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Pools winterfest machen - So gehts!

Je früher der Pool winterfest gemacht und auf die zu erwartenden kalten Temperaturen vorbereitet wird, desto leichter ist dann die Wiederverwendung im Frühjahr. Ist die Poolsaison vorbei gilt es, rechtzeitig zu reagieren, damit der Pool auch für den nächsten Sommer nutzbar bleibt. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei der Poolpflege während der Wintermonate ankommt.

Wissenswertes zur Überwinterung des Pools

Mit einem Pool im Garten kehrt Lebensfreude ein. Kein Wunder, dass der Trend, sich ein Schwimmbecken zu bauen oder einen aufstellbaren Pool anzuschaffen, weiterhin zunimmt. Das Schwimmen in den warmen Jahreszeiten hat viele Vorteile, dennoch benötigt ein eigener Pool auch die richtige Pflege und Reinigung. Gleiches gilt für die Überbrückungszeit im Winter.

Das betrifft vor allen Dingen den Schutz der frostempfindlichen Bauteile, der Rohre, der Filteranlage und den allgemeinen Schutz vor Witterung und Sturm. Unterschiede gibt es, ob der Pool mit Wasser befüllt bleibt oder nicht.

Welche Arten von Pools gibt es und welche müssen winterfest gemacht werden?

Diese Pools müssen winterfest gemacht werdenWie der Pool auf die Überwinterung vorbereitet wird und ob überhaupt das Wasser abgelassen werden muss, hängt von der Bauweise und Art des Swimmingpools ab. Für ein Schwimmbad gelten natürlich ganz andere Bedingungen als für kleinere Schwimmbecken oder Stahlwandpools im Garten. Der Wasserstand hat dabei eine bestimmte Höhe. Bei manchen Modellen ist es sinnvoll, das Wasser im Becken zu belassen, während andere das komplette Entleeren erfordern. Das betrifft besonders freistehende Modelle, die aus Kunststoff gefertigt sind oder als aufbaubarer Stahlwandpool konzipiert sind. Hier ist das Ablassen des Wassers notwendig, damit keine Beschädigungen auftreten. Ein Quick-Up-Pool oder die Frame-Variante werden zusätzlich komplett abgebaut und frostfrei eingelagert.

Anders sieht das bei freistehenden Schwimmbecken aus. Der Wasserstand wird zwar reduziert, dennoch ist es wichtig, dass eine gewisse Menge enthalten bleibt, damit das Becken weiterhin genügend Stabilität hat, um vor Witterungseinflüssen und Kälte geschützt zu sein. Ein eingegrabener Pool wiederum benötigt ebenfalls, dass das Wasser nicht abgelassen wird, damit die Stahlwände sich nicht verziehen oder eingedrückt werden.

Solche Modelle werden dann einfach mit einer Plane abgedeckt, um auch eine größere Verunreinigung zu vermeiden.

Bei einem gemauerten Pool gelten diese Bedingungen nicht. Hier kann das Wasser komplett abgelassen oder auch enthalten bleiben. In der Regel entscheiden sich Poolbesitzer für die erste Variante, wie es auch im Schwimmbad der Fall ist. Das verhindert, dass die Fliesen bei Frost einfrieren und bei Tauwetter platzen. Das Wasser muss gleichfalls chemisch angepasst werden. Dafür wird in der Regel spezielles chemisches Wintermittel genutzt, das Kalkablagerungen und eine Algenbildung verhindert.

Wie lässt sich der Pool winterfest machen?

Pool winterfest machen - So gehts!Während des Winters wird ein Pool selten genutzt. Daher muss er in dieser Jahreszeit mit einer Poolabdeckung versehen und vor allen Witterungseinflüssen und vor Schäden geschützt werden. Ansonsten entstehen vermehrt Kalkablagerungen, Laub und tote Insekten landen auf der Wasseroberfläche und der Frost sorgt für eine Veränderung des Wasserstands, während das Tauwasser dann zu einer Ausdehnung des Wassers führt und so ein höherer Druck im Becken entsteht. Das kann die Kacheln oder auch andere Materialien beschädigen. Daher werden für Schwimmbecken gerne Eisdruckpolster verwendet, die als weiche Polster nach der Frostperiode gegen den Vorgang wirken und die Beckenränder und Kacheln schützen.

