Gefährliches Virus breitet sich aus

Chronologie Coronavirus - Entwicklungen vom Montag, 31. März

01. April 2020 - 0:11 Uhr

Kampf gegen das Coronavirus

+++ Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus lesen Sie im Liveticker bei RTL.de +++

Zehntausende sind in Deutschland schon mit dem Virus infiziert. Krankenhäuser bereiten sich auf das Schlimmste vor. Wie lange aber wird der Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 dauern?Hier finden sie die radikalen Maßnahmen der Bundesländer und  hier alles, was wir bisher über das Coronavirus wissen.

Im Video zeigen wir, welche Mittel China einsetzt, um die Zahl der Neuinfektionen auf null zu drücken. Und mit unserem Live-Ticker bleiben sie immer auf dem aktuellen Stand.

TVNOW-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Erfahren sie in unserer spannenden Doku, warum Wissenschaftler schon lange vor dem Ausbruch vor dem Virus gewarnt haben. Hier geht es zur TVNOW-Doku "Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus".

+++Die Chronologie vom 31. März+++

23:07 Uhr - Datenschutz-Ermittlungen gegen Konferenz-App Zoom

Zoom bietet Nutzern Video-Konferenzen und boomt während der Coronavirus-Krise. Doch es mehren sich kritische Stimmen, den Datenschutz hat jetzt auch die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft in den Fokus genommen. Behördenchefin Letitia James forderte beim Unternehmen Auskunft zu Maßnahmen für den Schutz von Nutzer-Daten und Privatsphäre ein, wie die "New York Times" berichtete. Zoom erklärte der Zeitung in einer ersten Reaktion, man werde die geforderten Informationen bereitstellen.

Zoom geriet in den vergangenen Tagen immer wieder in die Kritik - auch eine Verbraucherklage wurde in Kalifonrien eingereicht: Wegen der Datenweitergabe von Zoom an Facebook. Sicherheitsexperten raten, Zoom nicht zu nutzen.

22:30 Uhr – Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
USA 181.099 3.606
Italien 105.792 12.428
Spanien 94.417 8.269
Deutschland 70.985 682
Frankreich 52.827 3.523
Großbritannien 25.474 1.789
Weltweit 846.156 41.494

Quelle: Johns Hopkins University

In dieser Karte sehen Sie die Zahlen für die einzelnen Bundesländer.

21:29 Uhr - Arzt spielt Anti-Corona-Hymne auf Klavier im Krankenhaus

Mitten im Kampf gegen das Coronavirus in der besonders hart betroffenen Lombardei nutzt ein Arzt seine Pause im Krankenhaus für einen Mutmacher. Auf dem Klavier spielt der italienische Mediziner "Don't stop me now" von Queen - hören Sie selbst.

20:33 Uhr - Mehrere Länder stellen Coronavirus-Aprilscherze unter Strafe

Im Kampf gegen Falschmeldungen rund um das Coronavirus kommt der 1. April zu einem schlechten Zeitpunkt. Das Bundesgesundheitsministerium bittet per Twitter darum, auf Coronavirus-Aprilscherze zu verzichten. Andere Länder haben Gesetze, mit denen sie deutlich weitergehen - mehr dazu hier.

Humor und Coronavirus, wie passt das zusammen? In der zehnten Folge von "Wir und Corona", dem gemeinsamen Podcast von Stern und RTL, spricht Host Florian Güßgen mit Til Mette, stern-Karikaturist und einer der profiliertesten Cartoon-Zeichner des Landes.

20:10 Uhr - Coronavirus breitet sich an Bord von US-Flugzeugträger aus

Das neuartige Coronavirus breitet sich unter der Besatzung des US-Flugzeugträgers "USS Theodore Roosevelt" aus - über 100 bestätigte Fälle gibt es laut einem Bericht des "San Francisco Chronicle". Die Streitkräfte prüften eine Evakuierung des Schiffs, die Situation weise jedoch "einmalige Umstände" auf, sagte Marineminister Thomas Modly dem Nachrichtensender CNN. Ein hochgerüstetes und nuklearbetriebenes Schiff könne nicht einfach komplett evakuiert werden, sagte Modley. Zudem gebe es auf der Pazifikinsel Guam, wo der Flugzeugträger derzeit vor Anker liege, nicht genügend Kapazität, um die mehr als 4.000 Besatzungsmitglieder unterzubringen.

Der Kapitän des Schiffs wandte sich demnach mit einem dringenden Appell an seine Vorgesetzten. Mehr als "4000 junge Männer und Frauen" an Bord zu behalten, sei ein "unnötiges Risiko" und breche das Vertrauen der Soldaten, schrieb Brett Crozier demnach.

