Gefährliches Virus breitet sich aus

Chronologie Coronavirus - Entwicklungen vom Montag, 30. März

30. März 2020 - 23:45 Uhr

Kampf gegen das Coronavirus

+++ Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus lesen Sie im Liveticker bei RTL.de +++

Zehntausende sind in Deutschland schon mit dem Virus infiziert. Krankenhäuser bereiten sich auf das Schlimmste vor. Wie lange aber wird der Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 dauern?Hier finden sie die  radikalen Maßnahmen der Bundesländer und  hier alles, was wir bisher über das Coronavirus wissen. Im Video zeigen wir die Hilfsangebote für Kleinstunternehmen.

TVNOW-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Erfahren sie in unserer spannenden Doku, warum Wissenschaftler schon lange vor dem Ausbruch vor dem Virus gewarnt haben. Hier geht es zur TVNOW-Doku "Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus".

22:50 Uhr - Jena plant Einführung von Maskenpflicht

Als erste deutsche Großstadt folgt Jena dem Beispiel Österreichs: Zum Einkaufen, aber auch im öffentlichen Personennahverkehr, sollen alle Masken tragen. Diese Regelung soll in Jena ab kommender Woche gelten, mehr dazu hier.

22:00 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
USA 156.931 2.828
Italien 101.739 11.591
Spanien 85.195 7.340
Deutschland 63.929 560
Frankreich 45.169 3.024
Großbritannien 22.448 1.408
Weltweit 770.653 36.873

Quelle: Johns Hopkins University

Weltweit erkranken immer mehr Menschen am Coronavirus. Im Vergleich zum Vorabend sind weltweit über 50.000 Fälle hinzugekommen, über ein Drittel davon in den USA. In Italien wurde derweil der niedrigste Anstieg an Neuinfizierten seit Beginn der landesweiten Ausgangssperren vor drei Wochen verkündet. Im europaweit am stärksten betroffenen Land kamen 4.000 Infizierte hinzu. In Deutschland sind es knapp über 3.000 Neuinfizierte sowie 70 weitere Todesfälle. In dieser Karte shene Sie die Zahlen für die einzelnen Bundesländer.

Die wichtigsten Videos zur Coronavirus-Krise sehen Sie hier

21:17 Uhr - Seehofer und Landesinnenminister halten an Ausgangsbeschränkungen fest

Die Innenminister von Bund und Ländern haben sich für eine Beibehaltung der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Ausbreitung ausgesprochen. Die Maßnahmen "müssen in aller Konsequenz aufrechterhalten und durchgesetzt werden", erklärten die Ressortchefs nach Angaben des Bundesinnenministeriums nach einer Telefonkonferenz am Montag.

"Wir sind erst am Anfang der Pandemie und dürfen nicht frühzeitig die notwendigen Maßnahmen zur Unterbrechung der Infektionsketten aufheben", sagte Bundesminister Horst Seehofer (CSU) laut Mitteilung. "Ich appelliere deshalb eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, nicht nachzulassen und sich weiterhin an die Kontaktbeschränkungen zu halten. Das ist zwingend erforderlich, um Leben zu retten."

21:04 Uhr - Italien verlängert Ausgangsverbot

Die italienische Regierung verlängert die strengen Ausgangsbeschränkungen für die 60 Millionen Bürger wegen der Corona-Krise bis mindestens Ostern. Das teilte das Gesundheitsministerium am Montagabend mit. Bisher galten die Ausgangsverbote bis zum kommenden Freitag. Sie waren vor rund drei Wochen, am 10. März, angelaufen.

20:25 Uhr - WHO: Ansteckungen eher zu Hause als auf der Straße

"In den meisten Teilen der Welt finden wegen der Ausgangsbeschränkungen die meisten Ansteckungen jetzt im Wohnumfeld statt, in der Familie", sagte der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Michael Ryan. "In gewissem Sinne ist die Übertragung von der Straße in die Familien geschoben worden." Deshalb müssten alle Zuhause ihre Gesundheit strikt überwachen.

Verdachtsfälle müssten schnell erkannt und von den anderen Familienmitgliedern getrennt werden. Bestätigte Fälle müssten isoliert werden und Familienmitglieder, die sich angesteckt haben könnten, unter Quarantäne bleiben. Nur, wenn dies gewährleistet sei, könne man über eine Lockerung der strikten Ausgangsbeschränkungen nachdenken, sagte Ryan. Jedes Land müsse für sich einen praktikablen Weg für solche Maßnahmen finden.

