Was bisher geschah

Coronavirus aus China: Chronik der bisherigen Ausbreitung und Ereignisse

So breitet sich das Coronavirus aus Fakten über Coronavirus Sars-CoV-2
02:08 min
Fakten über Coronavirus Sars-CoV-2
So breitet sich das Coronavirus aus

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Was wir bislang über das Coronavirus wissen

Seitdem Ende Dezember zum ersten Mal über das Coronavirus berichtet wurde, sind stetig neue Fälle in verschiedenen Ländern gemeldet worden, unter anderem auch in Deutschland. Hier finden Sie einen Überblick über die Chronologie des gefährlichen Virus aus China. Auf dem aktuellsten Stand bleiben Sie mit dem RTL.de-Liveticker zum Thema Coronavirus.

Das waren die Meldungen vom 23. Februar

23:37 Uhr: Am Brenner wegen Corona-Verdachts gestoppter Zug darf weiterfahren

Der aus Furcht vor dem Coronavirus am Brenner gestoppte Eurocity nach München darf weiterfahren. Die österreichischen Behörden gaben am späten Sonntagabend grünes Licht für die Weiterreise des aus Venedig kommenden Zugs, wie ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mitteilte.

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22:47 Uhr: Fünf Sachsen stehen wegen Coronavirus unter Beobachtung

Fünf Menschen aus Sachsen, die zuvor als Passagiere auf dem Kreuzfahrtschiff "Westerdam" reisten, stehen unter Beobachtung durch das Gesundheitsamt. Nachdem eine 83-jährige Reisende aus den USA zunächst positiv auf das Coronavirus getestet wurde, wolle das Gesundheitsministerium kein Risiko eingehen. Die fünf Menschen aus Dresden und dem Landkreis Meißen seien gesund, zur Sicherheit aber häuslich isoliert, so berichtet der MDR.

Der US-Zeitung "USA Today" zufolge habe man bei der 83-jährigen Frau mittlerweile festgestellt, dass sie doch nicht infiiziert ist. Die "Westerdam" hatte 2300 Menschen an Bord, 57 aus Deutschland. Aus Sorge vor einer Einschleppung des Virus verweigerten dem Schiff Anfang Februar mehrere asiatische Staaten das Anlegen. Schließlich durften die Passagiere in Kambodscha wieder an Land.

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21:35 Uhr: Österreich stellt Zugverkehr nach Italien ein

​Aus Furcht vor Coronavirus-Infektionen hat Österreich den Zugverkehr mit Italien komplett eingestellt. Die staatliche österreichische Eisenbahngesellschaft ÖBB teilte am Sonntagabend mit, alle Zugverbindungen mit dem Nachbarland seien ausgesetzt, weil bei zwei aus Italien kommenden Bahn-Passagieren der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus bestehe.

20:30 Uhr: Nun mehr als 150 Infizierte in Italien

Die Zahl der mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierten Menschen in Italien steigt. Es seien bisher 152 Personen positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Zivilschutz am Sonntagabend in Rom mit. Die meisten Infizierten gibt es in der Lombardei. Es folgen die Regionen Venetien, Emilia-Romagna, Piemont und Latium.

18:45 Uhr: Keine Grenzschließung wegen Coronavirus in Spanien

Nach der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Italien haben die zuständigen Behörden in Spanien zur Ruhe aufgerufen. Die Lage in Italien sei zwar besorgniserregend, in Spanien habe man derzeit aber überhaupt keine Probleme mit dem Virus, betonte der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón, am Sonntag vor Journalisten in Madrid.

"In Spanien gibt es kein Virus, es wird auch nicht übertragen, wir haben keinen Fall", erklärte Simón nach einem Treffen des Komitees zur Überwachung des Coronavirus. Auf die Frage eines Journalisten versicherte der Experte, man erwäge keine Schließung der Grenzen. Man sei in engem Kontakt mit den Behörden Italiens und aller Länder Europas.

18:42 Uhr: Briten wegen Coronavirus aus Japan geholt - vier Infizierte

Vier von 32 Passagieren des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess", die per Flugzeug von Japan nach Großbritannien zurückgebracht worden waren, haben sich mit dem neuen Coronavirus infiziert. Alle waren vor Abflug der Maschine auf den Erreger getestet worden: Bei ihnen konnte zu dem Zeitpunkt das Virus nicht nachgewiesen werden; sie zeigten auch keinerlei Symptome. Alle Passagiere kamen nach ihrer Ankunft am Samstag in Südengland vorsichtshalber trotzdem in eine 14-tägige Quarantäne.

18:40 Uhr: EU-Präventionsbehörde überprüft Risikobewertung zu Coronavirus

Die europäische Präventionsbehörde ECDC stellt wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Italien ihre Risikobewertung zu dem Virus auf den Prüfstand. Angesichts der sich schnell entwickelnden Lage werde man die Auswirkungen der Cluster in Italien hinsichtlich des Risikos für die gesamte EU und den Europäischen Wirtschaftsraum bewerten, teilte das Europäische Zentrum für Krankheitsprävention und -kontrolle (ECDC) am Sonntagabend in Solna bei Stockholm mit.

ECDC-Direktorin Andrea Ammon kündigte an, innerhalb der nächsten 24 Stunden eine aktualisierte Risikoeinschätzung herauszugeben. Man rechne damit, dass es in den kommenden Tagen weitere Fälle in Italien sowie möglicherweise auch in anderen Teilen der EU geben werde.

18:06 Uhr: Dritter Todesfall in Italien nach Coronavirus-Ausbruch

In Italien gibt es nach dem Coronavirus-Ausbruch ein drittes Todesopfer. Eine ältere, vorerkrankte Frau sei gestorben, die in der Klinik von Crema in der Onkologie gelegen habe, sagte der Gesundheitsbeauftragte der Region Lombardei, Giulio Gallera, am Sonntag. Zuvor waren in Italien zwei ältere Menschen gestorben, die mit dem Virus infiziert waren: eine Person in der Lombardei und eine in Venetien.

17:02 Uhr: Türkei schließt Grenze zum Iran wegen Coronavirus

Die Türkei hat ihre Grenzübergänge zum Iran geschlossen, um eine Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 zu verhindern. Dies teilte der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Sonntag mit. Zudem dürften von 20 Uhr Ortszeit an keine Flüge aus dem Iran mehr in der Türkei landen. Dies gelte "vorübergehend", sagte Koca Reportern in Istanbul. In der Türkei selbst ist bislang kein Fall einer Infektion mit dem Virus gemeldet worden. Im Nachbarland Iran hat sich Sars-CoV-2 möglicherweise schon stark ausgebreitet. Laut Gesundheitsministerium gibt es landesweit 785 Verdachtsfälle, von denen 40 positiv auf das Virus getestet wurden. Bislang sind demnach acht Patienten an der Krankheit gestorben.

15:43 Uhr: Österreich beobachtet Covid-19-Lage in Italien genau

Der rasche Anstieg der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Italien wird von Österreichs Sicherheitsbehörden "sehr ernst" genommen. Es gebe aber "keinen Grund zur Panik", sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Sonntag. Man sei "gut gerüstet". Auch am Montag soll ein Einsatzstab unter Beteiligung des Gesundheitsministeriums "über die Entwicklung beraten und darüber, welche neuen Maßnahmen unter Umständen zu setzen sind. Es werden auch immer wieder Lagen durchgespielt, sollte es tatsächlich einmal in Österreich einen bestätigten Fall geben".

Innerhalb einer Stunde könnten auch Grenzkontrollen "hochgefahren werden", sagte der Leiter des Bundeskriminalamts, Franz Lang. "Wenn aufgrund dieser Gefahrenlage die Grenzen geschlossen und Grenzkontrollen eingeführt werden, dann ist die spannende Frage, wie man das tut, welche gesundheitsbezogenen Maßnahmen führt man an der Grenze durch, ähnlich wie beim Flughafen zum Beispiel oder müssen wir spezifische Maßnahmen ergreifen." Das alles werde beraten.

15:03 Uhr: Sorgen in der Schweiz wegen Coronavirus in Italien

Nach den Fällen in Norditalien steigt in der angrenzenden Schweiz die Sorge wegen eines möglichen Übergreifens des Coronavirus - vor allem im südlichen Kanton Tessin. Der Tessiner Kantonsarzt Giorgio Merlani erklärte am Sonntag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass man die Entwicklung analysiere. "Die ganze Angelegenheit ist größer als es anfänglich schien." Personen mit Covid-19-Symptomen sollen in Hospitälern isoliert und getestet werden, selbst wenn sie keine bekannten Verbindungen nach China oder zu Infizierten gehabt haben, wie der Kanton am Sonntag mitteilte.

14:59 Uhr: China: "Größte Gesundheitskrise seit Staatsgründung"

Der Ausbruch der neuartigen Lungenkrankheit ist nach Darstellung von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping die größte Gesundheitskrise in der Geschichte der Volksrepublik. Die Epidemie sei "der größte öffentliche Gesundheitsnotstand mit der schnellsten Verbreitung, dem breitesten Ausmaß an Infektionen und der schwierigsten Vorbeugung und Kontrolle seit der Gründung des neuen Chinas".

14:09 Uhr: Auswärtiges Amt in Kontakt mit italienischen Behörden

Nach der Abriegelung einiger italienischer Städte wegen des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 hat sich die Bundesregierung mit den dortigen Behörden in Verbindung gesetzt. "Unsere Botschaft und die deutschen Konsulate in Italien stehen mit den italienischen Behörden in Kontakt für den Fall, dass die italienischen Maßnahmen Deutsche betreffen", so das Auswärtige Amt in Berlin.

Rückkehrern aus den betroffenen Regionen in Norditalien wurde empfohlen, sich an die entsprechenden Hinweise des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf deren Internetseiten zu halten.

12:49 Uhr: Weiterer "Diamond Princess"-Passagier tot

Ein weiterer infizierter Passagier von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan ist gestorben. Es ist der dritte Todesfall unter den Passagieren des Schiffes. Insgesamt hatten sich mehr als 600 Passagiere und Crewmitglieder mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.

11:33 Uhr: Karneval in Venedig abgesagt

16.02.2020, Italien, Venedig: Verkleidete Karnevalsteilnehmer tragen bunte Masken auf dem Markusplatz. Der venezianische Karneval ist ein wochenlanges Volksfest, das in die römisch-katholische Fastenzeit mündet. Sein offizieller Beginn ist zwei Woche
Karneval in Venedig
jga nwi, dpa, Luca Bruno

Der berühmte Karneval in Venedig wird aus Sorge wegen der Ausbreitung des Coronavirus im Norden Italiens abgesagt. "Wir müssen uns drastischen Maßnahmen anpassen", sagte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia.

In Italien wächst die Sorge. Die Regierung kündigte an, die am stärksten betroffenen Städte im Norden des Landes abzuriegeln, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

Die Zahl der bestätigter Infektionen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 in Italien ist auf 109 gestiegen. In der Lombardei seien inzwischen 89 Fälle erfasst, sagte der Präsident der am stärksten betroffenen Region, Attilio Fontana. Betroffen war daneben die norditalienische Region Venetien, wo es laut letzten Zahlen des italienischen Zivilschutzes 17 Infizierte gab. Hinzu kamen einzelne positive Tests in den Regionen Emilia-Romagna und Piemont.

11:09 Uhr: China-Rückkehrer aus Quarantäne in Berlin entlassen

20 China-Rückkehrer in Berlin sind aus der zweiwöchigen Quarantäne entlassen worden. Am Sonntagmorgen durften die Menschen vom Isolierbereich auf dem Gelände der DRK Kliniken im Stadtteil Köpenick nach Hause, teilte das Deutsche Rote Kreuz mit.

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08:09 Uhr: Drei Serie-A-Spiele in Italien abgesagt

Die Spiele zwischen Inter Mailand - Sampdoria Genua, Atalanta Bergamo - US Sassuolo Calcio und Hellas Verona - Calgliari Calcio können nicht wie geplant stattfinden, da alle Sportveranstaltungen in der Lombardei und Venetien abgesagt wurden. Damit wollen die Behörden eine noch weitere Verbreitung des Coronavirus-Virus eindämmen.

07:59 Uhr: Erneut fast 100 Tote in China - 648 neue Infektionen

Die Pekinger Gesundheitskommission meldete am Sonntag 97 weitere Tote, womit die Gesamtzahl der Opfer seit Ausbruch der Covid-19 genannten Krankheit in China auf 2442 gestiegen ist. Die Zahl neu bestätigter Infektionen kletterte um 648 auf 76.936.

Außerhalb des chinesischen Festlands sind im Rest der Welt bislang mehr als 1.500 Infektionen und 19 Todesfälle bekannt.

Das waren die Meldungen vom 22. Februar

11:59 Uhr: Vermutlich zweites Coronavirus-Todesopfer in Italien

In Italien ist ein weiterer Mensch gestorben, der als Verdachtsfall einer Coronavirus-Infektion galt. Es handele sich um eine Frau in der nördlichen Region Lombardei, teilte ein Sprecher des italienischen Zivilschutzes mit.

In Italien lag die Zahl der Infizierten bei 29 am Samstag: 27 in der Lombardei sowie zwei Fälle in Venetien, darunter der tote 78-Jährige. In zehn Gemeinden der Lombardei wurden Schulen und ein Großteil der Geschäfte vorübergehend geschlossen und Bewohner aufgerufen zuhause zu bleiben. Großveranstaltungen wie Gottesdienste, Karnevalsfeste oder Sportevents wurden verboten.

11:09 Uhr: Weiterer Todesfall im Iran

Ein weiterer Mensch ist im Iran an den Folgen des Coronavirus gestorben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums steigt die Zahl der toten Covid-19-Patienten in dem Land damit auf fünf. Außerdem sei die Zahl der positiv getesteten Patienten von 11 auf 28 gestiegen.

09:39 Uhr: Viele Neu-Fälle in China und Südkorea

FILE PHOTO: Workers in protective suits are seen at a checkpoint for registration and body temperature measurement, at an entrance to a residential compound in Wuhan, the epicentre of the novel coronavirus outbreak, in Hubei province, China February
Wuhan: Arbeiter in Schutzanzügen an einem Kontrollpunkt für Registrierungen und Körpertemperatur-Messungen
FL/FW1/Jane Wardell, REUTERS, China Daily CDIC

​In Südkorea über Nacht 142 neue Ansteckungen mit dem Erreger Sars-CoV-2 hinzu. Damit stieg die Zahl der erfassten Fälle auf 346 - so viele wie nirgendwo außerhalb Chinas.

In China fielen dem Virus weitere 109 Menschen zum Opfer. Insgesamt forderte die Epidemie bisher mindestens 2.350 Menschenleben in der Volksrepublik. Zudem stieg die Zahl der neu bestätigten Infektionen auf nun 76.288 Fälle gestiegen.

08:09 Uhr: Deutsche "Diamond Princess"-Passagiere in Berlin gelandet

Sechs Deutsche, die auf dem Quarantäne-Schiff "Diamond Princess" waren, sind in Berlin eingetroffen. Hier alle weiteren Infos.

07:59 Uhr: Mutmaßlicher Coronavirus-Patient in Italien gestorben

Im nordostitalienischen Venetien ist ein Mann gestorben, der als Verdachtsfall für eine Neuinfektion mit dem Virus Sars-CoV-2 gilt. Der Mann war einer von zwei älteren Patienten in Venetien, bei denen eine vermutete Ansteckung mit dem Erreger noch nicht offiziell bestätigt war.

Das waren die Meldungen vom 20. Februar

21:15 Uhr: China-Rückkehrer sind alle gesund

Die am Freitag auf dem Stuttgarter Flughafen gelandeten deutschen Staatsbürger aus der chinesischen Provinz Hubei sind alle gesund. Dies ergaben die ersten medizinischen Untersuchungen direkt nach der Ankunft durch Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdiensts, wie das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg mitteilt. Vorsorglich würden die China-Rückkehrer während der nächsten 14 Tage isoliert in einem Nebentrakt eines Hotels in Kirchheim unter Teck im Landkreis Esslingen verbleiben.

18:40 Uhr: 16 neue Infektionen in Italien

In Italien melden Behörden am Freitag 16 neue Infektionen. 14 Erkrankungen werden in der Lombardei im Norden des Landes erfasst. Zwei weitere Fälle werden im benachbarten Veneto entdeckt.

16:23 Uhr: Erster Corona-Fall im Libanon

Im Libanon melden Behörden den ersten Corona-Fall. Es handele sich um eine 45 Jahre alte Frau, die am Donnerstag mit einem Passagierflug aus dem iranischen Ghom in den Libanon gekommen sei. Die Frau wurde in einem Beiruter Krankenhaus unter Quarantäne gesetzt. Nach Angaben des Gesundheitsministers gibt es zudem zwei Verdachtsfälle.

15:50 Uhr: US-Firma meldet: Wir haben Impfstoff entwickelt

Das in Houston ansässige amerikanische Gentech-Unternehmen Greffex Inc. meldet: Ja, wir haben einen Impfstoff gegen das Corona-Virus entwickelt! Ihre Wissenschaftler hätten den Impfstoff diese Woche fertiggestellt. Dabei griffen die Forscher zu einem gentechnischen Trick. Der Impfstoff soll jetzt von der US-Regierungsbehörde FDA und denen der stark vom Corona-Virus betroffenen Ländern in Tierversuchen getestet werden. Das sagte der Greffex-Geschäftsführer John Price dem "Houston Business Journal".

13:50 Uhr: Deutsche China-Rückkehrer sollen in Hotel in Quarantäne

Die Rückkehrer aus der vom Coronavirus besonders betroffenen chinesischen Provinz Hubei sollen vorsorglich isoliert in einem Hotel in Kirchheim/Teck (Kreis Esslingen) untergebracht werden. In China seien alle 15 Personen negativ auf die Erkrankung untersucht worden, teilte das baden-württembergische Sozialministerium am Freitag in Stuttgart mit.

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) sagte: «Für die Bevölkerung besteht weiterhin kein Grund zur Sorge.» Die Betreuung der Rückkehrer erfolgt durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Bei den Passagieren handele es sich um deutsche Staatsbürger und ihre Angehörigen. Sie waren länger im Ausland und haben keinen festen Wohnsitz mehr in Deutschland. «Als freiwillige Hilfsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland unterstützen wir die Behörden auch künftig dabei, China-Rückkehrer zu betreuen», wurde DRK-Generalsekretär Christian Reuter in der Mitteilung zitiert.

Die Menschen sollen in der Quarantäne-Station 14 Tage bleiben, um sicherzugehen, dass keine Erkrankung aufgetreten sei, teilte das Sozialministerium weiter mit. Vor Ort ist das Gesundheitsamt des Landkreises Esslingen zuständig. Es seien alle nach aktuellen Erkenntnissen aus medizinischer Sicht erforderlichen Maßnahmen angeordnet. Bei dem DRK sind den Angaben zufolge rund 40 Mitarbeiter mit dem Fall betraut. Es hatte bereits eine Quarantäne-Station in Germersheim (Rheinland-Pfalz) betrieben und betreut aktuell eine in Berlin.

07:35 Uhr: Ausschreitungen an Quarantäne-Station in der Ukraine

Gewaltsame Demonstrationen in der Ukraine gegen China-Rückkehrer
Gewaltsame Demonstrationen in der Ukraine gegen China-Rückkehrer
AP, REUTERS, VALENTYN OGIRENKO

Begleitet von Ausschreitungen sind am Donnerstag Dutzende Ukrainer aus Wuhan in einer Quarantänestation in der Zentralukraine angekommen. Auf der Fahrt dorthin wurden mehrere Scheiben der Busse eingeworfen, wie Live-Bilder im Fernsehen zeigten. Die Polizei musste auch eine brennende Barrikade wegräumen. Neun Polizisten und ein Zivilist hätten danach ärztliche Hilfe benötigt. Hunderte Menschen hatten gegen die Rückkehr aus Angst vor dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 demonstriert. Sie waren teilweise mit Eisenstangen bewaffnet. Es flogen Steine.

Hier das Video und mehr Details.

Gewaltsame Demonstrationen in der Ukraine gegen China-Rückkehrer
Gewaltsame Demonstrationen in der Ukraine gegen China-Rückkehrer
AP, REUTERS, VALENTYN OGIRENKO
Gewaltsame Demonstrationen in der Ukraine gegen China-Rückkehrer
Gewaltsame Demonstrationen in der Ukraine gegen China-Rückkehrer
AP, REUTERS, VALENTYN OGIRENKO
Gewaltsame Demonstrationen in der Ukraine gegen China-Rückkehrer
Gewaltsame Demonstrationen in der Ukraine gegen China-Rückkehrer
AP, REUTERS, VALENTYN OGIRENKO
Gewaltsame Demonstrationen in der Ukraine gegen China-Rückkehrer
Gewaltsame Demonstrationen in der Ukraine gegen China-Rückkehrer
AP, REUTERS, VALENTYN OGIRENKO

07:05 Uhr: Aktuelle Zahlen weltweit

Guten Morgen. Hier der Überblick über die weltweite Ausbreitung des Coronavirus: Offiziell haben sich 76.723 Menschen mit dem Virus infiziert. 2.247 sollen mindestens daran gestorben sein.

5:09 Uhr: Deutsche Rückkehrer in Berlin und Stuttgart erwartet

Alle an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan verbliebenen Deutschen werden mit einem italienischen Flugzeug nach Berlin ausgeflogen. Wie die Deutsche Presse-Agentur in Tokio am Freitag erfuhr, ist der Abflug für Freitagabend 22.00 Uhr Ortszeit (14.00 Uhr deutscher Zeit) geplant.

Das Schiff hatte wegen des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 zwei Wochen lang im japanischen Yokohama unter Quarantäne gestanden. Ein deutsches Ehepaar aus Hessen war positiv auf den Erreger getestet worden und liegt im Krankenhaus. Ein weiterer Deutscher will mit seiner japanischen Frau aus München noch einige Tage in Tokio bleiben. Die übrigen sechs Passagiere aus Deutschland reisen mit anderen Europäern mit dem Flieger aus Italien aus. Die Maschine werde zuerst einen Zwischenstopp in Berlin machen, hieß es.

