Versorgung zwischen BetonpfeilernNotaufnahme in der Tiefgarage: Wie gut ist Hamburg auf Krieg vorbereitet?

Eine überlebenswichtige Notlösung!
Zwischen Betonpfeilern, unter Neonlicht, auf nummerierten Stellplätzen reihen sich provisorische Patientenbetten aneinander. Ein beklemmendes Bild und doch eine durchdachte Option für den Fall, dass die Stadt angegriffen wird. Die Idee stammt aus der Ukraine.
Notaufnahme unter Hamburger Behörde
Aufgebaut hat die Notaufnahme das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg, gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk und dem Deutschen Roten Kreuz. Sie wollen rund 100 Patienten in 24 Stunden behandeln können. Das entspricht einer durchschnittlichen Hamburger Notaufnahme.
Der Ort hat Symbolkraft: Die Tiefgarage liegt unter der Hamburger Sozialbehörde im Stadtteil Barmbek-Süd, also genau dort, wo auch die Gesundheitspolitik der Stadt gemacht wird. Das Modell lasse sich auf nahezu jede Tiefgarage übertragen, so Generalarzt und Leiter des Bundeswehrkrankenhaus Dr. Thomas Harbaum.
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„Ich will jetzt gar nicht so weit gehen, dass wir Drohnenspektakel hier über Hamburg erwarten. Es geht jetzt darum, dass wir hier gucken, in welcher Art und Weise wir improvisiert so eine Infrastruktur in Betrieb nehmen können und das möglichst schnell”, sagt er im Gespräch mit RTL.
Operationen seien vorerst nicht geplant. Möglich wäre als nächster Schritt eine erste stabilisierende chirurgische Versorgung, wie die Bundeswehr sie aus Auslandseinsätzen kennt.
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Drei Tage Ernstfall: Die Übung „Red Storm Charlie”
Die Notaufnahme im Untergrund war Teil der Bundeswehr-Übung „Red Storm Charlie”. Unter der Leitung des Landeskommandos Hamburg trainierten rund 500 Soldaten gemeinsam mit Polizei, Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Behören, wie sie im Krisen- oder Verteidigungsfall zusammenarbeiten. Der Einsatz lief vom 24. bis 26. September.
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„Red Storm Charlie” ist bereits die dritte Übung dieser Reihe nach „Red Storm Alpha” 2024 und „Red Storm Bravo” 2025. Die Namen folgen dem Buchstabieralphabet der NATO.

Die Politik wolle mit den Übungen keine Panik schüren. „Ich will nicht, dass Angst verbreitet wird. Ich will keine Verunsicherung, sondern ich will, dass wir vorbereitet sind auf das, was kommen kann”, sagte Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (B’90/Die Grünen) am Samstag (26. September).
2027 soll mit „Red Storm Delta” die nächste Runde folgen. Bis dahin wird ausgewertet, was in diesem Jahr funktioniert hat und was nicht. Die Tiefgarage unter der Sozialbehörde ist inzwischen wieder ein ganz normaler Parkplatz.
Verwendete Quellen: RTL-Recherche