19:37 Uhr - Junger Mann aus Heinsberg bespuckt Polizisten und ruft: "Ich hab Corona"

Gruppen junger Menschen, die sich nicht ans Kontaktverbot halten: Das war der Anlass für einen Polizeieinsatz am Freitagabend in Mönchengladbach. Doch ein junger Mann aus dem Coronavirus-Risikogebiet Kreis Heiunsberg ließ die Situaiton eskalieren. Er bespuckte einen Polizisten und rief "Ich hab Corona". Der Abend endete für den 20-Jährigen in Polizei-Gewahrsam. Für die Ermittler war er kein Unbekannter, wie Sie hier lesen.

19:11 Uhr - Dritter Coronavirus-Test bei Angela Merkel negativ

Auch der dritte Test auf das Coronavirus bei Angela Merkel ist negativ. Die Kanzlerin ist seit dem Kontakt mit einem infizierten Arzt in häuslicher Quarantäne. Ein Regierungssprecher erklärte: "Die Bundeskanzlerin wird auch in den nächsten Tagen die Dienstgeschäfte aus ihrer häuslichen Quarantäne wahrnehmen." Merkel hatte am Freitag, dem 20. März, Kontakt zu einem Arzt, der wenig später positiv auf das Coronavirus getstet wurde. Am darauffolgenden Sonntagabend gab die 65-Jährige bekannt, sich vorsorglich in Qurantäne zu begeben.

19:07 Uhr - Militär-Lazarettschiff legt im Hafen von New York an

Zur Entlastung der Krankenhäuser in der Coronavirus-Krise ist ein Lazarettschiff des US-Militärs im Hafen von New York angekommen. Die "USNS Comfort", die am Montagmorgen (Ortszeit) an der Westseite Manhattans anlegte, habe 1.000 Betten und 12 Operationssäle und könne innerhalb der kommenden 24 Stunden die ersten Patienten aufnehmen, teilten die lokalen Behörden am Montag mit.

Auf dem Schiff sollen Patienten versorgt werden, die nicht mit dem Virus infiziert sind - um so in den Krankenhäusern der Stadt Betten für Coronavirus-Patienten frei zu machen. Zuletzt hatte die "USNS Comfort" nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 im Hafen von New York angelegt.

18:35 Uhr - Rückgang der Neuinfektionen in Italien

In Italien deuten die offiziellen Zahlen auf einen deutlichen Rückgang der Neuerkrankungen hin. Das Katastrophenschutz-Ministerium meldet 101.739 Fälle, ein Anstieg von 4.050 - der niedrigste Wert seit dem 17. März. Am Sonntag waren 5.217 neue Fälle gemeldet worden. Allerdings stieg die Zahl der Toten am Montag um 812 auf 11.591, weiter die höchste Zahl weltweit.

Ein Experte der Weltgesundheitsorganisation sagte kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen, die Lage in Italien könnte sich bald stabilisieren. Die heute registrierten Fälle spiegelten die Lage von vor zwei Wochen wieder, sagte Mike Ryan.

18:31 Uhr - Bundespolizei warnt vor falschen Polizisten an der Grenze

Die Bundespolizei hat vor falschen Polizisten an Grenzübergängen zu Luxemburg gewarnt. Am vergangenen Wochenende beobachteten Zeugen demnach zwei Männer in ziviler Kleidung, mit Polizeiweste und Strickmütze mit der Aufschrift "Polizei" an den wegen der Corona-Pandemie zurzeit gesperrten Übergängen Roth und Wallendorf. Sie sollen bei einem Grenzübertritt ein Verwarnungsgeld von 20 Euro verlangt haben, so die Bundespolizei in Trier.

Nachdem dies einer Reisenden verdächtig vorgekommen sei und sie nach der Dienststelle der vermeintlichen Beamten gefragt habe, seien sie mit einem zivilen Pkw davongefahren. Wie vielen Menschen sie zuvor Geld abgenommen haben, sei nicht bekannt, sagte ein Bundespolizeisprecher. Die Behörde hofft nun auf Zeugen.

18:09 Uhr - Heiko Maas offen für Mundschutz-Pflicht, Armin Laschet mit Missgeschick

Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich offen für eine Mundschutz-Pflicht etwa beim Einkaufen wie in Österreich gezeigt. "Wenn es Sinn macht, sollte man so etwas nicht ausschließen", sagte er am Montag in einem "Bild"-Interview. Es müsse dann aber auch sichergestellt sein, dass die Masken geeignet sind, einen selbst oder andere zu schützen. "Es nützt nichts, sich irgendetwas ins Gesicht zu hängen, was überhaupt keine Schutzwirkung entfaltet."NRW-Ministerpräsudent Armin Laschet hatte bei einem Termin in Aachen Probleme, seinen Mundschutz richtig anzulegen - mehr dazu hier.

