Lohnt es sich?Bezahlbare Luxuswaren findet ihr hier
Muffiger Trödelladen? Fehlanzeige!
Secondhand hat längst das alte, verstaubte Image abgelegt. Der Markt ist umkämpft. Und besonders gefragt sind hochpreisige Artikel, erklären Experten. Ein Widerspruch?
Secondhand boomt
Luxus-Ware aus zweiter Hand liegt voll im Trend. Und das wird erst einmal wohl auch so bleiben. „Der Handel mit gebrauchten Luxuswaren wird überproportional steigen“, sagt Christian Wulff von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. „Unter anderem werden damit Käuferschichten erreicht, die sich Neuware nicht leisten können oder wollen.“ Heißt also, durch Secondhand-Angebote werden Luxusartikel erschwinglich.
Luxus für kleines Geld
Den Grund für den Hype sieht Thomas Hensel, Professor für Kunst und Designtheorie an der Hochschule Pforzheim, vor allem in den Medien: „Gerade Social Media, aber auch viele Serien auf Streaming-Plattformen, befeuern bei jungen Menschen das Verlangen, Teil von dieser Luxuswelt zu sein.“ Um dazuzugehören, will man sich dann so kleiden und so aussehen, wie die Influencer auf Social Media oder die Charaktere in den Serien. „Doch viele Menschen können sich die Designerstücke nicht leisten, manche greifen daher auf Fälschungen zurück oder finden eben ein gebrauchtes Teil“, sagt der Professor.
Laut Hensel gehen Luxus und Secondhand mittlerweile Hand in Hand: „Luxus kann neben dem hohen Preis unter anderem durch herausragende Qualität definiert werden. Das macht ihn damit auch gut geeignet für einen Weiterverkauf.“ Außerdem lebe Luxus von extremer Verknappung. Wenn die begehrte Handtasche oder das beliebte Kleid vergriffen ist, können Kunden auf dem Zweitmarkt Glück haben.
Designerstücke gebraucht kaufen – ist das sicher?
Den aktuellen Trend hat man auch bei der Secondhand-Plattform Vinted erkannt. Kürzlich übernahm sie die Plattform Rebelle, die vor allem auf Secondhand-Designerartikel spezialisiert war. „Auf Vinted sind Artikel aus höheren Preissegmenten beliebt, sie werden vermehrt eingestellt und auch oft schnell gekauft“, sagt Rebelle-Gründerin Cécile Wickmann, nun Leiterin des Bereichs Luxus auf Vinted.
Wer gebraucht Designermode kauft, will natürlich sicher sein, dass sie echt – und damit ihr Geld wert ist. Manche Portale wie Vinted bieten deshalb Echtheitsprüfungen an. Bei Vinted koste das für Käuferinnen und Käufer zehn Euro. Dabei fliegen immer wieder Fälschungen auf, wie Wickmann berichtet. Ohne eine solche Prüfung bleibt ein gewisses Restrisiko. Generell gilt: „Wenn der Preis zu schön ist, um wahr zu sein, sollte man vorsichtig sein“, sagt Wickmann.
Neben Plattformen wie Vinted gibt es mittlerweile auch die Möglichkeit bei einigen Marken direkt gebrauchte Ware zu kaufen. „Einige Luxuslabels haben bereits eigene Gebrauchtbörsen gegründet“, sagt Hensel. Beispielsweise kaufe der Kofferhersteller Rimowa gebrauchte Koffer von seinen Kunden ab, repariere jene unter Umständen und verkaufe sie dann wieder – „natürlich mit hoher Marge“, so Hensel. Kauft man gebrauchte Ware direkt bei den Marken, kann man sich sicher sein, dass die Ware keine Fälschung ist.
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Leihen statt kaufen
Neben dem Secondhand-Kauf gibt es aber einen weiteren Trend: Leasing. Was man sonst von Autos kennt, ist mittlerweile auch für Mode, Handtaschen und Elektronik möglich. Gerade in den USA sei dieser Trend zu beobachten, sagt Christian Wulff. „Ich gehe davon aus, dass das Konzept in den kommenden Jahren mehr und mehr nach Deutschland überschwappen wird“, sagt er.
Ein bisschen übergeschwappt ist es schon: Auch in Deutschland gibt es Portale, bei denen man Produkte leihen kann. Manchmal besteht im Anschluss auch die Möglichkeit, das Produkt dem Verleih abzukaufen. Egal ob Mode oder Elektronik, wer lieber leihen statt kaufen möchte, muss sich informieren, was im Schadensfall passiert. „Wenn man etwas gemietet oder ausgeliehen hat, muss man auch dafür sorgen, dass es ordnungsgemäß wieder zurückgegeben wird“, sagt RTL-Verbraucherexperte Torsten Knippertz. Da kann sich eine Versicherung lohnen. Die seien manchmal sogar in den Mietpreisen enthalten oder können für einen Aufpreis direkt beim Verleih erworben werden, erklärt der Experte. Unter Umständen könnte sogar die private Haftpflicht solche Kosten decken, sagt Knippertz. Wer sich gut informiert, vermeidet also am Ende böse Überraschungen. (iga mit dpa)












