So bekommen Sie Ihr Fett weg

Bikinifigur-Tricks: Mit welchem Puls Sie die meisten Kalorien verbrennen

Welcher Puls ist gut für die Fett-Verbrennung? Zwei Ärzte geben Tipps für den richtigen Weg zur Bikini-Figur.
Welcher Puls ist gut für die Fett-Verbrennung? Zwei Ärzte geben Tipps für den richtigen Weg zur Bikini-Figur.
© NanciSantos

26. April 2022 - 11:42 Uhr

von Madeline Jäger

Der Sommer 2022 rückt immer näher und damit auch die Saison für Bikinis und Badehosen. Doch wie trainiere ich besonders effektiv, um abzunehmen und im Sommer eine gute Figur zu machen? Der Medizinjournalist und Arzt Dr. Christoph Specht erklärt, mit welchem Puls Sie sich wieder gut in Form bringen. Der Lungenfacharzt und TV-Experte Dr. Heinz-Wilhelm Esser, besser bekannt als "Doc Esser", gibt zusätzlich Tipps für den richtigen Ausdauersport.

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Bikini-Figur in Sicht: Nicht jeder sollte joggen - Walken, Fahrradfahren oder Schwimmen geht auch

Wer die Speckrolle am Bauch für den Bikini-Körper noch wegtrainieren will, der muss langsam anfangen. Bei der Auswahl der Sportart kommt vielen Untrainierten zunächst das Joggen in den Sinn, um so schnell wie möglich viele Kalorien zu verbrennen. Doch davon rät Dr. Christoph Specht in vielen Fällen ab. "Joggen ist eher etwas für den Sport-Typ, der ohnehin häufiger laufen geht und die Intensität steigern will. Man sollte eine gewisse Grundfitness haben, damit man beim Joggen auch Kalorien verbrennt", erklärt Specht.

"Walken wäre zum Abnehmen sehr viel besser oder Fahrradfahren und Schwimmen, das sind Klassiker für leicht Übergewichtige. Wer sein Gewicht dadurch dann schon etwas reduziert hat, der kann auch joggen gehen", empfiehlt der Mediziner.

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Sie wollen Kalorien verbrennen? Einfache Puls-Formel gibt Hilfestellung

Ganz egal, welche der genannten Sportarten nun infrage kommt, für einen optimalen Trainingserfolg rät Specht dazu, eine einfache Formel zum Maximalpuls zu beachten.

Nämlich: 220 Schläge pro Minute – Lebensalter (in Jahren). Beispiel: "Wer 20 Jahre alt ist, der hat also den maximalen Trainingspuls von 200 Schlägen pro Minute, davon sind 50 bis 60 Prozent förderlich für eine gute Gesundheit – also in diesem Fall ein Puls von 120 Schlägen pro Minute. Wer abnehmen will, bei dem sind es aber 60 bis 70 Prozent – also ein Puls von 140."

Wer als Anfänger zeitweise mit Maximalpuls unterwegs sei, müsse sich jedoch keine Sorgen machen, weil sich der Puls nach mehreren Trainingseinheiten in der Regel einstellt, so der Experte. Wer neu anfängt, sei meistens mit hohem Puls unterwegs. Was Specht hier beschreibt, sieht Lungenfacharzt "Doc Esser" ähnlich.

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Ausdauersport, um Kalorien zu verbrennen: "Beim Joggen sollte man sich noch unterhalten können"

"Es gibt im Ausdauersport die sogenannte Fettverbrennungszone. Das ist die Herzfrequenz, die bei einer moderaten sportlichen Aktivität entsteht. Für das Joggen würde zum Beispiel eine Geschwindigkeit gelten, bei der man sich noch unterhalten kann. Das ist eine Aktivität, die im Körper dazu führt, dass er vor allen Dingen über die körpereigene Fettverbrennung Kalorien verbraucht. Für den Laien klingt das so, als ob das die optimale Zone wäre, weil man da das meiste Körperfett verliert, das ist aber nicht immer der Fall", schildert Doc Esser.

"Würde man häufiger mit einer höheren Pulsfrequenz trainieren, zum Beispiel mit einem hochintensiven Intervall-Lauftraining, dann würde man zwar beim Energiebedarf nicht mehr über die Fettverbrennung gehen, sondern über die Kohlenhydrate-Verbrennung, aber im Endeffekt verliert man dabei viel mehr Kilo-Kalorien", erklärt der Experte.

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Bikini-Figur in Sicht: Intervall-Lauftraining auch gut für allgemeine kardiovaskuläre Gesundheit

Klar ist: Wer gesund abnehmen will, muss sich mehr bewegen. Doch wer ausschließlich mit Sport zur Bikini-Figur kommen will, den muss Doc Esser enttäuschen. Der gewichtssenkende Effekt durch Sport werde häufig überbewertet. Wichtig sei zum Beispiel auch eine Ernährungsumstellung.

"Man kann durch Sport den Abnehmprozess durch den Aufbau vermehrter Muskelmasse auf gesunde Weise unterstützen, aber nicht mehr", betont der Lungenfacharzt. Das Schöne am moderaten Ausdauersport sei aber zusätzlich zum Muskelaufbau, dass das Risiko für sogenannte "kardiovaskuläre Erkrankungen", wie Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen, Herzinfarkte und Schlaganfälle dramatisch sinkt, wenn man Sport treibt.

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