Auch in Stuttgart werden am Freitag weitere Rückkehrer aus der besonders schwer betroffenen Metropole Wuhan erwartet. Nach ihrer Ankunft am Vormittag sollen die Reisenden zunächst untersucht und dann in eine Quarantäne-Station im Landkreis Esslingen gebracht werden. Die Rückkehrer werden vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betreut.

3:09 Uhr: Irak schließt aus Angst vor Coronavirus die Grenze zum Iran

Nachdem im Iran am Mittwochabend zwei Coronavirus-Todesfälle gemeldet wurden, schloss der Irak aus Furcht vor einem Überschwappen der Lungenkrankheit die Grenze zum Nachbarland. Iraner dürften die Übergänge nicht länger passieren, einreisende Iraker würden den vom Gesundheitsministerium angeordneten Prüfungen unterzogen, teilte die irakische Grenzschutzbehörde am Donnerstag mit. Das Einreiseverbot für Iraner soll demnach zunächst drei Tage lang gelten. Irakischen Medienberichten zufolge setzte die staatliche Fluggesellschaft Iraqi Airways zudem vorerst ihre Verbindungen zu iranischen Zielen aus.

Das waren die Meldungen vom 16. Februar

13:18 Uhr: Erster Coronavirus-Toter in Taiwan

Taiwan meldet nun auch den ersten Coronavirus-Toten. Ein über 60 Jahre alter Mann sei an den Folgen der Infektion gestorben, teilt Gesundheitsminister Chen Shih Chung mit. Der Mann sei in letzter Zeit nicht ins Ausland gereist und habe daneben als Vorerkrankungen Diabetes und Hepatitis B gehabt. Insgesamt sind bislang in Taiwan 20 Infektionsfälle registriert. Zuvor hatte es Todesfälle außerhalb von China lediglich in Frankreich, Japan, der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong und auf den Philippinen gegeben.

10:44 Uhr: China verhängt Fahrverbote in Provinz Hubei

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, erlässt die Regierung in der besonders betroffenen chinesischen Provinz Hubei ein Fahrverbot. Davon ausgenommen seien Polizeiautos, Krankenwagen, Fahrzeuge mit lebenswichtigen Gütern oder solche, die für den öffentlichen Dienst benötigt würden, teilt die Regionalregierung mit. Zudem würden regelmäßig Gesundheitskontrollen für alle Einwohner der Provinz vorgenommen. Auch könnten Firmen erst wieder ihre Arbeit aufnehmen, wenn sie eine Genehmigung der Regierung erhalten haben. Hubei ist das Epizentrum der Coronavirus-Epidemie.

09:55 Uhr: Zahl der Infizierten auf Kreuzfahrtschiff in Japan steigt weiter

Die Zahl der positiv auf das neue Coronavirus getesteten Passagiere und Crewmitglieder des Kreuzfahrtschiffes in Japan ist erneut deutlich gestiegen. Wie der japanische Gesundheitsminister Katsunobu Kato am Sonntag bekanntgab, erhöhte sich die Zahl um 70 auf inzwischen 355. Darunter befinden sich nach Informationen der Deutschen Botschaft in Tokio zwei deutsche Staatsangehörige. Von den 70, die positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet wurden, zeigten 38 keine Symptome wie Fieber oder Husten, hieß es. Die Betroffenen würden in örtliche Krankenhäuser gebracht, hieß es.

08:46 Uhr: Quarantäne für China-Rückkehrer endet

Nach rund zwei Wochen endet an diesem Sonntag die Quarantäne für die über 100 China-Rückkehrer in einer Bundeswehrkaserne im pfälzischen Germersheim. Die Ergebnisse weiterer Tests auf das Coronavirus Sars-CoV-2 seien negativ, sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Sonntagmorgen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Alle Bürgerinnen und Bürger würden daher am Sonntag aus der Kaserne entlassen.

122 deutsche Staatsbürger und Familienangehörige waren aus der vom Sars-CoV-2-Virus besonders betroffenen chinesischen Stadt Wuhan nach Frankfurt am Main geflogen und am 1. Februar in die Kaserne nach Germersheim gebracht worden.

05:22 Uhr: Kanada holt gesunde Staatsbürger von Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess"

Die kanadische Regierung holt einen Teil ihrer Staatsbürger ab, die sich auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" befinden. Das Schiff liegt in Japan unter Quarantäne vor Anker. Passagiere, die keine Krankheitsymptome zeigten, würden mit einem Flugzeug in die Heimat gebracht, teilte die Regierung mit. Mit dem Coronavirus infizierte Staatsbürger würden dagegen dem japanischen Gesundheitssystem übergeben, um eine angemessene Behandlung sicherzustellen.

04:25 Uhr: 70 weitere Coronavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff

Weitere 70 Passagiere, die sich an Bord des Kreuzfahrtschiffs "Diamond Princess" befinden, sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das japaniche Gesundheitsministerium mit. Das Schiff liegt seit dem 3. Februar in Japan unter Quarantäne vor Anker. Insgesamt seien nun 355 Menschen an Bord mit dem Virus infiziert. Auf dem Schiff befinden sich rund 3.700 Passagiere und Crewmitglieder.

02:58 Uhr: Doch noch Coronavirus-Fall unter "Westerdam"-Passagieren

Unter den in Kambodscha an Land gegangenen Passagieren der Kreuzfahrtschiffes "Westerdam" ist nun doch ein Coronavirus-Fall festgestellt worden. Eine 83-jährige Amerikanerin sei bei ihrer Weiterreise über Malaysia positiv getestet und ins Krankenhaus in Kuala Lumpur gemacht worden, teilte die malaysische Gesundheitsbehörde am Sonntag mit.

Die "Westerdam" hatte eine Odyssee durch asiatische Gewässer hinter sich gebracht, da mehrere Länder aus Sorge vor dem Coronavirus dem Schiff das Anlegen untersagt hatten. Erst Kambodscha stimmte dem schließlich zu. Am Freitag durften schließlich die ersten von knapp 2.300 Menschen in Sihanoukville das Kreuzfahrtschiff verlassen.

Das waren die Meldungen vom 15. Februar

14:52 Uhr: Zwei Deutsche auf Kreuzfahrtschiff in Japan mit Coronavirus infiziert

Unter den mit dem neuen Coronavirus infizierten Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffes in Japan sind zwei deutsche Staatsangehörige. Das teilte die Deutsche Botschaft in Tokio am späten Samstagabend (Ortszeit) mit. Inzwischen beläuft sich die Zahl der positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getesteten Passagiere und Crewmitglieder von der in Yokohama unter Quarantäne gestellten «Diamond Princess» auf 285. Die Betroffenen werden in örtliche Krankenhäuser gebracht.

11:19 Uhr: Erster Corona-Toter in Europa

Erstmals ist ein an dem Coronavirus erkrankter Mensch in Europa gestorben. Der chinesische Tourist sei in einer Pariser Klinik der Krankheit erlegen, teilten französische Gesundheitsbehörden mit.

11:05 Uhr: Reisende aus China künftig genauer untersucht

Flugreisende aus China werden nach ihrer Ankunft in Bayern und Hessen nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ab jetzt noch genauer als bisher nach einem möglichen Corona-Virus-Kontakt befragt. "Wir müssen bei der Einreise aus China wissen, wer Kontakt mit infizierten Patienten hatte und wer aus Infektionsgebieten kommt. Das ermöglicht eine konkrete Testung am Flughafen", erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Konkret würden Flugreisende aus China ab heute befragt, ob sie Kontakt mit Virus-Infizierten hatten oder sich im Infektionsgebiet aufgehalten haben. Derzeit gibt es Direktflüge aus China nur nach Bayern und Hessen.

Das waren die Meldungen vom 14. Februar

21:36 Uhr: China: Haben Epidemie im Griff

China hat nach eigener Darstellung die Epidemie im Griff. "Durch unsere Anstrengungen ist die Epidemie im Großen und Ganzen unter Kontrolle", sagt Außenminister Wang Yi der Nachrichtenagentur Reuters in einem Interview.

18:53 Uhr: Erster Corona-Fall in Afrika

Ägyptens Regierung hat den ersten Fall des neuartigen Coronavirus auf dem afrikanischen Kontinent gemeldet. Dabei handele es sich um eine ausländische Person, teilte das Gesundheitsministerium in Kairo am Freitag mit. Zur Nationalität machte das Ministerium keine Angaben. Unklar blieb auch, aus welchem Land die Person nach Ägypten gereist war. Der Patient zeige keine Krankheitssymptome und werde auf einer Isolierstation behandelt. Bislang war laut der Weltgesundheitsorganisation noch kein Fall von Corona in Afrika bekannt geworden.

Als erstes Land der arabischen Welt hatten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Ende Januar vier bestätigte Fälle des Virus Sars-CoV-2 gemeldet. Mittlerweile sind weitere Ansteckungen hinzugekommen. Bei den meisten der Betroffenen handelt es sich um Chinesen.

18:35 Uhr: Facebook-Veranstaltung abgesagt

Facebook wird einer Zeitung zufolge wegen der Epidemie eine globale Marketing-Veranstaltung in San Francisco absagen. Die Messe sei für März geplant gewesen, berichtet der "San Francisco Chronicle".

17:45 Uhr: 2 Frankfurter Patienten aus Klinik entlassen

Die beiden mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Patienten sind am Freitag aus der Uniklinik Frankfurt entlassen worden. "Sie sind symptomfrei und nachweislich nicht ansteckend", teilte ein Sprecher des Universitätsklinikums am Freitag mit. Es bestehe keine Gefährdung für sie oder ihre Umgebung. Die beiden Patienten waren am 2. Februar eingeliefert worden.

Sie waren am Tag zuvor zusammen mit 124 anderen Menschen aus der von der Epidemie besonders schwer betroffenen chinesischen Stadt Wuhan ausgeflogen und dann in eine Kaserne in Germersheim zur Quarantäne gebracht worden. Nachdem dort die Infektion mit dem Erreger SARS-CoV-2 nachgewiesen worden war, wurden die beiden Patienten nach Frankfurt gebracht.

Sie seien am Universitätsklinikum "sehr detailliert untersucht und getestet" worden, erklärte der Sprecher. Aufgrund der sehr intensiven Diagnostik könne die Vorgehensweise von der bei den in Germersheim untergebrachten Personen abweichen.

Bei den China-Rückkehrern in der Quarantäne in Germersheim liegen voraussichtlich am Sonntag Ergebnisse der letzten Tests vor. Sofern diese keine Auffälligkeiten aufweisen, wird die Quarantäne am Sonntagmittag aufgehoben, wie das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium am Freitag in Mainz mitteilte. Voraussetzung sei, dass es keine Hinweise auf eine Erkrankung oder Infektion mit Sars-CoV-2 gebe. Zudem ist noch eine Abschlussuntersuchung geplant.

Weitere 14 Infizierte hatte es in Bayern gegeben. Der erste von ihnen war am Donnerstag aus einer bayerischen Klinik entlassen worden. ​

17:00 Uhr: Post nimmt keine Pakete nach China mehr an

Die Deutsche Post nimmt keine Päckchen und Pakete nach China, Hongkong und Macao mehr an. Grund seien die durch den Coronavirus-Ausbruch ausgelösten Probleme beim Transport, der Verzollung und der Zustellung, sagte eine Sprecherin des Logistik-Konzerns am Freitag in Bonn. Briefsendungen würden dagegen bis auf Weiteres noch angenommen und bearbeitet. Allerdings sei aufgrund der aktuellen Einschränkungen im Verkehr mit Verzögerungen bei der Zustellung zu rechnen.

15:33 Uhr: Bisher kein Notfallplan für Olympische Spiele

Trotz des weiter grassierenden Coronavirus und ersten Todesfalles in Japan bewahrt das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit Blick auf die Sommerspiele in Tokio Ruhe. "Der Ratschlag, den wir von der Weltgesundheitsorganisation erhalten haben, besagt, dass es keinen Grund für einen Notfallplan bezüglich einer Absage oder Verlegung der Spiele gibt", erklärte John Coates, Präsident der IOC-Koordinierungskommission.

Nichtsdestotrotz räumte der Australier ein, dass "es sicherlich noch eine Menge Kommunikationsarbeit erforderlich ist", besonders wegen möglicher Ängste von Sportlern, die in Tokio gegen Chinesen antreten müssen. China wird ein rund 600-köpfiges Team in die japanische Hauptstadt entsenden. Das IOC, so Coates weiter, werde deshalb Informationsbroschüren an alle Nationalen Olympischen Komitees schicken, "um zu erklären, was dort passiert, wo Chinesen antreten."

12:11 Uhr: Umsatzverlust in Milliardenhöhe im Luftverkehr erwartet

Das Coronavirus dürfte der Luftfahrtbranche massive Einbußen bescheren: Die Internationale Zivilluftfahrtbehörde ICAO geht in einer ersten Schätzung von vier bis fünf Milliarden Dollar (umgerechnet 3,7 bis 4,6 Mrd Euro) für das erste Quartal dieses Jahres aus. Laut ICAO haben ausländische Airlines ihr Angebot zum chinesischen Festland inzwischen um 80 Prozent reduziert. Rund 70 Gesellschaften - wie etwa die Lufthansa - hätten ihr Angebot ganz unterbrochen, so die Luftfahrtbehörde.

09:19 Uhr: Aida Cruises beendet Asien-Saison - alle Kreuzfahrten abgesagt

Die "Aidavita" fährt über das Meer
Hier fährt die "Aidavita" noch
deutsche presse agentur

Wegen des sich in Ostasien weiter ausbreitenden Coronavirus und der zunehmenden Reiseeinschränkungen in dieser Region hat die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises die Asiensaison vorzeitig beendet. Betroffen seien die Schiffe "Aidavita" und "Aidabella", teilte das Unternehmen am Freitag in Rostock mit. Regulär hätte das Asien-Programm noch bis April gedauert, für jedes Schiff seien bis dahin noch vier Reisen geplant gewesen.

Die aktuellen Fahrten mit insgesamt rund 3.300 Passagieren enden demnach am Sonntag beziehungsweise Montag in Laem Chabang/Bangkok (Thailand). „Für Aida Cruises haben die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Gäste und Crew jederzeit oberste Priorität“, sagte Aida-Sprecher Hansjörg Kunze. Alle betroffenen Gäste und Vertriebspartner würden aktuell informiert. Die Schiffe sollen nun in anderen Regionen fahren. Das Alternativprogramm werde in den kommenden Tagen bekanntgegeben.

09:08 Uhr: Neu-Ansteckungen ebben nicht ab

Auch mehr als sechs Wochen nach dem Bekanntwerden der ersten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ebbt die vor allem in China grassierende Epidemie nicht ab. Die Pekinger Behörden meldeten am Freitag mehr als 5.000 Neuinfektionen, womit die Gesamtzahl der Erkrankten auf fast 64.000 gestiegen ist.

Es gebe keine Anzeichen dafür, dass sich die Krankheitswelle einem Höhepunkt nähere, sagte Adam Kamradt-Scott, Experte für Infektionskrankheiten am Zentrum für internationale Sicherheitsstudien der Universität Sydney. Die Zahl der Corona-Toten erhöhte sich um 121 auf 1.380. Ein erster Todesfall wurde aus Japan gemeldet, was auch an den Aktienmärkten die Hoffnung auf ein absehbares Ende der Epidemie dämpfte.

06:42 Uhr: Nach tagelanger Irrfahrt: Passagiere dürfen Kreuzfahrtschiff „Westerdam“ verlassen

Aufatmen an Bord der „Westerdam“: Nach tagelanger Irrfahrt durch asiatische Gewässer haben am Freitag die ersten von knapp 2.300 Menschen in Kambodscha das Kreuzfahrtschiff verlassen. Die US-Botschaft in Phnom Penh twitterte: „Die ersten Passagiere sind von der #Westerdam runtergegangen und auf dem Heimweg! Wir freuen uns, sie zu begrüßen, wenn sie das Festland betreten.“

Am Donnerstagabend (Ortszeit) hatte das aus Hongkong kommende Schiff in Sihanoukville angelegt. Zuvor hatte es aus Sorge vor einer Einschleppung des Coronavirus Sars-CoV-2 Häfen in Thailand, Taiwan, Japan, Guam und auf den Philippinen nicht anlaufen dürfen. Unter den Passagieren an Bord des Schiffes waren nach Angaben der Reederei Holland America Line auch 57 Deutsche. Auf sie wartete ein Team der deutschen Botschaft, wie bei Twitter zu sehen war.

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Das waren die Meldungen vom 13. Februar

18:15 Uhr: Londoner Coronavirus-Infizierte fährt mit Uber in Klinik

In London gibt es nun auch einen bestätigten Coronavirus-Fall. Die infizierte Frau war mit einem Uber-Taxi in ein Krankenhaus gefahren. Dort wurde ihr sofort eine Gesichtsmaske gegeben und sie wurde in einem speziellen Bereich der Klink untersucht, wie Sky News berichtet. Eine Uber-Sprecherin sagte dem Sender, man habe das Nutzerkonto des Fahrers gesperrt, mit dem die infizierte Frau in die Klinik gefahren war. Die Gesundheitsbehörden versorgen den Fahrer mit Informationen und Handlugnsanweisungen für den Fall, dass er sich in den kommenden Tagen unwohl fühlen sollte.

17:30 Uhr: Robert Koch Institut: Corona wie eine schwere Grippewelle

Das Robert Koch-Institut in Berlin geht derzeit nicht von einer Corona-Pandemie aus. Also von einer kontinentübergreifenden Seuche. Die neue Lungenerkrankung verlaufe in China ähnlich wie eine schwere Grippewelle, sagte der Präsident des Instituts, Lothar Wieler, am Donnerstag.

Dank der drastischen Maßnahmen Chinas habe sich das Virus bislang nicht größer außerhalb des Landes verbreitet. Wichtig sei außerdem, dass bei allen Ansteckungsketten außerhalb des Landes ein Zusammenhang mit China gegebensei, so Wieler weiter. Damit könne man belegen, dass sich das Virus noch nicht weit in der Welt verbreitet habe.

Trotzdem bleibt das Robert Koch-Institut vorsichtig: Man sei nicht in der Lage die Dynamik des Ausbruchs vorherzusagen.

Weltweit gibt es bisher gut 60.000 Infizierte.

17:06 Uhr: EU will Reisende aus Coronagebieten befragen

08.02.2020, China, Hongkong: Reisende mit Mundschutz verlassen den Ankunftsbereich des Hong Kong International Airport. Foto: Geovien So/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Reisende wegen Coronavirus stärker im Fokus.
zeus esz, dpa, Geovien So

Die EU-Länder wollen sich gegen eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus wappnen. Die Gesundheitsminister in Brüssel haben besonders Reisende im Auge. Menschen, die aus besonders betroffenen Regionen einreisen, sollen deshalb speziell befragt werden. Also zum Beispiel wo sie genau waren und mit wem sie Kontakt hatten.

Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sei ihm dieser Punkt besonders wichtig gewesen und Deutschland werde das jetzt prüfen.

​Schon jetzt gelte in Deutschland die Anordnung, dass Kontaktdaten von Reisenden für 30 Tage hinterlegt werden müssen.

16:35 Uhr: Aktuelle Zahlen weltweit

Übersicht Ausbreitung Coronavirus weltweit
Übersicht Ausbreitung Coronavirus weltweit
Johns Hopkins CSSE

Weltweit sollen sich mindestens 60.360 Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. 1.370 sollen daran gestorben sein. Diese interaktive Karte zeigt ihnen ein Überblick, welche Länder betroffen sind.

14:30 Uhr: Erster deutscher Coronavirus-Patient aus Bayern wieder gesund

ARCHIV - 23.01.2020, Berlin: Eine Laborantin sortiert im Institut für Virologie an der Charite Berlin Mitte, in dem Untersuchungen zum Coronavirus laufen, Proben. In Deutschland ist erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt wor
Untersuchungen zum Coronavirus
cgt jai wst, dpa, Christophe Gateau

Der erste von 14 Coronavirus-Patienten in Bayern ist aus der Klinik entlassen worden. Die Person sei wieder vollständig gesund und nicht mehr ansteckend, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Es gibt diverse Bedingungen, die ein Patient erfüllen muss, um aus der Quarantäne entlassen zu werden. Dazu zählen auch mehrere negative Test auf das Coronavirus.

In der Münchner Klinik Schwabing liegen noch weitere acht Patienten in Isolation. Ihnen geht es gesundheitlich gut und vermutlich können auch sie bald entlassen werden. Weitere Infizierte Patienten werden in Trostberg behandelt.

14:02 Uhr: Erstes Todesopfer in Japan

In Japan ist eine Frau am Coronavirus gestorben. Das Gesundheitsministerium hat mitgeteilt, dass es sich um eine Frau zwischen 80 und 90 Jahren handelt. Das Virus wurde nach ihrem Tod nachgewiesen. Sie lag seit dem 1. Februar im Krankenhaus. In Japan sind bisher mehr als 200 Infektionsfälle bekannt.

Außerhalb Chinas sind bis jetzt 3 Menschen nachweislich am Coronavirus gestorben.

13:15 Uhr: Deutschem Kreuzfahrtschiff wird Anlegen in Vietnam verweigert

Die "Aidavita" fährt über das Meer
Die "Aidavita" fährt über das Meer. Foto: AIDA Cruises/dpa/Archivbild
deutsche presse agentur

Die "Aidavita" mit überwiegend deutschen Gästen durfte jetzt nicht wie geplant in einem Hafen in Vietnam anlegen. Die Tourismusbehörde der Stadt Cai Lan hat Passagieren und Besatzungsmitgliedern verboten, an Land zu kommen. Nach Angaben der Rostocker Reederei Aida Cruises ohne eine Begründung zu nennen. Es wird allerdings vermutet, dass die Angst vor einer Corona-Ansteckung hinter der Entscheidung steckt. Zuletzt durfte ein anderes Kreuzfahrtschiff in mehreren asiatischen Ländern keine Häfen ansteuern.

