Klein, aber gewaltigDieses Boot könnte die Zukunft der Kriegsführung werden
200 Seedrohnen pro Jahr − made in Hamburg!
Auf den ersten Blick erinnert sie an ein Spielzeug, doch die in Hamburg vorgestellte Seedrohne könnte zukünftig bedeutend für die Hamburger Wirtschaft und die Sicherheit auf den Meeren werden. Was hinter der neuen Kriegswaffe steckt, seht ihr im Video.
Acht Meter langes, tödliches Geschoss
In der Hamburger Werft Blohm und Voss wurde am Montag (9. März) eine neue, etwa acht Meter lange Seedrohne vorgestellt. Im Vergleich zu anderen Kriegsschiffen erscheint sie winzig, doch als Waffe kann sie genauso tödlich sein. Zum Beispiel, wenn sie mit Sprengstoff beladen in ein feindliches Ziel gesteuert wird. Vier Kameras, inklusive Infrarot-Kamera, ermöglichen zudem eine 360-Grad-Sicht vom Boot aus – entscheidend für das Ausspähen von Feinden..
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Das britische Unternehmen Kraken hat das ferngesteuerte Boot entworfen. In einer Kooperation mit dem deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall, zu dem seit kurzem auch Blohm und Voss gehört, soll es ab diesem Jahr in Hamburg gebaut werden. 200 Seedrohnen sollen pro Jahr in Hamburg vom Stapel laufen.

Ukraine-Krieg unterstreicht Bedeutung moderner Kriegsschiffe
Wie mächtig kleine Boote wie dieses sein können, zeigt die Ukraine seit der russischen Vollinvasion 2022. Das Militär des angegriffenen Landes schaffte es, mithilfe ähnlicher Seedrohnen zahlreiche russische Kriegs- und Handelsschiffe zu beschädigen oder sogar zu versenken. Ferngesteuerte Waffen sind im Vergleich zu herkömmlichen Waffen relativ günstig. Ab umgerechnet etwa 350.000 Euro sollen die Seedrohnen aus Hamburg erhältlich sein. Mehrere NATO-Länder sollen die Drohne bereits einsetzen, Deutschland zählt aber laut Rheinmetall nicht dazu.
Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche

































