Ein Virus hält die Welt in Atem

Chronologie Coronavirus - Entwicklungen vom Freitag, 3. April

04. April 2020 - 1:40 Uhr

Kampf gegen das Coronavirus

+++ Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus lesen Sie im Liveticker bei RTL.de +++

Zehntausende sind in Deutschland schon mit dem Virus infiziert. Krankenhäuser bereiten sich auf das Schlimmste vor. Wie lange aber wird der Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 dauern?Hier finden Sie die radikalen Maßnahmen der Bundesländer und hier alles von A bis Z, was Sie über das Coronavirus wissen müssen.​

Weltweit arbeiten Forscher mit Hochdruck dran, ein Medikament oder einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln. Wie weit die Wissenschaft inzwischen ist und welche Erfolge es bisher gibt - im Video.

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Wie besiegen wir Corona? Sehen Sie dazu die spannende TVNOW-Doku: "Stunde Null - Wettlauf mit dem Corona-Virus" (Teil 2)

Coronavirus-Chronik mit Entwicklungen vom 3. April

01:23 Uhr - Teilnehmer des Freiwilligendienstes sollen in Corona-Krise helfen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will Teilnehmern der Freiwilligendienste unbürokratisch ermöglichen, sich im Corona-Kriseneinsatz zu engagieren. Einsatzstellen könnten zum Beispiel Krankenhäuser, Pflegeheime oder die Lebensmittelversorgung von Bedürftigen sein. In der kommenden Woche soll dazu eine Online-Plattform frei geschaltet werden. Beim Bundesfreiwilligendienst engagieren sich derzeit etwa 39.000 Helfer, sogenannte Bufdis, und außerdem rund 52.000 Jugendliche und junge Erwachsene, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) machen. Von diesen Freiwilligen arbeiteten etwa 25.000 bereits in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Rettungsstellen.

00:24 Uhr USA wollen Export knapper medizinischer Schutzausrüstung verbieten

Die US-Regierung will den Export knapper medizinischer Schutzausrüstung wegen der Ausbreitung des Coronavirus verbieten. Das kündigte US-Präsident Donald Trump am Freitagabend (Ortszeit) im Weißen Haus in Washington an. Verhindert werden solle etwa der Export von Atemschutzmasken des Typs N95, von Operationshandschuhen und anderen Produkten. «Wir brauchen diese Produkte sofort bei uns im Land», mahnte er.

Trump betonte zugleich, wenn bestimmte Länder wie etwa Spanien große Probleme hätten und längerfristige Bestellungen aufgegeben hätten, werde er solche Lieferungen nicht stoppen. Das wäre unfair, sagte der Präsident. Spanien ist, wie die USA auch, schwer von der Corona-Krise getroffen.

00:11 Uhr - US-Behörde empfiehlt freiwillige Nutzung von Mundschutz

US-Präsident Donald Trump kündigt an, die für Seuchenbekämpfung zuständige Behörde CDC empfehle die freiwillige Nutzung von Mundschutzmasken. Damit würden jedoch nicht die empfohlenen Beschränkungen von sozialen Kontakten aufgehoben.

22:50 Uhr - Klinik in Dachau nimmt nur noch Covid-19-Patienten auf

Wegen einer Häufung von Covid-19-Erkrankungen nimmt ein Klinikum in Dachau nur noch positiv auf das Coronavirus getestete Patienten auf. Alle anderen werden abgewiesen, wie die Sprecherin des Helios Amper-Klinikums Dachau am Freitagabend mitteilte. Die Zahl der infizierten Menschen steige im Landkreis Dachau - und auch in der Klinik. Wie viele Covid-19-Patienten aktuell dort behandelt werden, teilte die Sprecherin nicht mit. Man versorge derzeit Covid-19-Patienten «aller Schweregrade».

Die Sicherheitsvorkehrungen würden verstärkt. Mitarbeiter der Klinik seien angehalten, im öffentlichen Raum einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und sich außerhalb ihrer Arbeit in häusliche Quarantäne zu begeben. Zudem würden alle Patienten und alle Mitarbeiter auf das Coronavirus getestet. Ergebnisse lagen noch nicht vor.

Auch in der  MediClin Rose Klinik in Bad Meinberg, Landkreis Lippe herrscht inzwischen Corona-Alarm. Am Donnerstagnachmittag musste ein Großaufgebot von Feuerwehren, Rettungsdiensten und Polizei anrücken, um die Reha-Klinik zu räumen. 

22:31 Uhr - Aktuelle Zahlen der Corona-Infektionen weltweit

Land  Infizierte Tote
USA     266.671       6.921
Italien     119.827     14.681
Spanien     117.710     10.935
Deutschland      90.964       1.234
China      82.511       3.326
Frankreich      65.197       6.507
Großbritannien      38.688       3.605
Weltweit 1.083.084     58.243

In Deutschland wurdn laut Zahlen der John Hopkins Universität inzwischen 90.964 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 1.234 Menschen starben an Covid-19.

21:52 Uhr - Frankreich: 588 Tote innerhalb von 24 Stunden

In Frankreich ist die Zahl der Covid-19-Opfer weiter drastisch angestiegen. Innerhalb von 24 Stunden seien 588 neue Todesfälle gemeldet worden, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Freitagabend in Paris. Seit dem 1. März seien mindestens 6.507 infizierte Menschen gestorben, davon 5.091 im Krankenhaus, 1.416 in Altenheimen und anderen sozialen Einrichtungen. Auch die Zahl der Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden müssen, ist von knapp 6.400 auf 6.662 angestiegen, 35 Prozent seien unter 60 Jahren, wie er erklärte. 

