Gruselfund in ItalienSportjournalist (†53) erschossen und verbrannt

Luca Esposito
Der Tod von Sportjournalist Luca Esposito gibt viele Rätsel auf.
Instagram | Luca Esposito

Diese Nachricht ist der Horror.
Am Wochenende wollen Feuerwehrleute in Süditalien eigentlich nur ein Feuer in einem Waldstück löschen. Dabei finden sie die verkohlte Leiche von Sportjournalist Luca Esposito (†53). Sein Tod gibt allen Rätsel auf.

Wollte man mit dem Feuer seine Spuren beseitigen?

Die Nachricht liest sich wie eine Horrorgeschichte. Laut der italienischen Zeitung „Avellino Today” wird Luca Esposito seit vergangenem Freitag (17. Juli) vermisst. Erreichbar ist er nicht, Verabredungen hält er nicht ein.

Am Sonntag (19. Juli) dann die unfassbare Nachricht: Der Sportjournalist aus Nocera Inferiore (südöstlich von Neapel) ist tot. Laut Staatsanwaltschaft wurde der 53-Jährige erschossen. Das allein ist schon gruselig genug, gibt es doch bisher keinen verdächtigen, keine erkennbaren Motive. Doch der Tathergang scheint der blanke Horror gewesen zu sein. Wie der Nachrichtensender Sky TG24 berichtet, soll die Leiche von Esposito angezündet und in einem Waldstück bei Eboli in der Provinz Salerno abgelegt worden sein.

Wer wollte hier irgendetwas vertuschen?

Als die Feuerwehr eintraf, um den Brand zu löschen, stieß sie demnach auf die verkohlten Überreste des Sportjournalisten, dessen Identität die Polizei bestätigte. Zudem fanden Ermittler Patronenhülsen sowie in der Nähe sein Auto.

Der Fundort ist etwa 50 Kilometer von der Heimat Luca Espositos entfernt, die ebenfalls zur Provinz Salerno gehört. Dort war Esposito zuletzt als freier Sportjournalist für die Tageszeitung „La Città di Salerno“ sowie den Fernsehsender Otto Channel tätig. Er berichtete unter anderem über den italienischen Zweitligaverein US Salernitana, wo Franck Ribéry 2022 seine Karriere beendet hatte.

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Eigentlich berichtete Esposito nur über Sport

Über Kriminalität oder Justizthemen berichtete Esposito hingegen nicht. Für die Polizei ist es daher ein völliges Rätsel, was das Motiv für das Tötungsdelikt gewesen sein könnte. Außerdem soll Esposito zu Eboli, wo die Leiche gefunden wurde, keine besondere Verbindung gehabt haben. Zwar wurden ihm Verbindungen zur Umweltbehörde Arpac nachgesagt. Doch die Behörde teilte bereits öffentlich mit, dass Esposito kein Arpac-Mitarbeiter gewesen war.

Journalistenverbands-Chef spricht von „brutalem Mord”

Der Internationale und der Europäische Journalistenverband (IFJ bzw. EFJ) forderte die italienischen Behörden auf, eine gründliche Untersuchung durchzuführen, „um festzustellen, ob ein Zusammenhang zwischen dem Verbrechen und der journalistischen Tätigkeit des Opfers besteht”, teilen die Verbände mit.

Der nationale Präsident des Journalistenverbandes, Carlo Bartoli, bezeichnet die Tötung als „brutalen Mord”. Und darauf deutet leider vieles hin ...

Verwendete Quellen: Bild, n-tv.de