17:35 Uhr - Söder veröffentlicht Brief einer Zehnjährigen: "Ausgangsbeschränkung bitte verlängern"

In einem rührenden Brief zur Corona-Krise in Bayern hat eine zehnjährige Schülerin von Ministerpräsident Markus Söder eine Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen erbeten. "Denn die Pflegekräfte riskieren täglich ihr Leben im Kampf gegen das Coronavirus und das sollte nicht umsonst sein. Meine Mama arbeitet auch in einem Pflegeheim", heißt es in dem zweiseitigen Schreiben der kleinen Giulia samt gemaltem rosa Dankesherz und Sonne.

Söder (CSU) verwies am Montag in seiner Pressekonferenz auf den Brief und teilte ihn auch in den sozialen Netzwerken. "Wir sollten zusammen kämpfen. Danke das sie für uns da sind", schreibt Giulia und bekommt dafür vor den laufenden Kameras auch gleich die Antwort: "Wir tun das jetzt", sagte Söder.

16:58 Uhr - 55 Prozent der Befragten befürworten härtere Ausgangsbeschränkungen

Rund die Hälfte der Befragten in einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL befürwortet härtere Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus. "Die Akzeptanz dafür, dass die seit einer Woche geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus noch mindestens drei Wochen andauern sollen, ist in allen Bevölkerungsgruppen sehr groß: 88 Prozent der Bürger halten dies für richtig", heißt es im Ergebnis der repräsentativen Umfrage.

16:22 Uhr - EU fordert Grenzöffnung für dringend benötigte Beschäftigte

Die EU-Kommission plädiert für eine Grenzöffnung für Saisonarbeiter in der Landwirtschaft und regelmäßige Grenzgänger. EU-Staaten sollten einfache und schnelle Regelungen finden, um trotz teilweise geschlossener Landesgrenzen einen Übergang dringend gebrauchter Beschäftigter zu ermöglichen. Wichtig seien etwa Erwerbstätige im Gesundheitsbereich, Polizei und Verkehr sowie saisonale Kräfte in der Agrarwirtschaft.

15:36 Uhr - Verkehr geht drastisch zurück - Brummis rollen weiter

Wie war das? Freie Fahrt für freie Bürger? Inmitten der Corona-Krise sind die Straßen jedenfalls so frei wie selten. Das Coronavirus hat in Nordrhein-Westfalen zu einer beispiellosen Verkehrsberuhigung auf den Straßen geführt. 70 Prozent weniger Verkehr als im Vergleichszeitraum 2019 seien für das vorvergangene Wochenende 21./22. März verzeichnet worden, teilte Straßen.NRW für die Autobahnen, Bundes- und Landstraßen mit. Für das nun zurückliegende Wochenende - mit Kontaktsperre - dürften die Zahlen noch höher ausfallen. Von Montag bis Freitag der vergangenen Woche hat die Verkehrszentrale in den Ballungsräumen einen Rückgang des Verkehrs von bis zu 40 Prozent verzeichnet. Ausnahme: der Lkw-Verkehr. Hier wurde nur ein geringer Rückgang gemessen. Die Brummis rollen also weiter.

15:25 Uhr - Allein in NRW 180.000 Anträge auf Soforthilfe

Riesen-Run aufs Geld: Tausende Selbstständige und Kleinunternehmen haben seit Freitag in Nordrhein-Westfalen bereits Anträge auf Soforthilfen in der Corona-Krise gestellt. Bis Sonntagabend seien mehr als 180.000 Anträge zu dem Hilfsprogramm eingegangen, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums am Montag. Rund zwei Drittel davon seien bereits bewilligt worden. Die Auszahlung soll ab Ende der Woche erfolgen. 

15:10 Uhr - Aufnahmestopp in Niedersachsens Pflegeheimen

Das Land Niedersachsen hat nach dem Tod mehrerer mit dem Coronavirus infizierter Pflegebedürftiger in Wolfsburg einen Aufnahmestopp für Pflegeheime angeordnet. Ausnahmen gebe es nur, wenn eine 14-tägige Quarantäne für neue Bewohner gewährleistet sei, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann in Hannover. Die SPD-Politikerin appellierte zudem an Angehörige, auf Besuche älterer Angehöriger zu verzichten. "Bitte besuchen Sie Ihre Lieben nicht. Damit schützen Sie nicht nur Ihre eigene Mutter oder Ihren eigenen Vater, sondern alle." Im Wolfsburger Hanns-Lilje-Heim sind 17 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

14:55 Uhr - Keine Lockerung der Ausgehbeschränkungen

Wir brauchen Geduld: Eine Woche nach ihrer Einführung ist kein schnelles Ende der Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Sicht. "Wir brauchen alle Maßnahmen unvermindert", betonte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Solange sich die Ausbreitung des Virus in Deutschland nicht deutlich verlangsamt, will die Bundesregierung keinen Zeitplan für eine schrittweise Rückkehr zur Normalität vorlegen. Immerhin seien keine weiteren verschärfende Maßnahmen geplant.