21:20 Uhr - Jeder, der in Trumps Nähe will, muss sich testen lassen

Alle Menschen, die voraussichtlich in die unmittelbare Nähe von US-Präsident Donald oder seines Stellvertreters Mike Pence kommen, müssen sich nun auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen, erklärte die US-Regierung.

20:20 Uhr - Mann aus Norwegen bespuckt Polizisten - 75 Tage Haft

Ein Mann aus Norwegen wurde zu 75 Tagen Haft verurteilt, nachdem er zwei Polizisten angespuckt und ihnen "Corona" zugerufen hatte. Zusätzlich dazu soll der Mann die Beamten auch noch bedroht haben, so berichtet "NRK". Dem Bezirksgericht Oslo zufolge handelt es sich bei Polizisten um eine sozialkritische Gruppe, die vor einer Infektion bestmöglich geschützt sein sollte. Auch die Gerichtskosten in Höhe von 175 Euro soll der Mann bezahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Auch in Deutschland kam es bereits zu ähnlichen Vorfällen.

19:48 Uhr - Türkei erlässt Ausgangssperre für unter 20-Jährige

Die Türkei hat weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ergriffen. Ab Mitternacht dürfen in 31 Städten keine Autos mehr fahren, teilt Präsident Recep Tayyip Erdogan mit. An öffentlichen Orten und in Supermärkten wird das Tragen einer Schutzmaske Pflicht. Für Menschen jünger als 20 Jahre gilt eine teilweise Ausgangssperre.

In der Türkei sind der Johns Hopkins-Universität zufolge mittlerweile 20.921 Menschen am Coronavirus erkrankt. 425 sind bereits daran gestorben.

19:23 Uhr - Einwohner in Wuhan sollen lieber zu Hause bleiben

01.04.2020, China, Wuhan: Lieferanten warten auf einer Straße auf Bestellungen. In der Millionenmetropole, in der Ende 2019 erste Fälle des bis dahin unbekannten Coronavirus auftraten, fließt allmählich wieder der Verkehr. Foto: Fei Maohua/XinHua/dpa
Eine generell gültige Ausgangssperre wurde am 25. März aufgehoben.
© dpa, Fei Maohua, kde

Die Einwohner Wuhans wurden erneut dazu angehalten, lieber zu Hause zu bleiben. Dem "Guardian" zufolge warnen Experten vor einer zweiten Infektionswelle. Das Coronavirus brach im Dezember in der chinesischen Millionenmetropole aus. Die Zahl der neuen Infektionsfälle ging schon im Februar deutlich zurück. Das Risiko einer erneuten Ausbreitung der Lungenkrankheit sei jedoch hoch. 

18:23 Uhr - Merkel meldet sich mit Videobotschaft nach ihrer Quarantäne zurück

"Wir alle werden eine ganz andere Osterzeit erleben als je zuvor", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ostern sei für Millionen von Christen der Kirchgang, der "Ostersonntag mit der ganzen Familie, vielleicht ein Spaziergang, Osterfeuer, das ist für viele ein kurzer Urlaub an der See oder im Süden, wo es schon wärmer ist. Normalerweise. Aber nicht in diesem Jahr", sagte die Kanzlerin.

Sie ermahnte eindringlich alle Bürger, sich auch an Ostern an die Anordnungen zu halten. In ihrem am Freitag veröffentlichten Video-Podcast sagte sie, sie könne noch keinen konkreten Stichtag für ein Ende der Maßnahmen nennen. Dies wäre in der jetzigen Situation auch unverantwortlich.

Die Bürger könnten sich darauf verlassen, "dass die Bundesregierung und auch ich persönlich tatsächlich Tag und Nacht darüber nachdenken, wie wir beides schaffen können: also sowohl den Gesundheitsschutz für alle als auch einen Prozess, mit dem das öffentliche Leben auch wieder Schritt für Schritt möglich wird", sagte die Kanzlerin.  Sie bedankte sich nocheinem bei allen Bürgern für die Hilfe bei der Umsetzung der Regeln. Was alle leisten würden, sei "schlichtweg großartig", sagte sie. "Unser Land zeigt sich von seiner besten Seite", so Merkel. 

18:10 Uhr - Männer und Frauen dürfen in Peru nicht mehr zusammen das Haus verlassen

​Wegen der Corona-Pandemie dürfen Männer und Frauen in Peru nicht mehr am selben Tag ihre Häuser verlassen. Künftig können sich Männer am Montag, Mittwoch und Freitag draußen bewegen und Frauen am Dienstag, Donnerstag und Samstag. Sonntags gilt eine generelle Ausgangssperre. Die neue Verordnung zur Vermeidung sozialer Kontakte trat am Freitag in Kraft. Panama hatte zuletzt eine ähnliche Regelung eingeführt.

Wie hart die Polizei dort durchgreift, erzählt eine deutsche Urlauberin hier.  "Die dürfen auf jeden schießen, der das Hostel ohne Genehmigung verlässt", berichtet Jaqueline Kamp.

17:46 Uhr - New York meldet mehr als 100.000 Corona-Infektionen

Im US-Bundesstaat New York gibt es inzwischen mehr als 100.000 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der Toten sei innerhalb eines Tages um 562 auf fast 3.000 angestiegen, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Freitag vor Journalisten. Der Ostküstenstaat und die gleichnamige Metropole sind derzeit am schlimmsten von der Coronavirus-Epidemie betroffen. Knapp 15.000 Patienten würden wegen der Lungenerkrankung Covid-19 derzeit in Krankenhäusern des Bundesstaats behandelt, knapp 4.000 davon auf Intensivstationen, sagte Cuomo.

