Ein Virus hält die Welt in Atem

Chronologie Coronavirus - Entwicklungen vom Montag, 1. April

02. April 2020 - 2:31 Uhr

Kampf gegen das Coronavirus

+++ Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus lesen Sie im Liveticker bei RTL.de +++

Zehntausende sind in Deutschland schon mit dem Virus infiziert. Krankenhäuser bereiten sich auf das Schlimmste vor. Wie lange aber wird der Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 dauern?Hier finden sie die radikalen Maßnahmen der Bundesländer und  hier alles, was wir bisher über das Coronavirus wissen.​ Und mit unserem Live-Ticker bleiben sie immer auf dem aktuellen Stand.

TVNOW-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Erfahren sie in unserer spannenden Doku, warum Wissenschaftler schon lange vor dem Ausbruch vor dem Virus gewarnt haben. Hier geht es zur TVNOW-Doku "Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus".

+++Die Chronologie vom 1. April+++

23:24 Uhr - München: Ärzte und Pfleger dürfen kostenlos Taxi fahren

Ärzte und Pflegepersonal dürfen in München jetzt kostenlos Taxi fahren, berichtet der Spiegel. Wie die Taxizentrale betätige dürfe medizinisches Personal jetzt gratis per Taxi zur Arbeit fahren. Das gelte aber nur auf Vorbestellung innerhalb Münchens und nur wenn gerade auch ein Fahrer frei sei. Man müsse außerdem nachweisen, im Gesundheitswesen zu arbeiten. 

23:15 Uhr - Kalifornien schließt alle Schulen bis zum Sommer

In Kalifornien bleiben die Schulen wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum Sommer geschlossen. Dies teilte Gouverneur Gavin Newsom mit. Schulen würden den Unterricht online fortführen. In dem US-Westküstenstaat sind rund sechs Millionen Schüler von der Regelung betroffen. Schon seit Wochen sind die Schulen geschlossen. Das laufende Schuljahr geht in den meisten Bezirken Mitte Juni zuende. In Kalifornien sind mehr als 8700 Infektionen mit Sars-CoV-2 nachgewiesen, in dem Westküstenstaat starben bereits 185 Menschen.

23:05 Uhr - UN-Klimakonferenz im November wird verschoben

Die UN-Klimakonferenz wird wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Das teilte die britische Regierung am Mittwochabend mit. Die Konferenz sollte eigentlich im November im schottischen Glasgow stattfinden.

22:55 Uhr - Connecticut: 6 Wochen altes Baby stirbt an Coronavirus

Im US-Bundesstaat Connecticut ist ein sechs Wochen alter Säugling am Coronavirus gestorben, wie Gouverneur Ned Lamont auf Twitter bestätigte. DasnBaby sei leblos in ein Krankenhaus eingeliefert worden und habe nicht wiederbelebt werden können, erklärte er. "Ein Test bestätigte gestern Abend, dass das Neugeborene Covid-19-positiv war", so der Gouverneur. "Das ist wirklich herzzerreißend." Es sei eins der jüngsten Opfer der Pandemie überhaupt.

22:25 Uhr - Zu viele Corona-Infektionen: Münchner Klinik stellt normalen Betrieb ein

Wegen viele Patienten und Mitarbeiter sich mit dem Coronavirus infiziert haben, gibt eine Münchner Klinik den normalen Krankenhausbetrieb vorübergehend auf. "Es geht darum, dass wir keine neuen Patienten aufnehmen, und die Patienten, die entlassen werden könnten, aktuell nicht entlassen", erläuterte der Sprecher des Helios Klinikum München West, Marten Deseyve. "Alle Patienten, die jetzt da sind, bleiben auch weiter da." So sollten Infektionsketten unterbrochen werden. Die Mitarbeiter sollen in der Öffentlichkeit zudem einen Mund-Nasen-Schutz tragen und mit Ausnahme ihrer Arbeitszeit zu Hause in Quarantäne bleiben. 

Wie alnge dieser "eingefrorene Zustand" aufrecht erhalten werden soll, ist noch unklar. Alle Patienten und Mitarbeiter werden nun auf das Virus Sars-CoV-2 getestet. Bislang wurden 14 Patienten und 2 Mitarbeiter positiv getestet, wie Deseyve sagte. Besonders auf einer gemischt internistischen und einer chirurgischen Station gab es viele Fälle. 

21:34 Uhr - Krankenhaus in Goslar nimmt Patienten aus den Niederlanden auf

Ein Krankenhaus in Goslar nimmt zwei schwer an Covid-19 erkrankte Patienten aus den Niederlanden auf. Als erster Patient sei ein 55 Jahre alter Mann eingetroffen, teilte die Asklepios Harzklinik am Mittwochabend mit. Wann der zweite Patient, ein Mann im Alter von 62 Jahren, eintreffen werde, war zunächst nicht bekannt. Beide Männer seien auf Beatmungsgeräte angewiesen, hieß es. Zwei weitere Erkrankte aus dem niederländischen Zwolle würden zu einem noch ungenannten Zeitpunkt möglicherweise ebenfalls nach Goslar verlegt.

21:24 Uhr - Zahl der Morde in Medellín sinkt auf Rekordtief

In der kolumbianischen Millionenmetropole Medellín, die einst für das Kartell von Pablo Escobar berüchtigt war und unter der Gewalt des Drogenbosses litt, ist die Zahl der Morde aufgrund der Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Covid-19-Pandemie so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Wie das Sicherheitssekretariat der Stadt bekanntgab, wurden dort im März 18 Menschen getötet. "Das ist eine historische Zahl", sagte Medellíns Sicherheitssekretär José Gerardo Acevedo in einem Video der Stadtverwaltung auf Twitter.