19:30 Uhr – Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
USA 175.067 3.415
Italien 105.792 12.428
Spanien 94.417 8.269
Deutschland 68.180 682
Frankreich 45.232 3.024
Großbritannien 25.474 1.789
Weltweit 823.479 40.636

Quelle: Johns Hopkins University

Über 800.000 Menschen sind weltweit mittlerweile am Coronavirus erkrankt. Die Zahl hat sich zum Vorabend um 50.000 Infizierte erhöht. Die Zahl der weltweiten Todesfälle ist um knapp 4.000 auf über 40.000 gestiegen. Während sich die Situation in Italien leicht entspannen könnte, verbreitet sich das Virus in den USA immer weiter. Allein die Vereingiten Staaten meldeten knapp 20.000 neue Infizierte sowie knapp 600 weitere Tote im Vergleich zum Vorabend.

Videos zur Corona-Krise finden Sie hier

18:55 Uhr - Spätes Eingeständnis aus den USA

Das sind ehrliche Worte, aber sie zeigen auch gnadenlos die Schwäche der US-Politik: Der Gouverneur des stark von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaates New York hat im Kampf gegen das Virus Versäumnisse eingestanden. "Wir haben das Virus unterschätzt. Es ist stärker und gefährlicher als wir erwartet haben", sagte Cuomo am Dienstag bei seiner täglichen live im Fernsehen und online übertragenen Pressekonferenz.

"Ich bin müde davon, dem Virus hinterherzurennen. Wir waren vom ersten Tag an hinten dran und mussten aufholen - und so gewinnt man nicht." Am Dienstag kam auch die Meldung, dass Andrew Cuomos Bruder, der bekannte CNN-Moderator Chris Cuomo, positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

18:42 Uhr - Hoffnungsschimmer trotz hoher Totenzahl in Italien

Die Zahl der Toten in Italien ist erneut gestiegen. Das Katastrophenschutzministerium meldete am Dienstag neue 837 Tote und damit 12.428 insgesamt. Die höchste Zahl weltweit, am Montag starben 812 Menschen dort. Der Anstieg bei den neu nachgewiesenen Fällen blieb mit 4.053 etwa gleich, hier beträgt die Gesamtzahl 105.792.

Aber: In der Lombardei, der bislang am schwersten betroffenen Region, ging die Zahl der Toten und neuen Infektionen zurück. Das bedeutet, dass die Maßnahmen - wenn auch verzögert - greifen. Und es ist ein kleines Licht am Ende des Tunnels im so gebeutelten Italien. 

18:13 Uhr - Drei weitere Tote in Würzburger Seniorenheim

Die Zahl der Coronavirus-Toten in Würzburger Pflegeheimen steigt auf 20: Zwei 87 und 91 Jahre alte Frauen sowie ein 84-jähriger Mann seien gestorben, teilte der Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) am Dienstag mit. Alle drei Bewohner des Hans-Sponsel-Hauses hätten unter schweren Vorerkrankungen gelitten.

Insgesamt sind damit im Raum Würzburg 20 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben, davon 16 im Altenpflegeheim St. Nikolaus und vier in der Einrichtung der AWO. Auch in Wolfsburg schlug am Montag ein Pflegeheim Corona-Alarm - 17 Tote. Am Dienstag meldeten weitere Seniorenheime in Schleswig-Holstein und Hamburg Covid-19-Fälle bei Bewohnern und Pflegern.

17:39 Uhr - Trump will weiteres Billionen-Dollar-Rettungspaket

Viel hilft viel, nach diesem Motto verfährt der US-Präsident bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise: Donald Trump wirbt für ein Infrastruktur-Programm mit einem Volumen von zwei Billionen Dollar (1,8 Billionen Euro). Ein solches Paket müsse "sehr groß" und "mutig" sein, um den Arbeitsmarkt anzukurbeln und die "einst großartige Infrastruktur unseres Landes" wieder aufzubauen, forderte Trump am Dienstag. 

Dieses Programm sollte Trump zufolge angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise das vierte Rettungspaket sein.

17:10 Uhr - Infizierter Arzt besuchte zwei Altenheime - Geldstrafe!

4.000 Euro Strafe muss ein Arzt aus Baden-Württemberg zahlen, weil er zwei Altenheime besuchte, ohne das Ergebnis seines Coronavirus-Tests abzuwarten. Warum Pfleger und Pflegende trotz seines positiven Testergebnisses noch Glück im Unglück hatten, lesen Sie hier.

16:30 Uhr - Spahn will Schutzmasken-Produktion in Deutschland

31.03.2020, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Armin Laschet (CDU, l), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, geben eine Pressekonferenz. Zuvor hatten sie sich gemeinsam in der Universitätsklinik Düs
Armin Laschet (links) und Jens Spahn (rechts) beim gemeinsamen Termin in Düsseldorf
© dpa, Federico Gambarini, fg tba

Schutzmasken werden weltweit heiß gehandelt, Ärzte warnen, dass Praxenschließungen wegen der Knappheit an Schutzmaterialien drohen (siehe Meldung von 15:34 Uhr). Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Produktion von Schutzmasken in Deutschland vorantreiben. Die Krise habe gezeigt, dass man bei so sensiblen Produkten von keinem Land der Welt abhängig sein dürfe, sagte Spahn am Dienstag in Düsseldorf.

