Studie zu hohem Konsum tierischer ProdukteEssen wir alle zu viel Fleisch? Globale Lebensmittelversorgung in Zukunft in Gefahr
Wie viel Fleisch ist nicht nur für unsere Gesundheit, sondern auch für unsere Lebensmittelversorgung noch gesund? Die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung PwC Strategy machen jetzt deutlich: es ist zu viel! So gefährden die aktuelle Art der Nahrungsmittelproduktion und vor allem der hohe Fleischkonsum die globale Lebensmittelversorgung der Zukunft. Ein Umsteuern sei jetzt dringend nötig, so die Studienautoren.
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Studie: 80 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen für Fleischproduktion im Einsatz

Die Weltbevölkerung wächst weiter und damit auch die Nachfrage und der Bedarf nach Fleisch. Umso dringender sei jetzt ein Umsteuern bei Nahrungsmittelproduktion notwendig, heißt es von den PwC-Experten. Denn das aktuelle System sei nicht belastbar. Schon der Ukraine-Krieg habe ausgereicht, um einen dramatischen Anstieg der weltweiten Nahrungsmittelpreise auszulösen.
Die Nahrungsmittelindustrie sei mittlerweile verantwortlich für zwei Drittel des globalen Frischwasserverbrauchs, für drei Viertel der Nährstoffbelastung in Gewässern und für ein Viertel aller Treibhausgasemissionen, heißt es in der PwC-Studie „The Coming Sustainable Food Revolution“, zu deutsch: „Die kommende nachhaltige Ernährungsrevolution“.
Eine zentrale Rolle spielt der PwC-Studie zufolge dabei der in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegene weltweite Fleischkonsum. Rund 80 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche würden derzeit direkt oder indirekt für die Fleischproduktion verwendet. Damit würden jedoch nur 11 Prozent des weltweiten Kalorienverbrauchs gedeckt.
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Hühner- statt Rindfleisch könnte Kohlendioxidemissionen bei Fleischproduktion halbieren

Die Veränderung der Essgewohnheiten sei deshalb ein entscheidender Schritt, um auch in Zukunft die Ernährung der Weltbevölkerung sicherzustellen. Schon der Ersatz von Rindfleisch
durch Hühnerfleisch könne die Kohlendioxidemissionen bei der Fleischproduktion halbieren und den Wasserverbrauch um rund 30 Prozent reduzieren. Noch größer sei der Effekt bei einer Umstellung auf vegetarische oder vegane Ernährung.
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Wegen ineffizienter Ernte und Logistik: Ein Drittel aller Nahrungsmittel muss entsorgt werden
Gleichzeitig müssten aber auch die Ernte und die Lieferketten effizienter gemacht werden, damit weniger Waren auf dem Weg zum Verbraucher verderben. Aktuell müsse noch rund ein Drittel aller Nahrungsmittel infolge von Verzögerungen und Ineffizienz bei der Ernte, der Logistik oder im Handel entsorgt werden.
Hier könne digitale Technik Verbesserungen bringen – etwa durch Optimierung der Bewässerung und Düngung und eine genaue Verfolgung der Waren bei der Lieferung. Zusammen könne all dies wesentlich dazu beitragen, den wachsenden Nahrungsmittelbedarf auf nachhaltige Weise ohne deutliche Preissteigerungen zu sichern, heißt es in der Studie. (dpa/lwe)
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