Pandemie hält die Welt in Atem

Chronologie Coronavirus - Alle Infos und Entwicklungen vom 12. Mai 2020

13. Mai 2020 - 8:18 Uhr

Deutschland macht sich weiter locker

Deutschland startet mit weiteren Lockerungen in die neue Woche. In den ersten Bundesländern öffnen Lokale wieder, Schulen füllen sich allmählich mit mehr Kindern und sogar dem Besuch im Fitness-Studio steht manchen Orts mit entsprechenden Regeln nichts mehr im Wege. Lesen Sie hier, was nun in ihrem Bundesland gilt.

Alle Infos zum Coronavirus können sie hier nachlesen.​

TVNOW-Doku: Was wir aus der Krise lernen

Welche Lehren können wir aus der bisher größten Krise der Nachkriegszeit ziehen? Wir haben mit Experten gesprochen. War der Staat zu inkonsequent? Wurden die Schulen zu schnell geschlossen? Was tun gegen das Hamsterchaos? Und was ist der tatsächliche Grund, dass tausende Urlauber auf der ganzen Welt gestrandet sind? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Was wir aus der Krise lernen".

+++Chronologie vom 12. Mai 2020

23: 33 Uhr - Frau nach Spuckattacke an Folgen von Covid 19 gestorben

Ein Unbekannter soll zwei Frauen in London bespuckt und so mit dem Coronavirus angesteckt haben - eine von ihnen, die 47 Jahre alte Belly Mujinga, starb. Der Täter rief den Frauen zu "Ich habe Covid" und spuckte sie an. Ungeklärt ist jedoch, ob der Mann tatsächlich infiziert war und die Frauen bei dem Vorfall am 22. März ansteckte, denn als Bahn-Mitarbeiterinnen der berühmten Haltestelle "Victoria Station" hatten sie viele Kundenkontakte.

Lesen sie hier die ganze Geschichte.

23:07 Uhr - Zu viele Demonstranten in Cottbus - Kundgebung wird aufgelöst

Eine kurzfristig genehmigte Demonstration des rechtsgerichteten Vereins «Zukunft Heimat» gegen die Corona-Beschränkungen in Cottbus ist am Dienstagabend aufgelöst worden. Zu der Kundgebung auf dem Altmarkt seien deutlich mehr als die erlaubten 50 Personen gekommen, sagte eine Sprecherin der Polizei. Sicherheitsabstände seien nicht eingehalten worden. Die Polizei habe den Versammlungsleiter aufgefordert, die Demo aufzulösen. Zuerst hatte die Zeitung «B.Z.» berichtet.

Nach der Auflösung der Demonstration haben nach Angaben der Sprecherin mehrere Menschen ihren «Spaziergang» an einem anderen Ort fortgesetzt - die Polizei nahm von 60 Teilnehmern die Personalien auf. Sie bekämen nun eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die Eindämmungsverordnung. Die Polizei sei mit einem Großaufgebot im Einsatz gewesen.

Das Cottbusser Verwaltungsgericht hatte die Kundgebung am Dienstag kurzfristig genehmigt. Die Polizei hatte zuvor die Ausnahmegenehmigung für die Demonstration versagt und dies mit Verstößen gegen die Abstands- und Hygieneregeln während der Kundgebung vergangenen Dienstag begründet.

22:41 Uhr - EU-Konservative fordern: Grenzkontrollen nach 15. Mai einstellen

 Die Fahnen der Mitgliedsländer wehen vor dem Europaparlament in Strassburg Strasbourg, Frankreich. Das Europaparlament tagt im Wechsel in Strassburg und in Brüssel. .Foto:Winfried Rothermel *** The flags of the member states fly in front of the Euro
EU-Parlament in Strassburg
© imago images/Winfried Rothermel, R3169 Winfried Rothermel, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Führende europäische Konservative haben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) aufgefordert, sich für ein Ende der Grenzkontrollen in der Europäischen Union nach dem 15. Mai einzusetzen. Auch die Quarantänevorschriften für EU-Bürger, die in ein anderes EU-Land reisen, sollten aufgehoben werden, fordern 18 Präsidiumsmitglieder und Leiter nationaler Delegationen der Europäischen Volkspartei (EVP) am Dienstag in einem Brief an ihre deutsche Parteifreundin.

22:36 Uhr – Wer ist besonders für Verschwörungstheorien anfällig?

Verschwörungstheorien haben in der Corona-Krise Hochkonjunktur. Seit vergangener Woche schließen sich in Deutschland immer mehr Menschen zusammen, um ihre wirren Theorien auf sozialen Kanälen und sogenannten Anti-Corona-Demos zu verbreiten. Corona sei demnach nur eine Erfindung der Mächtigen, um uns zu überwachen.

In der aktuellen Folge unseres Podcasts "Wir und Corona" erklärt der Philosoph Philipp Hübl, wer besonders anfällig ist, zum "Aluhut-Träger" zu werden und wie Lügen, Fake News und Verschwörungstheorien entstehen – und was man dagegen tun kann.

Hier geht es zum Podcast.

22:25 Uhr – Fußballstar berichtet: So ist es in der Mannschafts-Quarantäne

Bevor die Fußball-Bundesliga am Wochenende wieder loslegen darf, müssen die Mannschaften in Quarantäne - wegen Corona natürlich. Wie lebt es sich in der Isolation? Das hat Thomas Kessler vom 1. FC Köln uns erzählt. Mehr gibt's oben im Video. Hier geht es zum Artikel. 

22:10 Uhr – Nun auch Sido: Verschwörungstheorie zu Corona Pandemie

News Bilder des Tages Sido live beim Autokultur-Konzert auf dem Schützenplatz. Die Besucher verfolgen unter Berücksichtigung klarer Hygiene-Vorschriften während der Corona-Krise den Auftritt aus dem Auto. Hannover, 11.05.2020 *** Sido live at the Aut
Rapper Sido glaubt offenbar an Verschwörungstheorien
© imago images/Future Image, Clemens Niehaus via www.imago-images.de, www.imago-images.de

In einem youtube-Interview verbreitet Sido nun auch Verschwörungstheorien. Er glaubt, dass alle großen Medien kontrolliert werden und auch das natürlich die Berichterstattung über die Corona-Pandemie nicht stimmt. Lesen sie hier, was er alles so sagt.

21:40 Uhr - Vizepräsident Pence meidet Kontakt zu Trump

US-Vize-Präsident Mike Pence wird sich einige Tage lang von Präsident Donald Trump fernhalten, weil in seinem eigenen Stab ein Coronavirus-Fall nachgewiesen wurde. Dazu habe sich Pence entschlossen, teilt das US-Präsidialamt mit. Wann Pence die Distanz wieder aufgeben werde, sei seine Entscheidung. Bei Pence' Sprecherin Katie Miller wurde kürzlich das Coronavirus nachgewiesen. Trump sagte am Montag, Pence sei am Sonntag und Montag negativ getestet worden.

21:20 Uhr - Laschet will Grenzen "in dieser Woche" öffnen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet will ein rasches Ende der Grenzschließung. "Es tut mir in der Seele weh, wenn ich sehe, dass die Schlagbäume in Europa wieder unten sind", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". "Deshalb sollten wir in dieser Woche die Grenzschließung beenden und Europa wieder herstellen", sagte Laschet. "Wir stehen in Nordrhein-Westfalen in engem Austausch mit unseren Nachbarn in Belgien und den Niederlanden, um gemeinsam gegen die Pandemie zu kämpfen und hier perspektivisch den grenzüberschreitenden Tourismus wieder zu ermöglichen", sagte Laschet. Ob touristische Reisen wieder stattfinden könnten, müsse im Lichte der Infektionszahlen europäisch abgestimmt entschieden werden.

