Ein Virus hält die Welt in Atem

LIVE-TICKER Coronavirus - alle Infos und Entwicklungen vom 15. April 2020

16. April 2020 - 1:01 Uhr

Im Video: Angela Merkel skizziert den Fahrplan aus dem Lockdown

Seit Wochen befindet sich Deutschland im sogenannten "Lockdown". Während viele die Frage nach Lockerungen der strengen Maßnahmen beschäftigt, geht der Kampf gegen das Virus auf der ganzen Welt weiter. Im Live-Ticker erfahren sie alle wichtigen Infos und Entwicklungen.

Hier finden Sie eine Übersicht der  Maßnahmen der Bundesländer und hier alles von A bis Z, was Sie über das Coronavirus wissen müssen.​

TVNOW-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Wie besiegen wir Corona? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Stunde Null - Wettlauf mit dem Corona-Virus" (Teil 2)

+++ LIVE-TICKER +++

RTL NEWS empfiehlt

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23:59 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

23:59 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infzierte  Tote
Weltweit  2.047.731 133.354
USA 632.878 27.940
Spanien  177.633 18.708
Italien  165.155 21.645
Frankreich 131.365 17.188
Deutschland 133.456 3.592
Großbritannien  99.459 12.894

23:54 Uhr - Corona-Drama um schwangere Krankenschwester

Der Tod einer jungen und hochschwangeren Krankenschwester bewegt ganz Großbritannien. Wie erst jetzt bekannt wurde, verstarb die 28jährige bereits am 12. April an den Folgen einer Covid-19-Infektion in einem Krankenhaus im britischen Luton. Das Baby retteten die Ärzte zuvor mit einem Notkaiserschnitt. Für das Personal ein besonders tragischer Fall: bei der verstorbenen Mutter handelte es sich um eine ehemalige Kollegin. Die Frau arbeitete fünf Jahre in der Klinik als Kinderkrankenschwester.

23:30 Uhr - Potsdamer Krankenhaus stoppt Corona-Patienten-Aufnahme

Das Alexianer St. Josefs-Krankenhaus in Potsdam hat am Mittwochnachmittag die weitere Aufnahme von Corona-Intensiv-Patientinnen und Patienten vorerst gestoppt. "Diese enorme Verantwortung beansprucht die personellen Ressourcen immens. Insbesondere in der Intensivpflege haben die Engpässe inzwischen so zugenommen, dass eine Versorgung von bedrohten Corona-Patienten nicht mehr gewährleistet werden kann", teilte Regionalgeschäftsführer Oliver Pommerenke mit.

In den kommenden Tagen wird nun versucht, zusätzliches Pflegepersonal aus den Reihen des Alexianer-Verbundes zu rekrutieren. Ziel ist es, so schnell wie möglich die komplette Aufnahmefähigkeit wieder herzustellen. Alle beatmungspflichtigen Patienten werden ab sofort unter anderem an das Versorgungscluster Corona Westbrandenburg (VCC West) weitergeleitet. 

22:30 Uhr - Söder: Oktoberfest fällt vermutlich ins Wasser

21.09.2019, Bayern, München: Auftakt zum Oktoberfest. Oktoberfestbesucher stürmen nach der Eröffnung auf die Wiesn. Das größte Volksfest der Welt dauert bis zum 6. Oktober. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Oktoberfest 2019 - Söder bezweifelt, dass es dieses Jahr stattfinden wird.
© dpa, Karl-Josef Hildenbrand, kjh lop

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht wegen der Corona-Pandemie das Oktoberfest in diesem Jahr in akuter Gefahr. "Ich bin sehr, sehr skeptisch und kann mir aus jetziger Sicht kaum vorstellen, dass eine solch große Veranstaltung überhaupt möglich ist zu dem Zeitpunkt", sagte der CSU-Chef am Mittwochabend im Bayerischen Rundfunk.