Bevor jeder Pool entsprechend abgedeckt und vorbereitet wird, muss er gereinigt und das Poolwasser auf eine bestimmte Höhe abgesenkt werden. Grundsätzlich gilt hier, dass das Wasser einen Wasserstand von einem Drittel haben sollte. Dabei sollte sich der Wasserspiegel ca. 10 Zentimeter unterhalb des Skimmers befinden und ca. 30 Zentimeter unterhalb der Überlaufrinne. Ist eine Gegenstromanlage vorhanden, wird der Wasserspiegel unter diese abgesenkt. Bevor es an die Grundreinigung geht, werden die frostempfindlichen Bauteile entfernt. Dazu gehören:

  • Filteranlagen
  • Wärmepumpen
  • Schwimmbadheizungen
  • Poolleitern
  • Sprungbrett
  • Gegenstromanlage.

Nach dem Absenken des Wasserspiegels wird der Pool gereinigt. Das betrifft die Grundreinigung der Wasseroberfläche, der Poolwände und des Beckenbodens. Damit der Swimmingpool im Winter vor allen Korrosionen geschützt ist und nicht neuen Kalk bildet, sollte der korrekte pH-Wert von etwa 7,0 bis 7,2 eingestellt werden. Gleiches gilt für das Chlor im Wasser. Der Wert sollte höchstens bei bis zu 0,8 mg pro Liter liegen.

Winterfester PoolDer Vorgang wird Schockchlorung genannt und etwa 5 Tage vor der Überwinterung und dem Ablassen des Wassers gemacht. In dieser Zeit bleibt auch eine Filteranlage noch weiter in Betrieb. Da sich der pH-Wert und der Chlorwert gegenseitig beeinflussen, sollte die Anpassung in einzelnen Schritten und nicht gleichzeitig gemacht werden. Das verhindert negative chemische Reaktionen.

Die Rohre und die Filteranlage müssen danach entleert werden. Das geschieht über die Ventile, während der Entlüfter geöffnet wird, damit genügend Luft in das Filtersystem gelangt. Bei einer Sandfilteranlage wird der Deckel offen gelassen und die Pumpe abgenommen. Auch das Sieb solltet gereinigt werden. Bei einem Kartuschenfilter wird der Filterbehälter und die Pumpenanschlüsse, Ventile und der Pumpkörper geöffnet. Alle Dichtungen sollten vor Frost geschützt werden.

Danach wird der Pool mit einer Plane abgedeckt und bleibt so vor Witterung, UV-Strahlung, Kälte, Frost und Ablagerungen geschützt. Die Poolabdeckung sollte stabil sein, die Plane entsprechend reißfest und in der korrekten Größe angepasst sein. Sinnvoll ist hier ein Chlorwert von 0,5 mg pro Liter, da die nicht mehr eindringende UV-Strahlung und das darunter kalte Wasser einen langsamen Aufbau des Chlors bedingen.

Das kann zu einer Faltenbildung und zu Beschädigungen der Plane oder Folie führen, daher ist es vorab sinnvoll, nachzuchloren, bevor die Abdeckung dann darübergelegt wird. Ein geeignetes Wasserpflegemittel hält das Wasser sauber.

Worauf muss ich achten, um den Pool winterfest zu machen?

Tipps für das Überwintern eines Pools helfen, um den Aufwand im Frühjahr für die Vorbereitung auf die nächste Schwimmsaison deutlich zu reduzieren. Sinnvoll lässt sich der Pool in mehreren Schritten winterfest machen. Dazu gehören:

  • Chlor- und pH-Wert anpassen
  • Poolwasser auf ein Drittel Wasserhöhe ablassen
  • Beckenwände und Beckenboden gründlich reinigen
  • Wasserpflegemittel einfüllen
  • Wasser aus den Rohren entfernen
  • Filteranlagen öffnen
  • frostempfindliche Bauteile abbauen (einschließlich der Poolleiter)
  • Poolabdeckung verwenden
  • Druck bei Frost durch Eisdruckpolster mildern
  • gelegentliche Kontrolle des Pools im Winter und Anpassung des Wasserniveaus und der Wasserhöhe.