Sein Haus arbeite zusammen mit dem Finanzministerium, um entsprechende Anreize zur Inlandsproduktion zu schaffen. Niemand hätte erwartet, dass ein Produkt, das Cent-Beträge koste, auf dem internationalen Markt so umkämpft sein würde. Die Abhängigkeit vor allem von einem einzigen Land wie in diesem Fall China dürfe nicht so bleiben.

16:08 Uhr - Die Verdopplungszahl - ein wichtiger Gradmesser

Die Verdopplung der Zahl der Infizierten ist wichtig, um zu sehen, ob Maßnahmen greifen oder ob schärfere Maßnahmen nötig sind. So verdoppelt sich die Zahl der Infizierten in den USA derzeit alle 3,8 Tage. Zum Vergleich: In Südkorea verdoppelt sich diese Zahl nur alle 62,5 Tage. Mit anderen Worten: In den USA ist die Situation ziemlich außer Kontrolle, während das südkoreanische Gesundheitssystem mit dieser Zahl gut arbeiten kann. In Italien greifen die rigiden Augangsbeschränkungen. Dort verdoppelt sich die Zahl der Infizierten nur noch alle 11,1 Tage.

Hier ein paar Vergleichszahlen (Quelle John Hopkins Universität):
Deutschland: Verdopplung alle 5,9 Tage
Türkei: 2,3
USA: 3,8
Belgien: 3,9
Spanien: 6,0
Italien: 11,1
​Südkorea: 62,5
China: 496,8

15:47 Uhr - Mundschutzpflicht? Unerwünscht

In Österreich geht es zum Einkaufen nur noch mit Mundschutz. Solche Szenarien soll es hierzulande (noch) nicht geben. Gesundheitsminister Jens Spahn und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet haben sich gegen eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit ausgesprochen. "In der jetzigen Lage sehe ich keine Notwendigkeit zu einer Verpflichtung", sagte Spahn. Er sehe aber eine zunehmende Bereitschaft zum freiwilligen Tragen des Mund-Nasen-Schutzes. Laschet schließt sich dem an und bezeichnet Spahns Worte als treffend.

Die WHO rät vom Tragen des Mundschutzes sogar ab. Beim unsachgemäßen Abnehmen könne man sich infizieren. Außerdem könne das trügerische Gefühl entstehen, man sei bestens geschützt und werde unachtsam.

15:34 Uhr - Ohne Schutzmasken werden Praxen schließen müssen

Stellen Sie sich vor, Sie wollen zum Arzt und die Praxis ist geschlossen, weil sie nicht mehr über Schutzmaterialien verfügt. Ein durchaus realistisches Szenario. Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) schlägt wegen fehlender Schutzausrüstung im Kampf gegen die Corona-Pandemie Alarm. "Wenn die Ware nicht bald kommt, werden Praxen schließen", erklärte der Vorsitzende der Vereinigung, Peter Noack, am Dienstag in Potsdam. "Dann können wir die ambulante Versorgung der Brandenburgerinnen und Brandenburger nicht mehr garantieren."

15:26 Uhr - Ehen in Russland: Bis dass der Tod euch scheidet?

Wer sich in Russland scheiden lassen will, hat schlechte Karten. Wegen der Corona-Krise sollen die Russen über Monate auf Hochzeiten und Scheidungen verzichten müssen. Das empfahl das Justizministerium den Regionen im größten Land der Erde. Da wird der Wodka-Konsum wohl steigen.

15:08 Uhr - Im April kommt das böse Arbeitslosen-Erwachen

Im März sind wir noch relativ ungeschoren davon gekommen, aber im April werden die Zahlen wohl deutlich steigen! Die Bundesagentur für Arbeit rechnet im April als Folge der Virus-Krise mit einer deutlichen Zunahme der Arbeitslosenzahl. "Wir gehen zur Zeit davon aus, dass die Arbeitslosigkeit um 150.000 bis 200.000 Menschen gestiegen ist", sagte BA-Chef Detlef Scheele in Berlin.

Üblich ist im April einjahreszeitlich bedingter Rückgang der Zahl. Die März-Zahlen der BA bilden die Krise noch nicht ab, weil der Zähltag am 12. März war und damit vor der Verschärfung der Virus-Krise lag.

