„Es gab einen Versuch, einen gewaltsamen Versuch, die Dichtungsmasse vom Boden des Beckens abzureißen. Er hat es beschädigt."
Das behauptete die von Trump persönlich eingesetzte Bundesstaatsanwältin für den Hauptstadtbezirk District of Columbia, Jeanine Pirro, noch Anfang Juli. Ganz im Sinne Trumps. Nachdem die fast 15 Millionen Dollar teure Sanierung des Reflecting Pools in Washington für jeden sichtbar scheiterte. Vandalismus sollte schuld sein. Einen Monat später sieht die Welt ganz anders aus. Jetzt hat Pirro die Klage wegen schwerer Sachbeschädigung gegen den ehemaligen US-Olympiateilnehmer David Hearn fallen lassen. Pfusch am Bau sei die Hauptursache für den desolaten Zustand des Reflecting Pools. Trump gefällt das gar nicht, was den Reflecting Pool angeht.
„Ich stimme der US Staatsanwältin Janine Perrow zu 100 Prozent nicht zu. Ich weiß nicht, was ihr durch den Kopf gegangen ist. Für mich ist es ein klarer Fall von Vandalismus. Vielleicht gab es Probleme mit dem Bauunternehmer, aber der Hauptschaden wurde von Vandalen verursacht."
Mit diesem verschwommenen Video will er den Juristen zum Trotz beweisen. Es war doch Vandalismus. Allerdings ist darauf nicht zu erkennen, wie sich jemand derart am Becken zu schaffen macht und einen so umfangreichen Schaden anrichtet oder ein Messer benutzt oder Chemikalien hineinkippt. Ob er so seine eigene Sicht der Dinge durchsetzt? Fraglich. Was bleibt, ist die Algenplage und die abgesplitterte Farbe. Und wie sie die in den Griff bekommen wollen, ist vollkommen offen.