14:34 Uhr - 20 Millionen Atemschutzmasken beschafft

Endlich eine gute Nachricht: Für den Kampf gegen das Coronavirus sind über den Bund inzwischen 20 Millionen dringend benötigte Atemschutzmasken beschafft worden. Sie wurden an Länder und Kassenärztliche Vereinigungen für die Verteilung an Kliniken, Praxen und Pflegeheime ausgeliefert, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Zur Frage, ob auch Privatleute Masken tragen sollten, machte die Regierung deutlich, dass dies eine freiwillige Entscheidung sei - mit einem normalen nicht-medizinischen Mund-Nase-Schutz könne man andere vor einer Ansteckung schützen. Dies sei vielleicht "eine sinnvolle Ergänzung", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Es dürfe aber nicht zu einem falschen Sicherheitsgefühl führen und dass man dann Hygieneregeln wie Abstandhalten und Händewaschen vernachlässige.

14:12 Uhr - Zwei weitere Todesfälle in Wolfsburger Pflegeheim

Im Wolfsburger Hanns-Lilje-Heim sind zwei weitere Menschen gestorben, nachdem sie sich mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Damit steigt die Zahl der Opfer in dem Alters- und Pflegeheim für Demenzkranke auf 17, wie die Stadt Wolfsburg am Montag mitteilte. Bei den meisten von ihnen seien vor dem Tod keine Covid-19-Symptome aufgetreten. "Am Sonntag hatten wir insgesamt 79 positive getestete Personen in dem Heim", sagte Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Dieter Mohrs (SPD) bei einer Pressekonferenz. Um weitere Infektionen zu verhindern, seien positiv und negativ getestete Heimbewohner räumlich strikt voneinander getrennt worden.

14:09 Uhr - IOC: Olympia in Tokio wird am 23. Juli 2021 eröffnet

Die auf 2021 verlegten Olympischen Spiele in Tokio sollen am 23. Juli eröffnet werden und am 8. August enden. Diesen neuen Termin fast genau ein Jahr nach der eigentlich geplanten Eröffnungsfeier gab das Internationale Olympische Komitee am Montag bekannt.

14:07 Uhr - Unterschiedliche Zahlen zu Corona-Infektionen - so kommen sie zustande

Wer in den letzten Tagen häufig nach den aktuellen Fallzahlen aus Deutschland gesucht hat, hat sich mit Sicherheit schon über die teils großen Unterschiede zwischen den Angaben gewundert. Das kommt daher, dass das deutsche Robert Koch-Institut anders zählt als die US-amerikanische Johns Hopkins University, deren Zahlen auch wir für diesen Liveticker verwenden. Wie genau die unterschiedlichen Zahlen zustande kommen und warum die Johns Hopkins-Zahlen als genaur gelten, haben wir hier für Sie erklärt.

13:55 Uhr - Luft wegen Corona-Sperren auch in deutschen Städten sauberer

Die Luftverschmutzung in deutschen Städten hat im Zuge der Corona-Ausgangsbeschränkungen bereits deutlich abgenommen. Dies zeigt ein Vergleich von Satellitenbildern aus den vergangenen Tagen mit jenen ein Jahr zuvor, die die Europäische Allianz für öffentliche Gesundheit EPHA am Montag veröffentlichte. Das ist ein Bündnis nichtstaatlicher Organisationen für Gesundheits- und Umweltschutz.

Die Bilder des Satelliten "Sentinel-5" aus der Zeit vom 5. bis 25. März 2019 und derselben Zeit 2020 zeigen drastische Unterschiede für Großstädte wie Düsseldorf, Essen, Köln oder Frankfurt. Die europäische Agentur ESA hatte bereits vorige Woche Bilder für Europa veröffentlicht. Jetzt hat die EPHA Vergleichsdaten einzelner Städte aufgeführt.