14:52 Uhr - Vorsichtiger Optimismus bei RKI-Chef Wieler

Gerne streuen wir inmitten dieser Krise auch immer mal mutmachende Meldungen: Gut eine Woche nach den verschärften Kontaktsperren zeigt sich das Robert-Koch-Institut (RKI) vorsichtig optimistisch im Kampf gegen das Coronavirus. "Mein Optimismus ist natürlich noch immer da. Und ich denke, er ist auch begründet", sagte RKI-Chef Lothar Wieler. Einen Trend werde man aber erst bis Ostern ausmachen können. Der von RKI gemeldete prozentuale Zuwachs der Infizierten lag in den vergangenen Tagen deutlich unter dem der Vorwoche. Heißt: Die Maßnahmen greifen. Dann wissen wir wenigstens, wofür wir das tun!

14:42 Uhr - Rätselhafte Äußerungen von Gesundheitsminister Spahn

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will offenbar, dass wir schnell wieder in ein halbwegs normales Leben zurück können. Dazu will er eine konsequente Suche nach Kontaktpersonen von Infizierten initiieren. Nur wie, das scheint niemandem klar. Solange es keine Therapie und keinen Impfstoff gebe, werde man das Coronavirus nur im Griff behalten können, wenn es gelinge, die Kontakte von Infizierten "sehr, sehr schnell" zu identifizieren und diese Menschen aufzufordern, zuhause zu bleiben. Es gebe viele Ideen und Möglichkeiten, sagte Spahn. Jetzt müssten konkret Projekte getestet werden. Nur welche, Herr Spahn?

14:29 Uhr - Fußball-Bundesliga pausiert bis zum 30. April

Der Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga und der 2. Liga bleibt wegen der Corona-Pandemie bis mindestens zum 30. April ausgesetzt. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga stimmte am Dienstag einem entsprechenden Antrag des DFL-Präsidiums zu. Mehr dazu hier.

14:22 Uhr - Sachsen verlängert Maßnahmen bis mindestens 20. April

Wie andere Bundesländer hat nun auch Sachsen seine Ausgangsbeschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise über Ostern hinaus bis zum 20. April verlängert. Die Einschränkungen seien Teil einer Verordnung, die die Maßnahmen zugleich rechtssicher machen sollten, hieß es nach dem entsprechenden Kabinettsbeschluss am Dienstag in Dresden. Mit der Verfügung war unter anderem das Verlassen der Wohnung ohne triftigen Grund untersagt und auch der Besuch von Alten- und Pflegeheimen nicht mehr gestattet worden.

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle ist in Sachsen auf 2084 geklettert, dort gibt es 13 Todesopfer.

14:05 Uhr - Polizisten in Nepal nehmen Menschen mit Klammern fest

Polizisten in Nepal patrouillieren zurzeit mit großen Klammern auf den leeren Straßen der Hauptstadt Kathmandu. Sie suchen Leute, die die strikte Ausgangssperre im Himalaya-Land brechen. Wenn sie jemanden ertappen, rennen sie der Person nach, lassen die Klammer zuschnappen - und dann gibt es kein Entkommen mehr, wie ein ranghoher Polizeimitarbeiter, Pawan Kumar Bhattarai, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Die Klammern an rund zwei Meter langen Stangen würden den Beamten helfen, in Zeiten von Social Distancing wegen des Coronavirus genügend Abstand zu halten. Er habe mit einer Klammer schon Dutzende Leute festgenommen, sagte Bhattarai. "Sie ist nicht nur einfach zu benutzen, sondern auch sicher für Polizisten und Straftäter"

In Nepal gilt seit einer Woche eine Ausgangssperre, bei der Menschen ihr Haus jeweils nur zwei Stunden am Morgen und zwei Stunden am Abend verlassen dürfen, um Essen und Medikamente zu kaufen oder bei Notfällen. Seither haben die Polizisten in der Hauptstadt nach eigenen Angaben mehr als 1400 Menschen mit den Klammern festgenommen. In normalen Zeiten würden sie die Klammern etwa nutzen, um Tote aus dem Wasser zu ziehen.

HANDOUT - 27.03.2020, Nepal, Kathmandu: Ein Polizist benutzt einen Abstandshalter, um einen Mann in ein Polizeifahrzeug zu schieben. Foto: Manoj Bhusan Khadka/Polizei Nepal/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktu
Mit diesen Klammern versuchen Polizisten in Nepal derzeit, Abstand zu halten.
© dpa, Manoj Bhusan Khadka, kno

13:44 Uhr - Spahn: Zahl von Intensivpatienten wird steigen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit einer Zunahme schwerer Corona-Fälle in Deutschland. "Wir haben steigende Infektionszahlen jeden Tag. Wir haben eine Dynamik über die letzten Wochen. Wir haben leider auch eine zunehmende Zahl von Todesfällen zu beklagen", betont er nach einem Besuch der Uni-Klinik Düsseldorf. Die Kliniken würden sich darauf vorbereiten. So seien 45 Prozent der Intensivbetten in Deutschland frei gemacht worden. "Eins ist auch klar: Es wird in den nächsten Tagen auch eine steigende Zahl von Intensivpatienten und Beatmungspatienten geben."