Auf der "Aidavita" befinden sich rund 1.100 Passagiere - die meisten sind Deutsche. Laut Aida-Sprecher gibt es an Bord weder Verdachtsfälle noch bestätigte Coronavirus-Erkrankungen.

Das Kreuzfahrtschiff fährt jetzt weiter nach Thailand. Noch ist unklar ob die Behörden dort ihr OK zum Einlaufen geben.

11:45 Uhr: In Vietnam stehen 10.000 Einwohner unter Quarantäne

In Vietnam haben die Behörden mehrere Dörfer komplett abgesperrt und 10.000 Einwohner unter Quarantäne gestellt. Am Donnerstag wurde die Kommune Son Loi, 40 Kilometer von der Hauptstadt Hanoi entfernt, abgeriegelt. Es ist damit die erste größere Evakuierungszone außerhalb Chinas. Die Maßnahme gilt zunächst für 20 Tage. In der Gegend wurden bislang sechs Fälle von Covid-19-Infektionen registriert. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichten, dass rund um die Quarantänezone Kontrollpunkte errichtet wurden und durchfahrende Fahrzeuge mit Desinfektionsmittel eingesprüht werden.

11:15 Uhr: Spahn warnt vor Medikamenten-Engpässen

News Bilder des Tages Politik Gesundheit Coronavirus Jens Spahn Bundesgesundheitsminister Jens Spahn CDU unterrichtete am Mittwoch den 12. Februar 2020 den Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages ueber die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)
www.imago-images.de, imago images/Christian Ditsch, Christian-Ditsch.de via www.imago-images.de

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn befürchtet wegen des Coronavirus neue Arzneimittel-Engpässe in Europa. Hintergrund ist der Produktionsstopp in China bei wichtigen Wirkstoffen. Der könne in einigen Wochen zu Knappheit in Europa führen, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag vor einem Sondertreffen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. Die EU-Kommission müsse die Lage analysieren und Lösungsvorschläge machen.

Pharmaexperten hatten schon vor einigen Tagen vor Antibiotika-Engpässen gewarnt, sollte es zu einem längeren Stopp der Produktion kommen. Die Pharmabranche weltweit ist abhängig von der günstigen Wirkstoff-Produktion in China.

Das Gesundheitsministertreffen in Brüssel war kurzfristig einberufen worden, um den Kampf der 27 EU-Staaten gegen das Coronavirus zu koordinieren. Bisher gibt es in Europa nur wenige Fälle - in Deutschland sind es 16. Die EU will sich allerdings frühzeitig auf eine mögliche Ausbreitung vorbereiten und eine gemeinsame Linie finden.

10:15 Uhr: Erste Passagiere dürfen Kreuzfahrtschiff verlassen

A security guard stands near the quarantined Diamond Princess cruise ship Thursday, Feb. 13, 2020, in Yokohama, near Tokyo. Life on board the luxury cruise ship, which has dozens of cases of a new virus, can include fear, excitement and soul-crushing
Die "Diamond Princess" im Hafen von Yokohama
JCH, AP, Jae C. Hong

Einige Passagiere der "Diamond Princess" dürfen in den kommenden Tagen von Bord. Wie die Reederei mitteilte, planen die japanischen Behörden eine freiwillige Ausschiffung bestimmter Gäste.
In der ersten Phase soll es um Menschen gehen, die als besonders ansteckungsgefährdet gelten. Also z.B. Ältere oder Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen.

Diese sollen die Quarantäne in einer Einrichtung an Land verbringen. Sollten sie bereits positiv auf das Coronavirus getestet worden sein, werden sie in ein Krankenhaus verlegt.

Auf der "Diamond Princess" sitzen seit Tagen rund 3600 Passagiere und Besatzungsmitglieder fest. Mehr als 200 wurden bisher positiv auf das Virus getestet. Die Quarantäne gilt noch mindestens bis zum 19. Februar.

9:40 Uhr: Corona-Tote innerhalb eines Tages verdoppelt

FILE PHOTO: A man wearing a mask is seen at the Shanghai railway station in Shanghai, China, as the country is hit by an outbreak of the novel coronavirus, February 12, 2020. REUTERS/Aly Song/File Photo
Ein Mann in Shanghai schützt sich mit einer Atemmaske.
/FW1F/barbara Lewis, REUTERS, Aly Song

Beunruhigende neue Corona-Daten aus China! In ganz China sind nach Angaben der Nationalen Gesundheitsbehörde NHC bis Mittwoch 1.367 Menschen durch das Virus gestorben. Im Vergleich zum Mittwoch ist das ein Anstieg um 254 Todesfälle. Die Zahl der Neuinfektionen betrug laut NHC 15.152. Insgesamt sind damit in China 59.805 Menschen erkrankt.

Hintergrund der steigenden Zahlen ist eine neue Zählweise der Behörden. Jetzt werden auch Patienten erfasst, die keine Symptome zeigen. Sie können aber trotzdem Menschen anstecken weil sie das Virus in sich tragen.

Weltweit sind außerhalb des chinesischen Festlands mittlerweile mehr als 500 Infektionen bestätigt, davon 16 in Deutschland. 14 davon stehen in Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto.

04:57 Uhr: 44 weitere Coronavirus-Infizierte auf Kreuzfahrtschiff in Japan

A passenger waves a jacket towards a woman (not pictured) on land as they communicate via phone at the balcony of a cabin on the cruise ship Diamond Princess, as the vessel's passengers continue to be tested for coronavirus, at Daikoku Pier Cruise Te
Telefonierend und Jacke schwenkend kommuniziert dieser Passagier der „Diamond Princess“ mit einer Frau an Land
LP, REUTERS, KIM KYUNG-HOON

An Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffs „Diamond Princess“ ist bei weiteren 44 Menschen eine Coronavirus-Infizierung festgestellt worden. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord auf 218. Rund 3.600 Passagiere und Crewmitglieder sitzen seit über einer Woche im japanischen Yokohama fest. Die Quarantäne gilt noch bis zum 19. Februar.

01:52 Uhr: 242 weitere Todesopfer an nur einem Tag

Die Zahl neu nachgewiesener Todesopfer durch das Coronavirus hat sich in China im Vergleich zum Vortag mehr als verdoppelt. Wie das chinesische Staatsfernsehen am Donnerstag berichtete, wurden 242 neue Todesopfer in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei registriert. Die Gesamtzahl der Toten in der Provinz liegt seit Ausbruch der Krankheit bei 1.310.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektion stieg um 14.840 auf nun 48.208 bekannte Fälle. Wie der sprunghafte Anstieg in der Statistik zu erklären ist, war zunächst unklar. Wie das Staatsfernsehen berichtete, habe die Provinz die „Diagnoseergebnisse überarbeitet“ und damit breiter gefasst. Patienten seien gemäß einer neuen Klassifikation diagnostiziert worden.

Das waren die Meldungen vom 12. Februar

20:11 Uhr: Weltgrößte Handymesse in Barcelona abgesagt

Wegen des sich ausbreitenden Coronavirus wird die weltweit wichtigste Mobilfunk-Messe "Mobile World Congress" in diesem Jahr nicht stattfinden. Das haben die Veranstalter der Mobilfunk-Anbieter-Organisation GSMA bekanntgegeben.

In den vergangenen Tagen hatten bereiuts diverse Firmen ihre Teilnahme abgesagt. Allein am Mittwoch teilten die Deutsche Telekom, der Netzausrüster Nokia und der Smartphone-Hersteller HMD Global mit, dass sie der Veranstaltung fernbleiben werden.

20:04 Uhr: WHO identifiziert 4 Impfstoff-Kandidaten gegen das Coronavirus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will die Suche nach einem Impfstoff und wirksamen Medikamenten gegen das Coronavirus beschleunigen. Darauf hätten sich die 400 Fachleute geeinigt, die seit Dienstag in Genf tagten, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Es gebe vier mögliche Kandidaten für einen Impfstoff, von denen sich hoffentlich zwei als vielversprechend herausstellen, sagte die Chefwissenschaftlerin der WHO. Zu den drängendsten Aufgaben gehöre auch die Entwicklung einfacherer Tests zum Nachweis von Infektionen.

19:55 Uhr: Bundesregierung will Gelder zur Virusbekämpfung freigeben

Die Bundesregierung will bis zu 23 Millionen Euro zusätzlich zur Bekämpfung des Coronavirus aufwenden. Darüber hat das Gesundheits- und das Finanzministerium den Haushaltsausschuss informiert, wie es aus dem Bundestages heißt. Zudem hieß es, die Weltgesundheitsorganisation WHO habe einen Finanzbedarf von mehr als 600 Millionen Euro zur Virus-Bekämpfung angemeldet. Wieviel Deutschland ergebende finanzielle Aufwand lasse sich aber noch nicht schätzen.

16:47 Uhr: Bundesinstitut hält Pandemie für möglich

Das neuartige Coronavirus könnte nach Einschätzung des renommierten Robert Koch-Instituts (RKI) international in größerem Ausmaß um sich greifen. "Die globale Entwicklung legt nahe, dass es zu einer weltweiten Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie kommen kann", heißt es in einem Bericht, den das Berliner Institut am Mittwoch im Internet veröffentlicht hat. Davon seien Länder mit geringen Ressourcen im Gesundheitssystem besonders stark betroffen. "Aber auch in Ländern wie Deutschland könnte dies zu einer hohen Belastung der medizinischen Versorgung führen", hieß es. Die Experten schreiben auch, dass ein Aufeinandertreffen mit einem Infizierten für Menschen in Deutschland derzeit sehr unwahrscheinlich sei. Möglichst vermieden werden soll, dass eine Coronaviruswelle und die derzeit auch in Deutschland laufende Grippewelle zusammenfallen. Dies könne zu "maximaler Belastung" der medizinischen Versorgung führen, wird befürchtet.

16:40 Uhr: Deutsche empfinden Coronavirus als große Bedrohung

Knapp jeder zweite Bundesbürger (47%) empfindet das Coronavirus als eine große oder sogar sehr große weltweite Bedrohung, mehr als jeder Dritte (35%) sieht zumindest eine mittlere Gefährdungslage. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos, die in acht Ländern durchgeführt wurde - darunter auch Deutschland. Nur etwa jeder sechste Deutsche (16%) ist der Meinung, dass die weltweiten Auswirkungen durch die vor allem in China auftretende Virusinfektion "eher" oder "sehr" gering sind.

In einigen anderen Ländern ist die Angst vor dem Virus allerdings noch deutlich größer als bei uns. Vor allem in Japan (66%), Australien (61%) und den USA (55%) glaubt eine klare Mehrheit der Bevölkerung an eine (sehr) hohe Bedrohung für die Welt durch den Ausbruch der Epidemie.

Ein wirksames Mittel gegen das neue Virus ist derweil nicht in Sicht: Vor Ende des Jahres werde kein wirksamer Impfstoffe verfügbar sein, sagt der parlamentarische Staatssekretär im Forschungsministerium, Thomas Rachel, im Bundestag.

13:34 Uhr: Maßnahmen der Regierung in Deutschland gegen das Virus

"Bei Sicherheitsthemen - und dazu gehören eben auch Gesundheitssicherheitsthemen, wo ein Virus nicht an der Grenze halt macht - braucht es auch in Zukunft eine sehr enge Abstimmung", sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Mittwochmittag in Berlin. Deshalb sei er bereits in London gewesen, um auch nach dem Brexit mit der dortigen Regierung eine gemeinsame Linie im Vorgehen gegen das Coronavirus zu erreichen. Darüber hinaus erwarte Spahn EU-weite Lösungen - wie das funktionieren soll und wie der aktuelle Stand zum Virus in Deutschland ist, sehen Sie hier im Video.

Das unternimmt die Regierung gegen das Coronavirus Gesundheitsminister Jens Spahn
00:45 min
Gesundheitsminister Jens Spahn
Das unternimmt die Regierung gegen das Coronavirus

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13:04 Uhr: Beschwerden über Diskriminierung

"Wir erleben gerade, dass Menschen pauschal wegen ihres Aussehens oder ihrer Herkunft ausgegrenzt und benachteiligt werden", teilte Bernhard Franke, Leiter der Antidiskriminierungsstelle mit. Die Angst vor Ansteckung sei zwar verständlich, sagte Franke. "Das Coronavirus rechtfertigt aber niemals rassistische Diskriminierung."

Insgesamt hätten sich in den vergangenen Tagen 19 Betroffene an die Antidiskriminierungsstelle gewandt. Die Behörde berichtete vom Fall einer Arztpraxis, die einem Patienten chinesischer Herkunft eine Behandlung verweigert habe, obwohl die betroffene Person wegen gänzlich anderer Symptome beim Arzt und seit Monaten nicht in China gewesen sei. In einem anderen Fall habe eine chinesische Studentin eine Absage bei einer Wohnungsbewerbung mit der Begründung bekommen: "Ich möchte keinen Coronavirus."

10:57 Uhr: 1.113 Todesopfer in China

Die Gesamtzahl der Opfer auf dem chinesischen Festland liegt bei 1.113. Bei mehr als 44.000 Menschen wurde eine Infektion bestätigt. Sowohl die Zahl der neuen Opfer als auch die der neu erkrankten Patienten ging den offiziellen Angaben zufolge im Vergleich zum Vortag etwas zurück. Wie die Nationale Gesundheitskommission am Mittwoch mitteilte, kamen landesweit im Vergleich zum Vortag 97 Todesfälle hinzu. Die Zahl der Infektionen stieg demnach um 2.015 Fälle.

08:31 Uhr: Webasto-Zentrale wieder geöffnet

Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto waren die ersten Coronavirus-Infizierten in Deutschland. Die Firmenzentrale in Stockdorf hatte daraufhin zwei Wochen die Pforten geschlossen. Trotz zwei neuer Infektionsfälle, die am Dienstagabend bestätigt wurden, ist die Webasto-Zentrale seit Mittwochmorgen wieder geöffnet. Insgesamt 80 Kollegen würden noch auf den Coronavirus geteteste, erklärte Webasto-Geschäftsführer Holger Engelmann in einer Pressekonferenz. Infos von vor Ort gibt Ihnen RTL-Reporterin Christina Lachnitt im Video.

Webasto öffnet wieder Nach Coronavirus-Infektionen
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Nach Coronavirus-Infektionen
Webasto öffnet wieder

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Das waren die Meldungen vom 11. Februar

19:30 Uhr: Zwei weitere Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern gibt es jetzt zwei weitere und damit ingesamt 14 Corona-Infizierte. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit. Auch die beiden neuen Fälle stehen im Zusammenhang mit der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die meisten bislang bekannten Fälle beschäftigt sind. Ausgegangen war alles von einem Mitarbeiter, der sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt hatte, die wenig später zurück in ihre Heimat flog. Infiziert hatten sich danach weitere Mitarbeiter sowie einige Angehörige. Deutschlandweit gibt es damit nun insgesamt 16 Menschen, bei denen das Coronavirus nachgewiesen worden ist.

Der Bundestag wird am Mittwoch über die Vorbeugemaßnahmen gegen das Coronavirus in Deutschland beraten. CDU/CSU und SPD haben eine Aktuelle Stunde beantragt. Angesichts zahlreicher kursierender Falschmeldungen und Gerüchte dürfte es der Regierung vor allem darum gehen, die Diskussion zu versachlichen.

19:06 Uhr: Kreuzfahrtschiff mit Deutschen an Bord darf nicht festmachen

Aus Sorge vor dem Coronavirus verweigern mehrere Länder in Asien einem aus Hongkong kommenden Kreuzfahrtschiff das Anlegen - obwohl keine Fälle an Bord bekannt sind. Thailands Gesundheitsminister erklärte am Dienstag bei Facebook, er habe untersagen lassen, dass die "Westerdam" festmacht. Zuvor hatten dies schon Taiwan und Japan verweigert, wie die Reederei "Holland America Line" schilderte. An Bord sind demnach rund 1500 Gäste und 800 Besatzungsmitglieder. Darunter seien einige Deutsche, wie es am Abend aus dem Auswärtigen Amt hieß.

16:45 Uhr: WHO einigt sich auf offiziellen Namen für Coronavirus

Das neue Coronavirus, an dem in China mehr als 42.000 Menschen erkrankt sind, hat jetzt einen offiziellen Namen: COVID-19. Die 19 steht für das Jahr 2019, in dem die Coronavirus-Krankheit entdeckt worden war. Das hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt gegeben.

"Wir mussten einen Namen finden, der sich nicht auf einen geografischen Ort, ein Tier, eine Person oder eine Gruppe von Menschen bezieht", sagte der WHO-Generaldirektor, Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, zu Reportern.

16:04 Uhr: Geisterstadt Wuhan: Geschäfte und Märkte sind menschenleer

Diese Aufnahmen erreichen uns aus der Krisenregion Wuhan. Offenbar trauen sich die Menschen dort wegen des Coronavirus nicht mehr aus den Häusern.

Wegen des Coronavirus traut sich kaum noch jemand raus So sieht es in Wuhan aus
00:58 min
So sieht es in Wuhan aus
Wegen des Coronavirus traut sich kaum noch jemand raus

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14:56 Uhr: Experten warnen vor Antibiotika-Engpässen in Deutschland

ARCHIV - 27.05.2016, Bayern, München: ILLUSTRATION - Eine Packung eines Antibiotikums liegt auf einem Tisch in einer Apotheke. (Zu dpa "NDR: Pharmakonzerne steigen aus Entwicklung von Antibiotika aus") Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Antibiotika
shp lof fgj wst, dpa, Sven Hoppe

Produktionsausfälle in China wegen des Coronavirus könnten nach Ansicht von Pharmaexperten schlimmstenfalls zu Antibiotika-Engpässen in Deutschland führen. Da die Herstellung von Wirkstoffen in der stark betroffenen Provinz Hubei stillstehe, schwänden die Lagervorräte für die Weiterverarbeitung, sagte Morris Hosseini, Pharmaexperte bei der Beratungsgesellschaft Roland Berger. Kurzfristig reichten die Antibiotika-Lagerbestände aus, um die Produktion aufrecht zu erhalten, doch bei einem längerfristigen Stopp in den chinesischen Werken drohten Lieferengpässe.

Weltweit sei die Pharmabranche in der Wirkstoff-Produktion abhängig von China, da die Herstellung in Europa nicht lohne.

Behörden sehen indes noch keinen Grund zur Sorge. Es lägen «bislang keine Hinweise vor, dass es aufgrund des Coronavirus zu kurzfristigen Liefer- oder Versorgungsengpässen kommen wird», teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn mit.

14:25 Uhr: Noch immer sitzen 3.600 Menschen auf Kreuzfahrtschiff fest

 New coronavirus An ambulance moves away from the cruise ship Diamond Princess docked in Yokohama near Tokyo on Feb. 11, 2020. The vessel has been kept in quarantine after the detection of a new coronavirus infection among people aboard. PUBLICATIONx
Diamond Princess im Hafen von Yokohama
www.imago-images.de, imago images/Kyodo News, via www.imago-images.de

Wie geht es den Menschen auf dem Schiff "Diamond Princess" in Japan? Dort sind 3.600 Menschen seit mehr als eine Woche unter Quarantäne. Unter ihnen auch 10 Deutsche. Das Schiff liegt im hafen von Yokohama, legt immer wieder für einen Tag ab um Frischwasser aufzubereiten.

Die Stimmung scheint angespannt und es ist völlig unklar, wann die Menschen von Bord dürfen. Bisher wurde bei 130 Passagieren das Coronavirus nachgewiesen. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht. Nun überlegt man, alle anderen Passagiere zu testen. Eine gewaltige Aufgabe, denn es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Testgeräten. Ohne Test soll aber niemand das Schiff verlassen dürfen.

12:37 Uhr: Autozulieferer Webasto eröffnet morgen wieder

 Umfrage: Stimmungslage bei Anwohnern rund um die Firma Webasto in Stockdorf / Datum: 30.01.2020 / *** Survey of the mood of residents around the Webasto company in Stockdorf Date 30 01 2020
Webasto in Stockdorf
www.imago-images.de, imago images/Overstreet, via www.imago-images.de

Der von mehreren Coronavirus-Infektionen in der Belegschaft getroffene Autozulieferer Webasto will seine seit zwei Wochen geschlossene Firmenzentrale an diesem Mittwoch wieder öffnen. Seit Anfang vergangener Woche habe es keinen neuen Fall gegeben, erklärte Vorstandschef Holger Engelmann am Dienstag. Eine Spezialfirma hat die Firmenzentrale im Münchner Vorort Stockdorf zudem gereinigt und desinfiziert.

Eine chinesische Webasto-Mitarbeiterin hatte den Erreger unwissentlich bei einer Dienstreise nach Stockdorf eingeschleppt. Insgesamt acht Webasto-Mitarbeiter hatten sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt, sie alle befinden sich nach wie vor in Krankenhäusern. «Wir sind mit allen in regem Kontakt und freuen uns, dass einige von ihnen bereits komplett beschwerdefrei sind und voraussichtlich in Kürze entlassen werden», sagte Engelmann. Seit der Schließung arbeiten die meisten der mehr als 1000 Mitarbeiter von zuhause aus.

Zum uneingeschränkten Normalbetrieb wird Webasto vorerst noch nicht zurückkehren: Dienstreisen von und nach China soll es bis voraussichtlich Ende Februar nicht geben. Außerdem gelten verschärfte Hygienevorgaben.

11:50 Uhr: WHO Generaldirektor mit dramatischem Appell

"Es geht jetzt nicht um Publikationen, Patente und Profite. Jetzt geht es darum, den Ausbruch zu stoppen und Leben zu retten."

Mit diesen deutlichen Worten hat der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, die Expertenkonferenz zum Coronavirs eröffnet. Mehrere Teams auf der ganzen Welt forschen an einem Imfpstoff gegen das Virus. Allerdings könnte das noch Wochen dauern.

10:19 Uhr: Höhepunkt der Epidemie noch im Februar?