13:46 Uhr - Söder: Schutzmaskenpflicht in Deutschland derzeit nicht geplant

Nach Worten des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) ist derzeit keine Schutzmaskenpflicht in Supermärkten wie künftig in Österreich geplant. Er schließe nicht aus, dass das auch in Deutschland eine denkbare Möglichkeit sein könnte, sagte Söder am Montag in München. Er betonte aber: "Derzeit ist das nicht geplant, das zu tun." Es seien derzeit keine weiteren Verschärfungen der geltenden Auflagen und Verschärfungen geplant.

Die österreichische Regierung verschärfte die Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie kündigte unter anderem eine Mundschutz-Pflicht für Einkäufe an.

Söder sagte, er sehe weniger in Supermärkten denn bei den Arbeitsplätzen der Menschen einen Bedarf, mehr Masken einzusetzen, insbesondere dann, wenn die Sicherheitsabstände zwischen den Mitarbeitern nicht klar gewährleistet werden könnten. Im Gegensatz zum Supermarkt könnten die Menschen auf der Arbeit weniger einfach selbst organisieren, wie sie den Abstand zu anderen Menschen einhalten. Auch hier könne schon der Einsatz von leichten Schutzmasken helfen, Ansteckungen zu verringern.

13:20 Uhr - Regierungssprecher Steffen Seibert: Brauchen alle Maßnahmen unvermindert

Solange sich die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland nicht deutlich verlangsamt, will die Bundesregierung keinen Zeitplan für eine schrittweise Rückkehr zur Normalität vorlegen. Eine Woche nach der Einführung strikter Kontaktbeschränkungen sei klar, "wir brauchen alle Maßnahmen unvermindert", betonte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel wäre die Erste, die gerne eine Lockerung dieser strikten Maßnahmen verkünden würde, fügte er hinzu. Sie sei aber überzeugt, dass es falsch wäre, jetzt Hoffnungen zu wecken, die dann nicht erfüllt werden könnten. Dennoch sei klar, "es wird eine Zeit danach geben", sagte Seibert. Merkel und die Ministerpräsidenten haben sich für diesen Mittwoch zu einer Telefonkonferenz verabredet. Thema wird laut Seibert unter anderem eine gemeinsame Bestandsaufnahme sein.

13:00 Uhr - Fahrlässige Tötung? Anzeige nach Todesfällen in Wolfsburger Altenpflegeheim

Die 15 Coronavirus-Todesfälle in einem Wolfsburger Alten- und Pflegeheim werden möglicherweise ein Fall für die Justiz. Ein Wolfsburger Anwalt habe Anzeige wegen fahrlässiger Tötung gestellt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Sie bestätigte den Eingang der Anzeige, diese gehe nun an den zuständigen Staatsanwalt und werde geprüft. Nach einem Bericht der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung" richtet sich die Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der Diakonie Wolfsburg wegen fahrlässiger Tötung in zwölf Fällen. Die Diakonie war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Der Rechtsanwalt berief sich dem Bericht zufolge auf Hinweise von Diakonie-Beschäftigten über Missstände in Pflegeheimen. Er erhob schwere Vorwürfe gegen die Diakonie, dort herrschten "katastrophale hygienische Zustände". Das Pflegepersonal verfüge zudem über keine Schutzmasken, um Bewohner und sich selbst zu schützen. Der Besucherstopp in den Heimen sei zu spät gekommen. Von den etwa 165 Bewohnern des Hanns-Lilje-Heims waren am Samstag laut Gesundheitsamt 72 infiziert.

12:33 Uhr - Bayern verlängert Ausgangsbeschränkungen bis zum Ende der Osterferien

Die seit dem 21. März wegen des Coronavirus geltenden Ausgangsbeschränkungen in Bayern werden bis zum Ende der Osterferien am 19. April verlängert. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München. "Es gibt keinen Anlass in Deutschland oder in Bayern darüber zu reden, dass es Entwarnung gebe. Es gibt keinen Anlass, falsche Hoffnungen zu wecken", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Daher sei es auch noch nicht an der Zeit, über ein Ende der momentanen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuen Coronavirus zu sprechen, so Söder weiter. 

16.03.2020, Bayern, München: Markus Söder (CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, spricht auf einer Pressekonferenz in der CSU-Zentrale zu den Ergebnissen der Kommunalwahl in Bayern. Foto: Matthias Balk/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
"Es gibt keinen Anlass, falsche Hoffnungen zu wecken“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bei einer Pressekonferenz.
© dpa, Matthias Balk, mbk fdt

12:18 Uhr - Maas bittet im Ausland gestrandete Deutsche weiter um Geduld

Von den etwa 200.000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandeten Deutschen sind 175.000 wieder zu Hause. "Diejenigen, die noch im Ausland sind, bitten wir weiter um Geduld", schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Montag auf Twitter.