13:00 Uhr - 12-Jährige in Belgien an Covid-19 gestorben

Sie ist das bisher jüngste Opfer in Europa. "Es ist ein seltener Vorfall, der uns sehr betroffen macht", teilte Virologe Emmanuel André am Dienstag auf einer Pressekonferenz der belgischen Gesundheitsbehörde mit. Begonnen habe es mit Fieber, dann soll sich der Zustand der 12-Jährigen plötzlich enorm verschlechtert haben. Mehr dazu hier.

12:09 Uhr - In Österreich werden bekannte Touristen-Gemeinden unter Quarantäne gestellt

Aufgrund der Coronavirus-Krise werden in Österreich die auch bei Touristen beliebten Orte Zell am See, Saalbach und Altenmarkt im Pongau unter Quarantäne gestellt. Das teilte Wilfried Haslauer, Landeschef des österreichischen Bundeslandes Salzburg, mit. Die Quarantäne für die Gemeinde Flachau wird zudem verschärft. "Da wird es keinen Berufsverkehr mehr geben können, außer für Lebensmittel, Treibstoffe, Heizmaterial, Medikamente et cetera", sagte Haslauer. Die Zunahme der Infektionsfälle mit Sars-CoV-2 sei dort in den vergangenen Tagen "dynamisch" gewesen.

11:40 Uhr - Corona-Infizierter verließ Quarantäne - Kontakt zu zehn Menschen

Ein Corona-Infizierter in Schleswig-Holstein hat nach Angaben der Behörden die häusliche Quarantäne verlassen und zu mindestens zehn Menschen Kontakt gehabt. Das sagte eine Sprecherin des Kreises Rendsburg-Eckernförde am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Ob der Mann möglicherweise noch mehr Personen getroffen habe, werde derzeit überprüft. Zuvor hatten andere Medien über den Fall berichtet.

Der Mann war Mitte März aus einem Risikogebiet zurückgekehrt, er kam in häusliche Quarantäne. Er wurde positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Der Infizierte sei weiterhin in häuslicher Quarantäne, hieß es.

Der Quarantäne-Bruch fiel auf, als die Behörden die Kontakte eines anderen Infizierten nachverfolgten, um die Infektionskette zu unterbrechen. Dabei wurde festgestellt, dass der Quarantäne-Brecher Kontakt zu dem anderen Corona-Positiven hatte. Dem Mann droht mindestens ein Bußgeld, möglicherweise auch eine Strafanzeige, sollten weitere Verstöße bekannt werden, sagte die Sprecherin des Kreises.

11:14 Uhr - Frankfurter Forscher entwickeln schnelleren Coronavirus-Test

Frankfurter Forscher haben einen Test zur schnelleren und großflächigeren Analyse von Infektionen mit dem Coronavirus entwickelt. "Damit wird es möglich, die von allen Wissenschaftlern und auch Politikern geforderte Ausweitung der Testung in weitere Bevölkerungsgruppen auch bei den begrenzten Testkit-Ressourcen früher umzusetzen, als bisher angenommen wurde", erklärte Erhard Seifried, Professor an der Frankfurter Goethe-Universität. Damit lasse sich in ganz Deutschland die aktuelle Anzahl von rund 40.000 Untersuchungen pro Tag auf 200.000 bis 400.000 Untersuchungen steigern.

Wissenschaftler des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes und des Instituts für Medizinische Virologie des Universitätsklinikums haben ein Verfahren entwickelt, bei dem Abstriche von mehreren Testpersonen zusammen untersucht werden. Die Proben werden in einem sogenannten "Mini-Pool" zusammengeführt und mit Hilfe eines Genomnachweises untersucht. Bei einem negativen Ergebnis haben alle enthaltenen Proben ein zuverlässig negatives Ergebnis. Bei einem positiven Befund werden Einzeltests der ursprünglichen Probe gemacht, die positive Probe könne so innerhalb von vier Stunden identifiziert werden.

10:26 Uhr - RKI-Pressekonferenz: "Es ist wichtig, dass alle Menschen verstehen, dass es sich um eine schwerwiegende Erkrankung handelt"

Lothar Wieler, der Präsident des Robert Koch-Instituts, hat auf einer Pressekonferenz noch mal betont, dass jeder Mensch, unabhängig seines Alters, an Covid-19 erkranken kann. Ältere Menschen seien allerdings besonders gefährdet, einen schweren Verlauf zu erleiden. Die Sterberate in Deutschland sei mit derzeit 0,8 Prozent sehr gering. Er gehe aber davon aus, dass die Quote steigen werde, gerade, wenn sich das Virus wie kürzlich in Wolfsburg oder Würzburg in Pflegeheimen ausbreite. Die Menschen, die in Deutschland an der Krankheit gestorben sind, seien im Durchschnitt 80 Jahre alt gewesen. Die jüngste verstorbene Person war laut Wieler 28 Jahre alt.

