Es sind die ersten Bilder, die Venezuelas Staatschef Nicolas Maduro zeigen, offenbar in Handschellen beim Betreten US-amerikanischen Bodens, umringt von Dutzenden Sicherheitskräften, jetzt als Gefangener der USA. Per Helikopter bringen ihn Einsatzkräfte nach New York, wo ihm der Prozess wegen Verschwörung zum Drogenterrorismus bevorsteht. Vor der Haftanstalt stehen Menschen in venezuelischen Flaggen gehüllt, befürworten die Festnahme. Es ist das Ergebnis einer aus Sicht der USA erfolgreichen Militäroperation.
„Es war ein Angriff auf eine schwer befestigte Militärfestung im Herzen von Caracas, um den gesuchten Diktator Nicolas Maduro der Justiz zu überführen. Dies war eine der beeindruckendsten, effektivsten und mächtigsten Demonstrationen der militärischen Stärke und Kompetenz der USA in der amerikanischen Geschichte.“
Kaum 24 Stunden ist es her, dass Maduro und seine Ehefrau bei der Militäroperation festgenommen worden sind. Das erste Foto davon postet der US-Präsident höchstpersönlich.
„Wir werden das Land so lange führen, bis wir einen sicheren, ordentlichen und einen juristisch gesicherten Übergang haben.“
Wie die USA ihr Ziel erreichen wollen, ist unklar. Trotz Maduros Festnahme kontrollieren sie das Land nicht. Anhänger und Regierungsvertreter fordern lautstark seine Freilassung und kündigen Widerstand an, unterstützt von der neu ernannten Übergangspräsidentin Rodriguez.
„Wir sind bereit, Venezuela zu verteidigen. Wir sind bereit, unsere natürlichen Ressourcen zu verteidigen, die für die nationale Entwicklung genutzt werden sollten.“
Nach den Angriffen herrscht in Caracas Unsicherheit. Straßen bleiben leer, vor Supermärkten bilden sich Schlangen. Sicher scheint bislang nur Donald Trump will US Unternehmen Zugang zu Venezuelas Öl verschaffen.
„Unsere sehr großen US-amerikanischen Ölkonzerne, die größten weltweit, gehen hinein, geben Milliarden von Dollar aus, reparieren die kaputte Infrastruktur, die Ölinfrastruktur und fangen an, Geld für das Land zu verdienen.“
Unter Juristen herrscht große Einigkeit, dass die US-Angriffe auf Venezuela völkerrechtswidrig waren. Am Montag berät sich der UN-Sicherheitsrat zu den Angriffen.