21:22 Uhr - Gesundheitsminister Spahn zu Masken: "Der Hof ist voll"

Die Lage auf dem Markt medizinischer Masken hat sich nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) entspannt. Die Beschaffung habe mühsam angefangen, sagte der CDU-Politiker am Dienstagabend im Facebook-Live-Interview mit der "Zeit". "Mittlerweile gelingt es uns aber, so viel zu beschaffen, dass mir die ersten kassenärztlichen Vereinigungen und Länder sagen 'der Hof ist voll, stell die Lieferungen ein'". Vor vier Wochen sei das noch schwieriger gewesen, sagte Spahn.

Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen hatten zu Beginn der Corona-Krise kritisiert, dass nicht ausreichend Schutzausrüstung für die Beschäftigten zur Verfügung stehe. Die Bundesregierung hatte daraufhin beschlossen, unter anderem Masken zentral zu beschaffen. In dem Interview warb Spahn um Verständnis: "Hätten wir früher Masken kaufen sollen? Ja! Hab ich mich aktiv dagegen entschieden, Masken zu kaufen, nein!", erklärte er. Zu dem Zeitpunkt, wo man es hätte tun sollen, sei das Thema nicht im Bewusstsein gewesen. "Im Nachhinein ist man schlauer."

20:03 Uhr - VW muss Arbeit wieder herunterfahren

Wegen des Verkaufseinbruchs in der Corona-Krise muss Volkswagen die Arbeit nach dem jüngsten Wiederanlauf stellenweise schon wieder herunterfahren. Im Stammwerk Wolfsburg soll die Produktion des kleinen SUV Tiguan sowie des Touran und des Seat Tarraco demnächst an vier Tagen komplett ruhen. Dies gelte an diesem Freitag (15.05.) sowie für den 20., 25. und 29. Mai, hieß es am Dienstagabend aus Unternehmenskreisen. Auch der neue Golf 8 ist betroffen, hier entfallen an den genannten Tagen aber vorerst nur einzelne Schichten. Zudem soll die Möglichkeit von Kurzarbeit mindestens auf den Zeitraum vom 18. bis 31. Mai erweitert werden. Angemeldet habe man die Option bei der Arbeitsagentur bis Ende Juni.

19:35 Uhr - RKI: Reproduktionsrate liegt wieder unter 1,0

In Deutschland ist die Virus-Ansteckungsrate nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wieder unter den kritischen Wert von 1,0 gesunken. Das RKI schätzt in seinem aktuellen Lagebericht die Rate auf 0,94 (Vortag: 1,07). Jeder Infizierte steckt damit statistisch nun wieder weniger als eine weitere Person an. In den vergangenen Tagen lag die Kennzahl leicht über 1,0. Im RKI-Bericht heißt es dazu: "Dies zeigt, dass der Rückgang der Anzahl von Neuerkrankungen, den wir in den letzten Wochen beobachtet haben, sich abgeflacht hat und möglicherweise ein Plateau erreicht. Von einem erneut ansteigenden Trend gehen wir bisher nicht aus." Die höhere Zahl der Neuinfektionen hänge auch mit lokalen Häufungen beispielsweise im Umfeld von Schlachtbetrieben zusammen. Trotzdem müssten die kommenden Tage abgewartet werden, "um zu beurteilen, ob nur eine vorübergehende Verlangsamung des Rückgangs vorliegt".

19:15 Uhr - Wegen Corona: 118,8 Milliarden weniger Steuereinnahmen

Wegen der Corona-Hilfsmaßnahmen müssen Bund, Länder und Gemeinden in diesem Jahr voraussichtlich mit 118,8 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen auskommen. Das geht aus Daten des Finanzministeriums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Konkret wurde Ende April erwartet, dass der Bundeshaushaushalt mit 59,6 Milliarden Euro sowie Länder und Gemeinden mit 59,2 Milliarden Euro belastet werden. In den Zahlen enthalten sind ein erster Zwischenstand der Steuermindereinnahmen sowie Effekte aus Stundungen und Anpassungen von Vorauszahlungen. Am Donnerstag soll eine neue Steuerschätzung für 2020 und die Folgejahre vorgelegt werden. Insgesamt rechnet das Finanzministerium den Unterlagen zufolge inzwischen mit Krisen-Kosten von 453,4 Milliarden Euro allein im Jahr 2020. In einem vergleichbaren Dokument war Anfang April noch von etwa 100 Milliarden weniger die Rede gewesen. 

18:32 Uhr - Sylter wollen vorerst keine Tagestouristen

Die Lieblingsinsel der Deutschen öffnet sich am 18. Mai wieder für Besucher, Tagestouristen sollen aber vorerst nicht nach Sylt gelassen werden. Das fordern alle Sylter Gemeinden, Unternehmer und Sylt Marketing in einem gemeinsamen Schreiben an Nordfrieslands Landrat Florian Lorenzen (CDU), wie eine Pressesprecherin von Sylt Marketing der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag bestätigte. Das Betretungsverbot für Tagestouristen sollte möglichst noch bis Anfang Juni oder besser bis Mitte des Monats verlängert werden und auch für die Inseln Amrum und Föhr gelten. 

Sorge bereitet den Unterzeichnern vor allem das Himmelfahrts- und Pfingstwochenende, wo üblicherweise größere Gruppen anreisen, "die ihren Tagesausflug auf die Insel mit einem erhöhten Konsum von alkoholischen Getränken verbinden und insofern schwerer zu lenken sein werden", heißt es in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Auch die Züge könnten wieder voll werden, deshalb wäre ein Beförderungsverbot von Tagesgästen für die DB Regio sinnvoll. 

17:37 Uhr -Wegen Hilfsmaßnahmen 118,8 Milliarden weniger Steuereinnahmen

Wegen der Corona-Hilfsmaßnahmen müssen Bund, Länder und Gemeinden in diesem Jahr voraussichtlich mit 118,8 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen auskommen. Das geht aus Daten des Finanzministeriums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Konkret wurde Ende April erwartet, dass der Bundeshaushaushalt mit 59,6 Milliarden Euro sowie Länder und Gemeinden mit 59,2 Milliarden Euro belastet werden. In den Zahlen enthalten sind ein erster Zwischenstand der Steuermindereinnahmen sowie Effekte aus Stundungen und Anpassungen von Vorauszahlungen. Am Donnerstag soll eine neue Steuerschätzung für 2020 und die Folgejahre vorgelegt werden.

Insgesamt rechnet das Finanzministerium den Unterlagen zufolge inzwischen mit Krisen-Kosten von 453,4 Milliarden Euro allein im Jahr 2020. In einem vergleichbaren Dokument war Anfang April noch von etwa 100 Milliarden weniger die Rede gewesen.​

17:26 Uhr - Kreise: Merkel nennt Perspektiven für schrittweise Grenzöffnungen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in der Corona-Krise Hoffnung auf eine schrittweise Öffnung der Grenzen zu den Nachbarländern gemacht. Veränderungen bei den Grenzkontrollen müssten immer in Kooperation mit den Nachbarn gemacht werden, sagte Merkel am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in einer virtuellen Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Dabei werde es häufig einen zweistufigen Prozess geben. Ihr sei wichtig, dass die Kontrollen nicht "bis ultimo" fortgesetzt würden, wurde Merkel zitiert.