Grundsätzlich sei er optimistisch, dass die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen wirken, sagte Wieler. Er gehe davon aus, dass "handfeste Zahlen" bis Ostern vorliegen, die Aussagen über einen Trend ermöglichen. 

10:00 Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
Deutschland 66.885 645
USA 164.610 3.170
Italien 101.739 11.591
Spanien 87.956 7.716
China 82.240 3.309
Frankreich 45.170 3.030
Iran 41.495 2.757
Großbritannien 22.454 1.411
Schweiz 15.922 359
Belgien 11.899 513
Gesamt 787.010 37.829

Wir verwenden die Zahlen der Johns Hopkins University. Es gibt aber unterschiedliche Zählweisen. Warum sich die aktuellen Zahlen in den Medien teilweise unterscheiden, erklären wir Ihnen hier.

10:03 Uhr - Söder fordert "nationale Notfallproduktion" von Schutzmasken

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat eine "nationale Notfallproduktion" von Schutzmasken gefordert. "Was wir dringend brauchen sind mehr Masken und zwar die hochwertigen Masken für unser gesamtes Personal in den Krankenhäusern und Arztpraxen", sagte der CSU-Chef am Dienstag im "ARD Morgenmagazin". "Wichtig ist, dass wir eine nationale Notfallproduktion endlich bekommen." Die deutsche Wirtschaft müsse jetzt darauf umstellen. Es brauche einen ausreichenden Vorrat in Krankenhäusern, Arztpraxen und Altersheimen, forderte er.

Eine Schutzmaskenpflicht in Supermärkten wie in Österreich sei derzeit nicht geplant. Zuerst müsse man abwarten, ob die in Deutschland getroffenen Maßnahmen helfen. "Es ist wichtig, dass wir uns jetzt an die grundlegenden Beschränkungen halten (...) und nicht über Exit-Strategien nachdenken", sagte Söder.

09:37 - Weltgesundheitsorganisation: Epidemie in Asien noch längst nicht ausgestanden

Die WHO warnt davor, in Asien und dem Pazifik-Raum von einer Entspannung in der Virus-Krise auszugehen. Die Epidemie dort sei "noch längst nicht vorbei", sagte der WHO-Vertreter Takeshi Kasai. Die aktuellen Maßnahmen gegen die Virus-Ausbreitung würden den Ländern lediglich Zeit bringen, um sich auf hohe Übertragungsraten vorzubereiten. "Das wird ein langer Kampf und wir können den Schutz nicht herunterfahren." Das gelte auch für Länder mit sinkenden Zahlen bei Neuinfektionen. Das Virus könne zurückkommen, kein Land sei davor sicher.

08:55 Uhr - Niedersachsen: Infektionen in weiterem Altenheim

Die Zahl bestätigter Corona-Infektionen in niedersächsischen Senioren- und Pflegeheimen nimmt weiter zu. In einer Einrichtung in Gadenstedt bei Peine steckten sich 13 der etwa 90 Bewohner sowie drei Beschäftigte mit dem Erreger an, wie ein Sprecher des Landkreises der "Peiner Allgemeinen Zeitung"sagte. Weitere Tests seien dort geplant. Zwölf der Infizierten würden isoliert betreut, eine betroffene Person sei zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden.

In anderen Heimen in Niedersachsen war es bereits zu Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen gekommen. In Wolfsburg starben 17 Menschen nach einer Coronavirus-Infektion, auch in Wildeshausen gibt es zwei Tote. Das Land Niedersachsen hat einen Aufnahmestopp für Pflegeheime angeordnet. Ausnahmen gibt es nur, wenn eine 14-tägige Quarantäne für neue Bewohner gesichert ist.

08:32 Uhr - Theaterwerkstätten nähen jetzt Masken statt Kostüme

Mehrere Theaterwerkstätten wollen in der Corona-Krise helfen und fertigen nun einfache Schutzmasken. Erste Aufträge hat zum Beispiel der Berliner Bühnenservice, der normalerweise für Opernhäuser und das Staatsballett arbeitet.

Rund 300 Masken seien für ein Alten- und Pflegeheim genäht worden, sagte Geschäftsführer Rolf D. Suhl der Deutschen Presse-Agentur. Rund 300 weitere sollen für ein zweites Heim entstehen. Auch Arztpraxen, Apotheken und eine Klinikgesellschaft hätten angefragt.

Die Masken werden aus kochfestem Baumwollstoff genäht. Ähnliche Initiativen gibt es auch in anderen deutschen Städten, etwa Mainz und Leipzig. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, fallen seit Längerem die Vorstellungen an Theatern aus.