17:33 Uhr- Dortmund führt am Phönix-See Einbahnstraße für Fußgänger ein

Wegen der Corona-Krise und dem vorhergesagten schönen Wetter am Wochenende bittet die Stadt Dortmund ihre Bürger am Phönix-See um eine besonders Verhaltensregel. Fußgänger, Radfahrer und andere Sportreibende sollen sich in dem Naherholungsgebiet im Uhrzeigersinn um den See bewegen, wie die Stadt am Freitag mitteilte. "Die Stadt erklärt die Fußwege rund um den Phoenix-See daher zur Einbahnstraße." Wenn Menschen unterwegs seien und sich dann auch noch auf den Wegen entgegen kommen und begegnen, seien die Abstandsregeln kaum einzuhalten, so die Stadt.

17:11 Uhr - EU-Kommission streicht Zölle und Steuern auf medizinische Ausrüstung

Um in der Corona-Krise den Preisdruck auf medizinische Ausrüstung zu mindern, streicht die EU-Kommission bei der Einfuhr aus Nicht-EU-Ländern vorläufig Steuern und Abgaben. "In dieser Notsituation müssen wir sehr pragmatisch handeln", sagte Präsidentin Ursula von der Leyen in einem Video auf Twitter. Die Regel sei zunächst auf vier Monate ausgelegt, könne aber verlängert werden.

In der Krise bräuchten Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern besonders viele Beatmungsgeräte, Masken oder Handschuhe. Dadurch würden diese Produkte teurer. "Deshalb haben wir uns heute entschlossen, für einige Zeit Steuern und Abgaben auszusetzen", sagte von der Leyen. Dies betreffe die Einfuhr von Medizinprodukten und medizinischem Gerät aus Ländern außerhalb der EU. "Dadurch wird importierte Schutzausrüstung günstiger."

17:03 Uhr - Österreich hebt Quarantäne für einige Gemeinden wieder auf

Für Teile der Arlbergregion in Österreich ist die Quarantäne wegen der Coronakrise beendet. Die Orte Lech, Stuben, Schröcken und Warth dürften von Samstag an wieder verlassen werden, sagte Vorarlbergs Landeschef Markus Wallner. Für die rund 1.000 Saisonarbeiter, die noch in Lech seien, gelte aber ein strenges Abreisemanagement.

Von der seit Mitte März herrschenden Quarantäne waren insgesamt 7.500 Menschen betroffen. Grundlage für das Ende der Isolation war die zuletzt geringe Zahl an positiv getesteten Personen. Die Quarantäne für die Orte St. Anton und St. Christoph auf der Tiroler Seite des beliebten Skigebiets gilt analog zu den strengen Ausgangsbeschränkungen des Bundeslands bis zum Ostermontag.

16:43 Uhr - Musikfestival "c/o pop" wegen Corona abgesagt

Das Festival und die Convention "c/o pop" in Köln werden wegen der Corona-Krise abgesagt. Es werde versucht, Teile der Veranstaltungen auf den Herbst dieses Jahres zu verschieben, teilte eine Sprecherin am Freitag mit. Ursprünglich sollten das Festival und die Convention vom 22. bis zum 26. April stattfinden. Die Tickets können nun mit voller Erstattung zurückgegeben werden.

16:36 Uhr - Schleswig-Holstein beschließt Bußgeldkatalog bei Corona-Verstößen

Bei Verstößen gegen Verbote zur Eindämmung des Coronavirus gilt jetzt auch in Schleswig-Holstein ab sofort ein Bußgeldkatalog. Dies teilte die Landesregierung am Freitag in Kiel nach einem entsprechenden Beschluss mit.

16:21 Uhr - Italien: Viele Ärzte und Krankenpfleger an Covid-19 gestorben

Dass Ärzte und Krankenpfleger in der Corona-Krise jeden Tag ihr Leben aufs Spiel setzen, um für ihre Patienten da zu sein, zeigen neue Zahlen aus Italien. Dort sind bisher etwa 120 mit dem Virus infizierte Ärzte, Schwestern und andere Mitarbeiter des medizinischen Sektors gestorben. Diese Zahl ergibt sich aus Zählungen von Verbänden.

Allein der Ärzteverband listete mehr als 70 Namen von verstorbenen Medizinern auf. Mehr als 10.000 Beschäftigte im medizinischen Sektor, etwa in Krankenhäusern, Praxen und Labors, haben sich seit dem Ausbruch im Februar mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Zeitung "La Repubblica" schrieb. Eine Auflistung in der Fachzeitschrift "Quotidianosanita" nennt zudem die Zahl von mehr als 20 toten Krankenpflegern und -Pflegerinnen.

16:09 Uhr - Borussia Dortmund baut Stadion zum Corona-Behandlungszentrum um

Der BVB hilft im Kampf gegen das Coronavirus: Borussia Dortmund stellt sein Stadion zur Verfügung. Ab Samstag werden im Bereich der Nordtribüne des Signal Iduna Parks konkrete Coronavirus-Verdachtsfälle und Patienten mit entsprechenden Beschwerden versorgt. Ab dann wird der Signal Iduna Park, der gerade ohnehin nicht für Fußballspiele genutzt wird, kurzerhand zum Behandlungszentrum umfunktioniert. 

