit. Er ist so wie sechs andere Corona-Kranke Mitarbeiter der Firma Webasto in Stockdorf im Landkreis Starnberg. 

17:42 Uhr - Die ersten Wuhan-Rückkehrer erreichen die Untersuchungs-Halle

In diesem Bus werden die Wuhan-Rückkehrer in die Untersuchungs-Halle gebracht.
Mit diesem Bus werden die Wuhan-Rückkehrer in die Untersuchungs-Halle gebracht.
© RTL

Die Passagiere und die Crew, die den Flug begleitet hat, sind mit Bussen in eine Halle gebracht worden. Dort werden alle auf Symptome untersucht. Wer Anzeichen des Coronavirus zeigt, kommt in das Frankfurter Universitätsklinikum und wird isoliert.

16:38 Uhr - Wuhan-Rückkehrer landen in Frankfurt

Die Maschine der Luftwaffe brachte die Wuhan-Rückkehrer nach Frankfurt.
Die Maschine der Luftwaffe brachte die Wuhan-Rückkehrer nach Frankfurt.
© RTL

Das Bundeswehrflugzeug mit den Wuhan-Rückkehrern an Bord ist am Samstagnachmittag in Frankfurt am Main gelandet. Die Menschen werden jetzt untersucht und dann in Corona-Quarantäne gebracht. Sie werden dann zwei Wochen am Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz bleiben.

15:10 Uhr - Zwei Verdachtsfälle in Thüringen

In Thüringen gibt es zwei neue Corona-Verdachtsfälle. Beide Patienten seien Studienbewerber aus China, teilte am Samstag das Gesundheitsamt des Landkreises Nordhausen mit. Sie seien mit Erkältungssymptomen vorsorglich ins Südharz-Klinikum eingewiesen, unter Quarantäne gestellt und auf das Coronavirus getestet worden.

Die Proben würden nun ins Labor der Berliner Charité gebracht. Bis ein sicheres Ergebnis vorliege, könne es einige Tage dauern, hieß es. In Thüringen hatte es in den Vortagen bereits bei drei Menschen in Erfurt und Apolda einen Verdacht auf das neuartige Virus gegeben, der sich allerdings nicht bestätigte.

15:02 Uhr - Luftwaffen-Jet in Helsinki gestartet

Die Maschine der Luftwaffe mit den Deutschen aus dem chinesischen Wuhan an Bord ist nach einer Zwischenlandung in Helsinki wieder gestartet. Der Jet wird am Nachmittag in Frankfurt erwartet.

Der Airbus A310 war in der Nacht in der besonders vom Ausbruch des neuen Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan gestartet. Nach Angaben der Behörden sind weder Erkrankte noch Verdachtsfälle in der Maschine.

Nach der Ankunft am Frankfurter Flughafen sollen die Menschen schon an Bord von Medizinern begutachtet und befragt werden. Danach werden sie in ein sogenanntes Medical Assessment Center gebracht - eine umgewidmete Sporthalle, in der Feldbetten und Untersuchungsräume bereitstehen. Dort sollen sie erneut untersucht und betreut werden. Sollte dabei jemand Symptome zeigen, werde er in die Frankfurter Universitätsklinik in eine Isolierstation gebracht, heißt es vom Frankfurter Gesundheitsamt. Danach sollen die Rückkehrer zu einem Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Germersheim gebracht werden, wo sie für zwei Wochen in Quarantäne bleiben müssen.

13:29 Uhr: Corona-Infizierte in stabilem Zustand

Die bisher sieben infizierten Corona-Patienten in Bayern befinden sich in einem stabilen gesundheitlichen Zustand. Dies teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Samstag in München mit.

Am Vorabend war der insgesamt siebte Fall bekannt geworden. Dabei handelt es sich um einen 52-jährigen Mann, der im Landkreis Fürstenfeldbruck wohnt. Er befindet sich vorerst wie vier weitere Infizierte in der München Klinik Schwabing. Alle fünf sind Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch der Mann beschäftigt ist, bei dem die erste Infektion mit dem Coronavirus in Deutschland bekannt wurde.

Der neue Patient mit dem Nachweis des Coronavirus (2019-nCoV) zeige aktuell nur leichte Symptome, sagte Chefarzt Prof. Clemens Wendtner am Samstag. "Auch die bereits bekannten vier Patienten mit positivem Testergebnis sind aktuell weitestgehend symptomfrei." Alle Patienten bleiben allerdings weiterhin zur klinischen Beobachtung in der Klinik.

12:31 Uhr: So werden die Rückkehrer in Germersheim untergebracht

Die Rückkehrer aus dem Coronavirus-Kerngebiet in China werden nach ihrer Untersuchung am Frankfurter Flughafen am Samstag am Luftwaffenstützpunkt in Germersheim erwartet. In der Südpfalz-Kaserne müssen sie zwei Wochen in Quarantäne verbringen, sie dürfen den Stützpunkt nicht verlassen. So lange dauert die Inkubationszeit. Wie sie dort untergebracht werden, zeigen wir im Video. 

11:22 Uhr - Frankfurt wartet auf die Wuhan-Rückkehrer

31.01.2020, Hessen, Frankfurt/Main: Dutzende Feldbetten stehen in einer Turnhalle auf dem Gelände des Flughafens in Frankfurt für die Ankunft von rund 90 Menschen aus dem vom Corona-Virus besonders betroffenen chinesischen Gebiet um Wuhan bereit. Die
Dutzende Feldbetten stehen in einer Turnhalle auf dem Gelände des Flughafens in Frankfurt bereit.
© dpa, Boris Roessler, brx jai

Feldbetten, Untersuchungskabinen und viel Personal: Der Frankfurter Flughafen ist für potenzielle Coronavirus-Fälle gerüstet. Wo sonst Flughafen-Beschäftigte Sport treiben, werden am Samstag rund 100 Passagiere aus der vom neuartigen Coronavirus am stärksten betroffenen Region Chinas erwartet. Am Freitag wurde das sogenannt Medical Assessment Center in Betrieb genommen. Dort sollen sie untersucht und betreut werden, bevor sie auf einem Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Germersheim für zwei Wochen in Quarantäne müssen.

11:10 Uhr - Russen verweigern deutschem Rettungs-Jet die Landung

31.01.2020, Nordrhein-Westfalen, Köln: Der Airbus A310 "Kurt Schumacher" startet auf dem Flughafen Köln Bonn in Richtung Wuhan, um Deutsche aus der vom Coronavirus am stärksten betroffenen chinesischen Provinz Hubei auszufliegen. Foto: Oliver Berg/dp
Coronavirus - Deutschland
© dpa, Oliver Berg, obe htf

Russland hat dem deutschen Luftwaffenflieger A310 mit den Wuhan-Rückkehrern die zwingend benötigte Zwischenlandung in Moskau verweigert. "Russland hat uns zwar den Überflug genehmigt, aber eine Landung an den Moskauer Flughäfen wurde mit Verweis auf mangelnde Kapazitäten am Boden verweigert", sagte Oberst Daniel Draken, Kommandeur der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums, der "Bild am Sonntag". Russland hatte den deutschen Behörden die Landung zuvor in Aussicht gestellt, auch die Bundeswehr hatte den Stopp in Moskau bis zuletzt öffentlich kommuniziert.

In Moskau sollte der Luftwaffen-Airbus aufgetankt werden und eine neue Piloten-Crew die Maschine übernehmen. Nach Informationen der Zeitung halten Sicherheitskreise den Verweis der russischen Seite auf Platzprobleme für vorgeschoben. Nun wird der Luftwaffen-Airbus über Helsinki geleitet. Dort findet die Betankung statt und die Mannschaft wird ausgetauscht.

10:01 Uhr - Lauterbach verurteilt Diskriminierung von Chinesen wegen Coronavirus

16.01.2020, Berlin: Karl Lauterbach, SPD-Bundestagsabgeordneter, spricht bei der Sitzung des Bundestages zu den Abgeordneten. Wichtigstes Thema der Sitzung ist die Abstimmung über neue Organspende-Regeln. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
"Dass in Deutschland vereinzelt chinesische Touristengruppen angefeindet oder nicht mehr in Restaurants gelassen werden, ist nicht akzeptabel", sagte Lauterbach.
© dpa, Kay Nietfeld, nie wst

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat Diskriminierungen asiatisch aussehender Menschen wegen des Coronavirus verurteilt. "Dass in Deutschland vereinzelt chinesische Touristengruppen angefeindet oder nicht mehr in Restaurants gelassen werden, ist nicht akzeptabel", sagte Lauterbach der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Medizinisch ergebe das auch keinen Sinn. Es sei sehr unwahrscheinlich, sich zu infizieren. "Wir dürfen Menschen nicht unter Generalverdacht stellen", sagte Lauterbach. "Es genügt, die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen wie häufiges Händewaschen und In-die-Armbeuge-Husten zu beherzigen."

Zuvor hatte es erste Meldungen aus Frankreich und Deutschland gegeben, wonach Menschen aus China und anderen asiatischen Ländern angefeindet und diskriminiert wurden. Auf der Internetplattform Twitter setzen sich Betroffene unter dem Hashtag #ichbinkeinvirus zur Wehr.

09:45 Uhr - Deutsche aus Wuhan auf dem Heimflug

Ein Flugzeug der Bundeswehr hat mehr als 120 Deutsche und andere Staatsbürger aus der schwer vom Coronavirus betroffenen Metropole Wuhan in China ausgeflogen. Nach der Rückholaktion kommen die Passagiere für 14 Tage in Quarantäne.

Für die Rückholung der Deutschen aus Wuhan startete der Airbus A 310 der Luftwaffe um 02.22 Uhr MEZ (09.22 Uhr Ortszeit) vom Flughafen des schwer von der Lungenkrankheit heimgesuchten Wuhan in Zentralchina, wie das Einsatzführungskommando berichtete. Die Maschine wird nach einem Zwischenstopp in Moskau am Samstagmittag in Frankfurt erwartet.

Kurz vor dem Start machte sich Erleichterung breit: "Glücklich am Gate zu sein", berichtete eine Frau, die namentlich nicht genannt werden wollte. Die Gruppe hatte sich schon am Vorabend am Flughafen versammelt und musste dort die Nacht verbringen. "War bis hier doch alles schon ganz schön anstrengend." Nach ihren Angaben wurden 126 Personen gezählt.

"Ok, jetzt geht es zurück nach Deutschland für unbestimmte Zeit", sagte die Studentin Anne-Sophie Muxfeldt am Flughafen dem Norddeutschen Rundfunk. "Man weiß eben nicht, wird es möglich sein zurückzukommen in nächster Zeit", sagte die Rostockerin, die seit September in Wuhan studiert hatte. "Ich bin wirklich sehr traurig. Ich konnte ja meinen ganzen Freunden nicht richtig "Tschüss" sagen."

09:30 Uhr - Apple schließt vorläufig alle China-Filialen

People wear face masks as they listen to a presentation in an Apple Store in the Sanlitun shopping district in Beijing as China is hit by an outbreak of the new coronavirus, January 25, 2020. Picture taken January 25, 2020.   REUTERS/Thomas Peter
Die Filialen sollen vorerst mehrere Tage geschlossen bleiben.
© REUTERS, THOMAS PETER, TP//TC

Apple schließt wegen des Coronavirus vorübergehend seine Geschäfte in China. Wie der Konzern am Samstag mitteilte, sollen die Filialen aus Präventionsgründen und zum Schutz der öffentlichen Gesundheit bis einschließlich 9. Februar geschlossen bleiben. 

08:39 Uhr - China übt scharfe Kritik an Einreiseverbot der USA wegen Virus

ARCHIV - 07.11.2012, China, Peking: Die US-amerikanische (unten) und chinesische Nationalflaggen wehen vor einem Hotel.    (zu dpa "China und USA wollen erstes Handelsabkommen unterzeichnen") Foto: Andy Wong/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Die US-Regierung hatte wegen der Ansteckungsgefahr einen Einreisestopp für ausländische Reisende aus China verfügt.
© dpa, Andy Wong, AW MY**TOK** fgj tba

China hat die USA scharf wegen ihres Coronavirus-Einreiseverbots für Chinesen und andere Staatsangehörige kritisiert, die aus China kommen. "Es ist mit Sicherheit keine Geste des guten Willens", sagte Außenamtssprecherin Hua Chunying am Samstag in Peking. Während die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von Reisebeschränkungen wegen der Lungenkrankheit abrate, gingen die USA in die entgegengesetzte Richtung und setzten ein "schlechtes Beispiel".