07:55 Uhr - Bundesjustizministerin: Nutzung von Corona-App nur auf freiwilliger Basis

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hält die Nutzung einer Handy-App zur Feststellung von Coronavirus-Kontaktpersonen für denkbar. Dies müsse aber auf Freiwilligkeit beruhen, sagt die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk. Das Gute sei, dass es in der Bevölkerung eine ganz große Bereitschaft gebe, dies für eine bestimmte Zeit zu tun. Wichtig sei aber, dass der Umgang mit den Daten geklärt werde. Die Daten müssten anonymisiert und später schnell wieder gelöscht werden. Dann könne man die Bereitschaft für eine solche App deutlich steigern.

Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage für RTL/ntv wären 62 Prozent der Bundesbürger dazu bereit, den verantwortlichen Behörden persönliche Daten wie Handydaten zur Verfügung zu stellen, die es möglich machen, Bewegungen und Kontakte besser nachzuvollziehen, wenn dies hilft, die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. 34 Prozent sind dagegen.

07:40 Uhr - Flugverkehr in Frankfurt geht weiter kräftig zurück

Eigentlich ist der Flughafen in Frankfurt am Main der Größte Deutschlands, noch im Februar wurden dort knapp 4,4 Millionen Passagiere abgefertigt. Doch wegen der Coronavirus-Pandemie brechen die Passagierzahlen immer weiter ein. In der letzten Märzwoche sei die Passagierzahl im Vergleich zum Vorjahr um 91 Prozent auf knapp 119 000 gesunken, teilte der Flughafenbetreiber Fraport am Dienstag in Frankfurt mit. Das waren noch mal deutlich weniger als noch in der Vorwoche, als noch etwas mehr als 331 000 Passagiere abgefertigt wurden.

07:12 Uhr - Corona-Krise verunsichert getrennte lebende Eltern

Die Corona-Pandemie verschärft bei getrennt lebenden Eltern zum Teil den Streit um den Umgang mit den gemeinsamen Kindern. Mehr als 100 Anfragen verunsicherter Mütter und Väter seien allein in der vergangenen Woche eingegangen, sagte ein Sprecher des Interessenverbands Unterhalt und Familienrecht in Nürnberg. In manchen Familien sei die Corona-Krise aber auch eine Chance. Wegen der geschlossenen Kitas und Schulen teilten sich getrennt lebende Eltern die Betreuung ihrer Söhne und Töchter oft viel selbstverständlicher.

Die Eltern melden sich aus verschiedenen Gründen bei dem Verband. Manche Ex-Partner nutzten die Ausnahmesituation, um den Umgang mit den Kindern komplett zu verweigern, andere änderten eigenmächtig die Vereinbarungen, erläuterte der Sprecher. Auf den Kontakt zu einem Elternteil müssen Kinder dem Verband zufolge zurzeit jedoch nur verzichten, wenn es dafür gesundheitliche Gründe gibt.

07:05 Uhr - Angst vor Corona: Experten warnen vor Folgen psychischer Belastung

Die psychische Belastung der Bundesbürger durch die Coronavirus-Pandemie ist nach Ansicht von Experten in Krisenplänen noch nicht ausreichend berücksichtigt. "Die Fachleute müssen sich darauf einstellen, dass sowohl eine Welle von Gesunden kommen wird, die plötzlich Ängste hat, die behandelt werden müssen - als auch auf die Verschlechterung der Symptomatik von bereits psychisch Erkrankten", sagte die Berliner Psychiaterin Iris Hauth, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde. In China hätten sich Krisentelefone als hilfreich erwiesen. Bereits psychisch erkrankte Menschen benötigten weitergehende Hilfen wie zum Beispiel Video-Sprechstunden.

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hat bereits eine anonyme und kostenlose Corona-Hotline geschaltet. Die aktuelle Situation löse Unsicherheit und Befürchtungen aus, hieß es vom Verband. Die Hotline mit der Nummer 0800 777 22 44 sei täglich von 8 bis 20 Uhr geschaltet.

06:44 Uhr - Trump verlängert Einreiseverbot in die USA

Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp der USA für Besucher aus Europa zur Bekämpfung des Coronavirus soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump verlängert werden. Diese und ähnliche Beschränkungen würden in Kraft bleiben und möglicherweise sogar verschärft werden, sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses. Er ließ offen, bis wann der Einreisestopp, der eigentlich Mitte April auslaufen sollte, andauern soll. Die USA sind gemessen an der Zahl der bestätigten Infektionen inzwischen weltweit am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffen.

Trump hatte am Sonntag bekanntgegeben, dass die restriktiven Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in den USA bis Ende April verlängert werden sollen. Seit Mitte März können Menschen aus dem Schengenraum, Großbritannien und Irland nicht mehr in die USA reisen. Ausgenommen davon sind US-Amerikaner, bestimmte Diplomaten und Europäer, die eine langfristige Arbeitsgenehmigung in den USA haben, eine sogenannte Green Card. Auch deren Angehörige sind ausgenommen. Die Regelung sollte zunächst für 30 Tage gelten.