16:01 Uhr - Bankräuber in Österreich nutzt Corona-Mundschutz als Tarnung

Seit dieser Woche wird in Österreichs Supermärkten wegen der Corona-Krise ein das halbe Gesicht bedeckender Mund-Nasen-Schutz verteilt. Ein Bankräuber hat das nun zur eigenen Tarnung genutzt. Mit einem Mundschutz, der sein Gesicht bedeckte, stürmte der Mann in eine Bank. Der Unbekannte schoss bei dem Überfall in Wien auf eine 58-jährige Bankkundin, die fliehen wollte. Die Frau wurde in den Oberkörper getroffen und schwer verletzt, wie die Polizei berichtete. Dem Mann gelang es, mit einem Geldbetrag in unbekannter Höhe zu fliehen. Nach ihm wurde mit einem Großaufgebot gefahndet.

15:46 Uhr - Flüchtlingsunterkunft in Neumünster komplett unter Quarantäne

Nach der fünften bestätigten Infektion mit dem neuartigen Coronavirus steht eine Landesunterkunft für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein unter Quarantäne. Wie das Landesamt für Ausländerangelegenheiten am Freitag mitteilte, hatte eine infizierte Frau Kontakte zu anderen Bewohnern der Unterkunft in Neumünster.

In der Unterkunft leben derzeit rund 400 Menschen. Sie dürfen nun die Landesunterkunft nicht mehr verlassen und auch das benachbarte Verwaltungsgebäude nicht betreten. Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, die Bewohner der Landesunterkunft direkt betreuen, wurden mit Schutzausrüstung ausgestattet und sollen ihre Kontakte nun auf ein Minimum reduzieren.

Auch ein Flüchtlingsheim in Euskirchen steht unter Quarantäne. In der Zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes NRW seien 39 Bewohner nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, teilte die Bezirksregierung Köln mit. Insgesamt seien in dem Heim 298 Flüchtlinge untergebracht, die alle auf Covid-19 getestet worden seien. 219 der Tests seien negativ ausgefallen, weitere Ergebnisse stünden noch aus.

15:12 Uhr - Extrem unsolidarisch: Amis kaufen uns die Masken weg

Die Amerikaner kaufen offenbar im großen Stil Schutzmasken auf, die nicht für sie bestimmt sind. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, haben die USA eine Lieferung auf dem Weg nach Deutschland abgefangen und ins eigene Land umgeleitet.

Bereits gestern hatte sich Frankreich darüber beschwert, dass die USA für sie vorgesehene Masken erbeutet hätten.

Masken für die Feuerwehr und die Polizei sind weg: Hier die ganze Geschichte

14:18 Uhr - Auf absehbare Zeit kein Alltag an deutschen Schulen

Auch wenn Schüler nach Ostern wieder in die Schule gehen sollten, so werde es auf lange Zeit keinen Alltag geben. "Die Schulen werden auf absehbare Zeit nicht mehr wie vor Corona", sagte Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Schulkonzerte, Ausflüge, Klassenfahrten - das alles werde es erstmal nicht mehr geben. Falls die Schulen nach den Osterferien wieder schrittweise geöffnet werden sollten, könnten laut Meidinger zunächst die Abschlussklassen wieder zurückkommen. Diese Schüler benötigten die Schule jetzt wegen der Prüfungen am dringendsten, sagte er.

14:08 Uhr - Corona-Prämien für Arbeitnehmer bis 1.500 Euro steuerfrei

"Freundliche Worte an der Ladentheke und Beifall für das medizinische Personal sind ein schöner Ausdruck unserer Verbundenheit in dieser schweren Zeit. Aber wir wollen mehr tun, um die Helferinnen und Helfer angemessen zu würdigen." Dies erklärte Finanzminister Olaf Scholz (SPD)

Deshalb erhalten Beschäftigte, die wegen der Corona-Krise eine Prämie von ihrem Arbeitgeber bekommen, einen Steuerfrei-Bonus. Dieser gelte für Sonderzahlungen und Sachleistungen bis zu 1500 Euro, teilte das Finanzministerium mit. Voraussetzung ist, dass die Prämien zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember 2020 zusätzlich zum normalen Arbeitslohn ausgezahlt werden. Die Hilfen bleiben auch in der Sozialversicherung steuerfrei.

13:50 Uhr - Deutscher Rentner wird in Spanien zum Star

Er lebt im nordspanischen Vigo und hat Alzheimer, das Musizieren hat Rentner Hermann aber nicht verlernt. Wenn seine Nachbarn in Vigo im Nordwesten Spaniens - wie die Menschen überall im Land - jeden Abend um 20 Uhr an die Fenster und auf die Balkone gehen, um minutenlang die Ärzte, Schwestern und Pfleger zu bejubeln, die sich aufopferungsvoll um die Corona-Patienten kümmern, dann schlägt auch die Stunde des Schwarzwälders.

Der Mann in den Achtzigern greift zur Mundharmonika und begeistert die Nachbarn - und inzwischen auch das Netz. Allein eines der auf Youtube geposteten Videos wurde schon rund 600.000 Mal angeklickt.

13:44 Uhr - Neuzulassung von Autos bricht ein

Die Neuzulassungen von Autos in Deutschland sind im März aufgrund der Corona-Krise so stark eingebrochen wie noch nie seit der Wiedervereinigung. 215.100 Fahrzeuge kamen im vergangenen Monat neu auf die Straßen und damit 38 Prozent weniger als im März des Vorjahres, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Freitag mitteilte. Im gesamten ersten Quartal ging die Zahl der Neuzulassungen um 20 Prozent auf 701.300 Einheiten zurück.