Der medizinische Berater der chinesischen Regierung, Zhong Nanshan, geht davon aus, dass die Coronavirus-Epidemie in diesem Monat ihren Höhepunkt erreichen wird. In einigen Provinzen verbessere sich die Lage bereits, sagt er der Nachrichtenagentur Reuters. Dort gehe die Zahl der Neuerkrankungen zurück.

Diese Angaben muss man sehr kritisch sehen. Wie sie weiter unten lesen können, haben die Chinesen ihre Statistik bewusst geändert und zählen nur noch Patienten, die auch Symptome zeigen. Alle, die zwar infiziert, aber symptom-frei sind, werden gar nicht gezählt.

08:29 Uhr: Falsche Zahlen aus China?

Weltweit wurde es als erstes Anzeichen der Entspannung wahrgenommen: Die Zahlen der Neu-Infizierten stieg in China seit dem Wochenende nicht mehr so stark. Doch jetzt wurde bekannt: Das könnte nur daran liegen, dass China nur noch Infizierte zählt, die auch wirklich Symptome zeigen. Alle anderen tauchen nicht in der Statistik auf. Das ist ein klarer Verstoß gegen die Vorgaben der Weltgesundheitsbehörde WHO. Die verlangt, dass ALLE Infizierten gezählt werden. Egal ob sie Symptome haben oder nicht, denn man kann trotzdem das Virus übertragen.

Jetzt ist völlig unklar, wie viel Menschen in China wirklich mit dem Virus infiziert sind.

07.35 Uhr: Formel 1 Rennen in China steht auf der Kippe

ARCHIV - 12.04.2019, China, Shanghai: Motorsport: Formel-1-Weltmeisterschaft, Grand Prix von China, 3. Freies Training. Ferrari-Pilot Charles Leclerc aus Monaco in Aktion. (zu dpa: «Formel-1-Rennen in China könnte ans Jahresende verlegt werden») Foto
Wird das Formel-1-Rennen in China abgesagt?
AW hpl nic, dpa, Andy Wong

In den letzten Wochen wurden schon einige große Sportveranstaltungen in China abgesagt. Nun ist auch der Formel 1 Grand Prix bedroht. Unsere Kollegen vom Sport mit dem aktuellen Stand.

07:17 Uhr: Bürgerjournalisten in China verhaftet?

Zwei chinesische «Bürgerjournalisten», die über den Ausbruch des Coronavirus und die überfüllten Krankenhäusern in Wuhan im Internet berichtet haben, sind von der chinesischen Polizei festgesetzt worden. Wie die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch am Dienstag unter Hinweis auf Familie und Freunde berichtete, hätten Polizisten den Anwalt Chen Qiushi und den Blogger Fang Bin «unter dem Vorwand der Quarantäne abgeholt».
Seither seien beide nicht mehr über ihr Handy erreichbar, was in Isolation normalerweise möglich sein müsste. Keiner von beiden habe Symptome einer Infektion gehabt. «Wer in normaler Quarantäne steckt, kann telefonieren», sagte die in New York ansässige Forscherin Wang Yaqiu von Human Rights Watch. «Beide haben die Zustände in Wuhan untersucht und unverblümt darüber gesprochen.»

Chen Qiushi hatte in den überforderten Krankenhäusern der schwer betroffenen Stadt Wuhan gefilmt. «Es gibt nicht genug Gesichtsmasken, nicht genug Schutzanzüge, nicht genug Material und was noch wichtiger ist, nicht genug Tests», schilderte Chen Qiushi in einem Video.

06:58 Uhr: Neue Zahlen

Guten Morgen. Auch heute finden sie hier in unserem Ticker alle wichtigen Informationen und aktuellen Entwicklungen über das Coronavirus. Leider müssen wir wieder mit schlimmen Zahlen in den Tag starten: Mittlerweile sind mindestend 1018 Menschen weltweit an dem Virus gestorben. 1016 in China, 1 in Honkong und 1 auf den Philippinen.

Die Zahl der Infizierten stieg auf 43.108. Das einzig Gute an dieser Zahl ist, dass sie wieder weniger stark gestiegen ist, als in den Tagen davor.

Das waren die Meldungen vom 10. Februar

23:45 Uhr: Zahl der Coronavirus-Toten in China steigt weiter

Die Zahl der Todesfälle in der besonders stark betroffenen chinesischen Provinz Hubei ist nach Behördengaben am Montag um 103 auf 974 gestiegen. Zudem seien 2097 neue Fälle registriert worden, teilt die Gesundheitsbehörde auf ihrer Website mit. Die Gesamtzahl der bekannten Erkrankungen habe damit 31.728 erreicht.

18:01 Uhr: Airbnb stoppt Vermietungen in Peking

Der Apartment-Vermittler Airbnb hat Vermietungen in der chinesischen Hauptstadt Peking aufgrund des Coronavirus vorübergehend gestoppt. Bis Ende Februar könnten dort keine Unterkünfte gebucht werden, teilte das US-Unternehmen am Montag mit. Bereits bestehende Reservierungen werden storniert.

Airbnb reagiere mit dem Schritt auf den «neuartigen Coronavirus-Ausbruch» und folge den Vorgaben der regionalen Behörden. Alle von Stornierungen betroffenen Kunden sollen entschädigt werden. Zudem werde sorgsam an Lösungen gearbeitet, um die Gastgeber zu unterstützen, versprach die Buchungsplattform in der Mitteilung.

17:30 Uhr: Expertenteam der WHO nimmt Arbeit in China auf

Die WHO-Experten sollen in China weitere Informationen über das Coronavirus sammeln. Und sie sollen die Grundlage für ein größeres, internationales Expertenteam legen, das ihnen folgen soll. Das Team hat laut WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus freie Hand bei der genauen Konzeption seiner Arbeit. Sie solle möglichst frei an die Arbeit gehen, um dann hoffentlich Antworten auf noch offene Fragen liefern zu können. Auch die Entscheidung, ob die Experten etwa nach Wuhan reisen, liege bei diesem Team.

15:33 Uhr - Erste Quarantäne-Fälle entlassen

Knapp zwei Wochen nach Bekanntwerden des ersten Coronavirus-Falls in Deutschland haben erste Kontaktpersonen von Infizierten die häusliche Quarantäne verlassen können. Allein im Landkreis Starnberg sei bis Sonntag für 16 Menschen die Isolation aufgehoben worden, teilte das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag mit.

Rund 190 Menschen - Kollegen und private Kontaktpersonen der Infizierten - hatten sich laut LGL in häuslicher Isolierung befunden. Bis Mitte dieser Woche werde voraussichtlich der Großteil von ihnen daraus entlassen, sofern die jeweiligen Gesundheitsämter keine Gründe für eine Verlängerung feststellten, teilte der LGL-Sprecher mit.

10:03 - Angespannte Stimmung auf Kreuzfahrtschiff

Sie dürfen ihre Kabinen nicht verlassen und bekommen zu wenig Informtionen. Passagiere des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" beklagen sich über Zustände an Bord. Mittlerweile gibt es 130 Personen, die sich auf dem Schiff mit dem Coronavirus infiziert haben.

Quarantäne auf Kreuzfahrtschiff Coronavirus
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Coronavirus
Quarantäne auf Kreuzfahrtschiff

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09:53 Uhr - Test-Ergebnisse bei China-Rückkehrern negativ

Die 20 China-Rückkehrer in Berlin sind nicht mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. «Wir sind erleichtert. Alle Testergebnisse auf das neuartige Coronavirus der Rückkehrerinnen und Rückkehrer in Berlin sind negativ», teilte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag mit. «Die 14-tägige Quarantäne für die Dauer einer längstmöglichen Inkubationszeit unter Beobachtung ist eine Maßnahme, um die Betroffenen selbst und die Bevölkerung zu schützen.» Der Bevölkerungsschutz habe höchste Priorität für sie, betonte Kalayci.

Die 16 Erwachsenen und 4 Kinder waren am Sonntag in Berlin-Tegel gelandet. Die Menschen, die sich in der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan aufgehalten hatten, kamen umgehend auf eine Quarantäne-Station auf dem Gelände der Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin-Köpenick. Am Sonntag hieß es, die Deutschen und ihren Familienangehörigen seien wohlauf. Die Tests auf das Coronavirus sollen nun zwei Wochen lang alle vier Tage wiederholt werden.

08:54 Uhr - Deutsche China-Rückkehrer warten in Quarantäne auf Test-Ergebnis

Bei einer britischen Rückholaktion waren am Wochenende auch 20 Deutsche und Angehörige - 16 Erwachsene und vier Kinder - aus Wuhan aufgeflogen worden. Sie waren am Sonntag mit einer Bundeswehrmaschine in Berlin-Tegel gelandet. Die Passagiere kamen umgehend auf eine Quarantäne-Station auf dem Gelände der Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin-Köpenick. Bei ihnen wurde ein Coronavirus-Test gemacht. Die Ergebnisse sollen heute vorliegen.

Es war bereits die zweite Rückholaktion: Vor gut einer Woche waren mehr als 100 deutsche Staatsbürger und Familienangehörige in Frankfurt am Main angekommen. Auch diese Passagiere wurden unter Quarantäne gestellt, die meisten in einer Kaserne im pfälzischen Germersheim.

08:32 Uhr - Britische Regierung stuft Coronavirus als ernste Gefahr für öffentliche Gesundheit ein

Das neuartige Coronavirus stellt nach einer neuen Einschätzung der britischen Regierung eine ernste und unmittelbare Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar. Die chinesische Provinz Hubei und die Stadt Wuhan stufte sie als "Infektionsgebiet" ein. Durch die Neubewertung der Lage erhält die Regierung zusätzliche Befugnisse zur Eindämmung des Virus.

07:21 Uhr - Situation auf Kreuzfahrtschiff verschärft sich

An Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes im japanischen Yokohama sind weitere 60 Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Montag bekannt. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord des Schiffes auf mindestens 130, wie der japanische Fernsehsender NHK weiter berichtete. Die übrigen der insgesamt 2666 Passagiere und 1045 Crew-Mitglieder sollen noch bis zum 19. Februar an Bord bleiben, da die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen. An Bord des Kreuzfahrtschiffes sind nach Erkenntnissen der Deutschen Botschaft in Tokio auch zehn deutsche Staatsangehörige.Bisher gibt es keine Meldungen darüber, dass auch sie sich infiziert haben.

06:59 Uhr - Aktuelle Lage

Guten Morgen. Neben Sturm "Sabine" beschäftigt uns das Coronavirus auch heute. Hier ein Überblick über die aktuellen Zahlen: Weltweit sind 40.536 Menschen mit dem Virus infiziert. Es gibt mittlerweile 910 Tote.

Vielleicht ein Hoffnungsschimmer: Die Zahl der Neu-Infizierten stieg nicht mehr so stark an, wie in den letzten Tagen. Den Höhepunkt hatten Experten für Mitte Februar vorhergesagt.

1:57 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen steigt wieder - 908 Tote

Die Zahl neuer Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus in China ist erneut gestiegen. Wie Chinas Gesundheitskommission am Montag mitteilte, wurden landesweit 97 neue Todesfälle bestätigt. Damit sind bislang mehr als 908 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen.

Die Zahl der neu nachgewiesenen Erkrankungen stieg um 3062 auf 40.171 Fälle. Allein in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo das Virus ursprünglich ausgebrochen war, kamen 2618 Infektionen und 91 Todesfälle hinzu. Außerhalb des chinesischen Festlands sind im Rest der Welt mehr als 300 Erkrankungen bestätigt, davon 14 in Deutschland.

Das waren die Meldungen vom 9. Februar

17:43 Uhr: Rund 6.200 Mediziner nach Wuhan entsandt

Rund 6.200 medizinische Fachkräfte sind am Wochenende mit 47 Charterflügen in die schwer vom Coronavirus betroffene chinesische Stadt Wuhan gebracht worden. Dies sei der vom Umfang her größte Transport medizinischen Personals seit Ausbruch der neuartigen Lungenerkrankung in China, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag unter Berufung auf die zivile Luftfahrtbehörde ACCA. Neun chinesische Fluggesellschaften hätten neben dringend benötigter medizinischer Ausstattung 34 Teams aus mehreren Provinzen befördert.

16:51 Uhr: Rückkehrer aus China laut Berliner Gesundheitssenatorin wohlauf

Die ausgeflogenen Passagiere aus der vom Coronavirus schwer betroffenen Stadt Wuhan sind nach Angaben der Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci wohlauf. Es handle sich um 16 Erwachsene und vier Kinder, sagte Kalayci am Sonntagnachmittag in Berlin. Es habe eine erste medizinische Untersuchung durch einen Amtsarzt gegeben, die Ergebnisse seien unauffällig. Die China-Rückkehrer werden auf das Coronavirus getestet. Ergebnisse der Untersuchung an der Charité in Berlin sollen laut Kalayci am Montagmorgen vorliegen.

15:55 Uhr: Todesfälle durch Coronavirus überstieg die der Sars-Pandemie

Die Zahl der Todesopfer in China überstieg die der Sars-Pandemie vor 17 Jahren. Mit 89 neuen Todesfällen durch die Lungenerkrankung, die Chinas Gesundheitsbehörde am Sonntag bestätigte, kletterte die Gesamtzahl der Opfer weltweit auf 813. An dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom (Sars) waren 2002/2003 laut WHO 8.096 Menschen erkrankt und weltweit 774 gestorben. Allein in Festland-China und Hongkong hatte es 648 Todesfälle geben.

12:57 Uhr: Flugzeug mit Wuhan-Rückkehrern in Berlin gelandet

A group of 20 Germans evacuated from China's coronavirus epicentre Wuhan arrive with a German air force plane in Berlin Tegel, Germany, February 9, 2020.   REUTERS/Hannibal Hanschke
Nach ihrer Evakuierung landen die deutschen Wuhan-Rückkehrer in Berlin
joh/, REUTERS, HANNIBAL HANSCHKE

In Flugzeug der Bundeswehr ist mit Rückkehrern aus der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan in Berlin gelandet. Die Maschine kam am Sonntagmittag auf dem miltiärischen Teil des Flughafens Tegel an. Aus Wuhan waren die zwanzig Deutschen an Bord einer britischen Maschine in der Nacht zu Sonntag nach Großbritannien ausgeflogen worden - mehr dazu weiter unten in unserem Live-Ticker.

11:01 Uhr: Erster Coronavirus-Fall auf Mallorca bestätigt

Auf Mallorca ist ein Mensch positiv auf den Erreger getestet worden, wie das spanische Nationale Mikrobiologiezentrum mitteilt. Tests bei drei weiteren Personen seien negativ ausgefallen. Der Vater der britischen Familie stand zuvor mit jemandem in Frankreich in Kontakt, bei dem die Erkrankung anschließend diagnostiziert worden sei. Die Eltern und ihre zwei Töchter wurden am Samstag im Son Espases de Palma Krankenhaus isoliert. In Spanien war am 31. Januar der erste Corona-Fall bestätigt worden.

09:11 Uhr: Britisches Flugzeug bringt auch Deutsche aus Wuhan zurück

Ein britisches Chartflugzeug ist am Samstagabend (Ortszeit) in Wuhan gestartet, um 200 Briten und auch mehrere deutsche Staatsbürger aus der schwer vom Coronavirus betroffenen Stadt zurück nach Europa zu bringen. Das Flugzeug landete am Sonntagmorgen um 7:30 Uhr Ortszeit auf dem britischen Militärflughafen RAF Brize Norton in der Nähe von Oxford. Bereits vor einer Woche brachte eine Bundeswehr-Maschine 100 Deutsche aus Wuhan nach Frankfurt.

In Berlin-Tegel werden die 20 deutschen Rückkehrer aus Wuhan laut Gesundheitsverwaltung von einem Amtsarzt in Empfang genommen. Er soll prüfen, ob bei Passagieren während des Fluges Symptome aufgetreten sind. Sie sollen dann in einem Isolierbereich in den Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes im Stadtteil Köpenick am südöstlichen Stadtrand von Berlin untergebracht werden. Alle Passagiere würden auf das Coronavirus getestet. Mit einem Ergebnis wird für Montagmittag gerechnet. Die Rückkehrer sollen nach den derzeitigen Plänen 14 Tage in dem Krankenhaus bleiben, untersucht und gegebenenfalls behandelt werden.

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Das waren die Meldungen vom 8. Februar

12:59 Uhr: Fünf Briten in Frankreich infiziert - auch ein Kind

In Frankreich ist nach Angaben der Regierung bei fünf britischen Staatsbürgern eine Corona-Infektion festgestellt worden. Sie hätten in den französischen Alpen in derselben Unterkunft übernachtet wie ein weiterer Brite, der aus Singapur angereist und bei dem die Erkrankung kurz zuvor festgestellt worden sei, teilt Gesundheitsministerin Agnes Buzyn mit. Unter den neu Infizierten sei auch ein Kind.

Die Gruppe sei in gutem Gesundheitszustand in ein Krankenhaus der Region eingeliefert worden. Die Briten hielten sich in dem Ski-Ort Les Contamines-Montjoie am Mont Blanc auf. In Frankreich gibt es jetzt elf Corona-Fälle.

09:40 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen steigt wieder - 722 Tote

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen und der Toten durch das Virus stieg bis Samstag erneut kräftig an. Die Zahl der Patienten, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, kletterte innerhalb eines Tages um 3.399 auf 34.546. Das teilte die Gesundheitskommission in Peking mit. Außerhalb von Festland-China gibt es in mehr als zwei Dutzend Ländern über 270 weitere Fälle, davon zwölf Deutsche.

Die neu nachgewiesenen Infektionen nahmen damit im Vergleich zum Vortag wieder zu, nachdem sie in den vergangenen zwei Tagen leicht zurückgegangen waren. Auch die Zahl der Toten legte erneut deutlich um 86 auf 722 zu. Damit könnte die Todeszahl der Corona-Infizierten in Kürze die weltweit offiziell registrierten 774 Todesopfer der Sars-Pandemie von 2002/2003 übersteigen. An Sars erkrankten damals etwas mehr als 8.000 Menschen.

08:38 Uhr: Ausländer in Wuhan an Coronavirus gestorben

Ein US-Amerikaner ist der erste Ausländer, der in China am Coronavirus gestorben ist. Der 60-Jährige erlag nach Angaben der US-Botschaft in Peking am Donnerstag in einer Klinik seiner Infektion. Nach Behördenangaben aus Tokio ist auch ein Japaner in Wuhan an der Krankheit gestorben. Bei dem Mann habe der Verdacht auf eine Corona-Infektion bestanden, wegen Schwierigkeiten bei der Diagnose soll als Todesursache aber eine Lungenentzündung angegeben worden sein, so das japanische Außenministerium unter Berufung auf chinesische Behörden.

Bisher sind außerhalb Festland-Chinas zwei Todesfälle infolge einer Corona-Erkrankung bekannt; die in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong und auf den Philippinen Verstorbenen waren chinesische Staatsbürger.

Das waren die Meldungen vom 7. Februar

20:00 Uhr: USA wollen mit Finanzspritze helfen

Die USA stehen Außenminister Mike Pompeo zufolge bereit, 100 Millionen Dollar an Hilfe für China und andere betroffene Staaten zu leisten.

19:00 Uhr: Zwölfte Person in Bayern mit Corona infiziert

Zwölf Corona-Infizierte in Bayern: Ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministerium teilte in München mit, dass ein weiterer Coronavirus-Fall bestätigt wurde. Damit gibt es derzeit insgesamt zwölf bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.

Bei dem zwölften Fall handelt es sich um die Frau eines Mannes, dessen positiver Befund vergangene Woche bekannt geworden war und der derzeit in der München Klinik Schwabing behandelt wird. Der Mann ist Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die meisten bislang bekannten Fälle beschäftigt sind. Die Frau wird medizinisch überwacht und ist isoliert in der München Klinik Schwabing.

16:45: Autoindustrie kommt wegen Corona ins Stocken

Die Automobilindustrie spürt zunehmend die Folgen des Virusausbruchs in China. Als erster europäischer Autobauer stellt sich Fiat Chrysler darauf ein, dass eine stockende Teileversorgung aus der Volksrepublik in zwei bis vier Wochen die Produktion in einem Werk in Europa beeinträchtigen könnte.

Der größte japanische Autobauer Toyota kündigte am Freitag an, die Produktion in all seinen chinesischen Werken bis zum 16. Februar ruhen zu lassen. Auch andere Hersteller haben wegen des Virusausbruchs die üblichen Werksferien zum chinesischen Neujahrsfest verlängert.

Suzuki erwägt, Fahrzeugkomponenten außerhalb von China zu beziehen, da die Ausbreitung des Coronavirus die Produktion in seinem größten Markt in Indien bedroht. Suzuki baut und verkauft keine Autos in der Volksrepublik, bezieht von dort aber Komponenten für seine Werke in Indien.

Branchenexperten gehen davon aus, dass die Produktion in China nach den verlängerten Werksferien nur langsam anlaufen kann. Es sei unklar, ob dann alle benötigen Arbeitskräfte erscheinen würden. Viele hätten Angst, an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren und sich dort womöglich anzustecken. Bei einigen Autoherstellern erfolgt die Rückkehr der Beschäftigten in drei Phasen, je nachdem, wo sie im Urlaub waren und mit wem sie sich getroffen haben.

13:15 Uhr: WHO warnt vor Knappheit an Schutzkleidung und Masken

Im Kampf gegen das Coronavirus werden nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Masken, Schutzbekleidung und Handschuhe knapp. Es könnte zu einem chronischen Mangel an Schutz-Ausrüstung kommen, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Zahl der Neu-Infektionen könne wieder steigen. "In den vergangenen zwei Tagen gab es weniger Ansteckungen in China, das sind gute Nachrichten. Aber wir warnen davor, da zu viel reinzulesen."

