Ein Virus hält die Welt in Atem

LIVE-TICKER Coronavirus - alle Infos und Entwicklungen vom 16. April 2020

16. April 2020 - 23:45 Uhr

Im Video: Das sind die neuen Regeln

Seit Wochen befindet sich Deutschland im sogenannten "Lockdown". Während es erste vorsichtige Schritte "zurück" gibt, geht der Kampf gegen das Virus auf der ganzen Welt weiter. Im Live-Ticker erfahren sie alle wichtigen Infos und Entwicklungen.

Hier finden Sie eine Übersicht der Maßnahmen der Bundesländer und hier alles von A bis Z, was Sie über das Coronavirus wissen müssen.​

TVNOW-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Wie besiegen wir Corona? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Stunde Null - Wettlauf mit dem Corona-Virus" (Teil 2)

+++ LIVE-TICKER +++

RTL NEWS empfiehlt

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23:33 Uhr - Betrug mit Soforthilfen jetzt auch in Sachsen

In Sachsen sind betrügerische Webseiten zur Beantragung von Corona-Soforthilfen für Unternehmen aufgetaucht. "Die Auszahlung der Soforthilfe-Zuschüsse des Bundes wird bis zur Klärung des Sachverhaltes gestoppt", teilte die Sächsische Aufbaubank (SAB) am Donnerstagabend mit. "Die Darlehen des Freistaates Sachsen sind davon nicht betroffen." Die Bank habe "alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um Fehlleitungen öffentlicher Mittel zu vermeiden". Anträge für beide Programme könnten weiterhin gestellt werden, erklärte die Bank. Um Schäden zu vermeiden, sollten Antragsteller beim Aufrufen der Webseite zur Antragstellung auf die korrekte Schreibweise der Internetadresse der SAB achten: https://www.sab.sachsen.de/.

Zuvor war in Nordrhein-Westfalen nach Betrügereien das Soforthilfe-Programm für kleine Betriebe in der Corona-Krise zeitweise gestoppt worden.

23:27 Uhr - Sieben Anzeigen gegen Spahn

dpatopbilder - 14.04.2020, Hessen, Gießen: Bei einem Besuch der Uniklinik Gießen drängen sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU, l), und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU, M) mit Begleitern in einem Fahrstuhl. Dafür, dass sie sic
Für diese Aufzugfahrt gab es viel Spott - und jetzt auch sieben Anzeigen.
© dpa, Bodo Weissenborn, tba

Bei einem Besuch der Uniklinik Gießen am Dienstag drängten sich Gesundheitsminister Spahn, Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und Sozialminister Kai Klose zusammen mit ihren Begleitern in einen Aufzug. Ein Foto von dem "Zwischenfall" sorgte für Schlagzeilen. Ein Sprecher des Gießener Polizeipräsidiums bestätigte jetzt, dass wegen des Vorfalls sieben Anzeigen gegen den Gesundheitsminister und seine Begleiter erhoben wurden. Sozialminister Kai Klose (Grüne) bedauert die Aufzugfahrt. "Das war eine Situation, die so nicht hätte passieren dürfen",  sagte der Politiker am Donnerstag.

23:20 Uhr - Frankreich bittet um Streichung der Miete für kleine Läden

Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire erwartet von großen Immobilienunternehmen, in der Coronavirus-Krise die Miete für kleine Unternehmen zu streichen. Er habe sich mit allen großen Immobilienunternehmen getroffen, und bitte sie um eines, sagte er am Donnerstagabend im französischen Fernsehen. "Für die sehr kleinen Unternehmen, die zur Schließung gezwungen wurden, diejenigen mit weniger als zehn Beschäftigten, bitte ich sie nicht, die Miete aufzuschieben: Ich bitte sie, drei Monatsmieten zu streichen."

In Frankreich sind seit Mitte März alle Läden, die nicht zur Grundversorgung gehören, geschlossen. Dazu gehören neben Restaurants und Bars zum Beispiel auch Bekleidungsgeschäfte. Der nationale Verband der Einkaufszentren etwa hatte sich zuletzt für eine Stundung der Mieten von Geschäften in den Zentren ausgesprochen.

23:10 Uhr - Aktuelle Zahlen der Johns-Hopkins-Universität

Land Infizierte  Tote 
Weltweit 2.127.873 141.454
USA 65.3825 31.628
Spanien  182.816 19.130
Italien 168.941 22.170
Frankreich 141.900 17.941
Deutschland 135.843 3.890
Großbritannien  104.135 13.759

23:01 Uhr - Maradona mit Mundschutz

Ein Denkmal für die argentinische Fußballlegende Diego Maradona in Buenos Aires trägt jetzt einen Mundschutz. Die vier Meter hohe Statue vor dem Stadion der Argentinos Juniors ist mit einer weißen Maske ausgestattet worden. Laut einem Bericht des Sportportals TyC Sports wurden in der argentinischen Hauptstadt zuletzt eine ganze Reihe von Monumenten mit Atemschutzmasken versehen, um die Bevölkerung für die Gefahr durch die Lungenkrankheit Covid-19 zu sensibilisieren. Wegen der grassierenden Corona-Pandemie ist das Tragen eines Mundschutzes in der Haustadt Buenos Aires und der gleichnamigen Provinz seit kurzem verpflichtend.