Viele Länder hätten China ihre Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus angeboten, sagte die Sprecherin. Sie verwies auf die Redensart "In der Not erkennt man seine Freunde". Doch was die USA täten und sagten, basiere weder auf Fakten noch sei es zu dieser Zeit besonders hilfreich.

Die US-Regierung hatte wegen der Ansteckungsgefahr einen Einreisestopp für ausländische Reisende aus China verfügt - mit Ausnahme der Angehörigen von US-Staatsbürgern. Der von US-Präsident Donald Trump erlassene Bann gilt von Sonntag an.

08:21 Uhr - Australien verhängt Einreiseverbot

Auch Australien verhängt wegen des Coronavirus ein Einreiseverbot gegen China-Reisende. Von dem Verbot ausgenommen sind nur australische Staatsbürger und Menschen mit ständiger Aufenthaltsgenehmigung sowie deren Angehörige, erklärte Premierminister Scott Morrison am Samstag. Das Außenministerium in Canberra verschärfte seine Reisehinweise für China und empfiehlt Australiern nun, auf Reisen in die Volksrepublik zu verzichten.

08:01 Uhr - Mehr als 11.000 Infizierte

A security officer takes body temperature measurement of a delivery worker at a residential compound in Beijing, China as the country is hit by an outbreak of the new coronavirus, February 1, 2020.  REUTERS/Stringer  NO RESALES. NO ARCHIVES.
Die Zahl der Infizierten in China ist auf 11.791 gestiegen.
© REUTERS, STRINGER, FL

Die Zahl der Infizierten in China ist auf 11.791 gestiegen. Mit 45 neuen Todesfällen sind mindestens 259 an der Lungenkrankheit gestorben. Das ergibt sich aus neuen Zahlen, die die Gesundheitskommission der Provinz Hubei in Zentralchina am Samstag vorlegte.

08:01 Uhr - Deutscher Urlauber auf La Gomera isoliert

People wearing surgical masks are seen at the balcony of a hospital n the remote Spanish island of La Gomera, where the first case of coronavirus in the country has been confirmed, January 31, 2020. Acfi Press/via REUTERS ATTENTION EDITORS - SPAIN OU
People wearing surgical masks are seen at the balcony of a hospital n the remote Spanish island of La Gomera, where the first case of coronavirus in the country has been confirmed
© Acfi Press via REUTERS, Handout ., /dn

Das Coronavirus ist auch in Spanien angekommen. Das Gesundheitsministerium hat den ersten Fall in dem südeuropäischen Land bestätigt. Betroffen ist demnach ein Deutscher auf der Kanareninsel La Gomera, der mit einem der in Deutschland infizierten Patienten in Kontakt gewesen sein soll, teilte die Regierung auf Twitter mit.

Freitag, 31.01.2020

20:49 Uhr - Gesundheitsministerium bestätigt weiteren Coronavirus-Fall

Das bayrische Gesundheitsministerium hat einen weiteren Ansteckungsfall mit dem Coronavirus in Bayern bestätigt. Ein Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck hat sich infiziert. Er arbeitet ebenfalls für die Firma aus dem Landkreis Starnberg, in der die ersten Fälle aufgetreten waren. Damit gibt es nun sieben Coronavirus-Fälle in Bayern.

14:13 Uhr - Kind in Bayern mit Coronavirus infiziert

Das bayerische Gesundheitsministerium hat mitgeteilt, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Mittag ein weiterer Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt wurde. Es handelt sich um ein Kind des Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund am späten Donnerstagabend bekannt geworden war. Der Mann ist Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die anderen vier bislang bekannten Fälle beschäftigt sind.
Damit gibt es insgesamt sechs Coronavirus-Fälle in Bayern. Alle Betroffenen befinden sich nach Ärzte-Angaben derzeit in einem stabilen gesundheitlichen Zustand. Die Tests von weiteren Personen, die ebenfalls bei dieser Firma arbeiten, brachten bis zum Freitagmittag keinen weiteren positiven Befund.

12:40 Uhr - Tübinger Firma entwickelt Impfstoff

Die Tübinger Biotechfirma CureVac soll eine führende Rolle bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus übernehmen. Dafür bekommt das Unternehmen zusätzliche Gelder. Über die internationale Impfstoffinitiative CEPI, an der auch Deutschland beteiligt ist, werde CureVac rund 7,5 Millionen Euro "für die beschleunigte Impfstoffentwicklung und -herstellung sowie klinische Studien" erhalten, hieß es am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung beider Seiten und des Bundesforschungsministeriums in Berlin.


 "Wir entwickeln gerade einen Impfstoff, der nach erfolgreichen präklinischen Studien rasch in klinischen Studien am Menschen getestet werden könnte", sagte CureVac-Vorstand Mariola Fotin-Mleczek am Freitag. Innerhalb von 16 Wochen soll das gelingen.

12:00 Uhr - Zahl der Infektionen in China steigt weiter

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in China ist auf über 9800 gestiegen. Das teilt der chinesische UN-Botschafter Wang Qun in Wien mit. Insgesamt gebe es mittlerweile 9809 bestätigte Fälle. Darunter seien 1527 Menschen, deren Gesundheitszustand kritisch sei. Hinzu kämen 15.238 Verdachtsfälle. Bislang seien 213 Todesfälle bekannt.

Die italienische Regierung hat inzwischen den nationalen Notstand ausgerufen. Am Donnerstagabend hatten die Behörden die ersten beiden Fälle von Virus-Erkrankungen in Italien gemeldet.

Die russischen Behörden raten inzwischen offiziell von Küssen, Umarmungen und Händeschütteln zur Begrüßung ab.

11:54 Uhr Evakuierungsflieger ist in der Luft

Die Luftwaffenmaschine, die rund 100 Deutsche wegen der Ausbreitung des Coronavirus aus dem chinesischen Wuhan ausfliegen wird, ist vom Flughafen Köln/Bonn aus gestartet. Morgen wird sie in Deutschland zurück erwartet.

11:05 Uhr - Erste Ansteckungen auch in Großbritannien

Jetzt hat das Coronavirus auch Großbritannien erreicht. Zwei Personen wurden positiv getestet und werden jetzt von Spezialisten des Nationalen Gesundheitsservice (NHS) betreut. Wie die BBC berichtet, soll es sich um zwei Mitglieder einer Familie handeln.

10:46 Uhr - Bundesaußenminister Maas bestätigt heutigen Evakuierungsstart

"Es liegen jetzt alle Genehmigungen der chinesischen Behörden vor, die wir brauchen, um unsere Landsleute zu evakuieren. Deshalb wird in diesen Minuten eine Maschine der Bundeswehr nach China aufbrechen," sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) in Berlin. Er sei erleichtert, dass die schwierige Situation für die Betroffenen beendet werden könne. Es handelt sich um über 100 Personen, niemand ist infiziert. Es gibt auch keine Verdachtsfälle. Um sicherzugehen, werden alle Rückkehrer 14 Tage auf einem Bundeswehrstandort in Quarantäne genommen. Der Evakuierungsflug wird am Samstag zurück in Deutschland erwartet. Auf dem Hinflug werden 10.000 Schutzanzüge mitgenommen, um die die chinesischen Behörden gebeten hatten.

09:32 Uhr - Evakuierungsflug soll noch heute nach China starten

Die Luftwaffe will noch heute ein Flugzeug nach China schicken, um Deutsche aus der vom Coronavirus am stärksten betroffenen chinesischen Provinz Hubei auszufliegen. Nachdem die Zustimmung der beteiligten Staaten vorlag, soll der Flug nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa am Vormittag von Köln-Wahn aus starten.

08:50 Uhr - Menschen verlassen abgeriegelte Provinz in China

Die Abriegelung der Provinz Hubei funktioniert nicht wie geplant. Zahlreiche Menschen haben am Fluss Jangtze in beide Richtungen eine Brücke überquert, die die Stadt Huanggang mit einer anderen in der Nachbarpprovinz verbindet. Ein Polizist hat erklärt, wenn es "besondere Umstände" gebe, könnten Menschen die Brücke passieren. Huanggang ist eine der am stärksten von dem Virus-Ausbruch betroffenen Städte.

08:30 Uhr - Vorsichtsmaßnahmen auf Kreuzfahrtschiffen verschärft

Der Kreuzfahrtanbieter MSC Cruises hat wegen des Coronavirus die Vorsichtsmaßnahmen an Bord seiner Schiffe verschärft. Unter anderem dürfen Fahrgäste, die in den vergangenen 30 Tagen vom chinesischen Festland abgereist sind oder China besucht haben, nicht mehr an Bord der Schiffe. Außerdem werden vor der Einschiffung auf allen Schiffen Wärmescans durchgeführt. Alle Gäste mit Fieber oder Erkältungssymptomen werden ausgeschlossen und dürfen nicht an Bord. Bisher gab es keine Erkrankungen an Bord eines Schiffs der Flotte.

08:10 Uhr – Rückkehrer werden in Kategorien unterteilt

Die rund 90 Deutschen, die aus der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Region in China ausgeflogen werden, werden bei ihrer Rückkehr in die Kategorien Rot, Gelb und Grün unterteilt. Alle Infizierten werden in Kategorie Rot sortiert und müssen in Krankenhäuser eingeliefert werden. Gelb bedeutet Kontaktperson. In die grüne Kategorie werden alle einsortiert, die keinen Kontakt zu Infizierten hatten.

06:05 Uhr - Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in Provinz Hubei

Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die Provinz Hubei und rät, nach Möglichkeit nicht
notwendige Reisen nach China zu verschieben.

05:18 Uhr - USA verschärfen ihre Reisewarnungen

Die USA verschärfen ihre Reisewarnungen für China. Auf der Internetseite des Außenministeriums heißt es: "Reisen Sie nicht nach China wegen des neuartigen Coronavirus, der erstmals in Wuhan, China, identifiziert wurde." In den vergangenen Tagen hatte das US-Außenministerium den US-Bürgern noch lediglich geraten, geplante Reisen in die Volksrepublik zu "überdenken".

05:10 Uhr - China "absolut zuversichtlich" Kampf zu gewinnen

Police stand at a checkpoint at the Jiujiang Yangtze River Bridge that crosses from Hubei province in Jiujiang, Jiangxi province, China, as the country is hit by an outbreak of a new coronavirus, January 31, 2020. Police and security personnel lined
China werde auf "transparente und verantwortungsvolle Weise" die betroffenen Parteien stets informieren, heißt es.
© REUTERS, THOMAS PETER, TP/LP

In einer Reaktion auf die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufene internationale Notlage hat China erneut zugesichert, die Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit in den Griff kriegen zu können. "Wir sind absolut zuversichtlich und in der Lage, den Kampf gegen diese Epidemie zu gewinnen", sagte Hua Chunying, ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums.

China werde auf "transparente und verantwortungsvolle Weise" die betroffenen Parteien stets umgehend über die Seuchenlage informieren. Man pflege eine enge Kommunikation und Zusammenarbeit mit der WHO. Viele Maßnahmen, die bislang von China im Kampf gegen das Virus getroffen worden seien, hätten internationale Anforderungen weit übertroffen. 

05:02 - Zahl der Infektionen und Toten in China steigt wieder drastisch

Die Infektionen und Todesfälle durch das neuartige Coronavirus in China haben den bisher größten Anstieg innerhalb eines Tages verzeichnet. Die Zahl der nachgewiesenen Erkrankungen kletterte um 1.981 auf 9.692, wie die Gesundheitskommission am Freitag in Peking berichtete. Die Zahl der Toten stieg um 42 auf 213.

Der Ausbruch der "akuten Atemwegserkrankung", wie sie jetzt offiziell genannt wird, zählt damit schon deutlich mehr Infektionen als vor 17 Jahren die Sars-Pandemie mit 8.096 Fällen. Damals starben 774 Menschen durch das "Schwere Akute Atemwegssyndrom" (Sars). Der neue 2019-nCoV-Erreger ist eine Variante des Sars-Virus.