21:09 Uhr - Uniklinik Bonn muss elf Covid-19-Patienten wegen Bombenentschärfung verlegen

Von der Evakuierung am Bonner Universitätsklinikum sind auch elf Covid-19-Patienten betroffen, bestätigte Wolfgang Holzgreve, der Ärztlicher Direktor der Klinik im RTL-Interview. Wegen einer Bombenentschärfung müssen bis morgen kurzfristig über 200 Patienten verlegt werden, erklärte er. Darunter seien auch 69 Patienten von der Intensivstation, die fast alle beatmet würden. Die meisten Kranken könnten innerhalb des Klinikgeländes verlegt werden. Nur wenige Patienten werden in andere Krankenhäuser transportiert. Wegen des großen Infektionsrisikos müssen die Corona-Infizierten dabei besonders isoliert werden. "Da haben wir sichergestellt, dass die alle bei uns bleiben können", erklärte Holzgreve.

21:00 Uhr - Mehr als 200.000 Corona-Fälle in den USA

In den USA sind jetzt 203.608 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden - so viele wie nirgendwo sonst auf der Welt. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Ein Großteil der Infektionen wurde im Bundesstaat New York registriert. Weltweit wurden inzwischen 911.308 Fälle gemeldet.

20:39 Uhr - WHO prüft: Ist ein Mundschutz für alle sinnvoll?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prüft, ob das Tragen eines Mundschutzes in der Öffentlichkeit die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen kann. "Die WHO trägt alle verfügbaren Informationen zusammen und wägt ab, ob das umfassendere Tragen von Mundschutz Ansteckungen eindämmen kann", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Bislang war die Haltung der WHO, dass Mundschutz nur für Kranke und Menschen, die Kranke pflegten, sinnvoll sei. Die WHO warnte sogar, dass das Tragen von Masken die Menschen in falscher Sicherheit wiegen und verleiten könne, andere Vorsichtsmaßnahmen wie das gründliche Händewaschen zu vernachlässigen. Tedros betonte, dass diese Maßnahmen unabhängig von Mundschutz unbedingt eingehalten werden müssen.

20:25 Uhr - Studie: Ansteckung schon drei Tage vor ersten Symptomen möglich

Ab wann ist ein Coronainfizierter ansteckend? Einer Studie der US-Zentren für Seuchenkontrolle (CDC) zufolge können Virus-Infizierte schon bis zu drei Tage vor dem Erscheinen erster Symptome ansteckend sein. Untersucht wurden 243 Fälle in Singapur vom 23. Januar bis zum 16. März.

18:51 Uhr - Zahl der Infizierten steigt in Deutschland weiter an

Die Zahl der Corona-Infizierten steigt weiter: In Deutschland sind bis Mittwochnachmittag (17 Uhr) mehr als 71.100 Infektionen registriert worden. Das sind knapp 6.000 mehr innerhalb von 24 Stunden. Dies berichtet die dpa.

Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 17.100 nachgewiesenen Fällen und mindestens 241 Toten und Nordrhein-Westfalen mit mehr als 16.300 Fällen und mindestens 180 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 132,4 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 85,6.

Mindestens 808 Menschen sind bundesweit an Covid-19 bundesweit gestorben. 

18:35 Uhr - Zahlen in Italien steigen - es gibt auch Hoffnungsschimmer

Wieder viele Tote in Italien - aber immerhin bleibt die Zahl stabil. Am Mittwoch meldeten die Behörden 727 Tote innerhalb eines Tages. Das ist in etwa die gleiche Zahl wie in den vergangenen Tagen. Bis Mittwoch stieg die Zahl der derzeit erfassten Infektionen um 2.937 auf 80.572, teilte der Zivilschutz mit. Das war ein Anstieg um weniger als vier Prozent.

Eingerechnet der Toten und Geheilten lag die Summe der erkannten Infektionen bei insgesamt 110.574. Insgesamt sind der Pandemie in Italien nun 13.155 Menschen zum Opfer gefallen. Der Druck auf die Kliniken scheint aber abzunehmen. Bei den Menschen auf der Intensivstation kamen nur 12 hinzu.

Hier die Zahlen der John Hopkins Universität im Überblick:

  • USA:           190.740 Infizierte     4.127 Tote
  • Italien:         105.792 Infizierte   12.428 Tote
  • Spanien:      102.136 Infizierte     9.053 Tote
  • Frankreich:    52.870 Infizierte     3.532 Tote
  • Weltweit:      887.067 Infizierte   44.264 Tote

18:31 Uhr - Uni Göttingen erkennt Corona-Hilfe als Studienleistung an

Soziales Engagement im Kampf gegen Covid-19 wird an der Universität Göttingen als Studienleistung anerkannt. Studierende an der Fakultät Geowissenschaften und Geographie können sich bis zu sechs ECTS-Punkte anrechnen lassen, wenn sie etwa Pflegetätigkeiten übernehmen oder ehrenamtlich bei Hilfsorganisationen mitarbeiten, wie die Fakultät am Mittwoch auf ihrer Homepage bekanntgab. 20 Stunden Arbeit würden zu einem Creditpoint umgerechnet, als Bestätigung reiche eine einfache Bescheinigung.

18:21 Uhr - Niedersachsen: Baumärkte ab Samstag auch wieder für Heimwerker geöffnet

Die Baumärkte und Gartencenter in Niedersachsen dürfen ab Samstag wieder ihre Türen für Privatkunden öffnen. "Wir werden zum Wochenende auch wieder eine Öffnung für Baumärkte und Gartencenter in Niedersachsen vorsehen", sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch. Damit passe sich Niedersachsen an die Lage in anderen Bundesländern an.

Weil begründete den Schritt damit, dass die unterschiedlichen Regelungen zwischen den Bundesländern "unerwünschte Wanderungsbewegungen" ausgelöst hätten. Er betonte aber auch: "Das ist alles andere als ein Lockerungssignal." Vielmehr solle mit der Änderung vermieden werden, dass wegen des Grenzverkehrs andernorts das Risiko für Infektionen steigt.