22:50 Uhr - Sehr positive Entwicklung bei Ansteckungsrate in Deutschland

Laut dem Robert-Koch-Institut ist in Deutschland die Ansteckungsrate endlich unter die angepeilte Marke von eins gefallen. Statistisch gesehen stecke ein Infizierter nun weniger als einen weiteren Menschen an, teilte das RKI im täglichen Lagerbericht mit. Die sogenannte Reproduktionszahl liege derzeit etwa bei 0,7. Die Schwankungsbreite der Schätzung liege zwischen 0,5 und 0,8. In den vergangenen Tagen hatte der Wert bei eins oder leicht darüber gelegen, am Mittwoch mit 0,9 erstmals knapp darunter

22:45 Uhr - Corona-Krise für Europa ein „Moment der Wahrheit“

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sieht in der aktuellen Corona-Pandemie eine Gefahr für die Europäische Union, wenn reichere Länder sich nicht solidarisch zeigen. Für Europa sei die Krise ein «Moment der Wahrheit», sagte Macron der "Financial Times" am Donnerstag. Die reicheren Länder hätten eine besondere Verantwortung. "Wir brauchen Finanztransfers und Solidarität, und sei es nur, damit Europa durchhält."

22:37 Uhr - Altmaier stellt weitere Lockungen in Aussicht

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat weitere behutsame Lockerungen für die Wirtschaft angedeutet. "Das, was wir verantworten können, werden wir auch tun", sagt der CDU-Politiker in der ARD. Dies könne aber nur schrittweise gehen. Es wäre katastrophal, sollten Lockerungen später wieder zurückgenommen werden müssen, weil die Infektionszahlen erneut sehr stark stiegen. Die Grenze im Einzelhandel mit 800 Quadratmetern Verkaufsfläche sei nicht willkürlich gewählt, sondern im Recht die Grenze zwischen großen und kleinen Läden.

21:20 Uhr - Internationales Lob für Gesundheitsminister Spahn

Gesundheitsminister Jens Spahn ist in Deutschland als Krisenmanager der Corona-Zeit bereits  oft gelobt worden. Nun punktet er auch im Ausland - unter anderem in den USA. Vor kurzem ist er vom
TV-Sender CNBC zu einer Schalte eingeladen und ausführlich dazu befragt worden, warum man in Deutschland so erfolgreich in der Corona-Bekämfung ist, und vor allem auch, warum wir eine vergleichsweise niedrige Todesrate zu beklagen haben.

Spahn erzählte in dem TV-Interview, dass dies vor allem an dem guten und funkionierenden Gesundheitssystem liege, welches in Deutschland exisitiert. Dies führe zu dem Umstand, dass die Bürger reativ früh Ärzte aufsuchen, so dass Mediziner in einem frühen Stadium helfen können. In Deutschland gehe man nicht erst dann zum Arzt, wenn es zu spät ist. Und Patienten mit milden Verläufen bekämen ebenso eine gute Behandlung wie ein schwer Erkrankter. Dies führe zur besseren Kontrolle der Epidemie, und zu einer einer hohen Rate an Genesenen. Auch hob Spahn hervor, dass sämtliche Kliniken gebeten wurden, nicht dringende Operationen zu verschieben. Dies habe dazu geführt, dass genug Betten für Corona-Patienten bereit stehen würden. Und zwar so viele, dass auch Patienten aus dem europäische Ausland in Deutschland behandelt würden.

21:00 Uhr - Reichsbürger wollen gegen Virologen vorgehen

Eine Gruppe von Reichsbürgern formiert sich gegen die angeordneten Corona-Schutzmaßnahmen. Die selbst ernannte "Reichsbewegung" will Politiker, Staatsbeamte, Virologen und Vertreter der Medien strafrechtlich verfolgen lassen, weil sie für die "Inszenierung des unglaublich dreisten Corona-'Virus'-Theaters" verantwortlich seien. Das berichtet die "Tagesschau" unter Berufung auf eine E-Mail der Gruppierung. Die unbekannten Urheber bezeichnen darin das Vorgehen der Bundesregierung als "Vernichtungskrieg gegen die europäischen Völker und besonders gegen uns Deutsche".

20:35 Uhr- Massentests in belgischen Altenheimen starten

Belgien beginnt mit einem dreiwöchigen Programm für Massentests in Altersheimen. Insgesamt sollen mehr als 210.000 Bewohner und Mitarbeiter auf das Virus überprüft werden. Als einer der wenigen Länder in Europa bezieht Belgien alle Todesfälle außerhalb von Krankenhäusern in seine Statistiken ein, die Symptome von Covid-19 aufwiesen, auch wenn die Krankheit nicht bestätigt würde. Dies könnte zu der vergleichweise hohen Totenzahl von 4857 beitragen, von denen fast die Hälfte aus Altersheimen gemeldet wurde.

​20:15 Uhr - Polen öffnet Parks und Wälder

Polen will die Schutzmaßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung der Corona-Epidemie vorsichtig lockern. Ab kommendem Montag werde der Aufenthalt in Wäldern, Parks und Grünanlagen wieder erlaubt, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Donnerstag in Warschau. "Das bringt größeren psychischen Komfort." Zudem dürfen sich Minderjährige ab 13 Jahren künftig wieder ohne Begleitung von Erwachsenen in der Öffentlichkeit bewegen. Auch solle in Geschäften wieder eine größere Zahl von Kunden zugelassen werden. Bislang sind nur Lebensmittelgeschäfte, Drogerien und Apotheken geöffnet. In einer weiteren Phase werde man Handwerksbetriebe und den Handel über die bisherigen Geschäfte hinaus wieder anlaufen lassen, kündigte Morawiecki an. Einen zeitlichen Horizont dafür nannte er nicht. Seit dem 13. März gelten in Polen weitgreifende Restriktionen des öffentlichen Lebens.

20:10 Uhr - Konzept zur Öffnung von Sportanlagen in Arbeit

Der Deutsche Olympische Sportbund will sich "für eine verantwortungsbewusste Öffnung der Sportanlagen einsetzen, weil unser Land damit zum richtigen und wichtigen Zeitpunkt organisierte Beweglichkeit erfahren kann". Dies sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann nach den Entscheidungen der Bundesregierung in der Corona-Pandemie. Man trage die Beschlüsse der Regierung mit und werde jetzt spezifische Übergangs-Regeln entwickeln, um einen Sport- und Trainingsbetrieb in den Vereinen zu ermöglichen. "Wie wertvoll der Sport in unserem Leben ist und wie stark der Verzicht darauf schmerzt, erleben und spüren wir alle von Tag zu Tag deutlicher. Daher werden wir seitens des DOSB den offenen Dialog mit der Politik konsequent fortsetzen", sagte Hörmann.

