Ein Virus hält die Welt in Atem

Chronologie zum Coronavirus - alle Infos und Entwicklungen vom 8. April

09. April 2020 - 6:13 Uhr

Kampf gegen das Coronavirus

+++Alle aktuellen Entwicklungen lesen Sie im Liveticker bei RTL.de+++

Mehr als hunderttausend Menschen sind in Deutschland inzwischen mit dem Virus infiziert. Krankenhäuser bereiten sich auf das Schlimmste vor. Wie lange aber wird der Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 dauern? Hier finden Sie die radikalen Maßnahmen der Bundesländer und hier alles von A bis Z, was Sie über das Coronavirus wissen müssen.​

TVNOW-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Wie besiegen wir Corona? Sehen Sie dazu die spannende TVNOW-Doku: "Stunde Null - Wettlauf mit dem Corona-Virus" (Teil 2)

+++Ab hier lesen Sie die Meldungen vom 8. April+++

23:45 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Todesfälle
USA 423.135 14.390
Spanien 146.690 14.673
Italien 139.422 17.669
Frankreich 113.959 10.887
Deutschland 111.779 2.196
Großbritannien 61.474 7.110
Weltweit 1.500.830 87.706

Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus hat die Marke von 1,5 Millionen überschritten. Wir verwenden für die Tabelle die Zahlen der Johns Hopkins University. Es existieren jedoch unterschiedliche Zählweisen. Warum sich die Fallzahlen in den Medien teilweise unterscheiden, haben wir hier erklärt .

23:05 Uhr - Sind ärmere Schichten im Kampf gegen das Coronavirus benachteiligt?

Ein schlechterer sozialer Status stellt ein höheres Infektionsrisiko dar, das gelte laut Dr. Georg-Christian Zinn, Direktor Hygienezentrum Bioscientia, generell. Denn das habe man bei vergangenen Krankheiten wie Tuberkulose und Cholera feststellen können. Inwiefern der soziale Status bei Pandemien eine Rolle spielt und auf welche Bereiche sich dieser im Alltag auswirkt, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

22:30 Uhr - Trotz Besuchsverbots: So können Großeltern unterstützt werden

Ältere Leute sollen zum Schutz vor einer Coronavirus-Erkrankung isoliert werden, gerade für sie ist das eine Herausforderung. Vor allem, weil auch Abstand zu den eigenen Kindern und vor allem zu den Enkeln gehalten werden muss. Wir haben Ideen gesammelt, wie sich Oma und Opa nicht mehr so einsam fühlen müssen.

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Chat mit den Großeltern
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21:57 Uhr - Anwalt scheitert mit Klage gegen Berliner Corona-Regelungen

Ein Rechtsanwalt ist auch vor dem Oberverwaltungsgericht der Bundeshauptstadt mit seinem Eilantrag gegen die Berliner Verordnung zur Eindämmung der Corona-Epidemie gescheitert. Der 11. Senat stellte in seiner Entscheidung fest, dass die Regelungen verhältnismäßig seien. Die "hohe Dynamik des Infektionsgeschehens und die damit verbundene Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems" rechtfertigten die verfügten Kontaktbeschränkungen.

Das OVG bestätigte damit eine vorangegangene Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts. Der Anwalt hatte die Auffassung vertreten, die sogenannte Eindämmungsmaßnahmenverordnung vom 22. März greife unverhältnismäßig in seine Freiheit zur Berufsausübung ein. Zudem werde es den Rechtssuchenden erheblich erschwert, bei ihm Rat zu bekommen.

21:35 Uhr - WWF-Vorstand: Das ist eine Krise mit Ansage.

Experten erkennen an, dass die Ursache der Coronakrise unter anderem in einem problematischen Umgang mit der Natur liegt. So drastisch wie der WWF hat es aber bisher niemand formuliert - hier die ganze Geschichte.

21:10 Uhr - Frankreich verlängert Beschränkungen über 15. April hinaus

In Deutschland wird noch darüber diskutiert, ob und in welcher Form die Kontaktbeschränkungen möglicherweise schrittweise wieder zurückgenommen werden können. In Frankreich wurde jetzt entschieden, dass die Beschränkungen des öffentlichen Lebens über den 15. April hinaus verlängert werden, wie das Präsidialamt ankündigte. Es handelt sich bereits um die zweite Verlängerung.

21:00 Uhr - 101-Jährige aus dem Pflegeheim ausgebüxt

Seine Liebsten nicht mehr zu sehen, um sich nicht mit dem Coronavirus anzustecken, das fällt der 101-jährigen Ursula Kibat aus Braunschweig zur Zeit sehr schwer. Jetzt hatte ihre 72-jährige Tochter Marianne Siemann Geburtstag. Doch der Versuch, aus dem Pflegeheim zu schleichen und ihre Tochter zum Geburtstag zu besuchen, wurde von der Polizei gestoppt. Die ganze Geschichte und was sie uns im Interview erzält hat, erfahren Sie hier.

20:00 Uhr - 87 weitere Tote wegen Corona in Türkei - Ärzte zweifeln Zahlen an

In der Türkei sind offiziellen Angaben zufolge innerhalb der vergangenen 24 Stunden weitere 87 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit sei die Gesamtzahl der Toten auf 812 gestiegen, sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Mittwochabend. Zudem seien weitere 4117 Menschen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Die Gesamtzahl der Infizierten liege damit bei 38 226, während die Zahl der Tests auf rund 25 000 gesteigert worden sei. Die WHO hatte zuvor in einem Tweet von "einem dramatischen Anstieg bei der Verbreitung des Virus über die vergangene Woche" gesprochen. Erholt haben sich der Regierung zufolge bisher rund 1850 Menschen.