17:58 Uhr - Niederlande wollen keine Touristen über die Ostertage

Die Niederlande wollen deutsche und andere ausländische Touristen von Einreisen über die Ostertage abhalten. Wie das geschehen soll, werde die Regierung bei einer für Donnerstag anberaumten weiteren Corona-Krisensitzung erörtern, kündigte Ministerpräsident Mark Rutte im Parlament an. Die Regierung teile die Sorge der Abgeordneten, dass über die Feiertage viele Ausländer ins Land kommen könnten, berichtete der Sender NOS. Vor allem bei Deutschen seien solche Osterausflüge beliebt.

Rutte appellierte zugleich aber auch an die Niederländer, zu Hause zu bleiben und auf Fahrten durch das Land zu verzichten - trotz des in den kommenden Tagen erwarteten warmen Wetters. Die beliebten holländischen Feriengebiete an der Küste der Provinz Zeeland sind bereits für Touristen Tabu. Übernachtungen sind dort verboten, sogar in der eigenen Ferienwohnung. Das gilt auch in der Hafenstadt Rotterdam.

17:24 Uhr - Wimbledon-Turnier fällt aus - zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg

Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg kann das legendäre Tennis-Turnier von Wimbledon nicht stattfinden. Wegen der anhaltenden Coronakrise fällt die 134. Austragung des berühmtesten Tennisturniers der Welt im Jahr 2020 aus. Es wird auch keinen Nachholtermin im Herbst geben. Dies gaben die Veranstalter des Rasenevents am Mittwoch bekannt.

Nun soll die 134. Ausgabe vom 28. Juni bis 11. Juli 2021 über die Bühne gehen. Zuletzt waren bereits die French Open in den September verlegt worden, die Tennisprofis pausieren derzeit bis mindestens 7. Juni. Auch das im Juni geplante Rasen-Tennisturnier im westfälischen Halle fällt in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie aus, wie der Veranstalter kurz nach der Wimbledon-Absage mitteilte.

17:18 Uhr - Söder: "Es gibt keine Anlass zur Entwarnung"

Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder erklärte in einem Statement, dass die geltenden Maßnahmen weiterhin durchgehalten werden müssten. "Es gibt keinen Anlass zur Entwarnung", sagte er und bat um Geduld. Das gesellschaftliche Leben müsse weiter heruntergefahren werden und die Kapazitäten im Gesundheitssystem müssten hochgefahren werden. Das brauche Zeit.

Er mache sich außerdem große Sorgen um die Menschen in Alten- und Pflegeheimen. Die drastischen Besuchsverbote dort, seinen schmerzhaft, aber notwendig. Zusätzlich sollen in den Einrichtungen auch keine neuen Bewohner neu aufgenommen werden. In Bayern würden darum nun in Rehakliniken Ersatzkapazitäten bereitgestellt. In allen Heimen solle außerdem auch ein Hygienecheck vorgenommen werden. Außerdem sollten alle Menschen in den Einrichtungen mehrmals und vollständig durchgetestet werden.

16:57 Uhr - Galeria Karstadt Kaufhof beantragt Schutzschirmverfahren

Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof hat angesichts der Umsatzausfälle infolge der Corona-Pandemie beim Amtsgericht Essen ein Schutzschirmverfahren beantragt. Das teilte der Konzern am Mittwoch in Essen mit.

16:24 Uhr - Kanzlerin Merkel ruft alle Bürger auf, an Ostern zuhause zu bleiben

Bundekanzlerin Angela Merkel rief alle Menschen in Deutschland in einem Audiostatement dazu auf, gerade auch an den Osterfeiertagen zuhause zu bleiben. Alle Bürger blieben weiterhin aufgefordert, "generell auf private Reisen und Besuche zu verzichten", sagte sie. Normalerweise sei Ostern ein Fest der Familie, ein Fest, an dem man rausgeht. Doch in diesem Jahr müsse das anderers laufen. "Eine Pandemie kennt keine Feiertage", so Merkel.

Darum sei es wichtig, die jetzt schon geltenden Maßnahmen konsequent weiterdurchzuhalten und maximal mit den Menschen, die im eigenen Haushalt wohnen zu feiern. Gottesdienste, Familienbesuchen, Ausflüge könnten an Ostern nicht stattfinden, so Merkel. "Ich weiß, dass das hart ist, aber es rettet Menschenleben", sagte sie. Dienstag nach Ostern soll Situation bewertet werden, um zu entscheiden, wie es dann weiter geht.

15:48 Uhr - Kontaktbeschränkungen bis zum Ende der Osterferien

Die Spatzen hatten es schon länger von den Dächern gepfiffen, nun scheint es fix: Bund und Länder wollen die bestehenden scharfen Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise mindestens bis zum Ende der Osterferien verlängern. Die Bürger «bleiben angehalten, auch während der Osterfeiertage Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum zu reduzieren», heißt es in einer der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch vorliegenden Beschlussvorlage für die Telefonkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer.

15:28 - Bombenfund in Bonn - Intensivpatienten müssen verlegt werden

Die Bonner Uniklinik muss für eine am Donnerstag geplante Bombenentschärfung teilweise geräumt werden. 380 Patienten, darunter 68 Intensivpatienten, müssten in andere Klinikbereiche und andere Krankenhäuser verlegt werden, teilte die Stadt Bonn am Mittwoch mit. Auch einige Anwohner müssten ihre Wohnungen verlassen. Die Fünf-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Mittwoch bei Bauarbeiten auf dem Gelände des Uniklinikums entdeckt worden.

Noch ist nicht klar, ob auch Covid-19-Patienten betroffen sind.

14:42 Uhr - Adidas entschuldigt sich und zahlt die Miete

Da war die Kritik dann doch zu viel - Adidas rudert nach den Boykott-Aufrufen zurück und will seine Miete zahlen. Der Sportartikelhersteller entschuldigte sich zudem für sein Vorpreschen. "Die Entscheidung, von Vermieter(innen) unserer Läden die Stundung der Miete für April zu verlangen, wurde von vielen von Ihnen als unsolidarisch empfunden", heißt es in einem offenen Brief, den das Unternehmen veröffentlichte. "Ihre Meinung ist uns wichtig, und Ihre Meinung ist eindeutig: Sie sind von adidas enttäuscht."