Söder betonte, dass die finale Entscheidung aber noch nicht getroffen sei. In den kommenden beiden Wochen wolle er zusammen mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) darüber beraten und entscheiden. Grundsätzlich stehe das Volksfest aber "sicher" auf der Kippe. "Es wäre zwar schade, aber aus jetziger Sicht eher unwahrscheinlich", betonte er.

Am Mittwoch hatten in Berlin Bund und Länder beschlossen, Großveranstaltungen zunächst bis Ende August zu verbieten. Nach dem Zeitplan wäre die Wiesn - geplanter Start ist der 19. September - durchführbar. Allerdings sehen die Experten bis dahin zu wenig Zeit, um Medikamente und Impfungen zu entwickeln.

22:00 Uhr - Forscher: Social Distancing bis 2022

05.04.2020, Baden-Württemberg, Stuttgart: Eine junge Frau und ein junger Mann sitzen im Abstand von etwa eineinhalb Metern voneinander entfernt auf einer Mauer auf der Karlshöhe. Im Hintergrund sind die Dächer der Innenstadt zu sehen. Derzeit herrsch
Werden wir bis 2022 auf Abstand gehen müssen? Forscher sagen Ja.
© dpa, Sebastian Gollnow, scg bsc

Wird es wieder einen normalen Alltag nach Corona geben? Oder wird unser Alltag noch eine Weile von COVID-19 bestimmt sein? Forschern der Harvard-Universität zufolge gilt eher Letzteres: Den Experten zufolge werden wir noch zwei Jahre lang Abstand zueinander halten müssen, wenn wir das Virus ausrotten wollen. Heißt das Social Distancing bis 2022?

In der Zeitschrift "Science" erklären die Wissenschaftler, wie sie mit Hilfe von Computermodellen unterschiedliche Szenarien der Pandemie durchspielten, und wie sie die Jahreszahl 2022 errechneten. Die Basis für die Studie war die Überzeugung, dass das Virus wie eine saisonale Grippe um den Globus geht, und das Ziel von Social Distancing nach wie vor der Aufgabe dient, die Gesundheitssysteme nicht zu überlasten. In einem Modell, das durchgespielt wurde, kam sogar heraus, dass es nach 20 Wochen Distanzierung dennoch zu einem Ausbruch von COVID-19 kommen kann, der ähnlich stark ist wie einer, der nicht kontrolliert wird.

21:25 Uhr - Zahl der US-Toten in einer Woche auf 30.000 verdoppelt

Die Zahl der Toten in den USA hat sich nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters innerhalb einer Woche auf mehr als 30.000 verdoppelt. Allein am Mittwoch stieg sie um 1593, wobei noch Angaben aus einigen Bundesstaaten fehlten. In dem Land mit fast 330 Millionen Einwohnern sind große regionale Unterschiede zu erkennen: Den Reuters-Zahlen zufolge meldeten 17 der 50 Bundesstaaten am Dienstag weniger als 100 neue Tote. Die Zahl der bekannten Infektionen liegt demnach insgesamt bei über 615.000.

21:20 Uhr - Hunderte Infizierte auf französischem Flugzeugträger

12.04.2020, Frankreich, Toulon: Der französische Flugzeugträger Charles de Gaulle erreicht die Bucht von Toulon. Das Verteidigungsministerium teilte in einer Erklärung mit, dass rund 40 Seeleute Symptome des neuartigen Coronavirus zeigten. Foto: Dani
Der französische Flugzeugträger vor der Küste von Toulon
© dpa, Daniel Cole, BC lix

Viele Militärs auf dem französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Von knapp 1.800 getesteten Seeleuten, die überwiegend von dem Flugzeugträger kamen, hätten sich rund 670 infiziert, teilte das Verteidigungsministerium am Mittwochabend in Paris mit. 31 von ihnen würden in Krankenhäusern behandelt.