Er hatte vor zwei Wochen eine Rückholaktion gestartet, um zusammen mit Reiseveranstaltern und der Lufthansa deutsche Reisende aus den Ländern zurückzuholen, aus denen es keine regulären Flüge mehr gibt. Das Auswärtige Amt hat dafür selbst Flugzeuge gechartert, die inzwischen 145 Sonderflüge absolviert haben. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Auswärtigen Amts arbeiten rund um die Uhr - wir sind dran!", schrieb Maas.

Probleme bereitet derzeit vor allem Neuseeland, wo noch mehr als 10 000 Deutsche festsitzen. Nach einem ersten Rückholflug am Samstag untersagte die neuseeländische Regierung weitere geplante Flüge bis einschließlich Dienstag. Darüber hatte das Auswärtige Amt am Sonntag in seinen Reisehinweisen informiert. Wie es weitergeht ist unklar.

11:49 Uhr - Österreich erlässt Schutzmasken-Pflicht bei Einkäufen

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie müssen die Menschen in Österreich künftig eine Schutzmaske beim Einkaufen tragen. Das teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Montag in Wien mit. Die Masken sollen ab Mittwoch direkt über die Supermarkt-Ketten verteilt werden, berichtet der "ORF." Die Masken sollten dabei nicht die Träger und Trägerinnen schützen, sonern das Weiterverbreiten des Virus verhindern. Mittelfristig soll dieser Mund- und Nasenschutz überfall dort getragen werden, wo man an Menschen vorbeigeht.

 March 24, 2020, Kiev, Ukraine: A woman wearing a protective mask as a precaution against Coronavirus, buying vegetables in a supermarket..97 cases of COVID-19 infection in Ukraine have been reported by Ministry of Health Ukraine. Kiev Ukraine - ZUMA
Viele Menschen tragen bereits Masken beim Einkaufen, wie hier in der Ukraine. In Österreich soll das jetzt Pflicht werden.
© imago images/ZUMA Wire, Sergei Chuzavkov via www.imago-images.de, www.imago-images.de

11:17 Uhr - "Wirtschaftsweise": Schwere Rezession durch Corona-Krise unvermeidbar

Die "Wirtschaftsweisen" halten eine schwere Rezession in Deutschland durch die massiven Folgen der Coronavirus-Krise für unvermeidbar. Die deutsche Wirtschaft werde 2020 deutlich schrumpfen, heißt es in einem am Montag vorgelegten Sondergutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Wie schlimm es genau kommt, sei derzeit wegen großer Unsicherheiten unklar. "Entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung dürfte sein, ob es gelingt, die Ausbreitung des Corona-Virus effektiv zu bekämpfen, sodass die verschiedenen Einschränkungen sozialer und wirtschaftlicher Aktivitäten schnell aufgehoben werden können", schreiben die Ökonomen in ihrem Gutachten.

Der Sachverständigenrat als Beratergremium der Bundesregierung legt drei denkbare Szenarien zugrunde. "In allen drei Szenarien beendet die Ausbreitung des Corona-Virus die sich abzeichnende konjunkturelle Erholung abrupt, sodass eine Rezession im ersten Halbjahr 2020 in Deutschland nicht zu vermeiden sein wird."

11:11 Uhr - CDU warnt vor Diskussionen um Ende der Ausgangsbeschränkunegen

Die CDU-Spitze hat davor gewarnt, jetzt über die Beendigung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland zu diskutieren. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte am Montag nach Angaben aus Parteikreisen in einer Schaltkonferenz mit dem Parteipräsidium, das Virus habe "ganz Europa und die Welt fest im Griff". Die Menschen würden in der aktuellen Situation ein gutes Krisenmanagement erwarten.

Das CDU-Präsidium sei sich einig gewesen, dass man bei der Reduzierung der Infiziertenzahl noch nicht da sei, wo man hin wolle, hieß es aus diesen Kreisen weiter. Erst wenn die Zeit der Verdopplung der Zahl der Infizierten bei zehn Tagen sei, wäre man auf dem richtigen Weg. Als positiv sei registriert worden, dass die Hamsterkäufe der Menschen in der Krise abgenommen hätten.