"Deshalb möchten wir uns bei Ihnen in aller Form entschuldigen. Wir haben unseren Vermieter(innen) die Miete für April bezahlt." Adidas hatte im Zuge der Corona-Krise angekündigt, die Miete für die geschlossenen Läden in Europa ab April nicht mehr zu bezahlen.

14:06 Uhr - Viele Rückkehrer aus dem Ausland - trotzdem noch Tausende Deutsche verstreut

Die Bundesregierung hat die Rückholung von 187.000 Reisenden in den vergangenen zwei Wochen organisiert. Unter den Rückkehrern seien auch 3000 Bürger aus anderen EU-Ländern, sagt die Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Die Menschen seien aus 45 Ländern abgeholt worden. In Neuseeland befinde sich mit etwa 12.000 noch das größte deutsche Kontingent. Auch in Südafrika und Thailand seien noch Tausende.

13:58 Uhr - Luftwaffe fliegt sechs weitere Italiener aus Bergamo aus

Die Luftwaffe ist am Mittwoch zu einem weiteren Flug nach Bergamo gestartet, um schwer an Covid-19 erkrankte Italiener zur Behandlung nach Deutschland zu fliegen. Mit dem Flug des Airbus A310 MedEvac sollten sechs Intensiv-Patienten nach Köln gebracht werden, sagte ein Luftwaffen-Sprecher am Mittwoch in Berlin. Sie sollen in zivile Krankenhäuser behandelt werden.

Der Spezial-Airbus ist die fliegende Intensivstation der Bundeswehr und wird eingesetzt, um wegen der dramatischen Notlage in den Krankenhäusern Norditaliens zu helfen.

 Bergamo Coronavirus - Covid patients arrive from hospitals at the Hotel Cristal Palace: Foto & xa9Sergio Agazzi/Fotogramma, Bergamo - 2020-03-30 p.s. la foto e utilizzabile nel rispetto del contesto in cui e stata scattata, e senza intento diffamato
Bergamo in Italien ist besonders schlimm vom Coronavirus betroffen.
© imago images/Independent Photo Agency Int., Foto & xa9;Sergio Agazzi via www.imago-images.de, www.imago-images.de

13:45 Uhr - Kanzleramt hält Corona-Tracking-App für vielversprechend

Die Bundesregierung setzt große Hoffnungen in eine App zur Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten, die aktuell in Berlin getestet wird. Die Regierung suche «mit Hochdruck» gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut (RKI) nach einer Lösung, die für Deutschland funktionieren könne, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. Kanzleramtsminister Helge Braun halte den Ansatz des RKI, das mit dem Fraunhofer-Institut und zahlreichen Wissenschaftlern dazu kooperiert, für "sehr vielversprechend", fügte sie hinzu. Sie betonte, diese App könnte grenzüberschreitend in Europa funktionieren.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte, die Nachverfolgung von Kontaktpersonen von Corona-Infizierten sei "digital einfacher als wenn jemand im Gesundheitsamt anfängt zu telefonieren". Außerdem könne ein Infizierter ja nicht wissen, wie jemand zu kontaktieren sei, der neben ihm im Bus gesessen habe, ergänzte Demmer.

13:39 Uhr - Erster Coronavirus-Fall im NRW-Strafvollzug

Erstmals ist ein Gefangener des Strafvollzugs in Nordrhein-Westfalen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Es handele sich um einen Häftling des offenen Vollzugs, der in der JVA Euskirchen eine Haftstrafe von mehr als vier Jahren wegen Finanzdelikten verbüße, sagte ein Sprecher des NRW-Justizministeriums in Düsseldorf am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Der Mann mittleren Alters stehe nun in seiner Privatwohnung unter Quarantäne. Er sei berufstätig gewesen, sein Arbeitgeber sei informiert worden. Vier weitere Gefangene, zu denen er im Gefängnis Kontakt hatte, seien dort in einem Quarantäne-Bereich untergebracht worden. "Wir hatten bereits im Vorfeld ein Hafthaus für diesen Fall leer geräum"», sagte die stellvertretende Anstaltsleiterin Alexandra Weber. Dort könnten bis zu neun Gefangene isoliert werden. Zu Mitarbeitern des Vollzugs habe der Infizierte keinen so engen Kontakt gehabt, dass diese ebenfalls in Quarantäne müssten. Dies habe eine Rücksprache mit dem Gesundheitsamt ergeben. Aktuell seien in der JVA Euskirchen 427 Häftlinge untergebracht.

13:13 Uhr: Krankenhäuser im Großraum Paris sind überlastet

Im Ballungsraum Paris spitzt sich die Lage angesichts der Corona-Krise in den Krankenhäusern zu. "Wir hatten eine äußerst schwierige Nacht, da wir tatsächlich am Ende unserer Krankenhauskapazitäten sind", sagte Aurélien Rousseau, Direktorin der regionalen Gesundheitsbehörde Île de France, dem Sender Franceinfo. "In der Region Paris gibt es 1.200 Intensivbetten. Zurzeit haben wir 2.700 Patienten auf der Intensivstation", so Rousseau weiter. Man habe die Kapazitäten in den letzten Wochen zwar mehr als verdoppelt, doch man stoße nun an die Grenzen der Möglichkeiten. 