16:39 Uhr - Roskilde-Festival 2021 bereits ausverkauft

ARCHIV - 03.07.2014, Dänemark, Roskilde: Die britische Band The Rolling Stones eröffnen beim Roskilde-Festival 2014 die Orange Stage. In diesem Jahr muss das Musikfestival in Roskilde wegen der Corona-Krise ausfallen - im nächsten Sommer soll das grö
Dauertickets für Roskilde-Festival 2021 sind bereits jetzt ausverkauft
© dpa, David Leth Williams, hk jai sab

In diesem Jahr muss das Musikfestival in Roskilde wegen der Corona-Krise ausfallen - im nächsten Sommer soll das größte Festival Nordeuropas dagegen wieder vor vollem Haus stattfinden. Die restlichen der 80.000 Dauertickets für die gesamte Festivalzeit vom 26. Juni bis 3. Juli 2021 seien am Dienstag verkauft worden, teilten die Organisatoren mit. Der Großteil der Ticket-Inhaber für 2020 habe sich entschieden, ihre Eintrittskarten für 2021 zu behalten, der Rest sei innerhalb weniger Stunden ausverkauft gewesen. Tagestickets für einzelne Festivaltage sollen im Herbst in den Verkauf kommen.

16:21 Uhr - Weniger Mini-Jobs durch Corona-Krise

Die Corona-Krise hat zu einem erheblichen Rückgang bei den Minijobs in Deutschland geführt. Ende März seien im gewerblichen Bereich noch knapp 6,38 Millionen Beschäftigte mit 450-Euro-Jobs in Deutschland gemeldet gewesen, fast 220.000 oder 3,3 Prozent weniger als im selben Monat des Vorjahres, berichtet die Minijob Zentrale am Dienstag in Bochum.

Besonders stark war der Rückgang im Gastgewerbe: Hier verloren 11,1 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Job. Im Verarbeitenden Gewerbe gab es 6,3 Prozent weniger Minijobber als im März 2019. Nur in der Land- und Forstwirtschaft und im Baugewerbe stieg die Zahl an.

16:00 Uhr - Solo-Selbstständige dürfen 2000 Euro Hilfe für Lebensunterhalt nutzen

Solo-Selbstständige in Nordrhein-Westfalen dürfen 2.000 Euro der Corona-Soforthilfen nutzen, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Dies gelte für alle, die im März und April einen Antrag auf Soforthilfe gestellt hätten, aber keinen auf Grundsicherung, teilte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart am Dienstag in Düsseldorf mit. "Diese Vertrauensschutzlösung dürfte vielen endlich Planungssicherheit geben", sagte der FDP-Politiker.

Der Bund hatte zuvor eine Initiative mehrerer Bundesländer abgelehnt, die Solo-Selbstständigen ermöglichen wollten, die Corona-Soforthilfen nicht nur für Betriebskosten, sondern auch für ihren Lebensunterhalt zu nutzen. Diese sollten stattdessen die Grundsicherung, also Arbeitslosengeld, beantragen - das geht jedoch nicht rückwirkend. Mit der Sonderregelung will das Land NRW nun daher jenen Selbstständigen helfen, darunter viele freischaffende Künstler, die kaum Betriebskosten haben, aber Miete und Lebensmittel zahlen müssen - und denen die Soforthilfe deshalb bislang kaum nützte.

14:55 Uhr - Sachsen zieht Lockerungen vor

Sachsen will die meisten der bereits angekündigten Corona-Lockerungen schon auf diesen Freitag vorziehen. Das kündigte die Regierung am Dienstag nach einer Kabinettssitzung an. Nach der neuen Schutzverordnung sollen dann etwa Theater, Kinos und Freibäder wieder öffnen. Ursprünglich war das für kommenden Montag vorgesehen. In Ausnahmefällen dürfen auch Angehörige in Alten- und Pflegeheime besucht werden. Voraussetzung sind Hygiene-Konzepte.

Kitas und Schulen öffnen aber erst ab Montag. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sprach von einem "historischen Tag". Es gehe um die bundesweit größten Lockerungen. Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) nannte die Lockerungen einen "mutigen Schritt": "Aus Mut darf kein Leichtsinn werden", appellierte er an die Vernunft.

14:44 Uhr - 260 Westfleisch-Arbeiter in Coesfeld positiv auf Corona getestet

Nach dem Corona-Ausbruch in einer Fleischfabrik in Coesfeld ist die Zahl der positiv auf das Virus getesteten Arbeiter auf 260 gestiegen. Mit Stand Dienstmittag waren 1012 der rund 1200 Beschäftigen der Firma Westfleisch getestet worden, 571 mit einem negativen Ergebnis, wie der Kreis Coesfeld am Mittag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte. Am Montag hatte der Kreis 254 infizierte gemeldet.

In Abstimmung mit der NRW-Landesregierung hatte der Kreis Coesfeld als Konsequenz aus dem Corona-Ausbruch bei Westfleisch einen Großteil der eigentlich von Montag an landesweit geplanten Lockerungen der Corona-Auflagen um eine Woche verschoben. Außerdem sollen die bis zu 20 000 Mitarbeiter aller Schlachtbetriebe in Nordrhein-Westfalen auf das Corona-Virus getestet werden.

14:36 Uhr - Bremer Kneipen ab 18. Mai wieder offen

Im Bundesland Bremen dürfen Restaurants und Kneipen nach einer mehrwöchigen Corona-Zwangspause vom 18. Mai an unter strikten Auflagen wieder öffnen. Dazu gehört, dass Gäste nur dann Getränke und Speisen im Lokal verzehren dürfen, wenn sie bereit sind, Namen und Kontaktdaten anzugeben. "Gäste dürfen nur bedient werden, wenn sie mit der Dokumentation einverstanden sind", sagte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) am Dienstag nach einer Senatssitzung mit entsprechenden Beschlüssen. Die Gaststätten sind verpflichtet, die Daten drei Wochen aufzubewahren, um mögliche Infektionen zurückzuverfolgen.

14:35 Uhr – Spahn will Arzneimittelproduktion in Europa stärken

Gesundheitsminister Jens Spahn setzt auf finanzielle Anreize, um die Produktion wichtiger Arzneimittel zurück nach Europa zu holen. "Europa muss bei Arzneimitteln wieder unabhängiger von Asien werden", erklärte der CDU-Politiker am Dienstag nach einer Videokonferenz mit anderen EU-Staaten.

Thema waren Arzneimittelengpässe während der Corona-Pandemie. Apotheker klagen seit Jahren über Knappheit bestimmter Präparate. Während der Krankheitswelle hat sich die Lage verschärft. Die meisten wichtigen Wirkstoffe werden in Asien hergestellt. In der Krise wurden Produktion und Transport schwieriger.

14:19 Uhr - Berlin beschließt eigenes Corona-Frühwarnsystem

Das Land Berlin setzt abweichend von den jüngsten Bund-Länder- Vereinbarungen auf ein eigenes Warnsystem in der Corona-Pandemie. Dabei sollen die Reproduktionsrate, die Zahl der Neuinfektionen und die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19- Patienten eine Rolle spielen, teilten Regierungschef Michael Müller und Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (beide SPD) am Dienstag mit. Werden bei zwei der Indikatoren kritische Marken erreicht, will der Senat bestehende Lockerungen auf den Prüfstand stellen oder geplante weitere Lockerungen gegebenenfalls verschieben.

14:02 Uhr – „Made in Germany“ in den USA kaum gefragt

Die deutschen Exporteure befürchten wegen der Coronakrise einen Rekordeinbruch im Geschäft mit ihrem wichtigsten Kunden USA. "Die deutschen Unternehmen erleben in den USA einen regelrechten Nachfragekollaps", sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. "Der Rückgang ist dort viel stärker als in anderen Ländern, nicht zuletzt weil das soziale Sicherungssystem dort relativ schwach ausgeprägt ist." Binnen kurzer Zeit sind mehr als 30 Millionen Amerikaner arbeitslos geworden. "Da wird weniger 'Made in Germany' nachgefragt", erläuterte Treier. Der DIHK rechnet deshalb damit, dass die Exporte in die USA 2020 um fast 20 Prozent einbrechen werden. Das wäre ein "nie dagewesener Rückgang", ergänzte Treier. "Reisebeschränkungen und eine restriktive Visa-Vergabe tragen ebenfalls dazu bei."