Donnerstag, 30.01.2020

22:46 Uhr - Italien stoppt Flugverkehr von und nach China

Italien hat nach zwei bestätigten Coronavirus-Fällen den Flugverkehr zwischen Italien und China ausgesetzt. Das erklärte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Donnerstagabend in Rom. Italien sei das erste Land in der EU, das diese Maßnahme ergreife. Bei den beiden Patienten handelt es sich um zwei chinesische Touristen, die nun auf einer Isolierstation in Rom seien. Conte rief die Menschen auf, nicht in Panik zu geraten, die Lage sei unter Kontrolle.

22:15 Ein neuer Fall im Landkreis Traunstein bestätigt

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Bayern ist auf fünf gestiegen. Ein Patient aus dem Landkreis Traunstein habe sich mit dem Virus aus China infiziert, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend in München mit. Es handelt sich den Angaben zufolge wieder um einen Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die vier bislang bekannten Fälle beschäftigt sind.

Weitere Informationen wollte das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilen.  Wegen des Coronavirus' rief das bayerische Gesundheitsministerium alle Krankenhäuser im Freistaat auf, sich auf die Aufnahme von begründeten Verdachtsfällen und Patienten mit einer bestätigten Infektion vorzubereiten.

21:03 Uhr - Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff nicht bestätigt

Auf einem Kreuzfahrtschiff in Italien, auf dem Tausende Passagiere festsaßen, hat sich der Verdacht auf das Coronavirus nicht bestätigt. Tests bei den beiden betroffenen Passagieren seien negativ, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend in Rom mit. Die Menschen dürfen nun von Bord.

Wegen des Verdachts waren rund 7.000 Menschen seit Donnerstagmorgen an Bord der "Costa Smeralda" im Hafen der italienischen Stadt Civitavecchia festgehalten worden. Eine Touristin aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao hatte an Bord Symptome wie Fieber und Atemprobleme gehabt, die ein Anzeichen für das Coronavirus sein können. Auch ihr Mann war untersucht worden.

20:45 Uhr - WHO erklärt internationale Notlage

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach der rasanten Zunahme von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in China eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen. Damit sind konkrete Empfehlungen an Staaten verbunden, um die Ausbreitung über Grenzen hinweg möglichst einzudämmen. Noch sei die Zahl der Infektionen außerhalb Chinas relativ gering, sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstagabend. Aber man wisse nicht, welchen Schaden das Virus in einem Land mit einem schwachen Gesundheitssystem anrichten würde

20:11 Uhr - Arzt in Frankreich infiziert sich mit Coronavirus

In Frankreich ist eine sechste Infektion mit dem neuen Coronavirus bestätigt worden. Es handele sich dabei um einen Arzt in Frankreich, der mit einem Menschen in Kontakt war, dessen Erkrankung später in Asien festgestellt worden sei, teilten Frankreichs Gesundheitsbehörden am Donnerstagabend mit. Der Arzt sei nun schnell isoliert worden. Der Gesundheitsdirektor Jerome Salomon lobte die Kommunikation mit den asiatischen Behörden - diese hätten Frankreich über den Fall in Asien informiert. "Man ruft sich gegenseitig an, um Fälle zu melden", sagte er. 

18:57 Uhr - Erste Mensch-zu-Mensch-Ansteckung in USA

Die US-Gesundheitsbehörden melden den ersten Fall einer Ansteckung von Mensch zu Mensch in den USA. Im Bundesstaat Illinois habe sich der Ehepartner eines Patienten infiziert, der zuvor nach China gereist war, teilte das Zentrum für Krankheitskontrolle mit.

18:39 Uhr - RTL-Medizinexperte beantwortet ihre Fragen zum Virus

Auch heute konnten sie unserem Experten Dr. Christoph Specht ihre Fragen zum Coronavirus stellen. Hier sind alle Antworten. 

18:21 Uhr - 4 Deutsche Corona-Patienten weiter symptomfrei

Allen mit dem neuen Coronavirus infizierten Patienten aus Bayern geht es nach Angaben des behandelnden Chefarzts gut. «Die vier Patienten sind weiterhin symptomfrei und in klinisch gutem Zustand», sagte Prof. Clemens Wendtner von der München Klinik Schwabing laut Mitteilung des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag.

«Sie sind bei uns aktuell weiterhin zur klinischen Beobachtung und werden fortlaufend getestet.» Bei diesen Tests werden nach Mitteilung der Klinik noch immer die Erreger nachgewiesen. «Mit der Zimmer-Isolierung besteht keine Ansteckungsgefahr für andere Patienten und Besucher in der München Klinik Schwabing.»

Bei den Infizierten handelt es sich um drei Männer im Alter von 27, 33 und 40 Jahren und eine 33-jährige Frau. Sie arbeiten alle beim international tätigen Autozulieferer Webasto. Der Firmensitz ist im oberbayerischen Stockdorf-Gauting.

16:15 - Kein Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff

Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa soll sich der Verdacht auf Coronavirus in einem ersten Test nicht bestätigt haben. Gleich mehr auf RTL.DE.

15:48 Uhr - Australien will China Rückkehrer auf Insel unter Quarantäne stellen

Auch Australien will seine Bürger aus China evakuieren. Die Rückkehrer sollen zunächst auf der Weihnachtsinsel unter Quarantäne gestell werden. Die Insel liegt ca. 2.800 Kilometer vom Festland entfernt. So will man eine Übergtragung des Virus auf andere Menschen verhindern. Der Plan sorgt aberfür große Kritik.

15:16 Uhr - Was passiert mit den Passagieren an Bord des Kreuzfahrtschiffes?

Fast 7.000 Menschen sitzen in einem italienischen Hafen auf dem Schiff "Costa Smeralda" fest. Dürfen nicht an Land. Über die Lage an Bord erfahren sie hier alles von unserem Reise-Experten Ralf Benkö.

15:05 Uhr - 8100 Infizierte weltweit - mehr als bei Sars

Mit den neuen Fällen in der chinesischen Provinz Hubei ist die Gesamtzahl der Infizierten auf über 8100 weltweit gestiegen. Das sind mehr Infizierte als beim Ausbruch der Atemwegserkrankung Sars in den Jahren 2002/2003.

12:59 Uhr - 7830 Infizierte in China

Die Zahl der Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus in China ist auf 7830 gestiegen. Das berichtete das kommunistische Parteiorgan «Volkszeitung» am Donnerstagabend Ortszeit. Die Todesfälle standen unverändert bei 170.

Da lokale Stellen im Kampf gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit mancherorts Straßensperren errichten, appellierte das Pekinger Transportministerium an die Behörden, den reibungslosen Verkehr aufrechtzuerhalten. Straßenblockaden ohne Genehmigung seien illegal.

Es könne Kontrollen mit Fiebermessungen an Autobahnauffahrten, Raststätten oder Provinzgrenzen und auf Landstraßen geben, aber Straßen dürften nicht einfach gesperrt werden, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua aus der Anweisung.

12:24 - Fast 7.000 Menschen sitzen auf Kreuzfahrtschiff fest

Schiff im Hafen bei Rom
Schiff im Hafen bei Rom
© Reuters

Wegen des Verdachts auf das Coronavirus sitzen Tausende Passagiere an Bord eines Kreuzfahrtschiffes im Hafen der italienischen Stadt Civitavecchia fest. Wie die Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag schrieb, sollen insgesamt rund 7000 Menschen an Bord der «Costa Smeralda» sein. Eine Touristin aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao habe Symptome wie Fieber und Atemprobleme gehabt, wie auch ein Sprecher der Reederei bestätigte. Sie und ihr Mann waren laut Medien am 25. Januar am Flughafen in Mailand angekommen. Die Frau sei auf dem Schiff medizinisch versorgt und isoliert worden. Die Ergebnisse eines Virustests wurden für den Nachmittag erwartet, ihr Mann habe kein Fieber. Die örtlichen Behörden ordneten an, dass die Passagiere zunächst nicht an Land gehen durften.

12:14 Uhr - Entwicklung Impfstoff könnte Monate dauern

Forschungsinstitute rund um den Globus suchen mit Hochdruck nach einem Impfstoff gegen das neue Corona-Virus. Es dauere mindestens drei Monate, bis sich ein Impfstoff als wirksam erwiesen haben könnte, sagte der renommierte chinesische Epidemiologe Li Lanjun in einem am Donnerstag verbreiteten Interview der Nachrichtenagentur Xinhua. Es seien bisher fünf Erregerstämme isoliert worden. «Zwei eignen sich sehr gut für die Entwicklung eines Impfstoffes.»

11:45 - Russland macht Grenze zu China dicht

Wegen des Coronavirus schließt Russland im äußersten Osten des Landes seine Grenze. Einige Grenzübergänge waren bereits geschlossen. Dies wurde noch einmal verlängert.

Zudem erhalten chinesische Staatsbürger keine elektronischen Visa mehr.Das teilt das Außenministerium mit. Ab Freitag soll nur noch die direkte Zugverbindung zwischen Moskau und Peking aufrechterhalten werden.

9:05 Uhr - Weitere Todesfälle in China

Die Zahl der Infektionen und Todesopfer durch die Lungenkrankheit aus China ist erneut gestiegen. Wie die chinesische Gesundheitsbehörde bei einer Pressekonferenz am Morgen mitgeteilt hat, sind weitere 38 Menschen am Coronavirus gestorben. Insgesamt haben weltweit 170 Menschen die Viruserkrankung nicht überlebt.

06:27 Uhr - USA richten Taskforce gegen Lungenkrankheit ein

Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus haben nun auch die USA eine eigene Taskforce gegründet. Geleitet wird die Expertengruppe von Gesundheitsminister Alex Azar, die Koordination übernimmt der Nationale Sicherheitsrat, wie das Weiße Haus in Washington am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Die Gesundheitsexperten sollen das Virus beobachten und seine Ausbreitung verhindern. Zudem sollen sie die amerikanische Öffentlichkeit ständig über Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Die Arbeitsgruppe habe sich bereits seit Montag täglich getroffen, hieß es in der Mitteilung weiter. Das Infektionsrisiko für US-Amerikaner bleibe weiterhin niedrig. In den USA wurden bisher fünf Fälle von Infektionen mit dem Virus registriert. 

05:52 Uhr - Coronavirus: Ikea schließt sämtliche Filialen in China

Der schwedische Möbelkonzern Ikea schließt wegen des neuartigen Coronavirus vorübergehend sämtliche seiner Warenhäuser in China. Nachdem der Konzern bereits am Vortag angekündigt hatte, etwa die Hälfte der Filialen zu schließen, folgte am Donnerstag eine Mitteilung, wonach vorerst sämtliche Geschäfte geschlossen bleiben sollen. 

05:43 Uhr: Fünfter Coronavirus-Fall in Frankreich - Tochter von China-Touristen

A man wears a face mask on the Trocadero esplanade in front of the Eiffel Tower in Paris, France, January 25, 2020, as France confirmed three cases of the new coronavirus. REUTERS/Benoit Tessier
Der 80-jährige Tourist aus China war am 23. Januar nach Frankreich gekommen und am Samstag in die Notaufnahme gegangen.
© REUTERS, BENOIT TESSIER, BT/

In Frankreich ist eine fünfte Infektion mit dem neuen Coronavirus bestätigt worden. Es handele sich dabei um die Tochter des ebenfalls erkrankten 80-jährigen Touristen aus China, teilte das französische Gesundheitsministerium mit. Der Zustand des 80-Jährigen sei ernst, der Mann werde weiter in einem Pariser Krankenhaus behandelt. Außerdem habe sich der Zustand eines weiteren infizierten etwa 30-Jährigen verschlechtert, der seit Ende vergangener Woche behandelt wird. Derzeit sind rund 50 Infektionen mit dem Coronavirus außerhalb Chinas bestätigt.