Aus den Angaben ging hervor, dass für ein rundes Drittel der Tests noch keine Ergebnisse vorlagen - die Zahlen könnten also noch steigen. Das riesige Kriegsschiff war Ostersonntag im südfranzösischen Hafen Toulon eingelaufen. Zuvor war bekanntgeworden, dass sich Dutzende Besatzungsmitglieder mit dem Coronavirus infiziert hatten. Die Ursache ist unklar.

21:10 Uhr - Familienbetriebe enttäuscht von Lockerungsplan

Der Verband der Familienunternehmer zeigt sich enttäuscht über den Lockerungsplan von Bund und Ländern. Präsident Reinhold von Eben-Worlee spricht von "einer kaum zu ertragenden Nachricht" und erklärt: "Etliche der bereits jetzt um ihre Existenz ringenden Betriebe werden nicht mehr bis Mai durchhalten können."

21:00 Uhr - Kritik an Festhalten an Abiturprüfungen

Die Bildungsgewerkschaft GEW in NRW kritisiert die Entscheidung von Bund und Ländern, trotz der Corona-Krise Abiturprüfungen durchführen zu wollen. "Unter diesen Umständen am Abitur festzuhalten ist absolut falsch und lässt zu, dass Schüler von der Krise extrem benachteiligt werden", sagte die GEW-Landesvorsitzende Maike Finnern dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstagausgabe). Die Schüler könnten sich durch die unterschiedliche technische Ausstattung, die Betreuung von Geschwistern und materielle Sorgen in den Familien nicht "normal" auf Prüfungen vorbereiten. "Das sind keine Bedingungen, unter denen man ein faires Abitur abhalten kann", sagte Finnern. "In diesem Schuljahr sollten alle schulischen Prüfungen ausfallen, der Abschluss auf der Grundlage der bisher erzielten Noten vergeben werden. Westliche Nachbarländer machen es uns vor", fügte Finnern hinzu. 

20:10 Uhr - ntv.de: über 300 weitere Corona-Tote in Deutschland

Die Zahl der Todesfälle in Deutschland infolge der Coronavirusinfektion steigt weiter deutlich an, während das Wachstum der Neuinfektionen auf einem vergleichsweise geringen Niveau. Wie ntv.de-Berechnungen auf Basis von Daten der Bundesländer und des Robert-Koch-Instituts zeigen, wurden in den letzten 24 Stunden weitere 339 Menschen gemeldet, die an den Folgen einer Coronavirus-Infektion starben. Am Vortag waren es 224 gewesen. Insgesamt sind nun 3556 Menschen in Deutschland im Zuge der Pandemie ums Leben gekommen. Die Zahl der Infektionen beläuft sich den Berechnungen zufolge auf insgesamt 131.411, davon sind 68.107 mittlerweile wieder genesen.

20:05 Uhr - Corona-Ausbruch im Altenheim Fall für Staatsanwalt

Der Corona-Ausbruch in einem Altenheim im niedersächsischen Bramsche mit sechs Todesfällen ist nun ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Zusammen mit der Polizei werde gegen unbekannt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt, teilte am Mittwoch der Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück, Alexander Retemeyer, mit.

In dem Heim leben nach Angaben des Kreises rund 130 Bewohner, davon waren am Mittwoch 56 mit dem Virus infiziert. Von den rund 90 Mitarbeitern hätten sich 14 angesteckt, sagte Kreissprecher Burkhard Riepenhoff. Staatsanwalt Retemeyer sagte: "Tatsächlich den Nachweis zu führen, dass Missstände in dem Heim zu den Todesfällen geführt haben, wird sehr schwer sein." Der Vorwurf lautet, das Heim habe zu spät infizierte Bewohner von nicht-infizierten Menschen getrennt. Nach einem Hinweis hatte das Gesundheitsamt des Landkreises Osnabrück am vorvergangenen Wochenende das Heim überprüft. Nach Darstellung des Landkreises war dabei aufgefallen, dass mehr als 20 Bewohner erhöhte Temperatur hatten und die hygienischen Zustände unzureichend waren. Erst daraufhin seien die Bewohner voneinander getrennt worden.