19:35 Uhr - Zwischenlösung für Flüchtlinge auf der „Alan Kurdi“

Seit zehn Tagen liegt das deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" mit über 140 Flüchtlingen vor der Küste der italienischen Stadt Palermo. Italienische Behörden hatten der Besatzung verboten, wegen der Corona-Pandemie, die Flüchtlinge an Land zu lassen. Auch die Crew durfte das Schiff nicht verlassen. Nachdem sich die Lage an Bord zunehmend zugespitzt hatte, scheint jetzt eine Lösung in Sicht: An diesen Freitag sollen die Migranten auf einem italienischen Schiff in Quarantäne kommen. Dort sollten sie in der Corona-Krise vom Roten Kreuz versorgt werden, teilte das Verkehrsministerium in Rom mit. Auch die Crew müsse wahrscheinlich in Isolation auf das Schiff, sagte der Sprecher der Hilfsorganisation Sea-Eye, Gorden Isler. Was mit den Migranten nach der zweiwöchigen Quarantäne geschieht, ist unklar.

18:55 Uhr - Rätsel um 17 Leichen in US-Pflegeheim

Eine schockierende Entdeckung machten Polizisten aus Sussex County im US-Bundesstaat New Jersey: In einer Pflegeeinrichtung entdeckten sie 17 Leichen. Die Beamten hatten zuvor einen anonymen Hinweis erhalten, wonach viele Tote in einem Schuppen, neben dem Heim, gelagert würden. Leider stellte sich nur der vermeintliche Lageort als falsch heraus. In dem Pflegeheim grassiert seit einiger Zeit das Coronavirus. Mit den 17 neuen Todesfällen, summiert sich die Zahl aller Opfer in den letzten Tagen auf 67. Allerdings wurden bisher nur 26 Opfer positiv auf das Virus getestet. Die Polizei hat jetzt mit umfangreichen Untersuchungen begonnen.

Das Pflegeheim gilt mit über 700 Betten als eine der größten Einrichtungen im Bundestaat New Jersey. Auf Bewertungsportalen schnitt das Heim in der Vergangenheit immer wieder sehr schlecht ab. Vor allen Dingen in den Bereichen medizinische und pflegerische Betreuung der Patienten.

17:25 Uhr – Prinz Harry und Meghan spenden 100.000 Euro an Bedürftige

ARCHIV - 25.09.2019, Südafrika, Kapstadt: Prinz Harry, Herzog von Sussex, seine Frau Herzogin Meghan und Sohn Archie treten während eines offiziellen Besuchs in Kapstadt vor die Kamera. Am 31. März scheidet das Paar aus dem königlichen Leben aus. Fot
Meghan und Harrys letzter royaler Auftritt in Südafrika
© dpa, Toby Melville, ihe

Prinz Harry und seine Frau Meghan spenden die Einnahmen, die sie mit den TV-Rechten der Übertragung ihrer Hochzeit verdient haben, an die Organisation "Feeding Britain". Mit dem Geld sollen Bedürftige in Großbritannien mit Essen versorgt werden. Die Einnahmen beliefen sich auf umgerechnet circa 100.000 Euro.

Der Prinz verriet während eines Video-Gesprächs mit der Wohltätigkeitsorganisation WellChild zudem, dass er die Zeit mit seiner Frau Meghan und seinem Sohn Archie während der Krise sehr genieße: "Man muss diese Momente, in denen man sich hysterisch lachend auf dem Boden kugelt, zelebrieren. Eine halbe Stunde später oder einen Tag später wird es ja auf jeden Fall wieder irgendwas geben, um das man sich kümmern muss, und da kann man nicht von wegrennen.", sagte der Prinz zu seiner derzeitigen Situation. Es seien zwar merkwürdige Zeiten, doch ginge es darum, die Moral hochzuhalten.

17:15 Uhr - Aktuelles Stimmungsbild: Mehrheit der Bundesbürger mit Lockerungen zufrieden

Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv, finden die meisten Deutschen die gestern verkündeten Lockerungsmaßnahmen gut.

Mehr als 88 Prozent der Befragten finden es richtig, dass Großveranstaltungen bis Ende August verboten bleiben. Selbst die weiterhin geschlossenen Kitas, stoßen bei rund 85 Prozent der Bürger auf Verständnis. Die schrittweise Öffnung der Schulen ab dem 4. Mai befürworten 82 Prozent.

Fast ein Drittel der von Forsa befragten Personen findet jedoch, die weiter andauernde Schließung von Restaurants, Biergärten und anderen gastronomische Einrichtungen nicht richtig. Hier sind nur 69 Prozent mit den Lockerungsregeln einverstanden.

Eine Ausnahme bilden die befragten Wähler der AfD. 52 Prozent von ihnen, halten das am Mittwoch vorgestellte Maßnahmenpaket für nicht angemessen und ausgewogen.

16:35 Uhr -Außenminister: Deutschland wird nicht für die USA in Sachen WHO-Zahlung einspringen

Außenminister Heiko Maas hat sich nach einer Videokonferenz mit seinen Amtskollegen vor der deutschen Presse geäußert. Maas skizzierte drei Themen, die auf europäischer Ebene in der Coronakrise nun im Fokus stehen. Dazu gehört zum Beispiel die Sicherstellung des Zugangs zur Behandlung und Impfung vor allem in Ländern mit einer schwächeren Gesundheitsversorgung. Außerdem der Zugang zur neutralen Berichterstattung über das Virus - weg von Fake News, die die Nachrichtenwelt unterwandern wollen. Und die allgemeine Stärkung der Gesundheitssysteme, damit Erreger künftig weltweit frühzeitig erkannt werden können.Auf die Frage, ob Deutschland für den Zahlungsstopp der USA einstehen wird, sagte Außenminister Maas, dass er es schlecht fände, "direkt wieder einzuspringen". Die Mittel für die WHO habe Deutschland in der Vergangenheits bereits immer wieder erhöht. Über weitere Erhöhungen sei man dennoch im Gespräch. Und er würde es begrüßen, wenn die WHO und die USA trotz allem im Gespräch bleiben.

