Tipps für Eltern und Kinder nach der Zeitumstellung

Jetzt ticken wir nach Winterzeit: So gewöhnen Sie den Körper an die dunkle Jahreszeit

Die Zeitumstellung und die dunklen Tage können uns ganz schön aus dem Gleichgewicht werfen. Wir können unseren Körper aber auch daran gewöhnen.
Die Zeitumstellung und die dunklen Tage können uns ganz schön aus dem Gleichgewicht werfen. Wir können unseren Körper aber auch daran gewöhnen.
© IHAR ULASHCHYK, CentralITAlliance

31. Oktober 2021 - 18:29 Uhr

Herbstblues macht vielen zu schaffen

von Katharina Seiwert

Wenn die Uhren auf Winterzeit gestellt werden, die Tage kürzer und die Temperaturen kälter werden, dann bedeutet das für viele Menschen vor allem eins: der Herbstblues schleicht sich ein. Und das ist auch völlig normal, denn auch, wenn wir in der Winterzeit eine Stunde "geschenkt" bekommen, muss sich der Körper an einen neuen Rhythmus gewöhnen. Das kann uns unter Umständen ganz schön zu schaffen machen. Doch mit ein paar einfachen Tipps für die ganze Familie kann man der dunklen Jahreszeit den Kampf ansagen und voller Energie statt Trägheit in den Herbst und Winter starten.

Viel frische Luft und Tageslicht

Tageslicht fördert die Bildung von Serotonin. Deshalb sollten wir möglichst viel Zeit im Freien verbringen – auch im Herbst und Winter und vor allem auch unabhängig vom Wetter.
Tageslicht fördert die Bildung von Serotonin. Deshalb sollten wir möglichst viel Zeit im Freien verbringen – auch im Herbst und Winter und vor allem auch unabhängig vom Wetter.
© dpa, Thomas Warnack, warnack alf

Was dem Körper vor allem zusetzt, ist das mangelnde Tageslicht. Denn Herbst- und Winterzeit bedeutet für viele: im Dunklen das Haus verlassen und abends auch nach Hause kommen, wenn es bereits dunkel ist. Dabei kann der ständige Lichtmangel in der dunklen Jahreszeit Medizinern zufolge sogar eine "Saisonal abhängige Depression" (kurz SAD), auch unter Hebst- oder Winterblues bekannt, hervorrufen. Er beeinflusst unseren Haushalt von Melatonin und Serotonin: Melatonin ist bekannt als "Schlafhormon", während Serotonin, das "Glückshormon", uns wach und fit macht. Da Tageslicht die Bildung von Serotonin fördert, sollten wir möglichst viel Zeit im Freien verbringen – auch im Herbst und Winter und vor allem auch unabhängig vom Wetter. Denn mit Licht ist nicht unbedingt strahlender Sonnenschein gemeint. Dem Körper reicht zum Energie auftanken normales Tageslicht. Wem eine halbe Stunde am Tag im Freien nicht gelingt, der kann auch auf technische Hilfsmittel, wie Tageslichtlampen zurückgreifen. Lichttherapie- oder Tageslicht-Lampen haben nachgewiesenermaßen einen positiven Effekt auf unsere Stimmung.

Und auch frische Luft ist unabdingbar, um Körper und Geist in dieser Jahreszeit zu stärken. Ein kurzer Spaziergang reicht dafür bereits aus. Das stärkt nicht nur unser Immunsystem, sondern hilft auch dabei, den Kopf frei zu bekommen. Außerdem: wer täglich eine kleine Runde um den Block in seinen Alltag einbaut, der kann nachts auch besser schlafen! Das gilt auch für Kinder: Gerade in der Herbst- und Winterzeit ist es wichtig, dass die Kleinen sich tagsüber genug draußen austoben, frische Luft und Licht bekommen. Denn eines ist klar: Schlechtes Wetter gibt es in diesen Jahreszeiten genug, da bleibt häufig nichts anderes übrig, als den Tag drinnen zu verbringen. Deshalb ist es umso wichtiger, die übrigen Tage möglichst draußen zu gestalten. Drachen steigen lassen, Kastanien sammeln, Pfützen-Springen oder bunte Blätter suchen können da beispielsweise die passenden Aktivitäten sein.

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Sport hält fit und macht gute Laune

Ob ein Spaziergang draußen, Yoga oder andere Sportarten: sich zu bewegen und den Körper zu fordern, regt Herz und Kreislauf an und hilft gegen die lähmende Trägheit. Beim Sport werden zusätzlich zum Serotonin auch Hormone wie Dopamin und Adrenalin ausgeschüttet, die schmerzlindernd und stimulierend wirken. Gerade im Herbst und Winter ist es also besonders wichtig, den Schweinehund in seine Grenzen zu weisen. Dabei sollte auch hier das schlechte Wetter keine Ausrede sein: die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass man für eine effektive Sporteinheit die eigenen vier Wände häufig gar nicht verlassen muss!

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© iStockphoto, Milan Krasula

Gesunde Ernährung ist gerade in der kalten Jahreszeit ein wichtiger Faktor, um gesund zu bleiben. Denn ist unser Immunsystem geschwächt, haben Viren und andere Krankheitserreger leichtes Spiel. Viele Obst- und Gemüsesorten eignen sich besonders gut, um unsere Abwehrkräfte in den kalten Herbst- und Wintermonaten auf Trab zu halten.Allen voran die Rote Beete – eine echte Wunderknolle: Sie kann sowohl gekocht als auch roh verzehrt werden und ist reich an Vitaminen, vor allem B und C, sowie Folsäure und Eisen. Das kann Herzkrankheiten vorbeugen und den Blutdruck senken - besonders, wenn die Knolle roh gegessen wird. Aber auch gekocht ist sie ein süßer Genuss.

Rezept-Ideen gefällig? Probieren Sie doch mal dieses Rezept für Rote-Bete-Stampf mit Spiegelei oder, etwas klassischer, diesen Rote-Bete-Salat mit Rollmops.

Außerdem ein echter Immun-Booster: der Kürbis! Egal, ob man die Kerne als Knabberei zubereitet, aus ihnen Öl gewinnt oder das leckere Fruchtfleisch in Suppe verwandelt - der Kürbis ist das Highlight-Gemüse für die kalte Jahreszeit. Das Gewächs ist reich an Beta-Carotin, was im Körper zu wichtigem Vitamin A umgewandelt wird. Außerdem ist der Kürbis kalorienarm und sättigend - perfekt also, für die Winterdiät!

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Kuscheln ist gesund

Was viele Mensch wohl unterschätzen, was aber tatsächlich richtig gesund für unseren Körper ist: Kuscheln! Ja, richtig gelesen. Denn nicht nur Sport, gesunde Ernährung und frische Luft bringen uns und unser Immunsystem gut durch die dunkle Jahreszeit, auch körperliche Nähe kann erwiesenermaßen einen positiven Effekt haben. Denn dabei wird unter anderem Oxytocin freigesetzt - ein Hormon, das Stress und Angst reduziert und so dafür sorgt, dass wir uns sicher fühlen.
Deshalb: auch, wenn die Tage ab jetzt gefühlt kürzer werden und es schwerer fällt, sich fit und motiviert zu halten: mit ein paar Tricks können wir unseren Körper an die dunkle Zeit gewöhnen. (kse)