13:35 Uhr - Reise- und Gastrobereich drohen richtig viele Pleiten

Für viele geht es so langsam ums Ganze: In der Reisebranche und im Gastgewerbe sehen sich einer DIHK-Umfrage zufolge rund 40 Prozent der Betriebe akut von Insolvenz bedroht. Etwa zwei Drittel können wegen fehlender Aufträge aktuell Mitarbeiter nicht mehr wie bislang beschäftigen und müssen ihre Beschäftigungspläne nach unten korrigieren, sagt DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben.

"Diese Zahlen sind erschreckend." Die Soforthilfen und Kreditprogramme müssten gerade dort und im Mittelstand schnell ankommen. 

13:11 Uhr - Semester soll wie geplant stattfinden

Ein bisschen Normalität für Studenten? Das Sommersemester an den Hochschulen soll in diesem Jahr trotz Corona-Krise in ganz Deutschland stattfinden und am 20. April beginnen. Darauf haben sich nach Angaben der Hamburger Bildungsverwaltung die Wissenschaftsministerien der Bundesländer verständigt.

Die Hamburger Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) sagte: "Die Hochschulen und die Studierenden brauchen jetzt Klarheit. Den Vorlesungsbeginn immer wieder zu verschieben, hilft da nicht."

12:51 Uhr - Haustiere spielen bei Corona-Verbreitung keine Rolle

ARCHIV - 14.09.2019, Bayern, Weißenstadt: Eine Mischlingshündin bekommt eine Streicheleinheit am Kopf. Für den Menschen bedeutet das neue Coronavirus eine der größten Krisen seit langem. Haustieren wie Katzen und Hunden scheint der Erreger dagegen we
Haustiere sollen bei Corona-Verbreitung keine Rolle spielen
© dpa, Nicolas Armer, nar kde fgj

Das ist doch mal eine gute Nachricht: Haustiere wie Hunde und Katzen spielen nach Einschätzung deutscher Wissenschaftler keine relevante Rolle bei der Verbreitung des neuen Coronavirus. Darauf gebe es bisher keine Hinweise, heißt es beim Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), das bundesweit Tierseuchen beobachtet.

Aber: Je nach Tierart seien Ansteckungen durch Menschen nicht komplett auszuschließen. Allerdings bedeute eine mögliche Infektion von Haustieren nicht automatisch, dass sich das Virus in den Tieren vermehren kann und von ihnen auch wieder ausgeschieden werde. Die Hauptquelle für Ansteckungen mit dem Coronavirus sind nach wie vor Infektionen zwischen Menschen. Für Hunde und Katzen empfiehlt das FLI deshalb zunächst keine Maßnahmen wie Absonderung, Trennung oder Quarantäne.

12:39 Uhr - Stadt Düsseldorf schließt Bordell

Es ist unfassbar: Weil Prostituierte in einem Düsseldorfer Hotel trotz Corona-Beschränkung weiter ihre Dienste angeboten haben sollen und auch noch Touristen zu Gast gewesen seien, hat die Stadt das Haus geräumt und versiegelt. Bei der Kontrolle einer Prostituierten seien am Mittwochabend Mitarbeiter des Ordnungsdienstes auf ein Hotel in Bahnhofsnähe aufmerksam geworden, in dem ihr Ausweis liegen sollte. Unter den 14 Gästen seien weitere behördlich bekannte Prostituierte gewesen, teilte die Stadt am Freitag mit. In dem Hotel würden die Prostituierten sowohl wohnen als auch sexuelle Handlungen anbieten.

Die Inhaberin des Hotelbetriebs habe sich bei der Kontrolle "planlos" und "desinteressiert" gezeigt.

12:21 Uhr - Seehofer will offenbar Quarantänepflicht

Laut "spiegel" soll das Kabinett in seiner Sitzung am Montag über einen Vorschlag von Innenminister Horst Seehofer (CSU) diskutieren, die Grenzkontrollen in Deutschland zu erweitern. Seehofer will offenbar eine Quarantäne-Verpflichtung für alle, die über den Luftweg einreisen.

12:03 Uhr - Merkels Quarantäne beendet

Deutschland wird nicht mehr aus dem Wohnzimmer regiert, sondern wieder aus dem Kanzleramt: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist seit heute wieder im Kanzleramt tätig. Das sagte ihr Regierungssprecher Steffen Seibert am Morgen. Ihre 14-tägige häusliche Quarantäne wegen eines Corona-Verdachts sei damit beendet.

Selbstverständlich würden im Kanzleramt die bestehenden Abstandsregelungen beachtet. Gespräche mit anderen Regierungschefs führe sie per Telefon oder per Videoschalte. Merkel hatte drei Corona-Test machen lassen, die alle drei negativ waren.

Wie Merkel das Haus verlässt sehen Sie im Video

11:53 Uhr - Bayerns Innenminister appelliert an die Bevölkerung: Bleiben Sie zuhause

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat angesichts des sich anbahnenden schönen Frühlingswetters an die Bevölkerung appelliert, möglichst zu Hause zu bleiben. "Stellen Sie sich selbst die Frage, ob Sie mit einem Ausflug sich oder andere gefährden. Nichts spricht gegen einen Spaziergang. Aber bleiben Sie im heimischen Umfeld, das Sie gut kennen. Meiden Sie Orte, an denen mit Menschenansammlungen zu rechnen ist", sagte Herrmann am Freitagmorgen.