19:35 Uhr - VW fährt Produktion langsam wieder hoch

Volkswagen fährt die Fahrzeug-Produktion in Deutschland nach mehrwöchiger Zwangspause in der Corona-Krise europaweit schrittweise wieder an. Den Auftakt sollen die VW-Werke in Zwickau und Bratislava am kommenden Montag machen, wie die Wolfsburger am Mittwoch mitteilten. Eine Woche später sollen die übrigen deutschen Produktionsstätten sowie die Fertigung in Portugal, Spanien, Russland und den USA folgen. Im Mai solle dann sukzessive auch in Südafrika, Argentinien, Brasilien und Mexiko wieder produziert werden.

VW hatte - wie andere Hersteller auch - die Bänder in der zweiten März-Hälfte angehalten, weil in der Pandemie die Versorgung der Werke mit Teilen abriss und die Ansteckungsgefahr die Konzerne dazu zwang, ihre Fabriken dichtzumachen. Zehntausende Mitarbeiter wurden daraufhin in Kurzarbeit geschickt.

19:00 Uhr - Laschet: "NRW ist in Sachen Pandemie-Bekämpfung gut aufgestellt"

Mininsterpräsident Laschet äußerte sich nach Angela Merkel zu ersten Lockerungen und wiederholte das, was bereits am Dienstag durchsickerte: Abstand und Schutz werden Regeln unseres Alltags, und daher kann es zu ersten Öffnungen kommen - vor allem im Schulbetrieb. Dies gelte für Prüfungs- und Prüfungen vorbereitende Abschlussklassen dieses Schuljahres. In NRW seien am 12. Mai die Abiturprüfungen geplant, hinzu komme der Abschluss der früheren Mittleren Reife. "Und genau die Klassen sind es, die in der nächsten Woche wieder in den Unterricht gehen können." Ab dem 4. Mai sollten dann auch Schüler der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, die im nächsten Jahr ihre Prüfungen haben, hinzukommen sowie die letzte Grundschulklasse. Kitas bleiben geschlossen.

Ab Montag dürfen Geschäfte bis 800 qm Fläche, Buchhandel und Autohäuser öffenen. Allerdings sei auch hier alles flexibel und auf Einzelsituationen abgestimmt. Alle anderen Beschränkungen bleiben bestehen und Zuwiderhandlungen werden nach wie vor bestraft. Bis 31. August sind größere Veranstaltungen wie Schützenfeste oder Festivals verboten.

"NRW ist in Sachen Pandemie-Bekämpfung gut aufgestellt", sagte er vor der Presse. Man habe eine Ewicklung, in der mehr Menschen die Kliniken verlassen haben, als welche dazu gekommen sind. NRW habe eine ansteigende Zahl von Infektionen, aber weniger belegte Intensivbetten. "40 Prozent der Intensivbetten sind nicht belegt, und dies ist eine gute Entwicklung", so Laschet.

18:30 Uhr - Merkel bestätigt erste Lockerungen

Zusammen mit Markus Söder, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die jetzt geplanten Lockerungen nach Wochen der strengen Corona-Regeln vorgestellt.

Die bestehenden Kontaktbeschränkungen bleiben vorerst bestehen. Ebenso die Regeln zum sogenannten "Social Distancing".

Der Schulbetrieb wird bundesweit, allerdings eingeschränkt, am 04. Mai wieder aufgenommen. Konkret sollen zunächst nur die angehenden Abschlussklassen, sowie die Schüler der vierten Klasse wieder unterrichtet werden. In Bayern startet der Schulbetrieb erst wieder am 11. Mai. Kitas bleiben weiterhin geschlossen.

Die Öffnung von Geschäften bis 800 Quadratmeter ist ab dem 20. April wieder erlaubt. Friseurbetriebe dürfen allerdings erst ab 04. Mai öffnen. Hier sollen zuvor spezielle Hygienekonzepte erarbeitet werden.

Am 30. April sollen die Maßnahmen erneut überprüft werden.