10:50 Uhr: Unterbringung weiterer China-Rückkehrer unklar

Am Sonntag werden in Frankfurt mindestens 26 weitere Rückkehrer aus China erwartet. Unklar ist, wo sie untergebracht werden. Sicher scheint zu sein: Sie werden nicht in die Südpfalz-Kaserne nach Germersheim gebracht. Das sagte Fritz Brechtel, Landrat des Landkreises Germersheim, der dpa. In der Kaserne in der Pfalz sind die bereits zurückgeholten Deutschen untergebracht und stehen unter Quarantäne.

10:12 Uhr: Schuppentier könnte laut chinesischer Universität Corona-Wirt sein

Auf der Suche nach dem Ursprung des neuartigen Coronavirus glauben chinesische Wissenschaftler beim Schuppentier auf der richtigen Fährte zu sein. Das Säugetier könnte ein Zwischenwirt in der Ansteckungskette sein, fasst die Südchinesische Agraruniversität ihre Untersuchungsergebnisse zusammen. Die jüngste Entdeckung werde große Bedeutung haben, um die Verbreitung des Virus zu verhindern, so die Uni. Die mit Hornschuppen bedeckten Tiere werden illegal gehandelt. Ihr Fleisch gilt in Asien als Spezialität.

07:45 Uhr: China startet Untersuchungen im Fall des verstorbenen Whistleblower-Arztes

Li Wenliang starb am Coronavirus
Li Wenliang warnte vor der neuen Krankheit - wenige Wochen später starb er selbst am Coronavirus.
Li Wenliang

Nach dem T od des chinesischen Arztes Li Wenliang, der frühzeitig vor dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus gewarnt hatte, hat die chinesische Regierung eine offizielle Untersuchung gestartet. Mit Zustimmung des Zentralkomitees der Partei schickte die staatliche Aufsichtskommission ein Ermittlungsteam nach Wuhan, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Der Tod des 34-jährigen Augenarztes, der am Donnerstagabend selbst an der Lungenkrankheit gestorben war, hatte große Anteilnahme im ganzen Land ausgelöst.

07:20 Uhr: Chinas Staatschef telefoniert mit Trump

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sieht den Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in einer "entscheidenden Phase". In einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump verwies Xi Jinping am Freitag nach Angaben von Staatsmedien ausdrücklich auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die andere Länder vor Überreaktionen gewarnt habe. Er hoffe, dass auch die USA "ruhig" die Lage einschätzten und ihre Maßnahmen als Antwort darauf "angemessen" träfen und anpassten. Der Präsident bezog sich damit offensichtlich auf das vor einer Woche erlassene Einreiseverbot der USA für Chinesen und Ausländer, die vorher in China waren - mit Ausnahme von Angehörigen von US-Staatsbürgern.

07:01 Uhr: Coronavirus oder Grippe?

Derzeit ist nicht nur die Angst vor dem Coronavirus groß - es ist auch Grippezeit. In der Grippesaison 2019/2020 sind bislang 42 Menschen an der Influenza gestorben.

Fieber, Atemwegsbeschwerden, Schlappheit, Husten - die Symptome bei beiden Krankheiten sind die gleichen. Wie Sie das Coronavirus von der normalen Grippe unterscheiden können, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

05:19 Uhr: Mehr als 30 000 Virusfälle in China

Die Zahl der Toten durch die neuartige Lungenkrankheit in China ist erneut um 73 gestiegen. Damit gibt es schon 636 Todesfälle. Wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete, stieg die Zahl der Infizierten in China innerhalb eines Tages erneut um mehr als 3.000 auf landesweit mehr als 31.000.

05:09 Uhr: Dutzende weitere Fälle auf Kreuzfahrtschiff in Japan

An Bord eines unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes in Japan sind weitere 41 Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium bekannt. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord des Schiffes auf 61. Die Betroffenen würden in Krankenhäuser gebracht. Auch weiterhin sind keine der acht Deutschen infiziert, wie die Deutsche Botschaft in Tokio mitteilte.

Die insgesamt 2.666 Passagiere, etwa die Hälfte davon Japaner, sowie 1.045 Crew-Mitglieder sollen vorerst bis zum 19. Februar an Bord bleiben, da die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen.

Men wearing protective gear are seen near the cruise ship Diamond Princess, where 10 more people were tested positive for coronavirus on Thursday, at Daikoku Pier Cruise Terminal in Yokohama, south of Tokyo, Japan February 7, 2020. REUTERS/Kim Kyung-
Unter den inzwischen 61 positiv auf das Coronavirus getesteten Personen an Bord eines Kreuzfahrtschiffes in Japan befinden sich nach Kenntnis der Botschaft in Tokio keine deutschen Staatsangehörigen.
NL, REUTERS, KIM KYUNG-HOON

Das waren die Meldungen vom 6. Februar

22:00 Uhr: Erneute Rückholaktion geplant

Die Bundesregierung will weitere deutsche Staatsbürger und ihre Angehörigen aus Wuhan zurückholen. Entsprechende Informationen des "Spiegel" bestätigte das Auswärtige Amt der Deutschen Presse-Agentur. Laut "Spiegel" befinden sich in der Region noch rund 20 Deutsche. Möglicherweise sollen sie in einer Maschine mitreisen, die am Wochenende eine größere Gruppe von britischen Staatsbürgern ausfliegen soll. Auch für die Neuankömmlinge aus China würde eine 14-tägige Quarantäne gelten. Sie sollen offenbar in einer Klinik in Berlin-Köpenick untergebracht werden.

21:45 Uhr: Arzt Li Wenliang ist tot

Li Wenliang (34) soll seinen Kampf gegen das Coronavirus verloren haben. Der chinesische Augenarzt, der als einer der ersten Mediziner vor einer Corona-Epidemie warnte, soll am Freitag in Wuhan (Ortszeit) gestorben sein. Das meldet das "Wall Street Journal" und beruft sich dabei auf das Krankenhaus, in dem der Arzt behandelt wurde.

17:15 Uhr: Arzt, der vor Corona warnte, kämpft gegen Virus

Er warnte vor Corona - und jetzt liegt er angeblich im Sterben. Der chinesische Arzt Li Wenliang soll gegen seine Infektion mit dem Virus, welches derzeit die Welt in Atem hält, kämpfen. Das berichten chinesische Medien. Zuvor musste Wenliang sich gegen die Behörden wehren, die seine Warnung und die drohende Gefahr einer Epidemie offenbar vertuschen wollten. Sie sollen dem Augenarzt vorgeworfen haben, die öffentliche Ordnung zu stören.

Mit einer Nachricht in einem chinesichen Social-Media-Plattform fing alles an: Der 34-Jährige postete im Dezember, dass sich zunächst sieben Menschen mit dem Virus angesteckt hätten - und holte so die Polizei auf den Plan. Diese warnte ihn und andere Ärzte vor der Unruhe, die sie durch solche Posts auslösen würden. Am 12. Januar wurde Wenliang in ein Krankenhaus eingeliefert, am 1. Februar wurde er positiv auf Corona getestet. Im Netz wird nun spekuliert, ob man das Virus besser im Griff hätte, wenn die Behörden und die Öffentlichkeit seine Warnungen ernst genommen hätten.

In der ursprünglichen Version des Textes haben wir berichtet, dass der Augenarzt bereits gestorben ist. Wir haben den Text mittlerweile angepasst.

14:48 Uhr: Dritter Fall in Großbritannien bestätigt

In Großbritannien ist eine dritte Person mit dem Coronavirus infiziert. Bisher ist nicht bekannt, wie und wo sich der Patient angesteckt hat. Die zwei anderen Betroffenen werden von Spezialisten des Nationalen Gesundheitsservice (NHS) betreut. Wie die BBC berichtet, soll es sich um zwei Mitglieder einer Familie handeln.

14:26 Uhr: China wandelt Sporthallen und Ausstellungsgelände in Krankenlager um

Um die steigende Zahl der Coronavirus-Patienten zu bewältigen, werden in der chinesischen Metropole Wuhan Sporthallen und Ausstellungsgelände in Krankenlager umgewandelt. Die 28 ausgesuchten Krankenhäuser, die für Coronafälle bestimmt sind, bieten zu wenige Betten. Darum will die Stadt jetzt auch noch Hotels, Schulen, Turnhallen, Sportzentren und andere Stätten in Aufnahmelager für Quarantäne, Beobachtung oder Behandlung von Patienten umwandeln, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

14:20 Uhr: Erste Coronapatienten testen Anti-Virus-Medikament

Zur Behandlung von Erkrankten haben chinesische Behörden das amerikanische Anti-Virus-Medikament Remdesivir für klinische Versuche mit dem neuen Coronavirus zugelassen, wie Xinhua berichtete. Die erste Gruppe von Patienten solle das Medikament am Donnerstag nehmen. Es habe gute Ergebnisse bei anderen Coronaviren wie Sars oder Mers und zumindest auf Zellebene auch bei dem 2019-nCov genannten neuen Virus gezeigt. 761 Patienten nähmen an den Tests teil.

14:00 Uhr: China-Rückkehrer in Quarantäne bekommen Videokonferenzsystem

Die rund 120 China-Rückkehrer in Quarantäne im pfälzischen Germersheim sollen bald besser mit ihren Betreuern außerhalb des Sicherheitsbereichs sprechen können. Alle Beteiligten hätten gemeinsam beschlossen, auf jeder Etage des Blocks in der Bundeswehrkaserne ein Videokonferenzsystem aufzustellen, teilte das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Es bestehe vonseiten der Rückkehrer ein erhöhter Informationsbedarf über behördliche Maßnahmen bezüglich des Coronavirus, hieß es.

Mit dem Konferenzsystem sollen direkt Informationen übermittelt und Fragen beantwortet werden. Derzeit sei die unmittelbare Kommunikation zwischen den Beteiligten außerhalb des Quarantänebereichs und den Rückkehrern erschwert. In der Südpfalz-Kaserne sind die Männer, Frauen und Kinder in einem Wohnblock untergebracht. Das Gebäude ist vom übrigen Kasernengelände unter anderem mit einem Zaun abgetrennt. Mit in Isolation waren 20 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gegangen. Die Quarantäne soll insgesamt etwa zwei Wochen dauern.

13:49 Uhr: Ärztekammer mahnt zur Ruhe im Umgang mit dem Coronavirus

Die Hessische Ärztekammer hat angesichts weltweit steigender Krankheitszahlen zur Ruhe im Umgang mit dem Coronavirus gemahnt. "Alarmistischen Falschmeldungen zum Trotz besteht kein Anlass für Panikmache", betonte Kammerpräsident Edgar Pinkowski in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme.

"In Deutschland haben wir ein funktionierendes Infektionsschutzgesetz mit klaren Melderegelungen, die auch die Verdachtsfälle erfassen", sagte er. So könne eine ungehemmte Verbreitung des Virus effektiv verhindert werden.

13:35 Uhr: 11. Corona-Fall in Bayern, insgesamt 13 Deutsche infiziert

In Bayern gibt es einen elften Coronavirus-Fall. Auch die Frau eines Erkrankten aus dem Landkreis Traunstein sei nun positiv auf das Virus getestet worden, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Der Mann ist, wie die zuvor in Bayern anderen infizierten Erwachsenen, ein Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto in Stockdorf bei München.

In den vergangenen Tagen war bereits bekannt geworden, dass sich auch zwei Kinder des Paares angesteckt haben. Sie sind nach Ärzte-Angaben - ebenso wie die Mutter - symptomfrei. Auch der gesundheitliche Zustand des Vaters ist stabil. Die Familie ist in einem Krankenhaus.

Insgesamt gibt es damit elf bestätigte Fälle in Bayern sowie zwei Deutsche, die auf einer Isolierstation in der Uni-Klinik Frankfurt liegen, nachdem sie mit einem Flug der Bundeswehr aus China nach Deutschland geholt worden waren.

Am Donnerstag wurde zudem bekannt, dass der deutsche Coronavirus-Patient auf der spanischen Insel La Gomera ebenfalls aus Bayern stammt. Er habe Kontakt mit einem Mitarbeiter der Firma Webasto gehabt, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit.

11:35 Uhr: Olympia-Vorbereitungen laufen "wie geplant"

Die Organisatoren der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio haben vor Panikmache und Falschmeldungen im Zuge der Epidemie des neuartigen Coronavirus gewarnt. Die Vorbereitungen auf das Großereignis vom 24. Juli bis 9. August sollen "weiterlaufen wie geplant", sagte Toshiro Muto, Chef des Organisations-Komitees, am Donnerstag.

11:17 Uhr: Air France stoppt China-Flüge bis Mitte März

Wegen des Coronavirus wird die Fluggesellschaft Air France KLM das chinesische Festland bis zum 15. März nicht anfliegen. Ab dem 29. März soll den Angaben zufolge voraussichtlich wieder der normale Flugplan gelten.

10:43 Uhr: Keine Absage des Großen Preis von China bei Formel 1

Eine Absage des Großen Preises von China in Shanghai ist laut Formel-1-Sportchef Ross Brawn kein Thema. Allerdings könnte das für den 19. April geplante Rennen durch den Coronavirus-Ausbruch verschoben werden. "Wir werden uns die Möglichkeit offenlassen, das Rennen später im Jahr durchzuführen", sagte Formel-1-Sportchef Ross Brawn mehreren Medien.

Zuvor hatten die Sportbehörden Shanghais bis auf Weiteres alle Sportereignisse in der Millionen-Metropole auf Eis gelegt.

10:21 Uhr: Starke Einbußen für Indonesiens Tourismus befürchtet

Indonesien fürchtet aufgrund des Coronavirus starke Einbußen in der Tourismusbranche. Wenn im schlimmsten Fall das ganze Jahr über weniger Reisende vor allem aus China kommen, könnte sich das Minus auf vier Milliarden Dollar belaufen, sagt Tourismusminister Wishnutama Kusubandio. Schon bis Januar habe es auf der bei Urlaubern besonders beliebten Insel Bali rund 10.000 Stornierungen gegeben. Auch würden weniger Buchungen für die Sommermonate verzeichnet als sonst um diese Jahreszeit.

9:00 Uhr: Saudi-Arabien blockiert Reisen nach China

Saudi-Arabien blockiert Reisen nach China sowohl für eigene Bürger als auch für nicht saudiarabische Bewohner des Königreiches. Das teilte die Nachrichtenagentur SPA am Donnerstag mit. Wer dagegen verstößt, wird zur Verantwortung gezogen. Ausländer, die in Saudi-Arabien wohnen und nach China gereist sind, dürfen nicht zurückkehren.

06:43 Uhr: Infektiologe aus Schwabing: "Corona ist auf keinen Fall gefährlicher als Influenza"

Die Ansteckungsgefahr und auch die Sterblichkeit sind beim Coronavirus nach Experteneinschätzung etwa gleich hoch wie bei der Influenza. "Corona ist auf keinen Fall gefährlicher als Influenza", sagte der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. Dort werden weiter sieben der zwölf Infizierten in Deutschland behandelt.

Die Sterblichkeit werde zwar in China mit zwei bis drei Prozent angegeben, sagte Wendtner. Aber: "Das halten wir für überschätzt. Wir gehen davon aus, dass die Sterblichkeit deutlich unter einem Prozent liegt, eher sogar im Promillebereich." Das sei eine ähnliche Größe wie bei der Influenza.

Die mutmaßliche Überbewertung bei dem Coronavirus rühre daher, dass in China wegen der Kapazitätsengpässe nur die schweren Fälle in Krankenhäusern aufgenommen würden; die Dunkelziffer sei hoch.

06:23 Uhr: Zehn weitere Corona-Fälle auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess"

An Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan sind zehn weitere Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Donnerstag bekannt. Deutsche Staatsangehörige sind nicht darunter. Es handelt es sich bei den neuen Patienten um vier Personen aus Japan, zwei aus Amerika, zwei aus Kanada, eine aus Neuseeland und eine weitere aus Taiwan.

Damit hat sich die Zahl der an Bord infizierten Personen auf 20 erhöht. Die Betroffenen wurden in Krankenhäuser gebracht. In Japan sind damit bisher 45 Fälle des Virus bestätigt.

04:59 Uhr: Zahl der Virustoten steigt um 73 - insgesamt 28.000 Infektionen

Die Zahl der Toten durch das neuartige Coronavirus in China ist so stark gestiegen wie noch nie. Innerhalb eines Tages waren 73 neue Tote zu beklagen, so die chinesische Gesundheitskommission. Damit stieg die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 563. Die bestätigten Infektionen mit der Lungenkrankheit kletterten auch wieder stark auf mehr als 28.000 Fälle.

Das waren die Meldungen vom 5. Februar

21:55 Uhr - Entwarnung für China-Rückkehrer in Germersheim

Gute Nachricht für die Menschen in der Quarantäne-Station im pfälzischen Germersheim: Bei den Rückkehrern aus China sei kein weiteres Coronavirus nachgewiesen worden, teilte das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium mit. Die Behörden hatten Proben von allen, die in der Kaserne untergebracht sind, untersucht. Niemand wurde positiv getestet. Die Gesundheitsbehörden sehen eine weitere Testung in einer Woche und am Ende der geplanten Quarantänezeit von zwei Wochen vor.

18:19 Uhr - Drei Coronavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff vor Hongkong bestätigt

Wie die Kreuzfahrtgesellschaft "Dream Cruises" bestätigte, gab es an Bord der "World Dream" drei bestätigte Coronavirus-Fälle. Die infizierten Passagiere seien vom 19. Bis 24. Januar an Bord gewesen. Die Behörden in Taiwan hätten dem Kreuzfahrtschiff daraufhin verboten, den Hafen von Kaohsiung anzulaufen, darum sei das Schiff gezwungen gewesen, nach Hongkong zurückzukehren.

Als Vorsichtsmaßnahme seien die Crewmitglieder, die in den Kabinen der Betroffen gearbeitet hätten, unter Quarantäne gestellt worden, so die Kreuzfahrtgesellschaft. Die Kabinen der Infizierten seien versiegelt worden.

16:35 Uhr - Höhepunkt der Coronavirus-Welle steht noch bevor

Gesundheitsminister Jens Spahn vor der Quarantänestation in Germersheim
Gesundheitsminister Jens Spahn befürchtet weitere Infektionen mit dem Coronavirus.
joh/, REUTERS, RALPH ORLOWSKI

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass die Zahl der nachgewiesenen Infektionen durch das neue Coronavirus weiter steigen wird. "Der Höhepunkt ist noch nicht erreicht. In China nicht, was die Infektionszahlen und die Entwicklung angeht und damit auch für die Welt und für Deutschland nicht", sagte Spahn vor der Quarantäne-Station im pfälzischen Germersheim.

Er wünsche sich nichts mehr, als dass es keine weiteren Infektionen gebe, dies sei aber derzeit nicht auszuschließen. Deutschland sei aber gut vorbereitet. "Den zwölf Infizierten in Deutschland wünschen wir schnelle, vollständige Genesung", sagte Spahn.

16:22 Uhr - Kontakt erzählt: So läuft der Alltag in der Quarantänestation

Noch immer stehen 122 China-Rückkehrer in Germersheim in einer Kaserne unter Quarantäne. Das Leben dort, könne man sich ein bisschen wie im Krankenhaus vorstellen, erfuhr RTL von einem Kontakt. Jeder habe sein eigenes Zimmer, das möglichst auch nicht verlassen werden sollte. Die Menschen wurden angewiesen, immer mindestens eine Armlänge Abstand zu den anderen Personen in der Quarantäne einzuhalten.

Wer sein Zimmer verlässt, um beispielsweise ein Runde ums Gebäude zu laufen, muss einen Mundschutz tragen. Außerdem sollen sich die Bewohner der Quarantäne-Station regelmäßig desinfizieren. Auch die Malzeiten morgens, mittags und abends werden nicht zusammen eingenommen, wie der Kontakt erzählt. Jeder esse für sich in seinem Zimmer. Die Betreuung durch das Rote Kreuz sei sehr gut. Alle Betreuer seien freiwillig im Einsatz und würden für die Menschen in Quarantäne ihr möglichstes tun, so der Kontakt.

15:52 Uhr - Forscher vermelden Durchbruch bei Medikament gegen das Virus

Das chinesische Fernsehen berichtete, Forscher der Universität Zhejiang hätten ein wirksames Medikament zur Behandlung des Coronavirus gefunden. Parallel sagte ein britischer Wissenschaftler dem Sender "Sky News", sein Team habe einen "bedeutenden Durchbruch" erzielt.

Ob es bald einen Impfstoff geben wird, ist noch offen. Bisher hieß es immer, die Entwicklung eines Impfstoffes könnte Monate dauern.

12:55 Uhr: Mütter können neuen Coronavirus an Neugeborene weitergeben

Mit dem Coronavirus infizierte Mütter können den Erreger an ihr Neugeborenes weitergeben. Ein solcher Infektionsfall sei bei einem Säugling nur 30 Stunden nach der Geburt festgestellt worden, berichtete der Chef der Neugeborenenabteilung des Kinderkrankenhauses von Wuhan, Zeng Lingkong, nach Angaben der Nachrichtenagentur China News Service. Das Baby zeige stabile Lebenszeichen, habe aber eine Entzündung der Lungen und eine leicht abnormale Leberfunktion, berichtete der Arzt. Zuvor seien allerdings Kinder von infizierten Müttern zur Welt gebracht worden, bei denen der Test auf den Erreger negativ gewesen sei. Die jetzt zur Verfügung stehenden Daten zeigten jedoch, dass Neugeborene nicht von einer Ansteckung ausgenommen seien.

10:29 Uhr: Quarantänen-Schiff "Diamond Princess" sticht wieder in See

Die „Diamond Princess“ ist wieder in See gestochen. Das Schiff lag bislang im Hafen vor Yokohama in Japan – jetzt ist es wieder unterwegs. Laut Facebook-Berichten von britischen Gästen, die sich auf dem Schiff befinden, startete das Schiff, um die Frischwasseraufbereitung wieder in Gang zu bringen. Auf dem Portal „MarineTraffic“ war zu sehen, dass sich das Schiff jetzt vor der Küste Japans befindet.

Sie haben demnächst eine Kreuzfahrt geplant? Ob solche Reisen wegen des Coronavirus derzeit besonders gefährlich sind, hat uns RTL-Reiseexperte Ralf Benkö hier erklärt.

