Ein Lächeln, eine Begrüßung – Flugbegleitende empfangen Passagiere stets freundlich. Doch die ehemalige Flugbegleiterin Svenja Hoffmann weiß: Dahinter steckt weit mehr als nur guter Service
„Das Flugbegleitende, die Passagiere persönlich an der Tür begrüßen, ist natürlich zum einen ein Höflichkeitsaspekt. Passagiere sollen sich wohl und sicher an Bord fühlen und sollen wissen, von wem sie denn da auch betreut werden. Aber diese Begrüßung hat auch einen Sicherheitsaspekt. Flugbegleiter nutzen diese Sekunden Kontakt mit den Passagieren eben auch, um rauszufinden, ob ein Passagier vielleicht sogar ein Hindernis, ein Sicherheitshindernis sein könnte während eines Fluges.“
Im Normalfall verläuft ein Flug ruhig. Kommt es doch zum Ernstfall, muss die Crew in nur 90 Sekunden alle an Bord nach draußen bringen. Das Verhalten einzelner Passagiere kann beispielsweise dabei zur Gefahr werden – doch wie erkennen die Flugbegleitenden mögliche Problemfälle schon vorab?“ – doch wie erkennen die Flugbegleitenden solche Passagiere vorab?
„Also im besten Fall wird natürlich die Begrüßung auch erwidert. Das heißt, man kann natürlich an der Stimme schon erkennen, sprich dieser Mensch jetzt gerade aus oder vielleicht ein bisschen lallende auch in puncto Alkohol. Vielleicht dann natürlich auch dieses Erscheinungsbild. Sieht jemand gesund aus, Läuft er geradeaus oder doch eher unsicher?“
Flugbegleitende achten zudem darauf, wer im Notfall helfen könnte – und wer besonders schutzbedürftig ist. Wird jemand als Risiko eingestuft, können Verantwortliche Konsequenzenk ziehen:
„Es kommt durchaus vor, dass Flugbegleitende oder die ganze Flugzeugbesatzung zusammen entscheidet, dass ein Passagier nicht mitfliegen darf. Das kann zum Beispiel sein, weil ein Passagier zu alkoholisiert ist und eine Gefahr während des Fluges darstellen könnte oder aber auch für einen Passagier einfach zu krank ist.
Krankheiten lassen sich nicht immer verhindern – sehr wohl aber, ob man vor dem Flug zu viel Alkohol trinkt oder Drogen nimmt. Aus Rücksicht auf die Sicherheit und alle Mitreisenden sollte darauf verzichtet werden.
Denn in rund 10.000 Metern Höhe ist Hilfe begrenzt – und im Ernstfall zählt jede Sekunde und jede Person an Bord.