Tötete der Serienkiller auch Jonathan (†10) ?Maskenmann in Frankreich vor Gericht

Ab dem 18. Mai steht der deutsche Martin Ney in Nantes erneut vor Gericht.
Ab dem 18. Mai steht der deutsche Martin Ney in Nantes erneut vor Gericht.
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Ferienlager wurde zum Tatort!
Mehr als 20 Jahre nach dem Verschwinden des kleinen Jonathan Coulom holt der Fall die Justiz erneut ein – und lässt die Fragen nach dem grausamen Geschehen wieder aufleben. In Frankreich hat jetzt ein Prozess gegen den deutschen Serienmörder Martin Ney begonnen.

Jonathan verschwand nachts aus Ferienlager

Jonathan Coulom war im April 2004 im französischen Saint-Brévin-les-Pins an der Atlantikküste. Dort verschwand der Zehnjährige nachts aus einem Feriencamp. Wochen später entdeckten Ermittler seine Leiche in einem Teich. Nach Angaben der Behörden war der Körper mit einem Betonblock beschwert worden.

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Die Tat blieb jahrelang ungeklärt. Erst viele Jahre später geriet Martin Ney in den Fokus der französischen Ermittler. Ausschlaggebend soll unter anderem ein Geständnis gegenüber einem Mithäftling gewesen sein.

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Prozess startet in Frankreich

Der „Maskenmann” drang heimlich in Kinderzimmer ein und missbrauchte Jungen in Privathäusern, Zeltlagern und Schullandheimen.
Der „Maskenmann” drang heimlich in Kinderzimmer ein und missbrauchte Jungen in Privathäusern, Zeltlagern und Schullandheimen.
DPA PA

Der Prozess gegen den heute 54-Jährigen findet vom 18. Mai bis 5. Juni vor einem Schwurgericht nahe Nantes statt. Dafür wurde Ney aus deutscher Haft nach Frankreich überstellt.

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Die französischen Ermittler gehen davon aus, dass Jonathan möglicherweise über längere Zeit festgehalten wurde, bevor er starb. Ney bestreitet die Tat bislang. Für die Familie von Jonathan Coulom könnte der Prozess nach Jahrzehnten der Ungewissheit ein wichtiger Schritt zur Aufklärung sein.

Bereits wegen dreifachen Mordes verurteilt

Martin Ney zählt zu den bekanntesten Serienmördern Deutschlands. 2012 wurde der Pädagoge aus Bremen wegen dreier Morde an Jungen zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Zudem wurde er für zahlreiche Fälle sexuellen Missbrauchs verantwortlich gemacht.

Den Namen „Maskenmann“ erhielt Ney, weil er bei seinen Taten häufig maskiert und schwarz gekleidet vorging. Über Jahre hinweg drang er nachts in Kinderzimmer, Schullandheime und Ferienlager ein. (lmi)

Verwendete Quellen: 20minutes, bild.de