Am Mittwoch starteten zwei Sonderzüge mit schwer erkrankten Covid-19-Patientinnen und -Patienten aus dem Ballungsraum Île-de-France und der Hauptstadt Paris in Krankenhäuser in die westfranzösische Region Bretagne. In den speziellen medizinischen TGV-Hochgeschwindigkeitszügen wurden 36 Patienten transportiert und in Krankenhäuser in Brest, Rennes und Saint-Brieuc gebracht

12:56 Uhr - Schleswig-Holstein: Innenminister für Einsatz von Asylbewerbern in der Landwirtschaft

Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) unterstützt Bestrebungen des Bauernverbandes, auf den Feldern Asylbewerber einzusetzen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur. Über die Bitte des Bauernverbandes hatten zunächst die "Kieler Nachrichten" berichtet. Hintergrund ist das Ausbleiben von Erntehelfern aus Osteuropa infolge der Coronakrise.

Über einen eventuellen Einsatz von Asylbewerbern muss der Bund entscheiden. "Im Zuge der Corona-Epidemie stehen wir in vielen Bereichen vor großen und bislang nicht bekannten Herausforderungen", sagte Innenminister Grote am Mittwoch. Hier müssten gemeinsam Wege gefunden werden, um die Herausforderungen bewältigen zu können. "Deshalb ist es für mich selbstverständlich, dass wir uns auf der Ebene der Landesregierung und im Austausch mit dem Bund für eine Lösung für die Landwirte in Schleswig-Holstein einsetzen werden."

12:43 Uhr - Deutschland zahlt das wenigste Kurzarbeitergeld in Europa

Bei der Höhe des gesetzlich gezahlten Kurzarbeitergeldes ist Deutschland nach einer aktuellen Studie Schlusslicht unter den europäischen Ländern mit vergleichbaren Regelungen. Während in Deutschland die Beschäftigten lediglich 60 oder in Haushalten mit Kindern 67 Prozent des entgangenen Nettoentgelts erhalten, wird nach einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in vielen anderem europäischen Ländern ein deutlich höheres Kurzarbeitergeld von 80 bis zu 100 Prozent bezahlt. Die Forscher des zur gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gehörenden Instituts drängen deshalb auf eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes in Deutschland.

Von den 15 europäischen Ländern, die in der Untersuchung berücksichtigt wurden, zahlen vier Staaten (Irland, Dänemark, die Niederlande und Norwegen) ein Kurzarbeitergeld, das bis zu 100 Prozent des Lohnausfalls kompensiert. In Frankreich, Schweden, Österreich, Großbritannien, Italien und der Schweiz liegt das Kurzarbeitergeld bei 80 Prozent oder mehr. In Spanien, Belgien und Frankreich wird der Lohnausfall zu 70 Prozent ausgeglichen. In der Regel gehen großzügigere Leistungen der Studie zufolge allerdings mit einer kürzeren Bezugsdauer einher.

12:17 Uhr - Praxisärzte sehen keine Anzeichen für Medikamentenengpässe

Die Praxisärzte sehen im Moment keine Anzeichen für größere Medikamentenengpässe wegen der Corona-Krise in Deutschland. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) verwies am Mittwoch darauf, dass es bei bestimmten Substanzen, wie dem Narkosemittel Propofol auch schon früher Lieferprobleme gegeben habe.

Der stellvertretende KBV-Chef Stephan Hofmeister sagte bei einer online übertragenen Pressekonferenz, das Problem der Arzneimittelknappheit in einigen Sektoren sei eine Herausforderung, die schon vor Corona da gewesen sei. "Wir haben jetzt keine Indizien, dass sich das im Moment akut verschärft." Hofmeister verwies darauf, dass China jetzt «wieder an den Start» gehe, wo viele der Rohprodukte für Arzneimittel herkämen. Man vermute, dass sich dadurch die Lage eher entspannen dürfte. Intensivmediziner hatten von Engpässen und enormen Preisanstiegen bei Propofol berichtet. Knapp seien auch verschiedene Antibiotika, die bei Infektionen eingesetzt werden müssen.

12:10 Uhr - Las Vegas: Obdachlose müssen auf Parkplatz übernachten - trotz leerer Hotels

Leere Hotels am weltberühmten Las Vegas Strip, doch die Stadtverwaltung lässt Obdachlose auf einem Parkplatz übernachten: Ohne Dach über dem Kopf, in aufgemalten Quadraten, um den Sicherheitsabstand zum Schutz vor Coronavirus-Ansteckungen überwachen zu können. 5.500 Obdachlose leben in Las Vegas, über 100 davon übernachteten am Wochenende auf diesem Parkplatz. Um hier einzuchecken, mussten sie zuvor noch anstehen, wie im Video zu sehen ist.

11:26 Uhr - Verteilung von Mundschutz in Österreichs Supermärkten angelaufen

In den meisten Lebensmittelgeschäften und Drogerien in Österreich müssen die Menschen aufgrund der Coronavirus-Krise nun einen Mundschutz tragen. Am Eingang der Supermärkte und Discounter standen am Mittwochmorgen Sicherheitsleute oder Mitarbeiter der Filialen und teilten den Mund-Nasen-Schutz aus. Größere Probleme oder verärgerte Kunden waren dabei nicht zu beobachten, die meisten kamen gut informiert und teils mit eigenen Masken oder Abdeckungen für Mund und Nase zum Einkauf.

Die österreichische Regierung hatte am Montag angekündigt, dass in der Alpenrepublik eine Mundschutz-Pflicht beim Einkauf eingeführt wird. Spätestens ab dem 6. April gilt sie in Geschäften mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern - was für einen Großteil der Läden zutrifft.