Die türkische Ärztevereinigung TTB zweifelt derweil vor allem die Zahl der offiziell erfassten Todesfälle an. In einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme hieß es, es sei "auffallend", dass die Zahl der Covid-19-Fälle ansteige, die Grafik der Todesfälle aber nicht entsprechend verlaufe. Der Zentralrat der Türkischen Ärztevereinigung habe festgestellt, dass das Ministerium bei der Meldung der Tode nicht die von der WHO empfohlenen "Codes" benutze, hieß es in der Stellungnahme weiter. Die müssten sofort angewandt und die seit Februar verzeichneten Todesfälle damit überprüft werden.

19:54 Uhr - Bund und Länder einig über neue Quarantäne-Regeln und Bußgeldkatalog

Rechtzeitig vor dem Osterwochenende haben sich Bund und Länder auf die neuen Quarantäne-Regeln für Einreisende verständigt. Die Länder haben nach Angaben des Bundesinnenministeriums vom Mittwochabend zugesagt, gemäß der Absprache eigene Verordnungen zu erlassen.

Um grenzüberschreitende Infektionsketten zu stoppen, hatte das Corona-Krisenkabinett am Montag beschlossen, für alle Einreisenden eine 14-tägige Quarantäne anzuordnen. Da außer Berufspendlern, Lastwagenfahrern und anderen speziell definierten Gruppen ohnehin kaum noch Ausländer einreisen dürfen, betrifft diese Regelung in erster Linie Deutsche und Ausländer, die dauerhaft in Deutschland leben. Zuständig für die Verordnung sind die Gesundheitsministerien der Länder.

Wer in Deutschland gegen die neuen Quarantäne-Regeln für Einreisende verstößt, muss nun mit saftigen Bußgeldern rechnen. Einreisende sind nach der Muster-Verordnung des Bundes nun verpflichtet, "sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort abzusondern". Während dieser Zeit sei es "nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören", heißt es in dem Papier, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Ausnahmen gibt es etwa für Pfleger.

19:45 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Todesfälle
USA 402.923 13.007
Spanien 146.690 14.673
Italien 139.422 17.669
Frankreich 110.070 10.343
Deutschland 109.329 2.096
Großbritannien 61.455 7.109
Weltweit 1.464.852 85.397

Wir verwenden für diese Tabelle die Zahlen der Johns Hopkins University. Es existieren jedoch unterschiedliche Zählweisen. Warum sich die Fallzahlen in den Medien teilweise unterscheiden, haben wir hier erklärt.

18:50 Uhr - Warnung vor gefälschten Corona-Soforthilfe-Internetseiten

Mit gefälschten Internet-Seiten versuchen skrupellose Betrüger von der Corona-Krise zu profitieren. Aus unterschiedlichen Regionen Nordrhein-Westfalens gehen derzeit Anzeigen von Menschen bei der Polizei ein, die sich im Internet um Corona-Soforthilfen bewerben wollten. Dabei sind sie auf gefälschte Seiten geleitet worden, die offensichtlich die Daten der Antragsteller abgreifen wollten. Die Verfahren werden nun zentral beim Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen bearbeitet. Hierzu wurde eigens eine Ermittlungskommission ins Leben gerufen.

Das Landeskriminalamt NRW warnt ausdrücklich vor solchen Seiten und empfiehlt äußerste Vorsicht. Zumal die Täter ihre Fake-Internetseiten auch prominent über Werbeanzeigen in Suchmaschinen platzieren. Bitte rufen Sie diese falschen Internetauftritte nicht auf und geben Sie auf den "Fake-Seiten" keine persönlichen Daten ein. Bitte nutzen Sie für Soforthilfe-Anträge in Nordrhein-Westfalen ausschließlich den Internetauftritt der Landesregierung NRW.

Unseriöse Internetseiten können Sie besonders gut an der Internetadresse erkennen. Eine Internetseite lässt sich immer dann dem seriösen Anbieter zuordnen, wenn ihm der Serverbestandteil der Adresse zugeordnet werden kann. So enden alle Internetseiten des Landes NRW auf ".nrw" oder "nrw.de". Bei anderen abweichenden Schreibweisen handelt es sich nicht um eine offizielle Internetseite des Landes NRW.

18:45 Uhr - Britischer Premier: Johnsons Zustand verbessert sich

Der Gesundheitszustand des britischen Premierministers Boris Johnson hat sich nach Angaben von Finanzminister Rishi Sunak gebessert. "Der Premierminister bleibt in Intensivbehandlung, wo sich sein Zustand verbessert", sagte Sunak in einer Pressekonferenz in London. Außerdem habe sich Johnson im Bett aufsetzen können und habe "positiv" mit dem medizinischen Team interagiert.

Zuvor hatte der Regierungssitz Downing Street mitgeteilt, Johnson sei "klinisch stabil" und die Behandlung schlage an. Er werde weiterhin auf der Intensivstation des St. Thomas's Hospital in London behandelt und sei gut gelaunt.

18:38 Uhr - Bereits mehr als 400 000 Corona-Infektionen in den USA

In den USA gibt es inzwischen mehr als 400 000 registrierte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Das ging am Mittwochmittag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Rund 13 000 Infizierte starben demnach in den USA.

Der Bundesstaat New York ist in der Corona-Krise derzeit das Epizentrum der USA. Die Zahl der bestätigten Fälle lag dort am Dienstag bei mehr als 138 000, rund 5500 starben infolge einer Infektion mit dem Coronavirus.