13:55 Uhr – Thüringen: Versammlungen ohne Teilnehmerbegrenzung wieder erlaubt

In Thüringen sollen ab Mittwoch Demonstrationen wieder ohne Beschränkungen der Teilnehmerzahl möglich sein. Das sieht eine Verordnung vor, auf die sich das Kabinett geeinigt hat, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag in Erfurt bekannt gab.

13:15 Uhr - Auch Hamburg lockert Beschränkungen

Hamburg zieht bei den Corona-Lockerungen nach. Was vielerorts bereits gilt, ist jetzt auch wieder in der Hansestadt erlaubt. So dürfen ab Mittwoch wieder Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von über 800 Quadratmetern öffnen. In Hamburg sind zudem ab Mittwoch alle Sportarten im Freien mit Abstand wieder möglich. Das bedeute auch, dass alle Außensportanlagen wieder öffnen dürfen, sagte der zuständige Innen- und Sportsenator Andy Grote.  Ab dem 18. Mai sind wieder Besuche in Pflegeheimen möglich – allerdings unter strengen Auflagen.

12:52 Uhr - Merkel und Macron planen Grenz-Lockerungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident Emmanuel Macron haben einem Medienbericht zufolge über Lockerungen im deutsch-französischen Grenzverkehr beraten. Nach Informationen des "Hauptstadt Briefings" von The Pioneer-Chefredakteur Michael Bröcker vom Dienstag streben beide eine Lösung an, die für die Bürger beider Länder gleichermaßen gilt, bestenfalls sogar darüber hinaus. Beide hätten am Montagabend miteinander telefoniert.

Seit Wochen darf nur nach Deutschland einreisen, wer einen wichtigen Grund vorweisen kann. Das sind beispielsweise Lastwagenfahrer, Angehörige medizinischer Berufe oder Berufspendler. Außerdem gibt es an den Grenzen zu Dänemark, Frankreich, Luxemburg, der Schweiz und Österreich stationäre Grenzkontrollen. Innenminister Horst Seehofer (CSU) hatte zuletzt erklärt, es bestehe Einvernehmen in der Bundesregierung, die Kontrollen zunächst bis zum 15. Mai fortzusetzen. NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) etwa hatte für Lockerungen plädiert.

Regierungssprecher Steffen Seibert bestätigte am Dienstag, dass die Kanzlerin und der französische Präsident am Montag über aktuelle europäische Aufgaben gesprochen hätten.

12:48 Uhr - Wenigste Neuinfektionen in Spanien seit mehr als zwei Monaten

In Spanien ist die Zahl der Neuinfektionen auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Monaten gesunken. Das Gesundheitsministerium meldet 594 Ansteckungen binnen 24 Stunden. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus auf 228.030. Die Zahl der Todesfälle legt um 176 und damit wieder etwas stärker auf 26.920 zu.

12:39 Uhr - EU-Kommission: Grenzen in Europa vorsichtig öffnen

Beim Öffnen der Binnengrenzen in Europa setzt die EU-Kommission in der Corona-Krise auf ein vorsichtiges und abgestimmtes Vorgehen der EU-Staaten. Eine sofortige Rückkehr zum eigentlich kontrollfreien Schengenraum fordert die Brüsseler Behörde in ihren Empfehlungen, die sie am Mittwoch vorlegen möchte, nicht. Stattdessen schlage man einen flexiblen stufenweisen Plan vor mit dem Ziel, die Kontrollen nach und nach aufzuheben, heißt es in dem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur im Entwurf vorliegt. Die Behörde betont auch den Stellenwert des freien Reisens für die schwer von der Pandemie getroffene Tourismusbranche.

12:23 Uhr - Corona-Umfrage: Familien mit kleinen Kindern haben es schwerer

Familien mit kleinen Kindern fühlen sich einer Umfrage zufolge durch die Corona-Krise mehr belastet als andere Familien. Wie eine seit Anfang März regelmäßig durchgeführte Befragung durch die Universität Erfurt zeigt, empfinden gut 55 Prozent der Eltern mit Kindern unter 14 ihre persönliche Situation momentan als belastend. Bei Familien mit älteren Kindern und kinderlosen Paaren sagen das 45 Prozent der Befragten. Partner mit kleineren Kindern geben auch eher an, kleinere oder größere Meinungsverschiedenheiten in den vergangenen Wochen gehabt zu haben, als Paare ohne Kinder unter 14.

12:04 Uhr - Britischer Minister: Sommerurlaub im Ausland unwahrscheinlich

Die Briten müssen sich nach Einschätzung von Gesundheitsminister Matt Hancock in diesem Sommer wegen der Corona-Pandemie wohl auf Ferien im eigenen Land einstellen. Auf die Frage, ob die Briten akzeptieren sollten, dass ein Urlaub im Ausland diesen Sommer ausfallen werde, antwortet Hancock im Sender ITV: "Ich denke, das wird wahrscheinlich der Fall sein."

12:01 Uhr - Österreichs Fußball-Bundesliga startet wieder

Die österreichische Fußball-Bundesliga setzt den Spielbetrieb mit Geisterspielen fort. Das teilte der Vorsitzende des Österreichischen Fußball-Bunds, Leo Windtner, am Dienstag in Wien mit. "Ja, es geht wieder los". Es sei wichtig, dass jetzt dieser Start komme. "Wenn wir jetzt nicht starten, dann würden wir in einem Jahr die Fußball-Landschaft in Österreich nicht mehr wiedererkennen." Der Neustart soll voraussichtlich in der ersten Juni-Woche erfolgen.

11:48 Uhr - Australiens Finanzminister nach Hustenanfall in Selbst-Isolation

 SCOTT MORRISON CORONAVIRUS UPDATE, Treasurer Josh Frydenberg speaks to the media at a press conference in Canberra, Thursday, April 23, 2020.  ACHTUNG: NUR REDAKTIONELLE NUTZUNG, KEINE ARCHIVIERUNG UND KEINE BUCHNUTZUNG Canberra ACT AUSTRALIA PUBLIC
Australiens Finanzminister Josh Frydenberg muss sich auf Corona testen lassen.
© imago images/AAP, MICK TSIKAS via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Australiens Finanzminister Josh Frydenberg hat im Parlament einen Hustenanfall bekommen und sich gleich darauf auf das Coronavirus testen lassen. Er habe während der Vorlage eines auf die Pandemie bezogenen Haushaltsberichts einen "trockenen Mund und Husten" gehabt, sagte der Minister am Dienstag wenige Stunden nach dem Vorfall in einer Stellungnahme. Ihm sei geraten worden, sich auf das Virus testen zu lassen, und er habe dies auch sofort nach Verlassen des Parlaments getan. Bis das am Mittwoch erwartete Ergebnis der Untersuchung vorliege, bleibe er in Selbst-Isolation, so Frydenberg.