10:30 Uhr - Auch Tierheime merken Auswirkungen der Corona-Krise

Die Corona-Krise stellt viele Unternehmen vor extreme finanzielle und organisatorische Herausforderungen. Auch Tierheime sind davon betroffen. Durch die Kontaktsperre können oftmals keine Besucher mehr zugelassen werden, viele Futterspenden fallen dadurch weg. Einige Tierheime rechnen auch mit einem Zuwachs der Aufnahmen, falls sich Tierbesitzer mit dem Virus infizieren sollten und sich nicht mehr um ihre Lieblinge kümmern können. bgaben von Tieren aufgrund von Angst vor dem Coronavirus gebe es dagegen kaum, sagt der Leiter des Köln-Dellbrücker Tierheims Bernd Schinzel im Gespräch mit RTL-Hundeprofi Martin Rütter. "Wir hatten bisher aber keinen einzigen Anruf, keine Mail - kein Mensch will aus diesem Grund sein Tier abgeben", sagte er. 

10:00 Uhr - Appell von Intensivmedizinern: Corona-Patienten sollten zentral verteilt werden

Deutsche Intensivmediziner fordern eine deutschlandweite zentrale Verteilung von Covid-19-Patienten. Der Grund: Wenn die Infektionszahlen in den kommenden Wochen ihren mutmaßlichen Höhepunkt erreichen, könnten Kliniken in einigen Regionen über ihre Belastungsgrenze kommen, sagte Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, den Zeitungen Funke Mediengruppe. Jetzt sei die Bunderegierung gefordert, schnellst möglich eine zentrale Stelle einrichten, die Patienten auf weniger ausgelastete Krankenhäuser verteilen könne.

09:16 Uhr - Autobranche will Schutzausrüstung und Beatmungsgeräte herstellen

Die weitgehend lahmgelegte deutsche Automobilindustrie steht dem Branchenverband VDA zufolge zur Unterstützung bei der Herstellung von medizinischer Schutzausrüstung und Beatmungsgeräten bereit. Viele Unternehmen seien auf der Suche, wie sie bei der Produktion etwa von Schutzkleidung, Mundschutz und Beatmungsgeräten helfen könnten, sagt VDA-Präsidentin Hildegard Müller in der ARD. Allerdings sei gerade deie Fertigung von Beatmungsgeräten ein sehr komplexer Vorgang. Die Branche überlege, wie sie die Produktion auch über Ersatzteile unterstützen könne. Der Austausch auch mit der Politik laufe sehr gut.

08:50 Uhr - 40 Infektionen in weiterem Pflegeheim in Wildeshausen

Nach dem Tod von 15 Menschen mit Coronavirus-Infektion in einem Alten- und Pflegeheim in Wolfsburg kämpft ein weiteres niedersächsisches Pflegeheim mit Infektionen. Tests hätten bestätigt, dass 23 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 17 Mitarbeiter eines Altenheims in Wildeshausen im Landkreis Oldenburg mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert seien, teilte der Landkreis mit. Das Gesundheitsamt habe alle 51 Bewohner und 44 Mitarbeiter getestet, nachdem ein 89-Jähriger mit schweren Vorerkrankungen und Coronavirus-Infektion gestorben sei. Bei allen Erkrankten in der Seniorenresidenz seien bislang milde Verläufe festgestellt worden.

Das Ausmaß der Erkrankungen deute darauf hin, dass das Virus nicht erst vor kurzem in das Heim eingeschleppt worden sei, teilte der Landkreis mit. Die infizierten Bewohner bleiben den Angaben zufolge für zwei Wochen in ihren Zimmern und werden von ebenfalls positiv getesteten Mitarbeitern versorgt - strikt getrennt von negativ getesteten Bewohnern, die in Einzelzimmern untergebracht seien und von negativ getesteten Mitarbeitern versorgt würden. Das Gesundheitsamt ermittele die Kontaktpersonen der Infizierten.

08:10 Uhr - Easyjet stellt Flugbetrieb ein

Der britische Billigflieger hat wegen der Reisebeschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus den Flugbetrieb eingestellt. Derzeit sei unklar, wann die Maschinen wieder abheben können, teilte Easyjet mit. Um die Auswirkungen auf die Bilanz möglichst gering zu halten, würden Kosten reduziert. Zudem wurde mit der Gewerkschaft eine Urlaubsregelung für das Kabinenpersonal getroffen, die ab 1. April für einen Zeitraum von zwei Monaten gilt. In der Zeit erhält die Besatzung 80 Prozent ihres Durchschnittslohns.

07:13 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

LAND INFIZIERTE TODESFÄLLE
USA 142.502 2.506
Italien 97.689 10.779
Spanien 80.110 6.803
Deutschland 62.435 541
Frankreich 40.723 2.611
Großbritannien 19.784 1.231
Weltweit 723.740 34.018

Quelle: Johns Hopkins University &  Medicine, Todesfälle in Klammern

Die aktuellen Zahlen für Ihr Bundesland können Sie dieser Grafik hier entnehmen.