18:18 Uhr - Totenzahl in Großbritannien steigt um 938 auf 7097

In Großbritannien gibt das Gesundheitsministerium einen Anstieg der Totenzahl um 938 auf 7097 bekannt. Den Angaben zufolge sind mittlerweile 60.733 Infektionen bestätigt.

In Italien erhöht sich die Totenzahl laut Zivilschutz um 542 (Vortag: 604) auf 17.669. Die Zahl der bestätigten Infektionen steigt um 3836 (3039) auf 139.422. Das ist weltweit das dritthöchste Niveau hinter den USA und Spanien. Auf Intensivstationen befinden sich den Behördenangaben zufolge in Italien noch 3693 (3792) Patienten. Weitere 26.491 (24.392) würden inzwischen als genesen betrachtet.

17:45 Uhr - Forscher schätzen wegen Dunkelziffer schon 460 000 Corona-Fälle

Nach Berechnung von Göttinger Forschern hatten sich in Deutschland unter Berücksichtigung einer hohen Dunkelziffer bereits bis Ende März mehr als 460 000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Bislang seien schätzungsweise 15,6 Prozent der Infektionen in Deutschland festgestellt worden, errechneten die Entwicklungsökonomen Christian Bommer und Sebastian Vollmer, wie die Universität mitteilte. 

17:30 Uhr - Drehbetrieb bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ pausiert über Ostern

Die aktuelle Corona-Krise beeinflusst auch die Dreharbeiten von GZSZ. Nachdem die UFA-Serial-Drama-Produktion schon einmal kurz unterbrochen wurde, um Maßnahmen zur Risikominimierung zu ergreifen, wird in Babelsberg erneut eine Pause eingelegt. Der Grund: Es gibt einen positiven Corona-Fall bei einem Mitarbeiter am Set. Alle weiteren Informationen haben wir hier zusammengefasst.

17:15 Uhr - AIDA Cruises sagt Reisen bis Ende Mai ab

Wegen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus und den damit verbundenen Reisebeschränkungen, hat AIDA Cruises alle Reisen bis Ende Mai abgesagt. Vor Ende Mai rechne man nicht mit einer Normalisierung des Reiseverkehrs, heißt es in einer Pressemitteilung.

Allen Gästen, deren Reise im Zeitraum vom 8. März bis 31. Mai 2020 abgesagt wurde, wird  der bereits gezahlte Reisepreis in Form eines Reiseguthabens erstattet. Außerdem gewährt AIDA einen zusätzlichen Bonus in Höhe von 10 Prozent auf die bereits geleistete Zahlung. Das Guthaben kann bei Buchungen bis zum 31.12.2021 für alle AIDA Reisen eingesetzt werden. Gästen, die ihr Guthaben inklusive 10 Prozent Bonus nicht in Anspruch nehmen möchten, erstattet AIDA auf Wunsch den Reisepreis in Höhe der bereits geleisteten Zahlung.

17:01 Uhr - EU-Kommission für Verlängerung des Einreisestopps bis 15. Mai

Der weitgehende Stopp der Einreisen in die Europäische Union soll nach Ansicht der EU-Kommission bis zum 15. Mai verlängert werden. Dies schlug die Brüsseler Behörde am Mittwoch vor; die Entscheidung darüber kann jedoch jedes Land für sich treffen. Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst für 30 Tage einzuschränken.

17:00 Uhr - Toilettenpapier-Absatz bricht ein

ARCHIV - 18.03.2020, Nordrhein-Westfalen, Siegen: Ein Mann trägt eingekauftes Toilettenpapier und Küchenrollen aus einem Supermarkt. Der Verkauf von Toilettenpapier ist in der vergangenen Woche drastisch zurückgegangen. Erstmals seit Beginn der Coron
Das Hamstern scheint eine Ende zu haben
© dpa, Rene Traut, mg tba kay fgj

Der Verkauf von Toilettenpapier ist in der vergangenen Woche drastisch zurückgegangen. Erstmals seit Beginn der Corona-Krise habe er unter dem Durchschnittswert der vorausgegangenen sechs Monate gelegen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Es sei fast ein Drittel weniger Toilettenpapier verkauft worden als normal. Zum Vergleich: In der Woche davor lag die Verkaufsmenge noch rund 50 Prozent über dem Sechs-Monats-Durchschnitt.

Auch insgesamt kaufen die Verbraucher weniger auf Vorrat als in den vergangenen Wochen. "Das Einkaufsverhalten unserer Kunden hat sich in letzter Zeit verändert: Die Hamsterkäufe werden weniger", teilte der Discounter Lidl der Tageszeitung "taz". Erhebungen des Martkforschungsunternehmens Nielsen zeigen, dass der Absatz von Mehl, Toilettenpapier, Brotmischungen und Reis allmählich langsamer wächst.

16:15 Uhr - Weitere Passagiere von Kreuzfahrtschiff vor Uruguay an Land gebracht

08.04.2020, Uruguay, Montevideo: Ein Passagier des australischen Kreuzfahrtschiffs «Greg Mortimer», der nach Angaben des uruguayischen Militärs unter COVID-19 leidet, wird von Militärpersonal in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Auf dem vor Uruguay
Corona-Fälle auf Kreuzfahrtschiff vor Uruguay
© dpa, Matilde Campodonico, MC vco

Auf einem vor Uruguay festliegenden Kreuzfahrtschiff sind fast 60 Prozent der mehr als 200 Menschen an Bord positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Heute brachte die uruguayische Marine ein australisches Ehepaar im Alter von 59 und 60 Jahren an Land. Insgesamt wurden damit acht Menschen von der "Greg Mortimer" in Krankenhäuser von Uruguays Hauptstadt Montevideo verlegt. Die übrigen der 128 positiv getesteten Menschen zeigten derzeit keine Symptome.

