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Porsche geht an die Börse: So teuer wird die Aktie

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Der Luxus-Autobauer Porsche geht an die Börse.
www.imago-images.de, IMAGO/Jan Huebner

Jetzt steht fest: Noch im September soll die Porsche AG an die Börse gehen. Alle Informationen zum größten Börsengang in Deutschland im Überblick.

Börsengang am 29. September 2022

Die Porsche AG soll am 29. September an die Börse gehen. Ab dann wird die Volkswagen-Tochter aus Stuttgart einen Teil ihrer Vorzugsaktien zum freien Handel am Finanzmarkt anbieten. Dies beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat des VW-Konzerns am Sonntagabend.

Für den Börsenstart in Frankfurt hatten VW und die Dachgesellschaft Porsche SE (PSE) bisher allgemein Ende September oder Anfang Oktober angepeilt. Ein konkreter Tag war zunächst nicht genannt worden - die Entscheidung zum Gang aufs Parkett stand wegen der angespannten weltwirtschaftlichen Lage offiziell noch unter Vorbehalt.

Die Wolfsburger Kontrolleure legten nun aber bereits die Preisspanne fest: Die Porsche-AG-Vorzüge werden in einem Korridor zwischen 76,50 und 82,50 Euro pro Stück angeboten. Geplant ist die Ausgabe von bis zu 113.875.000 Aktien - darin enthalten sind fast 15 Millionen Papiere für eine mögliche Mehrzuteilung, wie der Mutterkonzern VW weiter mitteilte. Sollte alles laufen wie vorgesehen und sich der tatsächliche Angebotspreis in dem genannten Bereich einpendeln, werde ein Bruttoerlös von 8,71 bis 9,39 Milliarden Euro erwartet.

Börsengang soll bis zu 85 Milliarden Euro einbringen

Den jahrelang immer wieder ins Spiel gebrachten Börsengang prüften die Unternehmen seit Februar, vor zwei Wochen fiel der grundsätzliche Beschluss. Europas größte Autogruppe will so zusätzliche Geldquellen anzapfen. Die VW AG plant Milliarden-Investitionen aus den Einnahmen. Zudem hofft sie, selbst für Anleger attraktiver zu werden. Porsches Bewertung schätzten mehrere Analysten zuletzt auf 70 bis 85 Milliarden Euro, andere Prognosen gingen von 80 bis 100 Milliarden Euro aus. VW kommt am Finanzmarkt derzeit auf gut 87 Milliarden Euro.

Das Grundkapital der Porsche AG wurde zur Hälfte in stimmrechtslose Vorzugs- und stimmberechtigte Stammaktien aufgespalten. Bis zu ein Viertel der Vorzüge - also in etwa ein Achtel aller Anteile - sollen demnächst in den Handel gehen. Vollständig umgesetzt sein könnte die Neuemission bis zum Jahresende, wie es zuletzt hieß.

Gleichzeitig bekommt die PSE 25 Prozent plus eine Aktie der Stämme, sie hat über eine Sperrminorität damit Einfluss auf wichtige Entscheidungen. Auch dieser Schritt ist nun fest vereinbart, der Aufsichtsrat der PSE stimmte einem entsprechenden Kaufvertrag zu. Je nach Gestalt der endgültigen Konditionen am Tag des Börsengangs der Vorzüge kalkulieren VW und Porsche-Holding für das Geschäft mit den Stammaktien brutto 9,36 bis 10,10 Milliarden Euro an Erlös ein.

Insgesamt soll es durch die Neustrukturierung 911 Millionen einzelne Wertpapiere geben - eine Art Werbe-Gag, mit dem Porsche auf sein wohl bekanntestes Modell, den 911er, anspielt. Das operative Geschäft mit weiteren Baureihen wie dem Cayenne, Macan, Panamera oder Taycan ist in der AG gebündelt. Dagegen hält die von den Familien Porsche und Piëch kontrollierte PSE die Mehrheit der Stimmrechte in Wolfsburg. (dpa/aze)

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