Kaum sind die Türen geöffnet wird geprüft, betrachtet und gekauft und gekauft und gekauft... Eine Schnäppchenjagd, auf die einige gewartet haben.
„Ich bin sehr aufgeregt, ja. Ich habe mir heut extra einen Tag Urlaub genommen."
„Man kann sparen, nee?!"
„Ist vielleicht eine Bereicherung, weil man hier alles bekommt."
Besonders Textilware, Haushaltsartikel und Deko-Stücke gehören zum Grundsortiment und damit ist Woolworth wieder erfolgreich. Seit 1926 gibt's die Warenhauskette in Deutschland, in den 80er- und 90er-Jahren gehörten die Filialen nahezu zu jeder Innenstadt. 2009 dann Insolvenz und Neuanfang. Heute ist Woolworth massiv auf Wachstumskurs.
„Wir hatten im letzten Kalender, also 2025, über 200 Läden aufgemacht. Wir peilen ja um die 1500 Läden an und das versuchen wir in den nächsten drei bis fünf Jahren in Deutschland alleine zu erreichen."
Und das in wirtschaftlich extrem schwierigen Zeiten.
„Die Wirtschaftskrise in Deutschland setzt sich fort, die Kaufkraft verfällt und deshalb sind die Konsumenten zunehmend auf der Suche nach günstigen, billigen Produkten."
Die gibt's allerdings auch zu Hauf im Internet bei Billig-Anbietern wie Shein oder Temu. Woolworth dagegen hat keinen Online-Shop, wer dort einkaufen will, muss in eine Filiale. Am Ende ist genau das aber ein Grund für den Erfolg.
„Sie müssen nicht warten, bis die Waren geliefert werden. Sie können auch vor Ort die Waren erleben, ertasten. Sie können die Qualität sofort begreifen. Und wenn sie unzufrieden mit den Produkten sind, haben Sie natürlich auch einen direkten Ansprechpartner."
Ist das am Ende das Rezept gegen das Innenstadt-Sterben? Zumindest in Essen ist heute ein Schritt in diese Richtung gemacht.