18:04 Uhr - Weitere Details zum Exit-Plan der Bundesregierung

Noch bevor Kanzlerin Merkel vor die Kameras tritt, sickern nach und nach immer weitere Details zu den geplanten Lockerungen durch. Bis zum 31. August sollen Großveranstaltungen verboten bleiben - auch Fußballspiele sind davon betroffen. Konkrete Regelungen, etwa zur Größe der Veranstaltungen, sollen durch die Länder getroffen werden. Vom Verbot betroffen seien unter anderem größere Konzerte, Schützenfeste oder Kirmes-Veranstaltungen. Gute Nachrichten gibt es hingegen für Geschäftsinhaber. Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern sollen unter Auflagen ab Montag wieder öffnen dürfen. Dies gilt unabhängig von der Verkaufsfläche auch für Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den Beratungen der Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung erfuhr.

Die Geschäfte sollen demnach unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen wieder öffnen dürfen.

17:10 Uhr - Angeblich eingeschränkter Schulbetrieb ab 04. Mai

In Deutschland soll es ab dem 04. Mai wieder ein Stück mehr Normalität geben – zumindest was den Schulunterricht betrifft. Ab dann sollen der Unterricht für die Abschlussklassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen und die obersten Grundschulklassen wieder aufgenommen werden. Anstehende Prüfungen sollen bereits vorher möglich sein. Darauf haben sich wohl Bund und Länder am Mittwoch verständigt. Laut einer Beschlussvorlage für die Schaltkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten, soll bis Ende April ein Konzept vorlegt werden, "wie der Unterricht unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen, insbesondere unter Berücksichtigung des Abstandsgebots durch reduzierte Lerngruppengrößen, insgesamt wieder aufgenommen werden kann".

16:38 Uhr - Keine bundesweite Maskenpflicht

Im Kampf gegen das Coronavirus wollen Bund und Länder das Tragen von Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel "dringend" empfehlen. Eine generelle bundesweite Maskenpflicht soll es aber nicht geben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel erfuhr. Im Verlauf des weiteren Nachmittags, will die Kanzlerin die konkreten Pläne zur Lockerung der aktuellen Schutzmaßnahmen auf einer Pressekonferenz vorstellen.

16:10 Uhr - Weltweit über zwei Millionen Corona-Infizierte

Trauriger Rekord: Laut Berechnungen der Johns Hopkins Universität gibt es aktuell rund zwei Millionen Covid-19 Fälle weltweit. Über 128.000 Menschen sind inzwischen an dem Coronavirus verstorben. Etwas mehr als 500.000 Patienten gelten als genesen. In Deutschland gibt es derzeit rund 132.210 Infizierte.

15:27 Uhr - Corona-Party aufgelöst

Eine mutmaßliche Corona - Party wurde am späten Dienstagabend in einer Wohnung im Bereich des Gießener Lahnufers aufgelöst. Offenbar hatten mehrere Personen eine kleine Wohnung in der Straße Zu den Mühlen extra für eine Feier angemietet. Eine Streife konnte vier Personen nach einem Zeugenhinweis antreffen. Gegen alle Personen wurden Ordnungswidrigkeitsanzeigen eingeleitet.

13:31 Uhr - Kontaktbeschränkungen in Deutschland werden wohl verlängert

In Deutschland zeichnet sich eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen bis zum 3. Mai ab. Dies geht aus dem Entwurf einer Beschlussvorlage für die Telefonkonferenz von Bundeskanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder hervor. Zunächst sollten die bislang festgelegten Kontaktbeschränkungen mindestens bis zum 19. April andauern.

13:15 Uhr - Öffnung von Geschäften in Deutschland anvisiert

Geschäfte sollen wieder öffnen können - wenn es nach einer Beschlussvorlage des Corona-Kabinetts für die Beratungen von Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder geht. Diese Information liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Es geht dabei explizit um Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern.

