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Kneipen-Brand auf Mallorca: 13 deutsche Kegelbrüder unter Verdacht - müssen sie in den Knast?

13 Deutsche sollen Feuer verursacht haben

Brand am Ballermann: Müssen die Kegelbrüder jahrelang in den Malle-Knast?

Müssen 13 deutsche Kegelbrüder jahrelang in den Knast? Mutmaßliche Brandstiftung am Ballermann
02:11 min
Mutmaßliche Brandstiftung am Ballermann
Müssen 13 deutsche Kegelbrüder jahrelang in den Knast?

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von Sebastian Stöckmann und Eva Rullmann

Was auch immer die 13 Ballermann-Urlauber dazu trieb, brennende Zigarettenkippen aufs Terrassendach einer Kneipe zu schnipsen – es könnte sie teuer zu stehen kommen. Und das nicht nur finanziell, denn den größtenteils jungen Kegelbrüdern aus Münster (Nordrhein-Westfalen) drohen mehrere Jahre im Malle-Knast. RTL-Reporterin Eva Rullmann erfuhr von einem Strafrechtsexperten auf Mallorca: Dass alle 13 Männer die Aussage verweigert haben, wird indirekt als Geständnis gewertet.

Feuer in Ballermann-Bar: Hobbykegler kommen nicht auf Kaution frei

Selbst wenn die Hobbykegler nicht vorsätzlich, sondern fahrlässig gehandelt haben, sind fünf bis zehn Jahre Haft möglich. In Spanien ist Brandstiftung kein Vergehen, sondern ein Verbrechen, das mit sehr hohen Strafen geahndet wird.

Auch ein schnelles Ende der Untersuchungshaft gilt als unwahrscheinlich: Der zuständige Untersuchungsrichter schätzt den Fall offenbar als schwerwiegend ein und lässt die Verdächtigen nicht auf Kaution frei. Allein die U-Haft kann in Spanien bis zu zwei Jahre, in Extremfällen sogar bis zu vier Jahre dauern. Die erste Verhandlung gegen die Kegelbrüder dürfte nach RTL-Informationen in sechs bis neun Monaten stattfinden.

Richter lässt die mutmaßlichen Brandstifter hinter Gittern Brandstiftung auf Mallorca
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Verdächtige aus Münster sitzen in Palma de Mallorca im Gefängnis

Brand auf Mallorca: Kegelclub "Stramm am Tisch" aus Münster
Die Mitglieder des Kegelclubs "Stramm am Tisch" stehen unter Verdacht, den Brand verursacht zu haben.
Privat

"Es gibt auf Mallorca nur ein Gefängnis, das liegt im Norden Palmas", berichtet Eva Rullmann. "Dort kommt man die ersten Tage meist in einen separaten Bereich und dann zu den anderen Gefangenen. Weil die Männer noch sehr jung sind, werden in den nächsten Tagen vermutlich Angehörige auf die Insel kommen."

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Zigarettenkippen auf Terrassendach der Kneipe "Why Not" geworfen

Die Deutschen, die nach Medienberichten größtenteils zwischen 24 bis 29 Jahre alt sind, sollen am Freitagnachmittag bei einer Balkonparty im Hotel "Whala!Beach" Zigarettenkippen auf das Terrassendach der Kneipe "Why Not" in El Arenal (Playa de Palma) geworfen und Alkohol darauf gegossen haben. Das Dach aus Schilfrohr fing Feuer; die Flammen beschädigten das Lokal . Auch eine weitere Bar, eine angrenzende Wohnung und das Hotel gerieten in Brand – Sachschaden insgesamt: mindestens 150.000 Euro. Ein Mann und ein junges Mädchen wurden den Berichten zufolge leicht verletzt.

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Brand auf Mallorca: Augenzeugin filmte vom Nachbarbalkon des Hotels "Whala!Beach"

Augenzeugen hörten Schreie und einen lauten Knall . "Ich dachte, es ist ein Haus explodiert", sagte eine Rentnerin zu RTL. Überall sei Rauch gewesen, erklärte eine Britin. Eine junge Bremerin filmte den Brand vom Nachbarbalkon aus mit dem Handy.

Die 13 Verdächtigen, die nach RTL-Informationen Mitglieder des Kegelclubs "Stramm am Tisch" sind, waren erst wenige Stunden zuvor auf Mallorca gelandet. Unter ihnen sollen auch Feuerwehrleute aus Münster sein.

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