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Venezuela

Venezuela ist ein Staat in Südamerika, der an die Karibikküste grenzt. Venezuela hat rund 32 Millionen Einwohner, die Hauptstadt ist Caracas.

Venezuela Istockphoto

Venezuela grenzt an Guyana sowie an Kolumbien und Brasilien und ist somit ein an der Karibikküste gelegener südamerikanischer Staat.

Geographie und Landschaft Venezuelas

Das Land erstreckt sich über eine geografische Gesamtfläche von 912.000 km² und ist die Heimat von etwa 28,4 Millionen Menschen (Stand 2021). Die Landeswährung ist der Bolivar (VEF). Vor allem der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in Venezuela, da das Land über eine Küste mit einer Gesamtlänge von 2.800 km und eine sehr vielfältige Landschaft verfügt. Auch die Nationalparks Venezuelas sind touristisch bedeutend. Der Canaima-Nationalpark, in dem sich der höchste freifallende Wasserfall der Welt befindet, zählt zum Weltnaturerbe der UNESCO.

Venezuelas Geschichte: Unabhängigkeit & Bürgerkriege

Darüber hinaus kann das Land auf eine vielseitige historische Entwicklung verweisen. Vor der Entdeckung durch Kolumbus und den Expeditionen von Alonso de Ojeda und Amerigo Vespucci lebten dort zahlreiche indianische Gruppen. 1522 gründeten die Spanier ihre erste feste Siedlung, Nueva Cádiz, 1567 das heutige Caracas, die Hauptstadt Venezuelas. 1821 erlangte das Gebiet seine Unabhängigkeit von Spanien. Es folgten eine Reihe Bürgerkriege und Revolutionen.

Die venezolanische Politik in der Kritik

Nach dem Amtsantritt von Hugo Chávez im Jahr 1998 wurde zwei Jahre später eine neue Verfassung beschlossen. Venezuelas Staatsbezeichnung lautete von da an Bolivarische Republik Venezuela, inoffiziell die Fünfte Republik.

Heute herrscht in Venezuela ein sozialistisches Präsidialsystem, das seit 2014 von Nicolás Maduro regiert wird. Die Regierungszeit von Maduro gelangte schon bald in die Kritik, da politische Proteste ausbrachen und sich das Land zunehmend international isolierte. Kritiker werfen der Regierung zudem einen autoritären Führungsstil vor, bei dem Prinzipien der Demokratie eingeschränkt werden.

Wirtschaftskrise trotz hohen Erdölreserven

Venezuela verfügt über die größten Erdölreserven weltweit, was auch den Hauptteil der Wirtschaft ausmacht. 2010 kollabierte der weltweite Ölpreis, was tiefe Spuren in der venezolanischen Wirtschaft hinterließ. Seitdem befindet sich das Land in einer wirtschaftlichen und humanitären Krise, geprägt von Hyperinflation, Versorgungsengpässen und Hungersnot. Die Armutsquote wurde 2018 auf 90 Prozent geschätzt.

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