11:39 Uhr - Onlinehändler in Deutschland spüren Aufschwung im April

Die deutschen Onlinehändler haben im April den im März verzeichneten Umsatzrückgang deutlich aufholen können. Insgesamt liege der E-Commerce mit Waren um 17,9 Prozent über dem Vorjahresmonat und erreichte 6,82 Milliarden Euro, teilt der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) mit. Allerdings hätten noch nicht alle Bereiche die Einbußen wettmachen können. Nimmt man März und April zusammen, so liege der Umsatz mit Bekleidung noch um fast neun Prozent unter dem Vorjahreszeitraum, mit Schuhen gut elf Prozent. In dem Zeitraum habe sich allerdings der Umsatz mit Lebensmitteln verdoppelt und das Geschäft mit Medikamenten sei um 87 Prozent angezogen.

11:06 Uhr - 80 Corona-Neuinfizierte in Schlachtbetrieb in Baden-Württemberg

In einem Schlachthof in Birkenfeld bei Pforzheim sind weitere mehr als 80 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit steige die Zahl der Mitarbeiter, die mit Covid-19 infiziert sind oder waren, auf rund 400, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes im baden-württembergischen Enzkreis am Dienstag. Das ist knapp ein Viertel der Belegschaft von etwa 1.100 Mitarbeitern. Die Ergebnisse hatte die Behörde am Montagabend veröffentlicht.

Fast 150 Mitarbeiter seien inzwischen genesen. Das bedeutet, dass sie zwar wieder zur Arbeit dürfen. Sie unterliegen aber weiter der Betriebsquarantäne und dürfen sich nur zwischen Wohnung und Arbeitsstätte bewegen, wie die Sprecherin weiter erklärte.

10:55 Uhr – Forscher: Kita- und Schulschließungen setzten dem Virus zu

Die größte Wirkung zur Eindämmung der Pandemie in Deutschland hatten nach Berechnungen von Wissenschaftlern die Schul- und Kita-Schließungen. Sie hätten die Wachstumsrate der bestätigten Corona-Infektionen um 7,9 Prozentpunkte verringert, erklären Enzo Weber und Tobias Hartl vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) und von der Universität Regensburg. Auch die Ausgangsbeschränkungen sowie die Einstellung des Profi- und Breitensports hätten eine hohe Signifikanz. Kaum Wirkungen hätten dagegen die Schließungen im Einzelhandel, im Gastgewerbe oder für Friseure und Kosmetikbetriebe gezeigt.

10:48 Uhr - Fälschungen im großen Stil: Betrug mit Atemschutzmasken aufgedeckt

Weil sie beim Verkauf von Atemschutzmasken betrogen haben sollen, sind zwei Männer aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz festgenommen worden. Gegen einen 23-Jährigen und einen 49-Jährigen werde wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz am Dienstag mit. Die Männer sollen demnach Masken mit einfachem Mund-Nasen-Schutz als höherwertige FFP2-Masken verkauft haben. Die Beschuldigten seien am 6. Mai festgenommen worden und sitzen in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wollte weitere Details zunächst nicht mitteilen. Über den Fall hatte auch die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

10:25 Uhr – RKI: Ansteckungsrate nicht alleine entscheidend bei Bewertung der Lage

Der Reproduktionsfaktor "R" ist bei der Ausbreitung des Coronavirus nach Angaben des Robert-Koch-Instiuts nicht alleine entscheidend, um die aktuelle Lage zu bewerten. Wichtig seien auch die Zahl der Neuinfektionen im Tagesvergleich, die Zahl der positiv ausgefallenen Tests sowie die Be- und Auslastung des Gesundheitswesens, sagt RKI-Vizepräsident Lars Schaade in Berlin. In Deutschland liegt der R-Faktor derzeit bei knapp über 1, das heißt, dass rein rechnerisch ein Infizierter mehr als eine andere Person ansteckt.

Außerdem hält das RKI Grenzöffnungen in Europa unter gewissen Voraussetzungen für möglich. Wenn es einen Gleichklang und eine ähnliche epidemiologische Situation in den Nachbarstaaten gebe, könne man eine solche Grenzöffnung rechtfertigen, sagte Schaade.

10:18 Uhr - Hautärzte warnen vor Folgen häufigen Händewaschens

ILLUSTRATION - 11.05.2020, Bremen: Eine Frau wäscht sich die Hände. Die Handhygiene ist entscheidend, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Das häufige Händewaschen wird nach Einschätzung von Hautärzten allerdings dazu führen, dass mehr
„Seife greift die Hautbarriere an“, sagte der Dermatologe Christoph Skudlik.
© dpa, Sina Schuldt, cul

Das häufige Händewaschen in der Corona-Pandemie wird nach Einschätzung von Hautärzten dazu führen, dass mehr Menschen juckende Hand-Ekzeme entwickeln. "Seife greift die Hautbarriere an", sagte der Dermatologe Christoph Skudlik der Deutschen Presse-Agentur. Der 52-Jährige ist Chefarzt des Instituts iDerm mit Sitz an der Universität Osnabrück und dem BG Klinikum Hamburg. Wer Hautprobleme entwickele, sollte auf jeden Fall zum Facharzt gehen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts ist die Händedesinfektion mit alkoholischen Präparaten im Gesundheitswesen und in der Pflege "das Mittel der Wahl". Außerhalb dieser Bereiche könnten die Hände auch gründlich gewaschen werden, um den Erreger Sars-CoV-2 zu inaktivieren.

10:05 Uhr – Notenbank: Frankreichs Wirtschaft tastet sich aus Stillstand heraus

Trotz anhaltender Eindämmungsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie löst sich Frankreichs Wirtschaft der Notenbank zufolge allmählich aus der Schockstarre. Die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone arbeitete im April 27 Prozent unter dem normalen Niveau, nach einem Minus von 32 Prozent in der zweiten März-Hälfte, wie die Banque de France am Dienstag mitteilte. Die Geschäftsaktivitäten in der Industrie lagen demnach 37 Prozent unter dem üblichen Level, nach 48 Prozent im März. Auch die Dienstleister hätten wieder etwas Fahrt aufgenommen.

Im Zuge der jüngsten Lockerungen durften viele Geschäfte am Montag in Frankreich erstmals seit rund acht Wochen wieder öffnen. Die Bank von Frankreich errechnete anders als sonst aus ihrer Umfrage unter 8500 Firmen wegen der Corona-Krise keine Konjunkturprognose für das Quartal. Die EU-Kommission sagt der französischen Wirtschaft für 2020 ein Schrumpfen von 8,2 Prozent voraus.

09:56 Uhr - Spanien verhängt zweiwöchige Quarantäne für Einreisende

Die spanische Regierung ordnet eine zweiwöchige Quarantäne für alle Menschen an, die ab dem 15. Mai ins Land kommen. Die Einreisenden dürften nur zum Einkaufen von Lebensmitteln, zu Arztbesuchen und im Falle einer "Notlage" aus dem Haus, heißt es in einer amtlichen Anordnung. Die Quarantäne gelte für alle Menschen, die zwischen dem 15. und dem bislang geplanten Ende des Ausnahmezustands am 24. Mai nach Spanien kommen.

09:44 Uhr - Steinmeier würdigt Arbeit von Pflegenden in Corona-Krise

ACHTUNG: SPERRFRIST 11. APRIL 17:00 UHR. SPERRFRIST 11. APRIL, 1700 UHR - 11.04.2020, Berlin: ACHTUNG Sperrfrist 11. April, 1700 Uhr - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Schloss Bellevue bei der Aufzeichnung einer Fernsehansprache zu Ostern w
Diejenigen, die in Heimen und zuhause alte Menschen pflegen, „leisten Enormes für unser Land“, sagte Steinmeier.
© dpa, Jesco Denzel

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Arbeit von Ärzten, Krankenschwestern und Pflegerinnen in der Corona-Krise als "gelebte Solidarität" gewürdigt. Dabei bezog er ausdrücklich diejenigen mit ein, die schwer kranke Angehörige zuhause pflegen. "Sie gehen dabei oft bis an die eigenen Grenzen und darüber hinaus", sagte Steinmeier in einer am Dienstag veröffentlichten Videobotschaft. Zugleich sprach er den seit Wochen von ihren Angehörigen isolierten Menschen in Pflegeheimen Mut zu: "Für die, die auf Hilfe angewiesen sind, die unter Einsamkeit gelitten haben in den letzten Wochen, gibt es Hoffnung: Besuche in den Heimen sind bald wieder möglich."

