Neueste Südafrika-Variante erreicht Deutschland

Erste Fälle der Omikron-Virusvariante in Bayern bestätigt

Nun auch in Deutschland: In München wurde jetzt erstmals die Omikron-Variante registriert (Symbolfoto)
Nun auch in Deutschland: In München wurde jetzt erstmals die Omikron-Variante registriert (Symbolfoto)
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29. November 2021 - 10:27 Uhr

Omikron-Variante breitet sich rasant aus

Die als "besorgniserregend" eingestufte, im südlichen Afrika entdeckte Coronavirus-Variante ist in Deutschland angekommen. Bayern hat zwei Fälle bestätigt. In Hessen gibt es einen weiteren Verdachtsfall.

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Bayerns Gesundheitsminister Holetschek bestätigt erste bayerische Omikron-Fälle

Klaus Holetschek (CSU), Gesundheitsminister von Bayern
Klaus Holetschek (CSU), Gesundheitsminister von Bayern. Foto: Sven Hoppe/dpa
© deutsche presse agentur

In München sind die ersten beiden Fälle der als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante des Coronavirus in Deutschland bestätigt worden. Die beiden Reisenden seien am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Samstag. Die Betroffenen hätten selbst vorausschauend eine Untersuchung auf die Virusvariante veranlasst, nachdem sie aus den Medien von der Gefahr erfahren hätten.

Ergebnis des hessischen Verdachtsfalls kommt am Montag

Einen weiteren Verdachtsfall machte am Samstag Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) bekannt. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika wurden demnach mehrere für diese Variante typische Mutationen gefunden. Die vollständig geimpfte Person war den Angaben zufolge am 21. November über den Frankfurter Flughafen eingereist und hatte im Laufe der Woche Symptome entwickelt. Ein genaues Ergebnis wird in diesem Fall am Montag erwartet.

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Südafrika-Reisende sollen sich umgehend bei Gesundheitsamt melden

Das bayerische Gesundheitsministerium forderte Fluggäste, die mit demselben Flug am 24. November aus Südafrika gekommen sind, auf, sich umgehend bei ihrem zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Alle Personen, die in den vergangenen 14 Tagen aus Südafrika eingereist seien, sollten sofort ihre Kontakte reduzieren, einen PCR-Test unter Angabe ihrer Reisegeschichte machen und umgehend das Gesundheitsamt kontaktieren. Doch wie gehen die Menschen in einer der Ursprungsregionen der Mutante, in Südafrika, damit um?

Südafrikanerin zu RTL-Reporterin: Bevor mich diese neue Virusvariante erwischt, bin ich verhungert

"Südafrika ist geschockt", berichtet Nicole Macheroux-Denault , RTL-Korrespondentin in Südafrika. Die Nachricht der neuesten Virus-Variante komme zu einem Zeitpunkt, an dem in Südafrika alles gut war. Die Infektionszahlen seien niedrig gewesen, die Wirtschaft lief wieder und Touristen kamen zurück. Ähnlich wie im Sommer hierzulande seien die Menschen zuversichtlich gewesen. Und jetzt? Innerhalb weniger Tage soll das alles vorbei sein.

"Südafrika ist isoliert von der Welt. Der wirtschaftliche Schaden ist riesig", erklärt die RTL-Reporterin. Etliche Restaurant-Besitzer würden einen weiteren Lockdown wirtschaftlich nicht mehr überleben. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Südafrika kaum staatliche Hilfen und auch kein Kurzarbeiter-Geld. "Bevor mich die neue Virusvariante erwischt, bin ich verhungert", so eine Südafrikanerin gegenüber der RTL-Reporterin.

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Außerdem sollen alle Personen, die aus den vom Robert Koch-Institut als Virusvarientengebieten eingestuften Gebieten im südlichen Afrika einreisen, 14 Tage in Quarantäne müssen - das gelte auch unabhängig vom Impfstatus. "Wir müssen alles tun, um die Verbreitung der neuen Variante im Freistaat und in Deutschland zu verhindern", sagte eine Ministeriumssprecherin in München. Noch sei nicht klar, ob die neue Variante tatsächlich ansteckender ist und zu mehr Krankenhausaufenthalten führt. "Bis die Wissenschaft klarer sieht, müsse wir jedoch Vorsicht walten lassen", betonte die Sprecherin.

Weitere Infektionen möglich

Von der am Freitagabend in München gelandeten Lufthansa-Maschine aus Kapstadt seien 50 Menschen in Bayern in Quarantäne. Das Flugzeug war mit rund 300 Passagieren besetzt. Zwei PCR-Tests waren positiv, wie das Ministerium zuvor mitgeteilt hatte. Ob auch diese Passagiere die neue Omikron-Virusvariante tragen, ist noch unklar. (dpa/kra)