01.04.2020, Österreich, Salzburg: Die Mitarbeiterin eines Interspars verteilt am Eingang des Supermarktes Mundschutzmasken an Kunden. Ab dem Zeitpunkt der Aushändigung sei das Tragen während des Einkaufs Pflicht, wie der österreichische Bundeskanzler
In Österreich wird seit Mittwoch Mundschutz in Supermärkten verteilt.
© dpa, Barbara Gindl, gi esz alf

10:26 Uhr - Dieb klaut Desinfektionsmittel und Ausrüstung aus Rettungswagen

Wie dreist kann man eigentlich sein? Während eines Einsatzes hat ein junger Mann aus einem Rettungswagen im Sauerland nicht nur Einweghandschuhe und Desinfektionsmittel gestohlen, sondern auch gleich noch Teile der Ausrüstung. Der Dieb rüttelte am Dienstagabend in Iserlohn zunächst vergeblich an der Hintertür des Einsatzwagens der Feuerwehr, wie die Polizei am Mittwoch anhand einer Zeugenaussage berichtete. Über die Fahrertür gelangte er schließlich ins Wageninnere und griff dann gleich mehrfach zu: Der Dieb holte zwei Flaschen Desinfektionsmittel, zwei Packungen Einweghandschuhe, einen Einsatzhelm, eine Warnweste, ein Brecheisen und einen Seitenschneider aus dem Einsatzwagen. Der etwa 20 bis 30 Jahre alte Mann, der vermutlich angetrunken war, verlor auf der Flucht dann die Warnweste.

10:12 Uhr - Italien verlängert Ausgangsbeschränkungen bis 13. April

Italiens Regierung verlängert die strengen Ausgangsbeschränkungen für die 60 Millionen Bürger wegen der Corona-Krise bis zum 13. April. Das kündigte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza am Mittwoch in Rom im Senat an. Diese Verlängerung hatte die Regierung bereits Anfang der Woche in Aussicht gestellt. Seit 10. März dürfen sich die Menschen im Land nicht mehr frei bewegen. Schulen sind zu, viele Fabriken ebenfalls. Die Beschränkungen galten bisher bis 3. April.

Italien ist das am schwersten in Europa von der Covid-19-Krankheit betroffene Land. Die Zahl der Menschen, die positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet wurden, liegt über 105 000, mehr als 12 000 Menschen sind gestorben.

09:44 Uhr - Kaschmir-Ziegen machen Örtchen in Wales unsicher

Eine Herde wilder Kaschmir-Ziegen hat während der Corona-Pandemie die fast menschleeren Straßen des britischen Seebads Llandudno erobert. Die Tiere kamen von einem kleinen Berg im Norden von Wales herunter und tummeln sich seitdem in dem Ort an der Irischen See. Ihre Lieblingsspeise: die Hecken in dem Ort. Wie die Ziegen den Ort unsicher machen, sehen Sie in diesem Video.

Manche Einwohner nennen die Ziegen "Vandalen", da sie nicht zum ersten Mal durch die Stadt ziehen und unter anderem schon die neu gepflanzten Bäume vor einer Schule vernichtet haben. Sie sollen von Tieren abstammen, die Königin Victoria (1819 bis 1901) einst geschenkt bekommen hat. "Es gibt einfach keinen Weg, die Tiere zu stoppen", zitierte die Zeitung "The Guardian" einen Vertreter der Stadt.

31.03.2020, Großbritannien, Llandudno: Eine Ziegenherde geht in der Nähe des Trinity Platzes über einen Gehweg, der aufgrund der Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus menschenleer ist. Foto: Peter Byrne/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk ++
Unzählige Kaschmir-Ziegen haben einen kleinen Ort in Wales erobert.
© dpa, Peter Byrne, esz

09:13 Uhr - Pflegeheim im Odenwaldkreis unter Quarantäne

Nach dem Tod einer Bewohnerin durch Covid-19 ist ein Pflegeheim im hessischen Odenwaldkreis unter Quarantäne gestellt worden. Die Frau sei am Montagabend auf der Fahrt ins Krankenhaus gestorben, sagte eine Sprecherin des Kreises am Mittwoch. Zu diesem Zeitpunkt habe noch kein Ergebnis des Coronavirus-Tests vorgelegen. Am Dienstagabend habe dann festgestanden, dass die Frau sich mit dem Virus infiziert habe. Zuvor hatten mehrere Medien über die Quarantäne berichtet. Derzeit lägen zwei weitere positiv getestete Heimbewohner im Krankenhaus, sagte die Sprecherin. Im Pflegeheim selbst wurden neun Bewohner positiv getestet, zwölf Testergebnisse stehen den Angaben zufolge noch aus. Ob auch Mitarbeiter infiziert sind, war zunächst nicht bekannt. Zum Ort des Pflegeheims wurden keine Angaben gemacht.

Mit der Leitung der Pflegeeinrichtung wurde den Angaben zufolge eine intensive Überwachung der betroffenen Bewohner vereinbart. Hausärzte, der Rettungsdienst und die umliegenden Krankenhäuser seien über die Situation informiert, hieß es in einer Mitteilung des Kreises.

08:47 Uhr - Reifenwechsel könnte zu Corona-Zeiten schwierig werden

Der für Millionen Autofahrer anstehende Wechsel von Winter- auf Sommerreifen wird dieses Jahr zur Herausforderung. "Die Kunden müssen sich auf längere Wartezeiten einstellen", sagte Yorik M. Lowin, Geschäftsführer des Reifenfachhandelsverbands BRV, in Bonn. Die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie bremsten den Wechsel. Zudem sei es in manchen Bundesländern, die wie Bayern stärkere Ausgangsbeschränkungen hätten, derzeit gar nicht erlaubt, wegen eines Reifenwechsels in die Autowerkstatt zu fahren. Auch das Gesundheitsministerium des Freistaats bestätigte: "Reifenwechsel stellen keine triftigen Gründe zum Verlassen der Wohnung dar."

"Selbst wenn die Unternehmen offen haben, können sie nicht mit 100 Prozent plus x arbeiten", sagte Lowin. Normalerweise sind die Wechselzeiten im Frühjahr und Herbst ausgesprochen hektische Zeiten beim Reifenhandel, in denen teilweise am Anschlag gearbeitet wird. Das ist laut Lowin jetzt nicht möglich - schon alleine, weil die Mitarbeiter auch in der Werkstatt Abstand halten müssten und man auch nicht so viele Kunden wie sonst gleichzeitig im Betrieb haben könne. Dass - wie sonst manchmal zu Stoßzeiten - 20 Menschen gleichzeitig warteten, sei derzeit nicht möglich. Zudem ließen manche Betriebe derzeit die Kunden ihre Autos selbst in die Werkstatthallen fahren, damit sich die Mitarbeiter nicht in die Fahrzeuge setzen müssten.