Das Schiff befindet sich derzeit vor der Küste Japans.
Das Schiff befindet sich derzeit vor der Küste Japans.
MarineTraffic

09:59 Uhr: Lufthansa prüft Flugverbindungen nach Hongkong

Nach dem Aussetzen der Flüge nach China prüft die Lufthansa ihre Verbindungen nach Hongkong. "Wir beobachten die Situation", sagt ein Konzernsprecher. Bei einer neuen Entscheidungsgrundlage werde man die Lage neu sondieren. Derzeit fliege die Lufthansa zwölfmal wöchentlich in die Finanzmetropole und die Tochter-Airline Swiss siebenmal. Jüngst haben die US-Fluglinien United Airlines und American Airlines bereits ihre Flugverbindungen nach Hongkong ausgesetzt.

09:40 Uhr: Zweite Notfall-Klinik in Wuhan fast fertig

Im Kampf gegen das Coronavirus hat China in weniger als zwei Wochen das zweite Notfall-Krankenhaus in Wuhan hochgezogen - in gerade einmal neun Tagen. Auf rund 7,5 Hektar soll es rund 1.600 Betten für Infizierte geben. Es trägt den Namen „Leishenshan“, „Berg des Feuergottes“. Nach dem chinesischen Volksglauben sollen die Götter des Feuers oder des Vulkans helfen, Krankheiten zu bekämpfen.

Chinesen bauen zweites Notfall-Krankenhaus in Wuhan Leishenshan-Nothospital fast fertig
00:41 min
Leishenshan-Nothospital fast fertig
Chinesen bauen zweites Notfall-Krankenhaus in Wuhan

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08:29 Uhr: Deutsche auf japanischem Kreuzfahrtschiff sind nicht erkrankt

Sie werden zwar noch für knapp zwei Wochen in Quarantäne bleiben müssen - doch die acht Deutschen an Bord der "Diamond Princess" im Hafen von Yokohama sind nicht am Virus erkrankt. Bei den Infizierten handelt es sich laut der Reederei um drei Passagiere aus Japan, zwei aus Australien, drei aus Hongkong und einen Gast aus den USA sowie um ein Crewmitglied von den Philippinen. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht.

New coronavirus Photo taken from a Kyodo News helicopter on Feb. 5, 2020, shows a Japan Coast Guard patrol boat pulling up beside luxury cruise ship Diamond Princess which has been kept at anchor off Daikoku Pier in Yokohama near Tokyo since Feb. 3 a
Fotos von Bord des Schiffes "Diamond Princess" zeigen mehrere Mitarbeiter mit Schutzmasken und -anzügen.
www.imago-images.de, imago images/Kyodo News, via www.imago-images.de

08:22 Uhr: Hamburger Forscher wollen Impfstoff entwickeln

Hamburger Wissenschaftler am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) in Hamburg beginnen mit den Vorbereitungen zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen das neue Coronavirus. Gemeinsam mit einem Team vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung beschäftigen sich die Forscher schon länger mit Viren der Coronafamilie. Weil das neue Virus auch dazu zählt, erweitern die Wissenschaftler jetzt ihre Arbeit. Erste Test eines neuen Impfstoffs sind frühestens in drei bis sechs Monaten möglich, frühestens in einem Jahr könnte es dann auf den Markt kommen, wie das Hamburger Abendblatt berichtet.

07:55 Uhr: Tausenden Haustieren in Wuhan droht der Hungertod

Viele Menschen haben Wuhan, das Epizentrum des Coronavirus', verlassen oder stehen unter Quarantäne - rund 50.000 Haustiere aber blieben zurück. Nach Schätzungen sind noch immer 5.000 Tiere auf sich gestellt. Wenn niemand kommt und sie rettet, werden sie verhungern. Tierschützer brechen deshalb im Auftrag der Besitzer in Wohnungen ein, um verwaisten Hunden und Katzen zu helfen.

07:50 Uhr: 1.800 Menschen sitzen auf weiterem Kreuzfahrtschiff vor Hongkong fest

Hongkong testet mehr als 1.800 Passagiere und Besatzungsmitglieder eines Kreuzfahrtschiffes auf eine Infektion mit dem Coronavirus. 30 Angehörige der Crew hätten über Fieber und andere Symptome geklagt, teilen die Hongkonger Behörden mit. Niemand dürfe ohne eine besondere Erlaubnis an Bord. 90 Prozent der Passagiere der "World Dream" seien Bürger der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong. Vom chinesischen Festland stamme keiner der Reisenden. Allerdings hielten sich vom 19. bis 24. Januar drei Festland-Chinesen auf dem Schiff auf, bei denen das Virus festgestellt wurde.

06:26 Uhr: Zehn Fälle von Coronavirus auf japanischem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess"

Officers in protective gears are pictured at a maritime police's base where people who were transferred from cruise ship Diamond Princess arrived in Yokohama, south of Tokyo, Japan February 5, 2020. REUTERS/Kim Kyung-Hoon
Arbeiter in Schutzanzügen am Hafen in Yokohama, wo das Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne liegt.
KKH/TC, REUTERS, KIM KYUNG-HOON

An Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan sind zehn Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Mittwoch bekannt. Sie wurden in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa, wo das Schiff vor Anker liegt, ins Krankenhaus gebracht. Ob auch Deutsche darunter positiv getestet wurden, konnte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Tokio nicht sagen. Auch der Deutschen Botschaft in Tokio lagen zunächst keine Informationen vor. An Bord des Schiffes befinden sich laut der Reederei "Princess Cruises" auch acht deutsche Passagiere.

Die rund 3.700 Passagiere und Crew-Mitglieder sollten zunächst für weitere 14 Tage an Bord bleiben, sagte Gesundheitsminister Katsunobu Kato. Anlass für die Quarantäne-Maßnahme war ein 80-Jähriger aus Hongkong, der am Samstag positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Der Mann sei am 20. Januar in Tokios Nachbarstadt Yokohama zugestiegen und fünf Tage später in Hongkong von Bord der "Diamond Princess" gegangen, hieß es.

05:09 Uhr: 4.000 Neu-Infizierte in China

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen und der Toten durch das neuartige Coronavirus ist in China wieder schneller gestiegen als in den Tagen zuvor. Die Zahl der Patienten stieg seit gestern um fast 4.000 auf mehr als 24.000. Das berichtete die Gesundheitskommission in Peking. Die Zahl der Toten liegt inzwischen bei 490.

04:49 Uhr: Reitturnier in Hongkong wegen Coronavirus abgesagt

Wegen der Verbreitung des Coronavirus ist das internationale Reitturnier in Hongkong abgesagt worden. Das teilte der Veranstalter auf seiner Homepage mit.

Das waren die Meldungen vom 4. Februar:

23:03 Uhr - Auch Infizierte mit schwachen Symptomen können Coronavirus übertragen

Das Coronavirus kann nach Erkenntnissen deutscher Forschungsinstitute auch von Patienten mit nur sehr milden Krankheitssymptomen übertragen werden. Das teilten die Charité in Berlin, die München Klinik Schwabing und das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr am Dienstagabend in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Die Experten begründen ihre Aussage mit der Beobachtung, dass einige der derzeit in der München Klinik Schwabing wegen der Lungenkrankheit behandelten Patientinnen und Patienten mit Coronavirus-Infektion auch bei nur schwachen Krankheitssymptomen ansteckende Viren in ihrem Nasen-Rachen-Raum aufweisen würden.

Zudem sei festgestellt worden, dass sich das neuartige Coronavirus bei den betroffenen Patienten unabhängig von der Lunge auch im Nasen-Rachen-Raum und im Verdauungstrakt vermehrt. Diese Beobachtungen seien deutliche Hinweise für eine Übertragbarkeit des Virus bereits bei milder oder beginnender Erkältungssymptomatik wie zum Beispiel Halsschmerzen, einer Nasennebenhöhlen-Infektion oder nur einem leichten allgemeinen Krankheitsgefühl ohne Fieber.

22: 30 Uhr - China: Werden Dorfbewohner mithilfe von Drohnen überwacht?

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat ein chinesischer Fotograf nach eigener Darstellung mit seiner Drohne bei der Überwachung von Dorfbewohnern geholfen, sagte er der dpa am Telefon. Vor allem die Älteren hätten sich nicht an die Sicherheitsvorschriften gehalten. In einem Video, das der Fotograf veröffentlichte, ist zu sehen, wie Menschen gefilmt und aufgefordert werden, nach Hause zu gehen und einen Mundschutz zu tragen. Das Video zeigen wir hier.

19:45 Uhr - Interaktive Karte: Das Coronavirus weltweit

Interaktive Karte über  Ausbreitung Coronavirus
Interaktive Karte: Überblick Coroanvirus
Internet

Wenn sie sich selber einen Überblick verschaffen wollen, wo überall das Coronavirus aufgetreten ist, finden sie hier eine interaktive Karte mit allen Infos. Die Karte wird ständig aktualisiert und beruht auf Daten der Weltgesundheitsorganisation.

18:06 Uhr - Geburtstag in der Coronavirus-Quarantäne

Seit Tagen sitzen 122 Menschen in Germersheim in einer Bundeswehrkaserne in Quarantäne. Hier ein paar Eindrücke, wie ihr Leben dort aussieht.

17:30 Uhr - "Ein Virus kennt keine Grenzen und keine Reisebeschränkung" - Bundesminister Spahn fordert EU-Zusammenarbeit

"Das Virus ist eine Bedrohung für all unsere Bürger." sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn heute in Paris. Er will sich mit allen EU-Gesundheitsministern treffen und sich im Kampf gegen das Virus abstimmen. Es soll dann auch um mögliche Einreisebeschränkungen gehen.

16:28 Uhr - 122 Menschen in Quarantäne-Einrichtung geht es gut

03.02.2020, Rheinland-Pfalz, Germersheim: Ein Schild mit der Aufschrift «Südpfalz-Kaserne» hängt am Eingang zur Südpfalz-Kaserne. In der Kaserne sind die Personen aus China, die am Wochenende mit einem Bundeswehrflugzeug aus der stark vom Corona-Viru
Quarantäne-Station in der Südpfalz-Kaserne in Germersheim
ua lop, dpa, Uwe Anspach

Bisher zeigt keiner der 122 Deutschen in der Quarantäne-Einrichtung in Germersheim irgendwelche Symptome. Bei allen wurde ein Rachenabstrich gemacht. Damit soll überprüft werden, ob jemand das Coronavirus in sich trägt. Die Ergebnisse sollen am Mittwoch vorliegen.

16:11 Uhr - Gruppentrennung in Quarantäne-Einrichtung aufgehoben

Bisher galt in der deutschen Quarantäne-Einrichtung in Germersheim eine strikte Trennung der 122 Menschen in vier Gruppen. So wollte man eine mögliche Ausbreitung des Virus eindämmen. Doch weil das Gebäude zu klein ist, war die Trennung nicht möglich. Deshalb hat man jetzt alle zu einer Gruppe zusammengefasst. Für alle gilt aber weiterhin, dass sie ihre Räume nicht unnötig verlassen sollten.

14:51 Uhr: Kreuzfahrtschiff in Japan unter Quarantäne gestellt - Reederei sagt Kreuzfahrt ab

Die Reederei "Princess Cruises" hat eine geplante Reise des Kreuzfahrtschiffs Diamond Princess ab Yokohama in Japan abgesagt. Das Schiff steht in Japan unter Quarantäne, auch acht Deutsche sind an Bord - sie gehören noch zu den 2.666 Passagieren der letzten Reise des Kreuzers. Auch mehr als 1.000 Besatzungsmitglieder befinden sich noch auf dem Schiff

Hintergrund dieser Maßnahme ist die Erkrankung eines Gastes aus Hongkong, der am 20. Januar mit der Diamond Princess in Yokohama eine Kreuzfahrt angetreten hatte und am 25. Januar in Hongkong von Bord ging. Am 1. Februar, sechs Tage nach Verlassen des Schiffes, wurde er positiv auf das Coronavirus getestet.

 New Coronavirus Photo taken from a Kyodo News helicopter on Feb. 4, 2020, shows luxury cruise ship Diamond Princess off Daikoku Pier in Yokohama near Tokyo. The previous day, an elderly passenger who disembarked in Hong Kong late January was found i
Das Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" steht im Hafen von Yokohama (Japan) unter Quarantäne. An Bord befinden sich noch 3.700 Menschen, darunter auch acht Deutsche.
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14:41 Uhr: Deutschen Coronavirus-Patienten geht es gut

Die beiden mit dem Coronavirus infizierten Patienten an der Frankfurter Uniklinik sind wohlauf. "Sie haben keine Symptome", sagte der Leiter Gesundheitsamt Frankfurt, René Gottschalk, am Dienstag. "Es geht ihnen sehr gut." Wie lange sie auf der Isolierstation bleiben müssten, könne noch nicht vorhergesagt werden, da es sich um einen neuen Virus handele. Die zwei Patienten müssten virenfrei sein, um die Isolierstation verlassen zu können.

Alle 122 Rückkehrer in der Südpfalz-Kaserne sind erneut auf das Coronavirus untersucht worden. Mit ersten Ergebnissen rechnet das Gesundheitsministerium in Mainz am Mittwoch.

12:30 Uhr - Abgelaufene Visa: NRW erlaubt chinesischen Touristen zu bleiben

Chinesische Touristen, deren Visum für Deutschland abgelaufen ist, sollen zunächst in Nordrhein-Westfalen bleiben dürfen. Das hat der stellvertretende Ministerpräsident des Landes, Joachim Stamp, in Düsseldorf mitgeteilt. Dies sei ein "Gebot der Fairness".

Außerdem setzt NRW alle Abschiebungen in die Volksrepublik aus. Es sei nicht verantwortbar, eigene Landsleute aus China auszufliegen und gleichzeitig Menschen dorthin zurückzuführen, so Stamp.

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10:54 Uhr - Erste Karnevalsveranstaltung in Düsseldorf abgesagt

Eigentlich sollte am kommenden Freitag der traditionelle Prinzenpaar-Empfang in der Versicherungsagentur des Prinzen der vergangenen Session stattfinden. Doch aus Angst vor dem Coronavirus wurde die Veranstaltung abgesagt. Der Grund: Eine Mitarbeiterin ist erst am Samstag von einer China-Reise zurückgekehrt. Sie ist gebürtige Chinesin.

09:45 Uhr - Acht Deutsche sitzen auf Kreuzfahrtschiff in Yokohama fest

Auf dem im Hafen der japanischen Stadt Yokohama unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiff befinden sich nach RTL-Informationen auch acht Deutsche. Insgesamt sind laut der US-amerikanische Kreuzfahrt-Reederei "Princess Cruises" fast 2700 Gäste an Bord.

Ein Gast aus Hongkong, der am 20. Januar mit dem Schiff "Diamond Princess" eine Kreuzfahrt angetreten hatte und am 25. Januar in Hongkong von Bord gegangen ist, wurde sechs Tage nach Verlassen des Schiffes positiv auf das Coronavirus getestet. Während seiner Zeit an Bord ließ er sich nicht von Ärzten behandeln. Derzeit befindet er sich laut Reederei in einem Krankenhaus in Hongkong, sein Zustand soll stabil sein.

08:50 Uhr - Coronavirus auch in Belgien nachgewiesen

Ein am Sonntag aus Wuhan ausgeflogener belgischer Staatsbürger ist positiv auf das Virus getestet worden. Das gaben die belgischen Gesundheitsbehörden bekannt. Acht weitere Rückkehrer seien nicht infiziert.

Erstmals ist die Krankheit auch bei einem Bürger Malaysias nachgewiesen worden. Er hatte sich im Januar mit Kollegen aus China in Singapur getroffen, mit dabei war auch einer aus Wuhan. Die Symptome seien dann eine Woche nach seiner Rückkehr nach Malaysia aufgetreten.

08:00 Uhr - Weitere Metropole außerhalb des Virus-Krisengebiets stoppt Busverkehr

Jetzt hat mit der chinesischen Metropole Hangzhou die zweite Stadt außerhalb der schwer von dem Coronavirus betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina radikale Maßnahmen ergriffen: Im mehr als zwei Millionen Einwohner zählenden Stadtbezirk Xiaoshan wird der innerstädtische und überregionale Busverkehr eingestellt. Außerdem forderte die Stadtregierung alle zehn Millionen Bewohner der Metropole auf, möglichst nicht vor die Tür zu gehen. Familien sollten ein Mitglied bestimmen, das alle zwei Tage zum Einkaufen vor die Tür gehen könne.

06:51 Uhr: Macau schließt Casinos für zwei Wochen

FILE PHOTO: People walk in front of Casino Lisboa in Macau, China December 21, 2019. REUTERS/Jason Lee/File Photo
Eins der Casinos in Macau.
/FW1F/Lisa Shumaker, REUTERS, Jason Lee

Wegen der Ausbreitung des Virus schließen in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau zwei Wochen lang die berühmten Casinos. Das teilte der Regierungschef von Macau mit.

06:48 Uhr: Polizei in China nimmt Frau fest - Kontakt mit erkrankter Person "absichtlich verschleiert"

Die Polizei in China nimmt der staatlichen Nachrichtenagentur zufolge eine Frau fest, die den Kontakt mit einer Person aus einem vom Coronavirus betroffenen Gebiet "absichtlich verschleiert" haben soll. Die 36-jährige Frau befindet sich in der nördlichen Gemeinde Tianjin in Untersuchungshaft. Es gibt zunächst keine Details darüber, ob oder wann sie freigelassen wird. Ein High Court in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang sagt, dass laut einer Gerichtsmitteilung vom 31. Januar Menschen, die das Virus absichtlich verbreiten, die Todesstrafe drohen könnte.

06:42 Uhr: Japanisches Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne gestellt

Im Hafen von Yokohama in Japan sind mehr als 3700 Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes unter Quarantäne gestellt. Ein Mann aus Hongkong, der im vergangenen Monat auf dem Schiff reiste, wurde positiv auf Coronavirus getestet. Der 80-jährige Mann flog nach Japan und bestieg das Schiff "Diamond Princess" der Reederei Carnival Japan am 20. Januar in Yokohama und landete am 25. Januar in Hongkong, wie das Unternehmen mitteilt.

Auch in Italien steckte kürzlich ein Kreuzfahrtschiff stundenlang im Hafen fest, weil es an Bord einen Verdacht auf das Coronavirus gegeben hatte. RTL-Reiseexperte Ralf Benkö hat für uns eingeschätzt, wie gefährlich Kreuzfahrten zur Zeit wirklich sind.

05:44 Uhr: Erster Todesfall in Hongkong

Erstmals ist auch ein Patient aus Hongkong ums Leben gekommen. Die Krankenhausbehörde der chinesischen Sonderverwaltungsregionen bestätigte den Tod eines 39-Jährigen. Laut "South China Morning Post" hatte der Mann zuvor die besonders schwer vom Virus betroffene Stadt Wuhan besucht. Seit Ausbruch der neuen Lungenkrankheit ist es erst der zweite bestätigte Todesfall außerhalb des chinesischen Festlands.

05:39 Uhr: 3.200 neue Fälle innerhalb eines Tages in China

Die Zahl der Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus ist in China erneut sprunghaft angestiegen. Wie die chinesische Gesundheitsbehörde mitteilte, gibt es inzwischen mehr als 20 400 bestätigte Erkrankungen - das sind im Vergleich zu gestern mehr als 3.200 neue Fälle. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 425. Es ist der bisher stärkste Anstieg innerhalb eines Tages.

Das waren die Meldungen vom 3. Februar:

21:06 Uhr - Höhepunkt der Infektionswelle steht noch bevor

Die Coronavirus-Epidemie wird ihren Höhepunkt nach Einschätzung chinesischer Experten in 10 bis 14 Tagen erreichen. Dafür müssten aber vorbeugende Maßnahmen verstärkt werden, sagte der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Coronavirus, Zhong Nanshan, nach Angaben chinesischer Staatsmedien.

An der neuen Lungenkrankheit sind in Festland-China mittlerweile mehr Menschen gestorben als an der Sars-Pandemie vor 17 Jahren. Die Gesundheitskommission in Peking meldete am Montag den bisher stärksten Anstieg der Infektionen und Todesfälle innerhalb eines Tages. Die Zahl der Toten in China erhöhte sich auf 361, die Zahl der bestätigten Infektionen in China kletterte sprunghaft um 2829 auf 17 205 Fälle.

In Bayern wurde am Montag eine weitere Infektion bestätigt. Damit stieg die Zahl der Infizierten in dem Bundesland auf neun und bundesweit auf elf Menschen. Ein weiterer infizierter Deutscher war auf der Kanareninsel La Gomera registriert worden. Er soll Kontakt zu einem in Deutschland infizierten Patienten gehabt haben.

19:44 Uhr - Neunter Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt

In Bayern wurde ein weiterer Coronavirus-Fall bestätigt. Ein weiteres Kind der infizierten Mitarbeiters einer Starnberger Firma wurde positiv auf das Virus getestet. Die ganze Familie des Mannes aus dem Landkreis Traunstein ist im Krankenhaus unter Quarantäne. "Alle drei Familienmitglieder, die positiv getestet worden sind, befinden sich nach Ärzte-Angaben derzeit in einem stabilen gesundheitlichen Zustand", teilte das bayrische Gesundheitsministeruim mit. Damit gibt es nun neun bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.

17:46 - Erster Blick in das Coronavirus-Notkrankenhaus

In nur 10 Tagen gebaut, wurde heute in Wuhan das erste von zwei Notkrankenhaus eröffnet. Hier der erste Blick ins Innere.

So sieht das Krankenhaus in Wuhan von innen aus In nur zehn Tagen gebaut
01:24 min
In nur zehn Tagen gebaut
So sieht das Krankenhaus in Wuhan von innen aus

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17:14 Uhr - Klinkbau in Rekordzeit

02.02.2020, China, Wuhan: Das Huoshenshan (Berg des Feuergottes) Krankenhaus in Wuhan, der zentralchinesischen Provinz Hubei. Im Kampf gegen das Corona-Virus hat China in weniger als zwei Wochen das erste von zwei Notkrankenhäusern gebaut. Foto: -/Xi
Coronavirus - Notkrankenhäusern
dul, dpa, -

In nur 10 Tagen haben die Chinesen in Wuhan ein Krankhaus zur Behandlung von Coronavirus-Infizierten gebaut. Hier sehen sie den Rekordbau im Video.