Auf dem Schiff befanden sich ursprünglich etwa 217 Menschen, die meisten Passagiere stammen aus Australien und Neuseeland. Die "Greg Mortimer" selbst habe nicht in dem südamerikanischen Land anlegen dürfen, hieß es in Medienberichten.

Die Reederei Aurora charterte eigenen Angaben zufolge ein mit medizinischem Gerät ausgerüstetes Flugzeug, um die Passagiere aus Australien und Neuseeland zurückzufliegen. Die Kosten hierfür beliefen sich angesichts der derzeit wegen der Corona-Krise schwierigen Lage im Luftverkehr auf 15 000 Australische Dollar pro Person. Für Passagiere aus Europa und Nordamerika arbeite man ebenfalls an einer Lösung.

16:05 Uhr - Forderung: Lockerung der Corona-Auflagen noch im April

Der Leiter der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat eine Lockerung der Corona-Auflagen noch in diesem Monat empfohlen. "Ich denke schon, dass im April definitiv hier eine Lockerung erfolgen muss", sagte Professor Stefan Kluge in Hamburg. Man müsse das sehr dosiert machen, warnte er. Aber "man muss langsam damit anfangen". Kluge sagte: "Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass das nicht monatelang aufrechterhalten werden kann mit der Kontaktsperre."

Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wollen sich am Mittwoch nach Ostern in einer Telefonkonferenz über das weitere Vorgehen austauschen. Kluge sagte, jetzt müsse über eine Exit-Strategie nachgedacht werden, "und es kann auch sein, dass die regional sehr unterschiedlich aussieht". So habe etwa Bayern immer noch die höchste Covid-19-Infektionsquote in Deutschland. In Mecklenburg-Vorpommern dagegen sei sie am niedrigsten - und entsprechend könnte dort auch über einen früheren Schulneustart gesprochen werden.

16:00 Uhr - Neue Betrugsmasche: AWO und Polizei warnen vor Corona-Trickbetrügern

Die Arbeiterwohlfahrt und die Polizei Düsseldorf warnen vor einer neuen Betrugsmasche im Zusammenhang mit Corona. Trickbetrüger rufen ältere Menschen an und geben sich als AWO-Mitarbeiter aus. Ihr Ziel: Sie wollen Geld. Mal geht es angeblich um die Unterstützung armer Menschen, mal um den Kauf einer Eigentumswohnung. Immer aber ist Betrug im Spiel. Allein am Dienstag haben sich drei Betroffene bei Anne Kühl gemeldet und ihr von den Vorfällen berichtet.

In diesem Zusammenhang rät die Polizei: Die Arbeiterwohlfahrt Düsseldorf bittet telefonisch nicht um Geldspenden. Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung. Rufen Sie im Zweifel die AWO unter an und hinterfragen Sie den Sachverhalt kritisch. Informieren Sie im Verdachtsfall unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110. Bei unbekannten Besuchern, wenn möglich eine Nachbarin/einen Nachbarn hinzuholen. Verwandte und Nachbarn sollten ältere Mitmenschen über die Tricks der Täter informieren.

Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis. Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Sind Sie bereits Opfer eines solchen Trickbetrugs geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an.

15:50 Uhr - NRW prüft noch Quarantäne-Empfehlung nach Reisen

Nordrhein-Westfalen hat noch nicht über die Empfehlung des Corona-Krisenkabinetts an die Bundesländer entschieden, Auslandsrückkehrer 14 Tage in Quarantäne zu schicken. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) äußerte sich am Mittwoch eher distanziert. "Wir sind gerade dabei zu überlegen, was eine sinnvolle Lösung ist", sagte er in Düsseldorf.

Das Corona-Krisenkabinett der Bundesregierung hatte den Ländern zu Beginn der Woche empfohlen, Deutsche, EU-Bürger und langjährig in Deutschland lebende Ausländer künftig grundsätzlich für zwei Wochen in häusliche Quarantäne zu schicken, wenn sie aus dem Ausland in die Bundesrepublik zurückkehren. Die Reglung soll demnach schon Karfreitag gelten - allerdings nur für Menschen, die sich für mehrere Tage im Ausland aufgehalten haben und damit nicht für Berufspendler. Außerdem gibt es Ausnahmen für bestimmte Gruppen wie etwa Lastwagenfahrer und medizinisches Personal.

15:45 Uhr - Corona-Krise könnte auch Sommerurlaub gefährden

Wegen der Corona-Krise müssen die Menschen nach Einschätzung von Ärztepräsident Klaus Reinhardt in diesem Jahr wahrscheinlich auch ihren Sommerurlaub abschreiben. "Ich glaube nicht, dass die Deutschen in diesem Sommer schon wieder Urlaubsreisen machen können", sagte der Präsident der Bundesärztekammer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Ein solches Szenario hätte nach Ansicht des Tourismusbeauftragten der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), massive Folgen für die Branche. Aus dem Norden Deutschlands, wo viele Deutsche an den Küsten ihren Sommerurlaub verbringen, kamen am Mittwoch nicht ganz so pessimistische Töne.

Reinhardt sagte, selbst bei schrittweiser Rückkehr in den Alltag werde die Pandemie das Land noch bis zum Sommer beschäftigen. "Darum glaube ich, dieser Sommer wird anders. Wir werden wohl nicht wie gewohnt ins Auto, in den Zug oder ins Flugzeug steigen und in die Ferien fahren." Auch würden in Urlaubsländern wie Italien oder Spanien die Probleme noch nicht soweit gelöst haben, dass Tourismus wieder möglich sei. «Ich hoffe aber sehr, dass wir das in Teilen in den Herbstferien machen können - und erst recht im kommenden Jahr», fügte Reinhardt hinzu.