06:37 Uhr - Zehntausende Schnittblumen landen in der Tonne

Lebensnotwendig sind sie nicht. Wenn der Alltag auf das Lebensnotwendige heruntergefahren wird, fallen Blumen daher schnell hinten runter. Was in besseren Frühlingsmonaten gern verschenkt, in die Vase gestellt oder in den Vorgarten gesetzt wird, landet heute in Massen auf dem Kompost - so wie auf dem Hof der Familie Overlöper in Dinslaken in Nordrhein-Westfalen. "Unser Geld steckt in den Pflanzen", erzählt ein Mitglied des Familienbetriebs. "Das ist ein echtes Existenzproblem." Die Zeit rund um Ostern und Muttertag ist eigentlich Hauptsaison. Alles sprießt wieder, alle sehnen sich nach dem grauen Winter nach bunten Farbflecken in Wohnung, Balkon oder Garten.

In den Niederlanden ziehen sich riesige Felder mit blühenden Tulpen zurzeit wie bunte Teppiche durch das Land - rosa, rot, gelb, violett, geradezu eine Pracht. Normalerweise eine beliebte Kulisse für Fotos von Brautpaaren und Touristen, doch in diesem Jahr herrscht Leere. Vor den Höfen der Blumenzüchter stehen große Kübel: 50 Tulpen für gerade mal fünf Euro, doch kaum jemand fährt hier vorbei. Die 1,5 Millionen Touristen, die sonst zur Blüte kommen, bleiben diesmal zu Hause.

Die Genossenschaft hat ihre Züchter aufgerufen, bei der täglichen Versteigerung nur noch rund ein Viertel ihrer Ware anzubieten. Der Rest werde nicht verkauft, die Transportkosten könnten sich die Züchter sparen. Der größte Teil der Schnittblumen wird zu Abfall. 

06:29 Uhr - Betrüger passen Maschen an Corona-Zeiten an

Vor allem ältere Menschen sehen Kriminalitätsforscher wegen der Corona-Pandemie in noch größerer Gefahr als sonst, Opfer von Betrügern zu werden. Derzeit herrsche in der Bevölkerung angesichts der Ausbreitung des Virus ohnehin Angst und Verunsicherung, sagte der Kriminologe Martin Rettenberger der Deutschen Presse-Agentur. Senioren seien derzeit noch isolierter als ohnehin, deshalb sei Aufklärung besonders wichtig. Wegen der Bewegungseinschränkungen rechnet der Direktor der Kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden auch mit einer Zunahme von häuslicher Gewalt.

Dies sieht auch die Polizei so: "Wir haben das Thema häusliche Gewalt im Blick, weil es häufiger werden könnte", sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen, Rudi Neu. Zugleich sei mit weniger Wohnungseinbrüchen zu rechnen, da die Bewohner wegen der Ausgangsbeschränkungen mehr zuhause seien. Im Gegenzug seien aber vermehrte Einbrüche in gewerbliche Immobilien zu erwarten. Zahlen dazu gebe es noch nicht. Weniger Einbrüche vermeldet auch das Polizeipräsidium in Nordhessen; in Süd- und Osthessen zeichnet sich nach Auskunft der Polizeisprecher noch kein Trend ab.

Insbesondere der Betrug mit dem sogenannten Enkel-Trick sei schnell an die Corona-Lage angepasst worden, sagte eine Sprecherin des Hessischen Landeskriminalamts (LKA).

06:15 Uhr - Mehr als 3.000 Tote in den USA durch Coronavirus

In den USA ist die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 auf mehr als 3000 gestiegen. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor, die am Montagabend (Ortszeit USA) 3008 Todesfälle verzeichnete. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 in den Vereinigten Staaten stieg demnach auf mehr als 163 000. Damit gibt es in den USA weiterhin mehr bekannte Infektionen als in jedem anderen Land der Welt, noch vor Italien, Spanien und China. Bei der Zahl der Toten liegen die USA hinter Italien, Spanien, China und Frankreich.

06:03 Uhr - in Vietnam gibt es jetzt einen "Corona-Burger"

Das ist kein Aprilscherz, sondern kommt aus der Abteilung Pandemie-Humor: Ein Imbiss in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi verkauft "Corona Burger". Betreiber Hoang Tung (36) erzählte der Deutschen Presse-Agentur, dass er damit ursprünglich Kindern eine Freude machen wollte. Als die ersten Nachrichten über das Coronavirus in China gekommen seien, sei alles so negativ gewesen, auch sein Geschäft sei schlechter geworden. "Also habe ich angefangen, darüber nachzudenken, wie man anders und positiv sein kann." Das Burger-Brötchen erinnert von seiner Form her daran, wie das neue Virus unter dem Mikroskop aussieht. Am ersten Tag habe er 50 Burger verkauft, sagt Tung. Tage später seien es 100 gewesen. Der Burger kostet umgerechnet um die 3 Euro, es soll ihn nur für eine begrenzte Zeit geben.

Meldungen vom Montag, 30. März

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