16:34 Uhr - Bundesverkehrsministerium will Einbau von Trennwänden in Taxis fördern

Zum Schutz von Fahren und Fahrgästen sollen mehr Trennvorrichtungen in Taxis eingebaut werden. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sagte, sein Ministerium plane Sonderförderungen für den Einbau solcher Schutzmaßnahmen. "Wir haben die Rückmeldung von den Taxiverbänden, dass es kostengünstige Nachrüstsätze für Trenneinrichtungen zwischen Fahrer und Fahrgast gibt, um beide zu schützen. Das ist eine zusätzliche Ausstattung, die man schnell montieren kann.", erklärte Scheuer am Nachmittag.

16:23 Uhr - Erster Tierpark öffnet wieder am Freitag

Das Safariland in Schloß Holte-Stukenbrock im Kreis Gütersloh wird am Freitag wieder die Tore öffnen. Laut den Betreibern ist es damit der erste Tierpark in Deutschland, der seit der Corona-Krise wieder für Besucherinnen und Besucher zugänglich ist. Unter strengen Auflagen sei es nun ab Freitag möglich, dass Besucher aus ihren Autos heraus die rund 600 Wildtiere bewundern können.

"Die ganze Idee ist aus der Not heraus enstanden, dass unsere Kassen leer sind. Wir haben dann wochenlang mit den Behörden und der Landesregierung gesprochen", sagte der zoologische Leiter Markus Köchling am Donnerstag.

Es dürfen allerdings nur Personen aus einem Hausstand in einem Auto kommen. "Das prüfen wir durch die Personalausweise", so Köchling. Auch die Tickets müssen online erworben und dann zum Scannen an die Fensterscheibe gehalten werden.

16:15 Uhr - Pressestatement des Bundesaußenministers Heiko Maas

Bundesaußenminister Heiko Maas wird am Donnerstagnachmittag etwa ab 16.30 Uhr ein Statement zur Zusammenarbeit mit anderen Staaten in der Corona-Krise abgeben. Zuvor nimmt Maas an einer Videoschalte mit Amtskollegen teil. Die Pressekonferenz sehen Sie im Livestream bei "RTL.de".

15:10 Uhr - Ausnahmeregelungen für Geschäfte in NRW

NRW will Ausnahmeregelungen für Geschäfte über 800 Quadratmetern schaffen. Ab Montag dürfen auch Einrichtungshäuser und Babyfachmärkte wieder öffnen, gab Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Donnerstag bekannt. Bund und Länder hatten sich am Mittwoch darauf geeinigt, alle Geschäfte bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche, sowie - größenunabhängig - Autohäuser, Fahrradhändler und Buchhandlungen die Öffnung zu erlauben.

14:38 Uhr - Schulen in NRW machen zum Teil schon ab Montag wieder auf

Ab Montag sollen weiterführende Schulen in NRW wieder schrittweise öffnen. Zunächst sollen nur Lehrkörper und weiteres Personal der Schulen zurück in den Arbeitsalltag kehren und Hygienemaßnahmen treffen. Ab Donnerstag, den 23. April sollen dann Schülerinnen und Schüler der Abiturklassen, Abschlussklassen der 10. Klassen und Berufsschulen zurück in den Unterricht kehren. Das gab NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer am Donnerstag bekannt. Insgesamt sollen in NRW 148.000 von 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler ab kommenden Donnerstag wieder zur Schule gehen. Grundschulen bleiben zunächst geschlossen. Hier visiert NRW den 4. Mai an: Ab dann sollen zumindest Schülerinnen und Schüler der vierten Jahrgangsstufe zurück in den Unterricht dürfen. In Kitas soll es zunächst nur eine Notbetreuung geben.

13:45 Uhr - Österreich will alle Menschen in Altenheimen testen

In Österreich sollen alle Bewohner und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen auf das Coronavirus getestet werden. Laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober betrifft dies 130.000 Menschen in über 900 Einrichtungen. Er verweist darauf, dass das Coronavirus als Ursache für die Sterblichkeit bei Menschen in Alten- und Pflegeheimen besonders hoch sei. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen ist stark zurückgegangen. Laut Gesundheitsministerium gibt es 14.370 bestätigte Fälle und 410 Todesfälle. Rund 9000 Menschen seien wieder genesen. Es gab bislang rund 162.800 Corona-Tests.

13:36 Uhr - Volkswagenumsatz geht um fünf Milliarden Euro zurück

Der Volkswagen-Konzern hat im ersten Quartal wegen der Coronavirus-Pandemie deutliche Einbußen hinnehmen müssen und streicht seine Jahresprognose. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen geht der Vorstand derzeit davon aus, dass die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2020 nicht mehr erreicht werden können, wie es vom Dax-Konzern am Donnerstag in Wolfsburg hieß. Im ersten Quartal ging der Umsatz nach vorläufigen Zahlen von 60 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 55 Milliarden Euro zurück.

Das operative Ergebnis sackte auch wegen Turbulenzen bei Rohstoffpreisen und auf den Kapitalmärkten auf 0,9 Milliarden Euro ab. Vor einem Jahr hatte es noch bei 3,9 Milliarden Euro gelegen. Zu dem Ergebnis unterm Strich machte das Unternehmen zunächst keine Angaben.