13:10 Uhr - Sport-Spektakel Tour de France wird verlegt

Aufgrund der Coronakrise wird die Tour de France 2020 verschoben. Das teilte der Veranstalter ASO mit. Die Tour hätte am  27. Juni in Nizza beginnen sollen - Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte jedoch bereits alle Großveranstaltungen bis zum 11. Juli verboten.

Mit der Tour de France wird nun auch das letzte Großereignis dieses Sommers wegen der Corona-Krise nicht planmäßig ausgetragen. Zuvor waren die Olympischen Spiele sowie die Fußball-EM ins Jahr 2021 verschoben und Wimbledon abgesagt worden.

12:33 Uhr - Im Video: Regierungssprecher warnt vor Übermut

Regierungssprecher Steffen Seibert hat in einer Bundespressekonferenz am Mittag betont, er wolle den Gesprächen zwischen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten der Länder nicht vorgreifen. Das bisher im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Erreichte sei kein Grund für Übermut, eine neue schnelle Ausbreitung müsse verhindert werden. Wie Seibert den weiteren Weg als "schmalen Pfad" beschreibt - im Video.

12:12 Uhr - Genug Mund-Nasen-Schutz in Deutschland für eine Maskenpflicht?

"Wir sind auf gutem Weg, was die Beschaffung von Masken angeht", erklärte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums auf der Bundespressekonferenz in Berlin. Bis Ende der vergangenen Wochen seien 80 Millionen medizinische Schutzmasken beschafft worden. Bei der Herstellung von Mund-Nasen-Masken ohne medizinischen Schutz helfe auch einheimische Industrie, so der Sprecher. Experten empfehlen bei der Lockerung der Ausgangsbeschränkungen auf Masken-Pflichten oder -Empfehlungen zu setzen.

11:37 Uhr - Bildungsminister beraten über weiteres Vorgehen bei Schulen und Kitas

Die Kultusminister der Bundesländer wollen noch am Mittwochabend (19.30 Uhr) in einer Schaltkonferenz über das weitere Vorgehen an den Schulen in der Corona-Krise beraten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Kreisen der Kultusministerkonferenz (KMK). Mit Ergebnissen sei aber noch nicht zu rechnen, hieß es.

Zuvor beraten die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die nächsten Schritte in der Krise. Dabei soll es auch um die Kitas und Schulen gehen. Unklar ist, ob sich die Bundesländer dabei auf ein gemeinsames Vorgehen verständigen.

11:10 Uhr - Deutschland verlängert Grenzkontrollen

Die in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen an deutschen Grenzen sollen nach dem Willen des Bundesinnenministeriums für weitere 20 Tage gelten. Das verlautete aus Sicherheitskreisen. Über Einzelheiten wollte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) noch mit den Ministerpräsidenten sprechen. Diese beraten mit der Bundesregierung in einer Videokonferenz über mögliche Lockerungen der Corona-Maßnahmen.

Die Kontrollen waren vor einem Monat eingeführt worden. Seither werden die Grenzen zu Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz überwacht. An den Übergängen nach Belgien und in die Niederlande wird hingegen nicht kontrolliert. Allerdings wurde auch in diesen Abschnitten die Überwachung im 30-Kilometer-Grenzraum intensiviert.

10:17 Uhr - 725.000 Betriebe haben Kurzarbeit angemeldet

Die Zahl der Betriebe in Deutschland, die Kurzarbeit angemeldet haben, ist auf 725 000 gestiegen. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mit. Damit sei die Zahl zum Stichtag 13. April gegenüber der Vorwoche noch einmal um zwölf Prozent gewachsen.

Eine Woche zuvor hatten 650.000 Unternehmen Kurzarbeit angemeldet. Wie viele Personen betroffen sind, ist durch die Sonderauswertung der Bundesagentur nicht erfasst. 

09:35 Uhr - Außenminister Maas kritisiert Trumps Stopp der Zahlungen an WHO

Bundesaußenminister Heiko Maas hat den von US-Präsident Donald Trump verfügten Stopp der Zahlungen an die Weltgesundheitsorganisation WHO kritisiert. "Eine der besten Investitionen im Kampf gegen die Pandemie ist es, die Vereinten Nationen, allen voran die unterfinanzierte Weltgesundheitsorganisation, zu stärken - zum Beispiel bei der Entwicklung und Verteilung von Tests und Impfstoffen", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch.

