Diese Standorte bleibenGaleria Karstadt Kaufhof: Mehrere Filialen vor Schließung gerettet

Galeria Karstadt Kaufhof wird mehrere Warenhäuser weniger schließen als noch zu Wochenbeginn angekündigt. Und es gibt einen Interessenten, der bis zu 25 Filialen übernehmen könnte. Die aktuellen Entwicklungen bei Galeria im Überblick.
Fünf Standorte gerettet - kommen noch mehr dazu?
Dank weiterer Zugeständnisse der Vermieter blieben fünf Warenhäuser erhalten, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag. Dabei handelt es sich um folgende Standorte:
Bayreuth
Erlangen
Leipzig
Oldenburg
Rostock
Die Zahl der geplanten Filialschließungen bei Deutschlands letztem großen Warenhauskonzern verringert sich damit auf 47. Die Zahl der fortgeführten Häuser steigt auf 82.
Diese 47 Galeria-Filialen sollen schließen
Am 30. Juni 2023 werden bereits diese 19 Warenhäuser dicht gemacht.
Celle
Coburg
Cottbus
Duisburg Düsseldorfer Straße
Gelsenkirchen
Hagen
Hamburg-Harburg
Hamburg-Wandsbek
Leverkusen
München-Bahnhof
Neuss
Nürnberg Königstraße
Nürnberg-Langwasser
Offenbach
Paderborn
Regensburg Neupfarrplatz
Saarbrücken am Bahnhof
Siegen
Wiesbaden Kirchgasse
Diese 28 Filialen will Galeria zum 31. Januar 2024 schließen
Berlin-Charlottenburg
Berlin-Müllerstraße
Bielefeld
Braunschweig
Bremen
Darmstadt am weißen Turm
Dortmund
Düsseldorf-Schadowstraße
Essen
Esslingen
Frankfurt-Zeil
Hanau
Heidelberg Bismarckplatz
Hildesheim
Kempten
Krefeld
Leonberg
Limburg
Lübeck
Mönchengladbach
Pforzheim
Reutlingen
Rosenheim
Schweinfurt
Siegburg
Stuttgart-Eberhard-Straße
Viernheim-RNZ
Wuppertal
Modekette Aachener: Interesse an bis zu 25 Galeria-Filialen
Auch von anderer Seite hatte es zuletzt ermutigende Signale für die Beschäftigten gegeben. Der Geschäftsführer der Modekette Aachener, Friedrich-Wilhelm Göbel, sagte der dpa, er habe Interesse an mehreren von der Schließung bedrohten Standorten.
Es gebe momentan keine vertragliche Regelung mit Galeria, aber beidseitig unterschriebene Verträge mit Vermietern, sagte der Manager. Diese greifen demnach, sobald eine Kündigung von Galeria eingeht - was bislang aber noch nicht passiert sei.
Göbel versprach, man werde „allen Mitarbeitern der betroffenen Filialen ein Angebot machen, für uns zu arbeiten. Ohne Ausnahme.“ Zur Anzahl der Häuser, die zu Aachener-Filialen werden sollen, sagte Göbel: „Ich glaube, es werden zehn. Es könnten auch 25 werden.“
Seiner Aussage nach geht es um Filialen in ganz Deutschland. Aachener betreibt bislang sieben Filialen in Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein. Göbel war vorher Chef der Modekette Sinn.
Tausende Jobs fallen bei Galeria Karstadt Kaufhof weg
Galeria hatte am Montag angekündigt, 52 Warenhäuser zu schließen. Auch tausende Arbeitsplätze sollen im Zuge des laufenden Insolvenzverfahrens gestrichen werden.
Der Warenhauskonzern hatte Ende Oktober die Rettung in einem Schutzschirm-Insolvenzverfahren suchen müssen. Als Grund für die bedrohliche Lage des Unternehmens nannte Konzernchef Miguel Müllenbach damals die explodierenden Energiepreise und die Konsumflaute in Deutschland. Der Gesamtbetriebsrat machte allerdings auch Managementfehler mitverantwortlich für die Krise des Konzerns.
Nach den Plänen des Warenhauskonzerns sollen die verbleibenden Filialen in den kommenden drei Jahren allesamt umfassend modernisiert werden. In Zukunft will sich der Konzern bei seinem Angebot vor allem auf die Bereiche Bekleidung, Schönheitspflege und Wohn-Accessoires konzentrieren. Bei der Gestaltung ihres Sortiments sollen die Filialen außerdem mehr Eigenständigkeit erhalten. Mit Blick auf das geplante Maßnahmenpaket sagte Galeria-Chef Miguel Müllenbach: «Das Warenhaus in Deutschland hat damit eine Zukunft.» Allerdings muss vor dem Neustart noch die Gläubigerversammlung am 27. März in Essen grünes Licht dafür geben. Lehnt sie den Insolvenzplan ab, droht dem Unternehmen das sofortige Aus.
Es ist bereits der zweite Versuch, den Handelsriesen durch ein Schutzschirmverfahren und den damit verbundenen Schuldenschnitt wieder dauerhaft auf Erfolgskurs zu bringen. Ein erster Anlauf, der 2020 während des ersten Corona-Lockdowns gestartet worden war, hatte dem Unternehmen trotz der Schließung von rund 40 Filialen, dem Abbau von etwa 4000 Stellen und der Streichung von mehr als zwei Milliarden Euro an Schulden nur vorübergehende Entlastung gebracht. (dpa/aze)
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Entrissen - Die verschwundenen Babys der DDR
Hat die DDR den Tod von Neugeborenen vorgetäuscht, um sie dann heimlich zur Adoption frei zu geben? Erstmals gelingt es im Rahmen der vierteiligen True-Crime-Dokumentation, den ungeheuren Verdacht zu belegen. Das Team hinter dem RTL+ Original „Entrissen - Die verschwundenen Babys der DDR“ lässt Mütter zu Wort kommen, die auch heute noch nach ihren verschollenen Nachkommen suchen – weil sie fest davon überzeugt sind, dass ihre für tot erklärten Kinder noch am Leben sind. Außerdem sprechen in der Dokumentation Menschen, die als Adoptivkinder in der DDR aufwuchsen und sich heute auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern machen.


