Dieser Walhai ist eine echte Besonderheit. Denn er hat eine Wirbelsäulenverkrümmung. Meeresbiologen werden im Jahr 2010 zum ersten Mal auf das 6 Meter lange Tier im Golf von Mexiko aufmerksam. Drei Jahre später kehren sie zu dem Ort zurück und sichten ihn erneut.
„Es ist äußerst selten, dass ein so großes Tier mit einer solchen Wirbelsäulendeformation überlebt. Normalerweise sind solche Deformationen nicht mit dem Leben vereinbar. Meistens sieht man solche Fälle eher bei Embryonen.“
Die Forscher bringen einen Satellitensender an dem Walhai an, weil sie unbedingt mehr über das besondere Tier erfahren wollen. Und die Daten liefern tatsächlich wichtige Erkenntnisse. Denn trotz der körperlichen Beeinträchtigung zeigt der markierte Walhai laut den Forschern überraschend normale Verhaltensmuster.
Jetzt glauben sie, das Geheimnis zu seinem Überleben entdeckt zu haben. Demnach liegt der Schlüssel in der Fressstrategie. Denn während Raubhaie sehr schnell sein müssen, um ihre Beute jagen zu können, sind Walhaie Filtrierer, das bedeutet sie fressen Plankton und kleine Fische, indem sie langsam mit offenem Maul schwimmen.
„Wäre es ein Tier gewesen, das sich von schneller Beute ernährt, hätte es wirklich zu kämpfen gehabt und wahrscheinlich nicht so lange überlebt.“
Zwar wurde der Walhai seit der Markierung 2013 nicht mehr gesehen, aber das sei laut den Forschern nicht untypisch.
„Dieses Tier hat zwar diese Deformation, aber es hat sie überwunden und kann sich weiterhin normal verhalten und ernähren.“
Walhaie können in Küstengewässern über 100 Jahre alt werden und wer weiß, vielleicht begegnen die Wissenschaftler diesem besonderen Walhai ja doch nochmal.
Verwendete Quellen; SWNS, Action Press