16:40 Uhr - "Händeschütteln und Berührungen verboten"

In der Quarantäne-Station in der Kaserne in Germersheim gbit es klare Hygiene-Vorschriften.
Im ganzen Gebäude gibt es überall Handdesinfektionspender. Die 120 China-Rückkehrer sollen in ihren Räumen bleiben. Wer den Raum verlässt, muss einen Mundschutz tragen. Händeschütteln und Berührungen sind verboten.

Einkäufe im Kiosk laufen so ab: "Die Personen zeigen, was sie wollen, treten dann zurück. Der Mitarbeiter des DRK legt die Sachen dann auf den Tisch und trit auch zurück und dann erst kann es genommen werden" erklärt Kai Kranich vom DRK.

16:31 Uhr - "Quarantäne ist kein Gefängnis"

Den 120 deutschen China-Rückkehrern geht es in ihrer Quarantäne-Einrichtung offenbar gut. 20 ehrenamtliche Helfer des DRK betreuen sie.

Kai Kranich vom DRK beschreibt die Lage so:

"Ein Leben in Quarantäne kann man sich so vorstellen, wenn sie Stubenarrest bekommen von ihrer Mama.Es ist nichts witziges nichts schönes. Wir besuchen sie täglich mehrfach."

"Um das Kasernengebäude ist ein Zaun gezogen und in diesem Außenbereich können sie sich bewergen"

16:12 Uhr - China stoppt alle Dopingkontrollen

Wegen des weiter um sich greifenden Coronavirus hat Chinas Anti-Doping-Agentur CHINADA sechs Monate vor den Olympischen Sommerspielen in Tokio beschlossen, ihre Dopingkontrollen "aus Gründen des Gesundheitsschutzes" bis auf Weiteres auszusetzen.

Über diese Entscheidung informierte die Internationale Kontrollagentur ITA mit Sitz in Lausanne.

"Es ist eine Vorsichtsmaßnahme, um Sportler und Kontrolleure nicht zu gefährden", teilte die ITA mit. Natürlich erkenne man die Bedeutung der Kontrollen grundsätzlich an, "aber die Priorität besteht darin, die öffentliche Gesundheit für alle zu bewahren". Die Kontrollen durch die CHINADA würden laut ITA wieder aufgenommen, "sobald sich die Situation bessert".

15:20 Uhr - Alle 120 deutsche China-Rückkehrer werden auf Virus getestet

Die Verantwortlichen der Quarantäne-Station in Germersheim haben sich entschieden jetzt doch alle 120 China-Rückkehrer auf das Coronavirus zu testen. Bisher hieß es, dass nur bei auffälligen Symptomen getestet werden soll. Bis morgen soll bei allen Proben genommen werden. Dei Überprüfung kann mehrere Tage dauern.

In 6 - 7 Tage soll es einen einen weiteren Test geben. Dann sollen auch alle Helfer in der Station getestet werden.

15: 15 Uhr - Lufthansa streicht weitere Flüge nach China

Die Lufthansa sgtreicht bis zum 28. Februar alle Flüge nach Peking und Shanhai. Die Flüge nach Nanjing, Shenyang und Qingdao sind sogar bis zum 28. März gestrichen.

13:54 Uhr: Alle Corona-Erkrankten in Bayern in "stabilem Zustand"

Das Bayerische Gesundheitsministerium teilte am Montagnachmittag mit, dass sich alle Corona-Erkrankten in Bayern in stabilem gesundheitlichem Zustand befinden. Bei allen Erkrankten aus Bayern handelt es sich um Mitarbeiter der Firma Webasto, die kurz zuvor in Kontakt mit Gästen aus China gestanden hatten.

13:00 Uhr: Kampf gegen Virus hat höchste Priorität in China

Der chinesische Präsident Xi Jinping räumt dem Kampf gegen das Coronavirus absolute Priorität ein. Das sei die wichtigste Aufgabe, zitieren staatliche Medien Xi. Er werde auch die Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen gegen das Virus vorantreiben. Die Führung der Volksrepublik werde die Auswirkungen der Epidemie auf die Wirtschaft genau beobachten, berichten die Medien weiter.

12:15 Uhr: #JeNeSuisPasUnVirus - Menschen mit asiatischer Herkunft prangern Diskriminierung an

In Frankreich, wo es mehrere Coronavirus-Fälle gibt, prangerten Menschen asiatischer Herkunft diskriminierendes Verhalten an. Unter dem Hashtag #JeNeSuisPasUnVirus (auf Deutsch: Ich bin kein Virus) berichteten sie in den sozialen Netzwerken von ihren Erfahrungen mit Rassismus im Alltag seit Aufkommen des Virus. Eine junge Frau etwa schrieb auf Facebook, eine Gruppe Mädchen habe in der Annahme, sie verstehe kein Französisch, über sie abfällig gesprochen und Witze über das Coronavirus gemacht. "Ich bin nicht Chinesin, aber das macht mich wirklich traurig", schrieb sie in ihrem Post.

11:59 Uhr: Soziale Folgen für in Deutschland lebende Chinesen "viel schlimmer als gesundheitliche Folgen"

Die Ausbreitung des Coronavirus hat auch deutliche Auswirkungen auf das soziale Leben der in Frankfurt lebenden Chinesen. "Die Leute sind in großer Sorge", sagt die Geschäftsführerin des Frankfurter Konfuzius-Instituts Christina Werum-Wang. "Sie gehen nicht vor die Tür, meiden Menschenansammlungen und sorgen sich um ihre Angehörigen in China." Zudem würden Menschen, die aktuell oder kürzlich aus China zurückgekommen sind, gemieden.

"Nach meiner persönlichen Einschätzung sind die sozialen Folgen viel gravierender als die gesundheitlichen Auswirkungen", sagte Werum-Wang. Die Deutschen seien diesbezüglich entspannter. Am Samstag habe es beispielsweise ein Neujahrskonzert in der Community gegeben: Während zahlreiche Chinesen wegen des Virus zu Hause geblieben sind, habe es von den Deutschen keine Absagen gegeben.

11:38 Uhr - Erkrankte in Deutschland sind weitgehend frei von Symptomen

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums sind die Deutschland unverändert zehn Coronavirus-Infizierte bekannt. Diese seien "alle weitgehend symptomfrei oder symptomarm", sagt ein Ministeriumssprecher.

Der Autozulieferer Webasto lässt seine Firmenzentrale in Stockdorf bei München bis einschließlich Dienstag kommender Woche geschlossen. "Das sind dann seit unserer Schließung insgesamt zwei Wochen. Damit orientieren wir uns an der von Experten für den Virus angenommenen längsten Inkubationszeit von 14 Tagen", erklärt Vorstandschef Holger Engelmann. Sieben Webasto-Mitarbeiter in Deutschland und das fünfjährige Kind eines Beschäftigten tragen den Coronavirus in sich, nachdem es von einer chinesischen Mitarbeiterin eingeschleppt worden war.

10:45 Uhr: Kreuzfahrt-Reedereien nehmen China-Reisende nicht mehr an Bord

Wer bald eine Kreuzfahrt geplant hat und vor kurzem noch in China war, sollte sich auf Komplikationen gefasst machen. Die internationalen Kreuzfahrt-Reedereien wollen keine Passagiere oder Besatzungsmitglieder mehr an Bord lassen, die in den vergangenen zwei Wochen auf dem chinesischen Festland unterwegs waren. Das teilte der internationale Kreuzfahrt-Verband CLIA am Montag in Hamburg mit. Zudem würden wegen des Coronavirus Reisen und Routen in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und der Weltgesundheitsorganisation WHO gegebenenfalls umdisponiert, verändert oder gestrichen.

10:30 Uhr: Hongkong macht Grenzen zu China größtenteils dicht

03.02.2020, China, Hongkong: Die Ärzte und Krankenschwestern der öffentlichen Krankenhäuser protestieren, damit die Regierung der SAR Hongkong die Grenze zwischen Hongkong und China schließt, um die weitere Verbreitung des Coronavirus zu kontrolliere
In Hongkong haben Dutzende Ärzte und Pfleger protestiert, um die Regierung dazu zu bringen, alle Grenzen zu Festland-China zu schließen.
zeus dul, dpa, Liau Chung-Ren

Die Finanzmetropole Hongkong riegelt einen Großteil der Grenzübergänge zum chinesischen Festland ab, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Zehn von 13 Grenzübergängen würden geschlossen, teilt Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam mit. Am Montag sind in der Stadt Hunderte Ärzte und medizinisches Personal auf die Straße gegangen, um eine komplette Schließung der Grenzen zu fordern.

10:15 Uhr: WHO beklagt Informationsflut zu Coronavirus

Zum Coronavirus kursieren vor allem in den sozialen Medien viele Informationen – nicht alle davon sind wahr. Die Weltgesundheitsorganisation zeigte sich über diese „massive Infodemie“, also die Überschwemmung mit Informationen, besorgt.

Deshalb hat die WHO eine große Informationskampagne auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien gestartet. Darin beantwortet sie etwa Fragen wie: Kann das Essen von Knoblauch gegen das Coronavirus helfen? Antwort: Dafür gibt es keinen Beleg.

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10:00 Uhr: Wuhan-Rückkehrer in Frankreich nicht erkrankt

Der Coronavirus-Verdacht der Wuhan-Rückkehrer aus Frankreich hat sich nicht bestätigt. Entsprechende Tests seien negativ ausgefallen. Knapp 20 Menschen standen seit Sonntag in Frankreich unter Beobachtung, da sie nach Angaben von Gesundheitsministerin Agnès Buzyn Symptome gezeigt hatten. Sie wurden auf dem Militärflughafen Istres untersucht.

08:45 Uhr: China wirft Ländern Überreaktion vor - Russland will Erkrankte ausweisen

Die chinesische Regierung in Peking wirft einigen Ländern vor, im Zusammenhang mit dem Coronavirus überzureagieren. Vor allem die USA hätten ununterbrochen Panik verbreitet, dafür China aber keine wirkliche Hilfe angeboten. China hoffe, dass die Länder vernünftig, besonnen und auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse reagierten, hieß es aus dem Außenministerium.

Unterdessen erwägt Russland, mit dem Coronavirus infizierte Ausländer aus dem Land auszuweisen. Das meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Ministerpräsident Michail Mischustin.

07:45 Uhr: Japan trifft Vorbereitungen für Olympische Spiele

Japan bemüht sich laut Ministerpräsident Shinzo Abe darum, Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs auf die in knapp einem halben Jahr in Tokio geplanten Olympischen Spiele zu verhindern. Die Regierung suche engen Kontakt zu allen Verantwortlichen wie dem Internationalen Olympischen Komitee und der Weltgesundheitsorganisation, um die richtigen Schritte einzuleiten, sagt Abe vor einem Parlamentsausschuss. Absagen wolle man die Spiele, die am 24. Juli starten sollen, nicht.

07:25 Uhr: China stellt erstes Krankenhaus fertig - nach nur zehn Tagen

News Bilder des Tages 200202 -- WUHAN, Feb. 2, 2020 -- Aerial photo taken on Feb. 2, 2020 shows the Huoshenshan Fire God Mountain Hospital in Wuhan, central China s Hubei Province. China has built a makeshift hospital in 10 days to battle against the
Luftaufnahmen zeigen den neuen Krankenhauskomplex.
www.imago-images.de, imago images/Xinhua, Li He via www.imago-images.de

Nach nur acht Tagen Bauzeit hat Wuhan das erste Krankenhaus zur Isolation von Coronavirzus-Patienten fertiggestellt. Die ersten Patienten werden am Montag erwartet, berichten staatliche Medien. Das Krankenhaus "Huoshenshan" ("Feuergott Berg") umfasst 1000 Betten. Mehr als 7500 Arbeiter sind an dem Schnellbauprojekt beteiligt. Das zweite Krankenhaus "Leishenshan" ("Donnergott Berg") mit 1600 Betten soll am 05. Februar eröffnet werden. Die Pläne für die Bauprojekte stammen von einem ähnlichen Schnellbau in Peking aus dem Jahr 2003 zur Bekämpfung des SARS-Virus.

dpatopbilder - 24.01.2020, China, Wuhan: Zahlreiche Bagger arbeiten im Stadtbezirk Caidian auf einem Baugelände, auf dem ein Spezialkrankenhaus für mit dem Corona-Virus infizierte Patienten gebaut werden soll. Das Krankenhaus wird nach dem Vorbild de
Dieses Foto von der Baustelle eines der Krankenhäuser ging um die Welt – Dutzende Bagger waren daran beteiligt, das Krankenhaus in Rekordzeit aus dem Boden zu stampfen.
lop, dpa, Xiao Yijiu

06:40 Uhr: Mehr Tote durch Coronavirus als bei Sars

In China sind schon jetzt mehr Menschen durch das neuartige Coronavirus ums Leben gekommen als bei der Sars-Pandemie vor 17 Jahren. Die Gesundheitskommission in Peking meldete am Montag den bisher stärksten Anstieg der Infektionen und Todesfälle innerhalb eines Tages. An der Lungenkrankheit starben demnach erneut 57 Menschen. Damit stieg die Gesamtzahl auf 361 Tote - mehr als es 2002/2003 in der Volksrepublik durch das Schwere Akute Atemwegssyndrom (Sars) gegeben hatte. Weltweit waren damals allerdings 774 Tote zu beklagen gewesen.

06:15 Uhr: Höhepunkt der Epidemie in etwa 14 Tagen erwartet

Chinesische Fachleute rechnen erst später als bisher erwartet mit dem Höhepunkt der Coronavirus-Epidemie in der Volksrepublik. "Wir gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Epidemie in zehn Tagen bis zwei Wochen erwartet wird", sagte der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Coronavirus, Zhong Nanshan. Damit korrigierte der bekannte Experte seine bisherige Vorhersage von vor einer Woche, als er den Höhepunkt noch für Ende dieser Woche vorhergesagt hatte.

05:45 Uhr - Starker Anstieg der Virus-Infektionen und Todesfälle in China

China hat den bisher stärksten Anstieg von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und Todesfällen innerhalb eines Tages gemeldet. An der Lungenkrankheit seien erneut 57 Menschen gestorben, so die Gesundheitskommission. Damit sind nun offiziell 361 Todesfälle in China zu beklagen. Die Zahl der bestätigten Infektionen kletterte den Angaben zufolge um 2.829 auf 17.205.

05:30 Uhr: Brasilien will Bürger aus Wuhan ausfliegen

Brasiliens Regierung will eigene Staatsbürger mithilfe der Luftwaffe aus der besonders stark vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan in China ausfliegen lassen. Verzweifelte Brasilianer, die in Wuhan festsitzen, hatten ein sechs Minuten langes Video auf YouTube veröffentlicht, in dem sie sich direkt an den Präsidenten Jair Bolsonaro und Außenminister Ernesto Araújo wenden.

Meldungen vom 2. Februar

21:29 Uhr - 20 Wuhan-Rückkehrer in Frankreich haben Symptome einer Infektion

Etwa 20 Passagiere, die mit einem Sonderflug aus Wuhan nach Frankreich zurückgekehrt sind, haben Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus. Es seien nun Tests geplant, teilte Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Sonntagabend in Paris mit.

Die Flugpassagiere waren Sonntag auf dem Militärflughafen Istres bei Marseille angekommen. Sie verblieben zunächst auf dem Rollfeld, sagte Buzyn.

In der Maschine, die von Frankreich gechartert worden war, befanden sich gut 250 Passagiere, davon rund 64 Franzosen. Ein Teil der Passagiere reiste weiter. In Frankreich sind bisher sechs Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt.

20.25 Uhr - Russland stellt den Zugverkehr nach China ein

Die russische Eisenbahn stellt ab Mitternacht den Passagierzug-Verkehr nach China wegen der Epidemie ein.

16:50 Uhr - Sozialministers Kai Klose: Beiden Corona-Patienten in Frankfurt geht es gut

Sozialministers Kai Klose erklärte heute bei einer Pressekonferenz, dass es den Infizierten gut ginge.
Sozialministers Kai Klose erklärte heute bei einer Pressekonferenz, dass es den Infizierten, die in Frankfurt behandelt würden "sehr gut" ginge.
RTL

Den beiden aus China zurückgekehrten und mit dem Coronavirus infizierten Passagieren geht es nach Angaben des hessischen Sozialministers Kai Klose (Grüne) "den Umständen entsprechend sehr gut". Beide seien deutsche Staatsangehörige. Der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Frankfurt, Jürgen Graf, ergänzte am Sonntag in Frankfurt, dass die beiden Patienten stationär aufgenommen worden seien und dort isoliert behandelt würden. Sie seien "medizinisch wohlauf".

16:34 Uhr - Italienische Forscher isolieren Coronavirus

Italienische Forscher haben nach Medienberichten das Coronavirus isoliert. «Das ist international eine wichtige Nachricht. Sie bedeutet, dass es mehr Möglichkeiten gibt, es zu verstehen und zu studieren, um es eindämmen zu können», sagte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza am Sonntag. Die Ergebnisse der Wissenschaftler vom nationalen Institut für Infektionskrankheiten Lazzaro Spallanzani in Rom würden der internationalen Gemeinschaft für weitere Forschungen zur Verfügung gestellt.

15:52 Uhr - Angeblich Blitz-Heilung in Thailand mit Medikamenten-Cocktail

Angeblich haben es thailändische Mediziner geschafft, ein wirksames Medikament gegen das Coronavirus zu entwickeln. Laut thailändischer Behörden handle es sich dabei um einen Mix aus HIV- und Grippe-Medikamenten. Eine infizierte Person soll nach der Behandlung mit dem Cocktail schon zwei Tage nach der Einnahme keine Anzeichen der Erkrankung mehr gezeigt haben.

13:05 Uhr - Verdachtsfall am Uniklinikum hat sich nicht bestätigt

Bei dem aus China zurückgekehrten Passagier, der am Frankfurter Universitätsklinikum auf das Coronavirus untersucht wurde, hat sich der Verdacht nicht bestätigt. Das teilte das hessische Sozialministerium am Sonntag mit. Derweil war bei zwei anderen Passagieren, die vom Frankfurter Flughafen zur Quarantäne in die Kaserne nach Germersheim gebracht worden waren, das Virus nachgewiesen worden. Sie werden nun ebenfalls in die Frankfurter Uniklinik gefahren.

12:14 Uhr: Alle acht Coronavirus-Patienten Bayerns in guter Verfassung

Die bisher acht in Bayern mit dem Coronavirus infizierten Menschen befinden sich nach Auskunft des bayerischen Gesundheitsministeriums in guter Verfassung. Dies gelte auch für den achten Fall, der erst am Samstagabend bekannt geworden war. Es handelt sich nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) um einen 33-jährigen Mann aus München. Er ist ebenfalls Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg.

10:45 Uhr: Zwei Wuhan-Rückkehrer mit Coronavirus infiziert

01.02.2020, Rheinland-Pfalz, Germersheim: Ein Bus mit wegen des Coronavirus evakuierten Menschen kommt in der Nacht in einem Konvoi an der Kaserne Südpfalz der Bundeswehr an. Die Bundeswehr hat 100 Deutsche und Angehörige von ihnen aus der stark vom
Coronavirus - Deutschland
hjb, dpa, Frank Rumpenhorst

Zwei der am Samstag aus dem chinesischen Wuhan zurückgekehrten Personen sind mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigt der Landrat des Kreises Germersheim der RTL/ntv-Redaktion. Sie sollen nun in ein Krankenhaus gebracht werden.

10:01 Uhr - Entwarnung in Lünen

Der Verdacht, dass sich ein im Klinikum Lünen untergebrachter Mann aus Kamen mit dem Coronavirus angesteckt haben könnte, hat sich laut Klinik nicht bestätigt. Das teilte eine Sprecherin des Kreises Unna am Samstag mit.

Der Mann aus Kamen hatte sich nach Angaben der Kreisverwaltung mehrere Wochen lang beruflich in der Gegend von Wuhan aufgehalten und war am 10. Januar nach Deutschland zurückgekehrt.

08:52 Uhr: Turbo-Krankenhaus in Wuhan bald einsatzbereit

 200201 -- WUHAN, Feb. 1, 2020 -- Workers work at the construction site of Huoshenshan Fire God Mountain Hospital in Wuhan, central China s Hubei Province, Feb. 1, 2020. According to the plan, the construction of the hospital will be completed on Feb
Das in Schnellbauweise in nur einer Woche errichtete Huoshenshan-Nothospital soll am Montag eröffnet werden.
www.imago-images.de, imago images/Xinhua, Xiao Yijiu via www.imago-images.de

Für das erste von zwei neuen Krankenlagern in der schwer von der neuen Lungenkrankheit betroffenen Metropole Wuhan sind 1.400 medizinische Kräfte des chinesischen Militärs entsandt worden. Das in Schnellbauweise in nur einer Woche errichtete Huoshenshan-Nothospital soll am Montag eröffnet werden und eine Kapazität von 1.000 Betten haben, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete.

Zu dem Personal gehörten auch viele, die vor 17 Jahren bei der Sars-Pandemie in einem ähnlichen Behelfs-Krankenhaus in Xiaotangshan in Peking gearbeitet hatten. Auch seien Experten dabei, die am Kampf gegen Ebola in Sierra Leone und Liberia beteiligt gewesen seien. Das zweite Krankenlager in Wuhan soll wenige Tage später fertiggestellt werden. An den Behelfsunterkünften zur zentralen Quarantäne und Behandlung der Patienten war Tag und Nacht gearbeitet worden.

