Es war bis ins kleinste Detail geplantTristan R. (18) fragt die KI um Hilfe – dann tötet er seine Mutter mit einem Hammer

Ein Verdächtiger sitzt im Verhörraum der Polizei in Wales.
Tristan R. vergleicht sich online mit dem Serienkiller „Dexter”. Ein Gericht bestätigt, er hat seine eigene Mutter mit einem Hammer getötet. Hier bei der Vernehmung durch die Polizei. 
Polizei Nordwales

Er tötete seine eigene Mutter!
Das sieht das Gericht als bewiesen an. Tristan R. (18) hasst Frauen. Im Netz spricht er offen darüber, seine Mutter zu töten, ein KI-Chatbot plant mit ihm den perfekten Mord; R. setzt ihn um. Jetzt verurteilt ihn das Gericht zu einer Mindestfreiheitsstrafe von über 20 Jahren Gefängnis.

Leichenfund im Naturpark Morfa

Am Freitag, dem 24. Oktober 2025, klingelt das Telefon der Polizei von Nordwales. Im Unterholz des Naturparks Morfa (Wales) melden Passanten den Fund einer Leiche. Es ist die 45-jährige Angela Shellis. Die Kriminalpolizei leitet umgehend eine Morduntersuchung ein und wird schnell auf Angelas Sohn Tristan R. (18) aufmerksam. Der habe sich, wie Angehörige mitteilen, im eigenen Haus in Prestatyn (Wales) verschanzt und verhalte sich merkwürdig. Nur wenige Stunden nach dem Leichenfund wird Tristan R. festgenommen. Die anschließenden Ermittlungen lassen kaum eine falsche Interpretation der Geschehnisse zu.

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Frauenhass im Internet

Die Aufnahmen der Überwachungskameras um das gemeinsame Wohnhaus von Mutter und Sohn belegen, dass Tristan R. zusammen mit Angela in der Nacht vor dem Leichenfund das Haus verlassen hat. Sie ging an einer Krücke, er trug einen Rucksack. Spätere Aufnahmen zeigen, wie er alleine denselben Weg wieder zurück zum Haus läuft. Tristan R. machte kein Geheimnis aus seinem Frauenhass, auf der Plattform Discord posaunt er seine Meinung frei heraus, schreibt sogar davon, seine Mutter töten zu wollen: „Und weil sie mir keine Axt verkaufen wollten, stirbt meine Mutter nun durch einen beschissenen Hammer.”

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KI-Chatbot hilft bei der Tat

Die Tat hatte der 18-Jährige über Wochen geplant. Mit einem KI-Chatbot tüftelt er die perfekte Vorgehensweise aus. Er kauft sich die Utensilien für seinen Mord zusammen: Handschuhe, Masken, sogar einen forensischen Schutzanzug. In der Mordnacht hält Tristan R. seine Mutter vier Stunden lang im Haus gefangen, bedroht und verletzt sie immer wieder mit einem Hammer. Dabei dokumentiert er alles genau. Die Ermittler der Polizei von Nordwales sind sich sicher, dass der Mörder in der Nacht wollte, dass seine Mutter sich ins Bett legt und so tut, als würde sie schlafen. Als sie das nicht wollte, schlug er vor, ihre Wunden versorgen zu lassen – doch statt zu einem Arzt, bringt er sie in der Dunkelheit in den Naturpark Morfa. Hier tötet er sie mit dem Hammer.

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Gefängnisstrafe für Mord

Während seiner Vernehmung bei der Polizei sagt Tristan R. nichts aus, bekennt sich aufgrund der Beweislage vor Gericht allerdings schuldig. Jetzt verurteilt das Gericht in Mold (Wales) den bekennenden „American Psycho“-Fan zu 22,5 Jahren Haft – mindestens. (dst)

Verwendete Quellen: Polizei Nordwales