An beliebten Uferpromenaden oder in den Bergen sei in der Regel mit so vielen Menschen zu rechnen, dass der Sicherheitsabstand nicht gewährleistet sei. "Auch auf Parkbänken oder Picknickdecken ist das so", so Herrmann. Gegen ein kurzzeitiges Verweilen spreche aber nichts.

Dann schickte er eine Warnung hinterher: "Sollten sich Menschentrauben bilden, muss die Polizei einschreiten. Und fahren Sie nicht in ein Gebiet, in dem ein überdurchschnittliches Infektionsrisiko besteht. Wir müssen solidarisch sein, gerade ältere Menschen sind sehr gefährdet", sagte Herrmann, der die Polizei angewiesen habe, die Kontaktsperren konsequent zu kontrollieren.

"Bis heute hat die bayerische Polizei 300.000 Kontrollen durchgeführt, das waren auch Kontrollen der Gastronomie und Ladengeschäfte. 25.000 Verstöße wurden dabei festgestellt. Ich will mich ausdrücklich bei allen Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die große Mehrheit hält sich an die Vorschriften", so der CSU-Mann. Es gebe aber auch Menschen, die wissentlich gegen die Auflagen verstoßen. Diese Verstöße werde man konsequent sanktionieren.

11:26 Uhr - RKI: Maßnahmen zeigen messbare Wirkung - aber keine Entwarnung

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in Deutschland zeigen nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts messbar Wirkung. Ein infizierter Mensch stecke seit einigen Tagen in Deutschland im Durchschnitt nur noch einen weiteren Menschen an, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag. Ein Grund zur Entwarnung sei das aber noch nicht.

Mehr über die Mitteilung von RKI-Chef Wieler

11:20 Uhr - Italien: Beschränkungen werden wohl noch länger gelten

In Italien rechnet der Zivilschutz mit einer Verlängerung der Maßnahmen zur Eindämmung des Virusausbruchs über Anfang Mai hinaus. Er könne sich nicht vorstellen, dass sich die Situation bis zum 1. Mai verändert haben werde, sagt Behördenchef Angelo Borrelli dem Sender RAI. "Wir müssen extrem streng sein." Erst in dieser Woche hatte die Regierung die Ausgangsbeschränkungen und die Schließung aller nicht absolut notwendigen Unternehmen bis zum 13. April ausgedehnt. In Italien sind bis Donnerstag fast 14.000 Todesfälle infolge des Corona-Virus registriert, deutlich mehr als in vielen anderen Ländern.

11:00 Uhr - Kontaktsperre bis Jahresende?

Berlins Innensenator Andreas Geisel erwartet zumindest in nächster Zeit keine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen. "Wir werden uns darauf einstellen müssen, dass wir zwar diesen Lockdown im Laufe des April, Mai dann sicherlich lockern müssen. Das wird wohl der Fall so sein", sagte er im RBB-Inforadio. "Aber die Beschränkungen, Abstandsregelungen, die Veränderung unserer Lebensgewohnheiten: Ich fürchte, das wird uns das ganze Jahr über begleiten."

Eine seriöse Einschätzung der Lage sei aber erst Mitte des Monats möglich."Das wäre jetzt nicht seriös zu sagen, am 19. April ist alles zu Ende", sagte der SPD-Politiker.

10:40 Uhr - Bitte keine Hamsterkäufe für die Oster-Tage

Die deutschen Einzelhändler rufen zum Verzicht auf Hamsterkäufe für die Ostertage auf. "Überlegen Sie bereits jetzt, was Sie für die Feiertage benötigen", erklärt der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands HDE, Stefan Genth. Aufgrund der Abstandsregelungen und Zugangsbeschränkungen könnten in den Lebensmittelgeschäften aktuell nicht so viele Kunden pro Stunde bedient werden wie üblich. "Gehen Sie, wenn möglich, allein und zügig einkaufen. Je weniger Menschen sich gleichzeitig im Markt aufhalten, desto besser", ergänzt der Hauptgeschäftsführer des Lebensmittelhandels-Verbands, Franz-Martin Rausch.

10:00 Uhr - Robert-Koch-Institut: Todesrate steigt weiter an

Der Anteil der Menschen, die an COVID-19 starben, ist weiter gestiegen: Die Sterberate liegt momentan bei 1,2 Prozent. Sie wird auch weiterhin ansteigen, sagte Lothar Wieler, Leiter des Robert-Koch-Instituts, am Freitag. Der Altersdurchschnitt lag bei 80 Jahren - das jüngste Corona-Todesopfer war 28 Jahre alt und litt unter Vorerkrankungen.

09:46 Uhr - Arbeitsminister will Kurzarbeitergeld anheben

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erwägt in der Coronavirus-Krise eine Anhebung des Kurzarbeitergeldes. Er werde mit Arbeitgebern und Gewerkschaften darüber reden, "ob wir das Kurzarbeitergeld noch einmal anheben können", sagte er der "Rheinischen Post". Zugleich stellte er eine mögliche Verlängerung in Aussicht: "Ihr habt die erleichterten Regeln für Kurzarbeit, mit denen wir Brücken über diese Krise bauen. Wenn es nötig ist, bauen wir die auch noch länger." Das gewerkschaftsnahe Forschungsinstitut IMK hatte sich bereits am Donnerstag für eine Aufstockung von Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld I ausgesprochen, um die Folgen der Corona-Pandemie einzudämmen.

Beschäftigte in Kurzarbeit erhalten 60 Prozent und in Haushalten mit Kindern 67 Prozent des entgangenen Nettoentgelts. In einigen Branchen und Betrieben gibt es tarifvertragliche Regelungen zur Aufstockung des Kurzarbeitergeldes.