05:05 Uhr: Zahl der Infektionen steigt auf 7.711 - 170 Tote

30.01.2020, Südkorea, Seoul: Eine Lehrerin misst am ersten Schultag nach den Winterferien die Temperaturen eines Grundschülers. Die Zahl der Infektionen und Todesopfer durch die Lungenkrankheit aus China ist erneut gestiegen. Foto: -/YNA/dpa +++ dpa-
Die Zahl der bestätigten Erkrankten stieg auf 7.711 Fälle in China.
© dpa, -, pat

Die Zahl der Infektionen und Todesopfer ist in China erneut gestiegen. Wie die Nationale Gesundheitsbehörde am Donnerstag mitteilte, stieg die Gesamtzahl der Todesfälle um 38 auf nun 170. Die Zahl der bestätigten Erkrankten stieg auf 7.711 Fälle in China. Nachdem auch Tibet die erste Erkrankung mit dem neuen Coronavirus gemeldet hatte, sind nun in allen Regionen und Provinzen Chinas Infektionen nachgewiesen. 

03:30 Uhr: USA fliegen rund 200 Staatsbürger aus Wuhan aus

January 29, 2020, Riverside, California, USA: A team in white biohazard suits unload luggage off a charter flight from Wuhan, China, carrying approximately 200 U.S. citizens, after landing at March Air Reserve Base in Riverside, Calif. Wednesday morn
Die Betroffenen wurden auf dem Militärflugplatz March Air Reserve Base in Riverside County in Kalifornien zunächst untersucht.
© imago images/ZUMA Press, Will Lester via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die USA haben rund 200 Landsleute aus Wuhan ausgeflogen. Ein Charterflugzeug mit 195 US-Staatsbürgern habe am Mittwoch die von dem Coronavirus besonders betroffene chinesische Metropole verlassen, wie die US-Gesundheitsbehörde mitteilte. Keiner von ihnen habe Symptome gezeigt, sie würden nun noch einige Tage beobachtet. Zuvor war von mehr als 200 Amerikanern die Rede gewesen.

Das US-Außenministerium habe den Flug vor allem für Mitarbeiter der US-Regierung in Wuhan organisiert, bestätigte ein Sprecher der US-Botschaft in Peking. Wenn ausreichend Platz zur Verfügung stünde, würden auch anderen US-Bürgern Plätze angeboten, die aber bezahlt werden müssten, hatte es im Vorfeld des Fluges geheißen. 

21:22 Uhr - Russland schränkt Zugverkehr nach China ein

Russland schränkt wegen des Virus seine Zugverbindungen von und nach China ein. Ab dem 31. Januar, also der Nacht von Donnerstag zu Freitag, werde nur noch die Direktverbindung zwischen Moskau und Peking bedient, teilt die stellvertretende Ministerpräsidentin Tatiana Golikowa mit. Zudem liefen Vorbereitungen zur Rückholung von russischen Staatsbürgern, die derzeit in China seien.

20:42 Uhr - Verdacht auf Coronavirus in Potsdam

In Potsdam gibt es einen Verdacht auf Coronavirus. Das teilte Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) nach Angaben der "Potsdamer Neuesten Nachrichten" mit. Den Informationen der Zeitung zufolge handelt es sich um eine Schülerin des privaten Schillergymnasiums aus China. Sie werde im Krankenhaus behandelt. Es sei noch nicht klar, ob es sich um einen "begründeten Verdachtsfall" handele, sei noch unklar.

20:26 Uhr: Hallen-WM der Leichtathleten abgesagt

Die Verbreitung des Coronavirus in China hat am Mittwoch die bislang größten Folgen für die Sportwelt verursacht. Der Leichtathletik-Weltverband World Athletics sagte die für den 13. bis 15. März in Nanjing geplante Hallen-WM wegen der Epidemie ab. Die Titelkämpfe sollen erst im März 2021 nachgeholt werden.

Das medizinische Team des Weltverbandes habe darauf hingewiesen, dass die Ausbreitung des Virus in China und im Ausland immer noch auf einem besorgniserregenden Niveau sei und deshalb alle Großveranstaltungen vermieden werden sollten, die sich verschieben ließen.

Aufgrund des frühen Termins der Olympischen Spiele in Tokio (24. Juli bis 9. August) ist die Hallensaison auf ein sehr enges Zeitfenster begrenzt. Eine terminliche Verlegung mit dem Austragungsort Nanjing war daher nicht möglich. Die Überlegungen, die WM am alten Termin an einem anderen Ort auszutragen, seien verworfen worden.

18:12 Uhr - Corona-Verdachtsfall im Burgenlandkreis

Das Gesundheitsamt des Burgenlandkreises (Sachsen-Anhalt) hat darüber informiert, dass eine Person in Naumburg unter Verdacht steht, mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Sie hatte sich in den vergangenen Wochen in China aufgehalten. Die Person wurde im Naumburger Klinikum isoliert und einem Test unterzogen. "Ein Labor in Magdeburg untersucht zur Stunde noch die Proben, mit einem Ergebnis rechnen wir in den nächsten 24 bis 48 Stunden, erklärte Dr. Ina Schmidt, Leiterin des Gesundheitsamtes.

17:11 Uhr - Erster Coronavirus´-Fall in Finnland

Eine Touristin (32) aus der chinesischen Millionenstadt Wuhan sei während eines Aufenthalts in Lappland positiv auf das Virus getestet worden, teilte die finnische Gesundheitsbehörde THL am Mittwochnachmittag mit. Sie befinde sich in einem Krankenhaus der Stadt Rovaniemi in Isolation. Nach Frankreich und Deutschland ist Finnland damit das dritte EU-Land, in dem die neue Lungenkrankheit nachgewiesen worden ist.

17:05 Uhr - WHO will Notfall-Ausschuss einberufen

Angesichts der rasanten Ausbreitung des neuen Coronavirus hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Donnerstag erneut den Notfall-Ausschuss einberufen. Das teilte die WHO am Mittwoch mit. Der Ausschuss berät die WHO in der Frage, ob eine «gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite» ausgerufen werden soll. Damit verbunden sind konkrete Empfehlungen, wie alle Länder der Welt einer weiteren Ausbreitung vorbeugen können.

16:55 Uhr - "Deutsche Corona-Patienten fühlen sich pumperlgesund"

Professor Clemens-Martin Wendtner, Chefarzt Schwabinger Krankenhaus, behandelt die vier deutschen Corona-Patienten
Professor Clemens-Martin Wendtner, Chefarzt Schwabinger Krankenhaus, behandelt die vier deutschen Corona-Patienten
© RTL

Wie geht es den den deutschen Corona-Patienten zur Zeit? Professor Clemens-Martin Wendtner vom Schwabinger Krankenhaus gegenüber RTL: "Die vier fühlen sich, auf bayrisch gesagt, pumperlgesund. Kein Fieber, keine Atemwegserkrankungen. Denen ist sehr langweilig und sie nerven die Ärzte mit der Entlassungsfrage."

16:21 Uhr - Lufthansa streicht alle Flüge nach China

A Lufthansa Boeing 747-400 (D-ABVT) wide-body jumbo jet airliner takes off from Vancouver International Airport. Credit Image: Bayne Stanley/ZUMA WirePictured: GV,General ViewRef: SPL5143013 240120 NON-EXCLUSIVEPicture by: Zuma / SplashNews.comSplash
Lufthansa Maschine
© Zuma / SplashNews.com

Die Lufthansa streicht ihre Flüge von und nach China. Europas größte Fluggesellschaft mit ihren Töchtern folgt damit angesichts des neuartigen Coronavirus ihrem Konkurrenten British Airways und anderen Fluggesellschaften, wie das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt bestätigte.

Vorläufig bis zum 9. Februar sollen keine Maschinen von Lufthansa samt der Töchter Austrian und Swiss mehr nach China abheben. Es sollen nur noch die in China weilenden LH-Besatzungen zurückgeholt werden.

Neue Buchungen für China-Flüge sollen erst wieder ab 1. März entgegen genommen werden. 

15:36 Uhr - Coronavirus und Verschwörungstheorien: Steckt Bill Gates hinter dem Virus?

Seit Tagen kursieren im Internet verschiedene Verschwörungstheorien zum Coronavirus. Unsere Kollegen haben einige davon überprüft.

15:22 Uhr -Deutschen Coronavirus-Patienten geht es gut

Die vier Coronavirus-Patienten in Deutschland befinden sich nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums in klinisch gutem Zustand. «Alle sind nach Angaben von Chefarzt Prof. Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie an der München Klinik Schwabing symptomfrei», teilte ein Sprecher am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Es handele sich um drei Männer und eine Frau. Alle sind Mitarbeiter der Firma Webasto aus Gauting in Oberbayern. Ein 33-Jähriger hatte sich den Erkenntnissen zufolge vergangene Woche bei einer aus China eingereisten Kollegin angesteckt. Die Infektion der drei weiteren Menschen hatte das Ministerium am Dienstagabend bestätigt.

14:33 Uhr - China: Coronavirus erstmals auch bei Ausländern

Erstmals ist in China eine Coronavirus-Infektion bei fünf Ausländern bestätigt worden. Es handelt sich um zwei Australier, einen Pakistani und zwei Hongkonger, wie der Vizechef des Gesundheitsamtes der südchinesischen Provinz Guangdong, Chen Zhusheng, nach Angaben des Nachrichtenportals "Zhongguo Xinwenwang" berichtete. Zwar sind zuvor auch schon mehrere andere Ausländer erkrankt, darunter vier Deutsche. Allerdings wurde bei ihnen die Infektion nicht in China diagnostiziert.  

14:25 Uhr - Corona-Verdachtsfall in Lufthansa-Maschine - Crew kehrt zurück

An Bord einer Lufthansa-Maschine hat es einen Corona-Verdachtsfall gegeben. An dem am Mittwochmorgen in Nanjing gelandeten Flug LH780 aus Frankfurt hatte auch ein Mann teilgenommen, der von den chinesischen Behörden als Risikofall eingestuft wurde, bestätigte das Unternehmen in Frankfurt. Der Chinese soll gehustet haben und zwei Wochen zuvor in der Stadt Wuhan gewesen sein, in der das neuartige Coronavirus zuerst bemerkt worden war. Ob er tatsächlich infiziert ist, blieb zunächst unklar. Zuvor hatte die Website "Aerotelegraph" berichtet.  

Die Passagiere, die jeweils drei Reihen vor und hinter dem Mann saßen, seien von den chinesischen Behörden ebenso untersucht worden wie die Crew des Airbus A 340, sagte der Lufthansa-Sprecher. Flugbegleiter und Piloten seien dann umgehend in die nächste Maschine nach Frankfurt umgestiegen. Der Rückflug LH781 sollte am Mittwochabend in Frankfurt landen. Die deutschen Behörden seien über das Vorgehen informiert worden, erklärte die Fluggesellschaft.

14:00 Uhr Ikea schließt die Hälfte seiner Möbelhäuser in China

Der schwedische Möbelkonzern Ikea schließt wegen des neuartigen Coronavirus vorübergehend rund die Hälfte seiner Warenhäuser in China. Diesen Entschluss habe das Unternehmen nach reichlichen Überlegungen zu der Situation gefasst, teilte der Ikea-Mutterkonzern Ingka mit. Die Gesundheit und Sicherheit von Kunden und Mitarbeiter habe für Ikea immer oberste Priorität. Die betroffenen Angestellten seien gebeten worden, bis auf Weiteres zu Hause zu bleiben.  

Die Ingka-Gruppe betreibt 30 Ikea-Möbelhäuser in China, in denen knapp 14.000 Mitarbeiter angestellt sind. Der Ikea in der Millionenstadt Wuhan war schwedischen Medienberichten zufolge bereits vor knapp einer Woche geschlossen worden. Seitdem hat Ikea demnach auch Geschäftsreisen aus und nach China verboten.

13:25 Uhr - Deutsche sollen in den nächsten Tagen aus China evakuiert werden

Laut RTL Informationen will die Bundesregierung in den nächsten Tagen ca. 90 Deutsche aus Wuhan evakuieren. Die Rückkehrer sollen nach ihrer Rückkehr in Qurantäne kommen. Laut dem SPIEGEL sollen alle vor dem Abflug mit einem Schnelltest auf eine Coronavirus-Infektion untersucht werden,

12:31 Uhr - Britsiche China-Rückkehrer müssen 14 Tage in Quarantäne auf Militärbasis

Laut englischen Medien sollen in den nächsten Tagen fast 200 Briten aus Wuhan zurückgeholt werden. Alle sollen dann offenbar auf einer Militärbasis in Quarantäne. 14 Tage lang sollen sie dort bleiben. Unabhängig, ob sie erkrankt sind oder nicht.