Diese und manche andere Lockerung sei gemeinsam erreicht worden, "weil die große Mehrheit der Menschen in unserem Land sich an die bisher geltenden strengen Regeln gehalten hat", sagte Steinmeier und appellierte: "Handeln wir weiterhin verantwortungsvoll und umsichtig!"

Diejenigen, die in Heimen und zuhause alte Menschen pflegen, "leisten Enormes für unser Land", sagte Steinmeier. "Sie leben vor, was Solidarität heißt. Dafür danke ich Ihnen aus tiefstem Herzen! Und ich würde mir wünschen, dass wir alle uns auch nach der Krise daran erinnern, was Sie für diese Gesellschaft tun." Zugleich betonte der Bundespräsident, ältere Menschen seien nicht im Abseits, "sondern in unserer Mitte, im Herz unserer Gesellschaft". Niemand sei ersetzbar oder verzichtbar. "Die Aufmerksamkeit und der Schutz der Älteren unter uns entscheiden über die Menschlichkeit unseres ganzen Landes."

09:29 Uhr - Ryanair plant ab 1. Juli fast 1.000 Flüge täglich

ARCHIV - 01.02.2020, Hessen, Frankfurt/Main: Eine Ryanair-Maschine spiegelt sich auf dem Flughafen Frankfurt (FRA) auf dem regennassen Rollfeld. Europas größter Billigflieger Ryanair will seinen Flugbetrieb zum Sommer wieder deutlich hochfahren. Foto
Ryanair plant ab 1. Juli fast 1000 Flüge täglich.
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Europas größter Billigflieger Ryanair will seinen Flugbetrieb zum Sommer wieder deutlich hochfahren. Ab 1. Juli sollen 40 Prozent der regulären Flüge wieder stattfinden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Dublin mit. Voraussetzung sei, dass die Regierungen die Reisebeschränkungen für Flüge innerhalb der EU lockern und an den Flughäfen Sicherheitsmaßnahmen zum Gesundheitsschutz eingeführt würden. Täglich würde Ryanair nach eigenen Angaben dann fast 1.000 Flüge anbieten und damit 90 Prozent der Strecken abdecken, die die Airline vor der Corona-Krise angesteuert hatte.

Bis Ende Juni gilt unterdessen der Rumpfflugplan mit nur 30 Starts am Tag. Auf den Flügen soll für Passagiere und Crew Maskenpflicht gelten. Zu den Maßnahmen, mit denen Ryanair das Fliegen in Zeiten der Pandemie sicher machen will, gehört auch das Verbot, vor der Flugzeugtoilette Schlange zu stehen. Die Passagiere sollen sich bei Bedarf an die Flugbegleiter wenden. Sie sollen außerdem Formulare ausfüllen mit Angaben zu Aufenthaltsdauer und -ort. Die Daten werden an die EU weitergeleitet, damit Quarantänevorschriften überwacht werden könnten.

09:12 Uhr - Weil warnt vor Verschwörungstheorien

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat vor Verschwörungstheorien zur Coronakrise gewarnt. "Das Coronavirus ist keine Verschwörung, das Coronavirus ist eine Gefahr und sie besteht fort", sagte Weil am Dienstag in einer Regierungserklärung im Landtag in Hannover. Vorsorge und Vorbeugung blieben deswegen unverändert nötig, dem Infektionsschutz müsse auch in den nächsten Monaten die volle Aufmerksamkeit gewidmet werden. "Das Virus und damit auch das Risiko sind beileibe nicht beseitigt, sondern existieren in unserem Land weiter." Die Bilder aus anderen Teilen der Welt seien keine Fake-News, sondern Realität.

08:53 Uhr - Britischer Gesundheitsminister: Ansteckungsrate liegt unter eins

Die Virus-Ansteckungsrate liegt in Großbritannien nach Angaben von Gesundheitsminister Matt Hancock mittlerweile unter dem kritischen Wert von 1,0. Sie bewege sich im mittleren Bereich der Spanne von 0,5 bis 0,9. Das heißt, dass rein rechnerisch ein Corona-Infizierter im Schnitt weniger als einen weiteren Menschen ansteckt.

08:42 Uhr - Polizei-Gewerkschaft fürchtet Leichtsinnigkeit ausgehungerter Fans

ARCHIV - 11.03.2020, Nordrhein-Westfalen, Mönchengladbach: Fußball: Bundesliga, 11. Spieltag, Borussia Mönchengladbach - 1. FC Köln im Borussia-Park. Ein als Geist verkleideter Gladbach-Fan steht vor dem Spiel am Stadion. (zu dpa-KORR Bundesliga-Kalt
Beim Geisterspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln kurz vor der Corona-Zwangspause hatten sich vor dem Stadion viele Anhänger versammelt.
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Die gelockerten Corona-Bestimmungen der Bundesregierung könnten "unter 'ausgehungerten' Fußballfans zu einer unbedarften Leichtsinnigkeit führen". Das sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, dem "Kicker" unter Bezug auf den Re-Start der Fußball-Bundesliga am Samstag ohne Beteiligung von Zuschauern. Er hoffe jedoch, dass dem nicht so sein wird, fügte er hinzu.

Positiv stimme ihn, "dass sowohl Fanvereinigungen wie auch die DFL bereits verdeutlicht haben, wie wertvoll es ist, dem Stadion fern zu bleiben. Natürlich wird die Polizei die Situation um die Stadien im Auge haben. An die Fans sei gesagt: Lasst die Mannschaften spielen und haltet euch an die Regeln. Das ist genauso wichtig wie auf'm Platz", unterstrich Radek.

Beim Geisterspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln (2:1) kurz vor der Corona-Zwangspause hatten sich vor dem Stadion viele Anhänger versammelt.

08:31 Uhr - Fünf Corona-Patienten bei Brand in russischer Klinik gestorben

Bei einem vermutlich durch ein überlastetes Beatmungsgerät ausgelösten Feuer in einem russischen Krankenhaus sind Medienberichten zufolge fünf Coronavirus-Patienten ums Leben gekommen. "Die Beatmungsgeräte sind an ihrem Limit. Nach vorläufigen Daten gab es eine Überlastung und die Maschine entzündete sich, was den Brand verursachte", zitiert die Nachrichtenagentur Interfax einen Insider.

Das Zivilschutzministerium bestätigte den Tod von Patienten auf einer Intensivstation einer Klinik in St. Petersburg, ohne aber deren Anzahl und Hintergründe zu nennen. Russland gehört zu den Ländern mit den meisten Infektionsfällen. Am Dienstag wurden 10.899 Neuninfektionen gemeldet, die Zahl der Ansteckungen stieg auf 232.243. Russland führt die große Zahl auch auf viele Tests zurück. Die Totenzahl stieg um 107 auf 2116.

08:21 Uhr - Restaurants in Hamburg dürfen ab Mittwoch öffnen

Restaurants in Hamburg dürfen von Mittwoch an unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln wieder öffnen. Ein entsprechender Bericht von NDR 90,3 wurde der Nachrichtenagentur dpa am Dienstagmorgen aus Senatskreisen bestätigt.

