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Motorradreifen Test 2021 • Die 7 besten Motorradreifen im Vergleich

Im Sommer mit dem Motorrad unterwegs sein, bedeutet Freiheit und Fahrspaß. Jedoch ist auch die Sicherheit ein wichtiger Punkt, mit dem Sie sich auseinandersetzen sollten. Deshalb ist auch die Auswahl des richtigen Motorradreifens essentiell, damit Sie weiterhin Ihre Freiheit genießen können. Wir haben uns verschiedene Motorradreifen im Test und Vergleich näher angesehen, damit Sie die richtige Wahl treffen können.

Jan Schmid
Jan Schmid

Als angehender Sportwissenschaftler und ehemaliger Leichtathlet liegt meine Expertise in den Bereichen Sport, Fitness und Ernährung. Für ExpertenTesten.de teste ich seit 3 Jahren regelmäßig Produkte und teile meine Expertise mit Millionen Lesern. In meiner Freizeit liebe ich die Geschwindigkeit, sei es auf dem Rad, dem Surfbrett oder den Skiern.

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Motorradreifen Bestenliste 2021

Letzte Aktualisierung am:

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Was ist ein Motorradreifen?

Motorradreifen sind Luftreifen, die aus Karkassen bestehen. Karkassen sind das tragende Gerüst im Luftreifen, bestehend aus einer Gummischicht, welche mit Textilfasern durchzogen sind, um eine gute Steifigkeit zu erreichen.

Motorradreifen werden in zwei Bauarten eingeteilt. Reifen mit Diagonalkarkasse werden hauptsächlich im Rennsport oder im Offroad-Bereich eingesetzt und Reifen mit Radialkarkasse sind die übliche Variante der Motorradreifen. Bei diesem Typ ist die Karkasse in einem Winkel von 90° zum Boden angeordnet, was zu guten Fahreigenschaften und hoher Laufleistung führt.

Diagramm zum Preis-Leistungs-Verhältnis der Motorradreifen

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Welche Arten von Motorradreifen gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Motorradreifen, die unterschiedliche Eigenschaften aufweisen und somit auch für verschiedene Situationen ausgelegt sind. Welche Reifen Sie wählen dürfen, ist im Fahrzeugschein oder der Zulassungsbescheinigung genauestens festgeschrieben.

Sportreifen

Wer möglichst viel Performance und einen Reifen sucht, der durch sehr guten Grip überzeugt, der wird bei Sportreifen fündig. Oftmals werden Technologien aus dem Rennsport abgewandelt eingesetzt, sodass diese Reifen ein sehr präzises Handling bieten.

Nachteil ist jedoch, dass Sportreifen eine geringere Lebensdauer aufweisen und warmgefahren werden müssen, um die volle Performance bieten zu können. Bei niedrigen Temperaturen im Winter sind diese Reifen nicht vollständig überzeugend.

Tourenreifen

Tourenreifen zeichnen sich über ihre gute Laufleistung und lange Lebensdauer aus und werden wie der Name schon andeuten lässt, bei Motorradtouren eingesetzt. Deshalb gibt es besondere Anforderungen an diese Reifen, weil das zu befahrene Terrain und die Witterungsbedingungen sehr unterschiedlich sein können.

Achten Sie darauf, dass Ihr Motorradreifen eine gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 mm nicht unterschreitet.

Tourenreifen bieten deshalb auch auf nassen Fahrbahnen und schlechtem Wetter gute Leistungen und weisen ein mittleres Gripniveau auf. Bei den Touren steht das sportliche Fahren nicht im Vordergrund, weshalb sie dafür auch nicht konzipiert sind.

Offroadreifen

Offroadreifen überzeugen fernab vom festen Asphalt der Straße. Sie bieten einen hervorragenden Grip bei Untergründen, auf denen Sie mit normalen Motorradreifen kaum vorankommen könnten.

Allerdings sind Offroadreifen aufgrund ihres Profils nur schlecht für Asphalt geeignet, da sie dort nicht genügend Grip aufbauen können und teilweise auch keine Straßenzulassung besitzen. Deshalb machen diese Reifen nur im Gelände und auf unebenen Untergründen eine gute Figur.

Kaufkriterien im Motorradreifen Test 2021

Nachfolgend gehen wir für Sie auf die wichtigsten Kaufkriterien für Motorradreifen ein, damit Sie sich einen besseren Überblick schaffen können und so die gezeigten Modelle besser miteinander vergleichen können und so ein passendes Modell für Ihr Motorrad finden.

Nutzung des Motorradreifens

Die Wahl des richtigen Motorradreifens hat mehrere Faktoren und ist essentiell für eine sichere Fahrt. Stellen Sie sicher, dass der Reifen für das Motorrad zugelassen ist. Informationen zu dem passenden Reifen finden Sie im Fahrzeugschein.