15:40 Uhr - Ermittlungen gegen Rechtsanwältin wegen Corona-Aufrufs

Polizei und Staatsanwaltschaft Heidelberg ermitteln gegen eine Rechtsanwältin, die über das Internet öffentlich zum Widerstand gegen die staatlich erlassenen Corona-Verordnungen aufgefordert haben soll. Außerdem soll sie dazu aufgerufen haben, sich am Samstag bundesweit zu einer Demonstration zu versammeln, teilten die Behörden am Mittwoch mit. Die Landesregierung von Baden-Württemberg hatte erstmals am 17. März eine "Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus Sars-Cov-2" erlassen. Zu den Auflagen für den Aufenthalt im öffentlichen Raum gehört auch ein Verbot von Veranstaltungen und Versammlungen.

15:30 Uhr Bund erwartet diese Woche 40 Millionen neue Schutzmasken

Im Kampf gegen die Corona-Epidemie erwartet die Bundesregierung weiteren Nachschub an Schutzausstattung für das medizinische Personal. Diese Woche sollen 40 Millionen Schutzmasken nach Deutschland kommen, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. Das sei so viel wie in den beiden vorangegangenen Wochen zusammen. Hintergrund ist auch eine Kooperation mit der Lufthansa in einer Art «Luftbrücke» für regelmäßige Transportflüge nach China. Masken und andere Schutzausstattung sind derzeit weltweit knapp.

Ergänzend zu den Flügen der Lufthansa nach Shanghai könnte bei Bedarf auch das Verteidigungsministerium Transportkapazitäten bereitstellen, wie ein Sprecher erläuterte. Wenn dies durch kommerzielle Angebote nicht abzudecken sei, könnten vom 23. bis 28. April auch vertraglich gesicherte Flüge von Großraum-Frachtflugzeugen vom Typ Antonow zur Verfügung gestellt werden.

Zuvor hatte die Kassenärztliche Vereinigung Berlin von einer leichten Entspannung bei Versorgung der Berliner Arztpraxen mit Schutzmasken gesprochen. Das erklärte die Kassenärztliche Vereinigung Berlin (KV Berlin) auf Nachfrage gegenüber der Redaktion rbb24 Recherche. Bis zum 6.April habe die KV Berlin insgesamt rund 300.000 Schutzmasken vom Typ FFP2 und FFP3, 800.000 OP-Masken sowie diverse Schutzausrüstungen und Desinfektionsmittel erhalten. Seit der vergangenen Woche "haben 2000 Praxen Schutzausrüstung erhalten, nach Ostern wird die Verteilung fortgesetzt".

Die bislang eingetroffenen Masken decken etwas mehr als den Bedarf für einen Monat in der ambulanten Versorgung ab. Mitte März hatte die KV Berlin mitgeteilt, dass für die kommenden 6 Monate ca. 1,5 Millionen FFP2- und FFP3-Masken benötigt würden, monatlich also gut 250.000 Stück.

15:25 Uhr - Verstöße gegen Betretungsverbot der nordfriesischen Inseln

Gegen das Betretungsverbot der nordfriesischen Inseln in der Corona-Krise ist nach offiziellen Angaben zuletzt mehrfach verstoßen worden. So fielen auf Sylt etwa Privatvermieter auf, die Touristen mit ihren privaten Fahrzeugen mit NF-Kennzeichen in Niebüll abholten und auf die Insel brachten, wie der Kreis Nordfriesland nach einer Videokonferenz mit den Verantwortlichen in den Ämtern mitteilte. "Manche Sylter haben sogar zum Schein Arbeitsaufträge erstellt, damit Urlauber unter dem Deckmantel beruflicher Tätigkeit auf die Insel kommen können", sagte der Bürgermeister der Gemeinde Sylt, Nikolas Häckel. Er mahnte: "Sowohl die Polizei als auch unser Ordnungsamt greifen konsequent durch, um unsere Gesundheit und unsere medizinischen Ressourcen zu schützen." Dem Kreis Nordfriesland zufolge wurden auch in Wyk auf Föhr vereinzelt Urlauber angetroffen, die durch die Kontrollen schlüpften.

Nordfrieslands Landrat Florian Lorenzen freute sich aber, dass Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen Ausnahmen darstellen und sich die große Mehrheit der Nordfriesen und der Gäste von außerhalb an die Regeln hielten. "Nur so kann die Ausbreitung der Pandemie verlangsamt und nur so können Leben gerettet werden."

16.03.2020, Schlewig-Holstein, Niebüll: Polizisten stehen an der Einfahrt zur Verladestation nach Sylt. Der Zugang zu den Inseln ist wegen der Verbreitung des Coronavirus nur noch Einwohnern und Berufspendlern gestattet. Foto: Carsten Rehder/dpa +++
Autozugstation nach Sylt
© dpa, Carsten Rehder, reh fdt

15:04 Uhr - In Deutschland werden 220 Patienten aus EU behandelt

Die Zahl der in deutschen Krankenhäusern behandelten schwerkranken Corona-Patienten aus EU-Staaten hat sich nach Angaben des Auswärtigen Amtes auf 220 erhöht. Davon kämen 130 aus Frankreich, 44 aus Italien und 46 aus den Niederlanden, teilt das Außenministerium mit. Zudem gebe es die Zusage deutscher Krankenhäuser, weitere 60 Patienten aus anderen Ländern aufzunehmen.