12:01 - Impfstoff gegen Coronavirus?

Russland und China arbeiten nach russischen Angaben zusammen an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Peking habe das Erbgut des Virus an Russland übergeben, teilt das russische Konsulat im chinesischen Guangzhou mit. "Russische und chinesische Wissenschaftler haben mit der Arbeit an einem Impfstoff begonnen." In Russland gibt es bislang noch keinen bestätigten Fall des neuartigen Coronavirus.

11:45 Uhr - Formel 1 beobachtet Entwicklung Coronavirus in China

Was bedeutet das Coronavirus für das Formel 1 Rennen in China? Hier die akteullen Infos.

09:31 Olympia-Tests der Skirennfahrer in China abgesagt

Die Ausbreitnug des Coronavirus hat jetzt auch Auswirkungen auf die Sportwelt! Die alpinen Ski-Rennen im chinesischen Yanqing am 15. und 16. Februar sind abgesagt worden. Das teilte der Weltverband FIS am Mittwoch mit. Wegen der unsicheren Lage im Gastgeberland für die Olympischen Winterspiele 2022 sei diese «schwierige Entscheidung» zusammen mit den örtlichen Veranstaltern und dem chinesischen Skiverband getroffen worden, sagte FIS-Präsident Gian Franco Kasper in einer Mitteilung. In Yanqing nahe Peking waren eine Herren-Abfahrt und ein Super-G als Olympia-Tests geplant. Wohin die Rennen verlegt werden, wurde nicht mitgeteilt. Saalbach-Hinterglemm in Österreich gilt als Kandidat.

09:10 Uhr - Lufthansa: Flüge von und nach China finden planmäßig statt

Die Lufthansa fliegt vorerst weiter nach China. "Wir beobachten die Lage sehr genau", sagte ein Sprecher am Mittwoch auf Anfrage. Aktuell fänden alle Flüge von und nach China planmäßig statt. Allerdings beobachtet die Fluggesellschaft eine "leichte Buchungszurückhaltung". 

08:15 Uhr - British Airways setzt alle Flüge nach China aus

Die Fluggesellschaft British Airways hat wegen des neuartigen Coronavirus alle Direktflüge von London nach Peking und Shanghai bis März eingestellt. Dies gelte ab sofort, teilte die Fluggesellschaft mit. Damit folge sie Reisewarnungen des britischen Außenministeriums. "Die Sicherheit unserer Kunden und unserer Besatzung hat immer Priorität", hieß es weiter.

Die Airline bietet täglich Flüge von London-Heathrow nach Peking und Shanghai an. In China steigt die Zahl der Patienten mit der neuen Lungenkrankheit sprunghaft an. In Großbritannien wurden bislang noch keine Fälle nachgewiesen.

07:40 Uhr - Bundesgesundheitsminister Spahn im RTL-Interview: "Kein Anlass zur Sorge"

Im RTL-Interview hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) deutlich gemacht, dass kein Anlass zu übertriebener Sorge bestehe. Deutschland sei gut vorbereitet. Das vollständige Interview sehen Sie im Video.

Derzeit werde sorgfältig geprüft, mit wem die in Deutschland infizierten Patienten Kontakt hatten, sagte Spahn. Transparenz sei in dieser Situation besonders wichtig. Man stehe mit den chinesischen Behörden in engem Kontakt. Sorgen bereiten dem Gesundheitsminister allerdings die Verschwörungstheorien rund um das Coronavirus, die im Internet kursieren. Er appelliert daher an alle, sich ausschließlich auf offiziellen Seiten zu informieren.

06:15 Uhr - Höhepunkt der Krankheit in China erst in sieben bis zehn Tagen

Der Ausbruch der neuen Lungenkrankheit in China wird nach Einschätzung eines führenden chinesischen Lungenexperten erst in sieben bis zehn Tagen seinen Höhepunkt erreichen. Wie der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Virus, Zhong Nanshan, in einem Mittwoch verbreiteten Interview der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua sagte, sind "frühe Entdeckung und frühe Isolation" entscheidend, um das Virus in den Griff zu bekommen. "Es ist sehr schwierig, definitiv vorherzusagen, wann der Ausbruch seinen Höhepunkt erreicht", sagte der renommierte Wissenschaftler. 

Eine Impfung sieht der Experte so schnell nicht. Die Entwicklung werde drei bis vier Monate oder auch länger dauern. Der neuartige Erreger gleiche vom Ursprung her einem Virus, das 2017 in Fledermäusen entdeckt worden sei.

05:46 Uhr - Deutscher Student in Wuhan: "Ich will hier endlich raus"

Ein 19-jähriger Deutscher, der in Wuhan wegen der Krise um das Coronavirus festsitzt, hat an die Bundesregierung appelliert, möglichst rasch ein Evakuierungsflugzeug in die chinesische Stadt zu schicken. "Ich will hier endlich raus und hoffe auf die Hilfe der Bundesregierung", sagte Batuhan-Yilmaz Ay der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

"Meine Eltern und Freunde machen sich große Sorgen, auch ich habe etwas Angst." Der Sprachstudent, der im nordrhein-westfälischen Moers geboren und aufgewachsen ist, lebt seit vergangenem September in Wuhan. Ende Januar sollte sein Aufenthalt dort enden. Spekulationen über eine mögliche Evakuierung weckten Hoffnung bei Ay und nach seinen Angaben auch bei anderen deutschen Staatsbürgern, die sich in der Stadt aufhalten. "Es hieß, dass in den nächsten Tagen eine deutsche Maschine hier landen soll", so Ay.

Unbestätigten Angaben zufolge sollen dann aber nur deutsche Staatsbürger mit einem chinesischen Einreisestempel im Pass ausgeflogen werden. Das könnte Ehepartner und Kinder aus deutsch-chinesischen Mischehen ausschließen. "Möglicherweise kann die Bundesregierung da ja noch was erreichen in den Verhandlungen mit den Chinesen, um auch chinesische Ehepartner und Kinder aus Mischehen auszufliegen", sagte Ay.

05:10 Uhr - Weitere 26 Menschen in China gestorben

28.01.2020, Großbritannien, London: Eine Frau trägt Mundschutz, während sie auf der Straße Kingsway geht. Foto: Victoria Jones/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Viele Menschen versuchen sich mit Mundschutz vor dem Virus zu schützen.
© dpa, Victoria Jones, jga nwi

Die Zahl der Patienten mit dem neuartigen Coronavirus ist wieder sprunghaft gestiegen. In Deutschland wurden vier Infektionen bestätigt. Die drei am Dienstagabend bekannt gewordenen neuen Fälle stehen in Zusammenhang mit dem ersten Patienten in Bayern, der sich bei einer Kollegin aus China angesteckt hatte. In der Volksrepublik stieg die Zahl der Erkrankungen innerhalb eines Tages bis Mittwoch um 1.459. Damit sind mehr als 6.000 Fälle erfasst. Weitere 26 Patienten sind in China gestorben. So kletterte die Gesamtzahl der Todesfälle auf 132.

02:13 Uhr - Corona-Virus im Labor in Australien nachgezüchtet

Australische Wissenschaftler haben im Labor das tödliche Coronavirus nachgezüchtet. Das teilte das Peter Doherty Institut für Infektionen und Immunität in Melbourne am Mittwoch mit. Das Virus sei von einem infizierten Patienten entnommen und erfolgreich nachgezüchtet worden. Nunmehr könne in Zusammenarbeit mit anderen Instituten und der Weltgesundheitsorganisation WHO an einem Gegenmittel gearbeitet werden. Julian Druce, Leiter des Viren-Labors, sprach von einem "bedeutenden Durchbruch".

23:48 Uhr - Chinesische Provinz Hubei meldet neue Todesfälle

Die im Zentrum des Ausbruchs stehende chinesische Provinz Hubei meldet 25 neue Todes- und 840 neue Infektionsfälle. Per Ende Dienstag (Ortszeit) seien damit in Hubei bislang 125 Menschen an dem Virus gestorben und 3.554 erkrankt.

21:52 Uhr - Webasto schließt Standort Stockdorf bis Sonntag

Der Automobilzulieferer Webasto weitet nach dem Bekanntwerden weiterer Infektionsfälle seine Maßnahmen zum Schutz der Belegschaft aus. So wird unter anderem bis kommenden Sonntag der Standort Stockdorf vorübergehend geschlossen. In der Firmenzentrale in Stockdorf im Landkreis Starnberg arbeiten nach Angaben des Unternehmens alle vier Betroffenen. Bereits am Montag hatte Webasto nach eigenen Angaben alle Dienstreisen nach und von China für mindestens zwei Wochen abgesagt.

21:10 Uhr - Drei weitere Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt

In Bayern sind drei weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert worden. Sie stünden in Zusammenhang mit dem ersten bestätigten Fall der neuen Lungenkrankheit in Deutschland, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Dienstagabend mit.

18:59 Uhr - Vierter Erkrankter in Frankreich in ernstem Zustand

In Frankreich gibt es laut der Zeitung "Le Figaro" inzwischen vier bestätigte Coronavirus-Fälle. Bei der vierten infizierten Person in Frankreich handelt es sich laut einem Bericht des französischen Senders Info Radio um einen chinesischen Touristen. Die Person liege in einem Krankenhaus in Paris und befinde sich in ernstem Zustand.

18:38 Uhr - EU fliegt Hunderte Europäer aus Wuhan aus

Zwei Flugzeuge sollen Hunderte EU-Bürger aus der Region in China herausholen, die am stärksten vom Coronavirus betroffen ist. Die erste Maschine soll nach Angaben der EU-Kommission am Mittwochmorgen in Frankreich starten und etwa 250 Franzosen nach Hause fliegen. Das zweite Flugzeug solle im Laufe der Woche folgen und mehr als 100 Europäer aus anderen EU-Ländern heimbringen.

17:38 Uhr - Deutsche Lehrerin sitzt in Wuhan fest

FILE PHOTO: Police officers wearing masks check the boot of a car for smuggled wild animals following the outbreak of a new coronavirus, at an expressway toll station on the eve of the Chinese Lunar New Year celebrations, in Xianning, a city borderin
Kontrollen in Wuhan
© REUTERS, Martin Pollard, TS/DEG/FW1F/Mike Collett-White/F

Rund 90 Deutsche stecken nach Ausbruch des neuen Coronavirus in der chinesischen Millionenstadt Wuhan fest. Darunter ist auch die Lehrerin Sarah Heintze, die aus Koblenz stammt. Sie berichtete, dass die Versorgungslage «unproblematisch» sei. Die 32-Jährige, die seit sieben Jahren in Wuhan lebt, wurde in der Nacht wie andere von einer Email des Auswärtigen Amtes überrascht, wonach eine Rückholaktion für deutsche Staatsbürger geplant sei. «Ich weiß noch nichts genauer», sagte Heintze der Deutschen Presse-Agentur.

Heintze hat sich noch nicht entschieden, ob sie ausfliegen will. Es sei schwierig: So habe sie gerade Besuch von einer Freundin aus Rumänien. Auch wisse sie nicht, wohin mit ihrem Kater. «Wenn ich meine Freundin und meinen Kater mitnehmen darf, dann gerne.»

«Ich warte mal, was die deutsche Botschaft dazu sagt», meinte die Koblenzerin. «Wenn die irgendwie dazu raten, dass es Sinn macht, dann werde ich das noch mal überlegen.» Vor der Lungenkrankheit habe sie nicht so große Angst. «Vor dem Virus will ich nicht wegrennen», sagte die 32-Jährige. «Panik mache ich mir da nicht.» Schließlich gehe sie auch nicht ins Krankenhaus. Ohnehin gehe niemand vor die Tür. «Ich wüsste jetzt nicht, wo man sich anstecken sollte.»

Die Straßen seien menschenleer. Auch könne sie sich schützen: «Mit Gesichtsmaske und Händewaschen geht das schon in Ordnung.» Sie kenne auch niemanden, der sich angesteckt habe. «Alle Freunde sind brav zuhause.» Sie will sich nicht verrückt machen lassen.

17:15 Uhr - Ansteckung außerhalb Chinas jetzt auch in Taiwan

Bisher galt der Fall in Deutschland als erster weltweit, bei dem sich jemand außerhalbs China mit dem Coronavirus infiziert hatte. Nun gibt es einen weiteren Fall in Taiwan.