Je nach Anwendungsgebiet des Motorrads, müssen auch unterschiedliche Anforderungen an den Reifen gestellt werden. So kann ein falsch gewählter Reifen, dazu führen, dass das Motorrad zu wenig Grip hat und zum Sicherheitsrisiko wird.

Achten Sie auch darauf, den passenden Reifen für die Jahreszeit zu wählen. Es gibt sowohl Reifen, die das ganze Jahr verwendet werden können, als auch Reifen, die nur für eine bestimmte Saison gedacht sind. Sommerreifen sind hart abgemischt und verfügen über ein tiefes Reifenprofil, welches auch bei Regen guten Grip liefert.

Tragfähigkeit des Motorradreifens

Vor dem Kauf Ihres Motorradreifens sollten Sie sich mit dem Lastindex (LI) vertraut machen. Der Lastindex ist eine Tabelle, der die Maximallast des Reifens in Kilogramm bei einem vorgegebenen Luftdruck von 2,5 Bar angibt. Auch die gefahrene Geschwindigkeit und der Reifendruck haben Auswirkungen auf die Belastbarkeit des Reifens, die zusätzlich beachtet werden sollten.

Die Maximallast des Reifens sollte auf keinen Fall überschritten werden, da es sich negativ auf die Fahreigenschaften auswirken kann, gleichzeitig der Reifen stärker abgenutzt und auch mehr Kraftstoff verbraucht wird.

Maximalgeschwindigkeit des Motorradreifens

Zusätzlich zum Lastindex existiert auch ein Geschwindigkeitsindex, der im Zusammenhang mit dem Lastindex die maximale Geschwindigkeit des Reifens angibt. Im Fahrzeugschein ist die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit (bbH) des Motorrads niedergeschrieben.

Reifen mit einem Geschwindigkeitsindex, der geringer ist, als der eingetragene Wert, dürfen nicht gefahren werden. Nachfolgend zeigen wir Ihnen einige Geschwindigkeitsklassen mit ihren maximal zulässigen Höchstwerten:

  • T = 190 km/h
  • U = 200 km/h
  • H= 210 km/h
  • V = 240 km/h
  • W = 270 km/h
  • Y= 300 km/h

Beachten Sie, dass Winter- und Alljahresreifen mit einem niedrigeren Geschwindigkeitsindex montiert werden dürfen, solange ein Aufkleber mit der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit sich im Blickfeld des Fahrers befindet und diese Höchstgeschwindigkeit nicht überschritten wird.

Maße des Motorradreifens

Bei der Wahl des richtigen Motorradreifens müssen Sie auf einige Maße achten. Welche Maße Sie für Ihr Motorrad benötigen, finden Sie in Ihrem Fahrzeugschein. Je nach Motorrad können sich erhebliche Unterschiede ergeben.

Achten Sie darauf, dass Ihr Motorradreifen eine gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 mm nicht unterschreitet.

Der Reifendurchmesser wird in Zoll angegeben. Ein Zoll sind dabei umgerechnet 25,4 Millimeter. Motorroller fangen meist bei 10 Zoll an und der Reifendurchmesser bei großen Enduro Maschinen kann bis zu 21 Zoll betragen.

Wichtig ist auch die Nennbreite des Reifens, die in Millimeter angegeben wird. Sie gibt die Breite des Reifens an. Die tatsächliche Breite des Reifens kann jedoch variieren, wenn er auf eine Felge aufgezogen wird, da sich auch Felgen in der Breite unterscheiden können. Wenn die Felge breit ist, dann erhöht sich auch die Reifenbreite.

Das Höhen-Breiten-Verhältnis gibt Auskunft darüber wie hoch beziehungsweise flach der Reifen ist. Der Wert wird in Prozent angegeben und ein niedriger Wert weist auf einen flachen Reifen hin.

Weiterführende Links und Quellen

FAQ

Wie ist ein Motorradreifen beschriftet?

Anhand der Beschriftungen auf der Reifenflanke können Sie nacheinander die Reifenbreite in Millimeter, das Höhe-Breite-Verhältnis in Prozent, die Reifenbauart (R für Radial), den Felgendurchmesser in Zoll, sowie den Last- und Geschwindigkeitsindex erkennen. Beispiel Beschriftung eines Motorradreifens 180/55 R 17 73W Zusätzlich befindet sich auf dem Reifen eine Dot-Kennung, wo die letzten vier Ziffern die Woche und das Jahr der Herstellung darstellt, sodass Sie nachvollziehen können, wann der Reifen produziert wurde. Außerdem gibt es ein “Alpine”-Symbol, welches eine Kennzeichnung für Winterreifen darstellt. Durch diese Kennzeichnung kann auch die zulässige Höchstgeschwindigkeit verringert sein. Weiterhin befindet sich eine Kennzeichnung über die Laufrichtung des Reifens auf der Flanke, die bei der Montage des Reifens beachtet werden muss.