09:00 Uhr - Bauzinsen leicht angestiegen

Die Corona-Krise hat zu Schwankungen bei den Zinsen für Immobiliendarlehen geführt, berichtet Interhyp, Vermittler für private Baufinanzierungen. Grund dafür sind gegenläufige Impulse an den Märkten. "Einerseits haben die nun erwarteten Kosten durch die Hilfsprogramme zu leicht ansteigenden Renditen bei Staatsanleihen geführt, welche als ein Maß für die Refinanzierungsbedingungen der Banken gelten. Andererseits setzen die Notenbanken ihre Niedrigzinspolitik fort und setzen auf Anleihekäufe", sagt Mirjam Mohr, Vorständin für das Privatkundengeschäft bei Interhyp. Nach dem Allzeittief im März habe sich das Zinsniveau beim Baugeld leicht erhöht. Einen starken Zinsanstieg erwartet Interhyp aber nicht.

Laut einer Auswertung von Interhyp kann die Mehrheit der Kreditnehmer Anfang April Darlehen mit einer zehnjährigen Zinsbindung zu Konditionen um 0,8 Prozent aufnehmen. Damit liegen die Zinssätze aktuell gut 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte über dem Allzeittief von Anfang März. 

08:00 Uhr - Spahn sieht Hinweise auf wirksame Corona-Medikamente

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hofft, dass zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 bald auch zielgerichtete Medikamente eingesetzt werden können. "Es gibt erste Hinweise, dass bestimmte Medikamente zu helfen scheinen", sagte der CDU-Politiker in "Bild live". Dazu sollten Studien "schnellstmöglich möglich" gemacht werden. Allerdings müsse auch aufgepasst werden: Die Patienten müssten geschützt werden, da jedes Medikament auch Nebenwirkungen habe.

Es gebe auch in Deutschland bereits eine Reihe von Studien, auch zu dem "alten Malaria-Mittel" Resochin (Wirkstoff Chloroquinphosphat) des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer. Es gebe aber auch weitere Medikamente, die helfen könnten.Auf jeden Fall werde deutlich früher ein Medikament als ein Impfstoff auf dem Markt sein, sagte Spahn, und ist damit auf einer Linie mit vielen Experten.

07:40 Uhr - Mehrheit sieht Pandemie als Chance für Familie

Eine Mehrheit der Befragten (53%) aus 16 Ländern glaubt, dass sie als Folge des Coronavirus eine engere Beziehung zu ihrer Familie und Freunden aufbauen werden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsunternehmens Ipsos.

In Deutschland glauben etwa vier von zehn Bürgern (41%), dass die COVID-19-Pandemie das Verhältnis zu ihren Liebsten stärken wird. In Indien (72%), Vietnam (70%) und China (67%) sind noch deutlich mehr Menschen davon überzeugt, in Japan (19%) und Südkorea (32%) glaubt dagegen nur eine Minderheit an diesen Effekt.

07:35 Uhr - Verkauf von Fitnessgeräten boomt

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Auch im Homeoffice sind Sportübungen immer gefragter
© imago images/Westend61, Robijn Page, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Aufgrund bestehender Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen bleiben viele Deutsche zu Hause. Das ändert auch das Einkaufsverhalten beim Onlineshopping. Zurzeit besonders beliebt im Shoppingbereich sind laut 'Check24': Tischtennisplatten. Außerdem haben viele Kunden für Ersatz zum Gang ins Fitnessstudio gesorgt. Fitnessgeräte und Zubehör wie z. B. Hanteln, Schlingen- und Rollentrainer oder Gymnastikmatten verkauften sich demnach dreimal so häufig wie sonst.

Verbraucher decken sich aber auch mit weniger sportlichen Beschäftigungsmöglichkeiten für die eigenen vier Wände ein. Puzzles gingen dreimal häufiger über die virtuelle Ladentheke. E-Book-Reader verkauften sich um 130 Prozent besser und die Verkäufe von Konsolen und Videospielen stiegen um 76 Prozent. Auch bei Windeln, Kameradrohnen, Home-Office-Zubehör, Kinderspielzeug und Haarschneidegeräten gab es eine erhöhte Nachfrage.

07:25 Uhr: Weltweit mehr als eine Millionen Menschen infiziert

Aktuelle Zahlen im Überblick

Land   Infizierte Todesfälle
USA   245.213 6.053
Italien  115.242 13.915
Spanien 112.065 10.348
Deutschland  84.794 1.107
Frankreich 59.929 5.387
Großbritannien 34.173 2.921
Weltweit 1.015.709 53.146

07:00 Uhr - Bundesfamilienministerin will Elterngeld anpassen

Wegen der Corona-Krise soll der Berechnungsmodus für das Elterngeld soll angepasst werden.
Wegen der Corona-Krise soll der Berechnungsmodus für das Elterngeld angepasst werden.
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Werdende oder frischgebackene Eltern sollen wegen der Corona-Krise keine Abstriche beim Elterngeld hinnehmen müssen. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) strebt dafür eine Änderung im Berechnungsmodus an. Das sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Grundlage für die Höhe des Elterngeldes ist normalerweise das durchschnittliche Nettoeinkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt. Bei Müttern und Vätern, die das Elterngeld jetzt oder demnächst beantragen und wegen der Krise Einkommenseinbußen hinnehmen müssen, sollen die entsprechenden Monate nicht mit in die Berechnung einfließen, weil das die Elterngeldhöhe negativ beeinflussen würde. Geplant sind demnach auch Anpassungen beim Elterngeld für Mütter und Väter, die in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten. Wenn diese wegen der aktuellen Lage ihre Elterngeldmonate nicht nehmen können, sollen sie diese verschieben können.

