Urteil im Mordprozess gefallen!Eigene Eltern ließen Baby Ashley verhungern

Dieser Fall hat viele Menschen tief erschüttert!
Mit nur vier Monaten stirbt das kleine Mädchen Ashley, verhungert vor den Augen ihrer Eltern. Kim H. und Vanessa H. standen seit März vor dem Landgericht Itzehoe (Schleswig-Holstein). Am Dienstagvormittag (21. Juli) ist das Urteil gegen sie gefallen.
Das kleine Mädchen soll extrem gelitten haben
Kim H. und Vanessa H. müssen lebenslang ins Gefängnis. Das ist das Urteil des Landgerichts Itzehoe im Mordprozess gegen die Eltern nach dem qualvollen Tod ihrer vier Monate alten Tochter Ashley. Die Kammer verurteilt sie wegen gemeinschaftlichen Mordes und spricht von einem Fall, der sie „menschlich erschüttert” hat.
Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor erklärt, dass sie der Auffassung sind, dass Kim H. und Vanessa H. die völlige Hilflosigkeit und besondere Schutzbedürftigkeit ihrer Tochter ausgenutzt und dabei besonders grausam gehandelt haben. Die Verteidigung hatte hingegen auf fahrlässige Tötung plädiert.
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Mutter schrie: „Sie atmet nicht”
Am 26. September 2025 eilen Notärzte zu der jungen Familie nach Brunsbüttel (Schleswig-Holstein). Vanessa H. bemerkt, dass mit Baby Ashley morgens etwas nicht stimmt. „Sie atmet nicht!”, soll Vanessa H. geschrien haben. Doch für Baby Ashley kommt jede Hilfe zu spät. Mit nur vier Monaten stirbt das kleine Mädchen. Später wird klar: Über etwa vier Wochen soll Ashley kaum Nahrung und Flüssigkeit bekommen haben. Am Ende stirbt das Mädchen unter schrecklichen Qualen.
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Eltern sprechen von Überforderung
Im Laufe des Mordprozesses äußert sich Vater Kim H. vor Gericht. Er sagt: „Wir waren häufig überfordert. An manchen Tagen ging es weder vor noch zurück.” Neben Ashley haben die beiden noch dreijährige Zwillinge. Der Vater habe nach der Geburt große Probleme gehabt, mit Ashley umzugehen. „Ich konnte sie einfach nicht berühren, keine Ahnung”, erklärt er. Vanessa H. habe sich um das Mädchen gekümmert, er um die Zwillinge. Er habe sich also auch nicht darum gekümmert, das Baby zu füttern.

„Dass Ashley lebensbedrohlich an Gewicht verloren hat, ist mir nicht aufgefallen, sonst hätte ich einen Arzt aufgesucht“, sagt der Angeklagte. Einen generellen Gewichtsverlust habe er aber bereits im August wahrgenommen, deshalb hätten sie beschlossen, dass Vanessa mehr stillen soll und dem Baby zusätzlich die Flasche gibt.
„Ich entsorge Ashley bald”
Wie dramatisch und erschütternd die Zustände innerhalb der Familie wirklich waren, macht die Kammer bei der Urteilsverkündung am Dienstagvormittag deutlich. Bis auf erste Untersuchungen nach der Geburt im Krankenhaus wird Ashley nie wieder von einem Arzt untersucht. Die Zähne ihrer älteren Zwillingsschwester sind fast komplett verfault. Teils kleben die Eltern Windeln mit Panzertape an die Kinder, damit die diese nicht selbstständig ausziehen können.

Etwa zwei Wochen nach der Geburt von Ashley empfindet ihre Mutter Vanessa H. die Versorgung als „nervig” und sich nach den Bedürfnissen des Kindes zu richten als einschränkend, so die Kammer. Fortan sei die Mutter gefühlskalt und erbost über Ashley – am 5. Juni schreibt Vanessa H.: „Ich entsorge Ashley bald, ehrlich.“ Keine vier Monate später ist das Mädchen verhungert. Die Zwillinge leben inzwischen in einer Pflegefamilie.
Jugendamt alarmiert
Über die schwierigen Zustände in der Familie machten sich in der Vergangenheit auch Nachbarn Sorgen. Mehrfach schalteten sie das Jugendamt ein, ebenso wie eine Oma der Kinder. Regelmäßig solle ein Betreuer vorbei gekommen sein. Nach dem Tod von Ashley wurde zeitweise gegen einen Mitarbeiter des Jugendamtes ermittelt. Doch die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen Anfang März ein. Es gäbe keinen hinreichenden Tatverdacht, das Jugendamt habe nach Aktenlage die geltenden Standards eingehalten.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa
