Welcher Unterschied besteht zwischen radialen und diagonalen Motorradreifen?

Diagonalreifen sind härtere Motorradreifen, die teilweise im Rennsport eingesetzt werden. Sie zeichnen sich durch eine hohe Stabilität und einen hohen Widerstand gegen Schäden an den Seitenwänden aus, aber besitzen einen hohen Rollwiderstand und Kraftstoffverbrauch, sowie einen geringen Komfort, durch die Härte des Reifens. Die Unterscheidung der Bauarten von Luftreifen für Motorräder und Mopeds ist in UN/ECE-Regelung Nr. 75 genau definiert. Bei Radialreifen sind die einzelnen Schichten in einem Winkel von 90° zum Boden angeordnet. Dies führt dazu, dass die Motorradreifen eine hohe Laufleistung, ein gutes Lenkverhalten und viel Fahrkomfort bieten. Auch die Wärmeentwicklung ist geringer und die Lauffläche ist besser vor Schäden geschützt, jedoch ist die Seitenwand des Reifens dafür anfälliger.

Wann sollte ich einen Motorradreifen wechseln?

Die Nutzungsdauer von Motorradreifen hängt stark von ihrer Benutzung und von Ihrem Fahrstil ab. Wenn Sie viel mit dem Motorrad unterwegs sind, dann sollten Sie also regelmäßig nachschauen, ob die Reifen noch in Ordnung sind. Schauen Sie sich dazu das Profil an und überprüfen Sie, dass noch genügend davon vorhanden und es nicht zu flach ist. Falls das Motorrad und die Reifen nicht in einer Garage gelagert werden können, sollten Sie zudem darauf achten, dass das Gummi aufgrund von Witterungsbedingungen porös werden kann.

Wie alt darf ein Motorradreifen sein?

Motorradreifen sollten nicht älter als circa 6 bis maximal 10 Jahre alt sein, weil das Gummi nach einiger Zeit durch verschiedene Umwelteinflüsse porös werden kann. Natürlich hängt die Abnutzung der Reifen auch mit der Nutzung zusammen. Wenn Sie viel mit Ihrem Motorrad unterwegs sind, sollten Sie regelmäßig die Reifen auf ausreichend Profil kontrollieren. Verschiedene Reifenarten haben aufgrund ihrer Zusammensetzung auch eine unterschiedlich lange Lebensdauer. So nutzen sich harte Sportreifen meist schneller ab als Touringreifen.

Wieviel Bar Reifendruck sollte ein Motorradreifen haben?

Der Reifendruck des Motorrads ist vorne und hinten unterschiedlich. Der Reifendruck bei Motorradreifen sollte beim Hinterrad zwischen 2,5 und 2,9 Bar liegen und beim Vorderrad zwischen 2,25 und 2,5 Bar. Achten Sie auch auf die Angaben des Herstellers, da der richtige Reifendruck einen großen Einfluss auf die Fahreigenschaften und somit auch auf Ihre Sicherheit hat. Der richtige Reifendruck ist auch für den Lastindex entscheidend, der mit 2,5 Bar angegeben ist. Durch eine Reduktion des Reifendrucks verringert sich auch die Traglast des Reifens.

Wie wechselt man einen Motorradreifen?

Wenn ein Wechsel der Reifen ansteht, dann können Sie entweder in eine Werkstatt Ihres Vertrauens gehen oder Sie nehmen den Wechsel der Reifen eigenständig vor. Dies ist in wenigen Schritten erledigt, erfordert jedoch teilweise Spezialwerkzeug. Lassen Sie als erstes die Luft aus dem Reifen und bauen Sie das Rad aus. Anschließend lösen Sie den Reifen von der Felge. Dazu können Sie zwei bis drei Montierhebel nutzen. Schmieren Sie anschließend die Felge und den neuen Reifen mit Reifenmontagepaste ein und drücken den Reifen wieder in das Felgenbett. Sobald der Reifen wieder komplett auf der Felge sitzt, können Sie den Reifen wieder aufpumpen, bis Sie ein Geräusch wahrnehmen. Überprüfen Sie anschließend, dass der Reifendruck den richtigen Werten entspricht. Weiterhin ist zu beachten, dass Sie den Reifen mit der korrekten Laufrichtung montieren. Die Laufrichtung des Reifens ist auf dem Reifen markiert. Prüfen Sie zum Schluss noch einmal, dass der Reifen und die Felge fest sitzen.

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