Es ist ein herzerwärmender Moment am Flughafen von Santiago de Chile.
Nach 35 Jahren fallen sich Mutter und Sohn endlich in die Arme.
Kyle wurde seiner Mutter Ana María als Baby entrissen und über ein illegales Adoptionsnetzwerk in die USA verschleppt. Jahrzehntelang suchte die Chilenin nach Antworten – hörte nie auf zu hoffen.
„Ich will Gerechtigkeit. Nicht nur für mich, sondern auch für ihn. Denn ich weiß nicht, was für ein Leben er hatte. Ich weiß nicht, ob er gute Eltern hatte.“
Sie war 19, arbeitete nachts in einem Fischgeschäft. Als sie nach Hause kommt, ist ihr neun Monate altes Baby – Marcos – weg.
In den USA wächst er als Kyle bei Eltern auf, die nichts von dem illegalen Menschenhandel wussten.
„Das ist das Haus, in dem ich aufgewachsen bin in Chicago.“
Als Erwachsener erfährt der 36-Jährige von der Adoption, sucht nach seinen Wurzeln. Mithilfe von DNA-Tests und einer Hilfsorganisation findet er seine leibliche Mutter und fliegt nach Chile.
„Ich bin nicht nur der Sohn, den du verloren hast. Ich bin der Sohn, den du wiedergefunden hast, und ich bin jetzt wieder dein Sohn.“
Seinen Adoptiveltern macht Kyle keinen Vorwurf.
„Meine Eltern haben mich nicht gestohlen. Sie sahen in mir die Person, zu der ich werden sollte. Da steckt viel Liebe drin – auch wenn es ihre eigene Vorstellung von Liebe ist. Ich hatte ein erfülltes Leben.“
Und so hat diese unfassbare Geschichte nach 35 Jahren ein Happy End.
Verwendete Quellen: APTN, Daily Mail