08:38 Uhr - Virus könnte auch über Verdauungssystem verbreitet werden

Das Coronavirus könnte neben Tröpfeninfektion auch über das Verdauungssystem verbreitet werden. Chinesische Forscher haben das Virus auch in Stuhlproben und Rektalabstrichen gefunden, nachdem sie festgestellt hatten, dass einige Patienten allein Durchfall statt üblicherweise Fieber bekommen haben, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete. An der Forschung waren das Renmin Hospital der Universität Wuhan und das Virus-Institut der chinesischen Akademie der Wissenschaften in der schwer betroffenen Provinzhauptstadt von Hubei beteiligt.

08:15 Uhr - Neuseeland und Australien verhängen Einreise-Sperre

Neuseeland und Australien reagieren mit einer vorläufigen Einreisesperre für Flugpassagiere aus China auf die Verbreitung des neuartigen Coronavirus. Wie die neuseeländische Regierung am Sonntag mitteilte, soll das Einreiseverbot am Montag in Kraft treten, alle 48 Stunden überprüft werden und bis zu zwei Wochen gelten. Es betreffe sowohl Passagiere, die ihre Flugreise in China beginnen, als auch jene, die dort zwecks Weiterreise nach Neuseeland umsteigen. Ausgenommen seien neuseeländische Staatsangehörige und Menschen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung sowie deren Angehörige.

08:10 Uhr - Philippinen melden erstes Todesopfer außerhalb Chinas

30.01.2020, Philippinen, Manila: Eine Frau mit Atemschutzmaske betet während einer Messe. Die Zahl der Infektionen und Todesopfer durch die Lungenkrankheit aus China ist weltweit erneut gestiegen. Foto: Aaron Favila/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Coronavirus - Philippinen
AF hen fgj, dpa, Aaron Favila

Erstmals ist außerhalb Chinas ein Mensch an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. Auf den Philippinen erlag am Samstag ein 44 Jahre alter Chinese aus Wuhan der von dem Erreger ausgelösten Lungenkrankheit, wie das Gesundheitsministerium des Inselstaates am Sonntag mitteilte. Er und seine ebenfalls erkrankte Partnerin waren am 21. Januar auf die Philippinen gereist. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) handelt es sich bei den beiden um die einzigen bestätigten Infektionen auf den Philippinen.

08:02 Uhr - Mehr als 300 Tote und 14.000 Infektionen in China

Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten und daran gestorbenen Menschen in China ist erneut deutlich gestiegen. Mit 45 neuen Todesfällen habe die Lungenkrankheit nun insgesamt 304 Menschen das Leben gekostet, teilte die chinesische Gesundheitskommission am Sonntag in Peking mit. Die Zahl der bestätigten Erkrankungen kletterte demnach so schnell wie noch nie innerhalb eines Tages - um 2580 auf 14 380 Fälle.

Samstag, 01.02.2020

23:30 Uhr - China-Rückkehrer erreichen Quarantänestation in Kaserne

01.02.2020, Rheinland-Pfalz, Germersheim: Ein Bus mit wegen des Coronavirus evakuierten Menschen kommt in der Nacht in einem Konvoi an der Kaserne Südpfalz der Bundeswehr an. Die Bundeswehr hat 100 Deutsche und Angehörige von ihnen aus der stark vom
Coronavirus - Deutschland
hjb, dpa, Frank Rumpenhorst

Die mit einem Bundeswehrflugzeug zurückgekommenen Passagiere aus China haben ihre Quarantänestation in Rheinland-Pfalz erreicht. Dort stehen für sie insgesamt 128 Zimmer in einem 2018 fertiggestellten Gebäude bereit. Die deutschen Staatsbürger und Familienangehörige von ihnen waren am Samstag aus der vom Coronavirus besonders betroffenen Stadt Wuhan nach Frankfurt am Main geflogen worden.

20:36 Uhr - Busse fahren die Wuhan-Rückkehrer in das Quarantäne-Quartier

Hier fahren Busse die Wuhan-Rückkehrer ins das Quarantäne-Quartier.
Hier fahren Busse die Wuhan-Rückkehrer ins das Quarantäne-Quartier.
RTL

Nach Voruntersuchungen in einer Turnhalle in Frankfurt werden die Wuhan-Rückkehrer jetzt in das Quarantäne-Quartier gebracht. Busse fahren die Leute nach Germersheim in eine extra vorbereitete Kaserne. Dort werden sie die nächsten 14 Tage verbringen. Einer der mit einem Bundeswehrflugzeug zurückgekommenen Passagiere aus China wird in der Frankfurter Uniklinik auf das Coronavirus untersucht. Elf Passagiere seien direkt vom Flieger in die Uniklinik gebracht worden, sagte Hessens Sozialminister Kai Klose.

19:17 Uhr - Achter Coronavirus-Fall in Bayern

In Bayern ist erneut das Coronavirus bei einem Menschen nachgewiesen worden. Bei dem Infizierten handle es sich um einen 33 Jahre alten Mann, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Samstagabend mit. Er ist so wie sechs andere Corona-Kranke Mitarbeiter der Firma Webasto in Stockdorf im Landkreis Starnberg.

17:42 Uhr - Die ersten Wuhan-Rückkehrer erreichen die Untersuchungs-Halle

In diesem Bus werden die Wuhan-Rückkehrer in die Untersuchungs-Halle gebracht.
Mit diesem Bus werden die Wuhan-Rückkehrer in die Untersuchungs-Halle gebracht.
RTL

Die Passagiere und die Crew, die den Flug begleitet hat, sind mit Bussen in eine Halle gebracht worden. Dort werden alle auf Symptome untersucht. Wer Anzeichen des Coronavirus zeigt, kommt in das Frankfurter Universitätsklinikum und wird isoliert.

16:38 Uhr - Wuhan-Rückkehrer landen in Frankfurt

Die Maschine der Luftwaffe brachte die Wuhan-Rückkehrer nach Frankfurt.
Die Maschine der Luftwaffe brachte die Wuhan-Rückkehrer nach Frankfurt.
RTL

Das Bundeswehrflugzeug mit den Wuhan-Rückkehrern an Bord ist am Samstagnachmittag in Frankfurt am Main gelandet. Die Menschen werden jetzt untersucht und dann in Corona-Quarantäne gebracht. Sie werden dann zwei Wochen am Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz bleiben.

15:10 Uhr - Zwei Verdachtsfälle in Thüringen

In Thüringen gibt es zwei neue Corona-Verdachtsfälle. Beide Patienten seien Studienbewerber aus China, teilte am Samstag das Gesundheitsamt des Landkreises Nordhausen mit. Sie seien mit Erkältungssymptomen vorsorglich ins Südharz-Klinikum eingewiesen, unter Quarantäne gestellt und auf das Coronavirus getestet worden.

Die Proben würden nun ins Labor der Berliner Charité gebracht. Bis ein sicheres Ergebnis vorliege, könne es einige Tage dauern, hieß es. In Thüringen hatte es in den Vortagen bereits bei drei Menschen in Erfurt und Apolda einen Verdacht auf das neuartige Virus gegeben, der sich allerdings nicht bestätigte.

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15:02 Uhr - Luftwaffen-Jet in Helsinki gestartet

Die Maschine der Luftwaffe mit den Deutschen aus dem chinesischen Wuhan an Bord ist nach einer Zwischenlandung in Helsinki wieder gestartet. Der Jet wird am Nachmittag in Frankfurt erwartet.

Der Airbus A310 war in der Nacht in der besonders vom Ausbruch des neuen Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan gestartet. Nach Angaben der Behörden sind weder Erkrankte noch Verdachtsfälle in der Maschine.

Nach der Ankunft am Frankfurter Flughafen sollen die Menschen schon an Bord von Medizinern begutachtet und befragt werden. Danach werden sie in ein sogenanntes Medical Assessment Center gebracht - eine umgewidmete Sporthalle, in der Feldbetten und Untersuchungsräume bereitstehen. Dort sollen sie erneut untersucht und betreut werden. Sollte dabei jemand Symptome zeigen, werde er in die Frankfurter Universitätsklinik in eine Isolierstation gebracht, heißt es vom Frankfurter Gesundheitsamt. Danach sollen die Rückkehrer zu einem Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Germersheim gebracht werden, wo sie für zwei Wochen in Quarantäne bleiben müssen.

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13:29 Uhr: Corona-Infizierte in stabilem Zustand

Die bisher sieben infizierten Corona-Patienten in Bayern befinden sich in einem stabilen gesundheitlichen Zustand. Dies teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Samstag in München mit.

Am Vorabend war der insgesamt siebte Fall bekannt geworden. Dabei handelt es sich um einen 52-jährigen Mann, der im Landkreis Fürstenfeldbruck wohnt. Er befindet sich vorerst wie vier weitere Infizierte in der München Klinik Schwabing. Alle fünf sind Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch der Mann beschäftigt ist, bei dem die erste Infektion mit dem Coronavirus in Deutschland bekannt wurde.

Der neue Patient mit dem Nachweis des Coronavirus (2019-nCoV) zeige aktuell nur leichte Symptome, sagte Chefarzt Prof. Clemens Wendtner am Samstag. "Auch die bereits bekannten vier Patienten mit positivem Testergebnis sind aktuell weitestgehend symptomfrei." Alle Patienten bleiben allerdings weiterhin zur klinischen Beobachtung in der Klinik.

12:31 Uhr: So werden die Rückkehrer in Germersheim untergebracht

Die Rückkehrer aus dem Coronavirus-Kerngebiet in China werden nach ihrer Untersuchung am Frankfurter Flughafen am Samstag am Luftwaffenstützpunkt in Germersheim erwartet. In der Südpfalz-Kaserne müssen sie zwei Wochen in Quarantäne verbringen, sie dürfen den Stützpunkt nicht verlassen. So lange dauert die Inkubationszeit. Wie sie dort untergebracht werden, zeigen wir im Video.

So werden die Rückkehrer untergebracht Deutsche aus Wuhan ausgeflogen
00:36 min
Deutsche aus Wuhan ausgeflogen
So werden die Rückkehrer untergebracht

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11:22 Uhr - Frankfurt wartet auf die Wuhan-Rückkehrer

31.01.2020, Hessen, Frankfurt/Main: Dutzende Feldbetten stehen in einer Turnhalle auf dem Gelände des Flughafens in Frankfurt für die Ankunft von rund 90 Menschen aus dem vom Corona-Virus besonders betroffenen chinesischen Gebiet um Wuhan bereit. Die
Dutzende Feldbetten stehen in einer Turnhalle auf dem Gelände des Flughafens in Frankfurt bereit.
brx jai, dpa, Boris Roessler

Feldbetten, Untersuchungskabinen und viel Personal: Der Frankfurter Flughafen ist für potenzielle Coronavirus-Fälle gerüstet. Wo sonst Flughafen-Beschäftigte Sport treiben, werden am Samstag rund 100 Passagiere aus der vom neuartigen Coronavirus am stärksten betroffenen Region Chinas erwartet. Am Freitag wurde das sogenannt Medical Assessment Center in Betrieb genommen. Dort sollen sie untersucht und betreut werden, bevor sie auf einem Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Germersheim für zwei Wochen in Quarantäne müssen.

11:10 Uhr - Russen verweigern deutschem Rettungs-Jet die Landung

31.01.2020, Nordrhein-Westfalen, Köln: Der Airbus A310 "Kurt Schumacher" startet auf dem Flughafen Köln Bonn in Richtung Wuhan, um Deutsche aus der vom Coronavirus am stärksten betroffenen chinesischen Provinz Hubei auszufliegen. Foto: Oliver Berg/dp
Coronavirus - Deutschland
obe htf, dpa, Oliver Berg

Russland hat dem deutschen Luftwaffenflieger A310 mit den Wuhan-Rückkehrern die zwingend benötigte Zwischenlandung in Moskau verweigert. "Russland hat uns zwar den Überflug genehmigt, aber eine Landung an den Moskauer Flughäfen wurde mit Verweis auf mangelnde Kapazitäten am Boden verweigert", sagte Oberst Daniel Draken, Kommandeur der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums, der " Bild am Sonntag". Russland hatte den deutschen Behörden die Landung zuvor in Aussicht gestellt, auch die Bundeswehr hatte den Stopp in Moskau bis zuletzt öffentlich kommuniziert.

In Moskau sollte der Luftwaffen-Airbus aufgetankt werden und eine neue Piloten-Crew die Maschine übernehmen. Nach Informationen der Zeitung halten Sicherheitskreise den Verweis der russischen Seite auf Platzprobleme für vorgeschoben. Nun wird der Luftwaffen-Airbus über Helsinki geleitet. Dort findet die Betankung statt und die Mannschaft wird ausgetauscht.

10:01 Uhr - Lauterbach verurteilt Diskriminierung von Chinesen wegen Coronavirus

16.01.2020, Berlin: Karl Lauterbach, SPD-Bundestagsabgeordneter, spricht bei der Sitzung des Bundestages zu den Abgeordneten. Wichtigstes Thema der Sitzung ist die Abstimmung über neue Organspende-Regeln. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
"Dass in Deutschland vereinzelt chinesische Touristengruppen angefeindet oder nicht mehr in Restaurants gelassen werden, ist nicht akzeptabel", sagte Lauterbach.
nie wst, dpa, Kay Nietfeld

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat Diskriminierungen asiatisch aussehender Menschen wegen des Coronavirus verurteilt. "Dass in Deutschland vereinzelt chinesische Touristengruppen angefeindet oder nicht mehr in Restaurants gelassen werden, ist nicht akzeptabel", sagte Lauterbach der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Medizinisch ergebe das auch keinen Sinn. Es sei sehr unwahrscheinlich, sich zu infizieren. "Wir dürfen Menschen nicht unter Generalverdacht stellen", sagte Lauterbach. "Es genügt, die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen wie häufiges Händewaschen und In-die-Armbeuge-Husten zu beherzigen."

Zuvor hatte es erste Meldungen aus Frankreich und Deutschland gegeben, wonach Menschen aus China und anderen asiatischen Ländern angefeindet und diskriminiert wurden. Auf der Internetplattform Twitter setzen sich Betroffene unter dem Hashtag #ichbinkeinvirus zur Wehr.

09:45 Uhr - Deutsche aus Wuhan auf dem Heimflug

Ein Flugzeug der Bundeswehr hat mehr als 120 Deutsche und andere Staatsbürger aus der schwer vom Coronavirus betroffenen Metropole Wuhan in China ausgeflogen. Nach der Rückholaktion kommen die Passagiere für 14 Tage in Quarantäne.

Für die Rückholung der Deutschen aus Wuhan startete der Airbus A 310 der Luftwaffe um 02.22 Uhr MEZ (09.22 Uhr Ortszeit) vom Flughafen des schwer von der Lungenkrankheit heimgesuchten Wuhan in Zentralchina, wie das Einsatzführungskommando berichtete. Die Maschine wird nach einem Zwischenstopp in Moskau am Samstagmittag in Frankfurt erwartet.

Kurz vor dem Start machte sich Erleichterung breit: "Glücklich am Gate zu sein", berichtete eine Frau, die namentlich nicht genannt werden wollte. Die Gruppe hatte sich schon am Vorabend am Flughafen versammelt und musste dort die Nacht verbringen. "War bis hier doch alles schon ganz schön anstrengend." Nach ihren Angaben wurden 126 Personen gezählt.

"Ok, jetzt geht es zurück nach Deutschland für unbestimmte Zeit", sagte die Studentin Anne-Sophie Muxfeldt am Flughafen dem Norddeutschen Rundfunk. "Man weiß eben nicht, wird es möglich sein zurückzukommen in nächster Zeit", sagte die Rostockerin, die seit September in Wuhan studiert hatte. "Ich bin wirklich sehr traurig. Ich konnte ja meinen ganzen Freunden nicht richtig "Tschüss" sagen."

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09:30 Uhr - Apple schließt vorläufig alle China-Filialen

People wear face masks as they listen to a presentation in an Apple Store in the Sanlitun shopping district in Beijing as China is hit by an outbreak of the new coronavirus, January 25, 2020. Picture taken January 25, 2020.   REUTERS/Thomas Peter
Die Filialen sollen vorerst mehrere Tage geschlossen bleiben.
TP//TC, REUTERS, THOMAS PETER

Apple schließt wegen des Coronavirus vorübergehend seine Geschäfte in China. Wie der Konzern am Samstag mitteilte, sollen die Filialen aus Präventionsgründen und zum Schutz der öffentlichen Gesundheit bis einschließlich 9. Februar geschlossen bleiben.

08:39 Uhr - China übt scharfe Kritik an Einreiseverbot der USA wegen Virus

ARCHIV - 07.11.2012, China, Peking: Die US-amerikanische (unten) und chinesische Nationalflaggen wehen vor einem Hotel.    (zu dpa "China und USA wollen erstes Handelsabkommen unterzeichnen") Foto: Andy Wong/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Die US-Regierung hatte wegen der Ansteckungsgefahr einen Einreisestopp für ausländische Reisende aus China verfügt.
AW MY**TOK** fgj tba, dpa, Andy Wong

China hat die USA scharf wegen ihres Coronavirus-Einreiseverbots für Chinesen und andere Staatsangehörige kritisiert, die aus China kommen. "Es ist mit Sicherheit keine Geste des guten Willens", sagte Außenamtssprecherin Hua Chunying am Samstag in Peking. Während die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von Reisebeschränkungen wegen der Lungenkrankheit abrate, gingen die USA in die entgegengesetzte Richtung und setzten ein "schlechtes Beispiel".

Viele Länder hätten China ihre Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus angeboten, sagte die Sprecherin. Sie verwies auf die Redensart "In der Not erkennt man seine Freunde". Doch was die USA täten und sagten, basiere weder auf Fakten noch sei es zu dieser Zeit besonders hilfreich.

Die US-Regierung hatte wegen der Ansteckungsgefahr einen Einreisestopp für ausländische Reisende aus China verfügt - mit Ausnahme der Angehörigen von US-Staatsbürgern. Der von US-Präsident Donald Trump erlassene Bann gilt von Sonntag an.

08:21 Uhr - Australien verhängt Einreiseverbot

Auch Australien verhängt wegen des Coronavirus ein Einreiseverbot gegen China-Reisende. Von dem Verbot ausgenommen sind nur australische Staatsbürger und Menschen mit ständiger Aufenthaltsgenehmigung sowie deren Angehörige, erklärte Premierminister Scott Morrison am Samstag. Das Außenministerium in Canberra verschärfte seine Reisehinweise für China und empfiehlt Australiern nun, auf Reisen in die Volksrepublik zu verzichten.

08:01 Uhr - Mehr als 11.000 Infizierte

A security officer takes body temperature measurement of a delivery worker at a residential compound in Beijing, China as the country is hit by an outbreak of the new coronavirus, February 1, 2020.  REUTERS/Stringer  NO RESALES. NO ARCHIVES.
Die Zahl der Infizierten in China ist auf 11.791 gestiegen.
FL, REUTERS, STRINGER

Die Zahl der Infizierten in China ist auf 11.791 gestiegen. Mit 45 neuen Todesfällen sind mindestens 259 an der Lungenkrankheit gestorben. Das ergibt sich aus neuen Zahlen, die die Gesundheitskommission der Provinz Hubei in Zentralchina am Samstag vorlegte.

08:01 Uhr - Deutscher Urlauber auf La Gomera isoliert

People wearing surgical masks are seen at the balcony of a hospital n the remote Spanish island of La Gomera, where the first case of coronavirus in the country has been confirmed, January 31, 2020. Acfi Press/via REUTERS ATTENTION EDITORS - SPAIN OU
People wearing surgical masks are seen at the balcony of a hospital n the remote Spanish island of La Gomera, where the first case of coronavirus in the country has been confirmed
/dn, Acfi Press via REUTERS, Handout .

Das Coronavirus ist auch in Spanien angekommen. Das Gesundheitsministerium hat den ersten Fall in dem südeuropäischen Land bestätigt. Betroffen ist demnach ein Deutscher auf der Kanareninsel La Gomera, der mit einem der in Deutschland infizierten Patienten in Kontakt gewesen sein soll, teilte die Regierung auf Twitter mit.

Freitag, 31.01.2020

20:49 Uhr - Gesundheitsministerium bestätigt weiteren Coronavirus-Fall

Das bayrische Gesundheitsministerium hat einen weiteren Ansteckungsfall mit dem Coronavirus in Bayern bestätigt. Ein Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck hat sich infiziert. Er arbeitet ebenfalls für die Firma aus dem Landkreis Starnberg, in der die ersten Fälle aufgetreten waren. Damit gibt es nun sieben Coronavirus-Fälle in Bayern.

14:13 Uhr - Kind in Bayern mit Coronavirus infiziert

Das bayerische Gesundheitsministerium hat mitgeteilt, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Mittag ein weiterer Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt wurde. Es handelt sich um ein Kind des Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund am späten Donnerstagabend bekannt geworden war. Der Mann ist Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die anderen vier bislang bekannten Fälle beschäftigt sind.
Damit gibt es insgesamt sechs Coronavirus-Fälle in Bayern. Alle Betroffenen befinden sich nach Ärzte-Angaben derzeit in einem stabilen gesundheitlichen Zustand. Die Tests von weiteren Personen, die ebenfalls bei dieser Firma arbeiten, brachten bis zum Freitagmittag keinen weiteren positiven Befund.

12:40 Uhr - Tübinger Firma entwickelt Impfstoff

Die Tübinger Biotechfirma CureVac soll eine führende Rolle bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus übernehmen. Dafür bekommt das Unternehmen zusätzliche Gelder. Über die internationale Impfstoffinitiative CEPI, an der auch Deutschland beteiligt ist, werde CureVac rund 7,5 Millionen Euro "für die beschleunigte Impfstoffentwicklung und -herstellung sowie klinische Studien" erhalten, hieß es am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung beider Seiten und des Bundesforschungsministeriums in Berlin.


"Wir entwickeln gerade einen Impfstoff, der nach erfolgreichen präklinischen Studien rasch in klinischen Studien am Menschen getestet werden könnte", sagte CureVac-Vorstand Mariola Fotin-Mleczek am Freitag. Innerhalb von 16 Wochen soll das gelingen.

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