Immer öfter bleiben Regale leerTierbedarfshändler beklagen Engpässe bei Katzenstreu und Tierfutter

Die Lieferengpässe bei Tierfutter und Tierbedarf werden offenbar immer größer. In der „Lebensmittel Zeitung“ beklagen mehrere stationäre Händler eine regelrechte Warenflaute. Bestellungen kommen entweder gar nicht oder nur in geringerem Umfang in den Läden an.
"Was die Kunden nicht kennen, kaufen sie nicht"
Bereits im Februar bestätigten verschiedene Hersteller Lieferengpässe bei Tierfutter. Mars Petcare bestätigte auf RTL-Anfrage Probleme, die die Branche vor eine Herausforderung stellen. Das Unternehmen stellt unter anderem die Produkte von Pedigree und Sheba her. An einzelnen Standorten kam es laut dem Unternehmen zu Engpässen bei Nassfutter für Hunde und Katzen sowie Katzenstreu. Online und im stationären Handel waren Produkte dadurch vergriffen oder die Lieferzeiten würden sich verlängern.
Laut dem Tierfutterhersteller Rinti basierten die Engpässe auf unterschiedliche Gründe: Da sich während der Corona-Pandemie viele Menschen Haustiere zugelegt hätten, sei die Nachfrage entsprechend gestiegen. Allein die Zahl der Hunde in Deutschland habe sich laut Schätzungen um rund 600.000 erhöht. Der gestiegene Verbrauch von Hundefutter trifft allerdings auf eine gesunkene Schlachtproduktion.
Seitdem hat sich offenbar nicht viel geändert oder es sind neue Herausforderungen hinzu gekommen. In der „Lebensmittel Zeitung“ beschreibt ein Tierbedarfshändler die Situation wie folgt: „Wir haben jetzt für 5000 Euro Ware bestellt, mal schauen, ob was mitkommt". Doch es sind auch strukturelle Probleme in der Branche, die zu leeren Regalen in den Fachmärkten führen. Laut den Händlern fehlen der Industrie auch Außendienstler und Agenturen für die Sortiments- und Regalpflege. Personalnot besteht offenbar nicht nur an Flughäfen, sondern auch hier.
Und auch bei Katzenstreu scheint es erneut oder immer noch Engpässe zu geben: In der „Lebensmittel Zeitung“ lässt ein Fressnapf-Partner seinem Ärger freien Lauf: "Von 30 georderten Katzenstreu-Gebinden wurden uns aus der Zentrale nur sechs ausgeliefert. Als Ersatz wird Ware zu einem deutlich höheren geordert – auf die er dann sitzen bleibe. Frustriert erklärt er: „Was die Kunden nicht kennen, kaufen sie nicht." (aze)
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