08:37 Uhr - Taiwan will zehn Millionen Schutzmasken spenden

Taiwan will zehn Millionen Schutzmasken an die am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder spenden. Die Inselrepublik wird sieben Millionen Masken in elf europäische Länder schicken, darunter Italien, Spanien und Deutschland, wie das Außenministerium in Taipeh der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Die USA werden demnach zwei Millionen Masken erhalten. Eine weitere Million Masken würden an diplomatische Verbündete Taiwans geschickt.

Taiwan ist der der zweitgrößte Maskenhersteller der Welt und wird bald 15 Millionen chirurgische Masken pro Tag herstellen können, wie Präsidentin Tsai Ing-wen am Mittwoch sagte, als sie die Spende verkündete. Dank einer frühzeitigen Abschottung vom Nachbarn China und eines gut aufgestellten Gesundheitssystems ist Taiwan bislang glimpflich durch die Krise gekommen. Bis Mittwoch wurden insgesamt 329 Coronavirus-Infektionen und fünf Todesfälle gemeldet.

07:47 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten in China steigt mit neuer Zählweise

In China ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Vergleich zum Vortag wegen einer neuen Zählweise deutlich gestiegen. Wie aus den Daten der Pekinger Gesundheitskommission vom Mittwoch hervorging, wurden erstmals auch solche Menschen in die offizielle Statistik aufgenommen, die zwar positiv auf das Virus getestet wurden, aber keine Symptome zeigten. Laut der Kommission gab es im Vergleich zum Vortag 130 neue Nachweise dieser Art. Insgesamt stünden derzeit 1367 "asymptomatische" Fälle unter Beobachtung. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Symptomen stieg den offiziellen Daten zufolge um 36, wovon 35 bei Menschen nachgewiesen wurden, die aus dem Ausland nach China eingereist waren. Erneut wurden auch sieben Todesfälle gemeldet.

Die Infektionen ohne Symptome fließen in diese Gesamtzahl jedoch weiterhin nicht ein, sondern werden separat gezählt. Darüber, wie viele positiv getestete Fälle ohne Symptome es bisher insgesamt gab, machte die Kommission keine Angabe. Auch gab es keine Angabe dazu, wie viele Menschen täglich getestet werden. Zudem scheint unklar, inwieweit die offizielle Statistik die wahre Lage spiegelt und wie hoch die Dunkelziffer ist. Für Zweifel sorgt so etwa, dass China die Zählweise schon in den vergangenen Monaten mehrfach geändert hatte.

07:30 Uhr Panama: Frauen und Männer dürfen nicht mehr gleichzeitig vor die Tür

In Panama dürfen wegen der Corona-Pandemie Männer und Frauen nicht mehr am selben Tag ihre Häuser verlassen. Diese neue Maßnahme zur Vermeidung von sozialen Kontakten trat am Mittwoch in Kraft. Zur Begründung hieß es, zu viele Menschen hätten die bisher geltende Ausgangsbeschränkung missachtet. Jedem stehen demnach jeden Tag zwei bestimmte Stunden zwischen 6.30 und 19.30 Uhr draußen zu, um Dinge des Grundbedarfs einzukaufen - welche zwei Stunden, hängt von der letzten Ziffer der Ausweisnummer ab. Dies gilt weiterhin. Hinzu kommt nun, dass Frauen nur noch montags, mittwochs und freitags raus dürfen und Männer dienstags, donnerstags und samstags. Sonntags darf niemand mehr vor die Tür.

07:22 Uhr - Frühjahrsputz: Alles desinfizieren schadet mehr, als es nutzt

Die Tradition des Frühjahrsputzes hat auch heute noch ihren Sinn - besonders angesichts der Corona-Krise. "Ein sauberes Heim ist immer wichtig, für Allergiker und abwehrgeschwächte Personen sowieso, aber auch für Gesunde", sagt Heinz-Jörn Moriske vom Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau. An den Staub können sich seinen Angaben nach Giftstoffe und Mikroorganismen wie Pilze und Bakterien heften. Wegen der Corona-Pandemie sei es zurzeit besonders wichtig, Türgriffe und häufig angefasste Oberflächen regelmäßig abzuwischen und täglich zu lüften. Alles flächendeckend mit Desinfektionsmitteln zu reinigen, sei dagegen nicht nötig. Es sei sogar schädlich für Mensch und Umwelt, warnt Experte Moriske.

07:00 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Anzahl Fälle Todesfälle
Deutschland 71.808  775
USA 189.618  4.079
Italien 105.792  12.428
Spanien 95.923  8.464
China 82.294  3.310
Frankreich 52.836  3.532
Iran 44.605  2.898
Großbritannien 25.481  1.793
Schweiz 16.605  433
Türkei 13.531  214
Gesamt 859.796 42.341

Wir verwenden die Zahlen der US_amerikanischen Johns Hopkins University. Es gibt aber unterschiedliche Zählweisen. Warum sich die aktuellen Zahlen in den Medien teilweise unterscheiden, erklären wir Ihnen hier.

Die aktuellsten Zahlen für Ihr Bundesland können Sie auf dieser Grafik sehen.

06:05 Uhr - Kalifornien will wegen Coronavirus Gefangene entlassen

Kalifornien will wegen der Corona-Krise vorzeitig bis zu 3500 Häftlinge aus den Gefängnissen entlassen. Nach Mitteilung der Gefängnisbehörde am Dienstag haben sich nachweislich vier Insassen und 25 Angestellte mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Zur Entlastung der Anstalten wolle man unter anderem Inhaftierte mit geringen Reststrafen auf Bewährung freilassen. Ausgenommen seien Gefangene, die wegen Gewaltverbrechen, häuslicher Gewalt oder Sexualstraftaten einsäßen.