Ein um die 50 Jahre alter Mann habe sich bei seiner Frau angesteckt, nachdem diese von einer Reise in die zentralchinesische Stadt Wuhan zurückgekehrt sei, teilte die zuständige Behörde CECC am Dienstag mit. Die Frau war demnach wenige Tage nach ihrer Rückkehr mit Fieber in ein Krankenhaus eingewiesen worden. Bislang hat Taiwan acht Fälle des Virus gemeldet.

16:53 Uhr - Jetzt auch Volkswagen: Dienstreisen nach China stark eingeschränkt

Der Autokonzern Volkswagen hat wegen des neuartigen Coronavirus seine Dienstreisen nach China eingeschränkt. «Das Volkswagen Gesundheitswesen beobachtet die Entwicklung aufmerksam und empfiehlt vorsorglich, Dienstreisen nach China nur anzutreten, wenn sie zwingend erforderlich sind», teilte ein VW-Sprecher am Dienstag auf Anfrage mit. «Beschäftigten, die bereits in China im Einsatz sind, und ihren Familien wird empfohlen, besonders sorgsam auf Hygiene- und Verhaltensregeln zu achten.» So sollen die Mitarbeiter zum Beispiel regelmäßig die Hände desinfizieren und bei ersten Anzeichen einer Erkrankung umgehend einen Arzt aufsuchen.

16:30 Uhr - Entwarnung aus Heidelberg und Stuttgart: Keine neuen Fälle

Die Verdachtsfälle in Heidelberg und Stuttgart haben sich offenbar nicht bestätigt. Damit ist bisher nur ein Fall in Deutschland bestätigt. Ab morgen müssen alle Krankenhäuser jeden Verdachtsfall melden. So soll es einen besseren Überblick über die Ausbreitung der Krankheit geben.

15:25 Uhr - Was sie über den ersten Coronavirus-Fall in Deutschland wissen müssen

Nun ist das Coronavirus auch in Deutschland angekommen. Ein 33-jähriger Mann aus Bayern hat sich damit infiziert. Er wird zur Zeit in einem Krankenhaus bedandelt. Alle Hintergründe zu dem Fall finden sie hier.

14:45 Uhr - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ruft zu Gelassenheit auf

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ruft zu Gelassenheit im Umgang mit dem Coronavirus auf. In Bezug auf den bestätigten Fall in Bayern lobte er die Kommunikationswege zwischen den Behörden. "Die Gefahr für die Gesundheit der Menschen in Deutschland durch diese neue Atemwegserkrankung aus China bleibt nach unserer Einschätzung weiterhin gering", so Spahn. Für übertreibene Sorge gebe es keinen Grund. Trotzdem versicherte er, dass die Behörden den Virus ernst nehmen, aber für hektisch wolle man nicht reagieren.

Gemeinsam mit den Landesgesundheitsministern hat er das weitere Vorgehen besprochen und neue Maßnahmen beschlossen: Piloten müssen ab sofort nach der Landung aus China den Tower am Flughafen über den Gesundheitszustand der Passagiere informieren. Außerdem sollen Reisende aus China Kontaktdaten hinterlassen und angeben wo sie sich in den kommenden 30 Tagen aufhalten. Zudem müssen Krankenhäuser alle begründeten Verdachtsfälle melden. Bisher waren sie nur verpflichtet, bestätigte Fälle zu melden. Das Robert-Koch-Institut bekommt mehr Koordinierungskompetenzen.

14:21 Uhr - Auswärtiges Amt spricht Reisewarnung für Provinz Hubei aus

Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die chinesische Provinz Hubei. Andere Teile Chinas als die Provinz rund um Wuhan sind von der Reisewarnung nicht betroffen. Zu einer möglichen Rückholaktion für deutsche Staatsbürger aus Wuhan gibt es noch keine neuen Informationen. Aus dem Auswärtigen Amt heißt es dazu:  Der Krisenstab hat entschieden, dass die Bundesregierung zu einer Rückholung nicht erkrankter deutscher Staatsangehöriger aus Wuhan grundsätzlich bereit ist; bis zu einer endgültigen Entscheidung sind noch operative Fragen zu klären, auch mit der chinesischen Seite."

13:59 Uhr - Neue Verdachtsfälle in Heidelberg und Berlin

An der Uniklinik Heidelberg sind mehrere Menschen, die aus den betroffenen Regionen Chinas zurückgekommen sind, auf den Coronavirus getestet worden. Die Tests werden in Berlin ausgewertet - Ergebnisse stehen noch aus. Auch in Berlin gibt es einen weiteren Verdachtsfall: Nach RTL-Informationen war eine Frau zuvor in einem betroffenen chinesischen Gebiet, nun ist sie isoliert. Ergebnisse der Proben stehen auch in diesem Fall noch aus.

13:44 Uhr - Darum helfen Atemschutzmasken nicht

Experten halten das Tragen von Mundschutz von Bürgern für "unsinnig" (siehe Meldung von 12:05 Uhr). Doch warum ist das so? Lesen Sie hier, welche Probleme bestehen - und warum die Weltgesundheitsorganisation WHO sogar davor warnt, Masken ohne konkrete Ansteckungsgefahr zu verwenden.

13:12 Uhr - Feiern zu chinesischem Frühlingsfest in drei NRW-Städten abgesagt

Die Stadt Duisburg hat ihre große Feier zum chinesischen Frühlingsfest abgesagt - unter Verweis auf Solidarität mit den Menschen in China. Duisburg ist Partnerstadt von Wuhan, wo der neuartige Coronavirus grassiert. Auch in Düsseldorf und Bonn wurden von den örtlichen Konfuzius-Instituten Feiern abgesagt. Dabei spielten die Sorgen von Chinesen um ihre Angehörigen in ihrem Heimatland und eine mögliches Ansteckungsrisiko eine Rolle.

12:50 Uhr - KiTa in Landsberg am Lech bleibt geöffnet

Die Kinderkrippe, in der das Kind des an dem neuen Coronavirus erkrankten Mannes betreut wird, bleibt vorerst geöffnet. "Wir sehen derzeit keine Veranlassung dazu, die Krippe zu schließen", sagte ein Sprecher des dortigen Landratsamts. "Weder die Frau noch das Kind des Patienten sind bisher erkrankt." Die Eltern der betroffenen Einrichtung seien nicht gesondert informiert worden, sagte der Sprecher. "Das ändert sich natürlich, wenn das Kind doch noch krank wird."

12:45 Uhr - Bundesweite Hotlines eingerichtet

Das Robert-Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung beantworten auf ihren Homepages die wichtigsten Fragen rund um das Coronavirus. 

Die Krankenkasse Barmer hat zudem eine kostenlose Hotline (Tel.: 0800 84 84 111) eingerichtet. Hier werden rund um die Uhr Fragen zum Virus beantworten – hier können sich alle Bundesbürger melden, nicht nur Kunden der Krankenkasse.

12:05 Uhr - Experte hält das Tragen von Mundschutz von Bürgern für "unsinnig"

Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger, hält das Tragen von Mundschutz zum Schutz vor dem Coronavirus derzeit für unnötig. "Persönlicher Schutz ist im Augenblick vollkommen unsinnig", sagte er. Die Gesundheitsbehörden kümmerten sich "hervorragend", darauf könnten sich Bürger verlassen.

Es mache Sinn, zum Beispiel als Grippekranker eine Maske zum Schutz anderer Menschen zu tragen. "Aber der Schutz vor einer Infektion von außen ist sehr, sehr schlecht damit", sagte Salzberger. Sogenannte chirurgische Gesichtsmasken sind dem Experten zufolge eigentlich nicht zum Schutz vor Ansteckungen gemacht: Eigentlich sorgen sie dafür, dass keine möglicherweise infektiösen Tröpfchen aus dem Atemtrakt von Chirurgen in das Operationsgebiet gelangen.

11:43 Uhr - Hongkong macht Grenze für Chinesen dicht

Hongkong will seine Grenze für Chinesen aus der Volksrepublik weitgehend dichtmachen. Alle Zug- und Fährverbindungen werden von Donnerstag um Mitternacht an gekappt, wie Regierungschefin Carrie Lam erklärte. Hongkong halbiere auch die Zahl der Flüge aus China, sagte Lam, die mit einem Mundschutz vor die Presse trat.

Vier Grenzübergänge würden für den Personenverkehr geschlossen und ließen zum Teil nur noch Lastwagen mit Fracht für Hongkong durch.Die chinesische Sonderverwaltungsregion hat bisher acht bestätigte Infektionen mit dem neuen Coronavirus.

11:26 Uhr - Automobilzulieferer Webasto gibt Pressemitteilung heraus

"Die Gesundheit und der Schutz der Mitarbeiter stehen für uns an erster Stelle. Den beiden Kollegen geht es den Umständen entsprechend gut. Sie sind beide stationär in ärztlicher Behandlung. Wir sind mit ihnen in Kontakt", erklärt Holger Engelmann, Vorstandsvorsitzender der Webasto Gruppe, in einer Pressemitteilung.

Wie auf der Pressekonferenz erklärt wurde, war eine chinesische Mitarbeiterin aus Shanghai für eine Schulung nach Deutschland gekommen. Dort hatten der deutsche Mitarbeiter und sie in einer Kleingruppe zusammengearbeitet. Der Fall ist dadurch besonders, dass er einer von bisher erst drei bekannten Nachweisen weltweit ist, bei denen die Ansteckung außerhalb Chinas geschah. Bisher handelte es sich bei fast allen der rund 50 erfassten Infektionen in Frankreich, den USA, Thailand und anderen asiatischen Ländern um aus China importierte Fälle. 

11:15 Uhr - Abschließender Appell zur Grippeschutz-Impfung

Der behandelnde Chefarzt schließt die Pressekonferenz im bayerischen Gesundheitsministerium mit einem Aufruf zur Grippeschutz-Impfung. Während an einem Impfstoff gegen den Coronavirus noch geforscht wird, steht gegen die Influenza ein Impfstoff zur Verfügung.

Prof. Dr. med. Clemens Wendtner erklärte: "Aus meiner Sicht wäre dieser Fall Anlass genug, nochmal die Grippeschutzimpfung in den Vordergrund zu rücken. Hier ist der Todesfall zu verhindern. Der Aufruf wäre, unsere Mitbürger für die Grippeschutzimpfung zu motivieren." In Deutschland sterben pro Jahr den Angaben zufolge durchschnittlich 20.000 Menschen an Influenza.

11:09 Uhr - Das sagt der Chefarzt der Klinik in Schwabing

Prof. Dr. med. Clemens Wendtner erklärt auf der Pressekonferenz: "Dem Patienten geht es sehr gut, er ist fieberfrei und hat keine Atemwegssymptomatik mehr." Die Entlassung des Patienten sei jedoch nicht absehbar. Der Mann werde auf einer Isolationsstation behandelt, obwohl dies nicht notwendig sei. Die üblichen Schutz- und Hygienemaßnahmen genügten, um Ansteckungen innerhalb des Krankenhauses zu verhindern.

10:55 Uhr - Behörden empfehlen Kontaktpersonen zuhause zu bleiben

Der erkrankte Deutsche hatte nach Angaben der Taskforce Infektiologie engen Kontakt mit mindestens 40 Kollegen und Familienangehörigen. "Die Zahl kann noch steigen", sagt Taskforce-Leiter Martin Hoch.

Der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf, erklärt, es sei nicht auszuschließen, dass eine der Kontaktpersonen erkranke. Die Behörden empfehlen diesen Kontaktpersonen, bis zum Ende der 14-tägigen Inkubationszeit vorsichtshalber Zuhause zu bleiben. Bisher gibt es noch keinen Verdacht auf Ansteckungen.

10:46 Uhr - Coronavirus-Patient ist Vater aus Landkreis Landsberg

Bei dem mit dem neuen Coronavirus infizierten Mann in Bayern handelt es sich um einen 33-Jährigen. "Es geht ihm recht gut, gestern Vormittag hat er noch gearbeitet", sagte der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf.