13:25 Uhr - Umfrage: Jedes zehnte Kind fühlt sich zu Hause einsam und unwohl

Die meisten Kinder in Deutschland vermissen in der Corona-Krise den Kontakt zu Freunden, genießen aber die zusätzliche Zeit zu Hause - jedoch fühlt sich jedes zehnte Kind daheim allein und unwohl. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von Save the Children.

Während die Kinder vor allem unter den fehlenden Kontakten leiden, nannten die meisten Eltern die Ungewissheit über die Dauer der Maßnahmen als größte Belastung. 

Als das größte Problem in der aktuellen Situation empfindet eine große Mehrheit der Kinder (85 %), dass sie ihre Freunde nicht mehr sehen können. Die Ungewissheit, wie lange die Krise und die Kontaktbeschränkungen noch dauern werden, belastete vor Ostern 60 % der Kinder, während 47 % der Mädchen und Jungen störte, dass sie nicht zur Schule gehen können. Mehr als ein Viertel der Kinder wissen nicht, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen (29 %) oder empfinden sich als "zu Hause eingesperrt" (26 %). 

12:59 Uhr - Söder "sehr, sehr skeptisch" für das Oktoberfest

ARCHIV - 25.09.2019, Bayern, München: Oktoberfest 2019 - Die Figur des Engel Aloisius hängt an der Decke des Hofbräuzelt. Bayerns Ministerpräsident M. Söder (CSU) sieht wegen der Corona-Pandemie das Oktoberfest in diesem Jahr in akuter Gefahr. (zu dp
Oktoberfest 2020 vor dem Aus
© dpa, Felix Hörhager, hoe sab

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist "sehr, sehr skeptisch", ob das Münchner Oktoberfest in diesem Jahr stattfinden kann. Er werde zusammen mit Oberbürgermeister Dieter Reiter in den nächsten zwei Wochen eine Entscheidung treffen, sagt Söder. Reiter sehe die Lage aber ähnlich wie er. Zu dem Volksfest, das vom 19. September bis 4. Oktober dauern soll, kommen jedes Jahr Millionen Gäste aus dem In- und Ausland. Gottesdienste könnten im Mai in Bayern möglicherweise unter Bedingungen wieder stattfinden, sagt Söder.

12:57 Uhr - „Kölner Lichter“ können nicht wie geplant stattfinden

«Kölner Lichter»
Feuerwerkskörper erleuchten bei der Veranstaltung "Kölner Lichter" den Nachthimmel.
© deutsche presse agentur

Das bekannte Feuerwerksspektakel "Kölner Lichter" wird wegen der Corona-Krise nicht wie geplant stattfinden können. Da Großveranstaltungen bis zum 31. August untersagt seien, könne auch die Feuerwerksshow "in diesem Zeitraum" nicht durchgeführt werden, teilten die Veranstalter am Donnerstag auf ihrer Website mit. "Wir vertrauen bei dieser Entscheidung der Einschätzung der Bundesregierung und erkennen deren Notwendigkeit im Sinne unseres höchsten Gutes, unser aller Gesundheit, an!"

Die Feuerwerksspektakel am Rhein hätte eigentlich Mitte Juli die Massen begeistern sollen. In den vergangenen Jahren kamen Hunderttausende Schaulustige. Die Vorbereitungen liefen bereits seit einem Dreivierteljahr. Die Veranstalter erklärten, das man nun mit allen Beteiligten "die verschiedenen Optionen" bespreche wolle.

12:38 Uhr – Bayerns Ministerpräsident warnt vor Lockerungen

"So lange es keinen Impfstoff gibt, solange es keine Medikamente gibt, dürfen wir nichts riskieren. Wir müssen lernen mit der Pandemie zu leben. Sonst droht ein Rückfall und härtere Maßnahmen. Wir werden keine Experimente machen.", so Ministerpräsident Markus Söder auf einer Pressekonferenz. Er sagte aber auch:

"Wir sehen einen Silberstreifen am Horizont".

Deshalb sollen auch in Bayern die strengen Maßnahmen vorsichtig gelockert werden. Allerdings langsamer als in anderen Bundesländern.

Ausgangsbeschränkungen bleiben in Bayern zwar, mit  Ausnahmen: eine Kontaktperson ist erlaubt. Bayern erlässt Maskengebot für Öffentlichen Nahverkehr und Geschäfte. Wenn das nicht funktioniert will Bayern Maskenpflicht erlassen.

In Bayern werden ab dem 20. April Baumärkte und Gärtnereien wieder geöffnet. Ab dem 27. April sollen Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern Fläche öffnen dürfen. Ab 4. Mai sollen auch Friseure aufmachen.

12:18 Uhr – Experte verlangt: Schulen auch für Grundschüler öffnen

Ab Montag öffnen wieder die ersten Schulen. Aber nur für ältere Schüler. Für Infektionsepidemiologe Prof. Ulrichs ist das nicht nachvollziehbar. "Es gibt keinen Grund, weshalb Grundschüler nicht auch ordentlich mit einem Mund-Nasen-Schutz umgehen sollten." betont er im Gespräch mit RTL-Reporterin Nina Lammers.

12:00 Uhr - Weniger als ein Viertel der Deutschen will wegen Corona in Geschäften einkaufen

Weniger als ein Viertel der Menschen in Deutschland möchte einer Umfrage zufolge im lokalen Einzelhandel einkaufen, solange noch Corona-Beschränkungen gelten. Ein Drittel der Befragten wartet lieber, bis die Einschränkungen vollständig aufgehoben sind, wie aus einer repräsentativen Verbraucherumfrage der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hervorgeht. Demnach ist den Menschen besonders wichtig, dass es in den Geschäften Desinfektionsmöglichkeiten gibt, Abstandsregeln eingehalten werden und der Laden regelmäßig desinfiziert wird. BCG befragte vom 10. bis zum 13. April 3040 in Deutschland lebende Menschen.

