Wer aber mit Mama und Papa fährt, verursacht weniger UnfälleFührerschein mit 16 spaltet Deutschland: Mehrheit dagegen

Den Führerschein mit 17 Jahren machen und bis zur Volljährigkeit mit Mama oder Papa begleitet fahren – das hat sich in den letzten Jahren bewährt. Untersuchungen des Versicherers HUK zeigen: Wer mit seinen Eltern begleitet fährt, sitzt auch später sicherer am Steuer. Jetzt soll der Führerschein mit 16 eingeführt werden. Aber in dieser Frage ist Deutschland geteilt! Laut der HUK-Studie ist die Mehrheit der Befragten dagegen.
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HUK-Umfrage: Mehrheit gegen Führerschein ab 16
Die Berliner Koalition will das begleitete Fahren schon mit 16 Jahren erlauben. Das jedoch lehnt laut einer Yougov-Umfrage im HUK-Auftrag die Mehrheit der Bundesbürger ab. In der repräsentativen Umfrage unter 4.173 Menschen ab 16 waren 34 Prozent dafür, eine Mehrheit von 54 Prozent dagegen - je älter die Teilnehmer, desto höher der Anteil der Gegner. Die Umfrage datiert vom Jahresanfang, doch geht die HUK davon aus, dass sich an diesem Stimmungsbild nichts Wesentliches geändert hat.
Nach Einschätzung der Fachleute des Versicherers könnte auch begleitetes Fahren mit 16 den Verkehr sicherer machen. „Wir begrüßen diese Initiative“, sagte Vorstand Jörg Rheinländer unter Verweis auf die bisherigen positiven Erfahrungen.
Im statistischen Schnitt verursachen die jungen und die ganz alten Autofahrer die meisten Unfälle, am sichersten fahren Menschen mittleren Alters. Daher ist auch die Beitragskurve für die Kfz-Versicherung im Laufe eines Autofahrerlebens U-förmig: Fahranfänger zahlen hohe Beiträge, in mittleren Jahren sind die Beiträge niedrig, und im Rentenalter werden Kfz-Policen wieder sehr viel teurer.
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Wer mit 17 begleitet fährt, verursacht später weniger Unfälle
Dabei sind die Erfahrungen mit dem begleiteten Fahren bislang äußerst positiv. Wer im Alter von 17 Jahren Autofahren in Begleitung von Mutter oder Vater übt, verursacht später seltener Unfälle: Bei jungen Autofahrern zwischen 18 und 25 ist die Schadenhäufigkeit um über ein Viertel niedriger, wenn sie bereits mit 17 den Führerschein gemacht und das begleitete Fahren geübt haben, hat eine Analyse der HUK Coburg ergeben. Der Effekt ist demnach am deutlichsten bei den 18- und 19-Jährigen zu erkennen (26 Prozent weniger Schäden).
Das schlägt sich auch auf die Preise für die Kfz-Versicherung nieder: Wer sich bereits mit 17 Jahren versichert, bekommt einen Rabatt.
Begleitpersonen müssen den Regeln zufolge zwar nicht unbedingt die Eltern sein, doch ist das in den meisten Familien die übliche Praxis. (dpa/aze)
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