Der Mann habe Kinder, die an seinem Wohnort im Landkreis Landsberg in den Kindergarten gingen. "Natürlich denken wir an Kinder und auch an die Kindergärten, sagte der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

10:41 Uhr - Chinesische Mitarbeiterin offenbar ohne Symptome eingereist

Bavarian state office for health and food safety Dr. Andreas Zapf attends a news conference, after Germany has declared its first confirmed case of the coronavirus that broke out in China, in Munich, Germany January 28, 2020.    REUTERS/Michael Dalde
Dr. Andreas Zapf, Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit
© REUTERS, MICHAEL DALDER, joh/

Dr. Andreas Zapf erklärte auf Nachfrage, die Chinesin sei ohne Krankheitssymptome nach Deutschland eingereist. Zufallskontakte der Frau, die vom 19. bis 23. Januar in Deutschland war, seien nicht auszuschließen, aber schwierig zu ermitteln. Dennoch schätze man das Ansteckungsrisiko als eher gering ein, so der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit.

10:35 Uhr - Dr. Martin Hoch von der Task-Force Infektiologie beantwortet Fragen

Der Leiter der Task-Force Infektiologie sagt, dass es 40 enge Kontaktpersonen des Starnberger Patienten gebe, die die Task-Force auf Erkrankungssymptome checke. Es gebe deutlich mehr Kontakpersonen aus einem weitergefassten Umfeld. Enge Kontaktpersonen seien vor allem Familigenmitglieder und Kollegen, zu denen der Mitarbeiter persönlichen Kontakt hatte, so Dr. Hoch.

10:30 Uhr - Dr. Andreas Zapf beschreibt, wie Coronavirus nach Deutschland kam

Eine Mitarbeiterin aus einem chinesischen Werk der Firma Webasto sei zu einer Schulung nach Deutschland gereist, erklärte Dr. Andreas Zapf, Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit. "Die Frau kommt aus China, hatte einige Tage zuvor Besuch von ihren Eltern aus der Region Wuhan." Die Frau sei nach der Schulung am 23. Januar zurück nach China geflogen, habe auf dem Rückflug Krankheitssymptome erkannt. In China wurde der Coronavirus diagnostiziert, woraufhin der deutsche Autoteile-Zulieferer informiert worden sei und diese Informationen ans Gesundheitsministerium und die Mitarbeiter weitergegeben habe, so Dr. Zapf.

Ein Mitarbeiter habe daraufhin erklärt, er habe am Wochenende bronchitische Symptome gehabt. Der Mann ging nach Abklingen dieser Symptome am Montag wieder zur Arbeit. Dort wurde beschlossen, ihn vorsorglich in medizinische Behandlung zu schicken. Daraufhin wurde der Coronavirus-Fall erkannt. Der Patient liegt in einer Klinik in München-Schwabing.

10:20 Uhr - Gesundheitsministerin: „Wir nehmen die Lage sehr ernst, sind aber auch gut vorbereitet“

Melanie Huml hat auf der Pressekonferenz bestätigt, dass der Patient aus Starnberg sich in gutem klinischen Zustand befinde. "Wir nehmen die Lage sehr ernst, sind aber auch gut vorbereitet", sagte die Gesundheitsministerin. Es werde im Laufe des Dienstags eine Hotline für Menschen eingerichtet, die sich Sorgen um eine Coronavirus-Infektion machten.

10:00 Uhr - Pressekonferenz in München beginnt

10:18 Uhr: Die Pressekonferenz startet.

Das Gesundheitsministerium Bayerns hat zur Pressekonferenz zum ersten Coronavirus-Fall in Deutschland geladen. Die Pressekonferenz können Sie auf RTL.de im Livestream sehen. Auf dem Podium nehmen der Pressesprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums, Jörg Säuberlich, der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit, Dr. Andreas Zapf, die Gesundheitsministerin Melanie Huml und der Leiter der Task-Force Infektiologie Dr. Martin Hoch Platz.

09:47 Uhr - Starnberger Coronavirus-Patient steckte sich bei Firmengast an

Der erste bestätigte Coronavirus-Patient in Deutschland hat sich bei einem chinesischen Gast seiner Firma angesteckt. Die Frau aus China sei zu einer Fortbildung bei der Firma Webasto im Landkreis Starnberg in Oberbayern gewesen, heißt es aus Kreisen der Gesundheitsbehörden. Der Patient liegt im Münchener Klinikum Schwabing. Mehr Informationen zum ersten Coronavirus-Fall in Deutschland erhalten Sie hier ab 10 Uhr aus der Pressekonferenz des Gesundheitsministeriums in Bayern.

09:24 Uhr - Frankreich schickt Flugzeug für Rückhol-Aktion los

Aus Frankreich startet nach Behördenangaben am Mittwoch ein erstes Flugzeug nach China, um Franzosen aus der besonders vom Virus-Ausbruch betroffenen Stadt Wuhan zurückzuholen. Die Maschine werde am Donnerstag in Frankreich erwartet, sagt der Staatsminister im Verkehrsministerium, Jean-Baptiste Djebarri, dem Sender CNews.

Die Insassen würden zunächst unter Quarantäne gestellt. Zu einem späteren Zeitpunkt solle ein zweites Flugzeug Franzosen zurückholen, die Symptome der Krankheit zeigen. Sie sollen dann in Paris behandelt werden.

09:02 Uhr - WHO-Generalsekretär traut China Virus-Eindämmung zu

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt trotz der weiteren Verbreitung des Coronavirus vor Panikmache. Er sei zuversichtlich, dass China die Ausbreitung kontrollieren und eindämmen könne, sagte WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Nach einem Treffen mit Behördenvertretern in Peking befürwortete er die Maßnahmen der chinesischen Regierung.

08:37 Uhr - Fast 6.000 medizinische Kräfte in Krisenregion geschickt

Zur Behandlung der Lungenkranken in Zentralchina sind fast 6.000 Ärzte und Pfleger aus ganz China in die schwer betroffene Provinz Hubei entsandt worden. Die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete unter Berufung auf die Gesundheitskommission, mehr als 4.100 seien bereits vor Ort und hätten die Arbeit aufgenommen. Weitere 1.800 dürften demnach bis zum Abend eintreffen, um die völlig überforderten Krankenhäuser zu unterstützen.

08:19 Uhr - Jens Spahn: „Es war zu erwarten, dass das Virus auch Deutschland erreicht“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigte sich von dem Auftreten des Erregers in Deutschland nicht überrascht. "Es war zu erwarten, dass das Virus auch Deutschland erreicht", so der Minister. Die Bundesrepublik sei gut vorbereitet, und die Gefahr für die Menschen in Deutschland bleibe nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) gering.

Ein Verdacht auf eine Erkrankung liegt laut RKI vor allem in zwei Fällen vor: Zum einen, wenn ein Mensch eine akute Infektion der unteren Atemwege hat und bis maximal 14 Tage vor dem Beginn der Erkrankung in einem Risikogebiet - etwa in Wuhan (China) - war. Als Verdachtsfall wird auch eingestuft, wenn die Person nur Symptome wie Husten hat, aber in direktem Kontakt mit einem Erkrankten war. Den Unterschied zwischen einer Grippe und dem Coronavirus erklärt RTL-Medizinexperte Dr. Specht hier.

07:49 Uhr - Im Video: Das wissen wir über den ersten Fall in Deutschland

RTL-Reporter Christof Lang ist in München beim Bayerischen Gesundheitsministerium. Im Video fasst er zusammen, was bislang über den ersten bestätigten Coronavirus-Fall bekannt ist. Dazu gehört auch eine Verbindung des Infizierten zum Autozulieferer Webasto (siehe Ticker-Meldung von 20:38 Uhr).

07:40 Uhr - Pressekonferenz des bayerischen Gesundheitsministeriums angekündigt

Das bayerische Gesundheitsministerium wird nach eigenen Angaben am Dienstag um 10.00 Uhr über den bestätigten Fall einer Erkrankung mit dem Coronavirus informieren. RTL und ntv sind live vor Ort - alles Wichtige lesen Sie hier. Das Ministerium hatte am späten Montagabend mitgeteilt, dass sich ein Mann aus dem Landkreis Starnberg mit dem neuartigen Coronavirus infiziert habe. 

07:26 Uhr - Leichte Infektionen klingen nach einer Woche ab

Zur Genesung von leichten Coronavirus-Symptomen ist nach Expertenangaben eine Woche ausreichend. Milde Verläufe der Infektion würden sich nicht als Lungenentzündung, sondern nur leichtes Fieber darstellen, sagte der chinesischen Experte der Gesundheitskommission (NHC), Li Xingwang.

07:11 Uhr - Behörden raten Chinesen, Auslandsreisen zu verschieben

"Wenn keine besondere Notwendigkeit besteht, wird empfohlen, den Zeitpunkt der Reise zu verschieben", zitierte die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua die nationale Verwaltung für Ein- und Ausreisen. Damit soll die Bewegung von Personen über die Landesgrenzen verringert werden, um die Ausbreitung der Epidemie einzudämmen.

06:53 Uhr - 110 Verdachtsfälle und fünf Erkrankte in den USA

21.01.2020, USA, Everett: Das Providence Regional Medical Center Everett, in dem ein Patient mit dem neuartigen Coronavirus behandelt wird. ach dem Anstieg der Patientenzahl in China ist auch in den USA ein erster Fall der neuen Lungenkrankheit nachg
Bereits vor sieben Tagen wurde in Everett (Bundesstaat Washington) der erste Coronavirus-Fall in den USA festgestellt.
© dpa, Olivia Vanni, OV pat

Der US-Sender ABC meldet unter Berufung auf Behörden, in den USA gebe es 110 Menschen, die mit Verdacht auf den Coronavirus untersucht würden. Es gibt fünf bestätigte Fälle in den USA. Das State Departement hat eine Warnung für Reisen nach China ausgesprochen.

06:30 Uhr - Über 100 Tote in China

Die Gesamtzahl der weltweit bekannten Erkrankungen ist auf über 4.500 gestiegen, nachdem das chinesische Staatsfernsehen am Dienstag einen Sprung um mehr als 1.700 Fälle im Vergleich zum Vortag meldete. Allein in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei habe es auch 24 weitere Todesopfer gegeben, so dass landesweit mindestens 106 Menschen an der Lungenkrankheit gestorben seien.

00:04 Uhr - Coronavirus erreicht Deutschland - Mann in Bayern infiziert

Das Coronavirus hat Deutschland erreicht. Ein Mann aus dem Landkreis Starnberg in Bayern habe sich infiziert, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München mit.

Der Patient befindet sich nach Angaben der «Task Force Infektiologie» des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) klinisch in einem guten Zustand, wie es in der Mitteilung hieß. «Er wird medizinisch überwacht und ist isoliert.» Menschen, die engen Kontakt mit dem Patienten hatten, würden ausführlich aufgeklärt und über mögliche Symptome, Hygienemaßnahmen und Übertragungswege informiert.

Das bayerische Gesundheitsministerium und das LGL wollen die Öffentlichkeit am Dienstagvormittag bei einer Pressekonferenz informieren.

Meldungen vom Montag, 27. Januar

23:25 Uhr - Kanada rät von Reisen in Hubei-Provinz ab

Kanada rät seinen Staatsbürgern von allen Reisen in die besonders betroffene chinesische Provinz Hubei ab. Grund sei die Auferlegung von massiven Reisebeschränkungen wegen des Coronavirus, teilte die Regierung mit.

21:26 Uhr - USA warnen Bürger vor Reisen nach China

Das US-Außenministerium rät Amerikanern von Reisen nach China ab. Vor allem sollte auf Besuche der besonders betroffenen Provinz Hubei rund um die Stadt Wuhan verzichtet werden, teilt das Ministerium mit. Wer dennoch in die Volksrepublik fahre, müsse sich vor Ort auf kurzfristige Reisebeschränkungen der chinesischen Behörden einstellen.

20:38 Uhr - Autozulieferer Webasto erteilt Reiseverbot - Mitarbeiter infiziert

Der Autozulieferer Webasto hat seinen Mitarbeitern wegen des Coronavirus ein Reiseverbot nach China erteilt - für mindestens zwei Wochen. Das Unternehmen, das zum Beispiel Cabriodächer und Standheizungen fertigt, hat in der abgeriegelten Metropole Wuhan ein Werk. 