11:38 Uhr - Internetseite hilft Suche nach Arzt in Corona-Zeiten

Welcher Arzt testet auf Corona? Wo kann man als chronisch Kranker im Wartezimmer sitzen, ohne Kontakt mit Infizierten fürchten zu müssen? Und wer behandelt mich trotz Infektion? Patienten mit solchen Fragen sollen mit einem Online-Wegweiser leichter Ärzte finden, die sich in Corona-Zeiten auf Infektionsschutz eingestellt haben. Die Hausärztin Ulrike Leimer-Lipke, die selbst in einem Zelt vor ihrer Praxis Berlin-Reinickendorf Verdachtsfälle testet, hat dafür die nichtkommerzielle Seite www.virusdoc.de initiiert.

Bundesweit hätten sich Praxen organisiert und selbst oder gemeinsam mit Kollegen kreative Lösungen gefunden - dies wolle man sichtbar machen, erklärte Leimer-Lipke. Auf dem Portal sollen sich Ärzte eintragen können, die zum Beispiel geschützte Sprechstunden für nicht-infizierte Patienten, separate Covid-19-Sprechstunden oder auch Antikörpertests als Hinweis auf eine durchgemachte Infektion anbieten. Die Seite ist im Aufbau – "bitte, liebe Kollegen, loggt euch alle ein", appellierte die Ärztin kürzlich im RBB. Derzeit hat die App für suchende Patienten in Deutschland noch großflächige Lücken.

11:12 Uhr - Jetzt auch Festivals "Rock am Ring" und "Rock im Park"» wegen Corona abgesagt

ARCHIV - 08.06.2019, Rheinland-Pfalz, Nürburg: Rockfans drängen sich während des Auftritts der Band "Feine Sahne Fischfilet" vor der Hauptbühne des Open-Air-Festivals "Rock am Ring". (zu dpa: "Das Jahr der Absagen in der Kultur") Foto: Thomas Frey/dp
Rock am Ring
© dpa, Thomas Frey, tfr wst

Wegen der verlängerten Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie haben die Veranstalter die Zwillingsfestivals «Rock am Ring» und «Rock im Park» Anfang Juni abgesagt. Das teilte der Veranstalter Live Nation am Donnerstag in Frankfurt mit.

Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich am Mittwoch zwar auf erste vorsichtige Lockerungen in der Coronavirus-Krise verständigt. Großveranstaltungen aber sind den Beschlüssen zufolge bis zum 31. August grundsätzlich untersagt.

11:04 Uhr - Wieso Südkorea im Kampf gegen Corona so erfolgreich ist

Südkorea hat den Kampf gegen die Corona-Pandemie besser im Griff als andere Länder und wird von vielen Experten für sein Vorgehen gelobt. Dazu gehören ein rasch aufgezogenes Programm für Massentests und eine Vielzahl an Quarantänebestimmungen. Zudem greift das Land auf Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) zurück, um Infektionsketten nachzuverfolgen, Bewegungsprofile infizierter Menschen zu erstellen und Kontaktpersonen zu warnen.

Eine wichtige Funktion haben Rückverfolgungs-Apps. Jeder, der ein Smartphone besitzt, wird automatisch über einen "Notfallhinweis" alarmiert, wenn er oder sie in die Nähe eine Ortes kommt, der in Zusammenhang mit einem erfassten Infektionsfall steht. Das öffentliche Alarmsystem lässt sich aber auch ausstellen.

10:35 Uhr - Großbritanien will Corona-Maßnahmen um drei Wochen verlängern

A man is seen wearing a protective face mask at a bus station as the spread of coronavirus disease (COVID-19) continues in London, Britain, April 15, 2020. REUTERS/Hannah McKay
Coronaviurs in London
© REUTERS, HANNAH MCKAY, cpg

Großbritannien will die Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie britischen Medien zufolge um drei Wochen verlängern. Die Entscheidung solle nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats Cobra noch am Donnerstag offiziell verkündet werden. Gesundheitsminister Matt Hancock sagte dem Sender BBC: "Für Änderungen ist es noch zu früh. Die Zahlen gehen noch nicht zurück."

Die Ausgangsbeschränkungen waren am 23. März verhängt worden. Die Briten dürfen ihre Wohnungen kaum noch verlassen. Erlaubt sind der Einkauf wesentlicher Dinge wie Lebensmittel und Medikamente. Alle Läden, die nicht zur Grundversorgung dienen, sind geschlossen. Sport ist nur einmal am Tag und nur mit Mitgliedern desselben Haushalts erlaubt. Versammlungen von mehr als zwei Personen sind verboten.

10:12 Uhr - Das sind die neuen Regeln

Gestern hat die Kanzlerin die neuen Regeln verkündet. Im Video fassen wir noch mal alles zusammen.

09:52 Uhr - In Deutschland mehr Geheilte als Infizierte

In Deutschland mehr Geheilte als Infizierte
In Deutschland mehr Geheilte als Infizierte
© Johns Hopkins University

Laut Johns Hopkins Universität gibt es in Deutschland mittlerweile mehr als 77.000 geheilte Covid-19 Patienten. Aktuell noch mit dem Coronavirus infiziert sind 57.753 Menschen. Hier alle Zahlen.

09:32 Uhr - Weniger Covid-19-Tote in Regionen mit viel Homeoffice

Weniger Covid-19-Tote in Regionen mit viel Homeoffice
Weniger Covid-19-Tote in Regionen mit viel Homeoffice
© Statista

Viele Unternehmen haben ihre Mitarbeiter derzeit ins Homeoffice geschickt. Dies hat Forschern der Universität Mannheim zur Folge deutlich zur Eindämmung der Neuinfektionen mit dem Coronavirus beigetragen und somit auch die Zahl der entsprechenden Todesfälle deutlich reduziert. Das ergibt eine Auswertung von statista. 

