Krisengespräch! „Die Verunsicherung muss aufhören”Ministerpräsident Olaf Lies beruft Oberbürgermeister der VW-Standorte ein

„Ich glaube, alle versuchen gemeinsam, ein ganz schwieriges Problem zu lösen.”
Nach den Werksferien laufen wieder die Bänder in den VW-Werken – und damit kommen wohl auch wieder die Fragen auf, wie man drohende Werksschließungen abwenden kann. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat sich am Donnerstag (13. August) mit den Oberbürgermeistern der niedersächsischen VW-Standorte getroffen, um über die Zukunft der Werksstandorte zu sprechen.
VW-Sparkurs: Oberbürgermeister sorgen sich um Werke
„Es gibt eine große Phase der Verunsicherung und von daher bin ich froh und hoffe natürlich, dass der Ministerpräsident uns neue Informationen gibt”, erklärt Emdens Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) auf dem Weg zum Ministerpräsidenten. „Ich glaube, alle versuchen gemeinsam, ein ganz schwieriges Problem zu lösen”, ist Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU) überzeugt.
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„Klar ist: Die niedersächsischen Standorte müssen unantastbar sein”, so Thorsten Kornblum (SDP), Oberbürgermeister von Braunschweig. Mit Sorgen und konkreten Erwartungen im Gepäck folgen die Oberbürgermeister der sechs niedersächsischen VW-Standorte der Einladung von Ministerpräsident Olaf Lies in die Landeshauptstadt. Das Ziel des Treffens: Der Austausch zwischen den einzelnen Werksstandorten in Krisenzeiten. Denn der Autobauer hat sich einen massiven Sparkurs auferlegt.
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Lies will niedersächsische Werksstandorte sichern
In Niedersachsen produziert Volkswagen neben Wolfsburg auch in Braunschweig, Salzgitter, Hannover, Osnabrück und Emden. Wie im Juli bekannt wurde, plant VW auch, Standorte zu schließen. Die Verunsicherung bei vielen Menschen ist entsprechend groß. „Insofern muss man darüber sprechen: Wie ist die Diskussion in den Kommunen, wie ist die Stimmungslage? Was können wir allesamt auch dazu beitragen, zur Stabilisierung der Standorte beizutragen?”, erklärt Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies. „Wir wollen die Standorte sichern, wir wollen die Zukunft für die Beschäftigung der Kolleginnen und Kollegen.” Und dafür seien die Kommunen auch bereit für Veränderungen.
Rüstungsindustrie statt Autobau in Niedersachsen?
„Wenn klar ist, es gibt keine Automobilproduktion, dann müssen wir eben auch andere Wege gehen. Und dann ist das Thema Rüstung eines, was man nicht kategorisch ausschließen darf”, zeigt sich Osnabrücks Oberbürgermeisterin Katharina Pötter (CDU) offen. „Es fehlt eben auch an Innovationskraft. Das muss man, glaube ich, so deutlich machen beim Vorstand. Deshalb braucht es jetzt Ideen, nicht nur Sparpläne”, ist Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (B’90/Grüne) überzeugt. „Es braucht Ideen nach vorne, klare Visionen, wie wir die Standorte auslasten können – als Automobilstandorte oder auch in anderen Zukunftsfeldern.”

Volkswagen selbst äußerte sich auf Anfrage von RTL Nord bisher nicht zu dem Treffen zwischen Land und Kommunen. Die nächste Aufsichtsratssitzung des Unternehmens ist für September geplant.
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Für Olaf Lies steht schon jetzt fest: „Wir haben alle eine gemeinsame Erwartungshaltung, dass die industrielle Entwicklung und die Perspektiven der Standorte weiter vorangebracht werden. Und das werden wir gemeinsam angehen.” Von Volkswagen erwarte der Ministerpräsident nun, „dass dort Lösungen geliefert werden und auch die Wachstumsfelder, die es gibt, erarbeitet werden” und fordert: „Wir brauchen jetzt Klarheit. Die Verunsicherung muss aufhören.”

