Mit mehr als 120 000 Insassen sind die Gefängnisse in dem US-Westküstenstaat stark überfüllt. Anwälte von Häftlingen und Aktivisten drängen angesichts steigender Coronavirus-Fälle auf vorzeitige Entlassungen. Die Behörden stellten kürzlich Besuche von Familienangehörigen in den Gefängnissen ein.

In Kalifornien sind nach Informationen am Dienstag mehr als 8500 Infektionen mit Sars-CoV-2 nachgewiesen, in dem Westküstenstaat starben bereits 181 Menschen.

0:20 Uhr - Trump befürchtet zwei schmerzhafte Wochen

US-Präsident Donald Trump hat die amerikanische Bevölkerung angesichts der Ausbreitung des Coronavirus auf "sehr harte zwei Wochen" mit steigenden Todeszahlen eingestimmt. "Ich möchte, dass jeder Amerikaner auf die harten Tage vorbereitet ist, die vor uns liegen», sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus in Washington. "Wir werden zwei sehr harte Wochen durchmachen." Er hoffe darauf, dass danach Licht am Ende des Tunnels erkennbar sein werde. "Aber dies werden sehr schmerzhafte, sehr sehr schmerzhafte zwei Wochen." Die Ausdauer der Amerikaner werde herausgefordert sein.

Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in den USA war in den vergangenen Tagen dramatisch angestiegen. Bis Dienstagabend (Ortszeit) verzeichnete die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mehr als 180 000 Fälle. USA-weit starben demnach bereits mehr als 3700 Menschen an dem Virus.

22:30 Uhr – Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
USA 181.099 3.606
Italien 105.792 12.428
Spanien 94.417 8.269
Deutschland 70.985 682
Frankreich 52.827 3.523
Großbritannien 25.474 1.789
Weltweit 846.156 41.494

Quelle: Johns Hopkins University

In dieser Karte sehen Sie die Zahlen für die einzelnen Bundesländer.

21:29 Uhr - Arzt spielt Anti-Corona-Hymne auf Klavier im Krankenhaus

Mitten im Kampf gegen das Coronavirus in der besonders hart betroffenen Lombardei nutzt ein Arzt seine Pause im Krankenhaus für einen Mutmacher. Auf dem Klavier spielt der italienische Mediziner "Don't stop me now" von Queen - hören Sie selbst.

20:33 Uhr - Mehrere Länder stellen Coronavirus-Aprilscherze unter Strafe

Im Kampf gegen Falschmeldungen rund um das Coronavirus kommt der 1. April zu einem schlechten Zeitpunkt. Das Bundesgesundheitsministerium bittet per Twitter darum, auf Coronavirus-Aprilscherze zu verzichten. Andere Länder haben Gesetze, mit denen sie deutlich weitergehen - mehr dazu hier.

Humor und Coronavirus, wie passt das zusammen? In der zehnten Folge von "Wir und Corona", dem gemeinsamen Podcast von Stern und RTL, spricht Host Florian Güßgen mit Til Mette, stern-Karikaturist und einer der profiliertesten Cartoon-Zeichner des Landes.

19:30 Uhr – Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
USA 175.067 3.415
Italien 105.792 12.428
Spanien 94.417 8.269
Deutschland 68.180 682
Frankreich 45.232 3.024
Großbritannien 25.474 1.789
Weltweit 823.479 40.636

Quelle: Johns Hopkins University

Über 800.000 Menschen sind weltweit mittlerweile am Coronavirus erkrankt. Die Zahl hat sich zum Vorabend um 50.000 Infizierte erhöht. Die Zahl der weltweiten Todesfälle ist um knapp 4.000 auf über 40.000 gestiegen. Während sich die Situation in Italien leicht entspannen könnte, verbreitet sich das Virus in den USA immer weiter. Allein die Vereingiten Staaten meldeten knapp 20.000 neue Infizierte sowie knapp 600 weitere Tote im Vergleich zum Vorabend.

Videos zur Corona-Krise finden Sie hier

18:42 Uhr - Hoffnungsschimmer trotz hoher Totenzahl in Italien

Die Zahl der Toten in Italien ist erneut gestiegen. Das Katastrophenschutzministerium meldete am Dienstag neue 837 Tote und damit 12.428 insgesamt. Die höchste Zahl weltweit, am Montag starben 812 Menschen dort. Der Anstieg bei den neu nachgewiesenen Fällen blieb mit 4.053 etwa gleich, hier beträgt die Gesamtzahl 105.792.

Aber: In der Lombardei, der bislang am schwersten betroffenen Region, ging die Zahl der Toten und neuen Infektionen zurück. Das bedeutet, dass die Maßnahmen - wenn auch verzögert - greifen. Und es ist ein kleines Licht am Ende des Tunnels im so gebeutelten Italien. 

18:13 Uhr - Drei weitere Tote in Würzburger Seniorenheim

Die Zahl der Coronavirus-Toten in Würzburger Pflegeheimen steigt auf 20: Zwei 87 und 91 Jahre alte Frauen sowie ein 84-jähriger Mann seien gestorben, teilte der Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) am Dienstag mit. Alle drei Bewohner des Hans-Sponsel-Hauses hätten unter schweren Vorerkrankungen gelitten.

Insgesamt sind damit im Raum Würzburg 20 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben, davon 16 im Altenpflegeheim St. Nikolaus und vier in der Einrichtung der AWO. Auch in Wolfsburg schlug am Montag ein Pflegeheim Corona-Alarm - 17 Tote. Am Dienstag meldeten weitere Seniorenheime in Schleswig-Holstein und Hamburg Covid-19-Fälle bei Bewohnern und Pflegern.

Meldungen vom Montag, 31. März

+++Die komplette Chronologie der Coronavirus-Entwicklungen vom 31. März lesen Sie hier.+++