Was sind Eisdruckpolster und welches Zubehör gibt es für die Überwinterung des Pools noch?

Nützliches Winter-Zubehör für PoolsWird das Wasser im Pool belassen und das Becken nicht vollständig entleert, kommt es zu einer erhöhten Eisbildung auf der Oberfläche des Poolwassers. Die Zu- und Annahme von Kälte und Grund- und Regenwasser bewirkt eine Ausdehnung des Wassers und kann so auch das Becken und die Kacheln durch den erhöhten Druck beschädigen. Der Druck ist dabei besonders hoch für die Beckenwände. Eisdruckpolster sollen genau das verhindern und das Kachel- und Mauerwerk von festen Schwimmbecken vor Frostschäden schützen. Dabei handelt es sich um Kunststoffpolster, die in der Form und Größe an den Pool angepasst und dann diagonal oder als Kreuz auf die Wasseroberfläche gelegt werden. Sie hängen durch Haken verbunden dabei aneinander und bilden eine bewegliche Fläche. Sobald sich dann Eis im Pool bildet, werden die Polster zusammengedrückt, wobei der Druck abgefangen wird und nicht auf die Beckenwände wirkt.

Weiteres Zubehör sind Abdeckplanen, aufblasbare Poolplanen, Sicherheitsnetze, ein Rollschutzabdeckungen oder eine Schwimmbadschiebehalle. Rollabdeckungen besitzen oftmals Schneeträger, um dann auch eine dickere Schneelast zu tragen.

Gegenüber Planen, die unter solchen Bedingungen auch in das Wasser einsinken können, sind Rollabdeckungen praktischer, jedoch im Einkauf auch teurer.

Für die pH-Wert- und Chlorwert-Anpassung gibt es spezielle Senker und Heber als Mittel, während für die Wasserpflege zusätzliche Präparate und Wintermittel zur Verfügung stehen. Diese sind deutlich besser als einfaches Algizid, das lediglich dann verwendet werden kann, wenn der Chlorgehalt einen Wert zwischen 1 bis 3 ppm aufweist. Eisdruckpolster sind nicht für jeden Pool zwingend erforderlich, bleiben aber eine gute Alternative durch ihre leichte Montage und Anbringung, was entweder an den Wänden direkt erfolgt oder als bewegliche Polster auf der Wasseroberfläche und direkt unter der Plane.

Wie funktioniert die Anpassung des pH-Werts?

Wie funktioniert die Anpassung des pH-Werts im Test und VergleichDamit die Wasserqualität für die kalte Jahresszeit beibehalten bleibt, ist ein pH-Wert von etwa 7,0 optimal. Zunächst wird dafür der sogenannte TA-Wert gemessen. Das ist mit einem Kontrollstreifen oder mit einem Messgerät möglich, die dann die Alkalinität des Wassers anzeigen, die wiederum Einfluss auf den pH-Wert hat. Letzterer gibt an, wie sauber, genauer wie sauer oder basisch das Poolwasser ist. Die Alkalinität wiederum bestimmt die Fähigkeit des Wassers, pH-Wert-Veränderungen auszugleichen.

Ein Anstieg dieses Wertes führt auch zu einem Anstieg des pH-Werts. Optimal ist eine Alkalinität von 100 bis 150 ppm. Der TA-Wert wird so korrigiert, um den pH-Wert zu ändern. Machbar ist das durch die Zugabe von Hydrochloridsäure oder Natriumbisulfat für ein Senken, und Natriumhydrocharbonat für das Anheben des TA-Werts. Den pH-Wert wiederum beeinflusst ein pH-Wert-Plus-Mittel.

Der pH-Wert wird ebenfalls mit einem Kontrollstreifen gemessen. Er sollte nie über 7,4 liegen. Je höher der Wert ist, desto mehr Kalk bildet sich und desto schlechter wirkt das Chlor. Das Wasser kann so umkippen. Ist der Wert zu niedrig, greifen oftmals mörtel- oder metallhaltige Teile das Material des Pools an. Das betrifft Fugen, Dichtungen und Leitungen. Um den pH-Wert nun zu verändern, gibt es pH-Wert senkende und hebende Mittel in Form von Pulver, Flüssigkeiten oder Granulat. Die Menge wird daran angepasst, in welcher Höhe der Wert korrigiert werden muss.