14:15 Uhr - Tourismusbeauftragter befürchtet "kaum vorstellbare Katastrophe"

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), warnt vor massiven Folgen, sollte es im Sommer noch große Einschränkungen für die Urlaubsbranche geben. Bareiß sagte, eine seriöse Einschätzung der Lage im Juli oder August könne heute niemand vornehmen. "Wir werden aber sicher erst Schritt für Schritt das Wirtschaftsleben wieder hochfahren. Sollte die Sommerreisezeit in Gefahr sein, so bedeutet das für die Tourismuswirtschaft, die Hotels und Restaurants, eine kaum vorstellbare Katastrophe."

Nach Überzeugung von Ärztepräsident Klaus Reinhardt wird der Sommerurlaub in Deutschland noch mit massiven Einschränkungen verbunden sein - mehr dazu lesen Sie hier. 

13:55 Uhr - Niedersachsens Verfassungsschutz warnt vor Verschwörungstheorien

Der niedersächsische Verfassungsschutz hat vor Verschwörungstheorien angesichts der Corona-Epidemie gewarnt. Verstärkt registriere die Behörde Menschen, die Verschwörungstheorien mit Bezug auf das Coronavirus entwickelten und über das Internet verbreiteten, sagte Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut. "Wir sind wachsam, seien Sie es auch. Glauben Sie nicht alles, was im Internet verbreitet wird."

Vereinzelt gäbe es Aktionen von Extremisten, um "Handlungsfähigkeit" zu dokumentieren. Im Internet initiierten Rechtsextremisten eine Anti-EU-Propaganda. Die Europäische Union werde darin als ein Vehikel zur Ausbeutung des wirtschaftsstarken Deutschlands dargestellt.

13:15 Uhr - Osteuropa als möglicher Gewinner der Corona-Krise?

Osteuropa könnte nach Einschätzung des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft von der Corona-Krise profitieren. Als Grund nannte der Hauptgeschäftsführer des Ostausschusses, Michael Harms, die geplante Rückverlagerung von Produktionen aus Asien nach Europa. "Davon könnten die osteuropäischen Länder profitieren, weil sie sehr wettbewerbsfähig aufgestellt sind", sagte er. Polen könnte das von der Corona-Krise hart getroffene Italien möglicherweise in diesem Jahr als fünftwichtigster Handelspartner ablösen Die unterbrochenen Lieferketten ließen sich leichter wieder herstellen als zu anderen EU-Ländern.

12:17 Uhr - NRW-Gesundheitsminister: Besuche in Pflegeheim "in Kürze" wieder erlauben

Bewohner der nordrhein-westfälischen Pflegeheime sollen trotz der Corona-Krise bald wieder Besuch empfangen dürfen - mehr dazu hier. Er habe bei mehreren Wissenschaftlern Praxisvorschläge in Auftrag gegeben, wie das Leben in den Heimen trotz Virus aufrechterhalten werden könne, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der "Rheinischen Post". "Die Vorschläge werden schon in Kürze vorliegen und dann auch schnell umgesetzt. Wie auch immer geartete Besuche müssen wieder möglich sein."

Die Freiheitsrechte der älteren Generation könnten nicht über einen längeren Zeitraum ausgehebelt werden, betonte der 62-Jährige. "Sie können es den 170.000 Menschen in unseren Pflegeheimen nicht zumuten, dass für sie über ein halbes oder ganzes Jahr hinweg ein Besuchsverbot gilt, dass sie weder Ehepartner, Kinder noch Enkel sehen können."

11:39 Uhr - Spanien plant ab Ende April langsame Rückkehr zur Normalität

Das besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffene Spanien könnte nach Auffassung der Regierung Ende April Schritt für Schritt zu einer gewissen Normalität zurückkehren. Kurz vor der offiziellen Verlängerung der strikten Ausgangsbeschränkungen bis zum 26. April versicherte Finanzministerin und Regierungssprecherin María Jesús Montero am Mittwoch in einem Interview mit dem Sender "Antena 3", dass die Bürger nach diesem Datum langsam "ihr normales Leben zurückgewinnen können". Für Menschen, die Straßen und Plätze bevölkerten, werde es aber "klare Anweisungen" der Regierung geben, so Montero.

11:15 Uhr - Paketboom und Kurzarbeit bei der Post

Die Deutsche Post berichtet mitten in der Coronavirus-Krise von einem Paketboom wie im Weihnachtsgeschäft. Seit Ende März habe die Zahl der ausgelieferten Sendungen kräftig zugenommen, sagte Post-Chef Frank Appel am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Weil die Post weiter wachsende Paketzahlen erwartet, will sie Mitarbeiter aus anderen Bereichen verstärkt im Paketgeschäft einsetzen. Auch Neueinstellungen seien geplant.

Für einen Teil der rund 185.000 Beschäftigten in Deutschland plant der Dax-Konzern allerdings Kurzarbeit, wie Appel bestätigte. Darüber werde derzeit mit den Betriebsräten gesprochen. Es gehe um Mitarbeiter von Tochterunternehmen, die in Lagern für die Automobilindustrie arbeiteten. Konkrete Zahlen nannte Appel nicht.

10:51 Uhr - Grüne fordern Kurzarbeitergeld auf bis zu 90 Prozent anzuheben

Mehr Kurzarbeitergeld, das besonders Arbeitnehmer mit mittlerem und kleinem Einkommen in der Krise entlastet. Das fordern die Grünen. "Niemand sollte aufgrund von Kurzarbeit in Armut geraten", sagte Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt im Gespräch mit ntv.de - mehr dazu lesen Sie hier.