06:50 Uhr - USA knacken traurigen Rekord: Über 1.000 Corona-Tote an einem Tag

Es ist ein Rekord, den niemand haben möchte: Noch nie sind bisher in einem Land innerhalb von 24 Stunden so viele Menschen am Coronavirus gestorben wie in den USA. Außerdem hat die Zahl erstmals die Marke von 1.000 Todesopfern überschritten.

06:11 Uhr - Kanzleramtsminister: Deutschland ist Tanker, der langsam wendet

Kanzleramtsminister Helge Braun hält es für offen, ob die Corona-Krise in absehbarer Zeit bewältigt werden kann. "Wir können noch nicht sagen, ob es gelingt, aber wir kämpfen dafür", sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Entscheidend sei, wie sehr das Infektionsgeschehen verlangsamt werden könne und ob es gelinge, zusätzliche Kapazitäten im Gesundheitswesen zu schaffen. "Das Land ist wie ein Tanker, der ganz, ganz langsam wendet. Deswegen müssen wir noch eine Weile abwarten." Zuversichtlich stimme ihn aber, dass viele Menschen ihr Verhalten verändert hätten. 

05:40 Uhr - Bis zu 90 Prozent weniger Fahrgäste bei Bus und Bahn

Die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise haben die Fahrgastzahlen im Nahverkehr einbrechen lassen. "Wir haben 80 bis 90 Prozent weniger Fahrgäste", sagte Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff der Deutschen Presse-Agentur. Die Verkehrsunternehmen setzt das zunehmend wirtschaftlich unter Druck. Bei den Bartickets wie Einzelfahrscheinen und Monatskarten seien die Verkäufe um 70 bis 90 Prozent eingebrochen. Sie machen sonst etwa die Hälfte aller Ticketeinnahmen aus. "Für viele Verkehrsunternehmen sind die wirtschaftlichen Folgen durch wegbrechende Fahrgeldeinnahmen schon jetzt verheerend", so Wolff. Es müsse dringend geklärt werden, wie der Verlust ausgeglichen werde.

03:54 Uhr - Frauenhäuser aufstocken wegen häuslicher Gewalt in Corona-Krise

Die Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens in der Corona-Krise, existenzielle Sorgen und räumliche Enge können zu Aggressionen und häuslicher Gewalt führen. Dies zeigen nach Darstellung des rheinland-pfälzischen Familien- und Frauenministeriums auch die Erfahrungen aus anderen Ländern während der Corona-Krise. Die Situation von Frauen, die bereits unter Gewalt leiden, werde somit verschärft. Daher müssten kurzfristig und vorübergehend mehr Plätze in Rheinland-Pfalz für Frauen in Not geschaffen werden. Frauenministerin Anne Spiegel (Grüne) stellt die Pläne am (heutigen) Freitag (10.00 Uhr) in Mainz vor.

03:45 Uhr - Lehrerverband erwartet lange Ausnahmesituation an Schulen

Der Deutsche Lehrerverband geht davon aus, dass als Folge der Corona-Krise noch lange eine Ausnahmesituation an deutschen Schulen herrschen wird. "Die Schulen werden auf absehbare Zeit nicht mehr so sein wie vor Corona", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. So werde es Schulkonzerte, Ausflüge und Klassenfahrten vorerst nicht mehr geben. Meidinger sprach sich für eine graduelle Wiedereröffnung der Schulen aus. Nach der Osterpause könnten zunächst nur die Abschlussklassen wieder in die Schulen kommen, um eine "räumliche Entzerrung" zu ermöglichen.

03:32 Uhr - Blick in Notkrankenhaus für 1.000 Patienten in Madrid

Notkrankenhaus in Madrid
Notkrankenhaus in Madrid
© Reuters

In Madrid wurde dieses Notkrankenhaus in Rekordzeit in einer Halle eingerichtet. Bis zu 1.000 Corona-Patienten können hier behandelt werden. Die Bilder zeigen, unter welchen Bedingungen, die Menschen hier gegen das Virus kämpfen. Es gibt keine Zimmer, nur Stellwände.

In Spanien gibt es aktuell 112.065 bestätigte Infektionen. Mindestens 10.348 Menschen sind am Virus gestorben.

Notkrankenhaus in Madrid
Notkrankenhaus in Madrid
© Reuters
Notkrankenhaus in Madrid
Notkrankenhaus in Madrid
© Reuters
Notkrankenhaus in Madrid
Notkrankenhaus in Madrid
© Reuters

0:30 Uhr - RTL-Reporterin deckt dreiste Schutzmasken-Abzocke auf

Als unsere RTL-Reporterin Alexandra Callenius über Abzocke mit Toilettenpapier berichten will, trifft sie auf einen Mann, der Schutzmasken im Wert von vier Euro für 14,- Euro pro Stück verkaufen will. Und er bietet Desinfektionsmittel an. Das bekommt er offenbar von seiner Tochter, die im Pflegebereich arbeitet.

Die ganze Geschichte lesen sie hier.

https://www.rtl.de/cms/vater-von-pflegerin-verkauft-schutzmasken-teuer-rtl-reporterin-stellt-dreisten-abzocker-zur-rede-4515731.html

+++Chronologie vom Montag, 2. April+++

+++Die komplette Chronologie der Coronavirus-Entwicklungen vom 02. April lesen Sie hier.+++