Dana Rudersdorf hatte sich gerade für die Arbeit fertig gemacht, als es passiert.
Am 26. Juni 2013 überschüttet ihr Noch-Ehemann Friedhelm sie mit einer brennbaren Flüssigkeit und zündet sie an. Nur ein paar Wochen zuvor hatte sie sich von ihm getrennt und ihm eine Frist gesetzt, aus dem gemeinsamen Haus in Blankenfelde-Mahlow (Brandenburg) auszuziehen.
Als sie die Flammen auflodern sieht, geht alles ganz schnell. „Wenn ich hier sitzen bleibe, sterbe ich“, erinnert sich Dana. Als sie aus dem Haus rennt, merkt sie, dass alles um sie herum in Flammen steht.
Ihr bleiben Augenblicke, zu entscheiden, was sie tun soll. Dana springt in den Teich im Garten ihrer Eltern, die im Nachbarhaus wohnen. „Und dann stand ich im Teich und dann stand auch schon meine Mutter hinter mir“, erinnert sie sich. Als kurze Zeit später der Notarzt kommt, hört Dana ihn noch sagen, dass der Rettungshubschrauber unterwegs ist.
60 Prozent ihres Körpers sind verbrannt – 40 Prozent der Haut war sogar tiefflächig verbrannt, ihre Überlebenschancen eher gering. Doch Dana kommt durch. Stück für Stück kämpft sie sich zurück ins Leben. Als sie im Krankenhaus wieder zu sich kommt, erfährt sie, dass sie vier Wochen im Koma gelegen hat. Wegen der starken Schmerzmittel, die sie bekommt, gehen die Ärzte davon aus, dass sie keine Kinder mehr kriegen kann. Die Schweren Brandnarben im Gesicht und am Körper werden für immer bleiben.