Weniger Covid-19-Tote in Regionen mit viel Homeoffice
Weniger Covid-19-Tote in Regionen mit viel Homeoffice
© Statista

09:13 Uhr - Wacken-Festival fällt dieses Jahr definitiv aus

04.08.2018, Schleswig-Holstein, Wacken: Zahlreiche Festivalbesucher stehen vor einer der Hauptbühnen des Wacken Open Air Festivals. Das nach Veranstalterangaben größte Heavy-Metal Festival der Welt besuchen 75000 Menschen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa
Wacken Open Air - Letzter Festivaltag 2018
© dpa, Daniel Reinhardt, dan soe

"Wir müssen euch schweren Herzens mitteilen, dass es in diesem Jahr kein Wacken Open Air geben wird."

Das wird viele Fans schwer enttäuschen. Die Veranstalter haben heute entschieden: Wacken 2020 ist komplett abgesagt.

"Unser gesamtes Team hat auch in den letzten Monaten intensiv an dem Festival gearbeitet. Umso mehr sind wir alle enttäuscht, dass wir in diesem Jahr kein Wacken Open Air mit euch feiern dürfen. Diese Nachricht trifft uns tief und muss auch von uns erst einmal verarbeitet werden."

Das Wacken-Festival musste damit zum ersten Mal in der 30-jährigen Geschichte abgesagt werden.

09:05 Uhr - Saarlands Ministerpräsident: Deshalb öffnen wir nicht alle Geschäfte

Im RTL-Interview warnt Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans vor zu schnellen Lockerungen:

"Es ist jetzt zu früh, um über den Sommerurlaub zu debattieren. Völlig klar ist aber, dass wir aber auch im Sommer nicht können große Konzerte oder Massenveranstaltungen abhalten, weil man sich da schlichtweg zu nah kommt und das Infektionsrisiko viel zu groß ist. … Wir tasten uns ganz vorsichtig voran, wir fahren quasi auf Sicht mit beiden Händen am Lenkrad und ich glaube, dass auch nur dieses Handeln auch letztendlich verantwortungsvoll ist."

Aber Hans macht auch klar: Ewig können die Regel nicht gelten:

"Wir können uns ja auch nicht ewig einsperren. Wir müssen ja zurückkehren in eine neue Normalität, in eine Normalität mit Corona."

08:33 Uhr - Berlin will Schulen für Zehntklässler ab 27. April wieder öffnen

In Berlin soll der Unterricht für die zehnten Klassen schon am 27. April wieder beginnen. Das sagt Bildungssenatorin Sandra Scheeres im RBB-Inforadio. Die Schüler sollten ausreichend Zeit haben, sich auf den Mittleren Schulabschluss vorzubereiten. Auch die Abiturprüfungen sollen wie geplant kommende Woche beginnen.

08:27 Uhr - Hanau führt Maskenpflicht für Läden und ÖPNV ein

Die Stadt Hanau hat wegen der Corona-Infektionsgefahr für das Betreten von Geschäften eine Maskenpflicht angeordnet. "Die dringende Empfehlung der Bundes- und Landesregierung, sich mit einem Mund-Nasen-Schutz verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll in der Öffentlichkeit zu verhalten, haben wir dahingehend erweitert, dass ab Montag in Hanau jeder, der ein Ladengeschäft betritt, eine solche Behelfs- oder Alltagsmaske tragen muss", teilt Oberbürgermeister Claus Kaminsky mit. Diese Maskenpflicht solle auch im Öffentlichen Personennahverkehr gelten.

07:45 Uhr - Aktuelle Zahlen: Trauriger Rekord in den USA: Mehr als 2.500 Tote an einem Tag

Land Infizierte Tote
Weltweit 2.064.115 137.020
USA 639.628 30.980
Spanien 180.659 18.812
Italien 165.155 21.645
Deutschland 134.753 3.804
Frankreich 134.582 17.167
Großbritannien 99.489 12.868
China 83.402 3.346

*Quelle: Johns Hopkins Universität

07:35 Uhr - Ivanka Trump verletzt Reisebeschränkungen

United States President Donald J. Trump with United States Secretary of the Treasury Steven T. Mnuchin and First Daughter and Advisor to the President Ivanka Trump as they participate in a Small Business Relief Update, Tuesday, April 7, 2020. Preside
Ivanka Trump sieht die Reisebeschränkungen für sich selbst nicht so eng.
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Die älteste Tochter des US-Präsidenten Donald Trump macht sich medienwirksam für das "Social Distancing" und die erlassenen Maßnahmen, die die Verbreitung des Coronavirus verhindern sollen, stark. Die damit einhergehende Reisebeschränkung scheint die politische Beraterin des Weißen Hauses selbst allerdings nicht so eng zu sehen. Wie die "New York Times" berichtet, soll die 38-Jährige zusammen mit ihrem Ehemann Jared Kushner, ebenfalls hochrangiger Trump-Berater, und den drei Kindern von Washington nach New Jersey gereist sein, um dort im luxuriösen "Trump National Golf Club" Ressort die erste Nacht des Pessach zu feiern. Eine Stellungnahme lehnte das Weiße Haus wohl ab.