10:25 Uhr - Außenminister Maas: Nur Deutschland und Luxemburg nehmen Flüchtlingskinder auf

Außenminister Heiko Maas bedauert, dass viele EU-Staaten trotz fester Zusagen vorerst keine unbegleiteten Minderjährigen aus den Migrantenlagern in Griechenland aufnehmen wollen. "Wir sind neben den Luxemburgern die Einzigen, die überhaupt noch bereit sind, Kinder aufzunehmen", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im Frühstart bei RTL und ntv - mehr zur Aufnahme von 350 bis 500 Menschen hier.

10:00 Uhr - Bundespräsident: "Für viele Familien belastende Zeiten"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Ehefrau Elke Büdenbender haben sich am Mittwochvormittag in einer Videobotschaft an die Bevölkerung gewandt: "Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, es sind ungewöhnliche Zeiten, die wir erleben – ungewöhnliche und für viele Familien belastende Zeiten", sagte Steinmeier. Die Corona-Pandemie verändere das Leben vollkommen. "Sie verändert unser Zusammenleben. Wir müssen Abstand halten zueinander aus Verantwortung füreinander. Ja, das ist ein Gebot der Mitmenschlichkeit. Aber es fällt uns oft schwer."

09:51 Uhr - Mehr Jüngere informieren sich wieder im Fernsehen

In der Corona-Krise schalten in Deutschland wieder mehr Jüngere das Fernsehen ein. "Vor allem jüngere Zielgruppen kehren auf der Suche nach qualitativ hochwertiger Information zum linearen Fernsehen zurück. Der langfristige Abwärtstrend, das Abwandern junger Zielgruppen in andere Medienkanäle, ist vorerst gestoppt", teilte die AGF Videoforschung am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. Die Arbeitsgemeinschaft erfasst die Nutzung von TV und Streaming der hiesigen Fernsehsender.

Insgesamt erreichte Fernsehen über alle Altersgruppen ab 3 Jahre hinweg mehr Menschen. Der Anteil derer, die im März mindestens einmal Kontakt mit TV hatten, stieg von 72 Prozent im Februar auf 75 Prozent. Die Vorsitzende der Geschäftsführung, Kerstin Niederauer-Kopf, fasst es so zusammen: "Dieser Tage lodert das TV-Lagerfeuer wieder heftig."

09:35 Uhr - Hamburger Kita verbietet Gesichtsmasken

Die Diskussion darüber, wie sinnvoll das Tragen von Masken im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung ist, weitet sich aus. eine Hamburger Kindertagesstätte hat Erziehern das Tragen von Gesichtsmaksen verboten. Begründung: Maskierte Gescihter machten den Kindern Angst. Wir haben einen Kinderpsychologen vefragt, was er von dieser Regelung hält.

09:02 Uhr - Ermittler in Aachen buchten zwei Corona-Betrüger ein

Die Polizei Aachen hat zwei vorbestrafe Betrüger festgenommen, die Anfang März über einen Online-Handel Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel in großer Stückzahl angeboten haben sollen, ohne tatsächlich über die Ware zu verfügen. "In nur wenigen Tagen hatten sie hierdurch Erlöse in Höhe von rund 37.000 Euro erzielt, die größtenteils durch Beschlagnahme des Firmenkontos der Beschuldigten gesichert werden konnten", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Zuvor hatten die Ermittler mehrere Durchsuchungsbeschlüsse gegen die 57-jährigen und 60-jährigen deutschen Staatsangehörigen aus Alsdorf vollstreckt. Gegen beide Tatverdächtigen wurde am Dienstag Haftbefehl erlassen, sie sitzen in Untersuchungshaft.

08:46 Uhr: Staatliche Milliardenkredite für Reiseanbieter Tui

Der Weg für ein staatliches Hilfspaket an den Tui-Konzern in der Corona-Krise ist frei. Mehrere Banken erklärten ihre Zustimmung zu einem vom Bund in Aussicht gestellten Kredit über 1,8 Milliarden Euro, teilte der weltgrößte Reiseanbieter am Mittwochmorgen in Hannover mit. Das Geld kommt von der staatlichen Förderbank KfW - wegen gleichzeitiger Änderungen an einem anderen Darlehensprogramm mussten aber noch weitere Institute ihr Einverständnis geben.

"Wir bereiten uns jetzt intensiv auf die Zeit nach der Corona-Krise vor und sind überzeugt, dass die Menschen auch in Zukunft reisen und andere Länder und Kulturen kennen lernen möchten", sagte TUI-Chef Fritz Joussen.

08:18 Uhr - EU-Finanzminister vertagen: Rettungspaket-Verhandlungen ergebnislos

Im Streit über das milliardenschwere Corona-Krisenpaket der Europäischen Union haben die Finanzminister auch in der Nacht zum Mittwoch keinen Durchbruch geschafft. Noch sei nichts vereinbart und es sei immer noch unklar, ob eine Lösung erzielt werde, hieß es am frühen Morgen aus Verhandlungskreisen.

Eine eigentlich für den Dienstagabend vorgesehene Pressekonferenz war bereits in der Nacht auf 10:00 Uhr am Mittwoch verschoben worden. Am Morgen dann die Entscheidung: Vertagung auf Donnerstag statt Einigung.

08:14 Uhr - Bundesinnenministerium schlägt strenge Quarantäne-Regeln vor

Harte Strafen, damit will das Innenministerium die geplante Quarantäne für Deutschland-Rückkehrer durchsetzen. Wer nach der Einreise gegen die häusliche Isolation verstößt, soll nach den Empfehlungen des Ministerium zwischen 200 Euro und 25.000 Euro zahlen. Welche Ausnahmen es gibt und wovon die Höhe der Strafen abhängen soll, lesen Sie hier.