08:12 Uhr - Pandemie kostet Allianz vorerst 700 Mio Euro

Die weltweit grassierende Corona-Pandemie hat Europas größten Versicherer Allianz bisher rund 700 Millionen Euro gekostet. Rund 400 Millionen entfielen dabei auf die Schaden- und Unfallversicherung, 300 Millionen Euro auf das Leben- und Kranken-Geschäft, wie aus einer Präsentation zu den Zahlen für das erste Quartal vom Dienstag hervorgeht. Vor allem für den Ausfall von Großveranstaltungen und für Betriebsunterbrechungen infolge der Pandemie muss der Versicherer zahlen. Damit macht die Allianz die Viruskrise praktisch allein für den Einbruch des operativen Gewinns um 22 Prozent auf rund 2,3 Milliarden Euro im ersten Quartal verantwortlich. Der Nettogewinn schrumpfte um 29 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.

07:59 Uhr – Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote Genesene
USA 1.347.916 80.684 232.733
Spanien 227.436 26.744 137.139
Großbritannien 224.332 32.141 1.015
Russland 221.344 2.009 39.801
Italien 219.814 30.739 106.587
Frankreich 177.547 26.646 56.835
Deutschland 172.576 7.661 145.617
Weltweit 4.177.687 286.336 1.456.318

07:52 Uhr - Europäische Arzneimittelbehörde erweitert Einsatz von Remdesivir

Zur Behandlung schwerer Coronavirus-Infektionen hat die Europäische Arzneimittelbehörde EMA ihre Empfehlungen für den begrenzten Einsatz des Wirkstoffs Remdesivir ausgeweitet. Es könne nun zusätzlich bei bestimmten stationären Patienten angewandt werden, die nicht auf Beatmungsgeräte angewiesen seien, teilte die EMA am Montag mit. Eine klinische Studie aus den USA hatte darauf hingewiesen, dass die Verabreichung bei Covid-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung um mehrere Tage verkürzen könnte. Den ersten Ergebnissen zufolge führte das Medikament allerdings nur zu einer geringfügig niedrigeren Sterblichkeitsrate. Auch fehlen noch gesicherte Angaben zu Nebenwirkungen und dazu, welche Patienten am ehesten von einer Behandlung profitieren könnten.

07:34 Uhr – Laschet fordert Lockerung für Auslands-Rückkehrer

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) dringt auf eine weitere Lockerung der staatlichen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus. In der "Rheinischen Post" (Dienstag) plädierte er dafür, die Quarantäne-Pflicht für Rückkehrer aus den europäischen Ländern zu lockern. Zur Begründung verwies er auf das Ende des Lockdowns in Frankreich, wo die Menschen seit Montag wieder deutlich mehr Freiheiten haben. Zugleich bekräftigte er seine Forderung nach einer raschen Öffnung der deutschen Grenzen.

Jeder, der aus dem Ausland nach Deutschland einreist, muss sich derzeit für zwei Wochen in Quarantäne begeben. Für Menschen, die mit einer Ausnahmegenehmigung einreisen - also etwa für Berufspendler - gilt diese Pflicht allerdings nicht. Frankreich hatte am Montag seine strengen Ausgangsbeschränkungen gelockert. Die Bewegungsfreiheit bleibt aber eingeschränkt. Wer sich mehr als 100 Kilometer von seinem Wohnort fortbewegen möchte, braucht einen triftigen Grund.

07:25 Uhr – Trump verliert die Nerven – Pressekonferenz abgebrochen

US-Präsident Donald Trump hat eine Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses zur Coronakrise nach einem Wortgefecht mit einer chinesischstämmigen US-Journalistin abrupt beendet. CBS-Korrespondentin Weijia Jiang hatte den Präsidenten fragte, warum er die positiven Kapazitäten bei den Virustest mit anderen Ländern vergleiche, als ob es sich um einen internationalen Wettbewerb handle. Darauf antwortete Trump "Nun, die verlieren ihr Leben überall auf der Welt. Aber vielleicht ist das eine Frage, die sie China stellen sollten." Sie erwiderte: "Warum sagen Sie das gerade mir, dass ich China fragen soll?" Darauf Trump: "Das sage ich zu jedem, der so eine bösartige Frage stellt. Nach der Bemerkung beendete Trump die Pressekonferenz.

Später legte Trump auf Twitter nach und kritisierte das Verhalten der Journalisten. Die "Lamestream-Medien" seien wahrhaft außer Kontrolle. Sie seien der Feind des Volkes.

07:08 Uhr - Weniger Verkehrsunfälle in der Corona-Krise

Während der Einschränkungen in der Corona-Pandemie sind auf Deutschlands Straßen weniger Unfälle passiert. Das zeigen Zahlen von Autoversicherern, Luftrettern und Polizei. Angaben der Allianz-Versicherung zufolge ist ein deutlicher Rückgang der Verkehrsunfälle nach den Corona-Beschränkungen zu sehen, auch die Huk-Coburg-Versicherung berichtet von deutlich weniger Schadenfällen. Bei der R+V-Versicherungsgruppe ging die Zahl der Kfz-Schäden im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 20 Prozent zurück.

Die ADAC-Luftretter waren von Januar bis Anfang Mai rund 1.300 Mal im Rahmen von Verkehrsunfällen im Einsatz, wie ein Sprecher sagte. Das seien rund 200 Einsätze bei Verkehrsunfällen weniger als im gleichen Zeitraum im Vorjahr - ein Rückgang von fast 15 Prozent. Die DRF-Luftrettung verzeichnete im April ebenfalls einen Rückgang der Notfalleinsätze aufgrund von Verkehrsunfällen: 317 Mal rückten die Retter bundesweit aus.

Insgesamt war auf den Straßen in der Zeit von Mitte März bis Ende April weniger los, wie Daten vom ADAC zeigen. Seit Ende April sind allerdings wieder mehr Fahrzeuge unterwegs: Die Zahl der Staus nahm im Vergleich zu Ende März zu. Während die Experten beispielsweise am letzten Montag im März 467 Staus auf den Autobahnen zählten, waren es am letzten Montag im April 905. Zuvor hatten die Zahl der Staus und auch die jeweilige Länge mit Beginn der Einschränkungen Mitte März deutlich abgenommen.

07:06 Uhr - Abiklausuren starten in NRW

 Bünde, Deutschland 11.05.2020: Feature Abitur in der Coronakrise 2020 Im Jahr 2020 werden die schriftlichen Abiturklausuren am Bünder Gymnasium am Markt in der Sporthalle mit den vorgeschriebenen Hygienerichtlinien geschrieben. Im Bild: Sitzplätze m
Wegen der Pandemie waren die Prüfungen nach hinten verlegt worden.
© imago images/Noah Wedel, Noah Wedel via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Für die Abiturienten in Nordrhein-Westfalen beginnen am Dienstag die Abschlussprüfungen unter Corona-Schutzmaßnahmen. Bis zum 25. Mai werden die knapp 90.000 Schülerinnen und Schüler ihre Abiklausuren schreiben, dann folgen die mündlichen Prüfungen. Danach stehen - wenn nötig - die Nachschreibetermine an.

Wegen der Pandemie waren die Prüfungen nach hinten verlegt worden. Nach den Schulschließungen zur Eindämmung des Virus in NRW gehörten die Schüler der Abschlussklassen von Gymnasien und Gesamtschulen zu den ersten, die zum tageweisen Unterricht an die Schulen zurückkehren konnten.

Für die Prüflinge im bevölkerungsreichsten Bundesland gelten für die anstehenden Klausuren dieselben Hygiene-Standards wie für jüngere Schüler und das Lehrpersonal: Die Tische sollen in ausreichend großem Abstand zueinander stehen, Laufwege werden entsprechend markiert, auf Handhygiene soll besonders geachtet werden.

