Mit dem Kampf gegen den Drogenhandel hatte Donald Trump die Schläge gegen angebliche Schmugglerboote begründet. Kurz vor dem Jahreswechsel erfolgte dann ein erster Angriff auf venezolanischem Festland. Der US-Präsident bestätigte.
„Es gab eine große Explosion in der Hafengegend, wo sie die Boote mit Drogen beladen. Sie beladen die Boote mit Drogen. Also haben wir alle Boote getroffen und jetzt haben wir das Gebiet getroffen. Es war der Umschlagsort und jetzt gibt es ihn nicht mehr.“
Doch schon lange sind Zweifel an dieser Darstellung laut geworden. Immer wieder hatte Venezuelas Staatschef Maduro die Ölreserven seines Landes als möglichen Grund angeführt. Sie sind die größten der Welt.
„Wenn sie Venezuelas Öl wollen, werden wir US-Investments wie die von Chevron akzeptieren. Wann, wo und wie sie sie machen wollen.“
Historisch gesehen waren die USA am Ölgeschäft in Venezuela lange stark beteiligt. Bis 2005 war das Land zudem einer der wichtigsten Öllieferanten der USA mit monatlichen Importen von bis zu 60 Millionen Barrel. Das änderte sich 2007 dramatisch, als der damalige sozialistische Staatschef Chavez die Industrie weiter verstaatlichte und den Besitz von US-Firmen beschlagnahmte.
Ein lukrativer Markt also, der der kriselnden US-Ölindustrie helfen könnte. Darauf deutete auch schon die US-Blockade von venezolanischen Öltankern im Dezember hin. Ein weiterer Grund für die US-Angriffe ist auch Venezuelas linksnationalistischer Staatschef Maduro. Maduro wirft Trump vor, ihn stürzen und einen Machtwechsel erzwingen zu wollen. Trump wiederum beschuldigt Maduro, Drogenbanden zu kontrollieren und gezielt gegen die USA einzusetzen. Immer wieder drohte er ihm im vergangenen Jahr, wenn er etwas tut, wenn er sich stark zeigt, wird es das letzte Mal sein, dass er sich je stark gezeigt hat. Im Oktober hatte Trump öffentlich bestätigt, dass er verdeckte Einsätze des Auslandsgeheimdienstes CIA in Venezuela genehmigt habe.
„Wie weit der Spielraum reicht, dazu blieb Trump jedoch vage. Die CIA hat die CIA die Erlaubnis, Maduro auszuschalten? Das möchte ich nicht beantworten. Das ist eine lächerliche Frage an mich. Nicht lächerlich, aber es wäre lächerlich für mich, sie zu beantworten. Aber ich glaube, Venezuela fühlt den Druck Venezuelas Feeling.“
Im Dezember hatte auch Trumps Heimatschutzministerin Christy Noam bestätigt, ein Ziel der USA sei, dass Maduro weg müsse.