Das Mittel wird nie direkt in das Poolwasser gegeben, sondern eine kleine Menge dem Becken entnommen und mit dem Mittel vermischt. Danach lässt sich das Präparat gleichmäßig einfüllen und verteilen.

Wie wird der Chlorwert angepasst, um den Pool winterfest zu machen?

Wie wird der Chlorwert angepasstNeben dem TA- und pH-Wert ist die Höhe des Chlorgehalts für die Überwinterung des Pools der dritte entscheidende Wert, der nicht außer Acht gelassen werden darf. Bei freiem Chlor sollte der Wert bei etwa 0,3 bis 0,5 mg pro Liter liegen, bei gebundenem Chlor bei höchstens 0,2 mg pro Liter. Ein höherer Wert dagegen führt zu Korrosionen und Beschädigungen am Edelstahl und Material des Pools, während ein zu niedriger Chlorwert die Algen- und Bakterienbildung fördert. Die Folge ist eine nachlassende Wasserqualität.

Der Chlorwert sollte nach der Regulierung des pH-Werts angepasst werden, da letzterer ansonsten die Wirksamkeit blockiert oder irritiert. Eine Schockchlorung ist dabei eine gute Lösung, wobei dann deutlich mehr Chlor in das Wasser gegeben wird als üblicherweise. Das Chlor baut sich mit der Zeit wieder ab. Dafür muss die Wassertemperatur allerdings über 15 Grad liegen, wodurch sich das verwendete Mittel besser im Wasser verteilt. Verwendet werden oftmals Granulate oder Chlortabletten.

Auch flüssiges Chlor hat seine Vorteile, da dieses nicht zu Ablagerungen oder unschönen Flecken an den Wänden und am Boden führt. Geachtet werden sollte lediglich darauf, dass Chlorwert nicht über 0,8 mg pro Liter liegt. Bei diesem Vorgang bleibt die Filteranlage in Betrieb, damit das Wasser günstig umgewälzt und das Chlor besser verteilt wird. Sinnvoll ist die Nutzung der Filteranlage über ein bis zwei Tage, bevor der Pool dann weiter winterfest gemacht wird.

Wann ist es am besten, den Pool winterfest zu machen?

Wann spätestens einen Pool Winterfest machen?Ein Pool sollte rechtzeitig winterfest gemacht werden, bevor überhaupt die erste Kälte und Frost aufkommen. Aufbaubare Pools werden meistens etwas früher abgebaut und eingelagert, während ein Becken oder fest integrierter Pool bei einer Wassertemperatur zwischen 10 bis 15 Grad allmählich gesäubert und dann für die kalten Wintertage vorbereitet werden. Erfolgt die Überwinterung fachgerecht, ist auch die Wiederinbetriebnahme schneller möglich. Sinnvoll ist das bereits am Ende der Vorsaison des Winters, wobei für alle einzelnen Schritte mehrere Tage eingeplant werden müssen. Auch macht es mehr Freude, den Pool zu reinigen und das Wasser abzusenken, wenn die Außentemperatur noch nicht allzu kalt ist.

Die meisten Poolbesitzer gehen das Ganze bereits im Herbst an. Aufbaubare Pools wiederum sind für typische winterliche Minustemperaturen oftmals nicht ausgelegt und müssen daher auch ganz abgebaut und eingelagert werden. Alle Vorbereitungsmaßnahmen helfen dabei, kostspielige Schäden zu vermeiden und den Aufwand für den Frühjahrsputz deutlich zu reduzieren.

In den Zeiten, in denen die warmen Temperaturen andauern, kann auch der Pool noch länger genutzt werden. Erst mit dem Absinken der Wassertemperatur ist dann auch das Einwintern notwendig.

Einen Pool winterfest zu machen, ist in wenigen Schritten leicht möglich, wenn die wichtigsten Punkte beachtet werden. So bleibt der Pool vor Schäden und Witterungseinflüssen geschützt und kann im Frühjahr schnell wieder für die nächste Schwimmsaison vorbereitet werden. Unsere Empfehlung: Sorgen Sie für eine gute Abdeckung des Pools und kontrollieren Sie diesen regelmäßig während der Winterzeit.

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