Es müsse bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie eine enge internationale Zusammenarbeit geben. "Gegenseitige Schuldzuweisungen helfen in der Coronakrise nicht", betonte Maas. Das Virus kenne keine Grenzen.

09:15 Uhr - Familienministerin Giffey lehnt Kita-Schließungen bis Sommer ab

Familienministerin Franziska Giffey lehnt den Vorschlag der Leopoldina-Forscher ab, die Kitas bis zum Sommer geschlossen zu halten. "Ich halte das auch nicht für einen guten Weg", sagte sie in der ARD. Es gehe um die Entlastung alleinerziehender Erwerbstätiger und wichtige pädagogische Gründe, die für eine frühere Öffnung sprächen.

09:00 Uhr - Videogipfel zu Corona-Regelungen

Wie gelingt der beste Weg aus dem Corona-Shutdown - schrittweise zurück zur Normalität? Darüber beraten am heutigen Mittwoch Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder. Einigkeit herrscht vorab wohl über kleine Schritte. Wir haben die Bürger befragt, welche Lockerungen oder Maßnahmen sie erwarten.

07:57 Uhr - Bodo Ramelow: Müssen zweite Erkrankungswelle verhindern

Vor der Beratung von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten am Mittwochvormittag äußert sich Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow zurückhaltend über eine Lockerung der Beschränkungen des öffentlichen Lebens.

Die Frage sei nicht, wer jetzt welche Türen am schnellsten aufmache, sagt der Linken-Politiker im Deutschlandfunk. Vielmehr müsse es Maßnahmen geben, dass es nicht zu einer zweiten Welle der Erkrankungen komme. "Wir haben noch immer kein Medikament, wir haben noch immer keinen Impfstoff."

07:28 Uhr - Blut- und Plasmaspenden gesucht

Aus Blutplasma könnten Forscher eine Antikörpertherapie gegen das Coronavirus entwickeln. Für die Arbeit an dieser Idee bitten die Forscher des Blutplasmazentrums Heidelberg um Plasmaspenden. Auch Blutspenden sind weiter wichtig - mehr dazu lesen Sie hier.

06:35 Uhr - Autofahrer-Testzentrum in Hamburg: "Bedarf ist da"

Das erste Corona-Testzentrum für Autofahrer in Hamburg wird gut angenommen. In der ersten Woche des Betriebs hätten mehr als 100 Personen die Einrichtung genutzt. "Eine genaue Statistik haben wir nicht, aber der Bedarf ist da", sagte der Initiator Gregor Brinckmann. Der Allgemeinmediziner testet mit etwa 40 Kollegen aus dem Stadtteil Bergedorf die Patienten unkompliziert auf das neuartige Coronavirus. Laut Brinckmann wäre es auch möglich, die dreifache Menge an Tests zu machen.

Das Zentrum soll weiterhin an den Werktagen von 15:00 bis 18:00 Uhr geöffnet sein. Patienten mit einer Überweisung von einem Hausarzt können mit dem Auto vorbeikommen. Weitgehend kontaktlos nehmen sie sich beim Durchfahren des Geländes unter ärztlicher Anweisung Abstriche und werfen ihr Tütchen mit dem Röhrchen am Ende in einen Behälter und der Abstrich geht ins Labor.

Meldungen vom 14. April

22:00 Uhr - Aktuelle Zahlen: Fast zwei Millionen Menschen positiv getestet

Land  Infizierte  Tote
Weltweit 1.978.769 124.544
USA 598.670 25.239
Spanien  172.541 18.056
Italien  162.488 21.067
Frankreich 144.411 15.729
Deutschland 131.359 3.294
Großbritannien  94.845 12.107
China 83.306 3.345