07:30 Uhr - Günter Wallraff will Händeschütteln nicht mehr einführen

ARCHIV - 10.10.2018, Hessen, Frankfurt/Main: Der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff greift sich zu Beginn einer Veranstaltung des deutschen PEN auf der Frankfurter Buchmesse an die Brille. Die Podiumsdiskussion stand unter dem Thema "Das freie Wor
Journalist und Schriftsteller Günter Wallraff
© dpa, Arne Dedert, ade hpl kde

Günter Wallraff ist dafür, das Händeschütteln auch nach dem Ende der Corona-Krise nicht wieder einzuführen. "Es sollten andere Begrüßungsformen an die Stelle treten", sagte der Enthüllungsjournalist und Bestsellerautor der Deutschen Presse-Agentur in Köln. In anderen Kulturen sei das auch aus Hygienegründen schon lange eine Selbstverständlichkeit. "In unserer heutigen immer mobileren und zusammenwachsenden Welt werden Pandemien - so prognostizieren Epidemiologen - in Zukunft immer häufiger auf uns zukommen", sagte Wallraff.
Positiv an der Krise sei, dass unterbewertete Berufe endlich stärker gewürdigt würden. "Alten- und Krankenpfleger, Paketboten oder Supermarktkassierinnen halten unsere Gesellschaft doch im Innersten zusammen und müssen auf ein ganz anderes Lohnniveau angehoben werden", sagte Wallraff. Verlierer der Krise seien diejenigen, die immer schon am unteren Ende der Gesellschaft gestanden hätten, vor allem die Obdachlosen. "Es sind ja in der Innenstadt kaum noch Passanten unterwegs, und die Tafeln bekommen immer weniger Lebensmittel."

07:25 Uhr – Corona-Erfolge beschert Regierungspartei in Südkorea Wahlerfolg

Mitten in der Coronavirus-Krise haben die südkoreanischen Wähler dem sozialliberalen Parteilager von Präsident Moon Jae In einen überwältigenden Sieg verschafft. Der Erfolg bei der Parlamentswahl am Mittwoch stärkt der Regierung in ihrem auch international gewürdigten Vorgehen gegen den Ausbruch von Covid-19 den Rücken. In Südkorea wurden nach Ausbruch des Virus alle Bürger getestet und Infizierte schnell isoliert. Vor allem dadurch konnte die Ausbreitung dort stark verlangsamt werden. Die Zahl der Neuinfizierten steigt seit Wochen nur sehr gering.

06:50 Uhr - Sonnen hinter Plexiglas? Italien will Strandsaison retten

ARCHIV - 05.09.2006, Italien, Riccione: Der überfüllte Strand der italienischen Badeorte Riccione und Rimini an der Adria. In Italien blühen die Ideen, wie in der Corona-Krise vielleicht die Strandsaison 2020 gerettet werden könnte. In Rimini erregte
Sonnen hinter Plexiglas? Italien will Strandsaison retten
© dpa, Matthias Schrader, ms_sv_emi alf

In Italien blühen die Ideen, wie in der Corona-Krise vielleicht die Strandsaison 2020 gerettet werden könnte. In Rimini erregte eine Firma mit der Idee transparenter Plastikbarrieren mit eingebauten Desinfektionsmittel-Spendern Aufsehen.

"Einige Firmen wollen Plexiglas-Boxen um die Sonnenliegen bauen, andere Tunnels zum Strand graben, die wir mit Desinfektionsmittel abspritzen sollen", berichtet Mauro Vanni vom Verband der Badeanstalten in der Urlaubsstadt Rimini der Deutschen Presse-Agentur von den tollkühnen, aber auch unrealistischen Vorschlägen. "Wir alle hoffen, im Sommer an den Strand gehen zu können. Aber die öffentliche Gesundheit kommt als erstes", sagte Lorenza Bonaccorsi vom Tourismusministerium dem Sender Rai. "Einerseits ist der Tourismus am Boden. Andererseits dürfen wir uns keine Fehler erlauben."

06:20 Uhr - Bildungsministerin und Elternrat: Schulen stehen vor enormen Herausforderungen

Eine Schülerin wäscht sich die Hände in einem WC in der Grundschule am «Weißen See» am 23.04.2013 in Berlin. In vielen Schulen fehlt das Geld für eine Sanierung der Schulklos. Foto: Stefan Schaubitzer/dpa (zu dpa KORR: «Problemfall Schultoilette - Fü
Warmes Wasser? In manchen Schul-Toiletten Fehlanzeige!
© picture alliance / dpa, Stefan Schaubitzer

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sieht die Schulen in der Corona-Krise in den Wochen vor der geplanten schrittweisen Öffnung vor großen Aufgaben. "Die Schulen überall im Land stehen jetzt vor einer enormen Herausforderung, die schrittweise Öffnung unter strenger Einhaltung der Infektionsschutzregeln zu organisieren", sagt Karliczek dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND/Donnerstagsausgaben). Es seien viele komplexe Fragen zu lösen, ohne eine Erhöhung der Infektionsrate zu riskieren. Die Einigung über die schrittweise Wiedereröffnung der Schulen sei für Millionen Schüler, Eltern und Lehrer von großer Bedeutung.

​Der Vorsitzende des Bundeselternrats, Stephan Wassmuth, sieht die Schulen für die Wiedereröffnung nur mäßig gerüstet. "Die Wahrheit ist: Es ist ausgeschlossen, dass die Schulen ihre oft maroden sanitären Einrichtungen bis zum 4. Mai so in Ordnung bringen, wie es in dieser Pandemie-Situation nötig wäre." Es fehle oft schon an warmem Wasser in den Toilettenräumen – "von Waschbecken in den Klassenräumen möchte ich gar nicht sprechen. Hier ist viele Jahre lang zu wenig getan worden. Das rächt sich jetzt bitter."

23:59 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infzierte  Tote
Weltweit  2.047.731 133.354
USA 632.878 27.940
Spanien  177.633 18.708
Italien  165.155 21.645
Frankreich 131.365 17.188
Deutschland 133.456 3.592
Großbritannien  99.459 12.894

Meldungen vom 15. April

22:00 Uhr - Aktuelle Zahlen: Fast zwei Millionen Menschen positiv getestet

Land  Infizierte  Tote
Weltweit 1.978.769 124.544
USA 598.670 25.239
Spanien  172.541 18.056
Italien  162.488 21.067
Frankreich 144.411 15.729
Deutschland 131.359 3.294
Großbritannien  94.845 12.107
China 83.306 3.345

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