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Kusel: Polizisten (24,29) bei Routinekontrolle durch Kopfschüsse getötet - Verdächtige festgenommen

Verkehrskontrolle in Kusel (Rheinland-Pfalz) endet tödlich

Es waren Kopfschüsse! Polizisten (24,29) bei Routinekontrolle getötet - was wir bisher über den Fall wissen

Verkehrskontrolle in Kusel (Rheinland-Pfalz) endet tödlich Zwei Polizisten (24,29) sterben durch Kopfschüsse
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Zwei Polizisten (24,29) sterben durch Kopfschüsse
Verkehrskontrolle in Kusel (Rheinland-Pfalz) endet tödlich

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Bei einer Verkehrskontrolle im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz sind zwei Polizisten auf der Kreisstraße 22 in der Nacht zu Montag gegen 4:20 Uhr durch Schüsse tödlich verletzt worden. Nach RTL-Informationen wurde eine 24-jährige Polizistin durch einen Kopfschuss getötet. Nach RTL-Informationen wurde dem 29-jährigen Polizisten Alexander K. in den Hinterkopf geschossen. Beide sollen aus dem Saarland stammen, wie der Saarbrücker Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) mitteilte.

Bis zum späten Nachmittag fahndet die Polizei mit Hochdruck nach dem mutmaßlichen Schützen. Dann nehmen die Ermittler den 38-jährigen Andreas Johannes S. in Sulzbach fest. Am Tatort hatte die Polizei die Papiere des 38-jährigen gefunden. Kurz drauf verkündeten die Ermittler eine zweite Festnahme.

Polizist Alexander K. starb bei einer Routine-Kontrolle in Kusel
Polizist Alexander K. starb bei einer Routinekontrolle in Kusel.
Privat

Dramatischer Funkspruch: "Die schießen auf uns!"

Zivilfahrzeug der getöteten Polizisten
In diesem Zivilfahrzeug sollen die beiden Polizisten unterwegs gewesen sein
RTL

Die Beamten der Polizeiinspektion Kusel seien auf einer routinemäßigen Streifenfahrt unterwegs gewesen. Nach RTL-Informationen waren sie in einem Zivilfahrzeug unterwegs. Beide trugen aber Uniform und Sicherheitswesten. Die Polizisten hätten noch selbst eine Funkmeldung absetzen können, sagte Bernhard Christian Erfort vom Polizeipräsidium Westpfalz zu RTL. Beide Polizisten wurden durch Kopfschüsse getötet. Die Polizistin selbst soll keinen Schuss abgegeben haben. Ihre Waffe steckte noch im Holster.

Der erste Funkspruch lautete nach Angaben aus Sicherheitskreisen, dass die beiden Polizisten ein verdächtiges Fahrzeug gestoppt hätten. Im Kofferraum soll sich erlegtes Wild befunden haben. Es sollte eine Routine-Kontrolle durchgeführt werden. Doch dann der zweite Funkspruch: „Die schießen auf uns!“

Danach bricht der Funkkontakt ab.

Als die Verstärkung am Tatort erreichte, war die 24-jährige Polizistin schon tot. Ihr 29-jähriger Kollege verstarb dann kurze Zeit später. Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat sich zu der Tat geäußert. Sie sagte, die Schüsse ähnelten einer Hinrichtung.

Gewerkschaft der Polizei: Erschossene Polizistin war noch Studentin

Die bei einer Verkehrskontrolle im Kreis Kusel erschossene Polizistin war der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zufolge Studentin. Die 24 Jahre alte Polizeianwärterin habe noch an der Hochschule der Polizei studiert, teilte die GdP am Montag mit.

Zwei Polizisten durch Schüsse tödlich veletzt Dramatischer Funkspruch
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Dramatischer Funkspruch
Zwei Polizisten durch Schüsse tödlich veletzt

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Gesuchter Tatverdächtiger in der Pfalz festgenommen

Es werde mit Hochdruck nach den flüchtenden Tätern gefahndet. Am späten Nachmittag meldet die Polizei einen ersten Erfolg: In Sulzbach (Rheinland-Pfalz) wird der gesuchte Tatverdächtige festgenommen. Bei ihm handele es sich um den gesuchten Mann (38) , so eine Polizeisprecherin.

Die Fahndungsmaßnahmen laufen aber weiter, weil nicht ausgeschlossen werden könne, dass es Mittäter gebe.

Die Polizei bittet die Einwohner deshalb, im Landkreis Kusel keine Anhalter mitzunehmen. Mindestens ein Tatverdächtiger sei bewaffnet. Zeugen, die etwas Verdächtiges wahrgenommen haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0631 3692528 mit der Polizei in Kaiserslautern in Verbindung zu setzen.

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Gewerkschaft "tiefbestürzt"

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat sich „tiefbestürzt über den gewaltsamen Tod einer Kollegin und eines Kollegen“ aus dem Polizeipräsidium Westpfalz geäußert. „Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen der beiden Getöteten und auch bei allen Kolleginnen und Kollegen. Wir durchleben gerade den realen Alptraum aller Polizistinnen und Polizisten!“, sagte die Landesvorsitzende Sabrina Kunz am Montagmorgen in Mainz.

„Unser tiefes Beileid gilt den Angehörigen. Hoffentlich können die oder der Täter zeitnah festgenommen werden, damit mögliche Gefahren für die Bevölkerung abgewendet sind“, sagte Kunz. „Dieses skrupellose Vorgehen und die Tat machen mich fassungslos.“

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