Webasto-Chef Holger Engelmann erklärte gegenüber der "Süddeutschen Zeitung", bei einem Mitarbeiter aus Shanghai, der sich bis 22. Januar in der Unternehmenszentrale in Gauting-Stockdorf bei München aufgehalten habe, sei inzwischen das Virus diagnostiziert worden sei. Es sei aber unklar, ob er bereits bei seinem Besuch in Bayern infiziert gewesen sei.

19:10 Uhr - Bundeswehr soll Deutsche aus China evakuieren

20.04.2019, Nordrhein-Westfalen, Köln: Ein Airbus A310 MedEvac der Luftwaffe mit Verletzten des Busunglücks auf Madeira landet auf dem Flughafen Köln-Bonn. Der Airbus A310 MedEvac ist die fliegende Intensivstation der Bundeswehr. An Bord waren neben
Medevac der Luftwaffe
© dpa, Caroline Seidel, cas gfh

Laut dem SPIEGEL plant die Bundesregierung etwa 90 Deutsche mit Hilfe der Bundeswehr aus der Region Wuhan auszufliegen. Die Luftwaffe soll entweder Montag oder Donnerstag nach China fliegen und die Deutschen zurückholen. Nach SPIEGEL-Informationen soll auch ein mit Intensivstationen ausgestatteter Airbus bereitstehen. Allerdings könnten die Chinesen die Evakuierung noch verhindern. Sie bestehen offenbar darauf, dass keine ausländischen Militärmaschinen landen. Die Regierung fürchtet wohl, dass die Bilder von Militärjets aus dem Ausland für Panik sorgen könnte.

18:43 Uhr - Britische Behörden bitten 140  China-Rückkehrer nicht das Haus zu verlassen

Großbritannien bittet Reisende, die in den vergangenen zwei Wochen aus Wuhan zurückgekehrt sind, sich zu Hause zu isolieren. Die Rückkehrer sollten den Kontakt mit anderen Personen vermeiden, teilte das britische Gesundheitsministerium mit. Sie sollten telefonisch das Gesundheitsamt kontaktieren. Die Behörde versuche, die betroffenen 1460 Personen zu lokalisieren.

17:35 Uhr - Deutsche kaufen verstärkt Atemmasken

Die Sorge vor einer Einschleppung des neuartigen Coronavirus lässt in deutschen Apotheken bereits die Nachfrage nach Atemmasken steigen. «In vielen Apotheken bundesweit werden die Masken verstärkt nachgefragt», sagte Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Konkrete Zahlen lägen bisher nicht vor. Die Masken würden laut Sellerberg im Falle des Falles aber nur «begrenzt» dabei helfen, sich vor einer Ansteckung mit der neuen Lungenkrankheit zu schützen. Wichtiger sei es, die üblichen Hygienemaßnahmen wie Händewaschen einzuhalten.

16:18 - Bürgermeister von Wuhan gibt Fehler im Kampf gegen Coronavirus zu

26.01.2020, China, Wuhan: Krankenhausmitarbeiter in Schutzkleidung helfen einem Patienten aus einem Krankenwagen. Angesichts der starken Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit hat China seine Maßnahmen am Wochenende deutlich verschärft. Foto: Uncredit
Coronavirus in China
© dpa, Uncredited, MAS pat

Der Bürgermeister von Wuhan hat das eigene Krisenmanagement nach dem Ausbruch des Coronavirus in der Millionenstadt kritisiert. Dieses sei "nicht gut genug" gewesen, sagt er in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehsender CCTV. Das Virus soll seinen Ursprung in einem Fischmarkt in Wuhan haben. Dort sollen auch illegal Wildtiere verkauft worden sein.

15:45 Uhr - Neuer Verdachtsfall in Deutschland: Patientin liegt auf Intensivstation in Bremen

​Das Gesundheitsamt in Bremen meldete einen Verdachtsfall auf das Coronavirus. Es handelt sich um eine 27-jährige Frau, die als Touristin in China war. Man geht davon aus, das es zwar unwahrscheinlich ist, dass die Person sich infiziert hat. Trotzdem greifen Vorsichtsmaßnahmen. Derzeit liegt die Frau isoliert auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Bremen.

15:32 Uhr - Interaktive Karte: Wo gibt es wie viele Fälle?

Karte zeigt alle Infizierungsfälle an
Interaktive Karte zum Coronavirus
© Internet, The Center for Systems Science and Engineering (CSSE) at JHU, Screenshot

Wenn sie sich selber einen Überblick verschaffen wollen: Hier finden sie eine interaktive Karte zur Ausbreitung des Coronavirus. Die Karte listet alle Fälle weltweit auf und basiert auf Daten der Weltgesundheitsbehörde. Die Daten werden immer wieder aktualisiert.

14:55 Uhr - Coronavirus oder Grippe? RTL-Experte erklärt wie sie den Unterschied erkennen

Fieber, Atemwegsbeschwerden, Schlappheit, Husten - die Symptome, die wir von einer Erkältung oder einer Grippe kennen, sind die gleichen wie bei dem sich aktuell verbreitenden Coronavirus. "Das ist das Tückische", erklärt Allgemeinmediziner Dr. Christoph Specht. "Es sind genau die gleichen Anzeichen wie bei einer Erkältung oder bei der Grippe."

Hier geht es zum Artikel auf RTL.DE

14:36 Uhr - Kanada: Ehefrau des ersten Coronavirus-Patienten angesteckt

Lokalen Medienberichten zufolge hat Kanada einen zweiten Coronavirus-Fall. Die Erkrankte ist demnach die Ehefrau des ersten mit der neuartigen Lungenkrankheit infizierten Mannes. Da sie sich in Selbstisolation befunden habe, sei die Ansteckungsgefahr für andere Menschen in Ontario weiter gering, so die Gesundheitsbehörden vor Ort.

14:08 Uhr - Gesundheitsminister Jens Spahn: Deutschland gut vorbereitet

Für den Fall eines Autretens des Coronavirus sei Deutschland gut gewappnet, sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. "Grundsätzlich sind wir wachsam, wir nehmen die Dinge sehr ernst, wir sind aber auch gut vorbereitet", sagte der CDU-Politiker. Pandemiepläne sorgten für Klarheit, was im Fall der Fälle an den Flughäfen und an den Klinken zu tun sei.

14:02 Uhr - Erster Coronavirus-Fall in Kambodscha

In Kambodscha ist ein erster Fall der Viruserkrankung bestätigt worden. Gesundheitsminister Mam Bunheng zufolge handelt es sich um einen chinesischen Staatsbürger in der Küstenstadt Sihanoukville.

13:45 Uhr - Uniklinik Marburg an Impfstoff-Entwicklung beteiligt

24.01.2020, Hessen, Marburg: Mitarbeiter des Instituts für Virologie der Philipps-Universität Marburg arbeiten in einem Forschungslabor. Das neuartige Coronavirus beschäftigt auch hessische Wissenschaftler. Die Virologen der Uni Marburg sind an der E
Marburger Forscher suchen Impfstoff gegen Coronavirus
© dpa, Arne Dedert, ade alf

Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) hatte bislang nur mit einem Coronavirus-Verdachtsfall zu tun. Ein Patient mit Kontakt zu China sei am Marburger Standort untersucht worden, berichtete ein Sprecher. Der Verdacht habe sich aber nicht bestätigt.

Die Uni-Klinik sieht sich im Fall des Falles gut vorbereitet. An beiden Standorten sind Spezialisten für Virus-Erkrankungen im Einsatz. Das Institut für Virologie in Marburg ist auch daran beteiligt, einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln. 

13:33 Uhr - Coronavirus-Kontrollen am Flughafen Frankfurt

Aus den Risikogebieten in China einreisende Passagiere mit Krankheitssymptomen werden am Flughafen Frankfurt auf Fieber untersucht. Das geht aus Informationen aus dem Sozialministeriums hervor. Bei Verdacht auf Coronavirus-Infektion käme ein Patient ins Krankenhaus, und die Mitreisenden würden informiert. Weitere Maßnahmen seien bei begründetem Krankheitsverdacht vorgesehen.

Am Sonntag hatte sich ein Passagier mit Fieber schon vor der Landung gemeldet. Ärzte entkräfteten nach einer Untersuchung den Verdacht. Aktuell gäbe es keine Hinweise auf Ansteckungsgefahr in Deutschland.

13:15 Uhr - Britische Gesundheitsschutz-Direktorin erwartet Fälle in Großbritannien

Sie würde erwarten, dass es bereits Coronavirus-Fälle in Großbritannien gebe, hat die Gesundheitsschutz-Direktorin Yvonne Doyle dem TV-Sender Sky News gesagt: "Der wahrscheinlichste Fall, wie wir einen Infizierten finden, ist jemand, der bereits im Land ist", sagte sie. Die Gesundheitsbehörde sei vorbereitet, und bereit die Lungenkrankheit zu diagnostizieren und Patienten zu behandeln.

12:55 Uhr - Reisen nach China kostenlos stornierbar

Kunden von DER Touristik mit den Marken Dertour, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen können ihre China-Reisen bis Ende März kostenlos stornieren oder umbuchen. Aktuell sind den Angaben zufolge lediglich knapp 100 DER-Reisende in der Volksrepublik unterwegs. Der Winter sei nicht die Hauptreisezeit für China.

Der Reiseveranstalter Studiosus hat alle Reisen nach China bis Mitte April abgesagt. Die Verantwortlichen des Unternehmens rechneten nicht mit einer raschen Entspannung.

Die Lufthansa bietet auf Anordnung chinesischer Behörden ihren Kunden kostenfreie Umbuchungen für alle Flüge von und nach China (ohne Hongkong) an. Das gilt für Tickets, die vor dem 23. Januar gebucht wurden, und zwar für Flüge im Zeitraum von 24. Januar bis 23. Februar. 

12:45 Uhr - Wichtige Hintergrund-Infos zum Coronavirus

Die Kollegen aus unserem Life-Ressort haben für Sie die wichtigsten Fragen zum Coronavirus beantwortet. Vor allem die Frage: Was bedeutet es für uns in Deutschland?

12:30 Uhr - Zwangsurlaub für Mitarbeiter in Shanghai

People line up outside a drugstore to buy masks in Shanghai, China January 24, 2020. REUTERS/Aly Song     TPX IMAGES OF THE DAY
Menschen stehen in Shanghai vor einer Apotheke an, um sich mit weiteren Gesichtsmasken einzudecken
© REUTERS, Aly Song, AS/DEG

Die Wirtschaftsmetropole Shanghai verhängt für Unternehmen einen Zwangsurlaub. Die Firmen dürften erst am 9. Februar aus den Neujahrsferien kommen und ihren Betrieb wieder aufnehmen, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Vorsichtsmaßnahme gelte für Behörden und private Firmen. Ausnahmen gebe es für Medizintechnik- und Pharmaunternehmen. Zuvor hatte schon die chinesische Regierung die Neujahrsferien um drei Tage bis zum 2. Februar verlängert, wie der Staatssender CCTV berichtete.

12:05 Uhr - Bundesregierung erwägt Deutsche aus China zurückzuholen

Die Bundesregierung erwägt wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus, ausreisewillige Deutsche aus China auszufliegen. Eine mögliche Evakuierung werde in Betracht gezogen, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Montag in Berlin. Demnach geht das Auswärtige Amt von einer zweistelligen Zahl von Deutschen in der besonders betroffenen Region aus. Der Krisenstab sei am Montagvormittag zusammengekommen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Andere Länder wie Frankreich und die USA haben solche Rückholaktionen bereits in die Wege geleitet.

11:15 Uhr - Verdachtsfall an Schule in Iserlohn bestätigt sich nicht

Einsatzkräfte hatten heute Vormittag in Iserlohn das private Aufbaugymnasium abgeriegelt. Ein chinesischer Schüler hatte über Fieber und Halsschmerzen geklagt. Nach einer ärztlichen Untersuchung gaben die Ärzte jetzt Entwarnung. Absperrung an der Schule wurde auch aufgehoben.

10:55 Uhr - Aktuelle Zahlen

In China sind 2.744 Menschen an dem Virus erkrankt. 81 Menschen sind mittlerweile am Virus gestorben.

In zehn weiteren Ländern (darunter auch Frankreich) gibt es bestätigte Fälle