07:35 - Massiver Anstieg der Todesfälle in den USA

Land Infizierte Tote
Weltweit 1.430.453 82.145
USA 399.886 12.907
Spanien 141.942 14.045
Italien 135.586 17.127
Frankreich 110.070 10.328
Deutschland 107.663 2.016
China 82.783 3.337
Großbritannien 55.949 6.159

Quelle: Johns Hopkins University

In den USA sind an einem Tag fast 2.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Mittwoch kurz vor Mitternacht (Ortszeit) aus den Daten der amerikanischen Universität Johns Hopkins für den Dienstag hervor. Mit genau 1.921 Toten binnen 24 Stunden war dies der bisher höchste Anstieg innerhalb eines Tages seit Beginn der Krise.

07:17 Uhr - Tourismusverband will Verschiebung der Sommerferien

05.04.2020, Mecklenburg-Vorpommern, Zinnowitz: Menschenleer ist die Strandpromenade mit der Seebrücke im Ostseebad Zinnowitz auf der Insel Usedom (Luftaufnahme mit einer Drohne). Wegen der scharfen Einschränkungen im öffentlichen Leben wird der tradi
Menschenleerer Strand bei bestem Frühlingswetter auf Usedom
© dpa, Stefan Sauer, sts

Angesichts der massiven Probleme der Reisebranche in Deutschland durch die Corona-Krise hat der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern eine einmalige Verschiebung aller Sommerferientermine auf August und September vorgeschlagen. Dann seien vermutlich mehr Räume für Ferien- und Freizeitgestaltung wieder freigegeben als im Juni und Juli, sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf. Auch die Bundesländer, deren Ferienbeginn beispielsweise schon im Juni liegt, könnten sich dadurch von der Flaute der ersten Monate des Jahres 2020 erholen.

Die Tourismusbranche sei überproportional von der Krise betroffen, sagte Woitendorf. "Das Ostergeschäft geht gegen Null." Eine Verschiebung hätte auch den Vorteil für die Schüler in den Bundesländern mit einem frühen Sommerferientermin, dass mehr Zeit zum Erlernen des verbleibenden Schulstoffs bleibe.

06:21 Uhr - Europäische Corona-Warn-App soll Ende der Osterferien kommen

Vorraussichtlich bis zum Ende der Ostferien soll die in Europa entwickelte Technologie zur Eindämmung der Covid-19-Epidemie mit Hilfe von Smartphones als App bereit stehen. Das kündigte Chris Boos, einer der führenden Forscher des Projektes an. "Ich gehe davon aus, dass wir zwischen 15. und 19. April die erste App tatsächlich live haben", sagte der IT-Unternehmer, der im Digitalrat der Bundesregierung sitzt.

Das Konzept war in den vergangenen Wochen von 130 Experten aus acht europäischen Ländern entwickelt und von Soldaten der Bundeswehr in Berlin getestet worden. Boos betonte, bislang gebe es noch keine fertige Tracking-App, sondern ein offenes technisches Konzept, das drei Ziele verfolge. Zum einen müsse das System eine saubere Messung ermöglichen. "Wir wollen nicht Äpfel mit Birnen vergleichen." Das zweite Ziel sei die Sicherung der Privatsphäre. "Wir verwenden keinerlei Ortungsdaten und auch keine Daten, die einen Menschen identifizieren können." Dabei setze man auf eine komplette Anonymisierung und reine Freiwilligkeit. Der dritte Punkt sei die Interoperabilität zwischen den Ländern. "Wir haben dann eine Art Roaming, damit man auch wieder wirklich die Grenzen öffnen kann und trotzdem informiert Infektionsketten nachverfolgen kann."

05:00 Uhr - Luxemburgs Außenminister will Grenzkontrollen stoppen

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn appeliert laut einem Bericht des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) an die Bundesregierung, die Kontrollen an den Grenzen zu Luxemburg und zu Frankreich so schnell wie möglich wieder aufzuheben. "Die Grenzkontrollen machen mir große Sorgen. Wir müssen höllisch aufpassen", wird er zitiert. "Wenn der Schengen-Raum fällt, dann fällt auch das Europa der Bürger. Schengen ist die größte Errungenschaft der EU." Die Granzkontrollen brächten "nur Ärger". Menschen aus dem Saarland und aus Rheinland-Pfalz würden sich täglich bei ihm beschweren.

04:15 Uhr - Hongkong verlängert Vorkehrungen

Die Regierung Hongkongs verlängert ihre Vorkehrungen zur Eindämmung des Virus bis zum 23. April. Dabei geht es insbesondere um Kontakteinschränkungen. Unter anderem müssen deshalb Nachtclubs, Schönheitssalons, Karaokebars und Kinos weiter geschlossen bleiben. Auch öffentliche Versammlungen mit mehr als vier Teilnehmern sind weiterhin verboten.

00:22 Uhr - Trump denkt, dass die USA "ganz oben auf der Kurve" angekommen sind

Die USA erreichen nach den Worten von US-Präsident Donald Trump womöglich bald den Höhepunkt der Corona-Krise. Trotz einer sehr "schmerzhaften Woche" seien Hoffnungsschimmer zu erkennen. Er denke, dass die USA vielleicht dabei seien, am Punkt "ganz oben auf der Kurve" anzukommen. Trump bekräftigt, dass er die Beschränkungen für das Wirtschaftsleben bald wieder aufheben wolle.

+++Ab hier lesen Sie die Meldungen vom 7. April+++

Hier finden Sie alle Meldungen vom 7. April, in der Chronologie des Dienstages.