06:50 Uhr - Tourismus auf den ostfriesischen Inseln läuft wieder an

Mit den Corona-Lockerungen in Niedersachsen läuft der Tourismus auf den ostfriesischen Inseln langsam wieder an. "Man merkt schon, dass ein kleiner Run da ist", sagte eine Sprecherin der AG Ems, die Fahrten nach Borkum anbietet. Auch nach Norderney wurden laut einem Reederei-Sprecher am ersten Tag, an dem wieder Übernachtungen in Ferienwohnungen, -häusern und Campingplätzen erlaubt waren, deutlich mehr Überfahrten registriert.

Unter welchen Voraussetzungen die Touristen kommen dürfen, ist indes unterschiedlich. Während im übrigen Niedersachsen seit Montag gilt, dass neue Gäste nur alle sieben Tage kommen dürfen, sieht die Landesverordnung für die Inseln ein Mindestaufenthalt von sieben Tagen vor. Gleichzeitig gesteht die Verordnung den Kommunen auch die Freiheit zu, selbst zu entscheiden, wer die Insel betreten darf.

06:46 Uhr – Stars sammeln in Corona-Krise Millionen für Bedürftige in New York

ARCHIV - 12.01.2020, USA, Santa Monica: Schauspielerin Jennifer Lopez kommt zur Verleihung der Critics· Choice Movie Awards. Jennifer Lopez und weitere Stars haben mit einer Benefiz-Aktion in der Corona-Krise Geld für Bedürftige in der von der Pandem
„New York, ich kenne deine Stärke und wir werden das durchstehen“, sagte die Sängerin Jennifer Lopez in einer Videobotschaft.
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Stars wie Alicia Keys, Billy Joel, Sting und Jennifer Lopez haben mit einer Benefiz-Aktion in der Corona-Krise Geld für Bedürftige in der von der Pandemie besonders hart getroffenen Metropole New York gesammelt. Insgesamt seien 115 Millionen Dollar (etwa 106 Millionen Euro) für die Wohltätigkeitsorganisation Robin Hood zusammengekommen, sagte Moderatorin Tina Fey nach der einstündigen und größtenteils vorab aufgezeichneten Show "Rise Up New York!", die am Montagabend (Ortszeit) im US-Fernsehen gezeigt wurde. "Diese Stadt braucht eure Hilfe." Das Geld soll unter anderem New Yorker unterstützen, die in der Krise ihren Job verloren haben.

06:42 Uhr – Krankenkassen fordern Staatshilfe wegen Corona-Krise

Wegen Zusatzausgaben und erwarteten Mindereinnahmen durch Corona-Krise fordern die gesetzlichen Krankenkassen staatliche Unterstützung, um nicht in Finanznöte zu geraten. Nach Angaben des Spitzenverbandes der Krankenkassen wurde darüber am Montag bei einem Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) beraten. Die Vorstandsvorsitzende Doris Pfeiffer sprach von einer "offenen und konstruktiven Atmosphäre". Man sei sich einig gewesen, "spätestens im Herbst mit dem Bundesfinanzminister über einen höheren Bundesanteil an der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung zu sprechen sein", sagte sie.

06:35 Uhr – „Hatte wohl Pech“: Italiener musste dreimal in Quarantäne

HANDOUT - 11.05.2020, Italien, ---: Der italienische Student Lorenzo Di Berardino (undatierte Aufnahme). Dreimal sei er wegen des Corona-Virus mittlerweile isoliert worden, erzählt Lorenzo Di Berardino der Deutschen Presse-Agentur am Telefon. (zu dpa
Ausgerechnet in Wuhan hielt sich der Student Anfang des Jahres für ein mehrmonatiges Austauschprogramm auf.
© dpa, Privat, sab

Ein Italiener ist während der Corona-Pandemie unfreiwillig zum regelrechten Quarantäneprofi geworden. Dreimal sei er wegen des Virus mittlerweile isoliert worden, erzählt Lorenzo Di Berardino der Deutschen Presse-Agentur am Telefon - zunächst im chinesischen Wuhan, als Rückkehrer in Italien und anschließend in seiner besonders von der Ausbreitung betroffenen Heimat. «Ich nehme an, ich hatte wohl irgendwie Pech», kommentiert der 22-Jährige.

Ausgerechnet in Wuhan, von wo sich das Virus Sars-CoV-2 weltweit ausbreitete, hielt sich der Student Anfang des Jahres für ein mehrmonatiges Austauschprogramm auf. Wenige Tage vor seiner geplanten Abreise wurde die Millionenstadt abgeriegelt. "Wuhan wurde komplett abgeschottet, mit Armee und Straßensperren. Die Leute nahmen das sehr ernst, viel ernster als hier in Italien, zumindest anfangs", sagt er. Ohne zu ahnen, dass dem eigenen Land Ähnliches bevorstand, interviewten italienische Medien Ende Januar den Landsmann zur Lage im Sperrgebiet.

Anfang Februar flog die italienische Luftwaffe ihn und andere Staatsbürger aus der Region aus. Als Rückkehrer musste er für 17 Tage in Armeebaracken nahe Rom in Quarantäne. Als er am 20. Februar in seine Heimat im Zentrum des Landes zurückkehrte, hätten einige Anwohner argwöhnisch geschaut, erzählt Di Berardino. Am selben Tag wurde Italiens erster lokal übertragener Corona-Fall in der Stadt Codogno gemeldet. Am 10. März ordnete die Regierung Schließungen und Ausgangssperren für das ganze Land an.

06:31 Uhr – Elon Musk bricht Corona-Regeln – Notfalls will er in Haft

 190107 -- SHANGHAI, Jan. 7, 2019 Xinhua -- Tesla CEO Elon Musk attends the groundbreaking ceremony of Tesla Shanghai Gigafactory in Shanghai, east China, Jan. 7, 2019. U.S. electric carmaker Tesla Inc. on Monday broke ground on its Shanghai factory,
"Falls jemand verhaftet wird, dann bitte ich darum, dass nur ich es bin", schrieb Musk.
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Elektroauto-Pionier Elon Musk fährt trotz Corona-Einschränkungen die Produktion in seinem Tesla-Hauptwerk in Kalifornien wieder hoch. Er sei bereit, sich dafür sogar verhaften zu lassen. "Wir freuen uns, wieder an die Arbeit zu gehen und haben sehr detaillierte Pläne implementiert, um eine sichere Rückkehr an den Arbeitsplatz zu ermöglichen", hieß es in einer E-Mail des Konzerns am Montag, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Musk verwies auf eine Anordnung des kalifornischen Gouverneurs vom Donnerstag, die es Herstellern erlaube, den Betrieb in Fremont wieder aufzunehmen. Er kündigte an, dass die zuvor beurlaubten Mitarbeiter wieder regulär ihre Arbeit aufnehmen würden. Musk erklärte auf Twitter, dass er sich den Arbeitern am Fließband anschließen werde. "Falls jemand verhaftet wird, dann bitte ich darum, dass nur ich es bin", schrieb er.

Hintergrund ist der Streit mit dem Bezirk Alameda, in dem das Werk liegt: es dürfe dort noch nicht wieder gearbeitet werden, weil Beschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus noch in Kraft seien, erklärte Alameda. Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, hatte am Donnerstag zwar gesagt, eine Öffnung von Fabriken in dem Bundesstaat werde wieder erlaubt. Alameda hatte aber zunächst für sich entschieden, dass der "Shutdown" mit Ausnahme von unerlässlichen Betrieben bis Ende Mai bestehen bleiben soll.

Alle Meldungen vom 11. Mai 2020

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