06:45 Uhr - Klinikum Wolfsburg stoppt Aufnahme neuer Patienten

Das Klinikum Wolfsburg nimmt aufgrund von Corona-Infektionsfällen unter den Mitarbeitern bis auf wenige Ausnahmen keine neuen Patienten mehr auf. Diese werden auf umliegende Krankenhäuser verteilt, wie die Stadt mitteilte. Davon ausgenommen seien die Notaufnahme der Kinderklinik und der Kreißsaal, wie eine erste "intensive Analyse der Situation" ergeben habe. Zuvor hieß es zudem, dass ab sofort keine Besuche mehr erlaubt seien, "auch nicht die bisherigen Ausnahmen". Die Stadt hat stark mit der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen - in einem Wolfsburger Alters- und Pflegeheim sind insgesamt 15 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben. 

06:39 Uhr - Toilettenpapierknappheit könnte Folgen für das Abwassernetz haben

Die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW) warnt laut "Handelsblatt" angesichts der Knappheit von Toilettenpapier in Teilen Deutschlands vor Risiken für das Abwassernetz. Demnach greifen Verbraucher auf Feuchttücher, Haushaltsrollen oder Papiertaschentücher zurück, doch diese drohen Abwasserleitungen zu verstopfen. "Werfen Sie alternative Hygieneartikel nicht in das WC, sondern entsorgen Sie diese bitte in gut verschlossenen Müllbeuteln über die graue Tonne", wird der Verband zitiert.

06:32 Uhr - "Telefon-Engel" für einsame Senioren

In Alten- und Pflegeheimen gilt striktes Besuchsverbot. Weil sie zur Risikogruppe bei Covid-19-Erkrankungen gehören, müssen Senioren ihr Sozialleben auf ein absolutes Minimum beschränken. Um sie vor Vereinsamung zu bewahren, hat der Münchner Verein Retla, der sich für ältere Menschen engagiert, die Aktion "Telefon-Engel" ins Leben gerufen.

Mehr als 100 Freiwillige haben sich nach Angaben des Vereinsvorstands schon gemeldet, um Senioren, die jemanden zum Reden brauchen, beizustehen. Ziel sei es, dass Telefonpatenschaften entstehen, die über die aktuelle Corona-Krise hinaus bestehen bleiben. Auch die Schauspieler Elmar Wepper und Michaela May, Schirmherren von Retla, haben sich als "Telefon-Engel" registrieren lassen.

Dass die weitgehende Stilllegung des öffentlichen Lebens vor allem Menschen trifft, die an Einsamkeit oder psychischen Problemen leiden, bestätigen auch die kirchlichen Anbieter von Telefonseelsorge. "Bei unseren Anrufern spielt das Thema Corona immer häufiger eine Rolle", sagt Martha Eber, stellvertretende Leiterin der Telefonseelsorge des Evangelischen Beratungszentrums München (ebz), auf dpa-Anfrage. "Die Ängste im Zusammenhang mit dem Virus kommen zu den sonstigen Problemen, die viele unserer Anrufer haben, noch dazu.»"

02:49 Uhr - Ausgangsbeschränkungen in den USA bis 30. April verlängert

29.03.2020, USA, New York: Ein Mann trägt eine Maske und geht über die 5th Avenue. Foto: Mary Altaffer/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Coronavirus - USA
© dpa, Mary Altaffer, MA pat

Angesichts der immer höheren Anzahl an Infizierten, sollen in den USA die Richtlinien zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus bis zum 30. April verlängert werden. Ursprünglich hatte Präsident Trump die Maßnahmen bis zum Osterwochenende vorgesehen. Trump fügt hinzu, dass die Todesfälle durch das Coronavirus um Ostern herum ihren Höhepunkt erreichen könnten.

02:13 Uhr - Trump befürchtet 100 000 Coronavirus-Tote in den USA

US-Präsident Donald Trump befürchtet, dass die Coronavirus-Krise in den USA 100 000 Menschen das Leben kosten könnte. Wenn es gelinge, die Todeszahl durch die getroffenen Eindämmungsmaßnahmen auf 100 000 zu begrenzen, «dann haben wir alle zusammen einen guten Job gemacht», sagte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. «Das ist eine furchtbare Zahl.» Trump verwies auf eine am 16. März veröffentlichte Studie des Imperial College in London, die von 2,2 Millionen Toten in den USA ausgeht - allerdings ohne Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. Der Präsident begründete damit die Verlängerung der Schutzmaßnahmen seiner Regierung.

Meldungen vom Sonntag, 29. März

+++Die komplette Chronologie der Coronavirus-Entwicklungen vom 29. März lesen Sie hier.+++