Sie grölten Nazi-Parolen auf Sylt Staatsanwalt erklärt, warum drei von vier Partygästen ohne Anklage davonkommen

Dieser Fall löste eine bundesweite Welle der Empörung aus!
Am 28. April 2024 feiern mehrere junge Sylt-Urlauber im Pony-Club ausgelassen und grölen dabei rechtsextreme Parolen. Eine Person geht sogar so weit, dass sie den Hitlergruß inklusive Hitlerbart imitiert. Erst durch ein Video in den sozialen Medien bekommt der Fall bundesweit Aufmerksamkeit. Knapp ein Jahr danach beendet die Staatsanwaltschaft nun die Ermittlungen.
Parolen gelten laut Staatsanwaltschaft nicht als Volksverhetzung
Kurz nach dem Vorfall wurde ein Ermittlungsverfahren gegen drei Männer und eine Frau wegen Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. Hierfür mussten laut Staatsanwaltschaft Flensburg diverse Aspekte überprüft werden, um sicherzustellen, ob in diesem Fall der Tatbestand einer Volksverhetzung vorliegt und für eine Anklageerhebung ausreicht. Im Zuge der Ermittlungen habe sich dann herausgestellt, dass zumindest der Tatbestand der Volksverhetzung nicht vorliegt, erklärt Thorkild Petersen-Thrö von der Staatsanwaltschaft Flensburg im Gespräch mit RTL.
Mehr Videos aus dem Norden
02:41Diese Bilder zeigen mutmaßliche Tierquälerei
02:22Seine Schweine landen im Skandal-Schlachthof in Kellinghusen
02:25In diesem Malerbetrieb bekommt der Nachwuchs Rückenwind
03:44"Es gab schon immer Versuche, unsere Arbeit zu behindern"
00:30Mit 40 bekommt Lisa die Krebsdiagnose
02:52Nach Stade: Hinterbliebene stehen oft allein da
02:50Zuschauer erleben Regionaljournalismus
02:00RTL Nord bei #UseTheNews
02:50Geplante Kürzung an gebundener Ganztagsschule
04:06Wie aufgeregt sind Sie, Bürgermeister Bovenschulte?
02:34Diese Unterschrift besiegelt ein Milliardenprojekt
02:54Chemieunfall, Sabotage, Proteste: Bundeswehr trainiert den Ernstfall
02:49Deshalb kann die Bundeswehr nicht alleine üben
02:29Schulleiter-Chef nennt den wahren Grund
02:29In Hamburg wird der NATO-Bündnisfall simuliert
02:50Bestatter in Hamburg proben für Krisenfälle
01:54Schock in Wolfsburg! Kita nach Explosion eingestürzt
03:50Wladimir Klitschko: Diese Eigenschaft fehlt den Deutschen
04:07Influencerin erklärt Politik in 60 Sekunden
05:47An diese Regeln müssen sich Journalisten halten
04:28Warum regionaler Journalismus so wichtig ist
06:38So produzieren wir Beiträge bei RTL Nord
02:49Überraschungen bei Kommunalwahl in Niedersachsen
01:16Papa weint! Zverevs emotionale Worte an seine Mutter rühren zu Tränen
01:53Alexander Zverev holt zweiten Grand-Slam-Titel – und bemerkt es erst gar nicht!
07:08Belit Onay von den Grünen hat noch viel mit Hannover vor
07:37SPD-Kandidat Axel von der Ohe will wieder zurück ins Rathaus
04:48Peter Karst will erster CDU-Bürgermeister von Hannover werden
07:34Diese Vorräte solltet ihr immer zu Hause haben
02:15Lies offenbart umfassenden Umbau von VW
01:28Becker-Rekord eingestellt: Jetzt sucht Zverev nur noch die perfekte Bar
02:44Waffen statt Autos! So geht es mit dem VW-Werk Osnabrück weiter
03:08Hamburger Design-Hotel wird zu Flüchtlingsunterkunft
01:09Kettenkarussell bleibt in 25 Metern Höhe stecken
03:55Fehmarnbelt-Querung: In 2,5 Stunden von Hamburg nach Kopenhagen
03:10Viele Fragen, keine Antworten: VW-Mitarbeiter enttäuscht
03:02Zuschauer besuchen die Redaktion von RTL Nord
02:21Logistik-Milliardär Klaus-Michael Kühne stirbt mit 89 Jahren
02:52Jugendhilfe-Mitarbeiter sollen besser geschützt werden
00:44RTL Nord: Die wichtigsten Themen aus Niedersachsen und Bremen
00:28Ersthelfer versuchen, die Mutter zu retten
06:41Das ändert sich jetzt für Niedersachsens Schüler
00:43Schwerer Crash legt A1 stundenlang lahm
03:06Plakatstrategien im Kommunalwahlkampf
03:57200 Jahre Gaslaterne in Hannover
03:47Daniel Günther (CDU) fordert Grundgesetzänderung für Drohnenabwehr
01:41„Fünf Sekunden Wut“ – Leif (21) erlebt tödliche Attacke hautnah mit
02:08Vermisste Bella – Kinderleiche in Preetz gefunden
02:13Bella (3) weiter verschwunden – Polizei sucht jetzt mit noch mehr Kräften
03:26Das Leben bei -35 Grad in der Antarktis
Verfahren wegen Recht auf Meinungsfreiheit eingestellt
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft lässt der Inhalt der Parolen nicht einwandfrei darauf hindeuten, dass damit zu Hass- oder Gewalttaten gegen die betroffene Personengruppe aufgefordert wurde. „Und so sagt das Gericht dann: Wenn tatsächlich nur „Ausländer raus“, gerufen wird, dann mag man das gesellschaftlich bewerten, wie man möchte, aber es ist dann eben noch nicht strafbar. Es soll noch unter die Meinungsfreiheit fallen, weil es im Grunde nur sagt: Ja, ich möchte keine Ausländer in Deutschland haben“, so Petersen-Thrö.
Lese-Tipp: Morddrohungen gegen Pony Club! Jetzt wehrt sich der Besitzer
„Man will sozusagen den Menschen beim Feiern in weinseliger Laune auch solche Ausrufe sozusagen durchgehen lassen, jedenfalls dergestalt, dass man sie dafür nicht bestrafen möchte.“ Wenn das dann allerdings verknüpft wird mit rechten Verhaltensweisen, wie dem Hitlergruß, kann das Ganze den Status der Volksverhetzung bekommen.
Mann muss sich wegen verfassungswidrigem Gruß vor Gericht verantworten
Gegen drei der Personen hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren aufgrund des fehlenden Tatbestandes der Volksverhetzung eingestellt. Gegen eine vierte Person, ein Mann, hat sie Klage erhoben. Er soll damals den Hitlergruß gezeigt und den Hitlerbart symbolisiert haben und verstößt damit gegen die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
Lese-Tipp: „Abstoßend und komplett inakzeptabel“ – Inselverwaltung reagiert auf Nazi-Video
„Er wird verwarnt und dann bleibt eben die Verurteilung zu einer richtigen Geldstrafe vorbehalten“, betont Petersen-Thrö im Gespräch mit RTL. Außerdem hat die Staatsanwaltschaft beantragt, ihm als Bewährungsauflage eine Geldzahlung von 2.500 € an eine gemeinnützige Einrichtung aufzuerlegen.



